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Dead Or Alive Trailer

FSK Film: 12 | Länge: 83 Min |
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TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 
 

Schauspieler:Eric Roberts, Jaime Pressly, Sarah Carter, Natassia Maltke, Kane Kosugi, Brian White, Matthew Marsden, Steve Howe, Devon Aoki, Holly Valance




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Infos zum Film

 

So unterschiedlich sie auch sein mögen, bereits am Vorabend des geheimen und illegalen Martial-Arts-Wettbewerbs namens "Dead or Alive" merken die gewiefte Wrestlerin Tina Armstrong (JAIME PRESSLY), die clevere Trickdiebin Christie Allen (Popsängerin HOLLY VALANCE in ihrer ersten Kinorolle) und die japanische Prinzessin Kasumi (DEVON AOKI), dass sie nur zusammen wirklich stark und effektiv sind. Kaum per Fallschirm aus einem Flugzeug über einer einsamen Insel irgendwo im südostasiatischen Meer gesprungen, müssen sie vor Sonnenuntergang eine steile Felswand mit einem Buddha-Kopf an der Spitze erklimmen. Falls sie dies nicht schaffen, werden sie das Turnier nicht erleben, wurde ihnen an Bord süffisant mitgeteilt. Also raufen sie sich zusammen, im Rücken die untergehende Sonnenscheibe, und erreichen mit allerhand akrobatischen Tricks völlig außer Atem die Spitze des Felsens.

 

Die muskelbepackten Herren der Schöpfung haben es da leichter. Auf der exotischen Dschungelinsel versammelt sich nach und nach ganz gemütlich das Who-is-Who der Weltklasse-Athleten, die um den mit zehn Millionen Dollar ausgeschriebenen Preis konkurrieren. Unter den Teilnehmern sind der vorlaute Streetfighter Zack (gespielt vom ehemaligen Profi-Footballspieler BRIAN WHITE), der rabiate Schläger Bayman (Australiens „stärkster Mann“ DEREK BOYER), die blondierte Kampfmaschine Leon (Taekwondo-Champion SILVIO SIMAC) und der gutmütige Muskelprotz Bass (Profi-Wrestler KEVIN NASH), der nur teilnimmt, um seine Tochter Tina vom Sport abzubringen. Und schließlich taucht noch Christies ehemaliger Komplize und Lover Max (MATTHEW MARSDEN) auf, der sie in einem Hongkonger Nobelhotel fast der Polizei ausgeliefert hat. Max ist allerdings weniger am 10-Millionen-Dollar-Preisgeld interessiert, sondern an der mit 100 Millionen Dollar prall gefüllten geheimen Tresorkammer des DOA-Konzerns. Bald hat der smarte Max sogar der noch immer erzürnten Christie den Coup schmackhaft gemacht.

 

Weniger ums Geld als vielmehr um die Familienehre geht es der sympathischen Extremsportlerin Helena Douglas (SARAH CARTER), Tochter des eigentlichen Initiators des Mega-Wettkampfs, der vor einem Jahr plötzlich ums Leben gekommen ist. Für Max und Christie entpuppt sich die mit rätselhaften asiatischen Schriftzeichen tätowierte Helena bald als lebendiger „Schlüssel“ zur Tresorkammer.

 

Das Hirn des anscheinend nur mit menschlicher Muskelkraft ausgetragenen Knockout-Turniers ist der undurchsichtige Wissenschaftler Dr. Victor Donovan (ERIC ROBERTS), der sich zunächst als wahrer Gastgeber entpuppt, aber in seiner Video-Zentrale alle Personen und Zimmer genau überwacht. Donovans Assistent ist der gutmütige Computerfreak Weatherby (STEVE HOWEY), der insgeheim in Helena, die Tochter seines verstorbenen Arbeitgebers, verliebt ist.

 

Während alle Athleten und Turniergäste in der Regel als Einzelkämpfer (oder wie Christie und Max zähneknirschend als „Team“) auf- und gegeneinander antreten, verfügt die zierliche Prinzessin Kasumi über einen eigenen Leibwächter: Der ihr treu ergebene Hayabusa (KANE KOSUGI) beschützt mit seinem Leben die eigensinnige Adelige, die auf die Insel gekommen ist, um die Wahrheit über ihren Bruder Hayate (COLLIN CHOU) herauszufinden, der seit dem letzten „Dead or Alive“-Turnier als verschollen gilt. Seit sie die Schwelle ihres Palastes übertreten hat, ist Kasumi für ihren Familienclan allerdings eine tote Person. Den ungeliebten Killerauftrag hat die Palastwächterin Ayane (NATASSIA MALTHE) zu erledigen, die Kasumi heimlich auf die Insel gefolgt ist.

 

Nach den ersten Wettkämpfen, in denen unter anderem Tina gegen ihren Vater Bass siegreich antritt und – quasi nebenbei – dem frechen Streetfighter Zack einen gehörigen Denkzettel verpasst, kristallisieren sich Tina, Christie und Kasumi als knallharte Favoritinnen heraus. Doch die drei Kämpferinnen sowie Helena, die leider der stärkeren Christie unterlegen ist, werden sich trotz aller sportlichen Gegnerschaft immer sympathischer.

 

Das harte, aber herzliche Turnier nimmt eine fatale Wendung, als Hayabusa, der über den Verbleib von Kasumis Bruder Nachforschungen anstellt, verschwindet. Bald darauf tauchen sogar Tina, Christie und Kasumi nicht mehr auf. Und als Helena und ihr schüchterner Verehrer Weatherby von männlichen und weiblichen Ninja-Kriegern angegriffen werden, wird klar, wer hinter den Anschlägen steckt: Victor Donovan!

 

Der skrupellose Wissenschaftler brachte nicht nur seinen Chef, Helenas Vater, ums Leben, weil dieser vor einer Brutalisierung des Turniers gewarnt hatte, sondern entführte auch Kasumis Bruder Hayate, um an ihm seine neue Wunderwaffe auszuprobieren. Mit einer Art Cyber-Brille ist Dr. Donovan in der Lage, die Körperbewegungen und Kampfschritte seiner unfreiwillig mit Nanobots gespickten Gegner vorherzusagen. Das „Dead or Alive“-Turnier fungiert in Wahrheit als ein Experiment mit menschlichen Versuchskaninchen, um potenzielle Käufer auf der ganzen Welt für die neue ultimative Waffe zu begeistern.

 

Während Donovan gegen den geschwächten Hayate einen unfairen Kampf bestreitet, versuchen die knapp mit dem Leben davongekommenen Liebenden Helena und Weatherby, ihre in elektronischen Kammern gefangengehaltenen Kameraden Tina, Christie, Kasumi und Hayabusa zu befreien. Doch dann wird plötzlich der Selbstzerstörungsmechanismus der Anlage aktiviert…

 

 

ÜBER DIE PRODUKTION

 

 

Die Realität der Virtual Reality

 

Die Helden aus der erfolgreichen Tecmo-Videospiel-Serie "Dead or Alive®" sind in der für Impact Pictures, einer Tochterfirma von Constantin Film, produzierten Verfilmung von Regisseur Cory Yuen („The Transporter“) für das Kino lebendig gemacht geworden. Fast durchweg gefilmt in den chinesischen Zhejiang Hengdian World-Studios sowie vor der wundervollen Naturkulisse des Yuzi-Paradieses in Guilin, vereint das Action-Kinoabenteuer DEAD OR ALIVE ein internationales Cast von aufstrebenden Stars und Weltklasse-Athleten. Alle zusammen liefern die außerordentlichsten Martial-Arts-Kampfszenen, die jemals auf Film gebannt wurden.

 

Regisseur Yuen, der seine Karriere als Stunt-Double für niemand Geringeren als die Martial-Arts-Ikone Bruce Lee begann, gehört mittlerweile zu jenen respektierten Filmemachern und Kampfchoreographen, die in der China Drama Academy ausgebildet wurden (einer seiner Mitabsolventen war auch Jackie Chan). Yuens bislang hochgelobtes Talent als furioser Action-Filmer erreicht mit DEAD OR ALIVE – buchstäblich – neue Höhen.

 

Die "Dead or Alive®"-Reihe aus der japanischen Software-Schmiede Tecmo wurde vom Internetportal www.gamespot.com als "eines der visuell erstaunlichsten und tiefgründigsten Kampfspiele" bezeichnet, das "mit prächtigen Szenerien, blendenden Effekten und außergewöhnlichen Charakteren" auf den Markt gebracht wurde. Fans auf der ganzen Welt nahmen dieses Spiel begeistert auf und haben es mit sechs Millionen Kopien zu einem der bislang meistverkauften Videospiel-Serien gemacht.

 

Für Produzent Paul W.S. Anderson ist einer der Gründe, warum er und seine Partner so begeistert davon waren "Dead or Alive" auf die Leinwand zu bringen folgender: "Wir sind alle große Fans dieses Videospiels und ich selbst habe es oft genug gespielt. Tatsächlich ist es multikulturell angelegt, denn unterschiedliche Menschen kommen dort zusammen. Während der Produktionsphase taten wir dann genau dasselbe: Wir heuerten von überall her das beste Team an."

 

Eine der Herausforderungen, um aus dem interaktiven Videospiel einen Kinofilm zu machen, war die Schaffung eines soliden erzähltechnischen roten Fadens. Dieser musste zwar aus einer einzigen erzählerischen Quelle stammen, die allerdings auf Basis der gewollten spontanen Interaktionen der Video-Gamer derart konzipiert ist, dass mehrfache Plots und Spieleffekte möglich sind. Regisseur Cory Yuen packte dieses dramaturgisch schwierige Vorhaben auch, wen wundert's, mit eiserner Hand an. "Das Spiel selbst wird ja durch ein menschliches Wesen gesteuert, was an sich schon erstaunlich ist – aber dieser Film ist wirklich sehr ALIVE. Er ist weitaus menschlicher angelegt als das Spiel, das auf einem PC oder einer Xbox gespielt wird." Und Yuen fügt hinzu: "Die Action ist zwar die Grundlage des Films, aber die Freundschaft unter den Mädchen und die Tatsache, wie und warum sie sich von Konkurrentinnen zu Freundinnen weiterentwickeln, ist ebenfalls ein wichtiges Element."

 

Und dann gab es noch die Herausforderung bei den Special Effects: Wie lassen sich zeitgemäße CGI-Animationen (Computer Generated Imagery) mit lebendigen Menschen an echten Schauplätzen neu darstellen? Den eher einfachen Weg verwerfend, die meisten Actionszenen vor einem grünen Hintergrund im Studio aufzeichnen zu wollen, entschied sich Yuen vielmehr für die einzigartigen Möglichkeiten, die ihm sportliche Schauspieler bieten können. Sie sind ja genau dafür ausgebildet, um atemberaubende Stunt-Szenen vor einer beeindruckenden Landschaftskulisse zu absolvieren. Er lehnte es ab, sich durch reale oder eingebildete Beschränkungen von der Verwirklichung eines lebensechten Spielfilms abhalten zu lassen. "Wenn man Geld und Phantasie hat, kann man alles erreichen", bringt es Yuen auf den Punkt.

 

Der Herausforderung, aus einem Computerspiel einen Kinospielfilm zu entwickeln, war natürlich auch die Besetzung unterworfen - vier Sprachen wurden auf dem Set gesprochen: Englisch, Kantonesisch, Mandarin und Deutsch. Zugleich übte die Ehre, als erste westliche Filmproduktion überhaupt in den berühmten chinesischen Hengdian World-Studios drehen zu dürfen, einen nicht unbeträchtlichen Druck auf das Team aus. Yuen gibt einerseits zu, dass es sicherlich einfacher gewesen wäre, die dramatischen Kampfsequenzen im Rahmen der Postproduktion künstlich nachzustellen. Aber jeder, der Yuens Mitarbeit am erfolgreichen internationalen Action-Thriller „The Transporter“ verfolgt hat, begreift andererseits, dass das Wort "einfach" kein Bestandteil im Wortschatz dieses Meisterregisseurs ist.

 

"Die Charaktere im Spiel und im Film sind sich zwar sehr ähnlich, aber diese zwei Medien sind eben auch sehr unterschiedlich", erläutert Yuen. "Es ist verhältnismäßig einfach, heutzutage einen Actionfilm zu realisieren, wenn man CGI einsetzt. Das war natürlich anders, als ich beim Film anfing. Damals musste noch eine ganze Abteilung von Zeichnern sorgfältigst jedes Filmbild nachbearbeiten, um die für die Kampfszenen gespannten Drähte zu übermalen. Allerdings gibt es auch eine weniger schöne Seite bei der Verwendung von Computer Generated Imagery (CGI): Sie ist längst nicht so aufregend wie das reale Arbeiten. Wenn Schauspieler vortäuschen müssen, dass eine Situation rasant oder sogar gefährlich ist, wird das Publikum in der Regel diesen Unterschied bemerken – egal wie gut die Schauspieler agieren."

 

"Ich habe mein ganzes Leben lang Videogames gespielt, und 'Dead or Alive' ist einfach ein geniales Kampfspiel", meint Hayabusa-Darsteller Kane Kosugi. "Verglichen mit anderen Spielen sind die Girls hier alle auch noch wirklich stark. Jeder dieser Charaktere ist anders angelegt, und daher bin ich sehr begeistert, an diesem Film mitgewirkt zu haben, weil alle Schauspieler wie ihre Spielcharaktere aussehen und ihre Bewegungen genau einstudiert haben."

 

Zack-Darsteller Brian White bringt das ‚Vom-Spiel-zum-Kinofilm-Verwandeln’ für DEAD OR ALIVE kurz und knapp auf den Punkt: "Es war ein vollkommener Spaß. Und ich bin der Meinung, dass wir bei einem Film wie unserem, dessen Dreharbeiten nun einmal so viel Spaß bereiteten, nichts anderes als alles richtig gemacht haben!"

 

 

Der Live-Charakter von "Dead or Alive"

 

Auch wenn sich Cory Yuens eigenwillige und kompromisslose Methode des Actionfilmens durch den gesamten Film zieht, müssen sich die vielen treuen Fans des "Dead or Alive"-Spiels keine Sorgen machen, dass in der Leinwandadaption allzu viel verändert worden ist. Alle ihre Lieblingskämpfer sind weiterhin auch als solche erkennbar. "Wir sehen exakt so aus wie die Charaktere im Spiel", erklärt etwa Holly Valance. "Es ist wirklich erstaunlich, wie wir Schauspieler mithilfe von Frisuren, Make-up und Garderobe in diese Spielfiguren verwandelt wurden."

 

Valance gibt indes auch zu, dass sie vor dem Dreh das Spiel nicht kannte. "Ich bin kein großer Game-Fan", sagt sie. Aber im Laufe der Dreharbeiten hat sie dann doch die Leidenschaft gepackt. "Ich habe eine Menge anderer Spiele ausprobiert, nur um herauszufinden, dass 'DOA' letztlich dasjenige ist, das ich auch wirklich bedienen kann. Also spiele ich es mittlerweile regelmäßig und bin recht gut dabei geworden."

 

Devon Aoki wurde durch ihren kleinen Bruder in die Welt von "Dead Or Alive" eingeführt. "Er war damals 15 und ein großer Fan. Er erklärte mir, dass Prinzessin Kasumi wirklich cool sei und er mich töten würde, wenn ich nicht am Vorsprechen für die Verfilmung teilnähme! Nachdem ich die Rolle bekam, habe ich das Spiel mit meinem Bruder zum ersten Mal gespielt. Und dabei ist mir klar geworden, warum es so viele Fans davon gibt. Daher haben wir versucht, unsere Charaktere so nah wie möglich an den Spielfiguren auszurichten."

 

Auf dem Set wurden die Schauspieler sogar mit Xbox-Spielkonsolen ausgerüstet, auf denen "Dead Or Alive" installiert war. "Es ist in der Tat surreal, mit dem Rest der Besetzung irgendwo herumzusitzen und seinen eigenen Spielcharakter nachzuspielen", sagt Brian White, der im Film den Straßenkämpfer Zack verkörpert. "Klar, es ist ein tolles Spiel – mit schnellen Schnitten und voller Action." Aber es gab seiner Meinung nach einen viel wesentlicheren Grund, die Schauspieler am Desktop spielen zu lassen. "Als ich Zack im Game nachspielte, konnte ich mir einige seiner Bewegungen und seine Angewohnheiten aneignen, um diese letztlich in meinen Filmcharakter zu transferieren", sagt White.

 

Sarah Carter meint ihrerseits, den wahren Grund für den Erfolg des Spiels zu kennen. "Alle Charaktere sind mit einer solchen Detailgenauigkeit entwickelt worden. Alle weisen ihre jeweils eigene Art des Kämpfens oder ihrer Garderobe auf, und zudem hat jede Person eine persönliche Hintergrund-Story. Daher ist es für mich wichtig, dass man sich in seiner Rolle auch wie ein Kämpfer fühlt."

 

Holly Valance schließt sich dieser Meinung an, indem sie die Wichtigkeit der Beibehaltung von Aussehen und Charakter-Persönlichkeit unterstreicht. "Ich habe mir die Beschreibung von Christie auf allen Internet-Foren angesehen. Dabei konnte ich auch jede Meinung über ihre Persönlichkeit und darüber, wie sie für die Fans zu sein hat, genau studieren. Es ist wirklich eine Herausforderung gewesen, weil es so viel 'Leben' darzustellen galt. Die Fans kennen nämlich ihre Figuren aus dem Effeff."

 

Natassia Malthe musste die Rolle und vor allem den einzigartigen Look von Ayane übernehmen. "Ich selbst trage langes schwarzes Haar, daher war ich ein wenig skeptisch, als ich einen kurzen violetten Haarschnitt verpasst bekommen sollte. Aber meine Frisur kam dann ganz groß heraus. Und ich liebe diese Kostüme, weil sie so glatt, fest und sexy sind. Gleichzeitig kann man sich in ihnen aber auch hervorragend bewegen."

 

Mit einer Körpergröße von 2,08 Metern musste sich der Profiwrestler Kevin Nash nicht gerade selbst "verlängern", um in die Rolle der Spielfigur Bass schlüpfen zu können. "Der Videospiel-Charakter ist ja ebenfalls Profiwrestler. Vor zwei Jahren hatten mein Sohn und ich das Spiel bereits gespielt, und als man mich dann einlud, einige Dialoge des Bass probehalber zu sprechen, wusste ich genau, was mich erwartete. Und fünf Tage später saß ich im Flugzeug Richtung China!"

 

Matthew Marsden verkörpert die Rolle von Max, der sich charakterlich sehr von den anderen Figuren unterscheidet. "Er ist ein Spaßvogel, daher ist diese Rolle eher komödiantisch angelegt, zumal Max selbst ja nicht kämpft. Das war nun eine tolle Angelegenheit im Vergleich zu der Körpergröße der anderen Kerle im Film", gibt Marsden scherzend zu.

 

Einer jener "anderen Kerle" ist Derek Boyer, der die Rolle des Bayman übernommen hat. Boyer vertrat seine Heimat Australien in der "World's Strongest Man Competition", zudem hält er einen Eintrag im "Guinness-Buch der Rekorde", weil er das schwerste Fahrzeug der Welt (ein 52-Tonnen-Truck) eigenhändig von der Stelle bewegte. Aus einer Laune heraus wollte Boyer sich auch in der Schauspielerei versuchen. Nachdem er als Debütant erste Probeaufnahmen absolviert hatte, wurde er auf der Stelle für DEAD OR ALIVE verpflichtet. "Das war eine ungemein wichtige Erfahrung, die ich sehr genossen habe. Ich habe jeden meiner Kollegen genau beobachtet, habe alles aufgesogen und dabei einen kühlen Kopf bewahrt. Aber eigentlich sollte man dies sowieso immer tun, wenn man sich für ein neues Terrain interessiert", sagt Boyer. "Überdies weiß ich genau, wie die Videogame-Fans ihren Bayman betrachten. Daher war es nicht schwer, in dessen Haut zu schlüpfen und gleichzeitig meine eigene Interpretation dieser Rolle zu spielen. Ich glaube, ich habe das ganz gut hinbekommen."

 

 

Das Wort "Training" erhält eine völlig neue Bedeutung

 

Authentizität hat ihren Preis, was auch die Schauspieler von DEAD OR ALIVE am eigenen Leib erfahren durften. Alle Cast-Mitglieder wurden nämlich einem strapaziösen Trainingsprogramm unterzogen, um sie für ihre Real-Life-Rollen und für jene extremen Martial-Arts-Kunstfähigkeiten fit zu machen, die schließlich auch von ihren digitalen "Kollegen" im Spiel absolviert werden.

 

Natürlich erfreuten sich während der Dreharbeiten alle Haupt- und wichtigen Nebendarsteller bester Gesundheit und waren körperlich in Topform. Jaime Pressly, die die Super-Catcherin Tina Armstrong verkörpert, trainiert bereits seit Jahren als Turnerin, Tänzerin und Kickboxerin. Sarah Carter, im Film die furiose Rollerbladerin Helena Douglas, war früher eine professionelle Tänzerin beim kanadischen Royal Winnipeg Ballett. Und Model-Schauspielerin Devon Aoki kann auf eine Ausbildung in fernöstlichen Kampftechniken zurückblicken, doch war sie während der Dreharbeiten eine unter den Ersten, die zugeben musste: "So hart trainiert wie für diesen Film habe ich bisher in meinem Leben noch nie."

 

Drei Monate bevor die Kameras liefen, begannen die Schauspieler mit ihrem intensiven Trainingsprogramm. "Jeder von uns bekam drei Stuntleute zugeteilt, die uns trainierten", berichtet Aoki. "Während des ersten Teils unseres Trainings konzentrierten wir uns auf die Stärkung unseres Kreislaufs mit Hilfe von Springseil-, Lauf- und Dehnungsübungen. Später waren die regulären Kampftechniken an der Reihe: Faustkampf, Kickboxen und traditionelles Boxen, immer vor dem Hintergrund der vorgegebenen Martial-Arts-Bewegungen. Am Ende gab es noch ein Gewichtetraining mit einem Bodybuilder. Das war ziemlich kräftezehrend."

 

Zum Vergleich: Für ihren vorletzten Film „Sin City“, bei dem sie ebenfalls einen Großteil der Stuntszenen selbst übernommen hat, trainierte Devon Aoki lediglich zwei Wochen!

 

Laut Jaime Pressly wurde das intensive Körpertraining sogar noch härter, als die Schauspieler an ihrem Arbeitsplatz in China eintrafen. Zuletzt umfasste die tägliche Trainingszeit bis zu neun Stunden. "Ich bin mein ganzes Leben eine Sportlerin gewesen, mit Tanz, Turnen und Kickboxen. Trotzdem war dieses Training für mich eine ziemlich harte Zeit, die wir für den Film nichtsdestotrotz durchziehen mussten. Aber auch eine Hilary Swank hatte schließlich hart trainieren müssen, um als Boxerin in „Million Dollar Baby“ wirklich authentisch rüberzukommen."

 

Holly Valance erzählt, dass die Vorbereitungen auf ihre Rolle der Trickdiebin Christie beides zugleich waren: lohnenswert und – sehr schmerzvoll. "Wir trainierten fünf bis sechs Stunden am Tag – und das über Monate! Ich habe dabei Schmerzen in Teilen meines Körpers kennen gelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren. In den ersten drei Wochen unserer Trainingsphase war ich fast am Ende. An den freien Wochenenden musste ich mehr Zeit dafür aufwenden, meine blauen Flecken mit Make-up zu übertönen, als ich normalerweise brauche, um mein Gesicht zurechtzumachen", lacht sie im Nachhinein. Letztlich hat sie sich jedoch durch das Powertraining durchgebissen und war selbst überrascht über die Resultate. "Es war spannend mitanzusehen, wie ein strammes Training den eigenen Körper verändert. Man fühlt sich danach so leistungsfähig wie nie zuvor."

 

Das auszehrende Fitnesstraining hatte sich also ausbezahlt. Die Schauspieler konnten bald die meisten ihrer Stunts selbst ausführen, etwa das Hochklettern an Klippen, das Herunterspringen von Balkonen, Fallschirmspringen oder das Klettern über hohe Mauern. Sarah Carter war dann auch dankbar für das Training, denn in einer Szene hatte sie gegen 24 Ninja-Wächter und Geishas anzutreten – und das auf den Absätzen von 450 Betonstufen, die eigens an einem Tag errichtet worden sind. "Ich musste zwei 7,5 Kilogramm schwere Samuraischwerter in den Händen halten und hatte mich daher für diese Kampfszene sehr zu konzentrieren. Es war definitiv eine schwierige Angelegenheit, aber ein Adrenalinstoß kommt eben nicht ohne die dazugehörige Herausforderung. Die Stunts waren wirklich fantastisch."

 

Trotzdem bleibt im Nachhinein die Frage im Raum stehen, ob es nicht einfacher gewesen wäre, wenn man professionelle Stuntleute verpflichtet hätte. "In erster Linie haben Schauspieler nur Schauspieler zu sein. Regisseur Cory Yuen und ich stimmten überein, dass das Spielen höchste Priorität haben muss", erklärt Produzent Jeremy Bolt.

 

"Ich fand es aber zugleich angemessen, die Darsteller eine so lange Zeit trainieren zu lassen. Mir war von Anfang an klar, dass sie alle jung und gesund waren und dass wir sie mit Hilfe von Corys unglaublichen Trainern in Topform bringen konnten", so Bolt weiter. "Aber die Hauptsache blieb die Ausarbeitung der Rollen. Denn letztlich kennen die Fans die Spielfiguren und deren Hintergrundgeschichten. Daher müssen die Schauspieler absolut überzeugend in ihren Rollen agieren."

 

Aber nicht alle Darsteller waren Novizen in fernöstlicher Kampfkunst. "Kane Kosugi und Collin Chou sind großartige Kampfkünstler. Und Jaime Pressly ist vermutlich die beste Fighterin auf der Welt. Alle drei hatten bereits vor den Dreharbeiten eine Ausbildung auf diesem Gebiet. Die anderen mussten allerdings die Martial-Arts von der Pieke auf lernen", sagt Bolt.

 

Kane Kosugi, selbst Träger eines Schwarzen Gürtels in Tae Kwon Do und Karate, war nach eigenen Worten ziemlich baff, als er das erste Mal seinen Kolleginnen gegenüberstand. "Als ich in China eintraf, hatten wir gleich eine komplette Trainingseinheit zusammen. Und sie waren wirklich gut, super in Form und muskulös, und auch ihre Faustschläge und Tritte waren nicht von schlechten Eltern. Ich war echt überrascht und sogar ein wenig besorgt. Daher beschloss ich, eben noch härter zu trainieren!"

 

Auch Brian White war hin und weg von den kämpferischen Fähigkeiten der weiblichen Darsteller. "Ich denke, die Leute werden überrascht sein, wenn sie den Film zu sehen bekommen. Diese Mädchen sind richtig taff!"

 

 

Ein kleines, aber bald gelöstes Übersetzungsproblem!

 

Während jedes englischsprachige Mitglied des Schauspielerensembles einen persönlichen Übersetzer für die chinesische Hochsprache Mandarin zugeteilt bekam, musste auch Regisseur Cory Yuen die Hilfe eines Übersetzers in Anspruch nehmen, um mit seinem Team zu kommunizieren, da er kein sicheres Englisch spricht. Für Jaime Pressly aber war das gar nicht schlimm. "Ich habe Cory auch ohne Übersetzer verstanden. Er ist nämlich auf seine Weise sehr charismatisch", findet sie. Einmal, so fügt sie an, kam während einer "Diskussion" über eine anstehende Kampfszene eine Übersetzerin ans Set, die auch gleich mit ihrer Arbeit begann. "Ich erklärte ihr, dass ihre Anwesenheit überhaupt nicht notwendig sei. Denn ich konnte ganz genau von Corys Augen ablesen, was er von mir verlangte."

 

Um jedoch sicherzustellen, dass keine Anweisung im Strudel der Übersetzungen verloren ging, führte Yuen ein besonderes Storyboard-System ein, um optisch deutlich zu machen, wie er sich die jeweiligen Szenen gedacht hatte. "Weil es dann doch für viele Schauspieler neu war, während des Drehs die vorgegebenen Kampfbewegungen auszuführen, sah ich im Gebrauch von Storyboards eine wesentliche Erleichterung", sagt Yuen. "Durch dieses Hilfsmittel konnten wir eventuelle Kommunikationsbarrieren überwinden. Auch wenn man einen bestimmten Bewegungsablauf noch so gut in Worten auf seine visuelle Auflösung hin erklärt, so verstehen einen die Schauspieler meist wesentlich besser, wenn sie ihn bildhaft vor Augen haben." Also wurden an jedem Abend die für den nächsten Tag anstehenden Dialoge zusammen mit Close-up-Zeichnungen der jeweiligen Gesichtsmimik an die Schauspieler ausgeteilt.

 

Collin Chou, ein Schauspieler mit einem beträchtlichen Erfahrungsschatz in fernöstlichen Kampftechniken, gibt Yuen gewaltige Vorschusslorbeeren für dessen choreographische Planung. "Cory und ich haben einen langen Weg zusammen zurückgelegt. Er hatte mich bereits mit 18 Jahren für meine erste Rolle verpflichtet. Unsere Beziehung ist sehr eng und ich kann mich daher auch gut in seine Gedankenwelt hineinversetzen. Wir waren ein großartiges Team."

 

"Er ist ein Genie und ein Visionär. Und er ist der fantastischste Regisseur, mit dem ich bis dahin gearbeitet habe", erklärt Sarah Carter. "Ich hatte nie ein Problem, ihn zu verstehen. Er geht an jede Einstellung mit der gleichen Leidenschaft heran, und dabei legt er mehr Energie an den Tag als mancher seiner Kollegen. Wer sich diesen Film anschaut, wird nicht glauben, dass die Actionszenen wirklich real sind und nicht per CGI nachbearbeitet."

 

Als Martial-Arts-Künstler und selbsternannter Spiritualist teilt auch Silvio Simac die Einschätzungen seiner Mitschauspieler. "Cory weiß wirklich, wie er das Beste aus seinen Darstellern herausholen kann. Er kitzelt alle Stärken aus ihnen, und er ermuntert sie dazu, sich umfassend vorzubereiten und genügend zu üben. Ich schätze diese Arbeitsweise sehr, wie er Dinge visualisiert und wie er somit Magie auf die Leinwand zaubert."

 

Eric Roberts ist davon überzeugt, dass es eben genau Yuens vielfältige Erfahrung als Martial-Arts-Experte, Stuntman, Schauspieler und vor allem als Regisseur ist, die sich in dieser besonderen Art des Filmemachens niederschlägt. "Seit den Filmen von Bruce Lee hat man nicht mehr solche Actionszenen gesehen wie in unserem Film. Cory Yuen und seine Armee aus Stuntleuten sind unglaublich. Er hat wirklich einen Film über die Schönheit des fernöstlichen Kampfsports zustande gebracht, und das beharrlich unter den Vorgaben des Videospiels 'Dead or Alive'. Die Actionszenen jedenfalls sind atemberaubend. In den Händen eines Meisterchoreographen wie Cory Yuen wird es dann auch verständlich, warum man diese Sportarten Kampfkünste nennt. Es ist so, als würde man sich Kunstwerke ansehen."

 

 

Dreharbeiten In China: West meets East

 

Auch wenn Cory Yuen ganz zu Anfang konstatierte, dass DEAD OR ALIVE gut auch an anderen Schauplätzen – etwa in den Vereinigten Staaten oder in Australien – hätte gedreht werden können, entschied er sich trotzdem ganz bewusst, den Film in China zu drehen. "In unserem Film haben etliche der Charaktere einen asiatischen Hintergrund, und zudem sind die Kostüme nach orientalischen oder japanischen Vorlagen konzipiert", sagt er. "Zudem kenne ich China und kann daher hier die Arbeitsqualität und das Budget viel besser kontrollieren."

 

Der Wunsch, die fernöstliche Authentizität beizubehalten, um dem Film eine asiatische bzw. orientalische Note zu verleihen, war also der Hauptgrund, um die Dreharbeiten durchgängig an Standorten in China bzw. in Hongkong anzusiedeln. Die meisten Einstellungen wurden in den Hengdian World-Studios realisiert, wo auf einem beeindruckenden 25,6 Quadratkilometer großen Freigelände 13 Einzelsets errichtet waren, darunter auch die Kulisse der "Verbotenen Stadt" in Peking, in der bereits der umjubelte Kinofilm „Hero“ gedreht wurde.

 

Eine weitere atemberaubende Location war das Yuzi Paradise, das am Rande der südchinesischen Stadt Guilin zu finden ist. Diese Region ist bekannt für ihre erstaunlichen Landschaftsformationen, ihre üppige Vegetation und ihre merkwürdig geformten Karsthügel. Das Yuzi Paradise ist zudem Enklave für weltberühmte Bildhauer, die ihre Skulpturen ganz bewusst in dieser Idylle realisieren, wo sich Kunst und Umwelt gegenseitig befruchten.

 

Production Designer James Choo begann rasch, einen Filmlook zu kreieren, der westliche und asiatische Stile vereint. Dabei hatte er immer die besondere Nähe zum Sujet im Hinterkopf, damit der Film DEAD OR ALIVE auch von der Game-Fangemeinde akzeptiert werden würde. Choo suchte nach einem zeitgemäßen und kurzweiligen Mix der Kulturen. "Wir haben ganz bewusst Einstellungen vor dem Hintergrund großartiger Palastanlagen mit zeitlosen orientalischen Motiven mit Drehplätzen kombiniert, die wiederum einen deutlich modernen westlichen Touch haben: etwa das Innere eines Düsenjets oder das High-Tech-Hauptquartier von DOA", erläutert Choo. "Wir wollen die Aufmerksamkeit des Publikums von der Vergangenheit auf die Gegenwart und letztlich in eine phantastische Zukunft lenken."

 

Kostümdesigner Frank Helmer leitete seinerseits eine Mannschaft aus zehn ausgesuchten Schneidern, die für die Kreation der Originalkostüme zuständig waren. Ungefähr 80 Prozent der Kostüme mussten für DEAD OR ALIVE neu konzipiert und genäht werden. "Die Materialien waren hauptsächlich Seidenstoffe (Charmuse, Pupioni, Chinaseide und Brokate) sowie Leinen. Die 200 Kostüme für die Ninja-Kämpfer basierten ihrerseits auf einer- meiner Ansicht nach gelungenen- Mischung aus Baumwolltuch mit Lederapplikationen und wohlgeformten Kunststoffrüstungen, verziert mit zeitgenössischen Motiven. Nicht zu vergessen die Seidenschärpen und Stirnbänder."

 

Helmer ließ sich für den Look seiner Kostüme ebenfalls von den Vorgaben des Games inspirieren. Er stand dabei vor der gewaltigen Herausforderung, die digitalen Vorgaben für echte menschliche Schauspieler, die zudem noch unter extremen Belastungen agieren, zu realisieren. "Wir mussten sicherstellen, dass diese Kleidungsstücke auch die intensivsten Actionsequenzen überstehen, andererseits konnten wir auf die Hitze und die Feuchtigkeit eines chinesischen Sommers keinen Einfluss nehmen. Einige Stoffmuster mussten wir daher gleich ablehnen, da sie unter diesen Umständen in Sekundenschnelle ruiniert worden wären. An einem Tag beispielsweise sind gleich fünf der Ninja-Darsteller vor Hitze in Ohmacht gefallen."

 

Während der Dreharbeiten entdeckten die Schauspieler aber auch etliche gravierende Unterschiede zwischen dem gewohnten Arbeiten in Hollywood und der chinesischen Filmkultur. So gab es etwa kein ausgewiesenes Catering am Set, sondern es wurden lediglich Wasser, Tee und Kaffee angeboten. "Jeder Tag war ein Sprachwirrwarr", erinnert sich Holly Valance. "Dieser radikale Wechsel der Kulturen hat mir die Augen geöffnet. Das Essen, die Betten, ja sogar die Luft waren dort anders. Für jene von uns, die noch nie in China gewesen waren, wurde da die Welt, so wie wir sie kannten, irgendwie auf den Kopf gestellt. Man lernt, sich anzupassen und auch die Hilfe von anderen anzunehmen. "

 

Für China-Newcomerin Sarah Carter waren diese Erfahrungen aber auch eine vortreffliche Übung, um sich einer Kultur auszusetzen, die vollkommen anders war als alles, was sie bisher gekannt hatte. Und zugleich war ihr diese Fremdheit vertraut. "Man kann zwar die Sprache oder sogar die Kultur zunächst nicht verstehen, aber man ist doch gleich von der Herzlichkeit der chinesischen Bevölkerung angetan. Diese Menschen sprechen mit ihren Herzen, was ja schließlich eine wortlose Universalsprache ist."

 

Eric Roberts erinnert sich an den nachhaltigen Kontrast zwischen abgelegenen Gegenden in China und denen in den USA. "Ich habe ganze Familien gesehen, die in Lehmhütten leben und allesamt auf den Reisfeldern arbeiten müssen. Und auch wenn sie offensichtlich nicht wirklich glücklich sind, scheinen sie sich ihrem Schicksal ergeben zu haben. Ich habe hier gelernt, wie hart Leben sein kann. Dennoch tragen diese Leute ihr Schicksal mit aufrechtem Kopf. Das gibt dem Wort Würde eine neue Bedeutung."

 

Produzent Jeremy Bolt offenbart sein ganz persönliches Geheimnis, um eine westliche Filmproduktion erfolgreich in durchführen zu können. "Als westlicher Produzent ist man einfach an bestimmte Arbeitsabläufe gewöhnt. In China allerdings muss man flexibel sein. Die Dinge laufen schon, aber eben nicht so, wie man es zunächst erwarten würde. Also muss man einerseits eine entspannte Haltung annehmen und andererseits für alle Eventualitäten gewappnet sein. Wenn Sie in China mit dieser Jetzt-sofort-Attitüde an die Arbeit gehen, werden Sie sehr unglücklich werden", konstatiert Bolt.

 

Einer der größten Höhepunkte im Rahmen der Produktion war letztlich die Zusammenarbeit mit einer hingebungsvollen Crew. "Die Leidenschaft dieses Teams hängt natürlich mit dem Wunsch zusammen, unter einem Regisseur wie Cory Yuen zu arbeiten. Alle haben sich für ihn aufgerieben, ja sie standen regelrecht Schlange, um ihm zu Diensten zu stehen, und es ging allen dabei nur um den Film – nicht um eigennützige Interessen. Alle Mitarbeiter sind wirklich sehr leidenschaftlich an die Arbeit gegangen."

 

"Unser Produkt ist ein neuer Filmtypus, der das bekannte „Tiger & Dragon“-Feeling nun einer jüngeren Generation nahe bringt", erklärt Devon Aoki. "Zudem werden hier junge Kinozuschauer zum ersten Mal mit dem Konzept 'East meets West' konfrontiert. Der Film gibt einen Geschmack darauf, dass die Welt immer von zwei Seiten betrachtet werden muss. So haben sich ja auch die Dreharbeiten zugetragen. Es war rührend, wie leidenschaftlich und ergeben die Filmteams in China arbeiten und wie sie Cory verehren."

 

 

 

INTERVIEW BERND EICHINGER

 

 

Wie ist das Projekt DEAD OR ALIVE zustande gekommen?

 

Diesen Film hatten wir eigentlich bereits während der Produktion von RESIDENT EVIL im Visier. Wir, das sind Robert Kulzer, der das Constantin-Büro in L.A. leitet, Impact-Geschäftsführer Jeremy Bolt und ich. Letztlich kannte ich das Spiel "Dead or Alive" nur vom Namen her, aber wir drei haben uns eingehend mit dem Thema beschäftigt und sicherten uns bald darauf die Verfilmungsrechte. Gerade weil DEAD OR ALIVE nicht so "dark" ist wie etwa die beiden RESIDENT EVIL-Teile, hat es uns sehr gereizt, einmal eine Games-Verfilmung machen zu wollen, in der eben keine dunklen Superheros auftreten, sondern die ein reines Spaßevent werden sollte. Und die zum Hintergrund hat, dass die entscheidenden Protagonisten nun einmal junge Frauen sind. Das ist in diesem Genre ja eine eher ungewöhnliche Vorstellung.

 

Welche Zielgruppe wird sich für den Film interessieren?

 

Nun ja, unsere Überlegung war natürlich schon, dass bei einem solchen Sujet mit einer derartigen Besetzung wie in DEAD OR ALIVE eben auch andere Zuschauerschichten jenseits der typisch männlichen RESIDENT EVIL-Gamerklientel gewonnen werden können. Ich denke da vor allem an weibliche Kinogänger, die weniger an martialischen Bildern als vielmehr an einer fantastischen Story à la DREI ENGEL FÜR CHARLIE interessiert sind. Bei so einem Fun-Ride wie DEAD OR ALIVE passiert natürlich alles mit einem gewissen Augenzwinkern gegenüber dem Publikum.

 

Wie schwer ist für einen Filmemacher, ein bekanntes Game auf die Leinwand zu bannen? Welche Konzessionen muss man dabei eventuell eingehen?

 

Das kommt ganz darauf an, wie bekannt ein Spiel ist bzw. wie häufig dieses gespielt wird. Und je bekannter dieses ist, desto stärker legen Fans auch Wert darauf, dass die Figuren – ob auf dem Desktop oder auf der Leinwand – ernst genommen werden. Damit meine ich, dass die Leinwandrollen im Allgemeinen wie im Besonderen den Figuren entsprechen müssen, die im Game abgebildet sind. Ich weiß das von mir selbst: Als Jugendlicher war ich (und bin es eigentlich heute noch) ein regelrechter Comic-Freak, der früh u.a. sämtliche Marvel-Hefte verschlungen hat. Und wenn ich heute zurückblicke, so war ich das eine oder andere Mal richtig sauer darüber, wenn ein neuer Zeichner zum Beispiel Kostüme auch nur leicht veränderte oder ein Texter die Charaktere von der Grundidee her verschobenen hat. Das hat mich damals regelrecht abgeturnt, um es Neudeutsch zu formulieren. Daher kann ich sehr gut die Fans der Computer-Games verstehen, die völlig in ihrer Welt aufgehen, wenn sie irgendwelche filmischen Änderungen auf den Tod nicht ausstehen können. Die Charaktere eines Games, weniger noch als die reine Story, müssen daher im Kino auf den Punkt genau wiedergegeben werden. In jedem Game und jedem Comic entsteht ja eine bestimmte Welt – und diese Welt muss ein Filmer oder Drehbuchautor ernst nehmen. Das ist dann auch keine Konzession, sondern vielmehr eine Frage des Respekts. Aber natürlich muss man zugleich einen Film realisieren, der für sich selbst steht. Mehrere Enden wie im Game lassen sich in der Regel nicht produzieren. Das endgültige Filmende muss der Zuschauer daher nicht nur akzeptieren, sondern schlichtweg auch sehen wollen.

 

 

Trotzdem lassen sich Game-Inhalte nicht immer 1:1 auf die Leinwand übertragen.

 

Sicherlich muss man manchmal Elemente in der Handlung verändern. Aber ein Filmemacher muss dabei ganz genau wissen, was er wie verändern will und wie weit er gehen kann. Beim Thema Comics kann ich ein probates Beispiel geben: Wenn Sie bestimmte Superkräfte auch nur in Nuancen verändern, empfinden das die Fans als regelrechten Affront. Ähnlich ist dies bei Video-Games. Klar lässt sich situativ einiges für die Filmhandlung umformen, aber auf der Leinwand muss die Welt, in der das Spiel stattfindet, präzise eingefangen sein. Den einzelnen Figuren muss ihre angestammte Game-Rolle auch dort gewährt sein.

 

Und dann gibt es natürlich auch Kinogänger, die das Game nicht kennen.

 

Für die muss der Film genauso funktionieren! Insofern arbeitet man beim Story-Lining ähnlich wie bei einer Romanverfilmung, bei der ebenfalls das Geschehen auch all jene Zuschauer begeistern muss, die die literarische Vorlage nicht kennen. Eines der wesentlichen Kriterien beim Videogame ist ja dessen Interaktivität, die im Kino indes komplett wegfällt. Daher muss man bei einer Verfilmung vor allem etwas hinzufügen: die Emotionalität, die ein Spiel in der Regel nicht oder nur kaum aufweist. Nehmen Sie ein frühes Reaktionsspiel wie "Pac-Man" oder dann später die simplen Baller-Spiele. Hier war Reaktionsschnelligkeit und mithin eine gewisse Form von Interaktivität gefragt, aber die Emotionen blieben außen vor. Im Kino wiederum hat der Zuschauer aber die Möglichkeit, sich emotional mit den dargestellten Figuren zu identifizieren. Bei DEAD OR ALIVE etwa durch die Bruder/Schwester-Episode mit Prinzessin Kasumi oder durch die besonderen Lebensgeschichten der anderen Girls. Nicht zu vergessen bleibt auch die Tatsache, dass sich die Heldinnen zunächst als Rivalinnen gegenüberstehen, aber bald lernen, nur gemeinsam im Kampf bestehen zu können.

 

Welcher Game-Typ eignet sich besser für eine Verfilmung?

 

Wie gesagt, beim Filmen geht es immer um Emotionen, da sich die Zuschauer mit den Personen eines Films identifizieren müssen. Ergo denke ich, dass jedes Game, das diese besonderen Vorgaben erfüllt, sich auch besser für eine Kinoverfilmung eignet.

 

Wie schwierig ist es dann, passende Gesichter für eine Game-Verfilmung zu finden?

 

Natürlich ist dies wahnsinnig schwierig. Vor allem deshalb, weil man gute Schauspieler finden muss, die sich freiwillig den Torturen eines körperlichen Trainings unterziehen. Hier klappt es eben nicht wie bei anderen Filmprojekten, bei denen man eine Woche vor Drehstart erscheint und dann seinen Part herunterspielt. Bei DEAD OR ALIVE wurden die Schauspieler drei Monate lang hart rangenommen. Und technische Spielereien helfen hier nicht immer weiter, denn auch eine Seilaufhängung muss physisch gemeistert werden. Und die Schwerter, die in unserem Film genutzt werden, unterscheiden sich von echten Kampfschwertern nur dadurch, dass die Klinge stumpf ist. Ansonsten sind das wirklich schwere Waffen, die auch über längere Zeit in der Hand gehalten werden müssen. Also werden für ein derartiges Projekt Darsteller benötigt, die akrobatisch genug sind, die sich freiwillig einem harten Training unterziehen wollen und die gleichzeitig die geforderten Emotionen verkörpern können. Das war in der Tat eine lange Suche!

 

 

DIE BESETZUNG

 

 

Jaime Pressly (Tina)

 

Jaime Pressly wurde in Kinston im US-Bundesstaat North Carolina geboren und wuchs als regelrechter Wildfang auf, der ausgiebig Wasserski und Angeln betrieb. Ihre Mutter, eine überaus erfahrene Lehrerin für Klassischen Tanz, die auch Studenten des renommierten Geoffrey Ballet unterrichtete, hatte bereits früh den angeborenen Bewegungsdrang ihrer Tochter mit Ballett-, Stepptanz- und Jazztanz-Unterricht zu kanalisieren versucht. Außerdem regte sie ihre Tochter an, Turnstunden zu nehmen.

 

Im Alter von 13 Jahren nahm eine örtliche Modelagentur Pressly unter Vertrag und sie begann, regelmäßig als Model zu arbeiten. Bald reichte sie ein Foto bei einer internationalen Teen-Model-Agentur ein, und bereits mit 14 war sie auf den Titelblättern renommierter und international bekannter Jugendmagazine abgebildet. Kurz darauf wurde sie zur Sprecherin ihrer Agentur International Cover Model Search gewählt, die sie auch nach Tokio und Mailand vermittelte.

 

Bereits vor DEAD OR ALIVE hatte Pressly ihren großen Erfahrungsschatz als Tänzerin und Sportlerin in viele ihrer Filmrollen eingebracht, wie etwa ihre Fernsehrolle als aufstrebende Broadway-Tänzerin Audrey Griffin in der erfolgreichen Warner Bros.-Serie "Jack and Jill". Zudem trat sie an der Seite von Jason Lee in der beliebten TV-Serie "My Name is Earl" auf, wo sie die Ex-Frau Joy der gleichnamigen Hauptfigur verkörperte.

 

Zuletzt drehte Jaime Pressly den Independent-Film VEGAS, BABY ("Venus & Vegas", 2005), neben Donald Faison, Eddie Rose Thomas, Rosalyn Sanchez, Eddie Guerna und Molly Sims. In der TNT-Produktion EVEL KNIEVEL ("Evel Knievel", 2004) spielte sie die Rolle von Evels Frau. Dieser Film erzählt die wahre Lebensgeschichte des legendären Draufgängers (gespielt von George Eads) und zugleich den Schmerz und die ständige Angst seiner Lebensgefährtin. Ebenfalls war Pressly als selbstbewusstes Biker-Girl in Neil Moritz' Actionthriller HART AM LIMIT ("Torque", 2004) zu sehen. Obendrein absolvierte sie ein Intermezzo als "Special Guest" in der NBC-Erfolgskomödie "Happy Family".

 

In der Schülersatire NICHT NOCH EIN TEENIE-FILM! ("Not Another Teen Movie", 2002) war Jaime Pressly die zickige Cheerleader-Chefin. Aber auch an anderen Leinwanderfolgen war sie beteiligt, darunter war die weibliche Hauptrolle der Claire Manning in der Filmworks-Produktion TICKER ("Ticker", 2001) von Albert Pyun neben Dennis Hopper, Steven Seagal, Tom Sizemore und Kevin Gage. Andere Engagements hatte sie etwa in der von Columbia Pictures realisierten Roadmovie-Komödie JOE DRECK ("Joe Dirt", 2001) von Dennis Gordon neben David Spade, produziert von Adam Sandler. Ebenfalls trat sie in der Revolution Studios-Produktion TOMCATS ("Tomcats", 2000) von Gregory Poirier auf, in dem sie neben Jerry O'Connell, Shannon Elizabeth und Jake Busey spielte.

 

Kinofans kennen Jaime Pressly auch durch ihre Rolle als jugendliches Biest "Angel" in Jerry Springers Pseudo-Dokumentation RINGMASTER ("Ringmaster", 1998) sowie aus ihren Auftritten in der erfolgreichen Jugendkomödie CAN'T HARDLY WAIT ("Can't Hardly Wait", 1998), POOR WHITE TRASH ("Poor White Trash", 2000) neben Jason London und Sean Young sowie 100 GIRLS ("100 Girls", 2000), in dem auch Katherine Heigl, Larisa Oleynik und Marissa Ribisi zu sehen waren.

 

Im Fernsehen glänzte Jaime Pressly in der Komödie "Best Actress", die erste TV-Movie-Produktion der Firma E! Entertainment Television. Ebenfalls war sie zu sehen als Ex-Turnerin in der ABC-Serie "Push", realisiert von den Machern von "Party of Five".

 

Jaime Pressly ist aber auch in der Modewelt keine Unbekannte. Sie ist Gründerin und Designerin ihres eigenen Unterwäsche-Labels "J'Aime", das mittlerweile auch Oberbekleidung anbietet. Ein weiteres Label für Blusen heißt "Maddie James".

 

Zudem verbringt Pressly viel Zeit im Tonstudio. Derzeit nimmt sie ein Musikalbum auf, bei dem die Musikstile Blues, Jazz und Hip-Hop kombiniert werden.

 

 

 

 

Holly Valance (Christie)

 

Die international bekannte Musik- und Fernsehkünstlerin Holly Valance hat zahlreiche Preise von der "Frau des Jahres" (GQ-Magazin) bis zur "Besten Nachwuchskünstlerin" (Preis der japanischen Musikindustrie) eingeheimst. Zudem wird sie von Millionen ihrer Fans als attraktives Postergirl angebetet. Ihr erfolgreicher Einstand ins Filmbusiness begann im Alter von 15 Jahren, als sie sich beim Vorsprechen für eine Rolle in der australischen TV-Serie "Neighbours" erfolgreich durchsetzte.

 

Geboren wurde sie 1983 in der australischen Metropole Melbourne. Holly Valance ist die älteste Tochter eines serbischen Vaters und einer englischstämmigen Mutter, und von beiden hat sie die musikalische Ader geerbt. Vater Ryko ist selbst ein gefeierter Jazzpianist und Komponist, und ihre Mutter Rachel hatte von jeher ein Ohr für die aktuellsten musikalischen Trends und machte ihre Tochter früh vertraut mit dem Sound von Bands und Künstlern wie Soul II Soul und Marilyn Manson oder mit der US-amerikanischen Trance-Musik à la Massive Attack.

 

Valance verlebte eine glückliche Kindheit in Melbourne inmitten einer großen Familie aus lauter Halbbrüdern und -schwestern. In ihrer Freizeit ging sie zum Schwimmen an den Strand, versuchte sich im Thaiboxen oder saß einfach nur mit Freunden herum.

 

Mit 12 Jahren wurde Holly Valance wegen ihres "exotischen" europäischen Aussehens von einer Modelagentur entdeckt und unternahm mit 15 einige Castings für die australische Soap "Neighbours". Bald hatte sie die Rolle der Felicity "Flick" Scully bekommen. Obwohl sie diesen Charakter zunächst gar nicht spielen wollte, überredeten ihre eigenen Eltern sie zu dieser Rolle. Nachdem sich ihre Zweifel gelegt hatten, formte Valance ihren Rollencharakter zu einer der beliebtesten Personen in dieser Serie aus. Zudem konnte sie unschätzbare Erfahrungen sammeln, was harte Arbeit und ein damit verbundener Popularitäts-Stress ausmachen können.

 

Nach fast drei Jahren Tätigkeit für "Neighbours" spürte Holly Valance, dass es langsam Zeit wurde für etwas Neues. Immer umgeben von Musik, entdeckte sie bald ihre Leidenschaft für diese Kunstform, die weit darüber hinausging, um lediglich gern die neuesten CDs hören zu wollen. Nachdem sie einige Demobänder aufgenommen hatte, wurde sie von Warner Music entdeckt, deren Manager schnell ihr Potenzial erkannten.

 

Valances musikalische Karriere hat sich kometenhaft entwickelt. Mit dem Erscheinen ihrer ersten Single "Kiss Kiss" im Frühjahr 2002, die in vielen Ländern gleich die Spitze der Charts erreichte, etablierte sie sich als erfolgreicher internationaler Gesangs-Star. Ihr einen Monat später herausgebrachtes Debütalbum "Footprints" erreichte gleich die britische Top 10. Mit "Down Boy" und „Naughty Girl" folgten zwei weitere Single-Hits. Danach ging sie zurück ins Studio und begann, ihr zweites Album aufzunehmen.

 

Mit "State of Mind" im September 2003 demonstrierte Holly Valance einen frischeren, kantigeren Sound, der gleich mit der ersten Singleauskoppelung "State of Mind" vorgestellt wurde. Der mitreißende Achtziger-Jahre-Sound in Verbindung mit Elektro-Pop-Klängen brachte es erneut gleich in die britischen Top 10 und wurde nur noch übertroffen von dem darauf folgenden Album, das bald in Großbritannien, Australien und Japan vergoldet wurde.

 

Neben dem Musikstudio konnte Valance aber auch kommerziell sehr erfolgreiche Marketingverträge abschließen, darunter war die umfangreiche Plakatkampagne von Pepsi in Australien und Südostasien. Im Jahr 2002 eröffnete sie eine Dependance des berühmten Londoner Kaufhauses Harrods, was natürlich das Interesse der internationalen Presse auf sich zog. Im Jahr 2004 wählte sie das Unternehmen Schwarzkopf aus, um die britische Werbekampagne für die Live-Haarpflegeserie zu covern.

 

Anfang 2004 zog Valance nach Los Angeles, um erneut erfolgreich an ihrer Schauspielerkarriere zu feilen. Nach dem Studium an der renommierten Leslie Kahn Dramatic School schuf sie sich durch Gastrollen in den TV-Serien "Prison Break", "CSI: Miami" und "CSI: New York" sowie als gefeierter Gaststar in der umjubelten HBO-Serie "Entourage" eine solide Ausgangsbasis für ihre TV-Karriere und ihr unverbrauchtes Talent als anerkannte Schauspielerin.

 

 

Sarah Carter (Helena)

 

Sarah Carter wurde im kanadischen Toronto geboren und ließ sich bereits während ihrer Schulzeit als Tänzerin im Royal Winnipeg Ballet ausbilden. Schon in dieser Zeit hatte sie tragende Rollen in vielen musikalischen Theaterproduktionen, etwa in "Cats", "A Chorus Line" und "Into the Woods". Sie war auch ein eifriges Mitglied der kanadischen Debattier-Mannschaft und reiste mit ihrem Team u.a. nach Österreich, England oder Argentinien zu Weltmeisterschaften. Nachdem sie die High School absolviert hatte, studierte sie ein Jahr lang Kunst in der Schweiz, bevor sie ein Schauspielstudium an der Ryerson Universität aufnahm. Im Sommer 2001 wurde sie von einem Castingagenten in Vancouver entdeckt, der sie überzeugen konnte, an die US-Westküste zu ziehen.

 

Bereits in Vancouver hatte Carter einige Gastrollen in TV-Serien wie "Dark Angel," "Wolf Lake" und "The Twilight Zone" innegehabt, aber in Los Angeles, das mittlerweile zu ihrem ständigen Wohnort geworden ist, kam es rasch zu einem ständigen Engagement in der Fox-Serie "Undeclared" und in der Warner Bros.-Serie "Black Sash". Im Jahr 2004 hatte sie dann ihre bis dato bedeutendsten Fernsehrolle als Alicia in der auch in Deutschland ausgestrahlten Warner Bros.-Serie "Smallville". Als Clark Kents überdrehter Schwarm entwickelte sich Sarahs Auftritt zur meistbesprochenen Gastrolle unter den Fans. Kürzlich wurde sie für die CBS-Serie "Shark" gecastet, in der sie an der Seite von James Woods eine der stellvertretenden Bezirksstaatsanwälte spielt.

 

In Vancouver startete Sarah aber auch ihre Kinokarriere. Ihr erstes Vorsprechen hatte sie im August 2001 für einen Film namens MINDSTORM ("Mindstorm"), in dem sie die Tochter eines von Michael Ironside verkörperten Senators spielte, deren Entführung ein geheimnisvolles Doppelleben entwirrt. Im Januar 2003 wurde Sarah für FINAL DESTINATION 2 ("Final Destination 2") verpflichtet, anschließend folgten HAVEN ("Haven", 2004) mit Orlando Bloom sowie BERKELEY ("Berkeley", 2006) von Bobby Roths, nicht zu vergessen der kommende Titel NATIONAL LAMPOON'S PLEDGE THIS! ("National Lampoon's Pledge This!", 2006).

 

 

 

 

DER STAB

 

 

Cory Yuen (Regisseur)

 

Cory Yuen kann auf eine Filmographie von mehr als 30 Hongkong-Spielfilmen zurückblicken und hat als Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Action-Choreograph jeden Aspekt des Filmschaffens genau studieren können. Sein erstes US-Filmprojekt war die erfolgreiche Action-Komödie LETHAL WEAPON 4 – ZWEI PROFIS RÄUMEN AUF ("Lethal Weapon 4", 1998), für die er als Stuntchoreograph die Umsetzung der Martial-Arts-Sequenzen effektvoll und äußerst ansehnlich gestaltete. Yuen war auch der Choreograph für Andrzej Bartkowiaks ROMEO MUST DIE ("Romeo Must Die", 2000) mit Jet Li in der Hauptrolle.

 

Seine erste (Co-)Regie für einen englischsprachigen Film übernahm er für den von Twentieth Century Fox produzierten Action-Hit THE TRANSPORTER ("The Transporter", 2002). Yuen leitete zudem für die Fox die Second Unit-Produktion des SciFi-Actionabenteuers X-MEN – Der Film ("X-Men", 2000).

 

Als Schüler der prestigeträchtigen Chinese Opera Academy war Yuen einer der so genannten „Sieben Kleinen Glückspilze“, zu denen auch seine Klassenkameraden Jackie Chan und Sammo Hung gehörten.

 

Während der späten Siebziger Jahre hatten sich Yuen und seine „Glückspilz“-Kollegen immer stärker dem Filmgeschäft zugewandt. In den folgenden zwei Dekaden war Yuen in einige der populärsten Filme involviert, die je in Hongkong gedreht wurden, darunter waren THE BLACK ROSE II ("Hei mei gui yi jie jin lan", 1997), MAHJONG DRAGON ("Ma qiao fei long", 1996), HIGH RISK ("Shu dan long wei", 1995), MY FATHER IS A HERO ("Gei ba ba de xin", 1995), THE BODYGUARD FROM BEIJING ("Zhong Nan Hai bao biao", 1994), THE LEGEND OF FONG SAI-YUK ("Fong Sai-Yunk I", 1993) und THE LEGEND OF FONG SAI-YUK 2 ("Fong Shi Yu II: Wan fu mo di", 1994), ferner die letzten vier Arbeiten mit Jet Li und das von der Kritik hochgelobte Werk SO CLOSE ("Chik yeung tin si", 2002) für Columbia Asia.

 


J. F. Lawton
(Drehbuch)

 

J. F. Lawton wurde als Jonathan Frederick Lawton in Riverside im US-Bundesstaat Kalifornien geboren. Sein Vater, der Historiker und Romanautor Harry W. Lawton, ist Autor des Buches "Tell Them Willie Boy Is Here", das die Grundlage bildete für den Western BLUTIGE SPUR ("Tell Them Willie Boy Is Here") im Jahr 1969 mit Robert Redford in der Hauptrolle.

 

Lawton studierte Filmproduktion an der California State University. Nach seinem Abschluss arbeitete er acht Jahre als Cutter. Während dieser Zeit verfasste er einige Drehbücher, darunter auch ein Script namens "Three Thousand", das für den Script-Workshop im Rahmen des einflussreichen Sundance Filmfestivals ausgewählt wurde.

 

"Three Thousand" wurde kurze Zeit später von den Walt Disney Studios eingekauft und in PRETTY WOMAN ("Pretty Woman", 1989) umgeändert. Die Regie führte Garry Marshall, die Hauptrollen spielten Julia Roberts und Richard Gere. PRETTY WOMAN wurde für Disney der größte Spielfilm-Kassenschlager in dessen Firmengeschichte und spielte ein weltweites Boxoffice von über 400 Millionen US-Dollar ein. Lawton erhielt für dieses Script Nominierungen für den Writer's Guild of America Award sowie einen British Academy Award.

 

Sein nächstes Originaldrehbuch bildete die Vorlage für den Warner Bros.-Action-Erfolg ALARMSTUFE: ROT ("Under Siege", 1992) mit Tommy Lee Jones und Steven Seagal, bei dem letzterer zugleich als Co-Produzent fungierte. Auch dieser Film brach sämtliche Rekorde bei seinem herbstlichen Kinostart und sorgte zudem für ein nicht minder erfolgreiches Sequel namens ALARMSTUFE: ROT 2 ("Under Siege 2 – Dark Territory", 1995). Ein neues Sequel ist derzeit in der Entwicklung.

 

Zu seinen weiteren Arbeiten gehört (als Co-Autor) MISTRESS – DIE GELIEBTEN VON HOLLYWOOD ("Mistress", 1991) mit Robert De Niro, Christopher Walken und Martin Landau. Ferner schrieb und inszenierte er für United Pictures das Ostwest-Drama THE HUNTED ("The Hunted", 1995) mit Christopher Lambert und John Lone in den Hauptrollen. Für Sony Television entwickelte und produzierte er die erfolgreiche Detektivserie "VIP – The Bodyguards", mit der Pamela Anderson fünf Jahre lang kontinuierlich im Fernsehen präsent blieb. Als Co-Autor verfasste er zudem die Scripts für die 20th Century Fox-Produktion AUSSER KONTROLLE ("Chain Reaction", 1996) und die Columbia-Actionkomödie BLANKMAN ("Blankman", 1994).

 

 

Venus Keung (Kamera)

 

Für seine Arbeit an ONE NIGHT IN MONGKOK ("Wong gok hak yau") erhielt Venus Keung im Jahr 2004 in der Kategorie Beste Kameraarbeit eine Nominierung für die renommierten Taiwan Golden Horse Awards. In der gleichen Kategorie war er bereits im Jahr 2000 nominiert worden im Rahmen der Hong Kong Film Awards für A FIGHTER'S BLUES ("A Fu") mit Megastar Andy Lau und dann bei den Taiwan Golden Horse Awards für DOUBLE TAP ("Cheong wong"). In diesem Film hatte die Hongkong-Legende, der Schauspieler und Sänger Leslie Cheung, die Hauptrolle inne.

 

Mittlerweile einer der Top-Kameramänner in Hongkong, begann Keung seine Laufbahn als Stuntman bei Jackie Chans englischsprachigem Auslandsprojekt DER PROTECTOR ("The Protector", 1985). Als Kameraassistent und Oberbeleuchter wirkte er an weiteren Produktionen mit, eher er 1991 selbständig die Bildgestaltung übernahm für den Film POISONOUS WEB ("Poisonous Web").

 

In den vergangenen 20 Jahren demonstrierte Keung sein bildgestaltendes Talent in mehr als 50 Filmen und hat mit vielen von der Kritik hochgelobten Hongkong-Regisseuren in diversen Genreprojekten zusammengearbeitet. So zeichnete er als "Director of Photography" für SEVEN SWORDS ("Chat gim", 2005) verantwortlich, der das letztjährige Filmfestival in Venedig eröffnete. Dieser Film war die bis dato sechste Zusammenarbeit mit Regisseur und Produzent Tsui Hark, davor hatten sie BLACK MASK ("Hak hap", 1996) mit dem furiosen Jet Li realisiert. Weitere Filme, an denen Keung mitwirkte, waren u.a. SO CLOSE ("Chik yeung tin si", 2002), INNER SENSES ("Yee do hung gaan", 2002), THE BLADE ("Dao", 1995), ONCE UPON A TIME IN CHINA 5 ("Wong Fei-hung zhi wu: Long cheng jian ba", 1994), FIST OF LEGEND ("Jing wu ying xiong", 1994) und NEW DRAGON INN ("Xin long men ke zhan", 1992).

 

Chan Chi Ying (Kamera)

 

Chan Chi Ying begann seine Laufbahn als Kameramann im Jahr 1998 mit Jingle Mas Hongkong-Spielfilm HOT WAR ("Waan ying dak gung"). Als Bildgestalter ist er mittlerweile sehr gefragt, wie seine Referenzen in etlichen Filmproduktionen beweisen. Darunter ist die Kooperation von Cory Yuen und Patrick Leung, THE HUADU CHRONICLES: BLADE OF THE ROSE (a.k.a. TWINS EFFECT II, "Fa dou daai jin", 2004), ferner Jingle Mas TOKYO RAIDERS (Dong jing gong lüe", 2000) und SILVER HAWK ("Fei ying", 2004) sowie Li Hongs neuester Film WHITE LIES ("White Lies").

 

Chan hat mittlerweile über 20 chinesischsprachige Spielfilme fotografiert.

 

 

James Choo (Produktionsdesign)

 

James Choos erste Tätigkeiten als Ausstatter gehen auf das Jahr 1991 zurück. Seit dieser Zeit umfasst sein Oeuvre als Produktionsdesigner, Setdesigner und Storyboarder mehr als 40 Spielfilmproduktionen. Für Regisseur Andrew Lau etwa hat er an dessen Filmen THE PARK ("Chow lok yuen", 2003), INFERNAL AFFAIRS ("Mou gaan dou", 2002), THE AVENGING FIST ("Kuen sun", 2001), THE DUEL ("Kuet chin chi gam ji din", 2000) und THE LEGEND OF SPEED ("Lit feng chin che 2 gik chuk chuen suet", 1999) mitgewirkt. Eine enge Zusammenarbeit bestand auch mit Tsui Hark für BLACK MASK ("Hak hap", 1996) und KNOCK OFF ("Knock Off", 1998) sowie mit Jingle Ma für HOT WAR ("Waan ying dak gung", 1998) oder mit Ringo Lam für FULL ALERT ("Ko dou gai bei", 1997). Vor kurzem entwarf er das Design für den utopischen Thriller ULTRAVIOLET ("Ultraviolet") unter der Regie von Kirk Wimmer.

 

Choo wurde im Jahr 2003 für INFERNAL AFFAIRS ("Mou gaan dou", 2002) als Bester Art Director für die taiwanesischen Golden Horse Awards nominiert. Ein Jahr später erhielt er eine weitere Nominierung für seine Arbeit an Jackie Chans NEW POLICE STORY ("San ging chaat goo si", 2004).