James Bond 007: Casino Royale Film Trailer
FSK Film: 12 | Länge: 139 Min | Kinostart: 2006
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TRAILER-TIPPS
Links & Infos
Schauspieler:Judi Dench, Daniel Craig, Mads Mikkelsen, Giancarlo Giannini, Jeffrey Wright, Ivana Milicevic, Eva Green, Simon Abkarian, Jesper Christensen, Caterina Murino
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Eure Meinung zu "James Bond 007: Casino Royale"
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Eure Kommentare zu "James Bond 007: Casino Royale":
checker öhm.....
spidey jr. voll geil!!
Chris Martin Das ist ein Film voller Action, Sex-appeal und Anspruch: Der beste Bond mit Sean Connery-->Daniel Craig ist der Hammer!Ein Super Film!Lohnt sich!
Bondi ich hab´n film gesehen, voll geil!
Daniel Craig ey leute! ihr habt doch keine ahnung! das ist mit abstand einer der geilsten bonds überhaupt!
Schweini also ich habe den film selber auf dvd und ich habe ihn schon zich mal gesehen aber ich krieg einfach nich genug davon und den soundtrack zum film find ich auc´h unglaublich
Ernst Stavro Blofeld Also dieser Film ist doch wirklich der letzte Mist und kann einem echten 007-Film in keinster Weise das Wasser reichen. Schade ums Geld für die DVD und den Strom zum Abspielen!!!!!
Sam Der -film is der Hammer! Ja, ein Bisschen anders war der schon. Brutaler! Der Trailer bringt das geschehen toll raus. Super!
Cheater Joe @Goldfinger : Aber echt, alle Bondklischees waren weg, ohne das ist ein Bond kein Bond!!!!
martin ein super trailer
Infos zum Film
CASINO ROYALE ist das 21. James-Bond-Abenteuer in der erfolgreichsten Franchise-Serie der Filmgeschichte. Die Hauptrolle spielt Daniel Craig, der damit sein Debüt als James Bond gibt. Der Film basiert auf Ian Flemings erstem Roman aus dem Jahr 1953 und markiert den Anfang des berühmtesten Geheimagenten.
Albert R. Broccolis EON Productions präsentiert Daniel Craig als Ian Flemings James Bond 007 in CASINO ROYALE. Der Film wurde von Martin Campbell nach einem Drehbuch von Neal Purvis und Robert Wade sowie Oscar®-Gewinner Paul Haggis inszeniert und von Michael G. Wilson und Barbara Broccoli produziert und ist eine Koproduktion von Großbritannien, Tschechien, Deutschland und den USA. CASINO ROYALE wurde von Metro-Goldwyn-Mayer Pictures und Columbia Pictures produziert. Die Dreharbeiten fanden in Prag und Karlsbad in der tschechischen Republik, auf New Providence und Paradise Island auf den Bahamas, am Comer See, in Venedig sowie in Großbritannien statt. Dort inszenierte das Team auf dem Dunsfold Flughafen in Surrey, am Eton College in Windsor, im Buckinghamshire Black Park und in den legendären 007-Pinewood Studios.
Der britische Schauspieler Daniel Craig ist in CASINO ROYALE erstmals in der Rolle des James Bond zu sehen. Er wird von einer bekannten internationalen Besetzung unterstützt. Dame Judi Dench ist wiederum als M und damit als Chefin des Britischen Geheimdienstes zu sehen. Vesper Lynd, die erste Frau, in die sich James Bond verliebt, wird von der französischen Schauspielerin Eva Green dargestellt und der Däne Mads Mikkelsen übernahm die Rolle von Le Chiffre, dem international operierenden Geldwäscher, der in einem brisanten Pokerspiel, der Schlüsselszene des Films, als Bonds Rivale antritt.
Der amerikanische Darsteller Jeffrey Wright spielt Felix Leiter, Bonds Verbündeten bei der CIA, und der angesehene italienische Schauspieler Giancarlo Giannini hat die Rolle von Mathis übernommen, seinem Kontaktmann beim MI6. Die Italienerin Caterina Murino spielt Solange, die schöne, aber unglückliche Frau von einem von Le Chiffres gefährlichen Verbündeten, die James Bonds Charme erliegt.
Ein wichtiger Bestandteil des Films ist neben Bonds Lieblingsfahrzeug, dem Aston Martin DB5, der neue Aston Martin DBS in der Sonderfarbe „Casino Ice“, der nicht vor 2007 im Handel sein wird. Und erstmals enthüllt James Bond das Rezept für seinen Lieblingsmartini „The Vesper“.
ÜBER DIE PRODUKTION
„Wenn man in der Rolle des James Bond keine Kratzer abbekommt, spielt man die Rolle nicht richtig.“ – Daniel Craig
Mit seiner Hauptrolle in CASINO ROYALE gehört Daniel Craig nun auch zu der Elite von Schauspielern, die den perfekten, maßgeschneiderten Smoking des Superspions James Bond tragen dürfen. Von den beiden langjährigen Bond-Franchise-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli wird Craig als einer der „maßgeblichen britischen Schauspieler seiner Generation“ beschrieben. Craig fühlt sich geehrt, die legendäre Rolle des MI6-Agenten zu spielen, aber er war auch speziell vom Drehbuch zu CASINO ROYALE angetan, da es aus einer besonderen emotionalen Bandbreite besteht und sich der Charakter des James Bond im Verlauf des Films erst entwickelt.
„In diesem Film ist James Bonds Charakter tiefgründiger – so wie Ian Fleming ihn ursprünglich beschrieben hat“, so der Schauspieler. „Wir beginnen ganz am Anfang von Bonds Karriere, als er noch seine Ecken und Kanten hat. Er ist Einzelgänger, der sich ungern mit anderen Menschen einlässt. Im Verlauf des Films wird er jedoch zugänglicher.“
Während ihrer umfangreichen Suche nach dem neuen Hauptdarsteller des 21. Bond-Films dieser erfolgreichen Franchise-Serie griffen Broccoli und Wilson auf eine bewährte Herangehensweise zurück. „Als wir für die Rolle des Bond vorsprechen ließen, baten wir die Schauspieler, eine Szene aus dem Film From Russia With Love (James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau, 1964) zu spielen, in der Bond das erste Mal auf Tatiana Romanova trifft“, sagt Wilson. „Diese Szene hat alles, was man über einen potenziellen Bond wissen muss: Dramatik, Romantik und Action.“
Nach Broccolis Aussage bestand Craig den Test mit Bravour: „Nachdem wir ihn gesehen hatten, war Daniel die erste Wahl für James Bond. Er ist charismatisch, vielseitig und sexy. Die Rolle birgt eine große Herausforderung, aber er hat uns bewiesen, dass er ein unglaublicher Bond ist.“
Zu Craigs früheren Arbeiten zählen Munich, (München, 2005), Road To Perdition (Road to Perdition, 2002) und Lara Croft: Tomb Raider (Lara Croft: Tomb Raider, 2001). Er drehte gerade in Baltimore, als er die Nachricht erhielt, dass er die begehrte Rolle erhalten hat. „Ich war gerade alleine, also ging ich auch alleine aus, um etwas zu trinken und zu feiern. Ich konnte natürlich nicht in eine Bar gehen und den Gästen sagen: ,Ich bin James Bond!‘ Sie hätten mich möglicherweise rausgeschmissen oder hätten ein Krankenhaus angerufen, um mich abholen zu lassen.“
Als ihm bewusst wurde, was auf ihn zukommt, war er bestrebt, sich auf die Rolle vorzubereiten. Im Wissen um die physischen Herausforderungen, die ihn erwarten würden, begann der Schauspieler mit einem strengen Fitnessprogramm. Das Ergebnis zahlte sich aus, als die Produktion in den Modrany Studios außerhalb von Prag begann. Die erste Szene, die er drehte, war eine rasante Verfolgungsszene, in der Bond den vermeintlichen Bombenattentäter Mollaka bis in die Botschaft von Nambutu jagt.
„Ich wollte so viel wie möglich von den Actionszenen selbst machen, so dass das Publikum sieht, dass ich das bin und das Ganze real ist“, sagt Craig. „Ich hatte das Gefühl, dass ich zu einem Sportler werden muss und dazu gehörte auch, sich Verletzungen einzufangen und dennoch weiterzumachen, auch wenn es schmerzhaft sein würde. Gary Powell und sein Stuntteam haben einen fantastischen Job gemacht, um zu garantieren, dass alles so sicher wie möglich war, aber dennoch: Wenn man Bond spielt und keinerlei Blessuren abbekommt, dann hat man irgend etwas nicht richtig gemacht.“
„Daniel wird für das Publikum eine Entdeckung sein“, sagt Regisseur Martin Campbell voraus, der auch schon Pierce Brosnan in dessen Debüt GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995) inszenierte. „Er verbindet Härte mit Charme und Sinn für Humor. Und da diese Geschichte sich viel mehr mit dem Charakter von Bond beschäftigt, sind seine Tiefe und seine Bodenständigkeit perfekte Bestandteile für diese Rolle. Außerdem ist er in großartiger Form und konnte dies in den Actionszenen exzellent beweisen.“
Craig gibt dieses Kompliment zurück und lobt Campbell dafür, dass er es geschafft habe, Cast und Crew zu motivieren und viel wichtiger, die positive Anspannung am Set auf die Leinwand zu übertragen. „Martin feuert jeden an. Offensichtlich braucht man aber auch diese Form von Energie sowohl für die Actionsequenzen als auch für die stilleren, aber dennoch genauso dramatischen Szenen wie das Pokerturnier.“
„Vesper ist keines der klassischen Bond-Girls, das nur Bikinis trägt und mit Waffen umzugehen weiß.“ – Eva Green
Nach einer ausführlichen Suche wurde der französischen Schauspielerin Eva Green die Rolle der Vesper Lynd angeboten, die es als verlockende und rätselhafte Schönheit schafft, das Herz des scheinbar unnahbaren James Bond zu erobern.
„Die Beziehung zwischen Vesper und Bond ist das Rückgrat der Geschichte und wir benötigten dazu eine Schauspielerin, die es mit James Bond aufnehmen konnte“, sagt Campbell. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass dies die beste weibliche Rolle in allen Fleming-Büchern ist. Daher haben wir ausführliche Probeaufnahmen gemacht, um sicherzustellen, dass wir die beste Schauspielerin dafür finden. Eva hat all die Qualitäten, nach denen wir gesucht hatten: Sie ist eine fantastische Darstellerin, sie ist wunderschön und sie umgibt eine rätselhafte Aura, die für den Part der Vesper unerlässlich ist. Eva hat sehr hart daran gearbeitet, um diese Rolle zu gestalten und etwas aus ihr rauszuholen, das man dem Drehbuch so nicht entnehmen konnte. Es war eine Freude, zu sehen, wie sie an der Figur Vesper Lynd arbeitete.“
Die in Paris geborene Green gab in Bernardo Bertoluccis Drama The Dreamers (Die Träumer, 2004) aus dem Jahr 2003 ihr Filmdebüt. Sie erklärt, was sie an der Rolle der Vesper, der ersten Frau, in die sich Bond verliebt und von der er sich schließlich betrogen fühlt, anzog. „Es ist eines der besten Drehbücher, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Es hat Tiefe, viele Wendungen und die Liebesgeschichte hat mich bewegt. Vesper ist ein komplexer Charakter. Sie ist voller Geheimnisse und das ist vermutlich der Grund, warum sich James Bond zu ihr hingezogen fühlt – weil er sie nicht wirklich durchschauen kann. Sie ist wie eine Sphinx. Sie hat viele Gesichter – sie ist gerissen, frech, schlagfertig, aber auch verletzlich. Zwischen Bond und ihr knistert es im wahrsten Sinne des Wortes und sie verstehen sich, ohne große Worte zu verlieren.“
„Vesper ist nicht das klassische Bond-Girl, das einen Bikini trägt, sexy ist und mit Schusswaffen umzugehen weiß“, fährt Green fort. „Bei ihr steckt sehr viel mehr dahinter. Sie ist die erste Frau über die Ian Fleming geschrieben hat und sie hat einen großen Einfluss auf Bonds Leben. Sie ist der Ursprung aller Bond-Girls, und die Erklärung für Bonds Verhalten gegenüber Frauen.“
„Hypnotisch und anziehend“ sind die Worte, mit denen Green ihren Film-Partner Craig beschreibt. Er ist ein Gentleman und er ist stark. Seine Rauheit wirkt anziehend und ist dadurch wahrscheinlich ziemlich gefährlich. Er ist sexy und nicht auf sich selbst fixiert, was für einen Mann sehr wichtig ist, und er hat Sinn für Humor. Zwischen uns ist definitiv ein Knistern zu spüren.“
Green agiert außerdem neben dem berühmten italienischen Schauspieler Giancarlo Giannini, der den in Montenegro stationierten MI6-Mitarbeiter Mathis spielt. „Giancarlo ist auf eine nette Art ganz schön verrückt, dabei aber gleichzeitig sehr charismatisch“, stellt sie fest. „Was seine Arbeit angeht, ist er entspannt und hat sehr oft ein verschmitztes Blitzen in seinen Augen, so dass es mir schwer fiel, während unserer Szenen ein ernstes Gesicht zu machen.“
Obwohl sie nicht in viele der aufwändigen
Actionszenen des Films involviert war, lernte Green für ihre letzte
Filmszene tauchen. Sie ist dabei unter Wasser in einem abstürzenden
Fahrstuhl eines italienischen Palastes gefangen. „Ich musste lernen, wie
ich unter Wasser meine Atmung kontrolliere“, sagt Green. „Zu Anfang hat
mir das Angst gemacht, auch wenn gar nichts passieren konnte, weil es
um einen herum so viele Leute gibt, die auf einen aufpassen. Zudem bin
ich kurzsichtig, also konnte ich nicht wirklich sehen, was um mich herum
passiert. Ich habe zunächst in klarem Wasser geübt, aber während der
Aufnahmen musste das Wasser so dreckig sein
wie der Canal Grande in
Venedig. Ich glaube, die haben Brokkoli benutzt, um dem Wasser die
richtige Farbe zu geben!“
Green ist voll des Lobes für die Herangehensweise der Produzenten Broccoli und Wilson: „Sie sind leidenschaftliche Filmemacher und tun alles dafür, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Ich hatte es noch nie zuvor erlebt, dass sich Filmproduzenten so engagieren. Zu Anfang unterstützten sie mich sehr in Bezug auf meinen Charakter und gaben mir das Gefühl, ein Teil dieser großen Familie zu sein. Wenn man mit solch entspannten Menschen am Set ist, wird der Druck reduziert und man kann sich total auf seine Arbeit konzentrieren.“
Green ist sich sicher, dass die mitreißende und gleichzeitig romantische Geschichte von CASINO ROYALE dafür sorgen wird, nicht nur eingefleischte 007-Fans ins Kino zu locken. „Natürlich ist es ein Actionfilm und ein Thriller, aber es ist auch eine Liebesgeschichte, und ich denke, dass sich Frauen mit Vesper identifizieren können und Verständnis für ihre missliche Lage aufbringen werden. Im Vergleich zu anderen Bond-Filmen ist dieser härter, realistischer und basiert mehr auf den Charakteren als auf der Action. Dies ist ein anderer James Bond, rau und sensibel zugleich, man wird ihn in einem anderen Licht sehen. Man sieht seine Schwächen und schaut Bond zu, wie er zu dem wird, den man zu kennen glaubt.“
„Er ist eiskalt.“ – Mads Mikkelsen
Der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen war überwältigt, eine der am interessantesten (und begehrtesten) Rollen der Kinogeschichte spielen zu dürfen – die des Bond-Bösewichts. „Mich interessieren Drehbücher, in denen die Rolle, die ich spiele, von Geheimnissen umgeben ist. Als mir dann die Rolle eines Mannes, der nicht einmal einen richtigen Namen hat, nämlich von Le Chiffre (die Ziffer, der Code), angeboten wurde, war das perfekt. Viele Schauspieler sagen, dass es viel interessanter sei, den Bösewicht als den Guten zu spielen, weil der Charakter voller Überraschungen steckt. Aber ich denke, wenn man einen Bösewicht spielt, versucht man auch immer mal wieder eine gute Seite an ihm zu zeigen und beim Guten wiederum auch dessen Schwächen, so dass es für das Publikum nicht eindimensional wird. Mein Lieblings-Bond-Bösewicht war Christopher Walken in A View To A Kill (James Bond 007: Im Angesicht des Todes, 1985). Er hatte das, was einen guten Bösewicht ausmacht: Es steckte gleichzeitig etwas Gutes und etwas Böses in ihm.“
Mikkelsen beschloss ganz bewusst, Ian Flemings Roman nicht vor Drehbeginn von CASINO ROYALE zu lesen und zog es vor, seinen Charakter ausschließlich aus dem Drehbuch und nach Diskussionen mit Regisseur Martin Campbell zu entwickeln. Er ergänzt, dass Le Chiffre für ihn nicht der typische Bond-Bösewicht ist. Anstatt eines größenwahnsinnigen Verrückten, der versucht, die Welt zu übernehmen, ist Le Chiffre ein amoralisches kriminelles Genie mit einem unstillbaren Hunger nach harter Währung.
„Er lebt in unserer Zeit und versucht, wie jeder andere auch, so viel Geld wie möglich zu machen“, sagt Mikkelsen. „Er ist clever und gewitzt und prahlt nicht mit seinen Erfolgen. Er macht sich nur selten die Hände schmutzig; aber er würde, wenn es nötig wäre. Er ist reich und erfolgreich, als wir ihn kennen lernen, aber Bond ist ihm auf den Fersen. Und wenn es hart auf hart kommt, zeigt er keinerlei Gefühle mehr – und wird eiskalt.“
Um dafür zu sorgen, seine massiven Verluste an den Börsen auszugleichen, organisiert Le Chiffre ein Pokerspiel in Montenegro, in das man sich mit einem Einsatz von zehn Millionen Dollar einkaufen kann. Die Schauspieler bekamen Pokerunterricht und probten das Spiel, bevor die Dreharbeiten begannen, damit ihre Spieltechnik während der mehrtägigen Aufnahmen gekonnt wirkte. Produzent Michael G. Wilson, der sich selbst als „fanatischen“ Pokerspieler beschreibt, überwachte persönlich das Training. „Die meisten von uns konnten schon zuvor Poker spielen und zusätzlich zu den Vorbereitungen für das Pokerturnier spielten wir auch einfach nur so zum Spaß“, so Mikkelsen. „Meist haben wir tatsächlich zwischen den Aufnahmen auf den Fluren der Prager Studios in Barrandov gespielt.“
Drei Wochen lang Karten vor der Kamera zu spielen, machte den Schauspielern so richtig Appetit auf Poker. Eines Abends gingen Mikkelsen und einige seiner Kollegen in das Casino von Prag – und trafen dort auf Wilson.
Wie die meisten Spieler hat Le Chiffre eine Art unwillkürlichen Tick, der sich zeigt, wenn er über sein Pokerblatt nachdenkt“, erklärt Mikkelsen. „Er hat eine Narbe an seinem Auge, und die Vene fängt an zu pochen, sobald sich sein Herzschlag erhöht. Also drückt er gelegentlich mit seinem Finger gegen die Narbe, um das Pulsieren zu unterdrücken – doch Bond bemerkt es. Es muss so dezent wie möglich ablaufen, sonst würde er nicht so viele Pokerspiele gewinnen. Aber Le Chiffre schafft es dennoch, seine Schwäche zu seinem Vorteil zu nutzen.“
„Ich bin von der Macht berauscht.“ – Judi Dench
Oscar®-Gewinnerin Dame Judi Dench kehrt zum fünften Mal als M zurück und agiert weiterhin als James Bonds eiserne Chefin des MI6, dem Britischen Geheimdienst. „Judi ist inzwischen ein so wichtiger Bestandteil der Bond-Filme, dass man sie bereits zum nationalen Kulturgut zählen kann“, so Martin Campbell.
Im Gegensatz zu ihren früheren Rollen in GoldenEye (James Bond 007: Goldeneye, 1995), Tomorrow Never Dies (Der Morgen stirbt nie, 1997), The World Is Not Enough (Die Welt ist nicht genug, 1999) und Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, 2002), bekommen wir in CASINO ROYALE einen flüchtigen Eindruck von ihrem privaten Zuhause, als Bond dreisterweise in ihr Haus einbricht. Er benötigt Zugang zu geheimen Daten und benutzt dafür Ms Computer. „Es ist eine fesselnde Frage, sich vorzustellen was für ein Haus M wohl bewohnt“, so Martin Campbell. Ein altes georgianisches Haus aus dem 18. Jahrhundert in einer eleganten Londoner Gegend? Nein, denn diese Frau ist voller Überraschungen, also haben wir uns für ein modernes Penthouse direkt am Fluss in dem Londoner Bezirk Canary Wharf entschieden – und es passt zu ihr!“
Dench stimmt dem zu: „Ich liebe dieses Penthouse, das Peter Lamont für M entworfen hat. Es wird vermutlich die Leute überraschen, die wohl eher erwartet haben, dass sie ein kleines Haus in Kensington oder ein kleines Quartier in Covent Garden hat. Es ist sehr minimalistisch und sehr geschmackvoll. Und natürlich ist die genaue Adresse streng geheim – außer für mich und nun auch James Bond!“
Dench, die bislang fünf Mal für einen Oscar®
nominiert war und einen Academy Award® als beste Nebendarstellerin für
ihr Portrait von Königin Elizabeth in dem
Film Shakespeare In
Love (Shakespeare in Love, 1999) erhalten hat, genoss es
zudem, dass sie endlich einmal die Chance hatte, außerhalb des Londoner
Hauptquartiers von MI6 arbeiten zu können und für Aufnahmen in die
Barrandov Studios nach Prag sowie auf die Bahamas reisen konnte.
Außerdem war sie froh darüber, dass der Film auf High-Tech-Spielzeuge
verzichtete: „In diesem Film muss ich mich nicht mit irgendwelchen
Gadgets auseinandersetzen, was mir sehr recht ist, denn ich kann noch
nicht mal mit einem Bügelbrett umgehen!“
In CASINO ROYALE hat M gerade erst Bond den Doppelnull-Status zuerkannt und die Beziehung zu ihm entwickelt sich noch. Nachdem ihr nach einer blutigen Schießerei in einer ausländischen Botschaft vom britischen Parlament die Hölle heiß gemacht wurde, macht sie gegenüber Bond sehr deutlich, dass der sich in Zukunft bei weiteren Ermittlungen streng an das Protokoll zu halten habe. Stattdessen ignoriert er seine Vorgesetzte und reist ohne Auftrag auf die Bahamas, um die Hintergründe eines Bombenattentats zu untersuchen – was dazu führt, dass M noch ungehaltener ihm gegenüber wird. „Nach diesem Vorfall ist sie unsicher, ob sie Bond mit der Verantwortung betrauen kann, am Pokerturnier teilzunehmen, aber sie scheint keine Alternative zu haben“, sagt Dench. „Am Ende des Films versteht man, dass Bond gereift ist und M weiß, dass sie einen guten Mann in ihren Reihen hat.“
Dench ist voller Lob, wenn sie über Daniel Craig spricht, der die Rolle ihres eigenbrötlerischen Untergebenen übernommen hat. „Daniel hat eine wundervolle Präsenz. Er ist sehr gut aussehend und stark, aber es ist auch klar, dass man ihn nicht zum Feind haben möchte. Das sind perfekte Charakterzüge für einen Schauspieler. Er scheint sich entspannt in die Rolle eingefunden zu haben. Ich bin mir sicher, dass ihm die Rolle einiges Kopfzerbrechen bereitet hat, wie es jedem anderen Schauspieler auch ergangen wäre, aber er hat es bei den Dreharbeiten niemals gezeigt. Er hat einen tollen Sinn für Humor und das war für mich schon immer der erste Beweis, dass ich mit einem Schauspieler gut zusammenarbeiten kann. Zudem hat er diese selbstironische Art und das ist sehr anziehend.“
Die von vielen verehrte Theater- und Bühnenschauspielerin beschreibt Martin Campbell, mit dem sie zum ersten Mal bei dem Film GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995) zusammengearbeitet hat, als „jemanden, auf den man sich bedingungslos verlassen kann“. „Ich drehte meinen ersten Bond-Film mit Martin und es war gut, diese Zusammenarbeit jetzt fortzusetzen. Er ist voller Enthusiasmus und kennt die Bedingungen, unter denen Schauspieler gerne arbeiten. Er weiß, dass man eine gute Atmosphäre und entspannte Ruhe schaffen muss, wenn man Szenen wiederholt, so dass man dann die nächste Aufnahme direkt im Anschluss drehen kann, solange du innerlich noch darauf eingestellt bist. Nichts ist schlimmer als eine lange Pause zwischen den einzelnen Aufnahmen, in denen die Leute sich ausruhen und hin und her wandern. Martin spornt einen an, ist behutsam, und er kennt die Bond-Szene sehr genau.“
„Sie haben großartigen Sex und dann ist er auch
schon
wieder weg!“ – Caterina Murino
Die italienische Schauspielerin Caterina Murino hätte die Chance beinahe verpasst, die Rolle der Solange, der schönen, aber unglückliche Ehefrau von Le Chiffres rücksichtslosem Kollegen Alex Dimitrios, zu spielen. Sie drehte gerade in Argentinien, als in Paris das erste Casting stattfand. Aber sie bekam eine zweite Chance, als sie in Rom drehte, wo ein weiteres Vorsprechen organisiert wurde. „Am Tag vor dem Casting fiel ich bei den Proben für eine Szene vom Pferd und musste wegen einer Rückenverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Also ging ich, vollgestopft mit Schmerztabletten, zum Casting und konnte kaum laufen! Als sie mich dann fragten, ob ich reiten kann, konnte ich nur ehrlich antworten, dass ich gerade vom Pferd gefallen war!“
Trotz ihres holprigen Starts erhielt sie kurz danach die Zusage der Produktion, sie war gerade zu Hause in Sardinien. „Ich drehte an diesem Tag, war als ein männlicher Soldat verkleidet, trug einen falschen Bart und hatte ein Baby im Arm – also das genaue Gegenteil eines Bond-Girls. Jeder fragte mich: „Bist du sicher, dass der Anruf für dich war?“
Obwohl CASINO ROYALE Murinos erste englischsprachige Rolle ist, hat die 29-Jährige mit Sprachen kein Problem: „Um in einem französischen Film Jean Renos Schwester zu spielen, habe ich in vier Monaten Französisch gelernt. Außerdem habe ich in Argentinien auf Spanisch gedreht. Während ich für ein Fernsehdrama in englischer Sprache arbeitete, konnte ich ein paar Monate lang meine Sprach-kenntnisse verbessern – und auch meine Reitkenntnisse.
Murino beschreibt Solange als eine sehr moderne Frau, die einen schlechten Geschmack in Bezug auf Männer hat. „Mein Ehemann ist Dimitrios, Le Chiffres rechte Hand. Er ist stark, reich und böse – eine kraftvolle Kombination, die Frauen anzieht. Kurz bevor sie auf Bond trifft, hat ihr Mann sie mitten im Casino bloßgestellt. Also entscheidet sie sich dafür, etwas Spaß zu haben und es ihm heimzuzahlen. Sie folgt Bond, ohne zu wissen, wer er ist. Für sie ist er nur ein sexy Typ, der sie zu einem Drink einlädt. Sie haben großartigen Sex und dann ist er auch schon wieder weg. Doch für ihren Spaß muss sie einen hohen Preis bezahlen.“
Murino beschreibt Bonds nahezu einmalige Anziehungskraft folgendermaßen: „Wir verlieben uns immer in den Mann, den man nicht haben kann. Den Mann, den man für eine Nacht hat und der nie zurückkommt. James ist hart, gefährlich und clever. Er reist um die ganze Welt, verschenkt aber nie sein Herz, sondern immer nur seinen Körper. Man sollte sich nicht in ihn verlieben. Zwischen Bond und Solange herrscht pure sexuelle Energie – und eine gute Chemie.“
„Normalerweise finde ich Sexszenen nicht sehr angenehm“, fügt die Schauspielerin hinzu. „Aber Daniel und Martin Campbell machten es mir sehr leicht und ich fühlte mich gut aufgehoben. Martin hat viel Energie und besitzt eine große Autorität. Man merkt, dass er gerne Actionfilme dreht, aber auch, dass er Liebesszenen gut inszenieren kann.“
Murino sagt, dass sie außerdem aufgeregt war mit Judi Dench zu spielen, auch wenn dies unter ungewöhnlichen Umständen geschah. „Ich hatte nur eine Szene mit Judi und da war ich bereits tot. Kann ich trotzdem sagen, dass ich mit Judi Dench gearbeitet habe, auch wenn ich in dem Moment eine Tote zu spielen hatte?“
„Es ist eine tolle Geschichte und ein großartiger Thriller.“ – Ivana Milicevic
Die in Bosnien geborene Amerikanerin Ivana Milicevic spielt Le Chiffres gefährliche Handlangerin Valenka. Zu ihren vielen Film- und Fernseharbeiten zählen HBO’s „Mind of the Married Man“, Just Like Heaven (Solange du da bist, 2005) und Love Actually (Tatsächlich Liebe, 2003).
„Ich habe 007 schon gesehen, als ich noch ein Kind war und weiß noch genau, dass ich vor dem Beißer in The Spy Who Loved Me (Der Spion, der mich liebte, 1977) große Angst hatte. „Und jetzt als Erwachsene den Bösewicht in einem Bond-Film zu spielen, ist fantastisch.“
Milicevic sammelte die meisten ihrer Erfahrungen als Schauspielerin in Dramen und Komödien, dennoch fühlte sie sich am Drehort von CASINO ROYALE gleich wie zu Hause. „Es war ähnlich wie bei den Independent-Filmen, die ich normalerweise drehe. Wir sprachen über jede Szene, probten, unterhielten uns über die Details und alle brachten ihre Ideen ein. Ich war beeindruckt, dass Martin Campbell auf diese Weise an einen so aufwändigen Film herangeht. Ein Bond-Film wirkt für mich wie eine große Familie, in der jeder weiß, wie man das Beste aus jedem Einzelnen herausholen kann. Man fühlt sich wohl und spürt, dass sich alle darauf konzentrieren, was sie eigentlich wollen, und das ist toll.“
„Ich hoffe, dass alle Bond-Fans CASINO ROYALE lieben werden“, sagt Milicevic und ich hoffe außerdem, dass die Menschen, die noch nie einen Bond-Film gesehen haben, die tolle Geschichte wahrnehmen und ihn als einen großartigen Thriller begreifen werden.“
„Das Leben besteht aus Hürden und Herausforderungen.“ – Sébastien Foucan
Der erstaunliche leichtfüßige and flinke Bombenbauer Mollaka, den Bond bis in die Botschaft von Nambutu verfolgt, wird von Sébastien Foucan gespielt. Er ist einer der Erfinder der Kunst des Parkours und ein erfahrener Fachmann auf diesem Gebiet. Ebenso bekannt als „free running“, wurde Parkour im Jahr 2003 erstmals der britischen Öffentlichkeit bekannt, als die BBC einen Werbespot zeigte, in dem ein Mann rannte und über Hindernisse sprang, um so schnell wie möglich zum Fernsehen nach Hause zu kommen. Später wurde diese Sportart in dem futuristischen französischen Polizei-Action-Thriller „District 13“ mit David Belle gezeigt. Er ist seit seiner Kindheit Foucans Freund und Miterfinder von Parkour.
Der Begriff Parkour basiert auf dem französischen Wort parcours (Hindernis) und beinhaltet nachdrücklich den Gebrauch von Hindernissen in der natürlichen Umgebung, damit der Läufer so schnell wie möglich durch das Terrain kommt. „Es geht nicht allein um das Rennen und Springen“, sagt Foucan. „Es geht darum, sich selbst an die Umgebung anzupassen und so physikalische Grenzen zu überwinden. Es handelt sich um eine freie, fließende Bewegung. Mein Filmcharakter Mollaka sollte sich so schnell bewegen können, dass er auch vor Bond fliehen kann. Also versuchten wir einen Weg zu finden, um schnell und effizient vorwärtszukommen und dabei keine Stunt-Tricks zu verwenden.“
Foucan, der in seiner französischen Heimatstadt häufig sechs oder sieben Stunden täglich damit verbringt, Parkour auf einem speziellen Areal zu trainieren, stellte sich schnell auf die harten Drehbedingungen von CASINO ROYALE ein. Dennoch nahm er einige Tipps von Daniel Craig sehr gerne an. „Daniel war sehr hilfreich, indem er mir Hinweise gab, wie ich mich vor der Kamera bewegen sollte. Auch wenn er kein Parkour praktiziert, ist er sehr stark und es fällt ihm leicht, zu rennen und jemanden zu jagen. Wir haben drei Monate lang an dieser Sequenz gearbeitet, die auf der Leinwand dann nur etwa fünf Minuten dauert, aber ich hoffe, dass es fünf sehr intensive Minuten sind, die dem Publikum auch gefallen werden.“
Parkour geht auf Akrobatik, Tanz, Kampfkunst aber auch auf populäre Kunstformen wie das Kino und Comicbücher zurück. Zusätzlich wird es aber auch von alten asiatischen Philosophien beeinflusst, denn, so Foucan: „Ohne die Philosophie hat Bewegung keine Bedeutung. Das Leben besteht aus Hürden und Herausforderungen. Sie zu bewältigen heißt sich weiterzuentwickeln.“
„Ein anderer Bond in jeder Hinsicht.“ – Martin Campbell
Zu Martin Campbells Kinoerfolgen zählen Actionfilme wie The Mask Of Zorro (Die Maske des Zorro, 1998), The Legend Of Zorro (Die Legende des Zorro, 2005) und GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995). Er hat sich sehr darüber gefreut, in CASINO ROYALE erneut die Verantwortung zu übernehmen, da der Geheimagent in dieser Folge eine Entwicklung seines Charakters erlebt. „Dies ist Bonds erste 00-Mission und er muss noch viel lernen. Zu Anfang macht er Fehler und wird von M gemaßregelt. Er trifft seine Entscheidungen mehr aus dem Bauch heraus und nicht mit dem Kopf und dadurch geht einiges schief. Erst zum Ende des Films wird er zu dem Mann, den wir kennen. Wir sehen, wie Bond sich in Vesper verliebt, aber er muss sich gleichzeitig mit brutaler Gewalt auseinandersetzen. Dies ist realistischer und emotional berührender als bei früheren Filmen.“
Auch wenn der Film auf Ian Flemings Roman aus dem Jahr 1953 basiert, spielt der Film jedoch unzweifelhaft in der Gegenwart. Die Geschichte rankt sich zunächst um den Bösewicht Le Chiffre, der fremdes Geld verliert und deshalb ein Casino-Turnier arrangiert, um seine Verluste zurückzugewinnen. Dennoch bezieht sich der Film indirekt auf die Ära des Kalten Kriegs, wie bei Bonds Nemesis SMERSH, auch wenn es sich hier mehr um eine modernere Version von international operierenden Terrorgruppen dreht.
Eine weitere Neuerung gegenüber Flemings Roman betrifft das Spiel, das Bond und Le Chiffre im Casino Royale austragen. Im Buch ist es Chemin de Fer, eine Variante von Bakkarat. Für den Film wurde es zu Texas Hold’em-Poker geändert, teilweise aufgrund des weltweit auftretenden Interesses an Poker, sagt Wilson, aber auch, weil Poker ein Spiel ist, bei dem geblufft wird und man Strategien entwickeln muss. Dies ermöglicht viel mehr dramatische Facetten auf der Leinwand.
Das Marathon-Pokerturnier des Films filmisch umzusetzen, stellte sich sogar als komplizierter heraus, als einige der spektakulären Actionsequenzen in CASINO ROYALE zu drehen, sagt Campbell: „Das war das Schwierigste, was ich jemals zu drehen hatte: zehn Spieler rund um einen Tisch, die Texas Hold’em spielen und alle auf ihre Karten und auf ihre Gegener schauen. Die Spannung und den kontinuierlichen Ablauf zu gewährleisten war ein Albtraum. Ich denke, dass dies eine perfekte Übung für Filmstudenten wäre, das einmal zu versuchen. Zum Glück ist Produzent Michael G. Wilson ein Pokergenie und kann sehr gut mit Zahlen umgehen. Ohne ihn hätte ich das Ganze nicht umsetzen können.“
Wilson beschreibt CASINO ROYALE als den Film, den die Originalproduzenten Albert R. „Cubby“ Broccoli und Harry Saltzman schon immer realisieren wollten, es aber nicht konnten, weil die Rechte nicht frei waren. „2000 konnten wir endlich die Rechte erwerben und begannen gleich mit dem Drehbuch“, sagt der Produzent. „Es ist Ian Flemings erster Roman, sozusagen ein klassischer Bond.“
Wilson ist Broccolis Stiefsohn und hat elf Bond-Filme produziert oder mitverfasst und konnte die Entwicklung der 007-Filme über die letzten vier Jahrzehnte mitverfolgen. „In den 70er Jahren wurden die Filme immer aufwändiger, bis wir 1979 Moonraker (Moonraker – Streng Geheim, 1979) machten, der sogar im Weltraum spielte. Mit For Your Eyes Only (In tödlicher Mission, 1981) kamen wir wieder auf die Erde zurück. Bei Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, 2002) hat die Technologie die Story überschattet, also sind wir wieder zur Basis zurückgekehrt und haben dafür einen neuen, raueren Bond geschaffen, dem wir dabei zusehen, wie er sich seinen 00-Status erst verdient und seinen ersten Auftrag für MI6 übernimmt.“
Mit CASINO ROYALE, sagt Wilson, wollten die Filmemacher mit Bond „zur Basis zurück“. „Wir mussten nach Stirb an einem anderen Tag neue Energien tanken und auch wenn wir wussten, dass wir einen garantierten Erfolg landen könnten, wenn wir weiterhin denselben Weg einschlagen würden, hätten wir dabei das verloren, was für die Bond-Filme wirklich wichtig ist.“
Der Produzent lobt Regisseur Campbell, mit dem er bereits 1995 bei dem Erfolg GoldenEye zusammengearbeitet hat, für sein Talent Geschichten zu erzählen und seinen unerbittlichen Einsatz für ein exzellentes Ergebnis. „Martin hat grenzenlose Energie und er zieht jeden anderen mit. Er erwartet 100 Prozent Hingabe von der Besetzung und dem Drehteam und liefert selbst mehr als 100 Prozent Leistung ab. Er beginnt zwei Stunden früher als alle anderen zu arbeiten, beschäftigt sich mit dem Drehort und bereitet die Szenen des Tages vor. Die Tatsache, dass er bereits einen Bond-Film gedreht hat, führt dazu, dass alle schneller zusammenarbeiten konnten.“
Zusätzlich zu Wilsons Verantwortung, der bei CASINO ROYALE als Produzent und Pokerberater im Einsatz war, spielte er außerdem noch den korrupten Polizeichef von Montenegro, dessen Dienstzeit abrupt vorbei ist. „Ich bin in jedem Film seit Der Spion, der mich liebte in der ein oder anderen Rolle aufgetreten. Es ist zu einer Tradition geworden – manchmal ist auch nur meine Hand zu sehen oder meine Stimme zu hören gewesen. Ich war schon ein Priester und einmal ein Wissenschaftler, aber nun bin ich zum ersten Mal ein Polizist.“
Auch wenn Bond, mit Ausnahme eines lebensrettenden, von einem Radio gesteuerten medizinischen Überlebenspakets, eigentlich ohne technische Hilfsmittel auskommen muss, hat er in CASINO ROYALE die Gelegenheit, zwei Aston Martin „auf Herz und Nieren“ zu prüfen. „Wir zeigen, wie er zu seinem DB5 kommt: Er gewinnt ihn in einem Pokerspiel von Dimitrios. Aston Martin baute für uns einen neuen Wagen mit der Bezeichnung DBS, den sie in der neuen Farbe ,Casino Ice‘ ausliefern werden. Es ist eine wirkliche Rennmaschine, die Bond vom MI6 für seine Autofahrt in Montenegro übergeben wird.“
„CASINO ROYALE wird ein klassischer Bond sein.“ – Michael G. Wilson
„CASINO ROYALE war Flemings erster 007-Roman, der James Bond als einen harten, aber auch verletzlichen Helden einführt und den Film als klassischen Bond kategorisiert. Es war der Film, den Cubby Broccoli und Harry Saltzman immer machen wollten, aber die Rechte dafür nicht bekamen. Im Jahr 2000 konnten wir endlich die Rechte erwerben, um den Film zu produzieren und begannen mit dem Drehbuch.“
Martin Campbell, der 1995 bereits GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995) inszeniert hat, kehrt mit CASINO ROYALE zum Bond-Team zurück. „Martin ist ein Regisseur, der weiß, wie man eine Geschichte erzählt. Wir haben bei GoldenEye sehr gut zusammengearbeitet, also kennt er Bond und unser Produktionsteam. Er war eine fantastische Gelegenheit, ihn zurückzugewinnen und mit ihm an dem neuen Bond zu arbeiten.
Der nächste Schritt für die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli war es, den Schauspieler zu finden, der James Bond in dem 21. Leinwandabenteuer von 007 spielen sollte. Michael G. Wilson erklärt den Besetzungsprozess. „Nach-dem wir Daniel Craig getroffen hatten“, war er die offensichtliche Wahl für die Rolle“, so Barbara Broccoli. „Er ist ein Schauspieler, der eine ganze Generation von britischen Akteuren definiert. Er ist charismatisch, vielseitig und sexy. Die Rolle ist eine große Herausforderung, aber er hat uns bewiesen, dass er ein unglaublicher Bond ist. Und Michael G. Wilson fügt hinzu: „Mit Daniel haben wir einen modernen Bond, der die Authentizität besitzt, die wir benötigten, um diesen sehr komplexen Charakter neu zu definieren. Bond ist ein ehemaliger Marine-Kommandeur und hat gerade den extrem seltenen 00-Status erhalten – die Lizenz zum Töten. Daniel ist in der Lage, diese konfliktreichen Gefühle, die Bond erlebt, auszudrücken. Er ist ein großartiger Schauspieler, der sich für die Rolle unglaublich engagiert.“
Die Produzenten besetzten die französische Schauspielerin Eva Green als Vesper Lynd. Sie ist die erste Frau, in die sich Bond wirklich verliebt. „Eva Green ist fantastisch“, sagt Produzent Michael G. Wilson. Sie ist dafür prädestiniert, eine von Frankreichs besten international arbeitenden Schauspielerinnen zu werden. Vesper ist die wichtigste Frau in Bonds Leben und wir brauchten jemanden, die all die Qualitäten von Vesper in sich vereinigte: Schönheit, Stärke, Rätselhaftigkeit und etwas Melancholie. Sie ist Bond ebenbürtig. Sie ist ein guter Mensch, der sich plötzlich in einer unhaltbaren Situation wiederfindet.“
Judi Dench kehrt als M zurück. „Sie hat diese Rolle so sehr zu der ihren gemacht, dass wir uns niemanden anderen als M vorstellen konnten“, sagt Michael G. Wilson.
Die Produktion begann in den Prager Modrany und den Barrandov Studios in Tschechien, bevor das Team auf die Bahamas reiste. „Es ist wichtig, dass ein Bond-Film exotische und glamouröse Drehorte bietet“, so Wilson. „Wir haben eine Location rund um den One & Only Club auf Paradise Island gefunden, wo Bond die Spur von Dimitrios verfolgt. Unsere Ausstatter haben auf den Bahamas auch Locations auf der Insel Madagaskar nachgestaltet: dafür wurde ein nicht mehr genutztes Gelände eines Motels zu Elendsvierteln umfunktioniert und ein verlassenes Hotel in Coral Harbor als Baustelle umgestaltet. Dort verfolgt Bond Mollaka, gespielt von dem Free-Runner Sébastien Foucan. In dem ungenutzten Motel haben wir einst die Hotelzimmer-Szenen für Thunderball (Feuerball, 1965) gedreht, aber inzwischen gehört das Areal zu einer Militärbasis. Für den Film The Spy Who Loved Me (Der Spion, der mich liebte, 1977) verwendeten wir diesen Drehort als Kameraplattform, bauten Modelle und hatten dort unsere Werkstatt.“
In Flemings Roman wird im Casino Royale Chemin de Fer gespielt. Für den Film änderten die Produzenten das in Texas Hold’em Poker, wie Michael G. Wilson erklärt: „Obwohl Bond traditionell Chemin de Fer gespielt hat, ist das Spiel schon seit einiger Zeit nicht mehr sehr populär und es gibt nur wenige Menschen, die einen Zugang dazu haben. Poker ist dagegen durch Turniere in der ganzen Welt bekannt, wird im Fernsehen übertragen und auch online gespielt. Beim Pokern muss man bluffen und strategisch denken, auf der Leinwand bietet das Spiel einfach mehr Umsetzmöglichkeiten als Chemin de Fer.“
Wilson spielt selbst gerne Poker und beschreibt sich als einen „Poker-Süchtigen auf Entzug“. In Zusammenarbeit mit den Drehbuchautoren und Martin Campbell entwickelte und überwachte er das Casino-Royale-Pokerturnier.
Im Roman ist das Casino Royale im französischen Royale Les Eaux angesiedelt, aber wir zogen in eine nicht weiter genannte Stadt nach Montenegro um. Wir brauchten einen Ort, der außerhalb des Zugriffs der internationalen Bankenverbände lag, damit Le Chiffre sich sicher genug fühlt, um aus seinem Versteck herauszukommen. Alle diese Szenen haben wir in Karlsbad gedreht. Der Kurort in Tschechien erfüllte all unsere Ansprüche.“
„Daniels eher muskulöse Figur machte es notwendig,
dass
der Smoking einen neuen Schnitt erhalten musste.“ – Lindy
Hemming
Kostümdesignerin Lindy Hemming, die bereits an den fünf vorhergehenden Bond-Filmen gearbeitet hat, kooperierte eng mit Regisseur Campbell und Craig, um den richtigen Look für den neuen 007 zu finden.
Der Regisseur und der Star waren sich einig darüber, dass die Kleidung den realistischeren und weniger stilisierten Ansatz der Figur James Bond repräsentieren sollte. Die Kleidung, die Craig während des Films trägt, reflektiert laut Lindy Hemming seinen Charakter. „In dem Drehbuch muss Bond eine Vielzahl an skrupellosen Undercover-Operationen überstehen. Gleich zu Anfang des Films ist er undercover unterwegs, also muss sich seine Kleidung der Umgebung und dem Umfeld anpassen. Das Ergebnis davon war, dass er überhaupt nicht wie der traditionelle Bond aussieht. Aber sobald er auf den Bahamas ankommt, kleidet er sich besser. Er wird eleganter. Als er schließlich im Casino auftaucht, trägt er seinen klassischen Smoking, den etablierten Bond-Look. Nach und nach fühlt er sich in seine Rolle als 007 ein und kleidet sich dann auch entsprechend.“
Hemming kümmerte sich auch um Craigs Styling außerhalb der Dreharbeiten: „Daniel interessiert sich für Mode und er zieht sich sehr gut an. Er wollte einen klassischen Look, aber gerne eher normal als kostümiert aussehen. Für seinen Abendanzug sah er beispielsweise Brioni als gute Wahl an, also den italienischen Modedesigner, den wir seit den letzten vier Filmen heranziehen, da er Brionis Mode und Stil mag. Aufgrund Daniels muskulöser Statur bekam der Smoking einen neuen Schnitt, damit er darin auch modern aussieht. Es ist zurzeit sehr modisch, Anzüge zu tragen, also sieht das nicht unzeitgemäß oder gar anachronistisch aus und Daniel gefällt dieser maßgeschneiderte Stil.“
Das Outfit, das sicherlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, ist eine kurze, figurbetonte Badehose, die Bond trägt, als er aus den Meer vor dem Haus von Solange und Dimitrios auf den Bahamas auftaucht. Die Szene ist eine kleine Hommage an die unvergesslichen Momente von zwei früheren Bond-Filmen, erklärt Hemming: „Wir haben diese Szene ganz sicher mit einem Augenzwinkern kreiert und dabei an die Bikini-Szenen von Ursula Andress in Dr. No (James Bond – 007 jagt Dr. No, 1963) und Halle Berry in Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, 2002) gedacht. Daniel trägt eine dieser kurzen Badehosen, die momentan sehr angesagt sind und eher einen europäischen Look haben, als die sackartigen Dinger, die man schon seit Jahren trägt. Sie würden nicht jedem Mann gut stehen, aber Daniel sieht darin fantastisch aus und ich denke, dass das Publikum es lieben wird.“
Natürlich achtet das Publikum genauso darauf, wie die weiblichen Figuren des Films gekleidet sind, und Lindy Hemming kümmerte sich sehr intensiv darum, dass die Schauspielerinnen entsprechend glamourös auftreten. „Im Idealfall entwerfe ich alle Kleider und lasse sie anfertigen, aber in der Realität ist das unmöglich. Also habe ich mir gedacht, dass wir weltbekannte Modedesigner benötigen, um auch die Mode entsprechend anziehend wirken zu lassen.“
In Bezug auf Vesper, der Mitarbeiterin des Schatzamtes, die zur ersten Liebe in Bonds Leben wird, sagt Hemming: „Eva anzuziehen ist ein Geschenk. Sie hat eine fantastische Figur und sie liebt Mode. Wir entschieden uns dafür, sie ein bisschen im Retro-Look anzuziehen und orientierten uns an alten Filmen. Speziell bei ihren ersten beiden Outfits erinnert sie an Katherine Hepburn. Ein Kleid ist von Armani und das andere habe ich entworfen. Der italienische Designer Roberto Cavalli war außerdem eine große Hilfe. Wir schauten uns seine Kollektion an, von der er uns eine Reihe von Abendkleidern zeigte und wir sprachen darüber, welches ihr erstes Kleid im Casino sein sollte. Roberto schuf in kurzer Zeit das purpurfarbene Kleid für uns und ich musste ihm einen Assistenten schicken, um sicherzustellen, dass es rechtzeitig fertig wurde.“
„Natürlich benötigten wir fünf Exemplare davon“, fährt sie fort, „denn Vesper muss in dem Kleid eine Menge körperlicher Anstrengungen überstehen. Im Drehbuch kauft ihr Bond dieses Kleid, als sie ihm einen Smoking schenkt, also mussten die Ausstatter eine Cavalli-Boutique am Drehort erschaffen, damit alles zusammenpasst. Ihr zweites schwarzes Abendkleid, das sie im Casino trägt, wurde von Versace kreiert. Ich entwarf die Kleidungsstücke, die sie in Italien im Sanatorium am Comer See trägt und das rote Kleid, das sie in Venedig anhat, wenn sie von Bond durch die Stadt verfolgt wird. Wir stellten sicher, dass keiner der Statisten rot trägt, damit man sie auch wahrnimmt, wenn Bond zwischen den Massen in Venedig nur einen Blick von ihr erhascht. Es ist eine kleine Hommage an den Film Don’t Look Now (Wenn die Gondeln Trauer, 1974) tragen.
Bonds weitere Eroberung in dem Film ist Solange, die von der italienischen Schauspielerin Caterina Murino dargestellt wird. „Zunächst sehen wir sie in einem grünen Bikini von La Perla“, so Lindy Hemming, „der die Farbe des Meers in den Bahamas reflektiert, wo sie am Strand entlangreitet. Caterina ist dunkelhaarig und temperamentvoll und im Kontrast zu Vesper ist ihr Look tough und sexy. Ihr Abendkleid stammt aus der Kollektion der englischen Modeschöpferin Jenny Packham, die das Kleid in einem Pfirsich- und Orangefarbton entwarf. Es hat ein verschnürtes Rückenteil, was perfekt auf ihrer nackten Haut zur Geltung kommt während sie und Bond miteinander schlafen, da sie das Kleid dabei immer noch trägt.“
Ivana Milicevic, die Le Chiffres Freundin Valenka spielt, wurde laut Hemming fast ausschließlich von Roberto Cavalli eingekleidet. „Im Gegensatz zu den beiden anderen Frauen ist sie blond und ihr Charakter ist eher nervös. Sie ist die Freundin eines Gangsters, möglicherweise eine Auftragskillerin, mit Modelmaßen und viel Selbstbewusstsein. Ihre Kleidungsstücke könnte man fast als nicht existent bezeichnen. Ihre erste Szene ist unter Wasser in einem blauen Badeanzug von Versace, der perfekt mit den Korallen und den Fischen harmoniert. Sie trägt fast immer Kleidung, die scheinbar fast von ihr abfällt. Es sind immer sehr lebendige Farben, die ihr sicheres Auftreten noch unterstreichen.“
Im Unterschied zu den auffälligen Bond-Bösewichtern wie Dr. No und Blofeld entschied sich Martin Campbell dafür, dass die Widersacher in CASINO ROYALE nicht wie offensichtliche Gangster aussehen sollten. „Keine Männer, die Katzen umhertragen oder Reithosen anhaben“, sagt Hemming. „Le Chiffre ist ein bedrohlicher Mann, der in einer zwielichtigen Welt lebt. Er ist nicht auffällig, sondern verschwiegen. Er ist ein Mann, der sich nicht so sehr für Kleidung interessiert, aber was er trägt, ist teuer und luxuriös. Sein Brioni-Anzug ist aus Samt, um seinen Reichtum hervorzuheben.“
Die weiteren Pokerspieler wurden so eingekleidet, dass sofort klar wird, dass das Casino Royale ein Spielpalast ist, der für „neues Geld“ steht, erklärt Hemming. Brioni bot uns an, die Kleidung für die Personen rund um den Spieltisch zu erschaffen. Der afrikanische Diktator Infante trägt die afrikanische Version eines Abendanzugs, der Russe hat einen Nerzkragen und der Argentinier trägt einen Anzug, der von echten Goldfäden durchzogen ist. Sogar Veruschka, die eine deutsche Erbin spielt, wurde von Brioni eingekleidet, da die Firma in diesem Jahr eine neue Frauenkollektion entworfen hat.“
Für Hemming und die Kostümabteilung war es eine der größten Herausforderungen, Hunderte von Statisten so auszustatten, dass sie zu einer Location passten, auch wenn die Location eigentlich weit entfernt vom Ort der Dreharbeiten war. Gunther von Hagens Körperwelten-Ausstellung im Miami Science Center wurde z.B. im Februar in einem Prager Mausoleum, gedreht. „Die Statisten kamen mit Pelzstiefeln und dicken Parkas zum Set, so dass wir sie bis auf die Unterhose ausziehen mussten, ihnen kurze Hosen, Sandalen und T-Shirts gaben, damit sie aussahen wie Touristen in Miami. Sie hatten das Gefühl gefoltert zu werden. Dann drehten wir diese Hüttensiedlung von Madagaskar auf den Bahamas. Obwohl wir sämtliche Kleidungsstücke und Schuhe neu kauften, mussten sie gebraucht, von der Sonne ausgeblichen, staubig und dreckig aussehen und die Statisten mussten wie die Einwohner einer afrikanischen Insel wirken und nicht wie Einwohner der Bahamas. Das ist die Magie der Bond-Filme – einen Ort in einen völlig anderen zu verwandeln. Ganz so, als ob wird das tagtäglich machen würden.“
„Bond literally brings the house down ,round about him‘.“
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Peter Lamont
Produktionsdesigner Peter Lamont ist kein Neuling in Bezug auf die 007-Franchise-Serie, denn er hat bereits an 18 Bond-Filmen gearbeitet. Für CASINO ROYALE kümmerte er sich um die Ausstattung in vier Ländern: Großbritannien, Tschechien, Italien und den Bahamas und er war zuständig für über 40 Sets. Kein Wunder, dass Lamont die verschiedenen Drehorte als seine größte logistische Herausforderung sah. „Die Barrandov-Studios in Prag waren eine gute Basis für unsere Arbeit, mit hervorragenden Mitarbeitern und exzellenten Studiohallen, aber zur gleichen Zeit mussten wir Martin Campbell über alle anderen Sets rund um die Welt auf dem Laufenden halten.“
Der Drehort, der am schwierigsten zu erschaffen war, war das Innere eines Hauses in Venedig, wohin Bond Vesper und Gettler folgt und „im wahrsten Sinne des Wortes dafür sorgt, dass es um ihn herum einstürzt“, so dass er Vesper retten kann. Während das Innere des Hauses und der Platz davor in der 007-Halle in den Pinewood Studios entstanden, wurden die Außenaufnahmen in Venedig am Canal Grande, gegenüber dem Markt an der Rialto-Brücke inszeniert. Die Stadtväter konnten davon überzeugt werden, der Filmproduktion zu erlauben, Kompressionspumpen in den Kanal zu montieren, um so die Verdrängung des Wassers zu simulieren, die auftritt, wenn das Haus sinkt, und den normalen Verkehr auf dem Wasser für eine kurze Zeit zu unterbrechen. Ihr Entgegenkommen ging jedoch nicht so weit, dass einer ihrer großen Paläste zerstört werden durfte, der dann im Kanal versinkt. Stattdessen wurde ein Modell des sinkenden Hauses im Paddock-Tank in den Pinewood Studios konstruiert.
„Während der Konstruktionsarbeit in Pinewood wurde das Ganze dann jedoch sehr kompliziert, als entschieden wurde, dass das Haus nicht einfach nur vertikal sinkt, sondern eine weitere Achse gebraucht wurde, die dafür sorgen sollte, dass das Gebäude sich auch nach jeder Seite hin neigte, während es sank. Chris Corbould und sein Spezial-Effekte-Team bauten eine fantastische Vorrichtung für diesen Zweck.“
Auch andere Sets waren Kombinationen aus Innenausstattungen, die an einem Ort gebaut wurden, und die dazu gehörigen Außenaufnahmen fanden in einem ganz anderen Land statt. Die erste Szene, die wir drehten – die Verfolgungsjagd in der Botschaft von Nambutu – entstand in den Studios in Modrany außerhalb von Prag. „Es war kompliziert, denn Bond rennt in dieser Szene durch die Botschaft, um Mollaka zu verfolgen und festzunehmen, läuft Flure entlang, in Büros hinein und springt aus einem Fenster in den Innenhof, wo er eine riesige Explosion auslöst. Der Anfang dieser Szene, in der Bond Mollaka von einer Baustelle aus in die Botschaft folgt, wurde später auf den Bahamas gefilmt.“
Ein weiteres facettenreiches Set war das des Casino Royale selbst. Im Drehbuch steht das Gebäude in Montenegro, also schaute sich das Produktionsteam in Triest und entlang der Küste von Kroatien um. „Wir haben dort zwar die breiten, von Bäumen gesäumten Boulevards gefunden, aber es existieren keine Grandhotels in dieser Gegend und wir benötigten imposante Gebäude für Außenaufnahmen des Hotels Splendide und des Casinos“, sagt Lamont. „Karlsbad war die erste Stadt, die wir uns in Tschechien ansahen. Dort drehten wir dann die Außenaufnahmen des Hotels Splendide sowie die Lobby. Die Außenansicht des Casino Royale, den Spielsalon, den Salon Privé und die Hotelzimmer bauten wir in den Barrandov Studios nach.“
Die Produktion verwandelte ein leer stehendes Heilbad aus der Jahrhundertwende in das Casino Royale. „Lazne wurde schon zuvor von Filmproduktionen genutzt, war aber in einem schlechten Zustand und alle Inneneinrichtungen des Heilbads waren längst herausgerissen worden. Wir arbeiteten mit den örtlichen Denkmal-schutzbehörden zusammen, um die Treppenaufgänge und die Statuen im Gebäude zu restaurieren. Wir sagten ihnen, was wir brauchten, bezahlten für die auszuführenden Arbeiten und schlussendlich hinterließen wir das Gebäude in einem wesentlich besseren Zustand als es seit Jahren gewesen war.“ Das Grandhotel Pupp, eine örtliche Sehenswürdigkeit, wurde zum Hotel Splendide, auch wenn Schilder geändert sowie ein Baldachin und üppige Pflanzen hinzugefügt wurden.
In Venedig zu drehen führt nochmals zu ganz anderen
Problemen, nicht zuletzt
deshalb, weil die berühmten Kanäle einen
zwingen, alles per Boot oder zu Fuß zu
erledigen. Glücklicherweise
musste nur ein Drehort in der alten italienischen Stadt erbaut werden.
„Am Markusplatz (Piazza San Marco) konnten wir ein leeres Gebäude als
Bank nutzen, in der Bond nach Vesper sucht. Dieser Platz ist natürlich
eines der am meisten besuchten Touristenziele der Welt und nachdem wir
unsere Arbeit abgeschlossen hatten und die Türen öffneten, wurden wir
von Besuchern überrannt, die ihr Geld dort wechseln wollten. Dies
widerfuhr uns auch am Prager Flughafen, wo wir die Innenaufnahmen des
Flughafens Miami drehten. Wir stellten eine Kabine für Wechselgeld auf
und hatten eine Menge potenzieller Kunden, von denen so mancher nicht
verstehen konnte, warum wir ihnen kein Geld wechseln konnten.“
Eine ganz andere Herausforderung war das Design des Prototypen eines neuen Jets, den Le Chiffre in die Luft sprengen lassen will, damit er an der Börse ein Vermögen machen kann. Lamont und sein Team besuchten verschiedene Luftfahrtunternehmen, aber die Produktion stellte fest, dass sie keines der aktuellen Flugzeuge verwenden konnte. „Ihre neuen Modelle halten sie geheim, und möglicherweise wollten sie nichts mit einer Geschichte wie dieser zu tun haben“, sagt er. „Also mussten wir uns ein eigenes Design einfallen lassen.“
Eine alte 747 stand auf dem Dunsfold Flughafen in der britischen Grafschaft Surrey, wo die Produktion die Szenen der halsbrecherischen Verfolgungsjagd zwischen Bond und Carlos auf dem Rollfeld des Flughafens von Miami drehte. „Das Flugzeug hatte keinen Motor, war aber in einem guten Zustand und wir konnten den Rumpf der Maschine nutzen; dies sparte uns die erheblichen Kosten, etwas Vergleichbares in der Größe zu bauen. Ich sah mir viele Konstruktionspläne an und entschied mich dafür, dass unser Flugzeug wie eine B52 aussehen sollte, also mit zwei Motoren und einem veränderten Cockpitprofil. Ich weiß nicht, ob meine Konstruktion fliegen würde, aber die B52 haben es getan!“
Wenn Peter Lamont einen Lieblingsdrehort von allen seinen Sets und Bauten auszuwählen hätte, dann würde er sich für Bonds und Vespers Doppelsuite im Hotel Splendide entscheiden, die in den Studios in Barrandov entstanden ist. „Die Herausforderung war in diesem Fall, dass die Zimmer mit dem Grandhotel Pupp in Karlsbad übereinstimmen mussten. Es ist ein sehr klassisches Hotel mit einem ganz eigenen Stil. Unsere Suiten mussten zwei Bäder enthalten, denn dort spielen Szenen, in denen Bond sich nach einem Kampf wieder auf Vordermann bringt und Vesper unter der Dusche tröstet.“
„Ich verbrachte acht Stunden pro Tag in einem Tauchanzug und zwei Stunden unter Wasser.“ – Chris Corbould
Der Verantwortliche für die Spezialeffekte und Miniatureffekte, Chris Corbould, der mit CASINO ROYALE seinen elften Bond-Film drehte, begrüßte die Nachricht, dass die Produzenten diesmal beabsichtigten, einen eher realistischen Stil einzuschlagen und die digitalen Effekte einzuschränken.
„Ich bin ein leidenschaftlicher Fan von Spezialeffekten und würde alles dafür geben, um etwas so real wie möglich zu gestalten“, sagt er. „Wenn es natürlich Sicherheitsrisiken und Budgetgrenzen gibt, dann kann ich mich allerdings einschränken und ziehe mich zurück. CGI-Effekte sind ein tolles Werkzeug und sie können sehr hilfreich sein, speziell dann, wenn sie sich perfekt in die Realität einfügen lassen und so eine gute schauspielerische Leistung zu ermöglichen. Aber wenn man einen Effekt in der Realität erzielen kann, dann ist das immer noch die beste Möglichkeit.“
Die drei größten Herausforderungen für Chris Corbould bei dem Film fanden an vollkommen unterschiedlichen Locations statt: das sinkende venezianische Haus mit Szenen am Canal Grande in Venedig, im Paddock-Tank und in der 007-Halle in den Pinewood Studios, die Verfolgungsjagd auf dem Flughafen von Miami, in der Bond verhindern muss, dass Terroristen einen neuen Flugzeugprototyp in die Luft sprengen und Bonds Verfolgung von Mollaka auf einem Baustellengelände in Madagaskar.
Als Erstes waren die Szenen auf dem Baustellen-Areal in Madagaskar an der Reihe, die auf dem Gelände eines verfallenen Hotels gedreht wurden. In der Szene springt Bond in einen 18-Tonnen-schweren Bagger und fährt mit rund 60 km/h auf das Gebäude zu. Er rammt einen Laster, zerstört eine Hütte und knallt dann in einen Betonsockel, auf dem Mollaka gerade entlang läuft als sich die Schaufel des Baggers in den Beton bohrt.
„Wir bauten ein Modell und trugen zwei oder drei Lagen ab, so dass der Bagger auch ganz bestimmt den Beton und auch den Pfeiler darunter aushebeln konnte. Martin Campbell bevorzugte den direkten Weg, bei dem sich die Schaufel direkt in den Beton bohrt. Wir machten eine Reihe von Tests und während der Aufnahmen lief es sogar besser als erwartet. Der Beton zerbarst rund um die Baggerschaufel.“
Auf dem Flughafen Dunsfold in Surrey verbrachten das erste und zweite Aufnahmeteam insgesamt zehn Wochen damit, die Sequenz zu filmen, in der Bond einen zweiten Terroristen durch das Gebäude des Flughafens von Miami bis hin zum Rollfeld verfolgt. „Bond verfolgt Carlos, der während der Hauptverkehrszeit am Boden einen Benzintanklaster über das Flughafengelände von Miami steuert“, erklärt Corbould. Bond springt auf den Tanker und Carlos versucht über waghalsige Manöver Bond abzuschütteln. Er rammt Busse, Polizeifahrzeuge und Gepäckwagen. Es ist ein Gemetzel! Ich habe in dem Film Licence To Kill (Lizenz zum Töten, 1989) schon Erfahrungen mit Tanklastern gemacht. Es sind wahre Biester, wenn sich die tonnenschweren Gefährte erstmal in Bewegung gesetzt haben. Und natürlich wollten wir etwas noch Spektakuläreres als beim letzten Mal inszenieren, also frisierten wir die Tanklastwagen, so dass wir Kollisionen mit höchster Geschwindigkeit erzeugen konnten.“
Corbould beschreibt das riesige Set des sinkenden Hauses, das den Actionhöhepunkt von CASINO ROYALE bildet, als die größte Konstruktion, die er jemals für einen Bond-Film oder irgendeinen anderen Film gebaut hat. In der Szene folgt Bond Vesper und Gettler in ein venezianisches Haus, das gerade renoviert wird und dessen Restaurierung durch aufblasbare Ballons unterstützt wird. Während er ihnen folgt, werden die Ballons durch Schüsse zerstört, was dazu führt, dass die damit gehaltenen Wände einstürzen. Am Schluss versinkt das ganze Gebäude im Canal Grande.
Man arbeitete in einem Tank in der 007-Halle in Pinewood und dazu baute die Produktion eine venezianische Piazza und das Innere eines dreistöckigen, baufälligen Hauses. „Die Vorrichtung war massiv: 90 Tonnen Elektronik und Hydraulik. Ich machte mir Sorgen, ob damit überhaupt eine schnelle Bewegung erzeugt werden kann, so dass es auch so aussieht, als ob das ganze Haus sinken würde. Die hydraulischen Ventile wurden von Computern gesteuert, da das System sich in sich zu viel bewegte – es bewegt sich nach oben und nach unten und wurde über zwei Achsen geschwenkt. Es hätte leicht passieren können, dass wir den Boden des Tanks oder das Dach beschädigen und daher benötigten wir eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen.“
Gleichzeitig konnte man die komplette Vorrichtung knapp sechs Meter tief in das Wasser versenken und während man das tat, wurden natürlich große Wassermengen nach oben gedrückt, so dass Corbould die meiste Zeit in einem Tauchanzug verbrachte. „Ich schätze, dass ich etwa acht Stunden pro Tag im Wasser dieses Sets verbracht habe, von denen ich rund zwei Stunden unter Wasser war, um dort Probleme zu beheben. Wir hatten eine Unmenge an Kompressoren außerhalb der Tanks angebracht, die das Wasser nach oben drückten während das Haus in sich zusammenfiel, also musste alles immer funktionsbereit sein. Als die Dreharbeiten vorangingen und das Haus sank, fiel immer mehr Schutt, Trümmer und Dreck in das Wasser, so dass man mit der Zeit nichts mehr sehen konnte, was dazu führte, dass wir am Ende dazu übergingen, uns durch Tasten fortzubewegen.“
Das Spezial-Effekte-Team erschuf zudem ein Außenmodell im Maßstab eins zu drei, um zu filmen, wie das Gebäude im venezianischen Kanal versinkt. Da dasselbe Computersystem die Hydraulik des Modells steuerte, konnten Corbould und seine Mitarbeiter die Bewegung im Inneren des Gebäudes exakt angleichen.
„Wir haben ganz sicher etwas dazugelernt“, erinnert sich Corbould. „Es war die größte Vorrichtung dieser Art, die die Crew jemals zusammengebaut hat, und ein kompliziertes System war es auch. Ich erinnere mich noch an den Beginn der Arbeit als man uns sagte: „Es wird keine Tricks oder Effekte geben und dann präsentierten sie uns diese Idee. Aber letztendlich wird es das Publikum schätzen, wenn es sieht, wie jemand ein Risiko eingeht. Besser so, als dass es denkt, es sei sowieso nur ein visueller Effekt und deswegen bin ich mir sicher, dass sie den Mut und das Engagement zu schätzen wissen, dass durch einen realen Effekt eingebracht wird. Ich denke, dass Spezialeffekte mehr und mehr zurückkehren werden und die visuellen Effekte wieder verdrängt werden.“
Drehorte
Die Bahamas
Bond kommt mit einem Wasserflugzeug auf den Bahamas an und fährt später entlang der Küstenstraße zum tatsächlich existierenden One & Only Club Resort, wo er auf Dimitrios und seine schöne Frau Solange trifft. Das Albany-Anwesen an der Westküste von New Providence Island dient Dimitrios als Strandhaus, an dem Bond aus dem Wasser auftaucht und Solange dabei beobachtet, wie sie ihr Pferd am Strand spazieren führt.
Das Anwesen um ein verlassenes Motel in Coral Harbor auf New Providence Island diente als Elendsviertel auf der afrikanischen Insel Madagaskar. Dort beobachtet Bond Mollaka während eines Kampfes zwischen einer Schlange und einem Mungo. Ein verlassenes Hotel, das in derselben Gegend liegt, wurde zum Baustellengelände umfunktioniert, über das Bond Mollaka verfolgt.
Prag, Tschechien
Viele Innenaufnahmen, zu denen auch der Salon Privé des Casino Royale, das Gelände der Botschaft von Nambutu, die Inneneinrichtung von Le Chiffres Jacht und das Innere eines Sanatoriums, in dem sich Bond erholt, gehören, wurden in den Prager Studios in Barrandov und Modrany gedreht.
Die Stadt selbst ist in der Film-Sequenz vor dem Titel zu sehen, wenn Dryden vor seiner Auseinandersetzung mit Bond im Donau-Gebäude ankommt, einem neuen Bürokomplex am Ufer des Vltava. Zu weiteren Drehorten in Prag zählen das Vitkov-Monument und ein Marmor-Mausoleum, das als Innenlocation für die Körperwelten-Ausstellung in Miami fungiert. Der Prager Flughafen wurde zum Miami International Airport – in den Szenen, in denen Bond Carlos durch den Terminal bis auf das Rollfeld folgt.
Die 800 Jahre alte Bibliothek im Kloster Strahov wurde als Britisches Unterhaus umfunktioniert und das im Neorenaissance-Stil gebaute Nationalmuseum am Wenzels-Platz wurde in die Rezeption und einen Treppenaufgang eines venezianischen Grandhotels verwandelt, in dem Bond und Vesper eine romantische Auszeit nach ihren Anstrengungen genießen.
Karlsbad, Tschechien
Der Kurort Karlsbad, den Besucher seit dem 14. Jahrhundert wegen seines Heilwassers aufsuchen, wurde als eine Stadt in Montenegro verwendet, in der auch das Casino Royale liegt. Aus dem weltbekannten Hotel Pupp wurde das Hotel Splendide, wo Bond und Vesper sich während des Pokerturniers aufhalten. Das „Lazne“, ein beeindruckendes wenn auch ungenutztes Heilbad, das zur Jahrhundertwende entstand, gab dem Casino Royale seinen Eingang und den öffentlichen Bereich. In derselben Umgebung Tschechiens drehte das Team Szenen mit Bond und Vesper, die im Aston Martin DBS ankommen und sich auf dem Marktplatz der malerischen Stadt Loket mit Mathis treffen. Die Inneneinrichtung eines Krankenhauses in dem Ort Plana wurde genutzt, um Szenen zu drehen, in denen Bond wieder gesund gepflegt wird, nachdem er von Le Chiffre gefoltert wurde.
Comer See, Italien
Die wunderschöne, in Privatbesitz befindliche Villa Gaeta am Ufer des Comer Sees, wurde für eine Szene genutzt, in der Bond Mr. White in seinem Zuhause gegenübertritt. Die Anlagen der spektakulären Villa Balbianello an der Westküste des Comer Sees wurden zum Sanatorium, in dem Bond sich von den Qualen erholt, die Le Chiffre ihm zugefügt hat.
Venedig, Italien
Die Filmproduktion konnte in Venedig auf vielen Straßen und Gassen drehen. Dazu zählte auch der weltberühmte Markusplatz. Dank einer speziellen Genehmigung durften Bond und Vesper auf der Jacht Spirit 54 auf dem Canal Grande zwischen der Accademia und der Rialto-Brücke fahren. Es war die erste Jacht seit vielen Jahren, die erstmals wieder auf dem Canal Grande fahren durfte. Das einstürzende Haus, in das Bond Vesper und ihren Entführer verfolgt, lag gegenüber dem Gemüsemarkt an der Rialto-Brücke und Bond geht mit der Jacht außerhalb des luxuriösen Cipriani Hotels auf der Insel Giudecca vor Anker.
Drehorte in Großbritannien
Der Dunsfold Flughafen nahe Guildford in Surrey war das Areal, auf dem die meisten der Außenaufnahmen des Miami International Airports entstanden. Dort filmten Alexander Witt und die 2nd Unit viele spektakuläre Actionszenen, in denen Bond den Versuch der Terroristen unterbindet, den Prototypen eines Passagierjets in die Luft zu sprengen. Black Park wurde genutzt, um Szenen in dem Rebellencamp von Uganda zu drehen, wo Mr. White Le Chiffre Steven Obanno vorstellt (was sehr zur Erheiterung vieler Spaziergänger beitrug, die im National Park nahe der Pinewood Studios ihre Vierbeiner ausführen). Ein Spielfeld in Eton wurde zu einem Kricketfeld umfunktioniert, das in der Film-Sequenz, die vor dem Titel gezeigt wird, auftaucht. Pinewoods 007-Halle beherbergte spektakuläre Kulissen, denn dort entstand das Innere des sinkenden Hauses in Venedig, in dem das Actionhighlight am Ende des Films spielt, zu denen auch der blutige Kampf zwischen Bond und Gettler bzw. seinen Killern gehört. Zusätzlich wurde eine vollständige venezianische Piazza für den Abschluss dieser Szene gebaut, als Bond versucht, Vesper zu retten. Weitere Hallen in Pinewood wurden für Modellaufnahmen und Aufnahmen vor einer „green screen“ benutzt.
DIE BESETZUNG
DANIEL CRAIG – JAMES BOND
Daniel Craig ist zum ersten Mal als Agent James Bond 007 des britischen Geheimdienstes in CASINO ROYALE zu sehen. Der 21. Bond-Film wurde von Michael G. Wilson und Barbara Broccoli produziert und von Martin Campbell inszeniert.
Craig wurde in Chester geboren und ist in Liverpool aufgewachsen. Mit 17 verließ er die Stadt, um in London dem National Youth Theatre beizutreten. Seine Ausbildung führte er an der renommierten Londoner Guildhall School of Music and Drama fort, die er 1991 erfolgreich abschloss.
1992 gab er in dem südafrikanischen Boxerdrama The Power Of One (Im Glanz der Sonne, 1992) sein Filmdebüt. Kritiker und Besetzungsagenten wurden erstmals 1996 auf Craig aufmerksam, als er in dem dramatischen Fernsehmehrteiler „Our Friends in the North“ als Geordie Peacock brillierte.
1998 spielte er die Rolle des George Dyer, den aus der Arbeiterklasse stammenden Freund von Francis Bacon in John Mayburys kraftvollem biografischem Portrait Love is the Devil – Study For A Portrait of Francis Bacon (Love is the Devil – Studie für ein Porträt von Francis Bacon, 1998). Im Jahr 2000 wurde er als einer der europäischen „Shooting Stars“ ausgezeichnet. Danach folgten Rollen in den Hollywood-Erfolgen Lara Croft: Tomb Raider (Lara Croft: Tomb Raider, 2001), in dem er Lara Crofts Freund spielte, der schwarzen Ensemble-Komödie Hotel Splendide (1999) und The Trench (1999), die beide von dem bekannten Autor William Boyd geschrieben und inszeniert wurden.
Im Jahr 2002 agierte Craig in dem Sam-Mendes-Film Road To Perdition (Road to Perdition, 2002) und erhielt für seine Leistung als Connor Rooney, dem schwierigen Sohn des Gangsterbosses John Rooney, der von Paul Newman gespielt wurde, großartige Kritiken. Ein Jahr später wirkte er in The Mother (Die Mutter, 2003) mit, einem kraftvollen Drama, das von Roger Michell gedreht wurde. Darin spielte er einen jungen Mann, der eine Affäre mit einer 60-jährigen Frau hat. Es folgte die Rolle des Ted Hughes an der Seite von Gwyneth Paltrow in dem Film Sylvia (Sylvia, 2005), die Geschichte der beiden Poeten Ted Hughes und Sylvia Plath.
Im Jahr 2004 übernahm Craig die Hauptrollen in Enduring Love (2004), den Roger Michell von Ian McEwans Roman adaptiert hatte und in Layer Cake (2004), Matthew Vaughns kraftvollem Regiedebüt über einen Drogendealer.
Nach einem Part in John Mayburys Thriller The Jacket (2005) neben Adrien Brody und Keira Knightley folgte die Hauptrolle in der Fernsehadaption von Robert Harris Romanbestseller „Erzengel“ und eine weitere Hauptrolle in Steven Spielbergs Oscar®-nominiertem Thriller Munich (München, 2005). Darin spielte Craig einen südafrikanischen Söldner, der zu einem Team von handverlesenen Männern gehört, das der israelische Geheimdienst Mossad ausgewählt hat, um die Terroristen zu ermorden, die 1972 einen Anschlag auf das olympische Dorf durchgeführt haben. Dabei starben damals elf Athleten aus Israel.
Zu seinen erst kürzlich erschienenen Arbeiten zählt Infamous (2006). Darin spielt er gegenüber Toby Jones als Truman Capote die Rolle des Perry Smith. Capote ist der Autor des Weltbestsellers „Kaltblütig“. Das Buch basiert auf den Morden, die von Perry Smith und Dick Hickock an einer Farmersfamilie in Kanasas verübt wurden. Zudem drehte er mit The Visiting (2006) einen von Oliver Hirschbiegel inszenierten Horrorthriller an der Seite von Nicole Kidman.
Neben seiner Filmarbeit ist Craig als sehr respektierter Bühnenschauspieler bekannt. Zu seinen Arbeiten zählen Hauptrollen in „Hurlyburly“ mit der Peter Hall Company am Old Vic und „Angels in America“ am National Theatre. Im Jahr 2002 wurde er als bester Schauspieler für einen Londoner Evening Standard Award für seine Leistung in dem Stück „A Number“ nominiert. Darin spielte er drei Rollen an der Seite von Michael Gambon.
EVA GREEN – VESPER LYND
Die französische Schauspielerin Eva Green ist Vesper Lynd, die vom britischen Schatzamt beauftragt wird, James Bonds Zugang zu den Millionen Dollar zu überwachen, die er als Einsatz in einem Pokerspiel gegen Le Chiffre verwendet.
„Sie ist so schön, dass es schon unanständig ist“, beschrieb der Oscar®-Gewinner Bernardo Bertolucci die Schauspielerin, die in seinem von Kritikern gelobten Film The Dreamers (Die Träumer, 2004) ihr Filmdebüt gab. Es ist eine Dreiecksbeziehung, die während der Pariser Unruhen im Jahr 1968 spielt und in der Michael Pitt und Louis Garrel weitere Hauptrollen spielen.
Geboren in Paris, studierte Green an der St. Paul Drama School. Danach folgte ein Kurs an der Londoner Weber Douglas Academy of Dramatic Art.
Ihre schauspielerische Karriere begann sie auf der Bühne. Sie spielte 2001 in den beiden Stücken „Turceret“, das von Gerard Descartes inszeniert wurde, und „Jalousie En Trois Fax“, bei dem Didier Long Regie führte. Letzteres wurde hoch gelobt und brachte ihr in der Kategorie der besten weiblichen Newcomerin eine Nominierung für Frankreichs renommiertesten Theaterpreis Les Molieres ein.
Im Jahr 2003 spielte sie neben Kristen Scott Thomas und Romain Duris in Jean-Paul Salomes französischem Film Arsène Lupin (2004) und im Jahr 2005 gab sie in Ridley Scotts Kreuzritterepos Kingdom Of Heaven (Königreich der Himmel, 2005) ihr Hollywood-Filmdebüt. Sie spielte neben Orlando Bloom und Liam Neeson die weibliche Hauptrolle.
MADS MIKKELSEN – LE CHIFFRE
Mads Mikkelsen ist Le Chiffre, ein internationaler Bankier und Geldwäscher für terroristische Organisationen und James Bonds Widersacher in dem wichtigsten Pokerspiel, dass die beiden jemals spielen werden.
Der in Kopenhagen geborene Schauspieler ist ein Topstar in seiner Heimat Dänemark und in ganz Skandinavien hoch angesehen. Als Kind begann er als Turner und wurde danach professioneller Tänzer, bevor er an der Arhus Theatre School Schauspiel studierte. Als Star der mit dem Emmy ausgezeichneten Polizeiserie „Unit 1“ wurde er über Nacht bekannt.
Zu seinen vielen variantenreichen Parts zählen die Hauptrollen in Susanne Biers Elsker Dig For Evigt (Open Hearts, 2003), wofür er einen Zulu Award gewann, sowie 2003 Nominierungen für den Robert Award der dänischen Akademie und den Bodil Award der dänischen Filmkritiker erhielt. Zu seinen weiteren Hauptrollen zählen I am Dina (Dina – Meine Geschichte, 2004) neben Gerard Depardieu, Shake it All About, der von Hella Joof inszeniert wurde, Wilbur Wants to Kill Himself (Wilbur Wants to Kill Himself, 2003) von Lone Scherfig und die beiden Komödien Blinkende Lygter (Flickering Lights, 2002) und The Green Butchers (Dänische Delikatessen, 2004) bei denen Anders Thomas Jensen Regie führte. Für Letzteren erhielt Mikkelsen eine Nominierung für die Robert und Bodil Awards als bester Schauspieler des Jahres 2005.
Sein Hollywood-Debüt gab Mikkelsen an der Seite von Clive Owen und Keira Knightley in King Arthur (King Arthur, 2004), der von Antoine Fuqua gedreht wurde. Dort spielte er Tristan, den Falken liebenden Ritter der Tafelrunde.
In Adams Apple (Adams Äpfel, 2006), der auch von Anders Thomas Jensen inszeniert wurde, spielte Mikkelsen einen desillusionierten Priester. Für diese Leistung erhielt er einen Zulu Award als bester Schauspieler. Der Film wurde von Dänemark als bester ausländischer Film für die Oscars® des Jahres 2006 eingereicht und erlebte auf dem Filmfestival in Toronto seine Premiere. Erst kürzlich wirkte Mikkelsen in Susanne Biers neuem Film After the Wedding (Nach der Hochzeit, 2007) mit. Er wird als nächstes in dem schwedischen Thriller Exit von Peter Lindmark zu sehen sein.
JEFFREY WRIGHT – FELIX LEITER
Jeffrey Wright spielt Felix Leiter, einen CIA-Agenten, der Bond seine Hilfe anbietet. Er stellt ihm Geld zur Verfügung, damit Bond das Pokerspiel fortsetzen kann.
Wright erhielt internationale Aufmerksamkeit für seine Leistung in der Titelrolle von Basquiat, Julian Schnabels Film über den unbekannten Straßenkünstler, der die New Yorker Kunstwelt im Sturm eroberte, aber letztendlich den Preis des Ruhms mit seinem Leben bezahlte.
1994 gewann er den Tony Award für seine Leistung in der Bühnenversion von „Angels of America: Perestroika“ und 2003 erhielt er einen Emmy und einen Golden Globe für seine Nebenrolle in der Fernsehminiserie „Angels in America“.
Für seine Leistung als Martin Luther King in der Fernsehbiografie „Boycott“ gewann er den American Film Institute Actor of the Year Award und auf der Bühne erhielt er erst kürzlich eine Nominierung für den Tony Award in dem von Kritikern gelobten Stück „Top Dog, Underdog“.
Zu den Filmrollen der letzten Zeit zählen der Oscar®-Gewinner Syriana (Syrianan, 2006), der von Stephen Gaghan inszeniert wurde, Jim Jarmuschs Broken Flowers (Broken Flowers, 2005) und Jonathan Demmes The Manchurian Candidate (Der Manchurian Kandidat, 2004). Anfang dieses Jahres wirkte er in M. Night Shyamalans Lady In The Water (Das Mädchen aus dem Wasser, 2006) mit und wird als nächstes in The Visiting von Regisseur Oliver Hirschbiegel zu sehen sein, in dem er neben Nicole Kidman und Daniel Craig spielt.
JUDI DENCH – M
Judi Dench ist M, Bonds Boss und Chefin von MI6, dem britischen Geheimdienst.
Zum fünften Mal spielt Judi Dench M in einem Bond-Film mit. Sie war bereits in GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995), Tomorrow Never Dies (Der Morgen stirbt nie, 1997), The World Is Not Enough (Die Welt ist nicht genug, 1999) und Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, 2002) zu sehen.
In ihrer über 40-jährigen Karriere auf der Bühne, auf der Leinwand und im Fernsehen hat Judi Dench zahllose Preise gewonnen, die 1965 mit dem Preis des BAFTA Most Promising Newcomer begann und zu dem kürzlich der Oscar® für die beste weibliche Nebenrolle für ihre Darstellung der Königin Elizabeth in Shakespeare In Love (Shakespeare in Love, 1999) hinzu kam. Zudem hat sie Oscar®-Nominierungen für Mrs. Brown (Ihre Majestät Mrs. Brown, 1998), Chocolat (Chocolat, 2001) und Iris (Iris, 2002) erhalten. Im Jahr 2005 wurde sie für den Golden Globe und einen Oscar für ihre Leistung in Mrs. Henderson Presents (Lady Henderson Präsentiert, 2006) nominiert. Sie wurde für nicht weniger als 12 BAFTA Awards vorgeschlagen, gewann neun davon und hat mehr als 50 weitere Nominierungen und Preise für andere Auszeichnungen in den USA und Großbritannien für ihre Arbeit auf der Leinwand erhalten.
Zu ihren Theaterarbeiten zählen „Amy’s View“ in London und am Broadway, „All’s Well That Ends Well“ für die Royal Shakespeare Company und erst kürzlich Noël Coward’s „Hay Fever“ im Londoner West End, das von Peter Hall inszeniert wurde.
Zu ihren weiteren erst kürzlich erschienenen Filmarbeiten zählen Tea With Mussolini (Tee mit Mussolini 2000), The Importance of Being Earnest (Ernst Sein Ist Alles, 2002) und Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil, 2005). Vor kurzem war sie neben Dame Maggie Smith in Charles Dance Regiedebüt Ladies in Lavender (Der Duft von Lavendel, 2005) und in der Titelrolle von Stephen Frears Mrs. Henderson Presents (Lady Henderson Präsentiert, 2006) neben Bob Hoskins, Will Young und Kelly Reilly zu sehen. Demnächst wird sie in Notes on a Scandal mit Cate Blanchett zu sehen sein, bei dem Richard Eyre Regie geführt hat.
Im Jahr 1970 wurde Judi Dench der Titel Order of the British Empire zuerkannt und 1988 wurde sie zur Dame of the British Empire. Bei den Geburtstagsfeierlichkeiten für die Königin erhielt sie im Jahr 2005 den Titel Companion of Honor und erst kürzlich den BAFTA Fellowship, die höchste Auszeichnung der britischen Unterhaltungsindustrie.
GIANCARLO GIANNINI – MATHIS
Seit seinem Filmdebüt in Fango Sulla Metropoli (1965) hat Giancarlo Giannini in über 100 internationalen Filmproduktionen mitgespielt und mit renommierten Regisseuren wie Luchino Visconti bei L’innocente – Die Unschuld (1977), Rainer Werner Fassbinder bei Lili Marleen (1980) und Lina Wertmüller bei Liebe und Anarchie (1973), The Seduction of Mimi (Mimì – in seiner Ehre gekränkt, 1972), Travolti da un’insolito destino nell’ azzurro mare d’agosto (Hingerissen von einem ungewöhnlichen Schicksal, 1974) und Pasqualino settebellezze (Sieben Schönheiten, 1975) zusammengearbeitet. Er wurde ebenfalls von Francis Ford Coppola für New York Stories (New Yorker Geschichten, 1989), von Ridley Scott für Hannibal (Hannibal, 2001) und von Tony Scott für Man on Fire (Mann unter Feuer, 2004) besetzt.
1977 wurde er für einen Oscar für seine Rolle in dem Film Sieben Schönheiten nominiert. Andere Preise waren fünf David Awards (die italienischen Oscars) für Ti Voglio Bene Eugenio (2001) Celluloide (1995), Come Due Coccodrilli (1994), Mi Manda Picone, Mimì – in seiner Ehre gekränkt, vier Silver Ribbon Awards vom Italian National Syndicate of Film Journalists für Hannibal, La Cena (1998), und Mimì – in seiner Ehre gekränkt, den Preis für den besten Schauspieler beim Cannes Filmfestival 1973 für Liebe und Anarchie und den für den besten Darsteller beim Filmfestival in San Sebastián 1973 für Sono Stato Io! Sein Talent wurde auch bei den Los Angeles Italian Film Awards geehrt, wo er 1999 mit dem Outstanding Achievement Film Award ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2002 gab ihm das Mailänder Film Festival einen Preis für sein Lebenswerk.
Kürzlich war Giannini in Tirante el Blanco (2006) zu sehen, der von Vicente Aranda inszeniert wurde. Er wird demnächst in Il Mercante di pietre (2006) The Gems Merchant unter der Regie von Renzo Martinelli arbeiten.
CATERINA MURINO – SOLANGE
Caterina Murino spielt Solange, die schöne, aber unglückliche Ehefrau von Dimitrios, einem von Le Chiffres Handlangern.
Murino wurde in Sardinien geboren und ist dem französischen Publikum aufgrund ihrer Hauptrolle in Patrice Lecontes Komödie Les Bronzés 3: amis pour la vie (2006), der Kriminalgeschichte L’Amour aux Trousses, die von Philippe de Chauveron inszeniert wurde, und der Komödie L’Enqûete Corse (2004), in der sie an der Seite von Jean Reno spielt, die von Alain Berbérian gedreht wurde, bekannt.
Zu Beginn ihrer Karriere spielte Caterina Murino in diversen Werbespots mit. Sie hatte Schauspiel an der renommierten School of Cinema and Theatre studiert und wurde dort von der bekannten Schauspielerin Francesca de Sapio unterrichtet. Ihr Theaterdebüt gab sie in der Produktion von Agatha Christies Stück „And Then There Were None“. Sie wirkte danach in mehreren anderen italienischen Theaterstücken mit.
Ihr Kinodebüt gab sie 2001 in der internationalen Produktion Nowhere (2002), ein Film unter der Regie des chilenischen Autors Luis Sepúlveda an der Seite von Harvey Keitel.
Zu ihren europäischen Fernseharbeiten zählen „Des Jours et Des Nuits“ der von Thierry Chabert inszeniert wurde, „Orgoglio“ unter der Regie von Giorgio Serafini und „In der Mitte deines Lebens“ von Bernd Fischerauer. Im Jahr 2005 spielte sie in dem spanisch/argentinischen Fernsehdrama „Vientos de Agua“ mit, das von Juan José Campanella gedreht wurde und dem italienischen Film „Eleonora D’Arborea“ für Regisseur Claver Salizzato.
SIMON ABKARIAN – DIMITRIOS
Simon Abkarian spielt Dimitrios, einen Handlanger von Le Chiffre, der seinen Wohnsitz auf den Bahamas hat. Als er nach Miami fliegt, um einen Auftrag von Le Chiffre auszuführen, heftet sich James Bond an seine Fersen.
Abkarian lebt in Paris und war von 1985 bis 1993 Mitglied der Gruppe Theatre du Soleil. Für seine Leistung in „Une Bête Sur La Lune“, das von Irina Brook inszeniert wurde, erhielt er einen Molière Award. Im Sommer 2006 führte er bei der Produktion von Shakespeares „Love’s Labour’s Lost“ für Tim Robbins’ Theatergruppe The Actor’s Gang in Los Angeles Regie.
Während der Arbeit an CASINO ROYALE drehte er parallel an dem französischen Thriller The Snake unter der Regie von Barbier an der Seite von Clovis Cornillac und Yvan Attal.
Abkarian arbeitet schon seit fast 20 Jahren in der europäischen Filmindustrie und ist seitdem in vielen verschiedenen Filmen aufgetreten. Zu seinen letzten Rollen zählen der Bösewicht in Ni Pour Ni Contre (Not For or Against, 2003) unter der Regie von Cédric Klapisch, die romantische Hauptrolle an der Seite von Joan Allen in Sally Potters Yes (Yes, 2006) und der Part des Mehdi Ben Barka in dem französischen Thriller J’ai Vu Tuer Ben Barka (I Saw Ben Barka Killed, 2005), der von der Entführung und dem Mord an dem charismatischen marokkanischen Oppositionsführers handelt. Für seine Leistung in Prendre Femme (2004) unter der Regie von Ronit Elkabetz erhielt er den Preis für den besten Schauspieler beim Filmfestival von Thessaloníki und einen Spezialpreis der Jury des Nantes Festivals of Three Continents. Der Film gewann den Kritikerpreis und den Publikumspreis bei den Filmfestspielen in Venedig im Jahr 2004.
Kürzlich hatte er eine Rolle in Robert Guediguians Le Voyage en Armenie (2006) und wird als nächstes in Trivial unter der Regie von Sophie Marceau auftreten.
JESPER CHRISTENSEN – MR. WHITE
Jesper Christensen ist einer von Skandinaviens führenden Schauspielern. Er hat bereits vier Bodil Awards gewonnen, der letzte für seine Arbeit in dem von Per Fly inszenierten Film Drabet (Manslaughter) aus dem Jahr 2005. Zudem besitzt er schon vier Robert Awards, wozu auch einer für Baenken (The Bench) zählt, der ebenfalls von Fly inszeniert wurde.
Zu seiner internationalen Karriere gehören auch eine Rolle in Sydney Pollacks The Interpreter (Die Übersetzerin, 2005) an der Seite von Nicole Kidman und Sean Penn sowie eine Hauptrolle in der amerikanischen Fernsehserie „Revelations“, in der auch Natascha McElhone und Bill Pullman mitspielen.
Christensen drehte 1976 in Dänemark seinen ersten Film und hat seitdem regelmäßig in einer großen Bandbreite von skandinavischen und internationalen Filmen und Fernsehproduktionen mitgewirkt.
IVANA MILICEVIC – VALENKA
Ivana Milicevic spielt Valenka, die coole und glamouröse Freundin von Le Chiffre.
Ivana wurde in Sarajevo geboren, aber ihre Familie ließ sich in Michigan nieder, als sie fünf Jahre alt war. Nach dem Schulabschluss verfolgte sie eine internationale Karriere als Model und gleichzeitig als Stand-up-Comedian, bevor sie mit dem Schauspiel begann. Schnell fand sie einen Agenten und erhielt Nebenrollen in der Erfolgskomödie Jerry Maguire (Jerry Maguire – Spiel des Lebens, 1997) mit Tom Cruise, Cuba Gooding, Jr. und Renee Zellweger in den Hauptrollen sowie Enemy Of the State (Der Staatsfeind Nr. 1, 1998) mit Will Smith und Gene Hackman. Danach folgten Parts in Head Over Heels (Hals Über Kopf, 2001) neben Freddie Prinze, Jr. und in Richard Curtis’ Ensemble-komödie Love Actually (Tatsächlich Liebe, 2003).
Amerikanische Fernsehzuschauer kennen sie durch die Rolle in der HBO Serie „The Mind of the Married Man“. Zudem hat sie zahllose Fernsehauftritte absolviert, darunter auch Gastrollen in „Felicity“, „Friends“, „Just Shoot Me!“ und „Seinfeld“.
Milicevic spielte zuletzt Filmrollen in der romantischen Komödie Just Like Heaven (Solange du da bist, 2005) neben Reese Witherspoon und Mark Ruffalo sowie in Running Scared (Running Scared, 2006) mit Paul Walker.
TOBIAS MENZIES – VILLIERS
Tobias Menzies ist dem internationalen Publikum durch seine Rolle des Brutus, Julius Caesars Attentäter in der HBO/BBC Serie „Rom“ bekannt. Menzies begann seine schauspielerische Karriere in einigen der populärsten Serien des britischen Fernsehens wie „Foyle’s War“ und „Casualty“. Kürzlich wirkte er in dem kontroversen Drama „A Very Social Secretary“ mit, das von Jon Jones inszeniert wurde und den Beginn von Channel 4 More4 markierte.
Zu seinen Bühnenerfahrungen zählen das Alan-Bennett-Stück „The History Boys“, das Nicholas Hyntner am Royal National Theatre inszenierte, die Titelrolle in „Hamlet“ unter der Regie von Rupert Goold und Michael Blakemore’s West-End-Produktion von „Three Sisters“, wofür er für einen Ian Charleson Award nominiert war.
SÉBASTIEN FOUCAN – MOLLAKA
Sébastien Foucan spielt Mollaka, einen bekannten Terroristen, den Bond auf Madagaskar verfolgt.
Foucan entwickelte die Sportdisziplin Parkour, die auch als „Free Running“ bekannt wurde, mit seinem Freund David Belle, um damit gegen negative Energien anzukämpfen. Er hat viele der Bewegungen des Parkours erfunden und ihnen Namen gegeben, die inzwischen in der Szene genutzt werden. Parkour ist inzwischen als Extremsport immer bekannter geworden und in der ganzen Welt verbreitet. Für Foucan ist Parkour jedoch kein Sport, sondern zuerst eine Kunstform.
Foucan wurde bekannt, als die Dokumentationen „Jump London“ und „Jump Britain“ erstmals ausgestrahlt wurden und wird inzwischen als Botschafter der Free-Running-Bewegung angesehen. Ende 2006 wird der Discovery Channel das französische Segment ihrer internationalen Serie „HD Atlas“ ausstrahlen, die dem Parkour gewidmet ist und über einen Kommentar von Foucan verfügt.
Er ist in zahllosen Fernsehwerbespots aufgetreten, zu denen u.a. Nike und Toyota gehören, aber auch in Madonnas Video ihrer Hitsingle „Confessions on the Dancefloor“. Er wurde von ihr eingeladen, sie auf ihrer internationalen Bühnentour „Confessions“ im Jahr 2006 zu begleiten.
Foucan’s Philosophie lautet: „Keine Gewalt, kein Wettbewerb, keine Gruppen, keine Chefs“.
ADE – INFANTE
Ade gab sein Filmdebüt in Snatch (Snatch – Schweine und Diamanten, 2001), Guy Ritchies Nachfolger des erfolgreichen Lock, Stock and Two Smoking Barrels (Bube, Dame, König, Gras, 1998). Sein Erscheinungsbild auf der Leinwand und sein komödiantisches Timing brachten ihm die Aufmerksamkeit von Publikum und Filmemachern ein. Auch wenn er niemals eine entsprechende Ausbildung absolviert hat, stellte er sein Talent und seine Fähigkeiten immer wieder in Filmen und Fernsehserien unter Beweis.
Der Londoner, der in den Bereichen Marketing, Verlagswesen und Immobilienentwicklung gearbeitet hat, drehte neben Samuel L. Jackson The 51st State (2002) und erschien kürzlich im britischen Fernsehen als Gaststar der populären Serie „Keen Eddie“.
URBANO BARBERINI – TOMELLI
Urbano Barberini ist in Italien durch seine Arbeit auf der Bühne, der Leinwand und im Fernsehen bekannt und hat seit den 80er Jahren in allen drei Bereichen gearbeitet. Zudem arbeitete er in Englisch und Französisch, da er beide Sprachen fließend spricht.
Im Jahr 2004 spielte er in John Irvins mysteriösem Drama Laughing Water (Mine-Ha-Ha) und in Susanna Tamaros Nel Mio Amore mit und stand in Rom in Goldonis „Il Giuocatore“ auf der Bühne.
In weiteren Filmrollen wirkte er in Dario Argentos Terror at the Opera (1988), Signora, der von Franco Laudadio inszeniert wurde und Franco Zeffirellis Otello mit Placido Domingo mit. Im britischen Fernsehen ist Barberini in den Serien „Strathblair“ und „TECX“ aufgetreten.
TSAI CHIN – MADAME WU
Die Rolle der teilnahmslos scheinenden Pokerspielerin Madame Wu markiert Tsai Chins zweiten Auftritt in der 007-Serie. Im Jahr 1967 agierte sie neben Sean Connery in You Only Live Twice (James Bond 007: Man lebt nur zweimal, 1967).
Die Tochter von Zhou Xinfang, einem berühmten chinesischen Schauspieler, studierte an der Royal Academy of Dramatic Art und begann ihre Karriere mit der Titelrolle von „The World of Susie Wong“ im Londoner West End. Sie spielte in Michelangelo Antonionis bahnbrechenden Film Blow-Up (Blow-Up, 1966) mit, in dem auch ihre im Casino Royale Poker spielende Kollegin Veruschka mitwirkte. Kürzlich war sie in der Broadway-Produktion von „Golden Child“ zu sehen, wofür sie einen Obie Award gewann.
Sie wirkte außerdem in The Joy Luck Club, Red Corner und erst kürzlich in Geisha (Die Geisha, 2006) mit, den Rob Marshall nach dem Romanbestseller von Arthur Golden inszenierte.
CHARLIE LEVI LEROY – GALLARDO
Charlie Levi Leroy blickt auf eine Karriere im Bereich Literatur, Musik, Theater, im Fernsehen und im Kino zurück.
Er begann schon als Kind in seiner Heimat Argentinien zu singen und zu schauspielern. Als Mitglied von Argentiniens Top-Rockgruppe „The VIPs“ und als Solokünstler bekam er sechs goldene Schallplatten.
Leroy studierte am Lee Strasbourg Institute in Los Angeles und der renommierten Oscar Cruz School of Drama im argentinischen Buenos Aires. Seine Schau-spielkarriere begann mit einer Komödienserie für das Fernsehen, bevor er selbst am Theater inszenierte und Regie führte. Nach seinem Debüt Pas de Deux wird er demnächst seinen zweiten Spielfilm mit dem Titel Four Women inszenieren.
Als Autor hat Leroy die Romane The Wrong Angel, The Last Journey und The Treaty of the Twin Souls geschrieben. Als Schauspieler wirkte er in „The Last Week“ (La Semana Que Viene), „Water Winds“ (Vientos de Agua) und bei der Fernseh Sitcom „Divinos“ mit.
Der in Spanien beheimatete Leroy ist Leiter des Madrider Actors Laboratory und Professor für Regie an zwei Filmschulen in Madrid.
LAZAR RISTOVSKI – KAMINOVSKI
Der bekannte serbische Schauspieler produziert und inszeniert auch in seinem Heimatland. Er begann mit dem Schauspiel, als er noch an der Belgrader Universität studierte und startete danach eine Karriere auf der Bühne, im Fernsehen und im Kino.
International bekannt wurde er durch die Hauptrolle des Blacky in Emir Kusturicas 1995 entstandenem Epos Underground (Underground, 2005), das viele Preise gewann, darunter auch die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes.
Im Jahr 1999 inszenierte, produzierte, schrieb und spielte Ristovski in dem Film The White Suit (Belo Odelo, 1999), einer schwarzen Komödie, die als jugoslawischer Oscar®-Beitrag vorgeschlagen und zum Filmfestival in Cannes eingeladen wurde. Der Film gewann zahlreiche Preise auf anderen Festivals und wurde positiv von der Filmkritik bewertet. Der Film entstand unter dem Banner von Ristovskis Firma Zillion Films, die außerdem auch Boomerang (2001) produzierte, den er schrieb und in dem er auch mitspielte. Der von Dragan Marinkovic inszenierte Film wurde in der Sektion Panorama der Filmfestspiele von Berlin gezeigt. Zu den anderen Filmen, die von Zillion erschaffen wurden und in denen Ristovski mitwirkte, zählen Midwinter Night’s Dream (San Zimske noci, 2004) unter der Regie von Goran Paskaljevic, der bei den Festivals in Toronto und San Sebastián gezeigt wurde.
Im Jahr 2006 produzierte Zillion Films drei Spielfilme mit Ristovski: A Tailor’s Secret unter der Regie von Milos Avramovic, Tomorrow Morning (Sutra Ujutro, 2006), den Oleg Novkovic inszenierte und der beim Filmfestival in Karlsbad gezeigt wurde sowie Goran Paskaljevics The Optimists.
Lazar Ristovski hat außerdem zwei Romane geschrieben –
The White Suit, und How I Won Oscar.
TOM SO – FUKUTU
Tom So benötigte ein neues Aufgabengebiet, als die englische IT-Industrie vor ein paar Jahren schwächelte. Aufgrund seines besonderen Aussehens schlugen Freunde von ihm vor, es als Model zu probieren, so dass er sich bei verschiedenen Agenturen bewarb. Das führte zu Statisten-Rollen in Filmen und im Fernsehen und kürzlich wirkte er an Filmen wie Harry Potter and the Sorcerer’s Stone (Harry Potter und der Stein der Weisen, 2001), The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (Per Anhalter durch die Galaxis, 2005), Alex Rider: Operation Stormbreaker (Alex Rider: Stormbreaker, 2006), Children of Men (Children of Men, 2006), Notes on a Scandal (200X) und Stardust (Der Sternwanderer, 200X) mit.
Seit zehn Jahren ist er ein praktizierender Taoist, der in allen Dingen nach Ausgleich sucht.
VERUSCHKA – GRÄFIN VON WALLENSTEIN
Veruschka von Lehndorff gilt als eines der ersten Supermodels der Welt und wurde von Richard Avedon in der Vogue des Jahres 1972 als „die schönste Frau der Welt“ bezeichnet. Sie begann ihre Karriere in den 60er Jahren, wurde von den führenden Fotografen der damaligen Zeit portraitiert und wirkte 1966 in Michelangelo Antonionis Blow-Up mit.
Andere Filmrollen übernahm sie in Ulrike Ottingers deutscher Produktion von Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (1984), Milo-Milo (1979) und Franc Roddams Die Braut (1985). Zudem inszenierte sie 1998 selbst den Film Buddha Bum und spielte alle Charaktere.
Die preußische Gräfin kehrte erst kürzlich aus New York, wo sie als Künstlerin gearbeitet hatte, nach Berlin zurück, um dort wieder zu leben. Im Jahr 2005 wurde die von Paul Morrissey inszenierte Dokumentation Veruschka: A Life for the Camera (2005) für die Filmfestspiele in Venedig ausgewählt. Veruschka ist als Künstlerin wohl am ehesten aufgrund ihrer ungewöhnlichen Arbeiten im Bereich der Körperbemalung bekannt geworden. Fotos davon erschienen in dem Buch „Veruschka Transfigurations“. Eine Ausstellung ihrer Fotografien war kürzlich in Berlin zu sehen.
DIE FILMEMACHER
MARTIN CAMPBELL – REGISSEUR
Martin Campbell inszenierte mit CASINO ROYALE seinen zweiten James-Bond-Film. Im Jahr 1995 drehte er GoldenEye, der Pierce Brosnan erfolgreich als 007 einführte.
Der in Neuseeland geborene Campbell zog nach London,
wo er eine Karriere als Kameramann begann. Dort produzierte er auch den
kontroversen britischen Spielfilm Scum (1979), aber auch Black
Joy (1977), der für den Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes
ausgewählt wurde. Sein Regiedebüt machte er für das britische Fernsehen
in Form der Polizeiactionserie „The Professionals“ und
drehte
daraufhin zwei sogar noch populärere BBC-Serien namens „Shoestring“ und
„Minder“.
Mitte der 80er Jahre galt Campell als einer von
Großbritanniens Topregisseuren. Er inszenierte den hoch gelobten
Fernsehfilm „Reilly: Ace of Spies“. Seine fünfstündige Miniserie „Edge
of Darkness“, für die BBC, die sich mit der nuklearen Verseuchung
Englands beschäftigt, aber auch Mord und Korruption in höch-
sten
Ebenen thematisierte, gewann sechs BAFTA Awards.
Campbells erster Hollywood-Film war Criminal Law (Der Frauenmörder, 1989). Danach folgten Wehrlos (Defenseless, 1991) und No Escape (Flucht aus Absolum, 1994). Zu seinen amerikanischen Fernseharbeiten zählen der HBO Film „Cast a Deadly Spell“ und zwei Episoden von NBC’s „Homicide: Life on the Street“.
Nach GoldenEye inszenierte er den internationalen Kinoerfolg Die Maske des Zorro (1998) mit Catherine Zeta-Jones und Antonio Banderas, der Oscar® und Golden Globe-Nominierungen erhielt. Es folgten Vertical Limit (Vertical Limit, 2001), Beyond Borders (Jenseits aller Grenzen, 2004) und kürzlich Die Legende des Zorro (2005) erneut mit Zeta-Jones und Banderas.
NEAL PURVIS und ROBERT WADE – DREHBUCHAUTOREN
Neal Purvis und Robert Wade feierten 1991 mit dem Drehbuch für das kontroverse Drama Let Him Have It (Gib’s ihm Chris!, 1992) ihren ersten Erfolg. Der Film basierte auf einer wahren Geschichte über den Mord an einem Polizisten. Der von Kritikern gelobte Film wurde von Peter Medak inszeniert, im Parlament gezeigt und spielte dadurch eine wichtige Rolle bei Dirk Bentleys posthumer Entlastung.
Seitdem haben sie in den verschiedensten Genres Drehbücher verfasst. Dazu zählen Filme wie The Wasp Factory, eine Adaptation von Iain Banks’ Roman für Regisseur Stephen Daldry, Plunkett & Macleane (Plunkett & Macleane, 1999) der unter der Regie von Jake Scott entstand und Grid Iron für die Firma Working Title.
Zwischen den Arbeiten an den James-Bond-Filmen Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag im Jahr 2002 schrieben sie an der Story von Johnny English (Johnny English, 2003), die mit Rowan Atkinson und John Malkovich verfilmt wurde. Kürzlich schrieben sie das Drehbuch und übernahmen die Koproduktion von Return to Sender (2004) für Regisseur Bille August und für Stoned (Stoned, 2006) von Regisseur Stephen Woolley.
Purvis und Wade arbeiten bereits am nächsten James-Bond-Film, der 2007 gedreht werden wird, ehe er 2008 ins Kino kommt.
PAUL HAGGIS – DREHBUCH
Paul Haggis ist der erste Mann in der Geschichte der Academy Awards®, dem es gelungen ist, zweimal hintereinander die Drehbücher für den Besten Film zu schreiben.
Im Jahr 2006 war es L.A. Crash (L.A. Crash, 2006), den er mitschrieb, inszenierte und produzierte. Er gewann damit je einen Oscar® für den Besten Film und das Beste Original Drehbuch. Im Jahr davor war es Million Dollar Baby (Million Dollar Baby, 2006), den Haggis ebenfalls schrieb und produzierte und der, neben anderen Auszeichnungen, u.a. den Oscar® für den Besten Film gewann. Beide Filme, L.A. Crash und Million Dollar Baby haben zahllose weitere internationale Ehrungen erhalten, wozu auch BAFTA’s, Donatellos, Independent Spirit und Writers Guild of America Awards zählen.
Seine Drehbücher für das Fernsehen brachten ihm ebenfalls schon zahllose Preise ein, u.a. zwei Emmys für die bahnbrechende 80er-Jahre-Serie „thirtysomething“, Gemini Awards für die Serie „Due South“ und einen Viewers Award für die von Kritikern gelobte Serie „EZ Streets“, die ebenfalls aus seiner Feder stammt.
Seitdem hat er sich erneut mit Clint Eastwood zusammengetan und die beiden Filme Flags of Our Fathers (Flags Of Our Fathers, 2006) und Red Sun, Black Sand (2007) geschrieben, die beide von Eastwood inszeniert wurden. Momentan arbeitet Paul Haggis an mehreren Projekten, die sich alle noch in verschiedenen Stadien der Umsetzung befinden. Dazu zählen Against All Enemies nach dem Buch von Richard A. Clarke, In the Garden of Elah mit dem Journalisten Mark Boal und Honeymoon with Harry nach dem Buch von Bart Baker. Außerdem erscheint im Januar 2007 seine neue Serie „The Black Donnellys“.
MICHAEL G. WILSON – PRODUZENT
Als James Bond nach einer Pause von sechs Jahren mit dem Film GoldenEye wieder auf die Leinwand zurückkehrte, war es Michael G. Wilson, der gemeinsam mit Barbara Broccoli den Film produziert hatte. Darauf folgten die Bond-Filme Der Morgen stirbt nie, Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag. Broccoli und Wilson sind auch die Produzenten von CASINO ROYALE, dem 21. Bond-Film, in dem Daniel Craig und Eva Green die Hauptrollen spielen.
Wilson kam 1972 als Rechtsberater zu EON Productions und wurde bei dem Film Der Spion, der mich liebte Produktionsassistent. Bei Moonraker – Streng geheim war er als ausführender Produzent aktiv und arbeitete in dieser Position auch bei den beiden folgenden Bond-Filmen mit. Er hatte bei den Bond-Filmen In tödlicher Mission, Octopussy, Im Angesicht des Todes, Der Hauch des Todes und Lizenz zum Töten auch am Drehbuch mitgeschrieben. Gemeinsam mit seinem Stiefvater, dem verstorbenen Albert R. Broccoli, war er bei Im Angesicht des Todes bereits als Produzent tätig und unter seine Ägide entstanden auch Der Hauch des Todes und Lizenz zum Töten. Wilson ist der Managing Director von EON Productions Ltd.
Wilson schloss das College im Studienfach Elektrotechnik ab, studierte danach an der Universität von Stanford Jura, arbeitete für die amerikanische Regierung und wurde später Partner in einer angesehenen Firma in Washington D.C, die auf internationales Recht spezialisiert war.
Wilson interessiert sich für alle Aspekte der Fotografie und ist ein Experte für Fotografie des 19. Jahrhunderts. Er ist Mitglied des Advisory Council des National Museum of Photography, Film and Television (eine Abteilung des National Museum of Science and Industry) und gründete im Jahr 1998 das Wilson Centre for Study and Research, das sich mit der Geschichte und der Ästhetik der Fotografie befasst.
Im Jahr 2003 produzierte er gemeinsam mit Dana Broccoli und Barbara Broccoli die preisgekrönte Bühnenversion von „Chitty Chitty Bang Bang“, die nach den Premieren in London und New York jeweils großartige Kritiken erhielt.
BARBARA BROCCOLI – PRODUZENTIN
Barbara Broccoli studierte an der Loyola University in Los Angeles Motion Picture and Television Communications und arbeitete danach für viele Jahre in der Produktions- und der Castingabteilung von EON Productions. Gemeinsam mit ihrem Stiefbruder Michael G. Wilson produzierte sie CASINO ROYALE, den 21. Film der 007-Serie, in dem Daniel Craig und Eva Green die Hauptrollen spielen.
Ihre Karriere begann als Regieassistentin bei Octopussy und Im Angesicht des Todes. Sie wurde schließlich Associate Producer bei Der Hauch des Todes und Lizenz zum Töten. Im Anschluss daran produzierte sie GoldenEye, Der Morgen stirbt nie, Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag.
Mit ihrer eigenen unabhängigen Filmproduktion Astoria Productions produzierte Broccoli den Fernsehfilm „Crime of the Century“ für HBO mit Stephen Rea und Isabella Rossellini, der von Mark Rydell nach einem Drehbuch von William Nicholson inszeniert wurde und auf dem Buch von Ludovic Kennedy basiert. Der Fernsehfilm über die Entführung des Lindbergh-Babys wurde in der Kategorie Motion Pictures or Mini-Series made for Television für vier Golden Globe Awards nominiert: Bester Film, Bester Darsteller, Beste Darstellerin und Bester Nebendarsteller.
Broccoli ist außerdem Vorsitzende von First Light, der Filminitiative für Jugendliche des UK Film Council’s.
ANTHONY WAYE – AUSFÜHRENDER PRODUZENT
Anthony Wayes Zusammenarbeit mit EON Productions erstreckt sich bereits über einen Zeitraum von 25 Jahren und CASINO ROYALE ist sein zehnter Bond-Film.
Anthony Waye ist seit über 40 Jahren ein führendes Mitglied der britischen Filmindustrie und verfügt über eine weit reichende Erfahrung im Bereich der internationalen Filmproduktion. Sein Einsatz bei James Bond begann mit der Arbeit eines First Assistant Director bei In tödlicher Mission und Octopussy. Bei den Filmen Im Angesicht des Todes, Der Hauch des Todes und Lizenz zum Töten arbeitete er als Production Supervisor und wurde bei GoldenEye Associate Producer. Bei Der Morgen stirbt nie und Die Welt ist nicht genug erhielt er die Position des Line Producers. Bei Stirb an einem anderen Tag fungierte er als ausführender Produzent, diese Verantwortung übernahm Waye auch bei CASINO ROYALE.
CALLUM McDOUGALL – AUSFÜHRENDER PRODUZENT
CASINO ROYALE ist der sechste James-Bond-Film, in den der ausführende Produzent Callum McDougall involviert ist. Er begann als Assistant Director bei Der Hauch des Todes (1987) und Lizenz zum Töten (1989). Bei GoldenEye (1995) fungierte er als Unit Production Manager, wurde Production Supervisor bei Der Morgen stirbt nie (1997) und bei Stirb an einem anderen Tag (2002) schließlich Koproduzent.
Callum McDougall begann 1978 in der Filmindustrie und
arbeitete zunächst als Production Runner bei Filmen wie Victor/Victoria
(Victor/Victoria 1983) und der Fernsehserie „Hammer House of
Horror“. In über 20 Filmen war er als Second Assistant Director tätig,
darunter Werke wie Air America (Air America, 1991), The
Witches und The Muppet Christmas Carol (Die Muppets
Weihnachtsgeschichte, 1993), aber auch bei George Lucas’
international gelobter Fernsehserie „The Young Indiana Jones
Chronicles“, bei der er die Rolle des Production
Managers übernahm.
Zu seinen anderen Arbeiten als Unit Production Manager gehören Fierce
Creatures (Wilde Kreaturen, 1997) und 101 Dalmatians (101
Dalmatiner, 1997). Er war Koproduzent des Films The Beach (The
Beach, 2000) und produzierte die Komödie The Parole Officer
(2001).
2004 war McDougall ausführender Produzent des Kinokassenerfolgs Harry Potter and The Prisoner of Azkaban (Harry Potter und der Gefangene von Azkaban, 2004).
ANDREW NOAKES – ASSOciate PRODUZENT
Andrew Noakes begann seine Karriere in der Filmindustrie, in dem er in den Sommerferien für seinen Vater arbeitete, der als Financial Controller bei dem Film Superman (Superman, 1979) tätig war. Er war zunächst als Laufbursche und dann als Büroangestellter 1982 für Octopussy tätig. Seitdem hat er an 26 Filmen mitgewirkt und an jedem Bondfilm seit Octopussy. Bei Der Morgen stirbt nie übernahm er die Position seines Vaters. Dies ist sein erster Film, bei dem er als Associate Producer tätig ist.
PHIL MÉHEUX BSC – KAMERA
CASINO ROYALE ist Phil Méheuxs achte Zusammenarbeit mit Regisseur Martin Campbell. Er hat alle Spielfilme des Regisseurs seit Criminal Law inklusive Wehrlos, No Escape, GoldenEye, Die Maske des Zorro, Beyond Borders und Die Legende des Zorro fotografiert. Méheux arbeitete zum ersten Mal mit Campbell zusammen, als er Black Joy und den kontroversen Film Scum produzierte.
Méheux begann seine Karriere bei der BBC und arbeitete an Serien, Dokumentationen und für Nachrichtensendungen. Im Jahr 1979 wurde er in die British Society of Cinematographers gewählt.
Zu seinen Arbeiten gehören auch The Long Good Friday (Rififi am Karfreitag, 1987), The Saint (The Saint – Der Mann ohne Namen, 1997), Verlockende Falle (Entrapment, 1999) und Around The World In 80 Days (In 80 Tagen um die Welt, 2004).
PETER LAMONT – AUSSTATTUNG
Peter Lamont ist ein Veteran im Rahmen der James-Bond-Filme. CASINO ROYALE ist sein 18. Bond-Abenteuer. Er begann seine Mitarbeit als Zeichner bei Goldfinger und arbeitete seitdem an jedem Bond-Film mit Ausnahme von Der Morgen stirbt nie, denn damals war er für den Film Titanic im Einsatz. Seit In tödlicher Mission ist Lamont als Production Designer tätig.
Lamont gewann für seine Arbeit bei Titanic einen Oscar® und bekam eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie Best Art Direction für Der Spion, der mich liebte. Auch seine Arbeit an Fiddler on the Roof (Anatevka, 1971) und Aliens (Aliens – Die Rückkehr, 1986) wurde geehrt, dafür erhielt er BAFTA-Nominierungen.
Zu seinen weiteren Filmarbeiten zählen Sleuth (Mord mit kleinen Fehlern,1972), The Dove (1974), The Seven-Per-Cent Solution (1976), The Boys from Brazil (The Boys from Brazil, 1985), Sphinx (Der Fluch der Sphinx, 1981), Consuming Passions, (Consuming Passions, 1988), The Taking of Beverly Hills (Boomer-Überfall auf Hollywood, 1992), True Lies (True Lies, 1994) und Wing Commander (Wing Commander, 1999).
STUART BAIRD, A.C.E. – SCHNITT
Stuart Baird arbeitete bereits zuvor mit Regisseur Martin Campbell an dem Boxoffice-Erfolg Die Legende des Zorro (2005) mit Catherine Zeta-Jones und Antonio Banderas zusammen.
Er wurde bereits zweimal für einen Academy Award® nominiert, und zwar für seine Arbeit an Superman (1978) unter der Regie von Richard Donner und für Michael Apteds Gorillas in the Mist (Gorillas im Nebel, 1989) mit Sigourney Weaver. Zu seinen weiteren Filmen gehören Maverick (Maverick, 1994), Lethal Weapon I & II (Zwei stahlharte Profis, 1987; Brennpunkt L.A. Lethal Weapon 2, 1989) und Demolition Man (Demolition Man, 1993).
Als Regisseur drehte er die Filme Star Trek: Nemesis (Star Trek Nemesis, 2003), U.S. Marshals (Auf der Jagd, 1998) und Executive Decision (Einsame Entscheidung, 1996).
LINDY HEMMING – KOSTÜME
Lindy Hemming hat bereits an den vier vorherigen Bond-Filmen GoldenEye, Der Morgen stirbt nie, Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag mitgearbeitet.
Sie gewann für ihre Kostüme des Films Topsy-Turvy (Topsy-Turvy, 1999) von Mike Leigh einen Academy Award® und einen BAFTA Award und arbeitete zudem an den Filmen Meantime, High Hopes (High Hopes, 1990), Life is Sweet (Life is Sweet, 1991) und Nackt mit.
Zu ihren weiteren Arbeiten der letzten Zeit zählen Four Weddings and a Funeral (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, 1994), Lara Croft: Tomb Raider, Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life (Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens, 2003), Harry Potter and the Chamber of Secrets (Harry Potter und die Kammer des Schreckens, 2002) und Batman Begins (Batman Begins, 2005).
Hemming absolvierte die Royal Academy of Dramatic Art, nachdem sie Bühnenmanagement und Design studiert hatte. Sie arbeitete zunächst am Londoner Fringe Theater, doch danach führte sie ihr Weg zur The Royal Shakespeare Company und an das Royal National Theatre. Im Jahr 1982 war sie für ein Jahr bei London Weekend Television tätig, bevor ihre Karriere in der Filmindustrie begann.
DAVID ARNOLD – KOMPONIST
David Arnold hat die Musik von CASINO ROYALE komponiert, arrangiert und produziert. Es ist nach Der Morgen stirbt nie, Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag sein vierter James-Bond-Film.
David Arnold gilt als einer der erfolgreichsten jungen britischen Komponisten und begann seine Karriere, indem er gemeinsam mit seinem Freund Danny Cannon Kurzfilme drehte. Das Schreiben, Orchestrieren und Komponieren der Musik für ihre Filme brachte er sich selbst bei. Im Jahr 1993 erschuf er die Musik für Danny Cannons Spielfilmdebüt Young Americans (Young Americans, 1994), indem er üppige Orchestrierungen mit der Stimme von Björk und ihrem Titelsong „Play Dead“ kombinierte. Diese Mischung war sowohl bei Kritikern als auch bei den Käufern ein Erfolg. Arnold wurde daraufhin angeboten, die Musik von Stargate (Stargate, 1995) zu schreiben, Roland Emmerichs Science-Fiction-Film, der zu einem Kassenerfolg wurde und Arnold seinen ersten BMI Award einbrachte.
Seitdem gilt Arnold in der Filmindustrie als ein talentierter und variantenreicher Komponist, Arrangeur und Produzent, zu dessen Arbeiten die Filmmusik von Shaft (Shaft, 2000), Changing Lanes (Spurwechsel, 2002), 2 Fast 2 Furious (2 Fast 2 Furious, 2003), Die Frauen von Stepford (The Stepford Wives, 2004) und erst kürzlich Michael Apteds Amazing Grace (2006) sowie Venus (2006) unter der Regie von Roger Michell und Hot Fuzz (2007) von Edgar Wright gehören.
Arnold gewann für seine Filmmusik von Der Morgen stirbt nie, Die Welt ist nicht genug, Stirb an einem anderen Tag, Stargate, Independence Day (Independence Day, 1996), Godzilla (Godzilla, 1998) und 2 Fast 2 Furious sieben BMI Awards. Zudem bekam er für Independence Day einen Grammy und kürzlich einen Royal Television Society Award für die Titelmusik der britischen Komödienserie „Little Britain“. Zusätzlich erhielt er für die Musik von The World Is Not Enough (James Bond 007: Die Welt ist nicht genug, 1999) einen Ivor Novello Award.
Außerhalb der Filmwelt hat Arnold es geschafft, sich eine erfolgreiche Karriere als Plattenproduzent und Songwriter aufzubauen und zu erhalten. In diesem Bereich arbeitete er mit einer ganzen Reihe verschiedenster zeitgemäßer Künstler wie k.d. lang, Pulp, Chrissie Hynde, Iggy Pop, Garbage, David McAlmont, Martina Topley-Bird, Natasha Bedingfield, Aimee Mann, George Michael und Damien Rice zusammen.
Der begeisterte James-Bond-Fan produzierte im Jahr 1997 das Album „Shaken and Stirred“, eine Platte mit James-Bond-Filmtitelstücken, das Platz elf in den britischen Album Charts erreichte.
Als Komponist von CASINO ROYALE arbeitet Arnold mit Chris Cornell zusammen und schrieb den Titelsong „You Know My Name“.
CHRIS CORBOULD – SPECIAL EFFECTS UND MINIATURE EFFECTS SUPERVISOR
Chris Corbould hat die Spezialeffekte der letzten vier Bond-Filme überwacht und war in insgesamt elf 007-Filme involviert.
Er arbeitete bei den Bond-Filmen Der Spion, der mich liebte (SFX Technician), Moonraker – Streng geheim (SFX Technician), In tödlicher Mission (Senior Technician), Im Angesicht des Todes (Senior Technician), Der Hauch des Todes (Floor Supervisor), Lizenz zum Töten (2nd Unit Supervisor), GoldenEye (SFX Supervisor), Der Morgen stirbt nie (SFX Supervisor), Die Welt ist nicht genug (SFX Supervisor) und Stirb an einem anderen Tag (SFX Supervisor) mit.
Zu Corboulds weiteren Filmarbeiten als Supervisor gehören The Mummy (Die Mumie, 1999), 102 Dalmatians (102 Dalmatiner, 2000), Lara Croft: Tomb Raider, Tomb Raider: Die Wiege des Lebens und erst kürzlich Batman Begins für Regisseur Christopher Nolan.
GARY POWELL – STUNT-KOORDINATOR
CASINO ROYALE ist der vierte James-Bond-Film für Gary Powell, der bereits als Stuntman bei GoldenEye, Der Morgen stirbt nie und Die Welt ist nicht genug dabei war. Zu seinen herausragenden Arbeiten an früheren 007-Filmen gehören die Panzerjagd in St. Petersburg (GoldenEye) und der Überschlag mit dem Q-Boot auf der Themse in London (Die Welt ist nicht genug).
Powell wurde in eine Familie von Stuntmen hineingeboren und unternahm seinen ersten Stunt im Alter von elf Jahren für einen der „Ist ja irre …“-Filme. Im Laufe der Zeit arbeitete er sich bis zum Stunt-Coordinator hoch. Zu seinen weiteren Filmen zählen: Saving Private Ryan (Der Soldat James Ryan, 1998), Die Mumie, The Mummy Returns (Die Mumie kehrt zurück, 2001) Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Terminator 3: Rise of The Machines (Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, 2003), Harry Potter und der Gefangene von Azkaban (2004), Alexander (Alexander, 2004), Die Legende des Zorro und erst kürzlich Blood and Chocolate.
ALEXANDER WITT –2nd UNIT-regisseur
Alexander Witt kann bereits auf eine Karriere von über 25 Jahren zurückblicken. Er begann als Kameraassistent, wurde erst Camera Operator und schließlich Kamera-mann. Seitdem hat er sich eine großartige Reputation im Bereich Second-Unit-Regie und als Kameramann erarbeitet. 2004 gab er mit dem Film Resident Evil: Apocalypse (Resident Evil: Apocalypse, 2004) mit Milla Jovovich in der Hauptrolle sein Regiedebüt.
Bekannt für seine Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagden und Actionsequenzen verantwortete er als Regisseur des zweiten Aufnahmeteams Filme wie Speed (Speed, 1994) und Speed 2: Cruise Control (Speed 2: Cruise Control, 1997), Twister (Twister, 1996), Gladiator (Gladiator, 2000), Hannibal (Hannibal, 2001), Black Hawk Down (Black Hawk Down, 2002), The Bourne Identity (Die Bourne Identität, 2002), xXx (xXx – Triple X, 2002) und The Italian Job (The Italian Job – Jagd Auf Millionen, 2003). Erst kürzlich arbeitete Witt in dieser Funktion auch bei den Filmen Hidalgo (Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm, 2004) und Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (Fluch der Karibik, 2003).
DEBBIE McWILLIAMS – CASTING-direktorin
Debbie McWilliams hat bereits acht frühere Bond-Filme besetzt: In tödlicher Mission, Octopussy, Im Angesicht des Todes, Der Hauch des Todes, GoldenEye, Der Morgen stirbt nie, Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag.
Zu der beeindruckenden Liste ihrer Filme zählen Superman I und Superman II (Superman II – Allein Gegen Alle, 1981), Ein amerikanischer Werwolf in London, Spies Like Us (Spione wie wir, 1986), Henry V (Henry V, 1990), My Beautiful Laundrette (Mein wunderbarer Waschsalon, 1986), Personal Services, Monty Python’s Life Of Brian (Das Leben des Brian, 1980) und Othello. Zu ihren Fernseharbeiten der letzten Zeit gehört die von Steven Spielberg produzierte Serie „Band of Brothers“ und die Fantasy-Miniserie für Kinder „Dinotopia“.
CHRIS CORNELL – SONGWRITER UND SÄNGER
VON „YOU KNOW MY NAME“
Chris Cornell ist der Sänger, Songwriter und das Gründungsmitglied der Bands Temple of the Dog, Soundgarden und Audioslave. Auf der MTV-Liste „22 Greatest Voices in Music“ erschien er auf Platz 12 vor solchen Ikonen wie David Bowie, Steven Tyler und Bruce Springsteen. Cornell wurde bereits als die „einzige und dynamischste Kraft des Rock’n’Roll, die aus der Grunge Revolution Anfang der 90er Jahre hervorging“ genannt.
Momentan arbeitet er mit Steve Lilliywhite (U2, Rolling Stones) an seinem 13. Album. Cornells Songs wurden bereits bei mehreren Boxoffice-Erfolgen eingesetzt. Dazu gehörten auch Miami Vice (Miami Vice, 2006), Collateral (Collateral, 2004), M:I-2 (Mission: Impossible 2, 2000), Great Expectations (Große Erwartungen, 1998), True Romance (True Romance, 1994), Singles (Singles – Gemeinsam Einsam, 1993) und The Basketball Diaries (Jim Carroll – In den Straßen von New York, 1995).
ORIGINAL MOTION PICTURE SOUNDTRACK
Musik von David Arnold („Independence Day“, „Godzilla“,
„Der Morgen Stirbt Nie“, „Die Welt Ist Nicht Genug“)
Soundtrack erscheint bei Sony Classical
Kat.Nr.: 88697029112
VÖ. 17.11.2006
SINGLE
CHRIS CORNELL „YOU KNOW MY NAME“
Zu Chris Cornell muß man nicht viele Worte verlieren. Nach
Erfolgen mit Soundgarden und Audioslave begibt sich Cornell
ein zweites Mal auf Solowege.
Nach 19 Jahren übernimmt erstmals wieder eine männliche
Stimme den Titelsong zum neuen James Bond Film „Casino
Royal“ (zuletzt war die 1987 der Fall – Aha „The Living Daylights“).
Die unverwechselbare Stimme von Cornell macht „You Know My
Name“ zu einem Bond-Track der Superlative und zu einem der
besten Songs in dieser Kategorie.
„You Know My Name“ - Der neue Song von Chris Cornell
Der Roman zum Film beim Heyne Verlag
Ian Fleming
Casino Royale
Der Roman zum Film
224 Seiten + 16 Seiten Farbbilder
ISBN 3-453-50037-7
ab November 2006 im Buchhandel erhältlich
Internet-Adresse: http://www.heyne.de
Das Buch
James Bond soll in seinem ersten Fall am Spieltisch Politik machen. Sein Gegenspieler ist der von der Sowjetmacht unterstützte französische Gewerkschaftsboss Le Chiffre. Dieser hat in die – von den Sowjets gesponserte – Gewerkschaftskasse gegriffen, was diese überhaupt nicht mögen, weshalb sie einen Killertrupp auf ihn ansetzen. Le Chiffre sieht nur noch einen letzten Ausweg – er muss das Geld im Casino zurückgewinnen. Dazu begibt er sich nach Royale-les-Eaux. Daraufhin entsendet der britische Geheimdienst James Bond, der, von CIA und dem französischen Geheimdienst unterstützt, am Bakkarat-Tisch verhindern soll, dass Le Chiffre seinen Hals aus der Schlinge zieht.
Der legendäre erste 007-Roman von Ian Fleming gilt unter den Fans bis heute als einer seiner besten.
Zum Autor
Ian Fleming, geboren am 28. Mai 1908 in London als Sohn eines Bankiers, studierte in München und Genf Psychologie. 1933 ging er als Korrespondent für die Nachrichtenagentur Reuters nach Moskau, bevor er während des Zweiten Weltkrieges als hochrangiger Verbindungsoffizier beim britischen Geheimdienst war. 1952 erschuf er die legendäre Heldenfigur des Geheimagenten James Bond, am 13. April 1953 erschien mit »Casino Royale« der erste Roman der Erfolgsserie, die bis heute ein Millionenpublikum begeistert. Bis zu seinem Tod am 11. August 1964 verfasste Fleming 14 Bond-Romane.

