Dieser Inhalt ist von uns empfohlen ab 14 Jahre

FC Venus

   Trailer

    
                                                                                                                         100 Min

Paul (Christian Ulmen) und Anna (Nora Tschirner) leben glücklich gemeinsam in Berlin. Bis Paul einen Anruf aus seiner Heimatstadt Imma erhält. Sein alter Freund Steffen (Florian Lukas), Kapitän und zusammen mit Paul Gründer des Fußballvereins Eintracht Imma 95, besteht auf einem alten Versprechen: Paul muss unbedingt sofort zurück kommen und seinen Freunden beistehen. Eintracht Imma liegt in den letzten Zügen - akute Abstiegsgefahr ins Bodenlose, allein Paul kann da noch was richten. Doch Pauls Umzugspläne bedeuten akute Gefahr für seine Beziehung, denn Anna hasst Fußball und liebt Berlin. Nur unter Vortäuschung falscher Tatsachen bringt er sie dazu, mit ihm nach Imma zu gehen. Für Anna ein Schritt in die Fußballhölle: Schon bald outet Paul sich als Fußball-Junkie, der nur noch die Eintracht Imma im Kopf hat. Und seine Kumpels quälen ihre Frauen mit all dem, was Fußballverrückte ihren Frauen antun können: Kunstrasen im Schlafzimmer, Effenberg-Bettwäsche und Wochenenden auf dem Platz. Als Anna erkennt, dass Paul nur wegen des Fußballs zurück nach Imma wollte, vereint sie ihre Leidensgenossinnen zum Gegenangriff und fordert Paul und seine Freunde zum ultimativen Duell heraus. Die Wette gilt: Die Frauen werden die Männer besiegen - auf dem Fußballplatz. Der Einsatz: Gewinnen die Frauen, ist Schluss mit Fußball. Für immer. Und Paul muss mit Anna zurück nach Berlin. Gewinnen die Männer, ist Schluss mit der Meckerei.


Dumm nur, dass keine der Frauen je gegen einen Ball getreten hat. Und ihre Mannschaft, der FC VENUS, zunächst leicht unterbesetzt ist. Denn Mitglied werden darf nur, wer im letzten Jahr Sex mit einem Spieler der Eintracht Imma hatte - und nicht alle Männer scheinen diesbezüglich versorgt. Doch unverhofft erhalten die Frauen Verstärkung: Verteidiger Eric (Steffen Groth) ist nämlich keineswegs solo, sondern seit Jahren mit dem smarten Fußball-Ass Marc (Andreas Pietschmann) zusammen. Eric hatte bisher wohl vergessen, seinen Freund vorzustellen. Und Profitorhüterin Kim (Anneke Kim Sarnau) lässt sich durch Imma-Spieler und Frauenheld Jurij (Andreas Günther) bei einem gut durchgeplanten One-Night-Stand zum elften Mitglied des FC VENUS machen. Als Anna auch noch Profi-Trainer Laurenz Schmidt (Heinz Hoenig) für ihre Mannschaft gewinnen kann und ihre Freundinnen und Paul mit ihren Fußballkenntnissen überrascht, scheint den Männern der Sieg, der ihnen das Tor zum Paradies öffnen soll, nicht mehr ganz so sicher. In den einst trauten Beziehungen im beschaulichen Imma sitzt kein Stein mehr auf dem anderen. Das große Match kann beginnen…


LANGINHALT


Steuerberateranwärter Paul (Christian Ulmen) und Bauingenieurin Anna (Nora Tschirner) leben glücklich gemeinsam in Berlin. Zwei Jahre sind sie nun schon zusammen, in denen Paul seiner großen Leidenschaft Fußball Anna zuliebe nach und nach abgeschworen hat. Ausgerechnet am Jahrestag des jungen Glücks kriegt Paul einen dringenden Anruf aus seiner Heimatstadt Imma. Sein alter Freund Steffen (Florian Lukas), Kapitän und zusammen mit Paul Gründer des ruhmlosen aber heiß geliebten Fußballvereins Eintracht Imma 95, erinnert ihn an ein altes Versprechen, gegeben bei seinem Auszug in die große Stadt: Der Verein und die Mannschaft schweben in akuter Abstiegsgefahr ins Bodenlose. Paul muss unbedingt sofort zurück kommen und seinen Freunden beistehen. Der beste Spieler Udo Glock ist heute Kopf voran gegen den rechten Pfosten des gegnerischen Tors geknallt und liegt auf der Intensivstation. Allein Paul, der Knipser aus erfolgreicheren Tagen, kann Udo ersetzen.

Paul ist nicht erbaut: Anna hasst Fußball, der Umzug bedeutet akute Gefahr für ihren Burgfrieden. Er wird sich was einfallen lassen müssen, damit sie mit ihm kommt. Mal sehen, wie lange das gut geht. Unter dem Vorwand, in Steffens Steuerberaterkanzlei einzusteigen, bringt er Anna dazu, mit ihm nach Imma zu ziehen. Man brauche dort sicher auch Bauingenieurinnen, gibt er ihr mit auf den gemeinsamen Weg. Der erste Kontakt Annas mit Stadt und Freundeskreis ist Steffens Hochzeit mit Katja. Und die findet, zumindest männerseits in Eintracht Imma Trikots und natürlich auf dem Fußballplatz statt.


Anna fühlt sich in der Hölle angekommen. Wie sie bald feststellt, sind die Frauen von Pauls Kumpels sichtlich genervt von all den Auswüchsen, die Fußballverrückte ihren Frauen antun können: Kunstrasen im Schlafzimmer, Effenberg-Bettwäsche und Familienwochenenden auf dem Fußballplatz! Richtig sauer wird sie, als sie erkennt, dass Paul bei dem erflehten Umzug nichts anderes als Fußball im Sinn hatte. Nach einem heftigen Gelage vereint Anna ihre Leidensgenossinnen zum Gegenangriff und fordert Paul und seine Freunde zum ultimativen Duell heraus. Die Wette gilt: Die Frauen werden die Männer besiegen - auf dem Fußballplatz. Gewinnen die Frauen, ist Schluss mit Fußball. Für immer. Gewinnen die Männer, ist Schluss mit der Meckerei. Und Paul muss mit Anna zurück nach Berlin.


Die Jungs feiern schon ihren sicheren Einzug ins Paradies. „Elf Hausfrauen müsst Ihr sein“, raten sie ihren Frauen für diese erfreuliche neue Variante des Geschlechterkampfs. Die Abstiegssorgen der Eintracht Imma 95 treten in den Hintergrund bei der Aussicht, ein für alle Mal die Verhältnisse zu Hause zu ihren Gunsten klären zu können. Die Jungs haben keine Ahnung, dass Anna früher sogar einmal in der Jugend-Nationalmannschaft gespielt hat, und außerdem sind die Damen beim Abschluss der Wette nicht mal zu elft. Denn dabei sein darf nur, wer im letzten Jahr Sex mit einem der Spieler von Eintracht Imma hatte, und einige Jungs scheinen diesbezüglich unter- bis unversorgt.


Unverhofft erhalten die Frauen Verstärkung: Verteidiger Eric ist nämlich keineswegs solo wie angenommen. Vielmehr hat er seit Jahren einen Mann an seiner Seite, den smarten Fußball begabten Marc. Er hat bloß versäumt, ihn seinen Mannschaftskollegen vorzustellen. Das übernimmt Marc bei der Gelegenheit selbst und tritt unter den Augen der leicht verwirrten, aber immer noch siegessicheren Eintrachtler dem Team der FC VENUS bei.


Den entscheidenden Coup zu ihrer Verstärkung landen die Damen selbst. Teamkollege Jurij (Andreas Günther) macht nämlich vor keinem Rock Halt, auch nicht vor dem der Profitorhüterin Kim (Anneke Kim Sarnau), einer alten Freundin Annas aus Fußballtagen. Im Rahmen eines durchdachten Masterplans führen die Mädels Jurijs x-ten One-Night-Stand des Jahres herbei, der Kim zum elften Mitglied des FC VENUS macht.



Da die Fußballrealität auf dem selbst gezimmerten Trainingsplatz aber weiterhin nicht ganz den hoch fahrenden Zielen des FC Venus entspricht, muss dringend ein sachkundiger Coach her. Und wenn schon, dann gleich richtig: Die Trainerlegende Laurenz Schmidt wäre der perfekte Mann, und er ist gerade vertragslos. Halb Europa ist hinter ihm her. Der FC VENUS ist derzeit der einzige Verein, der den Mann augenblicklich kriegen kann. Der Grund dafür ist zugleich ein Problem: Laurenz ist Annas Vater, zugleich Ursache für ihre tiefe Abneigung gegen alles, was mit Fußball zu tun hat. Seit er sie und ihre Mutter des Fußballs wegen verlassen hat, hat sie ihn komplett aus seinem Leben gestrichen. Aber Kim wird deutlich: ohne Trainer, genauer: ohne Laurenz, macht sie nicht mehr mit. Man kann es Erpressung nennen, aber es dient dem großen Spiel.


Laurenz Schmidt quält die Frauen vom FC Venus bis zum Umfallen: Kondition, Technik, Ausdauer, jeden Tag das volle Programm. Und die Männer haben keine Ahnung, was bei ihren Frauen läuft, am allerwenigsten Paul. Denn die Verwandtschaft mit ihrem berühmten Vater hat Anna ihm bis dato erfolgreich verschwiegen. Es kommt ihm und seinen Kumpels nicht mal merkwürdig vor, dass sie selbst in Spiel und Training von dem berühmten Trainer beobachtet werden. Vielleicht haben sie sich einfach nur all die Jahre unterschätzt.


Als Laurenz Schmidt sich schließlich auf einer Gartenparty vor Paul als Trainer des FC Venus und Annas Vater offenbart, zieht es Paul den Boden unter den Füßen weg – jetzt ist er es, der sich von Anna komplett verraten fühlt. Aber auch den anderen Männern geht es nicht viel besser: In den einst trauten Beziehungen im beschaulichen Imma sitzt kein Stein mehr auf dem anderen. Nach und nach gewinnen die selbstbewusster werdenden Frauen die Oberhand. Nur noch der Sieg kann den Männern in einer Lage helfen, in der nichts mehr sicher ist.


Der Tag der Entscheidung, das große Match, die Mutter aller Schlachten bricht an. Elf zu allem entschlossene Frauen treten an gegen elf Vertreter der männlichen Weltbevölkerung, unterdrückt wegen ihrer sportlichen Neigungen. Da hält es selbst Udo nicht mehr im Koma. Der Platz ruft! Eintracht Imma 95 dominiert das Spiel, versiebt aber massenweise Chancen. Der FC VENUS wehrt sich heftig, aber wie lange noch? Das erste Tor fällt, weitere Treffer scheinen nur noch eine Frage der Zeit.


In einem dramatischen Finale liegen die Nerven blank. Die Liebenden vom Bolzplatz beharken sich mit wüsten Beschimpfungen und fiesen Fouls. Das runde Leder, von den Frauen vor kurzem noch so gehasst, ist nun auch bei ihnen heiß begehrt. Tore und Spieler fallen auf beiden Seiten, extreme Spannung bis zum Schluss. Das Spiel zwischen Männern und Frauen geht in die Nachspielzeit. Rückspiel nicht ausgeschlossen...


 



DIRECTOR’S NOTE (Ute Wieland)



FC VENUS ist für mich als der ultimative Film zur Fußballweltmeisterschaft. Am Anfang steht eine Wette, deren Ausgang klar scheint. Frauen wetten gegen ihre Fußball-verrückten Männer, dass sie sie besiegen werden. Auf dem Platz. Im Spiel. Unmöglich. Das ist doch keine Wette. Natürlich werden die Männer gewinnen!! Leichtes Spiel. So einfach war es noch nie alles von den Frauen zu bekommen, was Mann schon immer wollte. Ein Pascha-Leben scheint den Männern bevor zu stehen. Paradiesische Zustände am heimischen Herd und im Schlafzimmer, denn die Wette ist so gut wie gewonnen!! Die Frauen tun einem leid. Sie haben keine Chance. Und sie nutzen sie.


Ich sehe FC VENUS in der Tradition der englischen Komödie wie Ganz oder gar nicht (The full monty) - als Ensemble-Film um Liebe und Freundschaft und Romantische Komödie.

1. Erzählebene: Die Liebesgeschichte zwischen Anna und Paul

2. Ebene: Die Fußball-Wette und das Thema Fußball als Metapher für:

3. Ebene: Der Kampf der Geschlechter


Die Protagonisten Anna und Paul führen einen Reigen von Paaren an, die verschiedenen sozialen Schichten und Generationen angehören. Normalerweise hätten sie wenig miteinander zu tun – aber die Liebe zum Fußball vereint über soziale Schranken und Einkommensklassen hinweg: Die Männer sind elf Freunde und die Frauen elf Leidensgenossinnen. Der Fußball führt sie zusammen und treibt gleichzeitig eine unüberbrückbare Kluft zwischen Männer und Frauen. Über den Ehen und Beziehungen liegt der Muff von vielen Jahren Alltag oder die Lügen zwischen frisch Verliebten, um dem anderen zu gefallen. Mit der Fußball-Wette bleibt erst mal in den Beziehungen kein Stein mehr auf dem anderen. Ab jetzt gilt: “Seine Regeln – Sein Spiel – Ihre Waffen”.






GESPRÄCH MIT PRODUZENT RALPH SCHWINGEL


Erzählen Sie etwas zur Entstehungsgeschichte von FC VENUS.

2004 sprach mich in Cannes mein finnischer Kollege Jarkko Hentula das erste Mal auf FC VENUS an, weil er mich als Co-Produzent für seinen Film gewinnen wollte. Der Plot machte mich sofort neugierig: Frauen treten gegen ihre Männer im Fußball an - eine Wette. Als ich dann das Drehbuch gelesen hatte war ich begeistert.


Dennoch kam es nicht zu einer Beteiligung am finnischen Projekt.

Dies kam für uns aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Was ich mir dagegen sehr gut vorstellen konnte, war eine deutsche Adaption des finnischen Drehbuchs. Das schlugen wir den Finnen vor und dann ging plötzlich alles sehr schnell – praktisch zeitgleich entstanden zwei Filme, die auf der selben Buchvorlage basierten. Wie sich nun herausstellt ist das bislang einmalig – das erste und bisher einzige Instant Remake der Filmgeschichte.


Was wurde vom ursprünglichen Drehbuch übernommen?

Im Prinzip das gesamte Gerüst und einige Ideen, die dem Film zu seiner Glaubwürdigkeit verhelfen und die zum Funktionieren der Geschichte notwendig sind. Z.B. die Tatsache, dass die Frauenmannschaft Verstärkung durch einen Mann erhält…


Wie finanziert man ein Projekt wie FC VENUS?

Die Hamburger Filmförderung konnten wir schnell von der Idee überzeugen, früh in das Projekt einzusteigen, noch bevor alle Hauptrollen besetzt waren. Wir selbst sind mit einem beträchtlichen Eigenanteil ins Risiko gegangen, haben die Kriegskasse geöffnet. SAT.1 und der Medienfonds GFP kamen dann als wichtige Bausteine hinzu. Die Finanzierung gestaltete sich insgesamt weniger schwierig als das Casting.


Wie managt man das Casting von so vielen verschiedenen Darstellern, die allesamt wiedererkennbare Typen und zum geplanten Drehtermin verfügbar sein müssen?

Es war wahnsinnig schwierig, manche von uns sind daran schier verzweifelt. Irgendwann haben wir angefangen, die Figuren wie auf einem Schachbrett zu verschieben. Wenn uns der Eine am Ende wegbricht, ist es besser, wenn wir einen Anderen auf seine Position stellen, weil der wiederum leichter durch einen Dritten zu ersetzen ist usw. Irgendwann war Alles in Bewegung, es war sehr strapaziös.


Besteht da nicht die Gefahr einer heillosen Verwirrung?

Allerdings, aber irgendwie hat es am Ende geklappt, und wir hatten alle Rollen sehr gut besetzt.



DARSTELLER



NORA TSCHIRNER - Anna Rothe


Nora Tschirner wurde 1981 in Berlin geboren und fand schon als Kind Gefallen am Schauspiel. Ob vor der Kamera des Vaters, in Theatergruppen an der Grundschule und später im Rosa-Luxemburg-Gymnasium, schon frühzeitig begeisterte sie das Publikum. Ihre natürliche Begabung und ihr Engagement verhalfen ihr nicht nur zur Teilnahme an Schultheater-Wettbewerben in Mülhausen und Magdeburg, sondern auch 1994 zu einer kleinen Rolle in der Episode „Der Ferienjob“ der ZDF-Kinderserie Achterbahn.

Das Jahr 2000 wartete mit zwei großen Ereignissen für Nora Tschirner auf: Nachdem sie ihr Abitur bestanden hatte, konnte sie anschließend ihr Kinodebüt in Wie Feuer und Flamme feiern. Im gleichen Sommer spielte sie eine der vier Hauptrollen in der ARD-Vorabendserie Sternenfänger, und noch während der Dreharbeiten erhielt sie ein Angebot von MTV als VJ, wo sie zunächst unterschiedliche Sendungen, dann aber fest die MTV Charts und MTV News moderierte.

2003 stand Nora Tschirner erfolgreich neben Matthias Schweighöfer in Gregor Schnitzlers Soloalbum vor der Kamera, bevor sie 2004 in der TV-Episode Ein starkes Team – Sicherheitsstufe 1 eine Rolle übernahm.

Für ihre Rolle der Titzi in der Culture-Clash-Komödie Kebab Connection wurde Nora Tschirner 2005 auf dem Filmfestival Türkei/Deutschland in Nürnberg als "Beste Darstellerin" ausgezeichnet.


Filmographie
(Auswahl):

Filmtitel Regie

2005 FC VENUS Ute Wieland

2004 Kebab Connection Anno Saul

Ein starkes Team – Sicherheitsstufe 1 (TV) Peter Fratzscher

2003 Soloalbum Gregor Schnitzler

2002 Sternenfänger (TV) Andreas Senn u.a.

2001 Wie Feuer und Flamme Connie Walther

1994 Achterbahn – Der Ferienjob (TV) Gabi Degner



Gespräch mit Nora Tschirner


Wie bist du zur Rolle der Anna gekommen?

Die Regisseurin Ute Wieland hat KEBAB CONNECTION gesehen und wollte unbedingt, dass ich bei FC VENUS mitmache.


Was war für dich die Herausforderung an der Rolle?

Die war zunächst der Fußball, denn ich habe vorher noch nie gespielt.


Du hattest zur Vorbereitung auf die Rolle Einzeltraining. Wie lief das ab?

Ich musste ins Jugend-Trainingsinternat des HSV, ein eher Testosteron-geschwängertes Gelände. Die Jungs dort kurbelten morgens die Fensterläden hoch und guckten zu, wie ich um meine kleinen Fähnchen und Kegel sprang. Ich habe mit drei verschiedenen Trainern zusammen gearbeitet; die haben mich ganz schön beschäftigt.


Welche Erfahrungen hast Du als Schauspielerin bei FC VENUS gemacht?

Ich habe bisher immer Mädels gespielt, die moralisch auf dem richtigen Trip waren. Aber ANNA ist unglaublich spröde. Sie hat ein Trauma mit ihrem Vater zu verarbeiten, was sie irrational handeln lässt. Das fand ich spannend, weil man auf einem sehr schmalen Grat zwischen zickig und Verständnis heischend wandelt. Anna hat einfach selten Recht mit dem, was sie macht. Sie sieht schnell Rot, ist sehr impulsiv und temperamentvoll. Einfach nicht wirklich cool.


Wie war dein Verhältnis zu Ute Wieland, der Regisseurin?

Ich wusste, dass wir mit dem Film ein riesiges Pensum zu absolvieren hatten, und es ist normal, dass Regisseure beim Dreh ziemlich angespannt sind. Ute ist jedoch wahnsinnig konzentriert und weiß genau, was sie will, ohne uns dabei die Freiheit als Schauspieler zu nehmen. Man hat bei ihr nie das Gefühl, man hängt in der Luft und muss sich totspielen. Sie kennt sehr genau ihre Version, ist aber immer bereit, andere Sachen zu integrieren - etwas anderes kann man sich nicht wünschen von einem Regisseur.


Wie war die Zusammenarbeit mit Christian Ulmen?

Darüber möchte ich nicht sprechen (lacht). Das ist ein zweischneidiges Schwert. Wir machen seit anderthalb Jahren eine Sendung zusammen, und ich habe mir sehr gewünscht, dass er mitspielt. Andererseits war es auch schwierig, weil wir ein eingespieltes Team sind, aber auf einer ganz anderen Ebene. Wenn wir im Fernsehen gemeinsam vor der Kamera stehen, wird gestichelt und gefoppt, und jetzt mussten wir plötzlich so etwas Wahrhaftiges, Liebevolles mit einbringen. Das war eine Herausforderung, aber es hat funktioniert.





CHRISTIAN ULMEN - Paul Bruhn


1975 in Neuwied am Rhein geboren und in Hamburg aufgewachsen, lebt Christian Ulmen seit 1999 in Berlin.


Von 1988 bis 1994 verfasste er Radiobeiträge für verschiedene Sender und produzierte TV- und Radiobeiträge. 1992 wurde er mit dem RTL Junior-Reporter-Preis ausgezeichnet.


Zwischen 1996 und 1999 moderierte Christian Ulmen für MTV verschiedene Musiksendungen und Specials, in den folgenden drei Jahren war er mit der von ihm selbst produzierten täglichen Show ,Unter Ulmen’ eines der Aushängeschilder von MTV.


Sein Schauspieldebüt feierte Christian Ulmen im Jahr 2003 in der Kino-Komödie Verschwende Deine Jugend von Benjamin Quabeck. Seine erste Kino-Hauptrolle übernahm er schon ein Jahr später – für seine kongeniale Darstellung des ,Herr Lehmann’ in Leander Haußmanns gleichnamigem Film erhielt er auch gleich den ,Bayerischen Filmpreis’ als Bester Hauptdarsteller.


2005 spielte er den Koi-Experten Otto in Der Fischer und seine Frau von Doris Dörrie und stand als Michael in Oskar Roehlers Houellebecq-Verfilmung Elementarteilchen vor der Kamera.


Nebenher moderiert Christian Ulmen weiterhin für MTV, moderiert Radiosendungen und schreibt Gast-Kolumnen für Magazine und Zeitungen.



Filmografie (Auswahl):


Filmtitel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Elementarteilchen Oskar Roehler


Mein neuer Freund (TV) Robert Wilde


2004 Der Fischer und seine Frau Doris Dörrie


2003 Herr Lehmann Leander Haußmann


Verschwende Deine Jugend Benjamin Quabeck


Rosa Roth (TV) Carlo Rola


Moderationen (TV und Radio)


2004 Ulmens Auftrag, MTV


2000 – 2003 Unter Ulmen, Show auf MTV, (Moderator und Producer)


1999 – 2004 Fritzbee, Blue Moon, Radio Fritz, Berlin


1996 – 2000 MTV HOT, MTV ALARM, MTV


1994 – 1995 Disney & Co, RTL


1988 – 1994 Radio Hamburg, Radio 107, OK Radio (Moderator und Redakteur)

Offener Kanal Hamburg (Moderator und Redakteur)




Gespräch mit Christian Ulmen


Herr Ulmen, wie kam der FC VENUS zu Ihnen (oder Sie zu ihm)?

Da ich allgemeinhin als sportlich gelte und von Natur aus gebaut bin wie ein Mittelstürmer, lag es nahe, mich zu besetzen. Ich werde zwar oft auf meinen Körper und mein athletisches Antlitz reduziert und habe deshalb immer Rollen angenommen, die nicht so viel mit Sport zu tun haben. Aber weil FC VENUS eine der originellsten Geschichten über Männer, Frauen und natürlich den Fußball ist, die ich je las, habe ich froh und glücklich zugesagt.


Frauen gegen Männer auf dem Fußballplatz – wie haben Sie sich bei diesem Gedanken gefühlt?

Wie ein Elch vor der Paarung mit einem Meerschwein. Aber als ich sah, wie die Nora Tschirner trainiert hat und wie sie mit ihren roten Bäckchen und Schweißperlen auf der Stirn den Zidane-Übersteiger-Trick vorführte, fühlte ich mich eher wie ein Meerschwein vor der Paarung mit einem Elch.


Was erzählt der Film außer einer Fußballgeschichte?

Eine Liebesgeschichte. Liebe zum Sport, Liebe zwischen Menschen und zwischen Anna, also Nora Tschirner, und Paul, mir. Wir haben uns oft geküsst während der Filmaufnahmen, um ein Liebespaar darzustellen. Das war nicht immer einfach, denn Nora Tschirner hatte Husten. Wir spielten ein Liebespaar, das sich belügt. Es geht also auch um die Frage, wieviel Lüge ein Liebespaar aushält und wann eine Lüge dem Überleben der Beziehung dient und wann sie nur zum Selbstzweck eines Einzelnen besteht.


Sie sagen, Sie seien in der Schule beliebt gewesen, so lange Sie beim Fußballspielen niemandem im Weg rumgestanden hätten. Wie erging es Ihnen beim Dreh?

Ich kann von Glück sagen, dass im Drehbuch stand, wann der Ball mal zu mir sollte. Wenn wir improvisiert Fußball spielten, hat sich wieder keiner getraut, den Ball zu mir zu passen. Bei meiner Fehlpassquote kann ich das niemandem verübeln.


Wir würden Sie FC VENUS beschreiben?

Eigentlich ist es weder ein Fußball- noch ein Liebesfilm, es ist ein Sexfilm.


Wie war die Zusammenarbeit mit Nora Tschirner?

Sehr gut. Ich kannte das Mädchen ja durch unsere gemeinsame MTV-Zeit gut, mag sie gern leiden, wusste bereits, was man tun muss, damit sie richtig schlecht gelaunt wird. Da sie bei guter Laune gerne sehr, sehr viel redet, war dieses Wissen durchaus effektiv ab und an.


Was war für Sie das Schwierigste bei den Dreharbeiten?

Fußball spielen.


Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Fußball spielen.





FLORIAN LUKAS - Steffen Hagen


1973 in Berlin geboren, erhielt Florian Lukas seine erste Rolle 1990 in Banale Tage von Peter Welz. Sein Studium an der Filmhochschule Babelsberg brach er 1994 ab, um in Mark Schlichters preisgekröntem Debütfilm Ex vor der Kamera stehen zu können. Nach mehreren TV-Filmen spielte er 1997 in Lars Kraumes Dunckel und wurde 1999 für seine Leistung in Sebastian Schippers Absolute Giganten und Sönke Wortmanns St. Pauli Nacht als Bester Nachwuchsdarsteller mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.


Ein Jahr später gewann Florian Lukas ebenfalls für Absolute Giganten den New Faces Award und erhielt beim Internationalen Filmfest Sochi, Russland, den Best Actor Award. Beim Internationalen Filmfest Ourense in Spanien wurde er 2001 erneut mit dem Best Actor Award geehrt, diesmal für die Hauptrolle in Zoom von Otto Alexander Jahrreiss. In der Folge sah man Florian Lukas u.a. in Filmen von Til Schweiger (Der Eisbär, 1998), Hans-Christoph Blumenberg (Planet der Kannibalen, 2001; Der Aufstand, 2002; Die letzte Schlacht, 2004), Denis Gansel (Mädchen, Mädchen, 2001) und Hendrik Handloegten (Liegen Lernen, 2003).


Witzig und überzeugend spielte Florian Lukas den Nachrichtensprecher im mehrfach preisgekrönten Publikumserfolg Good bye, Lenin! von Wolfgang Becker und erhielt dafür 2003 den Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller sowie einen Bambi.


Zuletzt war Florian Lukas in Hannes Stöhrs Berlinale-Beitrag One Day in Europe und in Lars Kraumes autenthischem Liebesfilm Keine Lieder über Liebe als Tobias Hansen im Kino sowie in Die Nacht der großen Flut im Fernsehen zu sehen.


Filmografie (Auswahl):


Filmtitel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Die Nacht der großen Flut (TV) Raimund Ley


2004 One day in Europe Hannes Stöhr


Keine Lieder über Liebe Lars Kraume

Die letzte Schlacht (TV) Hans-Ch. Blumenberg

2003 Kammerflimmern Hendrik Hölzemann


2002 Liegen Lernen Hendrik Handloegten


Befreite Zone Norbert Baumgarten

Der Aufstand Hans-Ch. Blumenberg


Nachtschicht (TV) Lars Becker


2001 Good bye, Lenin! Wolfgang Becker


Planet der Kannibalen Hans-Ch. Blumenberg


2000 Mädchen, Mädchen Dennis Gansel


1999 Zoom O. A. Jahrreiss


1998 Absolute Giganten Sebastian Schipper


St. Pauli Nacht Sönke Wortmann


Der Eisbär Til Schweiger


1997 Der Hauptmann von Köpenick (TV) Franke Beyer


1994 Ex Mark Schlichter


1990 Banale Tage Peter Welz



Theater (Auswahl):


2003 – 2004 Der Auftrag (Freie Volksbühne) Ulrich Mühe


1995 – 1998 Heinrich IV (Deutsches Theater, Berlin) Thomas Langhoff




Gespräch mit Florian Lukas


Man hat den Eindruck, die Rolle des Kapitäns sei dir auf den Leib geschrieben worden. Fiel sie dir leicht?

Es macht natürlich großen Spaß, wenn man so aus sich rausgehen kann. Aber die Herausforderung war groß, denn wir sind ja leider keine Fußballer, sondern spielen sie. Das war manchmal ernüchternd.


In welcher Situation zum Beispiel?

Beim Dreh der ersten Flanken war ich ziemlich aufgeregt. Volker Ippig (Ex-Torhüter von St. Pauli als UDO) und das Team von dreißig Leuten standen im Strafraum und erwarteten eine punktgenaue Traumflanke. Da lief ich dann an der Seitenlinie entlang und die ersten Flanken gingen meilenweit daneben. Die am Rand sitzenden Komparsen des lokalen Dorfvereins schüttelten resigniert die Köpfe. Die dritte saß dann aber unglaublich präzise. Ein Wunder.


Was ist so schwer am Fußballspielen?

Eigentlich sieht das oft ganz einfach aus. Ich dachte, das werde ich schon schaffen, den Ball vors Tor zu schießen. Ich habe allerdings auch nie bei einem Verein trainiert. Unser Trainer Michael Wolf musste dann intensiv mit mir arbeiten und mit erstmal beibringen, wie man eine Flanke richtig tritt. Das habe ich dann unzählige Male gemacht. Und nicht nur das. Eine Aduktorenzerrung später war ich dann endlich soweit.


Was müssen ein guter Trainer und ein guter Regisseur gemeinsam haben?

ich mag keine Trainer, die meistens nur rumbrüllen. Deshalb wollte ich als Kind auch nie in einen Verein. Ich mag es, wenn Trainer wie Regisseure ruhig und souverän sind. Das war bei FC VENUS der Fall. Und für mich ging ein Traum in Erfüllung: Ich wurde fürs Fußballspielen bezahlt.





ANNEKE KIM SARNAU - Kim Wagner


1975 in Elmshorn geboren, absolvierte Anneke Kim Sarnau ihre Schauspielausbildung von 1993 bis 1996 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und erhielt anschließend ein Engagement am Wiener Burgtheater, wo sie in Inszenierungen wie Katzelmacher oder Die Heilige Johanna der Schlachthöfe auftrat. An der „Burg“ kam sie auch zu ihrer ersten Hauptrolle, als Vinny im gleichnamigen Theaterstück von Claus Pohl.


Für erste Aufmerksamkeit beim Film sorgte sie im Jahr 1999 an der Seite von Edgar Selge in Barracuda Dancing sowie im TV-Erfolg Vom Küssen und vom Fliegen von Hartmut Schoen.


Als Folge ihrer eindrucksvollen Auftritte in den Fernsehfilmen Ende der Saison von Stefan Krohmer und Die Hoffnung stirbt zuletzt von Marc Rothemund ging in den Jahren 2001 bis 2003 ein wahrer Preisregen auf Anneke Kim Sarnau nieder. Sie erhielt unter anderem zweimal den Grimme-Preis mit Gold, sowie den Deutschen und den Bayerischen Fernsehpreis.


Im Fernsehen blieb sie mit Hauptrollen in Filmen wie Juls Freundin von Kai Wessel und Ich liebe das Leben von Anna Justice (beide 2002) sowie in mehreren Tatort-Folgen weiterhin präsent, während sie 2005 in Freundinnen von Tobias Stille und Fremde Haut von Angelina Maccarone auf der Leinwand zu sehen war. 2006 ist sie im Kino neben FC VENUS auch in ihrem internationalen Debüt zu sehen, Der ewige Gärtner von Fernando Meirelles.


Bei allem Engagement für den Film blieb Anneke Kim Sarnau auch immer dem Theater treu. Zwischen 2003 und 2005 spielte sie u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, den Hamburger Kammerspielen sowie dem Düsseldorfer Schauspielhaus.



Filmografie (Auswahl):


Filmtitel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Der ewige Gärtner Fernando Meirelles


2004 Fremde Haut Angelina Maccarone


Freundinnen Tobias Stille


In Sachen Kaminski (TV) Stephan Wagner


2003 Wedding Daydreams Ansgar Ahlers


Tatort - Ein Hundeleben (TV) Manfred Stelzer


2002 Sie haben Knut Stephan Krohmer


Juls Freundin (TV) Kai Wessel

Ich liebe das Leben (TV) Anna Justice


2001 Mehr als nur Sex (TV) Claudia Garde

Die Hoffnung stirbt zuletzt (TV) Marc Rothemund


2000 Ende der Saison (TV) Stephan Krohmer


Bella Block – Am Ende der Lüge (TV) Martin Enlen


1999 Vom Küssen und vom Fliegen (TV) Hartmut Schoen


1998 Barracuda Dancing Stephan Krohmer



Theater-Produktionen (Auswahl):


2005 Ein Spanisches Stück (Schauspielhaus Hamburg) Jürgen Gosch


2003 – 2005 Der zerbrochne Krug (Schauspielhaus Düsseldorf) Philip Tiedemann


1997 – 1998 Alice im Wunderland (Stadttheater Klagenfurt) Stefanie Mohr


1997 Katzelmacher (Burgtheater Wien) Stefanie Mohr


1996 Vinny (Burgtheater Wien) Peter Wittenberg



HEINZ HOENIG - Laurenz Schmidt


Im September 1951 in Landsberg am Lech geboren und in Harlingerode im Harz aufgewachsen, arbeitete Heinz Hoenig in Berlin u.a. als Schlosser, Tischler und Streetworker, bevor er von 1972 bis 1974 eine Theaterausbildung auf der Farm von John Allen in New Mexiko absolvierte. Zurück in Deutschland, engagierte ihn Helma Sanders-Brahms für das Berliner Grips-Theater. Auch seine Filmkarriere begann mit Sanders-Brahms als Regisseurin: Seine ersten Rollen spielte er in Unter dem Pflaster liegt der Strand (1974) und Heinrich (1978). Kurz darauf war er mit Messer im Kopf (Regie: Reinhard Hauff, 1978) im Kino zu sehen.


Einem breiten Publikum prägte er sich erstmals durch seine Rolle als Funker in Wolfgang Petersens Das Boot (1981) ein; als nervöser Geiselnehmer glänzte er in Dominik Grafs Actionfilm Die Katze (1988). Mit Graf drehte er im Anschluss Tiger, Löwe, Panther (1989) und Die Sieger (1994). Regisseur Dieter Wedel besetzte Heinz Hoenig in seinen TV-Mehrteilern serienweise in Hauptrollen, so z.B. in Der große Bellheim (1993), Der Schattenmann (1996, Bayerischer Fernsehpreis und Grimme-Preis), Der König von St. Pauli (1999) und in Die Affäre Semmeling (2000).


Ob als italienischer Kommissar in der Bestsellerverfilmung von Donna Leons Vendetta (2000), als Steward in Hark Bohms Atlantic Affairs (2002), als brummiger Chefzwerg in 7 Zwerge - Männer allein im Wald (2004) oder als Arktos im Kindermusical Tabaluga: Heinz Hoenigs außerordentliche Präsenz und Vielseitigkeit auf Leinwand und Bühne machten und machen ihn zum viel gefragten Schauspieler.


2005 spielte Heinz Hoenig u.a. in Christian Alvarts Kinodebüt Antikörper einen älteren Kommissar und in der TV-Neuverfilmung von Urmel aus dem Eis den Zoodirektor. 2006 ist Hoenig neben FC VENUS u.a. im ARD-Schicksalsdrama Rose unter Dornen und in der Fortsetzung von 7 Zwerge zu sehen, Der Wald ist nicht genug.



Filmografie (Auswahl):


Filmtitel Regie


2005 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug Sven Unterwaldt


FC VENUS Ute Wieland


Rose unter Dornen (TV) Dietmar Klein


Urmel aus dem Eis (TV) Volker Weicker


Andersrum (TV) Franz Roth (Co-Regie:

H. Lauterbach, M. Keller)


Antikörper Christian Alvart


2004 7 Zwerge – Männer allein im Wald Sven Unterwaldt


2003 Vera (TV) Joseph Vilsmaier


2002 – 2004 König der Diebe (TV) Ivan Fila


2000 Donna Leon – Vendetta (TV) Ch. von Castelberg


Die Affäre Semmeling (TV) Dieter Wedel


1999 Rendezvous mit dem Teufel (TV) Thomas Berger


1998 Der König von St. Pauli (TV) Dieter Wedel


1997 Back in Trouble Andy Bausch


1996 Ausbruch (TV) Mark Schlichter


Der Schattenmann (TV) Dieter Wedel


1992 Der große Bellheim (TV) Dieter Wedel


1990 Der achte Tag Reinhard Münster


1988 Die Katze Dominik Graf


1981 Das Boot Wolfgang Petersen


1978 Messer im Kopf Reinhard Hauff


1974 Unter dem Pflaster liegt der Strand Helma Sanders


Theater


2003 – 2004 Tabaluga Rufus Beck


2002 Atlantic Affairs Hark Bohm





LESLIE MALTON - Astrid Mehnert-Wichert

Leslie Malton wurde in Washington D.C. geboren und wuchs dort, aber auch in Berlin, Wien und New York auf. Später besuchte sie Schauspielseminare in den USA und in Großbritannien, darunter die „Royal Academy of Dramatic Art“.


In den 80er-Jahren begann ihre Karriere im deutschsprachigen Raum: Sie arbeitete lange Zeit unter der Regie von George Tabori, u.a. am Wiener Burgtheater und am Münchner Residenztheater. Bis heute ist Leslie Malton sehr dem Theater zugetan, hat sich aber auch als viel gefragte Frau für Fernsehproduktionen etabliert, nicht nur in Deutschland: Sie drehte z.B. mit dem französischen Filmemacher Edouard Molinaro Rausch der Verwandlung (1987) und Nora (1998) und mit Chris Bould Midnight Flight (1997).


Hierzulande wurde Leslie Malton spätestens mit Beginn der 90er-Jahre durch Dieter Wedels Vierteiler Der große Bellheim auch einem breitem Publikum bekannt. Für ihre Darstellung einer geldgierigen Börsenmaklerin wurde sie 1993 mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Telestar ausgezeichnet.

Neben unzähligen Fernsehfilmen war sie in einer Reihe von bekannten Serien in Episodenhauptrollen zu sehen, z.B. in Rosa Roth Die Retterin (1999) oder in Commissario BrunettiAcqua Alta (2003).

Filmografie (Auswahl):


Filmtitel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


2003 Commissario Brunetti Acqua Alta Sigi Rothemund


WilsbergTod einer Hostess Manfred Stelzer

2002 Erste Liebe Claudia Prietzel


2001 Hand in Hand M.-T. Camoglio

2000 Schweigen ist Gold Sabine Landgräber

Klassentreffen Diethard Küster


1999 Rosa Roth – Die Retterin Carlo Rola


1998 Nora Edouard Molinaro

1993 Die Umarmung des Wolfes Rainer Wolffhardt


1992 Der große Bellheim (TV) Dieter Wedel

1985 Das Totenreich Karin Brandauer


1984 Ticket nach Rom Vivian Naefe

1984 Palace Hotel Edouard Molinaro


1981 Der Zauberberg Hans W. Geissendörfer




Gespräch mit Leslie Malton


Was hat Sie besonders gereizt an FC VENUS?

Die vielen kleinen wahren Geschichten, die darin erzählt werden – und das anhand eines Themas, mit dem ich bis dahin eigentlich nie viel zu tun gehabt hatte: Fußball. Frauen, die für die Liebe ihrer Männer kämpfen, damit sie wieder an erster Stelle stehen, und nicht der Fußball. Und die dabei, genau wie ihre Männer auch, eine erstaunliche Entwicklung durchleben. Ich war so begeistert vom Buch, dass ich unbedingt dabei sein wollte, obwohl ich dafür selbst Fußball spielen musste.


Erzählen Sie etwas zu Ihrer Rolle, zu den Dreharbeiten.

Meine Figur, Astrid, wirkt anfangs sehr unnahbar, kommt im Laufe der Zeit aber runter von ihrem hohen Ross, sie beginnt, sich in eine Gemeinschaft einzufügen. Und das mit Hilfe des Fußballs, wirklich erstaunlich. Ich habe noch nie eine Rolle mit so wenig Text gespielt, es hat sich aber absolut ausgezahlt. Die Dreharbeiten waren ein echtes Erlebnis, wir hatten alle eine solche Unmengen an Ideen, wie wir mit unseren Rollen spielen könnten. Und ich habe am Set eine wirklich einmalige Zusammenarbeit mit den KollegInnen erleben dürfen. Es hat viel Spaß gemacht.




Sie sind Amerikanerin. Hatten Sie dadurch einen anderen Zugang zur Geschichte?

Nein, ich denke, die Geschichte von FC VENUS ist so international, dass sie überall funktioniert, ob in Deutschland, den USA oder einem anderen Land. Die Figuren, die wir spielen, sind sehr unterschiedliche, aber lebensnahe Figuren, mit denen man sich identifizieren kann. Alle haben ihre Macken, und die haben wir schon in der gemeinsamen Vorbereitung untereinander intensiv ausgebaut – das hatte Workshop-Charakter.





JAN HENRIK STAHLBERG - Boris Minnert


Jan Henrik Stahlberg wurde 1970 in Neuwied geboren. Schauspielunterricht nahm er bei Ruth von Zerboni in München (1992-93) und ging dann ans Institut des Arts de Diffusion in Brüssel (1994-97), wo er den Preis der „Union des Artistes“ für den besten Schauspielabsolventen erhielt. Seitdem stand er in internationalen Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.


Seine erste Hauptrolle im Kino erhielt Jan Henrik Stahlberg 2002 in Science Fiction unter der Regie von Franz Müller. Daneben trat er in mehreren Theaterproduktionen der Berliner Volksbühne und des Theaters Ingolstadt auf.


Bei einer Inszenierung von Leonce und Lena in Ingolstadt begann die Zusammenarbeit mit Regisseur Marcus Mittermeier. Gemeinsam entwickelten die beiden mehrere Projekte, darunter der Kino-Publikumserfolg Muxmäuschenstill. Hierzu schrieb Jan Henrik Stahlberg das Drehbuch und spielte den Mux, Mittermeier führte Regie. Ein weiteres Projekt der beiden ist Short Cut To Hollywood. Der Kinofilm Bye Bye Berlusconi, in dem Jan Henrik Stahlberg mitspielt und auch Regie führte, wird 2006 in die Kinos kommen.


Im Fernsehen konnte man Stahlberg zuletzt als Kidnapper in der Actionkomödie Vollgas – gebremst wird später (Pro7) und im BR-Tatort Schneetreiben (ARD, 2005) sehen.



Filmographie (Auswahl):


Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


2005 Vollgas (TV) Lars Montag


Tatort – Schneetreiben (TV) Tobias Ineichen


2004 Tatort – Herzversagen (TV) Thomas Freundner


Bei gutem wie bei schlechtem Wetter (TV) Josh Bröcker


2003 Muxmäuschenstill Marcus Mittermeier


Mädchen, Mädchen II Peter Gersina


Science Fiction Franz Müller


2002 Il consiglo d´Egitto Emidio Greco


2001 Westend Markus Mischowski


Kleeblatt küsst Kaktus (TV) Thomas Nennstil


2000 Love and war in the Appannines John Kent Harrison


1999 Das Amt M. Terjung, D. Satin


1997 The dog of Flanders Kevin Broudy



Theater (Auswahl):


1998 Alles im Garten (Theater Ingolstadt) Ernst Seiltgen


Leonce und Leona (Theater Ingolstadt) Michael Mittermeier,


The Unseen Hand (Volksbühne Berlin) Jürgen Kruse





ANDREAS GUENTHER – Jurij Zille


1973 in Graz (Österreich) geboren, wuchs Andreas Guenther in Konstanz am Bodensee auf und besuchte die Waldorfschule in Überlingen. Nach dem Abitur zog es ihn 1995 nach München, wo er zunächst als Barkeeper und Paketpacker sein Geld verdiente, später als Fahrer und Set-Aufnahmeleiter bei einer Filmproduktion. Von da aus dauerte es nicht mehr lange bis zu seiner ersten Rolle in einem Kurzfilm (Zwischen den Wegen von Mathias Frik, 1997). Im selben Jahr erhielt er die Hauptrolle in einem weiteren Kurzfilm, Martin – das erste Mal von Markus Herling, und spielte in Charley’s Tante von Sönke Wortmann.


Von 1997 bis 2000 nahm Andreas Guenther privaten Schauspielunterricht und absolvierte mehrere Schauspiel-Workshops. Im Kinofilm Anatomie von Stefan Ruzowitzky war er 1999 zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen und erhielt noch im selben Jahr eine Hauptrolle in dem TV-Krimi Jenny Berlin von Johannes Fabrick. 2001 zog Andreas Guenther nach Berlin. Seitdem hat er in zahlreichen Fernsehen und Kinofilmen mitgewirkt, z.B. in Gott ist tot (2001) mit Götz George und in dem internationalen Kinospielfilm Baltic Storm von Reuben Leder (2003) an Seite von Greta Scacchi, Jürgen Prochnow und Donald Sutherland. Einer seiner letzten gedrehten Kinofilme, Schöner leben von Markus Herling, wird auf der Berlinale 2006 seine Welt-Premiere feiern.



Filmographie (Auswahl):

Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Die Entscheidung (TV) Thomas Bohn


Commissario Brunetti (TV) Sigi Rothemund


Schöner Leben Markus Herling

Kahlschlag Patrick Tauss


2004 Mit Herz und Handschellen (TV) Josh Broecker


SOKO Köln (TV) Kai Piek


Hitlerkantate Jutta Brückner


2003 Schwer verliebt (TV) Josh Bröcker


Wolffs Revier (TV) Jürgen Bretzinger


Baltic Storm Reuben Leder


2002 Eiskalte Freunde (TV) Ute Wieland


Alltag Neco Celik


2001 Gott ist tot Kadir Sözen


Tatort - Todesfahrt (TV) Udo Witte

2000 All the Queen's Men / Die Männer Ihrer Majestät Stefan Ruzowitzky


1999 Jenny Berlin - Tod am Meer (TV) Johannes Fabrick


Anatomie Stefan Ruzowitzki

1997 Martin - Das Erste Mal (Kurzfilm) Markus Herling

1996 Charley's Tante (TV) Sönke Wortmann





SANDRA BORGMANN – Katja Hagen


Sandra Borgmann wurde 1974 in Mülheim an der Ruhr geboren und machte dort auch ihr Abitur. Ab 1993 besuchte sie die Folkwang-Hochschule in Essen, wo sie 1996 ihr Schauspiel-Diplom erhielt. Anschließend gründete sie ihre eigene Theatergruppe in Essen und erhielt Theater-Engagements am Schauspielhaus Düsseldorf und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.


Sandra Borgmann spielte 1999 in Helmut Dietls Kinofilm Late Show. In dem international mehrfach ausgezeichneten Kultfilm Oi! Warning (1999) übernahm sie die Hauptrolle, 2005 war sie in der internationalen Kinoproduktion Die Bluthochzeit und in Unter dem Eis zu sehen.


In der TV-Serie Berlin, Berlin spielte Sandra Borgmann in der ersten Staffel die Rosalie. In den darauf folgenden Jahren gab es viele Rollen im Fernsehen, darunter mehrere Auftritte in Tatort-Folgen. 2004 erhielt sie für ihre Rolle in Ein krasser Deal eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Schauspielerin. Sie spielt aber auch immer wieder Theater, vor allem in unter der Regie von Brian Michaels in der WildLife Group. Sandra Borgmann lebt in Hamburg.




Filmografie (Auswahl):


Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Reine Formsache Ralf Hüttner


Unter dem Eis Aelrun Goette

Die Bluthochzeit Dominique Deruddere


Tatort – Gebrochene Herzen (TV) Jürgen Bretzinger


2004 Das beste Jahr ihres Lebens (TV) Olaf Kreinsen

Bloch – Der Freund meiner Tochter (TV) Kilian Riedhoff


2003 Tatort – Odins Rache (TV) Hannes Stöhr


Ein krasser Deal (TV) Tina Fürneisen & Daniel Texter


2002 Olgas Sommer Nina Grosse


2001 Berlin, Berlin (TV) F. Meyer-Price u.a.


1999 Late Show Helmut Dietl


1998 Oi! Warning Dominik und Benjamin

Reding


Theater (Auswahl):


2005 Desert Rose (Kunsthalle Bonn) Brian Michaels


2004 Osiris (Kunsthalle Bonn) Brian Michaels


1999 – 2000 Wild in Parts (WildLife Group) Brian Michaels





STEFFEN GROTH – Eric Polgar

Steffen Groth ist 1974 in Berlin geboren, aufgewachsen und besuchte dort auch die Hochschule für Schauspiel Ernst Busch. Neben seinen Engagements im Theater (u.a. Maxim-Gorki-Theater, Berlin, und Hans-Otto-Theater, Potsdam) erhielt er nach der Ausbildung bald erste Fernsehrollen und spielte ab 1998 in der TV-Serie Die Strandclique eine der Hauptrollen. Im Kino war er erstmals in Motown (2002) von Stefan Barth zu sehen und spielte 2004 im Erfolgsfilm Alles auf Zucker von Dany Levy mit.


Filmografie (Auswahl):

Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Crazy Partner (TV) Dominic Müllers


2004 Alles auf Zucker Dany Levy


Meine Schwester und ich (TV) Ilse Hoffmann


Eine Leiche on the Rocks (TV) Wilhelm Engelhardt


2003 Unser Pappa (TV) Ilse Hoffmann


2002 Motown Stefan Barth


Auch Engel wollen nur das Eine Robert Pejo


2000 Bobby, dieser Junge (TV) Vivian Naefe


1998-99 Die Stranclique (TV-Serie) Olaf Götz u.a.



Theater (Auswahl):


2003-04 Andorra Gerald Fiedler


1993-97 Nach Hause (Maxim-Gorki-Theater, Berlin) Lore Stefanek





ANDREAS PIETSCHMANN – Marc Ritter


in Würzburg geboren, hatte es der leidenschaftliche Fußballer Andreas Pietschmann schon bis in die dritte Liga geschafft, sich dann aber nach dem Studium der Romanistik und Anglistik für die Schauspielschule in Bochum (1993-1996) entschieden. Gleichzeitig arbeitete er für den WDR Hörfunk. Von 1996 bis 2000 war er am Schauspielhaus Bochum engagiert und wechselte 2000 zum Thalia-Theater nach Hamburg. Neben der Theaterarbeit arbeitet Andreas Pietschmann auch für Fernsehen und Kino (z.B. Sonnenallee von Leander Haussmann, 1998) und für zahlreiche Rundfunk- und Hörbuchproduktionen.



Filmografie (Auswahl):


Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


2005 Fremder Bruder Robert Steudtner


Rosa Roth - Sechs Tage zuviel (TV) Carlo Rola


Schnee im Sommer (TV) Buket Alakus


2004 Die Verlorenen (TV) Christian Görlitz


2003 Edel und Starck - Die Narren sind los (TV) Ulrich Zrenner


2001 Drei mit Herz (TV) Martin Gies

 

2000 S.K. Kölsch - Tod eines Tänzers (TV) Wolfram Engelhardt

 

1999 Anke (TV) Sven Unterwaldt jun.

 

1998 Sonnenallee Leander Haußmann


Schimanski – Rattennest (TV) Hajo Gies



Theater (Auswahl):


2000 – 2006 Thalia Theater Hamburg

Frühlings Erwachen (Thalia Theater Hamburg) Tilman Gersch


Better Days (Thalia Theater Hamburg) Niklaus Helbling


Fight City Vineta (Thalia Theater Hamburg) Armin Petras


Viel Lärm um Nichts (Thalia Theater Hamburg) Stephan Kimmig


2003 – 2004 Schauspiel Zürich


1996 – 2000 Schauspielhaus Bochum

Roberto Zucco Christina Paulhofer


Das Verbrechen des Einundzwanzigsten Leander Haußmann
Jahrhunderts





MARTIN ARMKNECHT – Sebastian Mehnert-Wichert


Martin Armknecht wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Seine Schauspielausbildung absolvierte er in Hamburg und Berlin, u.a. bei Jack Garfein und Zygmont Mollik. 1980 gründete er in Düsseldorf das Jhawemirc-Theater, das er auch bis 1987 leitete. Einem größeren Publikum wurde er bekannt durch seine Auftritte als Drogendealer Robert Engel in der Lindenstraße (1987-1992) und in der SAT.1-Serie Ein Mord für Quandt (1996-1997), in der er die Titel- und Hauptrolle spielte. Neben dem Fernsehen war Martin Armknecht auch in mehreren Kinofilmen zu sehen, darunter in Manta Manta (1991) von Wolfgang Büld und in Der bewegte Mann (1994) von Sönke Wortmann.



Filmografie (Auswahl):

Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Edel und Starck – Schlaflos in Trier (TV) Bernhard Stephan


2004 Italiener und andere Süßigkeiten (TV) Eberhard Brucker


Die Kommissarin – Heißes Grab (TV) Michael Mackenroth


2003 Ein Fall für Zwei – Fremde Federn (TV) Michael Kreindl


2002 Der Ermittler – Väter und Söhne (TV) Michael Mackenroth


1999 Late Show Helmut Dietl


1998 Callboy (TV) Bernd Schwarz


1997 Ballermann 6 Tom Gerhardt, Gernot Roll


1996 – 1997 Ein Mord für Quandt (TV) Michael Mackenroth u.a.


1995 Der Sandmann Nico Hofmann


1994 Der bewegte Mann Sönke Wortmann


1993 Barschel – Mord in Genf? Uwe Boll, Frank Lustig


1991 Manta Manta Wolfgang Büld


1987 – 1992 Lindenstraße (TV) H. W. Geissendörfer u.a.

KARINA FALLENSTEIN – Heike Minnert


1961 in Hanau geboren, hat Karina Fallenstein lange Zeit nur Theater gespielt, z.B. am Schauspielhaus Zürich und dem Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Einer ihrer ersten Filme war 1989 Im Jahr der Schildkröte, wo sie bereits Ute Wieland kennen lernte. Mit dem Film gewann sie den Nachwuchs-Darstellerpreis beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken. Inzwischen hat sie viele Rollen in Fernseh- und Kinofilmen gespielt, darunter die Hautrolle in Michael Kliers Farland (2003).



Filmografie (Auswahl):


Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


2004 Wholetrain Florian Gaag


2003 Farland Michael Klier


2002 Paule & Julia Torsten Löhn


Die Fälle des Dr. Bloch (TV) Christoph Starck


2001 Mondscheintarif Edward Berger


2000 Frau 2 sucht Happy End Edward Berger

1998 Die Eroberung der Mitte Robert Bramkamp


1990 Das deutsche Kettensägenmassaker Christoph Schlingensief


1989 Der Atem Niklas Schilling


Im Jahr der Schildkröte Ute Wieland


Theater (Auswahl):


2002 Die Möwe (Maxim-Gorki-Theater, Berlin) Katharina Thalbach


1999 Die Wildenten (Maxim-Gorki-Theater, Berlin) Deborah Epstein, M. Mislin


1997 Die Ratten (Maxim-Gorki-Theater, Berlin) Uwe Eric Laufenberg


1993 – 1996 Drei Schwestern (Schauspielhaus Zürich) Dieter Giesing


1990 – 1994 Schauspielhaus Köln





STAB



UTE WIELAND – Regie


Ute Wieland studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaften, und absolvierte anschließend ein Regiestudium an der HFF München. Seit 1986 ist sie als Regisseurin und Autorin tätig. Für ihr Kinodebüt Im Jahr der Schildkröte wurde Ute Wieland 1989 für den Bundesfilmpreis nominiert. Neben ihrer Arbeit als Regisseurin ist sie auch als Gastdozentin an der HFF München und der Filmakademie Ludwigsburg tätig.



Filmografie (Auswahl):


Titel


2005 FC VENUS


2004 Miss Texas (TV)


2003 Italiener und andere Süßigkeiten (TV)


2002 Eiskalte Freunde (TV)


2001 Die Mutter meines Mannes (TV)


2000 Dich schickt der Himmel (TV)


1999 Wie angelt man sich seinen Chef? (TV)


Morgen gehört der Himmel mir (TV)


1997 Polizeiruf 110 – Hetzjagd (TV)


1987/88 Im Jahr der Schildkröte



Preise und Auszeichnungen (Auswahl):


Im Jahr der Schildkröte


1990 Beste Hauptdarstellerin: Karina Fallenstein, Max-Ophüls-Preis


1989 Europäischer Fernsehpreis


1989 Bundesfilmpreis / Nominierung Bester Film für Tango im Bauch


1986 Förderpreis der Stadt München


1976 Victor-Scheffel-Preis für Literatur


GESPRÄCH MIT UTE WIELAND


Wie sind die Dreharbeiten gelaufen? Wie haben Sie es geschafft, über so viele Rollen gleichzeitig die Kontrolle zu behalten?

Ich hatte viele Schauspieler dabei, die bereits in anderen Filmen große Rollen gespielt hatten. Bei der Anfrage sagte ich Ihnen: Es handelt sich um einen Ensemble-Film, und ich werde versuchen, Euch mehr Raum zu geben, als es im Drehbuch steht. Aber es muss Euch klar sein, Ihr seid im Ensemble. Ich habe alle ermuntert, zu improvisieren und selbst etwas einzubringen. Entscheidend war dabei, dass alle vorher gemeinsam im ,Trainingslager’ waren. Hier konnte ich einzelne Szenen mit ihnen proben, sie auf ihre jeweiligen Rollen einstimmen und ihnen gleichzeitig das Gefühl vermitteln, Teil eines Teams, im wahrsten Sinne einer Mannschaft zu sein. Das war eine wichtige Arbeit, auf die ich beim Drehen immer wieder zurückgreifen konnte. Sehr geholfen hat, dass alle Darsteller sehr diszipliniert und wirkliche Teamplayer waren – alle haben sich dem gemeinsamen Ziel untergeordnet.


Der ewig währende Konflikt Frauen gegen Männer, Liebe und Fußball – was macht den Charme von FC VENUS aus?

Wir haben Schlachtfelder zu Spielfeldern werden lassen und erzählen unsere Geschichte mit Liebe und mit einem ganz eigenen Sinn für Humor. Das Thema von FC VENUS ist ja nicht der Fußball, sondern das Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Das ist so universell, ich bin mir sicher, da wird sich jeder Zuschauer wiederfinden.





JAN BERGER - Drehbuch


Jan Berger, 1970 in Berlin West geboren, verfiel dem Kino von früh an durch Filme wie Star Wars und Brazil. Trotzdem folgte er zunächst seiner zweiten Leidenschaft, der Literatur, und studierte bis 1997 Philosophie und Germanistik an der FU Berlin. Hin- und hergerissen zwischen Thomas Mann und Michael Mann, Heidegger und Schwarzenegger, siegte zuletzt das Kino. Seitdem schreibt Jan Berger als gefragter Polisher und Autor ausschließlich für den Film.


Filmografie (Auswahl):


Titel Regie


2005 FC VENUS Ute Wieland


Eine andere Liga Buket Alakus

(gemeinsam mit Buket Alakus)


2004 Kebab Connection Anno Saul

(gemeinsam mit Fatih Akin, Ruth Toma

und Anno Saul)


2003 Spielerfrauen (Kurzfilm) Martin Walz

2001 Back to Gaya (CGI-Kinofilm) Lenard F. Krawinkel


2000 Die Verwegene – Kämpfe um deinen Traum Martin Walz

(Polishing: Jan Berger)


1999 Sumo Bruno Lenard F. Krawinkel


1998 Apokalypso Martin Walz
(Polishing:Jan Berger)





PETER PRZYBYLSKI - Kamera


Peter Przybylski wurde 1967 geboren und machte an der Filmhochschule Potsdam- Babelsberg sein Diplom als Kameramann. Seinen ersten großen Erfolg feiert er 1999, als er in Sebastian Petersons Helden wie wir für die Kameraarbeit verantwortlich zeichnete. In der Folgezeit arbeitete er vorwiegend für das Fernsehen, drehte u.a. für den Tatort (Pechmarie von Hendrik Handloegten, 2005), sowie mit Ute Wieland.


Filmografie (Auswahl):

2005 FC VENUS Ute Wieland


Miss Texas (TV) Ute Wieland

Tatort – Pechmarie (TV) Hendrik Handloegten


Die Braut von der Tankstelle (TV) Josh Bröker


2004 Saniyes Lust Sülbiye V. Günar

Italiener und andere Süßigkeiten (TV) Ute Wieland


Ein Hundeleben (TV) Manfred Stelzer


2003 Eiskalte Freunde (TV) Ute Wieland


2002 Karamuk Sülbiye V. Günar


Kein Mann für eine Nummer (TV) Jakob Schäuffelen


Zwei Affären und eine Hochzeit (TV) Michael Keusch


Tatort – Verrat (TV) Hans Noever


1999 Curiosity & The Cat Christian Alvart


Wie angelt man sich seinen Chef? (TV) Ute Wieland


Helden wie wir Sebastian Peterson




RALPH SCHWINGEL und STEFAN SCHUBERT – Produzenten / WÜSTE Filmproduktion


Die WÜSTE Filmproduktion wurde 1989 in Hamburg gegründet. Geschäftsführende Gesellschafter sind die Produzenten Stefan Schubert und Ralph Schwingel.


Stefan Schubert betreut als Produzent seit 1986 über 40 Filme unterschiedlicher Genres. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei der Finanzierung von Kino- und Fernseh-Co-Produktionen.

Ralph Schwingel arbeitet als Produzent, Autor und Dramaturg und konzentriert sich bei seiner Produktionstätigkeit vordringlich auf die Bereiche Projektentwicklung und internationale Co-Produktionen.

Im Rahmen der Cologne Conference wurden Stefan Schubert und Ralph Schwingel mit dem Produzentenpreis 2004 ausgezeichnet. Ferner erhielten sie im Rahmen des Filmfestes Hamburg 2004 den Sonderpreis der Otto-Sprenger-Stiftung. Bei der FFA-Branchentiger-Verleihung 2005 kam Wüste Film in der Kategorie Produktion auf den 3. Platz.


1998 gründeten Ralph Schwingel und Stefan Schubert zusammen mit dem Verleger Hejo Emons die WÜSTE Film West GmbH in Köln, 2001 zusammen mit
Thomas Tielsch die Firma filmtank hamburg GmbH zur Realisierung von Dokumentarfilmen und Non-Fiction-Programmen. Zwei Jahre später folgte zusammen mit der Egoli Tossel Film AG und der timebandits Medien GmbH die Gründung des Filmverleihs timebandits films GmbH.


Bisher entstanden unter dem Banner von WÜSTE Film 15 Kinospielfilme als Eigen- und Co-Produktionen, darunter u.a. Schattenboxer von Lars Becker, Ein göttlicher Job von Thorsten Wettcke, Kurz und Schmerzlos, Im Juli, Solino und Gegen die Wand von Fatih Akin, sowie Kebab Connection von Anno Saul.


Kurz und Schmerzlos wurde 1998 beim Filmfestival Locarno mit dem Bronzenen Leoparden für die drei Hauptdarsteller ausgezeichnet, 1999 folgte der Bayerische Filmpreis Nachwuchsregie für Fatih Akin und 2001 der Adolf-Grimme-Preis. Zudem erhielt Kurz und Schmerzlos Nominierungen für den Deutschen Filmpreis in den Kategorien Bester Film und Beste Regie.

Der zweite Spielfilm von Fatih Akin mit dem Titel Im Juli war mit knapp 600.000
Zuschauern einer der erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen des Jahres 2000.

Es folgte mit Solino (Buch: Ruth Toma) Fatih Akins drittes Kinoprojekt. Das Drama erhielt u.a. den Bayerischen Filmpreis 2002 für das Beste Drehbuch und wurde für den Deutschen Filmpreis als Bester Film 2003 nominiert. Insgesamt begeisterte der Film allein in Deutschland knapp 600.000 Zuschauer.

Fatih Akins Gegen die Wand startete im März 2004 mit einem Schnitt von über 1.000 Besuchern pro Kopie in den Kinos und sicherte sich so einen Bogey. Der Film gewann den Goldenen Bären auf den 54. Internationalen Filmfestspielen Berlin als bester Film sowie den Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik als bester Film des Wettbewerbs.
Er erhielt außerdem 5 goldene Lolas beim Deutschen Filmpreis 2004 und den Europäischen Filmpreis 2004 für den "Besten Europäischen Film".

Der Film lockte mehr als 750.000 Besucher vor die Leinwand.