Easy Virtue Film Trailer


Freigegeben ab 6 Jahre | Länge: 97 Min | Kinostart: 24.06.2010
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TRAILER-TIPPS

 

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Meinung der Redaktion:
Kurzweilige Gesellschaftskomödie mit sehenswerten Darstellern, dezent-edler Austattung und scharfzüngigen Dialogen. Manchmal ist die Inzenierung aber auch etwas statisch – da schimmert das zugrundeliegende Theaterstück durch. Nette Unterhaltung, die aber im Heimkino besser aufgehoben wäre. Marcus Fliegel

Das macht:
72%

 


Darsteller:Jessica Biel, Colin Firth, Kristin Scott Thomas, Ben Barnes, Kris Marshall, Kimberley Nixon, Katherine Parkinson, Pip Torrens, Christian Brassington, Charlotte Riley

Die Story:Der junge Engländer John Whittaker verliebt sich mit Haut und Haaren in Larita, eine sexy und glamouröse Amerikanerin. Die beiden heiraten unverzüglich. Doch als das junge Paar in Johns Familienstammsitz zurückkehrt, reagiert Johns Mutter allergisch auf die neue Schwiegertochter. Larita bemüht sich zwar nach Kräften, sich in die Familie einzufügen, aber kann das Minenfeld, das ihre Schwiegermutter für sie auslegt, nicht umgehen. Larita wird schnell klar, dass Mrs. Whittaker ein perfides Spiel mit ihr treibt, und dass sie sich wehren muss, wenn sie John nicht verlieren will. Nach einem geistigen Wettstreit fliegen bald die Funken zwischen den beiden Frauen. Mrs. Whittaker nutzt fortan jede Gelegenheit, um Larita bloßzustellen – während die auf frustrierende Weise die Ruhe bewahrt und einen frechen Gegenschlag plant. Es dauert nicht lang, und Mrs. Whittakers Manipulationen zeigen ihre Wirkung bei John. Larita fürchtet, dass ihre Liebe ihr immer mehr entgleitet. Als am Ende auch noch ein großes Geheimnis aus ihrer Vergangenheit enthüllt wird, holt Larita endlich aus zu einem Befreiungsschlag und verlässt das Haus, in dem sie nicht mehr atmen konnte...



Meinungen

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♥: Solide Darsteller. Besonders Jessica Biel überzeugt als frühe Powerferau.
−: für eine Komödie teilweise etwas zu behäbig. Optisch nur knapp über TV-Niveau.

In den 20er Jahren sorgt die attraktive Larita für gehörigen Wirbel als einzige Frau im beginnenden Autorennzirkus. Kein Wunder dass der ebenso ansehnliche John Whittaker sich in sie verguckt. Kurz darauf sind die beiden auch schon verheiratet.
Jetzt steht nur noch der Antrittsbesuch bei Johns Eltern an. Der Adelsclan residiert auf einem stattlichen Landsitz in England, der schon bessere Zeiten gesehen hat.Das hält Mrs.Whittaker nicht davon ab, einen aristokratischen Lebensstil mit der dazugehörigen Arroganz gegenüber allem Neuen zu pflegen.Natürlich stört es sie, dass ihr einziger Sohn fern der Heimat geheiratet hat - ohne seine Mutter zu konsultieren. Und dann ist auch Larita nicht nur Amerikanerin sondern war auch auch schon einmal verheiratet. Empörend !
Der arme John steht nun also zwischen den zwei wichtigsten Frauen in seinem Leben, und die könnten kaum unterschiedlicher sein. Das ist der Auftakt zu einem scharfzüngigen Wettstreit . Dabei werden hier längst nicht nur die üblichen Rivalitäten zwischen den USA und England ausgetragen. Hier prallen grundverschiedene Lebensentwürfe auf launige Art aufeinander.


Wer meint dass Jessica Biel mit ihrer Actionerfahrung hier eine Fehlbesetzung ist, entlarvt sich nur als engstirnig. Zweifellos hat sie ein Faible für physische Rollen. Aber dadurch ist sie auch als Rennfahrerin und selbständige Frau weitaus glaubwürdiger. Dass Ben Barnes (Prinz Kaspian von Narnia) als ihre Gatte daneben eher blass und schwächlich wirkt ist nicht ihr Problem. Zur Geschichte passt dass aber durchaus gut, denn auch Colin Firth als sein Vater und Vorbild ist hier ein schwaches Vorbild für Männlichkeit. Nach seinen Kriegserfahrungen steckt er in einer Identitätskrise und zieht sich vor der Welt zurück.
Regisseur Stephan Elliott hat Mitte der 90er mit dem bizarr-sensiblen Transvestiten-Roadmovie "Priscilla - Königin der Wüste" einen oscarprämierten Überraschungserfolg gelandet ( in dem u.a. Hugo Weaving, Guy Pearce und Terence Stamp im Abendkleid zu sehen sind). Danach wurde es lange still. "Easy Virtue" ist nun weniger schrill und auch nicht so tiefgründig, aber beileibe weniger banal als andere Familienkomödien.
Die Vorlage für Easy Virtue - ein Theaterstück von Noel Coward ist zwar schon gute 80 Jahre alt - und auch die Inszenierung wirkt etwas steif und angestaubt, das Skript sprüht aber immer noch vor Dialogwitz. Ein amüsantes Sittenbild, genau richtig für einen netten Filmabend.



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