The Road Film Trailer
FSK Film: 16 | Länge: 111 Min | Kinostart: 07.10.2010 | Release: 16.02.2011 (DVD)
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Schauspieler:Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Charlize Theron, Robert Duvall, Guy Pearce, Molly Parker, Michael K. Williams, Garret Dillahunt, Bob Jennings, Agnes Herrmann, Buddy Sosthand, Kirk Brown, Jack Erdie, David August Lindauer, Gina Preciado
Die Story:Die Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Sonne ist verdunkelt, tierisches wie pflanzliches Leben ist ausgestorben, und nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt. Unter ihnen ein Vater, der nach dem Selbstmord seiner verzweifelten Frau alleine mit dem gemeinsamen Sohn durch verwüstete Städte und zerstörte Straßen Richtung Süden zieht, in der Hoffnung dass es dort wärmer ist. Angst, Furcht und Hoffnungslosigkeit dominieren ihren Alltag auf der Suche nach Zuflucht, Wasser und Essen. In jedem Autowrack und jedem verlassenen Haus könnten andere Überlebende lauern, die ihnen nach den letzten Habseligkeiten oder sogar dem Leben trachten. Inmitten dieser Welt aus unendlicher Ödnis und kannibalistischer Gewalt versucht der Vater nach allen Kräften, seinem Sohn einen Rest Lebensmut zu erhalten.
Hintergrund:The Road von John Hillcoat - ein Endzeit-Abenteuer nach der Romanvorlage von Cormac McCarthy.
Technikinfos:Bildformat: 2,35:1; Ton: DTS, Dolby Digital, SDDS, Dolby SR
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Eure Meinung zu "The Road"
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Eure Kommentare zu "The Road":
Matthias War gestern drin. Toller Film mit einem unglaublich gut spielenden Viggo Mortensen. Die Atmosphäre ist tatsächlich sehr düster, dunkel, bedrückend und ernst. Schön das es auch ohne explodierende Autos, Zombies oder Superhelden geht. Schönes Ende. Nur schade das die Hälfte der Zuschauer das gar nicht mitbekommen hat, da man erst im Abspann hört wie die nun "neue" Familie spielt, lacht und sich wieder des Lebens erfreuen kann. Warum ist der Film nur in so wenigen Kinos gelaufen?
Aragorn Sehr interessant. Mal was anderes. Nicht immer dieses mega action-spektakel mit bis an die Zähne bewaffneten Helden.
lolala boah endlich mal wieder viggo mortensen. sieht echt nicht schlecht aus. und als der junge "papa!" ruft hört sich das haargenau so an wie das "papa!" von simba aus könig der löwen :D
elvis mal wieder was anständiges aus hollywood....

♥: Stimmige Atmo, glaubwürdige Konflikte, überzeugende Darsteller, realistische Action.
−: Sehr düster und wortkarg. Nicht immer logisch.
Kein Sonnenstrahl, kein Grashalm, keine Tiere. Keine
Maschinen, kein Strom, keine Autos. Keine Gesellschaft, kein Vertrauen, keine Zukunft.
Im Survival-Drama "The Road" nach dem preisgekrönten Roman
von Cormac McCarthy ("No Country for old men") sind der Planet und die
Menschheit wirklich am Ende.
Eine ungeklärte Katastrophe hat nicht nur die meisten Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen ausgerottet. Immer wieder hört man, wie abgestorbene Bäume in den toten Wäldern umstürzen. In den Resten der Zivilisation kämpfen ein paar wenige Überlebende mit der Welt und ihren Mitmenschen ums Überleben. In dieser lebensfeindlichen Umgebung ist ein Vater (Viggo Mortensen) mit seinem Sohn (Kodi Smit-McPhee) auf dem Weg zur Küste. Dort soll das Leben besser sein. Aber vielleicht ist das auch nur ein Mythos, der ihnen hilft, trotz aller Probleme weiterzumachen. Auf dem Weg versucht der Vater, seinen gutgläubigen Sohn für das Leben in der neuen Welt abzuhärten - und ihm gleichzeitig menschliche Werte zu vermitteln. In den eigenen Augen sind sie "die Guten, die das Feuer weitertragen", die in einer anarchischen Welt noch so etwas wie Moral kennen. Dazu gehört aber auch die erschütternde Lektion, wie man sich am besten umbringt, wenn die Lage so richtig aussichtlos ist. Und das kann sie jeden Moment werden.
Der Kampf um die wenigen verbliebenen Lebensmittel ist verzweifelt und Vertrauen ist ein Luxus, den sich niemand leisten kann. Die meisten Menschen sind tot, andere Überlebende sind im besten Fall egoistische Diebe, im schlechteren Fall Mitglieder von Kannibalen-Gangs. Das Ende des Films ist wohl eins der traurigsten Happy-Ends, die es gibt. Denn man kann danach durchaus diskutieren , ob es wirklich Gund zu Hoffnung gibt, und ob "der Mann" seine Mission erfüllt hat. Buchautor Cormac McCarty hat das Buch übrigens seinem eigenen Sohn gewidmet.
Science-Fiction-Fans werden wahrscheinlich nach den Ursachen
der Apokalypse suchen. Die wird hier aber mit Absicht nie erklärt. War es ein
Virus, ein Supervulkan, ein Nuklearkrieg ? Völlig egal.
Auch an der Überlebensstrategie werden superkritische
Zuschauer immer etwas auszusetzen haben. Wo würde man reichlich Lebensmittel
finden ? Warum sind die beiden nicht besser bewaffnet ? Warum tun sie sich
nicht mit anderen zusammen ? Wer sowas fragt, hat die Idee des Films nicht
verstanden. "The Road" ist kein Actionthriller á la "Book of Eli" oder "I am
Legend" sondern ein Survival-Drama. Die Actionszenen sind rar und wirken
dadurch um so intensiver nach langen Phasen der Einsamkeit und Stille. Es
fehlen nicht nur die hollywoodtypische Stilisierung sondern auch religiöse
Zwischentöne. Der Film ist eine einzige Allegorie auf den menschlichen
Überlebenswillen. Was bleibt von der Menschheit übrig, wenn ihr alle
technischen und moralischen Errungenschaften der Zivilisation genommen werden ?
Dabei lässt sich die Situation von Vater und Sohn mit Leichtigkeit auf tatsächlich Notleidende übertragen, seien es Obdachlose in unserer Gesellschaft, Opfer von Naturkatastrophen wie in Haiti, oder auch in Louisiana nach Hurrikan Kathrina, oder Menschen in Drittweltländern, die auf der Suche nach lebenswerten Umständen ganze Kontinente überqueren.
Regisseur John Hillcoat hatte zuvor vor allem den ebenfalls sehr düsteren Western "The Proposition -Tödliches Angebot"gedreht. Diesen Stil setzt er auch diesmal ein. Gedreht wurde komplett an realen Orten und erfreulich selten auf CGI-Effekte gesetzt (was beim geringen Budget auch kaum drin gewesen wäre).
Die Szenerie liefert aber auch nur den Hintergrund für eine allgemeingültige Geschichte über Menschlichkeit, über Väter und Söhne und die Zukunft unseres Planeten. So ist hier eine der wenigen gelungenen Literaturverfilmungen zu bestaunen, die die Stimmung und emotionale Komplexität der Vorlage erreichen. Viggo Mortensen wollte vor dem Dreh eigentlich ein Pause vom Film einlegen. Aber das Projekt lag komplett auf seiner Wellenlänge (schon bei Herr der Ringe lebte er für seine Rolle als Waldläufer wochenlang in seinem Kostüm) und das sieht man seiner intensiven Darstellung auch an.
"The Road" ist der wohl deprimierendste, düsterste aber auch bewegendste Film über das Ende der Welt. Ein erwachsener Gegenentwurf zu gängigen Apokalypse-Spektakeln, der im Genre endlich mal wieder ernste Töne anschlägt.
Weitere Infos zum Film:
THE ROAD ist ein Film, der einfach gedreht werden musste. Auf den ersten Blick mag eine Geschichte über ein Endzeitszenario samt Kannibalismus, Gewalt und ähnlich Erschütterndem nicht unbedingt das geeignete Material für einen Film sein, der sich an ein großes Publikum wendet. Doch für die Produzenten, den Regisseur und die Schauspieler, die sich schließlich davon angesprochen fühlten, bestand kein Zweifel daran, dass Cormac McCarthys gleichnamiger Roman den perfekten Stoff für einen großartigen Film bieten würde.
Produzent Nick Wechsler, ein großer Fan des Autors, war bei den Filmrechten für McCarthys Roman „No Country For Old Men“, dessen Adaption später den Coen-Brüdern einen Oscar® einbrachte, noch überboten worden, deswegen bat er die Literaturagenten um sofortige Rückmeldung, wenn das nächste Buch des Schriftstellers verfügbar würde. Bei THE ROAD nutzten er und seine Mitproduzenten Paula Mae und Steve Schwartz schließlich das Zögern der Konkurrenz und sicherten sich die Rechte an dem Buch noch im Manuskriptstadium. „Es war in diesem Fall unser großer Vorteil, dass der Roman so düster und trostlos ist, weswegen die Studios und andere Produzenten nur sehr zaghaft Interesse bekundeten. Niemand war sich sicher, ob man daraus einen Film machen sollte“, erinnert sich Wechsler. „Diese Gelegenheit konnte ich nutzen, um mit meinen Partnern die anderen Interessenten zu überbieten und mir die Rechte zu sichern.“
Genau wie seine Mitstreiter bei diesem Projekt war er beim Lesen des fesselnden Buches tief bewegt. Das enorme filmische Potenzial der Geschichte erkannte er auf Anhieb: „Ich las den Roman gleich an dem Abend, als ich ihn in die Finger bekam, und fand ihn unglaublich kraftvoll und hoch emotional. Die Geschichte dieser gemeinsamen Reise von Vater und Sohn und der Gedanke, wie die Flamme des Lebens, dieser unauslöschbare Gedanke der Menschlichkeit, weitergegeben wird, hat mich sehr berührt.“
„Gleichzeitig erkannte ich darin sofort die Genre-Elemente. Die Spannung, die mit diesem Überlebenskampf in einer extrem feindlichen Welt einhergeht, erschien mir gleich sehr filmtauglich“, fährt Wechsler fort. „Die Düsternis machte mir dabei keine Sorgen. Die gehört doch zu einer apokalyptischen Welt genau wie auch der Aspekt des Kannibalismus einfach dazu. Aber im Mittelpunkt der Geschichte stehen ganz starke menschliche Emotionen, von denen ich mir sicher war, dass sie auch im Kino bei aller Trostlosigkeit durchscheinen würden.“
Als Wechsler Rudd Simmons als ausführenden Produzenten des Films mit an Bord holte, war seine Wahl bereits auf John Hillcoat als Regisseur gefallen. Simmons kannte Hillcoats Film THE PROPOSITION – TÖDLICHES ANGEBOT („The Proposition“, 2005) nicht, doch sobald er ihn gesehen hatte, war er von dem Filmemacher ebenso begeistert: „Johns australischer Western hatte es mir sehr angetan. Besonders interessant erschien mir sein Umgang mit der Landschaft und wie die Figuren direkt aus ihr zu stammen schienen. THE ROAD hat eine recht einfache Geschichte, doch ihr Mythos und ihre Figuren sind ebenfalls ganz fest verankert in unserer Welt. Also traf ich mich mit John, und wir verstanden uns auf Anhieb blendend.“
Besonders beeindruckt war Simmons davon, wie konzentriert und gut vorbereitet Hillcoat die Aufgabe anging, aus dem grandiosen Roman einen ebensolchen Film zu machen. „Ganz zu Beginn schrieb John ein Positionspapier, was ich so noch bei keinem meiner Filme erlebt hatte“, beschreibt er den Arbeitsprozess des Regisseurs. „Er erläuterte auf drei oder vier Seiten, welche Vorstellung er im Kopf hatte, welche Themen ihn interessierten, wie er das im Genrekino verortete und welche Optik er anstrebte. Und eine Reihe Fotos legte er dem Ganzen auch noch bei.“
