The Messenger Film Trailer
FSK Film: 12 | Länge: 112 Min | Kinostart: 03.06.2010 | Release: 06.10.2010 (DVD)
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Schauspieler:Ben Foster, Jena Malone, Eamonn Walker, Woody Harrelson, Yaya DaCosta, Lisa Joyce, Steve Buscemi, Peter Francis James, Samantha Morton, Paul Diomede, Jahmir Duran-Abreau, Gaius Charles, Brendan Sexton, Brian Adam DeJesus
Die Story:Sergeant Will Montgomery leistet die letzten drei Monate seines Militärdienstes an der - Heimatfront - in den USA ab. Will wird dem erfahrenen Captain Tony Stone unterstellt, um ihn bei seiner bitteren Mission zu unterstützen: Gemeinsam benachrichtigen sie die Angehörigen im Kampf gefallener Soldaten. Stones Dienstplan: streng ans Protokoll halten. Ruhe bewahren. Bloß keine Schwäche zeigen. Obwohl es ihm schwerfällt, hält Will sich an diesen Dienst nach Vorschrift und unterdrückt jede Gefühlsregung - bis er sein Herz an die junge Witwe Olivia verliert, der er die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen muss. Während Will von Gewissensbissen geplagt wird, setzt er zugleich das Vertrauen seines Vorgesetzten Stone aufs Spiel, der viel labiler ist, als er zugibt.
Hintergrund:Wie kann man ein normales Leben führen, wenn man den Tod bringt? In seinem Erstlingswerk THE MESSENGER begleitet Regisseur Oren Moverman zwei Offiziere, die sich täglich aufs Neue der grausamen Aufgabe stellen müssen, den Angehörigen gefallener Soldaten die schlimmste aller Nachrichten zu überbringen. Zwischen den beiden Männern, jeder auf seine Art zutiefst einsam, entsteht etwas wie Freundschaft. THE MESSENGER ist kein Kriegsfilm, und doch ist der Krieg immer präsent. In seinem sensiblen Drama, mit dem er auch seine eigene Militärzeit verarbeitet, widmet sich Oren Moverman jenen Opfern, die der Krieg abseits der Krisenherde fordert: den Hinterbliebenen, den traumatisierten Veteranen und ihrem ganz persönlichen Kampf, das Leben wieder als lebenswert zu betrachten. Mit viel Feingefühl und einer Prise befreienden Humors untersucht THE MESSENGER universelle Themen wie Trauer, Verlust, Hoffnung und die heilsame Kraft der Liebe. Der gebürtige Israeli Oren Moverman arbeitete bislang als Drehbuchautor und wirkte u. a. an dem unkonventionellen Bob-Dylan-Biopic I’m Not There mit. Auf der Berlinale 2009 erhielten Moverman und sein Co-Autor Alessandro Camon den Silbernen Bären, ihr sensibles Drehbuch wurde zudem für den Oscar® nominiert. Schauspielveteran Woody Harrelson erntete für seine intensive Darstellung des kantigen Captains eine weitere Nominierung als Bester Nebendarsteller. Als Liebespaar wider Willen brillieren Nachwuchsstar Ben Foster und die bezaubernde Samantha Morton.
Technikinfos:Bildformat: 2,35:1; Ton: Dolby Digital
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Eure Meinung zu "The Messenger"

♥: Fantastische Darsteller, bewegende Schicksale.
−: Die Rahmenhandlung plätschert etwas dahin.
Zwei der extremsten Hollywood-Darsteller stehen bei "The
Messenger" im Mittelpunkt.
Ben Foster konnte als durchgeknallter Gangleader im
Independent-Thriller "Alpha Dog" genauso faszinieren wie im Blockbuster "X-Men
3" wo er als flügeltragender "Angel" eine der poetischeren Rollen ausfüllen
durfte. Zuletzt war im Science-Fiction-Horror-Streifen "Pandorum" zu sehen.
Auch Woody Harrelson ist für extreme Figuren bekannt, wie in
Natural Born Killers, aber auch zuletzt in Zombieland, in dem er sein Image auf
die Schippe nimmt.
In "The Messenger" beweisen beide nun, dass sie auch die
leisen Töne beherrschen.
Nach der Rückkehr aus dem Irak bekommt der US-Soldat Will
Montgomery (Ben Foster) einen neuen Auftrag. Er wird dem altgedienten Captain
Tony Stone (Woody Harelson) zugeteilt. Gemeinsam müssen sie die Familien von
Soldaten über deren Tod informieren. Die beiden versuchen ihren Job mit militärischer Präzision
durchzuziehen. Tony macht den Job schon lange und hat sich eine distanzierte
Verfahrensweise zurechtgelegt, die aus seiner Sicht für beide Seiten am
schmerzlosesten ist. Aber William fällt es schwer, im Angesicht der geschockten
Angehörigen völlig teilnahmslos zu bleiben. Er kann sich nicht raushalten und
kümmert sich sogar um eine junge Witwe und ihren Sohn. Dadurch wird "The Messenger" aber längst kein Feelgoodmovie.
Will zeigt zwar Mitgefühl. Aber es stellt sich die Frage kann er sich das
leisten ? Oder macht ihn das kaputt ?
Denn auch die lebend aus dem Krieg zurückkehrenden wie er
und Tony sind zumindest seelisch verwundet. Tony gibt zwar den Harten, er säuft
und vögelt und brüllt - aber vielleicht ist er sogar der Softere, der
Schwächere der Beiden.
Einerseits ist "The Messenger" natürlich ein Film, der den
bürokratischen Umgang mit menschlichem Leid anprangert. Regisseur Oren Moverman
schafft immer wieder neue Szenen, die bewegen und berühren. Jeder trauert hier
auf seine eigene Weise. Eine Single-Mom, die schwangere Freundin eines
Soldaten, ein brüllender Vater, ein Mexikaner. Aber immer dreht es einem den
Magen um und lässt eine Blick in die Familiengeschichte zu, die stellvertretend
für viele steht. Dennoch hat man nicht das Gefühl, dass einem nur ein Katalog
der Emotionen vorgeblättert wird. Auf ganz eigene Weise bedrückend ist das
Treffen von Will und Tony mit Armee-Anwerbern.
Während die einen im Einkaufzentrum mit blumigen
Versprechungen für Soldatennachschub sorgen müssen die anderen den Familien am
Ende die traurigen Konsquenzen beibringen. Das A und O der Armee.
Während die Jobs der beiden Todesbotschafter den äußeren Rahmen der Handlung liefern porträtiert "The Messenger" auch zwei exemplarische Kriegsheimkehrer, die ihre ganz eigenen Probleme haben. Die eigenen Familien möchten von ihrem Leiden nichts wissen, für sie sind Will und Tony Freaks (und als sie nach einer exzessiven Sauftour zu Hause auftauchen sehen sie auch reichlich ramponiert aus). Sie passen nicht mehr in die normale Gesellschaft.
Es gibt inzwischen etliche Filme, die sich mit den
Spätfolgen des Irak-Kriegs befassen, wie "Grace is gone", "In the Valley Of
Elah" oder "Home of the brave". Alle liefen sowohl in den USA als auch bei uns
mit äußerst mäßiger Resonanz. Sicher werden viele Zuschauer genug vom Thema
Krieg haben , oder sich auch herzlich wenig für die Probleme von US-Soldaten
interessieren.
Schade, denn sie verpassen mit "The Messenger" ein packendes
menschliches Drama mit hervorragenden Darstellern. Die zwei Oscarnominierungen
für Woody Harrelson als bester Hauptdarsteller und für das Drehbuch waren
hochverdient.
WEITERE INFOS ZUM FILM:
Langinhalt:
Nachdem er im Irak verwundet wurde, kehrt Sergeant Will Montgomery in die Heimat zurück. Sein Militärdienst dauert noch drei Monate. Darüber hinaus hat Will keine Zukunftspläne, die Beziehung zu seiner Freundin Kelly ist am Ende. Selbst nur knapp dem Tod entronnen, wird der Tod fortan zu Wills täglichem Begleiter: Er wird dem Sonderkommando des erfahrenen Offiziers Captain Tony Stone unterstellt. Seite an Seite erfüllen sie den undankbaren Auftrag, die Familien gefallener Soldaten vom Tod ihrer Lieben zu informieren.
Der abgeklärte Stone hat einen strengen Verhaltenskodex für den Umgang mit den Hinterbliebenen aufgestellt: von „Nicht Guten Morgen oder Guten Tag sagen, denn es ist nichts Gutes daran“ bis zu „Physischer Kontakt ist zu vermeiden – es sei denn, jemand erleidet eine Herzattacke“. Als er mit dem Schmerz der Angehörigen konfrontiert wird – der schwangeren Verlobten, der verzweifelten Mutter –, fällt es Will umso schwerer, Abstand zu halten. Ein aufgebrachter Vater spuckt ihm sogar ins Gesicht, doch Will bewahrt Haltung.
Auch wenn keiner von ihnen es zugibt: Ihr tragisches „Tagesgeschäft“ und die Einsamkeit nach Feierabend schweißen Will Montgomery und Tony Stone zusammen. Nach anfänglichen Auseinandersetzungen entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine Art solidarische Verbundenheit. Der ruppige Captain ist nicht so hartgesotten, wie er tut, und ertränkt seine Ängste in Alkohol.
Olivia Pitterson hängt gerade in ihrem Garten Wäsche auf, als die Boten in Uniform ihr die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen. Doch die junge Mutter reagiert erstaunlich gefasst und macht großen Eindruck auf Will. Am Abend fährt er heimlich zu ihrem Haus zurück und beobachtet Olivia und ihren kleinen Sohn durchs Fenster. Will beginnt, die Witwe regelrecht zu beschatten. Im Shopping Center, wo sie ihrem Jungen einen Anzug für die Beerdigung seines Vaters kauft, beschimpft Olivia zwei Soldaten, die Rekruten anwerben wollen. Will geht dazwischen und bringt Olivia nach Hause. Zwischen den beiden entsteht eine zarte, schüchterne Freundschaft. Olivia scheint Wills Zuneigung zu erwidern, doch beide verbieten sich, weiter zu gehen.
Tony Stone macht seinem Schützling schwere Vorwürfe wegen seines „unethischen“ Verhaltens und versucht Will mit Kneipentouren abzulenken. Doch Will kann nur noch an Olivia denken. An diesem Abend hat er überraschend eine Nachricht seiner Ex-Freundin Kelly auf dem Anrufbeantworter: „Bitte komm nicht…“. In einem Stapel ungeöffneter Post findet der verstörte Will die Einladung zu ihrer Verlobungsfeier. Bei ihrem nächsten Treffen teilt Olivia Will mit, dass sie die Stadt verlassen wird...
