3 Grad Kälter
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104 Min
Kein Tag wie jeder andere - ein Gewitter mitten im Winter:
Steini zieht mit seiner Freundin Jenny zusammen. Olli trifft Babette zum ersten Mal. Und Marie, glücklich verheiratet mit Frank, erinnert sich an Jan, der vor fünf Jahren ohne ein Wort aus ihrer Mitte heraus verschwunden ist. In der folgenden Nacht schreibt Marie einen Brief an ihre alte Liebe Jan. Doch die Worte, nach denen sie all die Jahre gesucht hat, wollen ihr auch diesmal nicht einfallen und so wirft sie ihn unachtsam weg. Als Frank den Brief am nächsten Tag zerknüllt im Mülleimer findet, ist er tief berührt von Maries Geständnis, dass sie Jan noch immer liebt. Frank beschließt, den Brief ohne Maries Wissen an Jan abzuschicken.
Als Jan plötzlich und unerwartet wieder auftaucht, beginnt nicht nur für Frank und Marie eine Zeit der Prüfung. Denn jeder der Freunde ist gezwungen, sich auf seine Weise zu fragen, was wichtiger ist, zu lieben oder geliebt zu werden.

Immer wieder und aus verschiedenen Blickwinkeln stellt sich in 3° kälter die Frage, was uns wichtiger ist -
zu lieben oder geliebt zu werden.
Es wird von parallel verlaufenden und sich nach und nach verstrickenden Beziehungs- und Liebesgeschichten erzählt: die vor Jahren gescheiterte Liebe zwischen Marie und Jan, die Beziehung von Marie und Jans Nachfolger Frank, die frische und impulsive Liebe zwischen Babette und Olli, Jennys Beziehung zu dem untreuen Steini – und zu guter Letzt das Miteinander der Eltern von Jan und Olli. Diese Geschichten spiegeln unterschiedliche Stadien ein- und derselben Fragestellung.
Alle Figuren befinden sich in einer emotionalen Umbruchsituation. Gefangen in eingefahrenen Mustern und Alltäglichkeiten, getrieben von der Hoffnung diesen Strukturen zu entrinnen, sind sie unfähig offen und ehrlich die eigenen Gefühle zu kommunizieren. Die Suche nach einer richtigen Nähe und das Gespür einer unüberbrückbaren Distanz in der Beziehung, Unsicherheit, enttäuschte Erwartungen, fehlende Wärme und Sehnsucht prägen das Gruppenfoto einer Freundschaftsclique.
Bei der Inszenierung von 3° kälter war es uns wichtig, das Schweigen zwischen den Zeilen zu hören, die Blicke aneinander vorbei wahrzunehmen. Also alles, was unterlassen wird, wollten wir gleichwertig zu den beschriebenen Handlungen und Dialogen in Szene setzen. Mit den Schauspielern haben wir versucht, für jeden Moment des Films immer das größtmögliche Verständnis für die Figuren und ihr Innenleben zu erarbeiten, damit die kleinen Momente eine große Klarheit bekommen. Dies kann ein Satz sein, eine Geste, eine Berührung, ein Bild oder ein Schatten, das Lächeln eines Schauspielers oder auch der Blick aus einem Fenster.
Und so soll am Ende von 3° kälter keine intellektuelle Erkenntnis stehen, sondern ein Moment emotionaler Klarheit, in dem eine kleine Geste mehr sagt, als tausend Worte.
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