Die Baeren Sind Los
Trailer

113 Min
In „Bad Santa“ war Billy Bob Thornton ein richtig fieser Weihnachtsmann. Noch fieser zeigt er sich nun als Trainer von 12 unbeholfenen Baseball-Spielern. In „Die Bären sind los“ spielt er den ergrauten Ex-Baseball-Profi Morris Buttermaker, der von einer prüden Anwältin (Marcia Gay Harden) bestochen wird, die Bären - eine jämmerliche und unbeholfene Jugend-Baseball-Mannschaft - zu trainieren. Buttermaker muss einen Weg finden, um die Bande aus zwölf Außenseitern die Meisterschaft gewinnen zu lassen. Dafür müssen sie allerdings gegen ihre gehassten Rivalen, die Yankees und deren arroganten Coach (Greg Kinnear) antreten.
Vom Regisseur, der uns bereits mit „School of Rock“ begeisterte, und von dem Autorenteam, das uns „Bad Santa“ bescherte, kommt diese zum Brüllen komische Hommage an eine der frechsten Komödien aus dem Jahre 1976. Die erste Version von „Die Bären sind los“ wurde nach einem Drehbuch von Bill Lancaster von Michael Ritchie inszeniert. Walter Matthau und Tatum O’Neal spielten damals die Hauptrollen. Paramount Pictures präsentiert nun eine neue Version, bei der es sich um eine Media Talent Group-Produktion in Zusammenarbeit mit Detour Filmproduction handelt. „Die Bären sind los“ ist unter der Regie von Richard Linklater nach dem Originaldrehbuch von Bill Lancaster entstanden, das von dem Autorenteam Glenn Ficarra und John Requa neu bearbeitet wurde. Die Produzenten sind J. Geyer Kosinski und Richard Linklater. Marcus Viscidi ist der ausführende Produzent. Die Stars des Films sind Billy Bob Thornton, Greg Kinnear, Marcia Gay Harden und natürlich zwölf kleine Helden.
DIE PRODUKTIONSNOTIZEN
„Einst war Buttermaker ein großer Baseball-Spieler. Heute kann er damit höchstens noch an der Bar angeben, um Gesprächsstoff zu haben“, sagt Billy Bob Thornton, der in der neuen Komödie „Die Bären sind los“ eine ehemalige Sportskanone spielt und dazu berufen wird, die Bären - eine unfähige Jugendmannschaft in Baseball - zu managen. Dazu Thornton: „Er wurde für dieses Team als Coach gekauft – und obwohl er es zunächst nur wegen des Geldes tut, erwacht auf dem Spielfeld sein alter Kampfgeist.“
Richard Linklater, der bereits bei seinem letzten Erfolgsfilm „School of Rock“ von 2003 mit Kinderschauspielern zu tun hatte, behauptet, dass die Chance, mit Thornton zu arbeiten, der entscheidende Grund für ihn war, diesen Film zu machen. „Mir gefällt es, wie Billy seinen Platz in der amerikanischen Kultur eingenommen hat“, meint Linklater. „Er ist einer der letzten wahren Anti-Helden. Er ist ein Outlaw und einer dieser schurkenhaften Kerle, die man einfach gern haben muss. Davon gibt es nur wenige. Und: Wir sind beide ehemalige Baseball-Spieler.“
Produzent J. Geyer Kosinski fügt hinzu, das Billy Bob Thornton damit eine Eigenschaft mitgebracht hat, die für die Rolle des Buttermaker einfach treffend war. „Unser Film eignet sich für Kinder aller Altersklassen. Ob Kinder im Grundschulalter, Teenager oder junge Erwachsene - Billy Bob Thornton spricht sie alle an. Das Besondere ist, dass Billy bereits in Filmen wie „Sling Blade – Auf Messers Schneide“ und „Bad Santa“ eine innige und lebensechte Beziehung zu Kindern hatte“, glaubt Kosinski.
„Ich liebe das Original“, sagt Thornton über den unvergessenen Film von 1976 mit Walter Matthau als Buttermaker, Tatum O’Neal als die begnadete Werferin Amanda Whurlitzer und Vic Morrow als Roy Turner, der Coach der Yankees. „Walter Matthau war wie geschaffen für diese Rolle. Er war ein großer und liebenswerter Griesgram. Ich hoffe, dass ich mindestens ein halb so liebevoller Griesgram bin“, so Thornton.
Obwohl die Autoren Glenn Ficarra und John Requa das Drehbuch dem 21. Jahrhundert angepasst haben, blieb die Struktur der Originalgeschichte von Bill Lancaster (Sohn von Burt Lancaster) nach 30 Jahren weitgehend unberührt. „Bill Lancaster hat ein unglaubliches Skript verfasst“, meint Requa. „Wir wollten damit nicht leichtfertig umgehen. Wenn etwas nicht zerbrochen ist, muss man es auch nicht flicken. Wir haben die Story lediglich ein bisschen aktualisiert und auf die Schauspieler, die für den neuen Film angeheuert wurden, zugeschnitten. Aber im Grunde genommen haben wir die Struktur und das Gerüst des Originals beibehalten.“
„Unserer Ansicht nach ist das Original von ‚Die Bären sind los’ eine Schablone für jeden modernen Sportfilm, weil es um Teamgeist und Zusammenhalt geht“, führt Requa weiter aus. „Davor handelten große Sportfilme eher von einer Figur, die zum großen Helden aufsteigt, oder die Handlung spielte sich meistens außerhalb des Spielfeldes ab. In ‚Die Bären sind los’ wurden solche Darstellungen vermieden. In vielerlei Hinsicht war es daher der perfekte Film.“ Wenn man Publikumslieblinge überhaupt als subversiv bezeichnen konnte, dann traf dies auf „Die Bären sind los“ zu. Allein wenn sich Tanner Boyle in seine politisch unkorrekten Schimpfgebärden verliert, um seine Teammitglieder etwa als „Popel fressende Volltrottel“ zu bezeichnen, wird klar, dass der Film seine Figuren niemals herabsetzen und altklug erscheinen lassen würde. Trotz seiner Kantigkeit und seines sarkastischen Witzes besitzt der Film „Die Bären sind los“ genügend Wärme und Großherzigkeit. Die beiden neuen Schreiber hielten sich das Ziel vor Augen, diese duale Sensibilität des Originals beizubehalten.
Das Ganze haben sie mit ihrem Wissen über den Nationalsport noch zusätzlich aufgefrischt. „Wir wussten am Ende so viel über Baseball, dass wir in einer Kneipe nicht mehr verprügelt werden dürften“, schmunzelt Ficarra. „Unsere wichtigsten Quellen waren dabei Billy und Richard.“ Das Autorenteam besuchte außerdem lokale Baseball-Jugendspiele. Überraschend stellten sie dabei fest, „dass sich das Bild von schreienden Vätern, die ihre Kinder mies machen, in 30 Jahren nicht verändert hat.“
Genau auf so einem Spielfeld fanden die Filmemacher Sammi Kane Kraft, eine echte Werferin ohne Schauspielerfahrung. Das war es, wonach gesucht wurde. „Von Anfang an wussten wir, dass wir eine Amanda wollen, die wirklich werfen kann“, sagt Linklater über die Spitzenspielerin in drei Sportarten, die einen Fastball so kräftig schlagen kann, dass er eine Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometer erreicht. „Ich wollte das mit der Kamera festhalten, um zu zeigen, dass sie richtig zuschlagen kann. Für jemanden, der sein Schauspieldebüt gibt, ist Sammi gut durchgekommen.“
Auf ihrer Suche nach weiteren jungen Ballspielern in den Vorstädten Südkalifornien, wo die Geschichte schließlich spielt, entdeckten die Filmemacher, dass sich die Gegend doch ziemlich verändert hat. „Wir haben versucht, diese ethnische Vielfalt in unser Team aufzunehmen, um dem Bild heutiger Vorstädte gerecht zu werden“, erklärt Ficarra.
Um das zu erreichen, erfanden die Autoren einige neue Figuren und rückten die alten Lieblinge aus der Geschichte ein wenig zurecht. Matthew Hooper etwa sitzt hier mit einer doppelseitigen Lähmung im Rollstuhl, „um die politisch korrekte Denkweise zu unterstützen, dass ‚jedes Kind spielen kann’“, so Ficarra weiter. Garo Daragebrigadian ist ein armenisches Kind im Kampf mit dem Glauben seiner altmodischen Familie. Und in dieser Version ist Ahmad Abdul Rahim nur verwirrt über Buttermakers Anspielungen auf den schwarzen Aktivismus in den Siebzigern. Die ständig statistische Zahlen ausspuckende Nervensäge wird in der neuen Version zu einem Indianerkind namens Prem Lahiri, das seine Statistiken auf einem Laptop speichert.
„Ich wollte sicher gehen, dass jedes Kind seine eigene und unverwechselbare Persönlichkeit hat. Keines sollte in einer undefinierbaren Masse von Kindern untergehen“, stellt Linklater klar. „Aber das erwartet man von jedem Ensemblefilm. Deshalb bin ich hier nicht anders vorgegangen. Amanda muss werfen können, und Kelly muss ein guter Ballspieler sein. Abgesehen davon, war es am wichtigsten, eine interessante Gruppe von Kindern zusammenzubringen.“
„Die Bären sind los“ passt perfekt in Linklaters Filmographie, zu der auch „Rumtreiber“, „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“, „Before Sunrise – Zwischenstopp in Wien“, „Suburbia“, „Die Newton Boys“, „Before Sunset“ und „School of Rock“, der Kinohit des Jahres 2003, dazugehören.
Thornton bemerkt, dass Linklater mit seinen filmischen Erfahrungen einfach der richtige Regisseur für diesen Film war: „Da Rick Linklater aus dem Independent-Filmbereich kommt, hat er mit ‚Die Bären sind los’ eine realistische und humorvolle Komödie abgeliefert. Womit vermieden werden konnte, dass aus dem Stoff nur blöder Kinoklamauk entsteht.“
„Die Autoren sagten zu mir: ‚Du bist der einzige, der das schaffen kann“, erinnert sich Linklater. „Als ich das Skript las, hätte ich mich vor Lachen wegschmeißen können. Es ist immer schwierig, eine gute Originalgeschichte verbessern zu wollen. Aber ich denke, es ist zulässig, die Story mit den darin vorkommenden Figuren unserer heutigen Zeit anzupassen. Insofern war es eine echte Herausforderung, einen Baseball-Film mit Kindern durchzustehen und dann auch noch herauszufinden, wie man einen Klassiker in die Gegenwart verlegt.“
DIE MANNSCHAFTSAUFSTELLUNG
Angeführt wird das Team von Billy Bob Thornton in der Rolle des Buttermaker. Er vermischt vernünftiges Baseball-Wissen mit verwerflichen Tipps zur Bewältigung des Alltags. Thornton war von der Idee, „Die Bären sind los“ neu zu verfilmen, sofort begeistert: „Da treten wir in große Fußstapfen, doch ich dachte, wir könnten unseren Film etwas aktualisieren, um die Makellosigkeit des ersten Films zu erhalten.“ Thornton ist als Morris Buttermaker „mit Sicherheit ein mit Fehlern behafteter Mann“, meint Richard Linklater. „Er ist auf jegliche Weise anstößig. Er führt sein Geschäft mit der Schädlingsbekämpfung, er mag Frauen, Bier und natürlich seine Zigarren. Als ehemaliger Profi-Baseballer ist ihm nie ein richtiger Durchbruch gelungen.“
„Dies ist keine simple Erlöser-Story. Vielmehr beeinflussen diese Kinder Buttermakers Leben“, so Linklater. „Die Erfahrung mit ihnen verändert ihn nicht gänzlich, doch gibt es Anlass zur Hoffnung, dass er kein schlechter Kerl ist. Er kann was bieten.“ Die Besetzung mit Thornton machte die Regiearbeit für Linklater um vieles einfacher: „Billy wirkt im Film so mühelos und leicht, dass er eindeutig der richtige Mann für diese Rolle war. Man ist sofort von ihm eingenommen. Ich glaube, es war John Huston, der einmal gesagt hat: ‚Die Besetzung macht 80 Prozent der Regie aus.’ Hast du die richtige Person und das richtige Material, kann es nur gut werden. Ich kann mir hier niemand anderen vorstellen als Billy.“
„Da wir schon vorher mit ihm gearbeitet haben, wurde vieles einfacher. Diesmal hatten wir vor allem mehr Spaß“, ergänzt Drehbuchautor Glenn Ficarra. „Man konnte beim Schreiben regelrecht seine Stimme hören.“ Kosinski meint: „Billy hat eine Respektlosigkeit, die den meisten Menschen im Alltag begegnet.“
Greg Kinnear wurde für die Rolle des Ray Bullock verpflichtet. Er ist der Coach der Yankees. Die Liga-Champions sind die verhassten Rivalen der Bären. „Bullock ist eine Vermischung all dieser Väter, die vor nichts zurückschrecken würden, um ihre Söhne gewinnen zu sehen“, erklärt Kinnear. Doch er gibt zu, dass er Bullocks arrogantes Gehabe nur vortäuschen konnte, indem er seine Zunge gegen die Wange presste. „Wir Yankees stellen auf dem Spielfeld so etwas wie eine Dynastie dar. Wir bestimmen die Show, während die Mannschaft der Bären etliche Probleme mit ihrem Können hat. Buttermaker taucht auf und will mit diesem chaotischen Haufen von Baseball-Spielern versuchen, die Dinge aufzumischen. Doch ich als Ray Bullock will weder mit ihm noch mit seinen unkonventionellen Methoden etwas zu tun haben. Wir haben viele Differenzen, und wir tragen sie auf dem Spielfeld aus“, so Kinnear.
„Brillant gespielt wurde die Rolle des schroffen Coachs, von dem man sofort weiß, dass er ein harter Bursche ist, bereits 1976 von Vic Morrow. Seitdem ist daraus ein Stereotyp entstanden, und Filme, in denen der Coach in einer solchen Situation nicht gleich als Narr daherkommt, sind selten geworden“, meint Linklater. „Ich dachte, es wäre interessant, einen richtig amerikanischen Daddy in diese Rolle zu stecken. Einer, der wirklich gepflegt ist und von dem man denkt, er sei ein guter Kerl. Doch dann kriegt man seine Verwandlung mit. Ich war überzeugt, dass Greg Kinnear perfekt dafür wäre.“
Liz Whitewood, die Anwältin, die Buttermaker durch einen Prozess gegen die Liga erst in den Schlamassel treibt, wird von Oscar-Preisträgerin Marcia Gay Harden gespielt. „Whitewood ist im Wesentlichen eine überaggressive Anwältin“, sagt Harden. „Zuhause hat sie etwas von Martha Stewart. Da ist sie überaufmerksam und scheint jede Sekunde ihres Lebens für ihren Sohn Toby verplant zu haben.“ Harden fand das Drehbuch unwiderstehlich: „Als ich es zum ersten Mal las, dachte ich, das wird ein Volltreffer. Es brachte mich zum Lachen, und nun ist daraus ein großartiger, liebenswürdiger und lustiger Film geworden.“
„Greg Kinnear und Marcia Gay Harden sind Schauspieler, die für den Oscar nominiert würden, Marcia bekam ihn sogar. Sie haben einen enormen Beitrag zu ihren Rollen und zum Erzählen der Geschichte geleistet“, sagt Kosinski. „Wir waren sehr glücklich, die beiden zu haben. Sie waren äußerst wichtig, um die Geschichte erzählen zu können.“
EINE BÄRENBESETZUNG
Nachdem mit Thornton, Harden und Kinnear die Stars des Films an Bord geholt wurden, machten sich die Filmemacher auf Bärensuche. Zwei der Bären, nämlich Armanda Wurlitzer und Kelly Leak, mussten tatsächlich Fähigkeiten in Baseball vorweisen können. Linklater bemerkt: „Von Anfang an wussten wir, dass wir für Armanda und Kelly echte Baseball-Spieler haben wollten. Wir brauchten Kinder, die zum einen Baseball verstehen mussten, zum anderen schauspielern konnten. Um die beiden zentralen Rollen nach diesen Maßgaben zu besetzen, folgte eine landesweite Suche auf allen Sportplätzen, wo Jugendliche Baseball spielten.“
Die Filmemacher führten über Wochen in den unterschiedlichsten Orten Casting-Tests durch, unter anderem in Phoenix, Los Angeles, Toronto, Chicago, Dallas, Vancouver, New Orleans, Atlanta, Seattle, Washington, D.C. und Orlando. Indem sie bewusst Kinder aussuchten, die vollkommen unbekannt waren und sich in ihrem Baseball-Können unterschieden, hatten sie am Ende ein Dutzend energischer, talentierter und lustiger Bären zusammen.
Viele der jungen Schauspieler entdeckten die Filmemacher direkt vor ihrer Haustür in Südkalifornien. So zum Bespiel Sammi Kane Kraft, eine Spitzenspielerin, deren Fastball eine Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometer erreicht. Sie wurde ins Team geholt, um die schlagkräftige Amanda Whurlitzer zu spielen. „Als ich zum Team kam, hieß es zuerst: ‚Oh, nein, ein Mädchen!’ Das war für mich wie im richtigen Leben“, sagt Kraft. „Ich schätze, Jungs sind nun mal Jungs. Einmal habe ich deshalb zum Softball gewechselt. Aber ich wollte mich nicht unterkriegen lassen und schlug mich durch.“
Jeff Davies, der Kelly Leak spielt, wurde bei einem Casting-Aufruf in Orlando, Florida, eine Woche vor den Hauptdreharbeiten entdeckt. Jeff gesteht, dass es seine Mutter war, die ihm vorschlug, sich zu bewerben. „Ich war gerade von einem Spiel nach Hause gekommen und war hundemüde. Plötzlich klingelte das Telefon und meine Mutter sagte anschließend: ‚Es gibt ein Vorsprechen für einen Film. Das musst du machen.’ Ich wollte zuerst gar nicht mehr aufstehen, dachte dann aber: ‚Okay, was soll’s.“ Linklater meint: „Jeff hat diese antiautoritäre und schlechte Einstellung, die perfekt zu Kelly zu passen schien. Er kann auf Kommando nicht nur Home-Runs schlagen, sondern hat sich darüber hinaus auch zu einem guten Darsteller entwickelt.“
„Amanda und Jeff hatten zuvor nie geschauspielert. Beide sind jedoch unglaublich talentierte Sportler. Die Rollen wurden ein Teil von ihnen“, bemerkt Kosinski. Timmy Deters heißt der junge Schauspieler, der für die Rolle des Tanner Boyle ausgesucht wurde. Tanner Boyle ist eine der unvergesslichsten Figuren aus dem Originalfilm. „Timmy sah dem Tanner vor 30 Jahren fast zu ähnlich“, gibt Richard Linklater zu. „Deshalb hätte ich ihn für die Rolle beinahe nicht besetzt. Doch er passte so gut und ist schließlich so etwas wie eine lebende Hommage an die Originalfigur geworden.“
„Ich spiele hier den Rotzlöffel“, erklärt der winzige Deters. „Tanner ist die meiste Zeit sauer. Es ist ihm egal, dass er klein ist, denn er geht auf jeden los. Er denkt, er wäre drei Meter groß und richtig stark.“
Zwei der Bären stammen aus Kanada. Brandon Craggs, der Engelberg spielt, kommt aus Oshawa, Ontario, wo er für das Baseball-Team ‚The Oshawa Legionnaires’ antritt. Brandon war sehr aufgeregt, in dem Remake des Lieblingsfilms seines Vaters einen Fänger zu spielen. „Engelberg ist ein grimmiges Kind, den die Leute wegen seines Gewichts nerven“, so Brandon. „Er macht eine Diät, die sich Atkins nennt. Das nenne ich eine lustige Rolle.“
Für den in Vancouver geborenen Aman Johal war es die erste Filmrolle, den intelligenten, aber sozial unbeholfenen Prem Lahire zu spielen. „Prem hat nie zuvor Baseball gespielt. Er betreibt den Sport nicht wirklich“, erklärt Aman, der dagegen im richtigen Leben ein echter Sportfan ist. „Prem ist ein Streber, der Baseball nur für sein Zeugnis braucht, um dann aufs College zu kommen.“
Ähnlich vom Baseball geschädigt ist Timmy Lupus, der von Tyler Patrick Jones verkörpert wird. Tyler ist bereits ein Veteran im Filmgeschäft und war schon bei vielen großen Filmen dabei. „Lupus ist irgendwie schüchtern und unbeholfen“, meint Tyler. „Er spricht nicht gern, und wenn er etwas sagt, sind es seltsame Dinge.“
Troy Gentile, der den an den Rollstuhl gefesselten Matthew Hooper spielt, wurde bei einem offiziellen Casting-Aufruf für „Die Bären sind los“ in Orange County gefunden. Troy musste für die Rolle lernen, wie man mit einem elektrischen Rollstuhl umgeht: „Ich lernte bereits am ersten Tag im Basislager, wie man den Rollstuhl bedient. Es war sehr einfach. Um ihn komplett zu beherrschen, benötigte ich etwa drei Wochen. Ich kannte schließlich alle Tricks, die mir die Jungs von der Requisite beigebracht hatten. Es hat richtig Spaß gemacht.“
Die Brüder Carlos und Emmanuel Estrada wurden für die Rollen der Spanisch sprechenden Brüder Miguel und Jose Agilar ausgesucht. „Mein Schauspiellehrer hatte von dem Vorsprechen gehört und fragte uns, ob wir interessiert wären. Für die Schauspielerei interessiere ich mich nicht unbedingt, doch dann sagte ich: ‚Okay, wir machen’s.’ Also stellten wir uns vor und warteten ab, wie es weitergehen würde“, erinnert sich Carlos. „Eines Nachts rief dann jemand an und sagte, wir müssten am nächsten Tag los“, führt Emmanuel weiter aus. „Mein Vater kam ins Zimmer und rief: ‚Ratet mal, was passiert ist? Ihr müsst eure Sachen packen, denn es geht nach Los Angeles.“
Jeffrey Tedmori verkörpert den armenischen Jungen Garo Daragebrigadian. Er beschreibt Buttermaker folgendermaßen: „Am Anfang will er uns nur dazu bringen, zu gewinnen. Es ist ihm egal, wer spielt. Am Ende sieht er schließlich ein, dass jeder von uns spielen sollte, und dass es egal ist, ob man gewinnt oder verliert.“
Ridge Canipe, der in „Walk the Line“, einen biografischen Film über Johnny Cash, den jungen Cash spielte, wurde für die Rolle von Liz Whitewoods Sohn Toby engagiert. Ridge sagt, dass „Die Bären sind los“ der „witzigste Film ist, in dem ich je mitgespielt habe. Kein Regisseur ist so entspannt wie Richard. Er ist großartig. Und Billy erzählt die ganze Zeit Witze. Er ist der netteste Kerl, mit dem ich je zusammengearbeitet habe.“
Auf Kenneth Harris, der von den meisten nur „K.C.“ genannt wird und Bill Cosby ganz gemein imitieren kann, ist man bei einem Casting-Aufruf in Dallas aufmerksam geworden. Er spielt Ahmad Abdul Rahim und fasst seine ersten Filmschauspielerfahrungen wie folgt zusammen: „Richard Linklater ist cooler als cool.“
LASST SIE SPIELEN!
Die Franklin/’Mid-Valley’-Spielfelder in Encino dienten als wichtigster Schauplatz für den Film. Der Komplex gehört der Ron Dale Baseball Academy und besteht aus 14 Baseball-Feldern. „Das war genau das richtige Spielfeld für uns. So ein Spielfeld findet man in jeder Stadt und in jedem Staat unseres Landes“, meint Produzent J. Geyer Kosinski.
Einen sommerlichen Baseball während eines verregneten Winters in Südkalifornien zu drehen, und das auch noch in der Flugschneide des Van Nuys Airports, war nicht die einzige Herausforderung, der sich die Filmemacher stellen mussten. Auch das Arbeiten mit einem Dutzend wilder Jungs im Grundschulalter erwies sich als Problem. „Es war beängstigend. Ich mag Kinder in diesem Alter und habe selbst eine elfjährige Tochter. Aber ich wusste nicht, worauf ich mich da wirklich einlassen würde“, bestätigt Linklater. „In ‚School of Rock’ hatte ich es mit einer Schulklasse zu tun, die halb aus Mädchen, halb aus Jungs bestand. Im Klassenraum wussten sie einfach, wie sie sich zu benehmen haben. In diesem Film sind es fast ausschließlich Jungs, die eine Bande kleiner Nervensägen bilden“, erzählt Linklater und führt weiter aus. „Erschwerend kam die Tatsache dazu, dass sich der Film größtenteils draußen auf dem Baseball-Feld abspielt. Da geriet schnell mal etwas außer Kontrolle. Aber wir hatten trotzdem eine Menge Spaß.“
Die Umgebung erforderte eindeutig einen ganz anderen Regie-Stil, gibt Linklater zu - einen, der dem eines Trainers sehr ähnelt. „Ich sagte: ‚Jungs, ihr wisst, dass die letzte Aufnahme lausig war. Was können wir dagegen tun?’ Oder ich sagte: ‚Das war ätzend. Das Ganze noch mal!’ Normalerweise würde ich mit Schauspielern niemals so sprechen. Für eine dramatische Szene würde ich anders vorgehen. Aber hier hatte ich es mit kleinen Baseball-Spielern auf dem Sportplatz zu tun. Da war es völlig normal, so mit ihnen zu reden. Das machte Spaß und es funktionierte.“
Auch Billy Bob Thornton fühlte sich frei, sich am Set locker zu geben. „Billy ist keiner, der am Drehbuch festklebt. Wir haben uns über ihn oft schlapp gelacht“, pflichtet Brandon Craggs bei, der im Film Engelberg spielt.
„Ich habe es geliebt, mit diesen Kindern zu arbeiten. Es war ein toller Haufen“, sagt Thornton, der in dem Alter der Bären selbst zwei Jungs hat. „Es sind großartige kleine Schauspieler und...na ja, ich sage es mal so: Sie alle hatten eine ziemlich durchdringende Persönlichkeit.“ Mit einem kleinen Grinsen fügt er hinzu: „Man muss mit diesen Kids ein bisschen Chaos verbreiten. Nur so behält man sie im Griff.“
„Billy war phänomenal, wenn es um die Kinder ging. Er war ein richtiger Anführer“, erzählt Kosinski. „Er verbrachte viel Zeit mit ihnen und hatte sie richtig gern. Sie warfen sich ständig den Baseball zu oder spielten Football.“ Wenn nicht gedreht wurde, gingen die Kinder am Set zur Schule oder hielten sich im Spielraum auf, der mit Videospielanlagen, Pingpong- und Footballtischen ausgestattet war.
Die für den Film wichtige Szene für den Opening Day erforderte über 500 Extras. Darunter eine komplette Marschkapelle (die Ramona Dynasty Band aus Riverside, Kalifornien), Majorettengruppen, Cheerleaders und ein halbes Dutzend lärmender Jugend-Baseball-Mannschaften.
Höhepunkt des Films ist jedoch das Meisterschaftsspiel gegen die Yankees, bei dem es zu einer heftigen Auseinandersetzung kommt, in Folge dessen sich alle Ersatzbanken leeren. An dieser Stelle kam Webster Whinery, der Koordinator der Stunts, ins Spiel. „Wir drehten zwar keinen Actionfilm, dennoch kommt es zwischen den Yankees und den Bären zu einer Schlägerei, die eine gewisse Choreographie verlangte“, erklärt Whinery. „Mit Kindern zu arbeiten ist dabei etwas schwieriger, als mit erfahrenen Schauspielern. Bei Kindern weiß man nie, was am Ende herauskommt. Deshalb durften alle kleinen Schauspieler selbst ran. Es wurde also niemand gedoubelt.“
Die erste Szene, die auf einer Studiobühne in Sun Valley, Kalifornien, gedreht wurde, verlangte 60 lebende Ratten. Buttermaker kommt in dieser Szene aus dem Keller eines Hauses, das er gerade von Schädlingen befreien soll. Er verkündet der Eigentümerin, dass „sie ein höllisches Rattenproblem hätte.“ Auf dieses Stichwort hin folgen ihm die Ratten die Treppe aus dem Keller hinauf. Tierdresseur Jules Sylvester jagte die Ratten mit einem Föhn aus den Käfigen und brachte sie anschließend mit einem Klicken, das für sie Futter bedeutete, dazu, die Stufen hinaufzuklettern. Zur Erleichterung der Schauspielerin, die den Part der nervösen Hauseigentümerin spielte, wurden sie danach für eine andere Aufnahme gleich wieder eingefangen.
Doch die größte Anzahl von Actionszenen musste auf dem Baseball-Feld gedreht werden. Egal, ob die Kamera an oder aus war, es gab nur wenige Momente, in denen kein Baseball oder Football durch die Gegend flog. Entweder passierte es für eine Szene oder nur so aus Spaß. Gelegenheitsspiele mit Richard Linklaters Football gehörten zur Tagesordnung, und selbst Marcia Gay Harden, die in einem Kostüm steckte, nutzte so manche Gelegenheit. Mit so viel Baseball in einem Film war es wichtig, die Actionszenen authentisch aussehen zu lassen.
„Ich wollte schon immer einen Film über Baseball machen. Aber wenn du selbst Sportler warst, stehst du der Sache kritischer gegenüber“, meint Linklater, der mit einem Baseball-Stipendium ans Sam Houston State-College kam und ein ausgebildeter Quarterback-Footballer ist. „Ich kann jeden Film über Football oder Baseball danach auseinanderpflücken, wie realitätsnah sie mit diesen Sportarten umgehen.“
„Du hast den Wurf, du hast den Schlag. Du musst den Ball fangen, du musst als Erster durch sein. Und du musst checken, was als nächstes passieren kann. Sportgeschichten zu erzählen ist schon ziemlich knifflig“, so Linklater. „Das war übrigens ein weiterer Grund, warum ich diesen Film unbedingt realisieren wollte. Mir ging es darum zu sehen, ob mir das irgendwie gelingen könnte.“
„Wir wollten nicht, dass jemand, der nicht den blassesten Schimmer von Baseball hat, sich an diesen Film wagt“, bestätigt Billy Bob Thornton, der vor längerer Zeit eingeladen wurde, sich in einer kleinen Baseball-Liga auszuprobieren. „Wir hatten mit Steve Savage und Greg Smith sogar zwei Baseball-Experten am Set. Rick und ich sind ebenfalls Baseball-Spieler.“ Zusätzlich wurden echte Jugend-Baseball-Mannschaften herbeigerufen, um die Gegner der Bären zu spielen.
„Ich bin schon seit über 15 Jahre in dem Geschäft. Da trifft man selten auf einen Regisseur, der sich mit diesem Spiel so gut auskennt, geschweige denn, auch noch ein Fan davon ist“, beschreibt Savage den Regisseur Richard Linklater. „Als wir das erste Mal draußen waren, spielten wir Fangball mit ihm, und ich muss sagen, er hat wirklich ein Händchen dafür.“
Über Thornton sagt Savage: „Er mag seine Faustbälle, und ich brachte ihn beim Werfen einige Tricks bei. Jetzt kommt er oft raus und macht 80 bis 90 Würfe. Kein Problem, ich gehe nur sicher, dass er danach seinen Arm kühlt.“ Savage weiter: „Billy ist ein lustiger Kerl. Wir reden gern mit ihm über Baseball, über die Dodgers und ähnlichen Dingen.“
Bei den Darstellern der Bären war es so, dass manche weniger trainiert werden mussten als andere. „Die Darsteller von Kelly und Amanda sind richtig große Baseball-Spieler“, sagt Linklater. „Wir sahen uns für die Rolle der Amanda viele Bewerbungsbänder an, aber das passende Mädchen fanden wir fünf Meter von unserem Produktionsbüro entfernt. Sammi spielt in einer Jungenmannschaft. Sie ist eine echte Spitzensportlerin.“ Steve Savage stimmt dem zu: „Sie ist eine Werferin, die es bringt. Sie ist einfach phantastisch.“
Jeff Davies, der die Rolle des Keely Leak übernahm, ist ebenfalls ein Star-Spieler. „Jeffrey kommt aus Florida, weshalb wir ihm den Spitznamen Orlando gaben. Er versteht das Spiel“, sagt Savage. „Er kann rennen. Er kann schlagen. Er kann werfen. Er kann alles.“
In einer Szene, die es auch im Originalfilm gibt, klettert Kelly gerade auf sein Motorrad, als plötzlich ein Ausball auf ihn zurollt. Er hebt ihn auf und schießt ihn den ganzen Weg zurück zu Buttermakers Mannschaft. „Für ein Kind ist das ein äußerst schwieriger Wurf, aber Jeff hat es durchgezogen“, wundert sich Savage. „Wir mussten es etwa zehn Mal probieren, aber er hat es geschafft.“
Für die Kids, die nicht so gut spielten oder spielen konnten, wurde aber nicht etwa ein Baseball-Trainingslager aufgebaut. Schließlich haben die Bären doch so etwas wie einen Mangel an Talent. „Deshalb ließen wir sie in den ersten Monaten meistens in diesem unerfahrenden Zustand“, sagt Greg Smith.
Savage erfreute es trotzdem, mit Kindern, die den amerikanischen Nationalsport weniger beherrschen, zu arbeiten. „Wir machten mit ihnen Wurfübungen, zeigten ihnen, wie man Bodenbälle abfängt, und wir studierten mit ihnen die Schlag-Szenen ein. Es war einfach sehr viel, was wir mit ihnen in der kurzen Zeit tun konnten“, erklärt Savage. „Aber sie waren fabelhaft. Ich habe es geliebt, mit diesen Kindern zu arbeiten.“
„Diese Kids sind ziemlich gute Sportler, und das haben sie verstanden“, fügt Thornton hinzu. „Jeder hat seinen Job gut gemacht, um Baseball echt aussehen zu lassen.“ Linklater sagt: „Der Vergleich zwischen Sport und Film schien sich durch die ganze Produktion zu ziehen. Diesen Film zu machen war ungefähr so wie mit einem Baseball-Team zu arbeiten.“ Abschließend zitiert der Regisseur einen Satz aus einem anderen Baseball-Film, der unter dem Titel „Annies Männer“ in die deutschen Kinos kam: „An manchen Tagen gewinnst du, an anderen Tagen liegst du zurück. Und manchmal regnet es.“
DIE BESETZUNG
BILLY BOB THORNTON (Morris Buttermaker)
Oscar-Preisträger Billy Bob Thornton kann als Autor, Schauspieler, Regisseur und Musiker auf eine beeindruckende Karriere beim Film, im Fernsehen und am Theater zurückblicken. Mit seinem Charisma und besonderen Talenten ist er zu einem der heiß begehrtesten Filmemacher seiner Generation geworden.
Billy Bob Thornton steht nun am Höhepunkt seiner Laufbahn und war zuletzt in der Universal Pictures-Produktion „Friday Night Lights“ und in der von der Kritik bejubelten Erfolgskomödie „Bad Santa“ zu sehen, wofür er eine Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler in einer Komödie oder Musical bekam. In der Touchstone Pictures-Produktion „The Alamo“ porträtierte er den legendären amerikanischen Volkshelden Davy Crockett und bekam dafür ebenfalls enthusiastische Kritiken. Demnächst ist er an der Seite von John Cusack in der schwarzen Komödie „Ice Harvest“ von Harold Ramis zu erleben. Kürzlich abgedreht ist das Drama „Fade Out“, in dem Milla Jovovich seine Partnerin spielt.
Die Vielseitigkeit seines schauspielerischen Könnens stellte er 2001 unter Beweis. Neben Bruce Willis und Cate Blanchett überzeugte er in Barry Levinsons Gaunerkomödie „Banditen!“. Für die Coen-Brüder stand er in dem Noir-Krimi „The Man Who Wasn’t There“ vor der Kamera. Überwältigend war sein Spiel in dem ergreifendem Drama „Monster’s Ball“ an der Seite von Halle Berry, Peter Boyle und Heath Ledger.
Für alle drei Darstellungen wurde er hoch gelobt, mit dem Resultat, dass er vom National Board of Review zum Besten Schauspieler des Jahres 2001 ernannt wurde. Gleich zweimal wurde er als Bester Darsteller für den Golden Globe nominiert, zum einen für „The Man Who Wasn’t There“ in der Kategorie Drama, zum anderen in der Kategorie Komödie oder Musical für „Banditen!“. Das American Film Institute schlug ihn außerdem als Besten Schauspieler für „The Man Who Wasn’t There“ vor.
Mit dem von der Kritik und vom Publikum gefeierten Drama „Sling Blade – Auf Messers Schneide“ sicherte sich Thornton als Darsteller, Regisseur und Drehbuchautor dieses Films den Ruf, ein herausragender Filmemacher zu sein. Für seine Tatkraft wurde er nicht nur in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch für einen Oscar nominiert, sondern auch als Bester Schauspieler. Neben Thornton gehörten Robert Duvall, J.T. Walsh, Dwight Yoakum und John Ritter zur weiteren Besetzung. Die Filmgesellschaft The Shooting Gallery hat den Film produziert, Miramax brachte ihn in die Kinos.
Thornton war jedoch schon vor „Sling Blade – Auf Messers Schneide“ stark im Filmgeschäft vertreten. Nach seinem Drehbuch entstand der viel gepriesene Thriller „One False Move“, in dem er ebenfalls eine Hauptrolle übernahm. Die überwältigende Geschichte, die Thornton zusammen mit Tom Epperson schrieb, wurde von seiner intensiven Darstellung eines gejagten Verbrechers noch übertroffen. Der Film unter der Regie von Carl Franklin wurde ein Überraschungshit.
In weiteren Rollen sah man Thornton außerdem in „Heiße Nächte in Las Vegas“ von Alex Cox, in der Paramount Pictures-Produktion „Ein unmoralisches Angebot“ von Adrian Lyne, in Jim Jarmuschs für Miramax gedrehten Western „Dead Man“ und in der Buena Vista Pictures-Produktion „Tombstone“ von George Cosmatos.
Weiterhin trat Thornton in den Filmen „Auf brennendem Eis“, „Blood In Blood Out – Verschworen auf Leben und Tod“, „For The Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe“ und „Sterne über Texas – Der wunderliche Mr. Cox“ auf.
Als Drehbuchautor arbeitete Thornton an einer Vielzahl von Filmprojekten mit, unter anderem für United Artists, Miramax, Universal Studios, Warner Bros., Touchstone Pictures, Island Pictures, David Geffen Productions und HBO. Eines seiner bedeutendsten Drehbücher ist das zu dem hoch geschätzten United Artists-Film „Family Thing – Brüder wider Willen“ mit Robert Duvall und James Earl Jones in den Hauptrollen.
Als Schauspieler sah man Thornton an der Seite von Bruce Willis in dem Actionabenteuer „Armageddon – Das jüngste Gericht“, das von Blockbuster-Produzent Jerry Bruckheimer realisiert wurde. Neben Sean Penn und Nick Nolte brillierte Thornton in Oliver Stones „U-Turn – Kein Weg zurück“. Unter der Regie von Mike Nichols stand er mit John Travolta und Emma Thompson für „Mit aller Macht“ vor der Kamera, und als Gegenspieler von John Cusack trat er in der schwarzen Komödie „Turbulenzen – und andere Katastrophen“ auf.
Abermals für den Oscar und den Golden Globe nominiert wurde Thornton als Bester Nebendarsteller in dem von Sam Raimi dramaturgisch clever inszenierten Drama „Ein einfacher Plan“. Für diese ungewöhnliche Rolle bekam er außerdem den Best Supporting Actor Award von der Los Angeles Film Critics Association sowie eine Nominierung von der Screen Actors Guild.
Für seine weiteren Regieausflüge wählte Thornton die Komödie „Daddy And Them“, für die er wiederum das Drehbuch schrieb und eine Rolle übernahm, sowie das Epos „All die schönen Pferde“ nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Cormac McCarthy. Für die Hauptrollen verpflichtete Thornton Matt Damon, Penelope Cruz und Henry Thomas.
Als Co-Autor wirkte Thornton an dem Mystery-Thriller „The Gift – Die dunkle Gabe“ mit. Cate Blanchett, Giovanni Ribisi und Hilary Swank gehörten zu der hochkarätigen Besetzung. Weiterhin spielte Thornton neben Charlize Theron, Patrick Swayze und Natasha Richardson in der von Miramax Films produzierten Komödie „Waking Up In Reno“, in „Levity“ mit Morgan Freeman, Holly Hunter und Kirsten Dunst als seine Co-Stars, in der bissigen Komödie „Ein (un)möglicher Härtefall“ an der Seite von George Clooney und Catherine Zeta-Jones sowie in „Tatsächlich...Liebe“ mit Hugh Grant, Laura Linney und Liam Neeson.
GREGG KINNEAR (Coach Roy Bullock)
Er kann bereits eine eindrucksvolle Liste von Filmen vorweisen, und dennoch ist Greg Kinnear kontinuierlich dabei, sie mit Rollen in den unterschiedlichsten Projekten zu bereichern. Zuletzt lieh er seine Stimme für das von 20th Century Fox realisierte computeranimierte Trickspektakel „Robots“. Zuvor sah man ihn an der Seite in dem von Lions Gate produzierten Thriller „Godsend“ und in der 20th Century Fox-Komödie „Unzertrennlich“ von den beiden Farrelly Brüdern. Darin spielen Kinnear und Matt Damon Siamesische Zwillinge, die sich eine Leber teilen müssen und an den Hüften zusammengewachsen sind. Als Walt (Kinnear) nach Los Angeles will, um seinen Traum von einer Schauspielkarriere in Hollywood zu erfüllen, muss er zunächst seinen widerwilligen Bruder (Damon) überzeugen, ihn in dieses Abenteuer zu folgen.
Als nächstes wird man Kinnear neben Pierce Brosnan und Hope Davis in „Mord und Margaritas“ erleben, eine Gaunerkomödie von der Weinstein Company, die auf dem Sundance Filmfestival uraufgeführt wurde und demnächst auch in unseren Kinos anlaufen wird. Noch in Produktion befindet sich Kinnears nächster Film: Die schwarze Komödie „Little Miss Sunshine“ mit Steve Carell in einer weiteren Hauptrolle. In einem noch unbetitelten Film von der Walt Disney Company wird Kinnear an der Seite von Mark Wahlberg den legendären NFL-Coach Dick Vermiel verkörpern. Die Dreharbeiten sollen in diesem Sommer beginnen.
Aufsehen erregte Kinnear, als er in dem von den Kritikern bejubelten Biopic „Auto Focus“ unter der Regie von Paul Schrader den Schauspieler und Komödianten Bob Crane spielte, der mit der Fernsehserie „Ein Käfig voller Helden“ zum Star wurde und unter mysteriösen Umständen starb. Der Film erlaubte einen interessanten Blick auf das aufregende Leben von Bob Crane. Sony Pictures Classics brachte „Auto Focus“ mit Willem Dafoe, Maria Bello und Rita Wilson in weiteren Rollen im Herbst 2002 in die amerikanischen Kinos.
In den letzten Jahren war Kinnear wahrlich ein viel beschäftigter Mann. Noch vor dem gefeierten Film „Auto Focus“ sah man ihn 2002 zusammen mit Mel Gibson in dem Film „Wir waren Helden“ von Paramount Pictures/Icon Productions in der Vietnamkriegsschlacht um La Drang auf der Leinwand kämpfen. Eine gute Figur machte der Schauspieler im gleichen Jahr ebenso auf dem kleinen Fernsehbildschirm, als er neben Toni Collette, Dennis Quaid und Andie MacDowell in Norman Jewisons ergreifenden HBO-Film „Dinner with Friends“ mitspielte. Die Adaption des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Stücks von Donald Margulies beleuchtet die bittersüße Beziehung zweier verheirateter Paare.
Zu seinen weiteren Filmen gehören die Romantikkomödie „Männerzirkus“ mit Ashley Judd und Hugh Jackman, Sam Raimis übernatürlicher Thriller „The Gift – Die dunkle Gabe“ mit Cate Blanchett und Katie Holmes und Neil LaButes schwarze Komödie „Nurse Betty – Gefährliche Träume“ mit Renee Zellweger, Morgan Freeman und Chris Rock.
1997 begeisterte Kinnear als Jack Nicholsons bedauerlicher Nachbar Simon in James L. Brooks für mehrere Oscars nominierten Tragikomödie „Besser geht’s nicht“. Seine Darstellung brachte ihm nicht nur selbst einen Nominierung für den Oscar ein, sondern auch die Ehre, vom National Board of Review zum Besten Nebendarsteller des Jahres ernannt zu werden. Des Weiteren war er in der gleichen Kategorie für den Golden Globe und den Screen Actors Guild Award nominiert.
Sein Leinwanddebüt gab Kinnear mit dem von Sydney Pollack inszenierten Remake „Sabrina“, in dem Harrison Ford und Julia Ormond seine Ko-Stars waren. Seine Darstellung veranlasste die Organisation der Filmtheaterbesitzer, ihn auf der Veranstaltung NATO ShoWest zum „Star of Tomorrow“ zu ernennen. Nach seiner für den Oscar nominierten Rolle in „Besser geht’s nicht“ stand er mit Tom Hanks und Meg Ryan für Noa Ephrons romantischer Erfolgskomödie „e-m@il für dich“ vor der Kamera. Mike Nichols verpflichtete ihn neben Garry Shandling und Annette Bening für „Good Vibrations – Sex vom anderen Stern“, und einen Gastauftritt als Captain Amazing hatte er in „Mystery Men“.
Berühmt wurde Greg Kinnear 1991 als animierter und witziger Gastgeber von E! Entertainment Television’s „Talk Soup“. Mit seinen geistreichen Kommentaren zu Ausschnitten aus Fernsehprogrammen wie „Sally Jesse Raphael“, „Jerry Springer“ oder „Montel“ wurde er zum Meister aller Talkshows. Schließlich übernahm er in der Show zusätzlich die Rolle des ausführenden Produzenten, womit sich Kinnear einen Emmy Award, begeisterte Kritiken und eine treue, kult-ähnliche Anhängerschaft verdiente.
Als die Popularität von „Talk Soup“ anstieg, weckte Kinnear die Neugierde der NBC-Bosse, die auf der Suche nach einem Ersatz für Bob Costas waren. Nach drei erfolgreichen Staffeln mit „Talk Soap“ verließ Kinnear die Show, um bei NBC Gastgeber und ausführender Produzent seiner eigenen Late-Night-Show „Later with Greg Kinnear“ zu werden.
Aufgewachsen ist Kinnear quasi auf der ganzen Welt, weil die Familie dem beim US-Außenministerium arbeitenden Vater folgte. Rinnear lebte an verschiedenen Orten wie Logansport, Indiana, Washington D.C., Beirut, Libanon oder Athen, Griechenland. Momentan residiert er mit Frau und Tochter in Los Angeles.
MARCIA GAY HARDEN (Liz Whitewood)
Sie ist eine der vielseitigsten und talentiertesten Schauspielerinnen beim Film, Fernsehen und auf der Bühne. Für ihre Rolle als Celeste Boyle unter der Regie des legendären Clint Eastwood in dem von der Kritik hoch gelobten Film „Mystic River“ erntete Marcia Gay Harden ihre zweite Oscar-Nominierung. Darin spielt sie die Ehefrau von Tim Robbins, die in einem schrecklichen Mordfall an der Unschuld ihres niedergeschmetterten Mannes zweifelt und sich immer weiter von ihm entfernt. Zur Starbesetzung von „Mystic River“ gehörten außerdem Sean Penn, Kevin Bacon, Laurence Fishburne und Laura Linney.
Mit Laura Linney stand sie gerade für Dylan Kidds „P.S.“ vor der Kamera, und an der Seite von Forest Whitaker und Donald Sutherland beendete sie die Independent-Produktion „American Gun“. Gen Hackman und Ray Romano waren ihre Partner in der 2004 gedrehten Fox-Komödie „Willkommen in Mooseport“.
Noch anstrengender war für die Schauspielerin das Jahr 2003, als gleich drei ihrer Filme ins Kino kamen. Neben „Mystic River“ war sie in „Casa de Los Babys“ und „Mona Lisas Lächeln“ zu bewundern. „Mona Lisas Lächeln“ ist eine Revolutions Studios-Produktion und wurde von Regisseur Mike Newell in Szene gesetzt. Harden spielt darin die Lehrerin Nancy Abbey, die sich mit Julia Roberts anfreundet. Julia Stiles, Kirsten Dunst und Maggie Gyllenhaal übernahmen die Rollen der Schülerinnen. „Casa de Los Babys“ erzählt die Geschichte von sechs amerikanischen Frauen, die nach Mexiko gehen, um dort Babys zu adoptieren. Der hoch geschätzte John Sayles führte Regie und neben Hayden gehörten Daryl Hannah, Lili Taylor, Mary Steenhagen, Rita Moreno und Maggie Gyllenhaal zur weiteren Besetzung. Der Film feierte seine Premiere auf dem Toronto Filmfestival 2003.
Für ihr überwältigendes Porträt von Lee Krasner an der Seite von Ed Harris in „Pollock“ – die Geschichte des innovativen Expressionisten Jackson Pollock und seiner ebenso künstlerischen Frau – wurde Harden 2001 mit dem Oscar ausgezeichnet. Mit Harris stand sie zuvor schon während des New York Shakespeare Festivals für die Premiere von Sam Shepards Stück „Simpatico“ auf der Bühne. Neben dem Oscar gewann sie im gleichen Jahr außerdem den New York Film Critics Award als Beste Nebendarstellerin und eine Nominierung für den Independent Spirit Award.
Entdeckt wurde Marcia Gay Harden von den Coen-Brüdern, die ihr in dem von viel Kritikerlob bedachten Thriller „Miller’s Crossing“ die weibliche Hauptrolle gaben. Zu ihren männlichen Schauspielkollegen gehörten Albert Finney, Gabriel Byrne und John Turturro. Anschließend bekam sie weitere Hauptrollen in den Filmen „Late for Dinner – Eine zeitlose Liebe“ und „Die Herbstzeitlosen“. Zu ihren weiteren Credits zählen die Warner Bros.-Pictures-Produktion „Space Cowboy“ unter der Regie von Clint Eastwood, der neben Tommy Lee Jones, Donald Sutherland und James Garner außerdem eine der Hauptrollen übernahm, die Romanze „Rendezvous mit Joe Black“ an der Seite von Brad Pitt und Anthony Hopkins, der Walt Disney-Filmspaß „Flubber“ mit Robin Williams, der Thriller „Desperate Measures – Jede Stunde zählt“ mit Andy Garcia und Michael Keaton, „Safe Passage“ mit Susan Sarandon, Sam Shepard und Robert Sean Leonard, der viel gepriesene Independent-Erfolg „Crush“, der auf dem Filmfestival in Cannes zum Hit wurde, die Blockbuster-Komödie „Club der Teufelinnen“ und Susan Seidelmans „Gaudi Afternoon“, ein Film mit Judy Davis, Juliette Lewis und Lili Taylor, der an Originalschauplätzen in Barcelona entstand.
Für ihre vielschichtige Darstellung in „Die Geschichte vom Spitfire Grill“ gewann Harden den Spirit of Sundance Award. Der Film wurde in Sundance außerdem mit dem Publikumspreis geehrt.
Im Fernsehen trat sie als Partnerin von Patrick Stewart in der TNT-Produktion „King of Texas“ auf. Ein epischer Western, der Shakespeares „King Lear“ nach Texas um 1840 verlegt. Weitere Fernsehauftritte hatte sie neben Richard Dreyfuss in der CBS-Serie „The Education of Max Blickford“ und in dem hoch eingeschätzten A&E-Originalfilm „Small Vices“ an der Seite von Joe Mantegna. Mit ihm spielte sie danach noch in der A&E-Produktion „Thin Air“ und in „Guilty Hearts“, dem Film der Woche auf CBS. Erstmals wurde das Fernsehpublikum 1992 auf Harden aufmerksam, als sie in der CBS-Miniserie „Frank Sinatra – Der Weg an die Spitze“ die Schauspielerin Ava Gardner verkörperte.
Am Broadway stand sie in dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Stück „Angels in America“ von Tony Kushner auf der Bühne. Mit dieser Rolle verdiente sich Harden eine Tony-Nominierung sowie den Drama Desk Award und einen Theater World Award. Im Theater brillierte sie ebenfalls in David Rabes „Those the River Keeps“. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sah man Marcia zuletzt als Masha in der NY Public Theatre-Produktion „The Seagull“. Unter der Regie von Mike Nichols spielten weiterhin Meryl Streep, Kevin Kline Phillip Seymour Hoffman und Natalie Portman.
Die Schauspielerin studierte an der University of Texas und machte dort in Theaterkunst ihren Bachelor of Art. Anschließend nahm sie am Theaterprogramm der New York University teil und beendete es mit einem MFA.
SAMMI KANE KRAFT (Amanda Whurlitzer)
Bereits mit vier Jahren begann Sammi Kane Kraft in New York City mit dem Ballspielen. Ihr Vater trainierte sie in Baseball, und mehr als einmal verhalf Sammi ihren Teams zum Sieg. Ihre Spezialität ist das Werfen.
Darüber hinaus ist sie auch noch eine exzellente Basketball-Spielerin und gehört in ihrer Heimatstadt zum Spitzenteam der Mädchenmannschaft. Die Sommermonate verbringt sie gelegentlich in einem Ferienlager für Shakespeare-Amateure. Professionelle Schauspielerfahrungen hatte sie vor „Die Bären sind los“ jedoch nicht. Inzwischen hat sie jedoch vor der Kamera genauso viel Spaß wie auf dem Sportfeld.
Wenn Sammi weder Ball noch Schläger in ihren Händen hält, findet man sie mit ihrem Surfbrett am Strand. Außerdem spielt sie Gitarre und liebt es zu singen. Als fähige Athletin will sie eines Tages an den Olympischen Spielen teilnehmen, allerdings weiß sie noch nicht in welcher Disziplin. Sammi lebt mit ihren Eltern und zwei älteren Brüdern in Los Angeles.
JEFFREY DAVIES (Kelly Leak)
Der begabte Baseball-Spieler Jeffrey Davies lebt mit seinen Eltern und vier Brüdern zusammen. Er hatte zuvor noch nie geschauspielert, doch eine Freundin, die er und seine Familie durch Baseball kennen, hörte von einem Casting-Aufruf für „Die Bären sind los“ und bestand darauf, dass sich Jeffrey dafür vorstellen sollte. Die Freundin glaubte, er wäre die perfekte Besetzung für die Rolle des Kelly Leak. Sie sollte Recht behalten.
In seiner Freizeit hört Jeffrey gern Musik (besonders die von den Beatles) und steht für sein Schulteam in den Baseball-Disziplinen Second Base und Shortstop auf dem Spielfeld.
TIMMY DETERS (Tanner Boyle)
Timmy Deters hat drei ältere Brüder, mit denen er in Südkalifornien lebt. Seit dem 7. Lebensjahr ist er ein professioneller Schauspieler. Mit Will Ferrell stand er zuletzt für die Familien-Fußballkomödie „Kicking & Screaming“ vor der Kamera. Des Weiteren sah man ihn in „Der Kindergarten-Cop“ und „Animal – Das Tier im Manne“.
Gastauftritte im Fernsehen hatte er unter anderem in den Serienhits „Scrubs – Die Anfänger“, „Die wilden Siebziger“, „Für alle Fälle Amy“, „Alle lieben Raymond“, „King of Queens“ und „Mad TV“.
BRANDON CRAGGS (Mike Engelberg)
Der in Oshawa, Ontario, Kanada, geborene Brandon Craggs entwickelte schon sehr früh eine Leidenschaft für die Schauspielerei. Seine Laufbahn begann er mit verschiedenen Shows an der Schule, die das Publikum Nacht für Nacht wieder begeisterten. Daraufhin bekam er einen Platz an dem hoch angesehenen Oshawa Little Theater.
Kürzlich sah man Brandon in der Rolle des Casey an der Seite von Drew Barrymore und Jimmy Fallon in „Fever Pitch – Ein Mann für eine Saison“. Die Komödie wurde von den Farrely-Brüdern inszeniert. Ferner trat er neben Billy Ray Cyrus in einer Episode von „Doc“ auf. Brandon spielt für Oshawa Baseball und Hockey.
RIDGE CANIPE (Toby Whitewood)
Ridge Canipe lebt in Laguna Beach, Kalifornien, und war jüngst in der 20th Century Fox-Produktion „Walk the Line“ über das Leben von Johnny Cash zu sehen. Ridge spielte den berühmten Country-Sänger in jungen Jahren.
Demnächst ist der Jungschauspieler in dem Film „Tom 51“und in der Fernsehserie „Lucky“ zu erleben. Weitere Gastauftritte hatte er in Serien wie „Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen“, „The District – Einsatz in Washington“ und „Angel – Jäger der Finsternis“. Demnächst beginnen für ihn die Dreharbeiten zu „Danica“. Ridge wird neben Marisa Tomei eine der Hauptrollen übernehmen.
TYLER PATRICK JONES (Timmy Lupus)
Bereits vor über sechs Jahren wurde Tyler Patrick Jones auf einer Geburtstagsparty im San Fernando Valley-Park entdeckt. Bevor er mit seiner Filmkarriere begann, konnte er sein schauspielerisches Können bereits in mehreren Episoden von „Für alle Fälle Amy“, „Frauenpower“ und „So Little Time“ sowie in diversen Werbespots unter Beweis stellen.
2002 ergatterte er sich die Rolle von Tom Cruises gekidnappten Sohn in Steven Spielbergs Blockbuster „Minority Report“. Danach spielte er seine bisher wohl intensivste Rolle als Edward Nortons Sohn in Brett Ratners „Roter Drache“. Gerade wegen dieser Intensität haben ihn seine Eltern den Film bis heute nie ganz sehen lassen.
Ein Jahr später arbeitete Tyler mit dem Emmy-Gewinner Bradley Whitford an „Fathers and Sons“. Eine Dauerrolle übernahm er nun in der WB-Serie „Summerland“. Jones spielt den immer zu Streichen aufgelegten Nachbarsjungen Chris. Außerdem trat er in der Project Greenlight-Produktion „Feast“ auf. Wenn er nicht arbeitet, erfreut sich Tyler durch Schwimmen, Fußball und Basketball. Er lebt mit seiner Familie in Südkalifornien.
AMAN JOHAL (Prem Lahiri)
Mit „Die Bären sind los“ feiert der aus Vancouver, Kanada, stammende Aman Johal sein Filmdebüt. Seine Mutter, eine Schauspielerin und Tennislehrerin, ermutigte ihren jüngsten Sohn immer wieder dazu, seinen Träumen nachzugehen. Der Agent der Mutter hörte von dem Casting für „Die Bären sind los“, und Aman folgte dessen Aufforderung, sich vorzustellen. Er rechnete jedoch nicht mit dem großartigen Erfolg, als einer der Bären gecastet zu werden. Seine beiden älteren Brüder waren über das Glück des Kleinen ebenfalls außer sich vor Freude. Aman ist ein wettbegieriger Sportler, der sich in Tennis, Fußball und Roller-Hockey ausgezeichnet hat. Nach „Die Bären sind los“ hat er außerdem eine große Leidenschaft für Baseball entwickelt. Nebenbei ist er noch ein großer Musik- und „Star Wars“-Fan.
TROY GENTILE (Matthew Hooper)
Für „Die Bären sind los“ stand Troy Gentile erstmals vor einer Filmkamera. Er lebt in Südkalifornien und liebt Filme über alles. Sein Lieblingsschauspieler ist Robert De Niro. Demnächst sieht man Troy in „9 Lives of Mara“ und als junger Jack Black in „Tenacious D The Pick of Destiny“.
JEFFREY TEDMORI (Garo Daragebrigadian)
Seine Schauspielkarriere begann Jeffrey Tedmori bereits mit vier Jahren, als er am West Coast Theatre das erste Mal auf der Bühne stand. Doch erst als Zehnjähriger wurde er für erste große Auftritte in Werbe-, Fernseh- und Kinofilmen engagiert. Seine erste Hauptrolle hatte er als Shashi neben Eric Roberts in „Junior Pilot“. Danach folgten weitere Rollen in „The Bernie Mac Show“, “The District – Einsatz in Washington“ und „Strong Medicine – Zwei Ärztinnen wie Feuer und Eis“. Während dieser Zeit wurde Jeffrey ebenso für etliche nationale Werbespots verpflichtet.
KENNETH „K.C.“ HARRIS (Ahmad Abdul Rahim)
Die Rolle des Ahmad bekam der in Texas lebende Kenneth „K.C.“ Harris, nachdem seine Mutter in einer Zeitung die Anzeige entdeckte, dass noch Kinder für „Die Bären sind los“ gesucht werden. K.C. hatte die Nacht zuvor bei einem Freund übernachtet und wäre fast zu spät zu dem Vorstellungsgespräch gekommen. Mit der Schauspielerei ist er vormals nie in Berührung gekommen. Er liebt Baseball, hört gern Musik und spielt Basketball und Fußball.
CARLOS ESTRADA (Miguel Agilar)
Der in Los Angeles geborene Carlos Estrada lebt heute mit seiner Familie, zu der auch sein kleiner Bruder Emmanuel gehört, in der Nähe von Seattle. Carlos ist ein kontaktfreudiges Kind, weshalb ihm ein Freund den Tipp gab, es mal mit der Schauspielerei zu versuchen. Er beherrscht Klarinette und Gitarre, spielt in seiner Freizeit gern Fußball und ist im Winter vor allem auf seinem Snowboard anzutreffen. In Seattle und Los Angeles nahm Carlos an Schauspielkursen teil und konnte sich dadurch noch verbessern.
EMMANUEL ESTRADA (Jose Agilar)
Emmanuel Estrada ist der jüngere Bruder von Carlos und wurde in Seattle geboren, wo er noch heute mit seiner Familie wohnt. Er spielt Trompete und versucht sich gerade in Gitarrespielen. Zu seinen Lieblingssportarten gehören Fußball und Baseball. Genauso wie Carlos nahm er an aufbauenden Schauspielkursen in Seattle und Los Angeles teil.
DER STAB
RICHARD LINKLATER (Regie & Produktion)
Mit „Rumtreiber“, einem experimentell erzählten Film über das Leben von 100 Charakteren innerhalb 24 Stunden, erntete Regisseur und Autor Richard Linklater bereits 1991 viel Lob. Davor drehte er viele Kurzfilme und verwirklichte mit „It’s Impossible to Learn to Plow by Reading Books“(1988) auf sogar einen Spielfilm in Super 8.
Zu seinen weiteren Filmen zählen „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“ (1993) über die Kultjahre der Siebziger, „Before Sunrise – Zwischenstopp in Wien“ (1995), „Surburbia“ (1997), „The Newton Boys“ (1998), ein Western- und Gangsterfilm, der in den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts angesiedelt ist, der animierte Spielfilm „Waking Life“ (2001), das in Realzeit gedrehte Low-Budget-Drama „Tape“ (2001), die Kurzdokumentation „Live From Shiva’s Dance Floor“ (2003), die Erfolgskomödie „School of Rock“ (2003) und der oft gepriesene Film „Before Sunset“ (2004). Momentan befindet sich Linklater in der Postproduktion von „A Scanner Darkly“ (2006) nach einer Geschichte von Philip K. Dick.
Linklater arbeitet darüber hinaus für die Organisation Artistic Director of the Austin Film Society, die er 1985 gegründet hatte, um Filme aus der ganzen Welt vorzustellen, die üblicherweise nicht in Austin gezeigt werden. Die Austin Film Society hat jährlich mehr als 100 Filme im Programm und stellt 473.000 Dollar für Stipendien an texanische Filmemacher bereit. 1999 wurde die Austin Film Society von der Directors Guild of Amerika als Anerkennung für ihre Dienste in der Kunst mit dem ersten National Honoree Award ausgezeichnet.
GLENN FICARRA & JOHN REQUA (Co-Drehbuchautoren)
Die beiden Drehbuchautoren Glenn Ficarra und John Requa haben sich während ihrer Zeit am Pratt Institute’s Film Programm in New York kennen gelernt. Kurze Zeit später zogen sie nach Hollywood, wo ihnen mit ihrer Autorenarbeit an der Nickelodeon Television Show „Die Biber- Brüder“ ein erster Durchbruch gelang. Zusammen schrieb und inszenierte das Autorenduo Kurzfilme wie „Pull My Finger“ und „Fife Vanderplough, The Wild Naked Boy of the Lemondrop Forest“.
Der unverwechselbare Schreibstil der beiden schimmerte bereits in ihrem ersten Drehbuch für einen Spielfilm durch: „Jack Tucker, Trucker“ ist eine unkonventionelle Komödie, die nun von der Produktionsgesellschaft GreenStreet Films in Angriff genommen wurde. Glenn und John werden selbst Regie führen, Woody Harrelson wird der Star des Films sein.
Ihr erstes Drehbuch, das zuvor umgesetzt wurde, war die Warner Bros.-Produktion „Cats & Dogs – Wie Hund und Katz“, die an der Kinokasse sehr viel Gewinn brachte. Über 200 Millionen Dollar spielte der Film weltweit ein und entwickelte sich für das Studio mit einer Fortsetzung und einer Fernsehshow zu einem wahren Franchise-Erfolg. Die menschlichen Stars des Films waren Jeff Goldblum und Elizabeth Perkins, während Susan Sarandon, Tobey Maguire, Michael Clarke Duncans, Sean Hayes und Alec Baldwin den Hunden und Katzen ihre Stimmen liehen.
Basierend auf ihre Arbeit an diesem Film hat Warner Bros. einen Deal für insgesamt drei Filme mit Ficarra und Requa abgeschlossen.
Für die Coen-Brüder schrieben Ficarra und Requa „Bad Santa“, und tatsächlich sind sie damit die ersten Autoren, die je von den Coen-Brüdern angeheuert wurden. Der Film, der von Dimension Films finanziert und herausgebracht wurde, war ein kommerzieller Erfolg und bekam darüber hinaus großartige Kritiken. Bis heute hat „Bad Santa“ allein in den USA über 60 Millionen Dollar eingespielt. Die Coen-Brüder agierten dabei als ausführende Produzenten. Terry Zwigoff führte Regie und Billy Bob Thornton spielte den doppelzüngigen Shopping Mall-Weihnachtsmann.
2004 stellten die beiden ihr Drehbuch zu „Old MacDonald“ für Warner Bros. fertig. Der bahnbrechende Familienfilm aus Real- und CGI-Szenen soll bald in die Kinos kommen.
BILL LANCASTER (Originaldrehbuch)
Der 1997 verstorbene Bill Lancaster war der Sohn von Burt Lancaster und Norma Anderson. Mit seinem Drehbuch „Die Bären sind los“ gewann er 1977 den WGA Award. Lancaster schrieb anschließend an der Fortsetzung „Die Bären sind nicht mehr zu bremsen“ und verfasste das Drehbuch für den Science-Fiction-Thriller „Das Ding aus einer anderen Welt“, der von John Carpenter inszeniert wurde.
J. GEYER KOSINSKI (Produktion)
Seine Karriere begann J. Geyer Kosinski 1992 im Postraum der renommierten William Morris Agency. Bereits ein Jahr später ist er selbst zum Agenten aufgestiegen. Er arbeitete fünf Jahren in der Abteilung für Motion Pictures und vertrat Schauspieltalente wie Billy Bob Thornton, Angelina Jolie, George Clooney, Kevin Spacey, Robert Downey Jr., um nur einige zu nennen. Er arbeitete ebenso an Filmen mit wie etwa „Sling Blade – Auf Messers Schneide“ mit Billy Bob Thornton als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller, „Albino Alligator“ unter der Regie von Kevin Spacey mit Matt Damon, Gary Sinise und Faye Dunaway in den Hauptrollen, und „Gia – Preis der Schönheit“, geschrieben und inszeniert von dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Autoren Michael Cristofer mit Angelina Jolie, Mercedes Reuhl und Faye Dunaway in den Hauptrollen.
Angezogen von der Arena des Talentmanagements und angelockt von der Möglichkeit, die Projekte seiner Klienten zu entwickeln und zu produzieren, verließ Kosinski die William Morris Agency und wechselte 1997 zu Addis-Wechsler. Addis-Wechsler ist ein aus Industry Entertainment hervorgegangenes Produktions- und Managementunternehmen aus 20 Managern und Produzenten sowie 40 weiteren Mitarbeitern, das von Kosinski als Miteigentümer und geschäftsführender Gesellschafter überwacht wird.
Industry Entertainment hat die Unterhaltungsbranche durch die Vereinigung von Management und Produktion unter einem Dach revolutioniert. Das Unternehmen versorgt über 150 Klienten, darunter viele mit Oscars ausgezeichnete Schauspieler, Regisseure, Autoren, Produzenten und Musiker. Industry Entertainment produzierte außerdem sieben Fernsehshows und vierzig Kinofilme, darunter „Quills – Macht der Besessenheit“, „Requiem for a Dream“, „25th Hour“, „Fifteen Minutes“, „Fierce People“, „Jenseits aller Grenzen“ und „Kaltes Land“.
Gegenwärtig fungiert Kosinski als Ausführender Produzent der erfolgreichen Sitcom „Hope & Faith“ mit Kelly Ripa und Faith Ford in den Hauptrollen. Zu seinen weiteren Fernseharbeiten gehören „Threat Matrix“ für den Sender ABC, „Haunted“ für UPN, „War Stories“ mit Jeff Goldblum für NBC und „Going to California“ von Scott Rosenberg für Showtime kreiert.
Als Manager und Produzent gründete Kosinski 2004 mit Media Talent Group seine eigene Firma. In seinen Eigenschaften als Vorsitzender und Geschäftsführer treibt er zusammen mit seinem Stab die Karrieren von Schauspielern, Autoren und Regisseuren voran.
Media Talent Group hat ungefähr vierzig Kino- und Fernsehprojekte im Produktions- oder Entwicklungsstadium. Dazu gehören „Fade Out“, geschrieben und inszeniert von Michael Cristofer mit Billy Bob Thornton und Milla Jovovich als Stars, „Bitten“ nach einem Drehbuch von Alexander Stuart mit Angelina Jolie für Warner Bros., „45“ nach einem Drehbuch von Gary Lennon und wiederum mit Milla Jovovich in der Hauptrolle, „Obsessed“, geschrieben von Gina Wendkos mit Angelina Jolie und Jim Carrey im Auftrag von Universal, „To Love Somebody“ nach einer Geschichte von Mitch Glazer, „The Old Days“ unter der Regie von Phil Kaufman mit Morgan Freeman, „Kiss“, geschrieben von Michael Cristofer, „Hail Mary“ nach einem Drehbuch von Mitch Glazer für die Produktionsgesellschaft Revolution, „Void Moon“ nach einem Drehbuch von Michael Cristofer, das von Regisseur DJ Caruso mit Al Pacino umgesetzt werden soll und „Party Girl Chronicles“, geschrieben von Gina Wendkos im Auftrag von New Regency, um nur einige zu nennen.
Kosinski war darüber hinaus an der Verwirklichung folgender Filme beteiligt: „Bad Santa“ mit Billy Bob Thornton in der Starrolle, „Mr. & Mrs. Smith“ von Doug Liman mit Angelina Jolie und Brad Pitt inszeniert, „Taking Lives“ unter der Regie von DJ Caruso mit Angelina Jolie, Ethan Hawke und Oliver Martinez in den Hauptrollen, „Lara Croft: Tomb Raider“ wiederum mit Angelina Jolie als Star des Films sowie „Original Sin“ mit Angelina Jolie und Antonio Banderas unter der Regie von Michael Cristofer.
Kosinski ist Mitglied der beiden Organisationen Cutural Alliance of Washington D.C. und Junior Achievement of Southern California und arbeitet ferner mit Habitat for Humanity zusammen. Nebenbei sitzt er im Komitee der Direktoren von SKECHERS USA, einem der größten und am schnellsten expandierenden Schuhfirmen der USA. Jährlich wird etwa eine Milliarde Dollar umgesetzt und über 1000 Ausführungen werden in mehr als 100 Ländern und Territorien auf der Welt verkauft.
MARCUS VISCIDI (ausführender Produzent)
Marcus Viscidi saß zuletzt an der Postproduktion der Romanverfilmung von Steve Martins „Shopgirl“. Anand Tucker führte Regie, und die Hauptrollen wurden von Claire Danes und Steve Martin selbst gespielt. Außerdem produzierte er „Sehnsüchtig“ mit Josh Hartnett und William Friedkins „Die Stunde des Jägers“ mit Tommy Lee Jones und Benicio Del Toro als Gegenspieler. Zuvor realisierte er als Produzent Tom DiCillos „Living In Oblivion – Total abgedreht“, „Echt blond“, „Double Whammy“ und „Der Mond in meiner Hand“ mit den Stars John Turturro und Sam Rockwell.
Weitere Credits verdiente er sich mit unter anderem mit John Schlesingers „Ein Freund zum Verlieben“ mit Madonna und Rupert Everett, „Mad Love – Volle Leidenschaft“ mit Drew Barrymore und Chris O’Donnell als Liebespaar, „Courtship“ von Horton Foote, „Rocket Gibraltar“ mit Burt Lancaster und Macaulay Culkin unter der Regie von Daniel Petrie, „Signs of Life“ und die Filmversion von Lanford Wilsons „Lemon Sky“, die auf dem Sundance Filmfestival mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde.
Viscidi fühlt sich als Produzent ebenso vom Theater angezogen. So produzierte er etwa die American Playhouse Production von Katherine Anne Porters „In der Mittagsglut“, Eudora Weltys „The Wide Net“, die Filmadaption von Keith Reddins Off-Broadway-Stück „Big Time“ und die Broadway-Produktion „Honour“ mit Jane Alexander und Laura Linney, die zwei Tony-Nominierungen erhielt.
Momentan ist Viscidi mit der Romanverfilmung von Edith Whartons „Mother’s Recompense“ beschäftigt. Des Weiteren produziert er gerade „The Last Kiss“. Basierend auf den italienischen Film „Ein letzter Kuss“ von Gabriele Muccino spielen Zach Braff und Jacinda Barrett die Hauptrollen.
BRUCE HELLER (Ko-Produzent)
Seine Karriere begann Bruce Heller bei Time Warner in New York, als Steve Ross noch Geschäftsführer der Firma war. Nach seinem Umzug nach Los Angeles arbeitete Heller in der Produktionsabteilung verschiedener Fernsehshows und Filmen. Ein Jahr war er sogar für die William Morris Agency tätig. 1998 leitete Heller bereits Billy Bob Thorntons Produktionsgesellschaft Meathouse Productions, die zuvor bei Miramax Films untergebracht war.
Er war unter anderem mit der Realisierung von „All die schönen Pferde“ nach einem Roman von Cormac McCarthy, der mit dem National Book Award geehrt wurde. Der Film mit den Stars Matt Damon und Penelope Cruz wurde von Thornton selbst inszeniert und kam im Jahre 2000 in die Kinos. Als Co-Produzent überwachte Heller 2001 „The Badge“ mit Billy Bob Thornton und Patricia Arquette.
Ein Jahr später realisierte er als Ko-Produzent den Miramax-Film „Waking Up in Reno“ mit einer Starbesetzung von Billy Bob Thornton über Charlize Theron bis hin zu Natasha Richardson und Patrick Swayze. Danach folgte „Daddy and Them“ mit Thornton als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller. In weiteren Rollen agierten Laura Dern, Andy Griffith, Kelly Preston, Ben Affleck und Jamie Lee Curtis. Der Film wurde 2003 auf dem Kanal Showtime ausgestrahlt. Mit „Chrystal“ produzierte Heller einen weiteren Film, der 2004 auf dem Sundance Filmfestival im Wettbewerb lief und ein Jahr später in die Kinos gebracht wurde. Lisa Blount, Billy Bob Thornton, Harry Lennix und Harry Dean Stanton führten im Film die Schauspielriege an. In seiner Eigenschaft als ausführender Produzent vollendete er den Fernsehfilm „The Trail to Hope Rose“. Der Film mit Lou Diamond Phillips, Ernest Borgnine und Lee Majors feierte 2004 seine Premiere auf dem Sender Hallmark Channel.
Gegenwärtig ist Heller mit einer Auswahl von Projekten beschäftigt, die er demnächst produzieren möchte, darunter auch der Film „Comeback“ mit Richard Donner als Regisseur und finanziert von Bob Yaris Produktionsfirma El Camino Films. Darüber hinaus produziert er gerade „The Loop“ mit Matthew McConaughey in der Titelrolle. Der Film wird von Ascendant Pictures finanziert.
ROGIER STOFFERS, N.S.C. (Kamera)
Der in den Niederlanden geborene Rogier Stoffers traf mit Richard Linklater erstmals für die Komödie „School of Rock“ zusammen. Als Kameramann fotografierte er zuvor Filme wie „Masked and Anonymous“, „Genug!“ mit Jennifer Lopez in der Rolle einer gequälten Ehefrau, „John Q. – Verzweifelte Wut“ mit Denzel Washington und das für drei Oscars nominierte Drama „Quills – Macht der Besessenheit“. Bereits in seiner Heimat stand Stoffers bei etlichen Filmen hinter der Kamera, darunter das von der Kritik gefeierte Werk „Karakter“, das in der Kategorie Best Foreign Language Film den Oscar gewann und Stoffers noch weitere Preise und Anerkennungen einbrachte.
SANDRA ADAIR; A.C.E. (Schnitt)
Seit drei Jahrzehnten ist Sandra Adair nun schon am Schneidetisch tätig. Zu ihren Arbeiten gehören Fernsehserien, Dokumentationen, Spezialsendungen für die Fernsehanstalt PBS und natürlich Kinofilme. Nach ihrer Ausbildung zur Cutterin wurde sie in den frühen Siebzigern schnell zur Assistentin ernannt und arbeitete mit den Topleuten ihres Fachs zusammen. Mitte der Achtziger war sie für den Schnitt kleiner Low Budget-Produktionen verantwortlich. 1990 entstand der Paramount Pictures-Film „Internal Affairs – Trau ihm, er ist ein Cop“, den sie als zweite Cutterin betreute.
Bekannt geworden ist Sandra durch ihre enge Zusammenarbeit mit Richard Linklater, für den sie die Filme „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“, „Before Sunrise – Zwischenstopp in Wien“, „Suburbia“, „The Newton Boys“, „Waking Life“, „Tape“, „School of Rock“, „Before Sunset“ und „A Scanner Darkly“ schnitt.
BRUCE CURTIS (Produktionsdesign)
Als Produktionsdesigner stattete Bruce Curtis bereits „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“ aus. Unter der Regie von Def Jam spielten Bill Bellamy und Bernie Mac die Hauptrollen. Momentan arbeitet er an Richard Linklaters animierten Science-Fiction-Film „A Scanner Darkly“, der demnächst in die Kinos kommen soll.
KAREN PATCH (Kostüme)
Die vielfach ausgezeichnete Kostümdesignerin Karen Patch ist in vielen Bereichen tätig. Für ihre Entwürfe zum Film „Die Royal Tennenbaums“ wurde sie vom Costume Designer’s Guild in der Kategorie Beste Kostüme ausgezeichnet. Sie arbeitete außerdem an der MOMA-Ausstellung „Fashioning Fiction in Photography“ mit und war an der Kate Spade Kampagne beteiligt, die anschließend in einem Buch mit dem Titel „Fashion Icon: The Power and Influence of Graphic Design“ verewigt wurde.
EDWARD SHEARMUR (Musik)
Edward Shearmur kann auf eine lange Liste von eindrucksvollen Kino- und Fernsehprojekten blicken, für die er die Musik geschrieben hat. Seinen Kompositionen konnte man zuletzt in den Filmen „Miss Undercover 2: fabelhaft und bewaffnet“ und „Sky Captain and the World of Tomorrow“ lauschen. Natürlich schrieb er auch den Score für „Miss Undercover“. Zu den weiteren Filmen, die er musikalisch untermalte, zählen „3 Engel für Charlie – Volle Power“ sowie der erste Teil „3 Engel für Charlie“, „Super süß und super sexy“ von Roger Kumble, Iain Softleys „K-PAX – Alles ist möglich“, Rob Bowmans „2084 – Die Herrschaft des Feuers“, „Monte Christo“ von Kevin Reynolds, „Gefühle, die man sieht“, „Der Diamanten-Cop“, „Jakob, der Lügner“, „Eiskalte Engel“, „Martha trifft Frank, Daniel & Laurence“, „The Governess“, „Die Flügel der Taube“, „Gib’s ihm Chris“ und „Sleeping with Fishes“.
Fürs Fernsehen war Shearmur ebenfalls tätig. „Der Glöckner von Notre Dame“, „Herz der Finsternis“, „Schüsse durchs Herz“ und „The Heart Surgeon“ sind nur einige Filme, zu denen er die Musik beisteuerte. Lange Zeit spielte er Keyboard und unterstützte damit Rock- und Popgrößen wie Jimmy Page & Robert Plant, Bryan Adams, Sting, Rod Stewart und Annie Lennox. Bei Plattenaufnahmen von Echo & the Bunnymen, Eric Clapton, Pink Floyd und Roger Daltrey, um nur einige zu nennen, saß er ebenfalls am Keyboard.

