Robin Hood Film Trailer


Freigegeben ab 12 Jahre | Länge: 130 Min | Kinostart: 13.05.2010 | Release: 23.09.2010 (DVD&BD)
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TRAILER-TIPPS

 

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Meinung der Redaktion:
Ridley Scott verknüpft die Ursprünge des berühmesten Räubers mit echter britischer Geschichte, seriös, opulent und ziemlich humorlos. Und da Robin erst zum Schluß seiner Karriere antritt, ist dies nur der Auftakt für Robin Hood 2 und damit der längste Vorspann der Filmgeschichte. MF

Das macht:
91%

 


Darsteller:Russell Crowe, Cate Blanchett, Max Von Sydow, William Hurt , Mark Strong, Oscar Isaac, Danny Huston, Eileen Atkins, Mark Addy, Matthew Macfadyen, Kevin Durand, Cott Grimes, Alan Doyle, Douglas Hodge, Léa Seydoux, Jonathan Zaccai

Die Story:Nach dem Tode König Richards lässt der begnadete Bogenschütze Robin (Russell Crowe) den Krieg gegen die Franzosen hinter sich und kehrt zurück nach England, in ein durch Korruption und einen brutalen Sheriff gebeuteltes Nottingham. Schnell verliebt er sich in die willensstarke Witwe Lady Marion (Oscarpreisträgerin Cate Blanchett), die anfangs allerdings überaus skeptisch ist, was ihn und seine Beweggründe angeht. Nicht zuletzt um ihre Hand zu gewinnen, versammelt er eine Truppe Gleichgesinnter und gemeinsam mit seinen Männern macht er dem Sheriff einen Strich durch seine gierige Rechnung und macht jagt auf die Reichen, wobei er die Beute an die Armen verteilt. Doch seine von Jahrzehnten des Krieges geschwächte Heimat hält noch eine weitaus größere Aufgabe für Robin parat. So machen sich ausgerechnet dieser unwahrscheinlichste aller Helden und seine Verbündeten auf, einen blutigen Bürgerkrieg zu verhindern und England wieder zu neuem Ruhm und Glanz zu verhelfen.

Hintergrund:Angeregt nicht zuletzt durch seine Recherchen zu Königreich der Himmel, wirft Scott einen etwas anderen Blick auf die Sage um den Rächer aus dem Sherwood Forest. Wie es der Titel vermuten lässt, steht diesmal der Sheriff von Nottingham im Mittelpunkt - allerdings ein Sheriff von Nottingham der schon früh ums Leben kommt und dessen Rolle diesmal von keinem anderen als Robin Hood (Russell Crowe) selbst übernommen wird. Jetzt bekommt Robin Hood ein neues Gesicht - eine einzigartige Mischung aus bewährten Größen und einer frischen Gleichung, in der Robin Hood und sein Erzfeind ein und dieselbe Person sind.


Die Do‘s und Dont‘s des modernen Robin Hood

 
Do’s:
 
 
-       Jedem Obdachlosen, dem du begegnest, musst du etwas schenken! Echte Robin Hoods scheuen sich vor diesem Hintergund auch nicht, vorsätzlich in eine Großstadt zu ziehen! "Biss", "Fifty Fifty“, Motz" und "Straßenfeger" bekommst du natürlich im Abo.
 
-       Jedes Kleidungsstück, das du dir kaufst, solltest du nach ein- bis fünfmaligem Tragen in die Kleiderspende geben!
 
-       Als wahrer Freiheitskämpfer darfst du keine Demo auslassen, bei der gegen die Beschneidung der grundgesetzlichen Freiheitsrechte protestiert wird! Ebenso ist für dich jeder G8-Gipfel ein Pflichttermin!
 
-       Als Zweitberuf solltest du etwas Ehrenamtliches machen!  In deiner noch verbleibenden Freizeit hilfst du außerdem gern in der Arche, der Bahnhofsmission oder einer vergleichbaren Einrichtung aus.
 
-       Zu keiner Zeit darfst du in deiner Privatwohnung weniger als fünf obdachlose Mitmenschen beherbergen!
 
-       In der Bahn stehst du sofort auf, wenn eine ältere Dame oder ein älterer Herr einsteigen und bietest ihnen deinen Platz an
 
 
Don’ts:
 
-       Auf keinen Fall darfst du bei irgendeiner Art von Geldinstitut arbeiten!
 
-       Bei der Pfandflaschen-Rückgabe darfst du am Automaten niemals den "Pfand"-Knopf drücken, sondern immer nur auf "Spende"!
 
-       Konventionelle Lebensmittel sind für dich tabu – Bio ist Pflicht, besser noch "Fair Trade".
 
-       Jeans sind nichts für dich! Du bleibst bei den Strumpfhosen.
 
-       Auf handgeknüpfte Teppiche verzichtest du gerne – du bist gegen Kinderarbeit.
 
-       „Gleichberechtigung braucht kein Mensch. Frauen gehören hinter den Herd!“ – Gegen solche Parolen gehst du vor.
 
-       Für kurze Strecken steigst du in kein Flugzeug. Wenn es sich allerdings nicht verhindern lässt, zahlst du gerne einen Extra-Beitrag für die Umwelt in Form eines CO2 Ablasses.

 

Ein kurzer historischer Ausflug:
Die aufregenden Abenteuer von Robin Hood sind ein fester Bestandteil der englischen Literatur. Der Historiker J.C. Holt formulierte es so: „Es gibt einen ganzen Köcher voller möglicher Robin Hoods. Und selbst der wahrscheinlichste ist nur ein Schuss ins Blaue.”

Trotzdem hat diese archetypische Legende überlebt und wurde von Generation zu Generation überliefert, wobei sie sich ständig weiterentwickelte im Kanon jeder einzelnen Ära. „Und was als mündlich weitergebene Legende begann”, so Holt, „wurde schließlich ein Skript.”

Die Geschichten von Robin gehören zu den ältesten unter Englands mündlich überlieferter Historie. Sie reichen zurück bis ins Mittelalter des 9. Jahrhunders mit den Sagen von „Robin the Be-header” und fanden ihren ersten dichterischen Niederschlag in überlieferten Balladen aus dem 15. und 16. Jahrhundert wie ‚A Gest of Robyn Hode’, ‚Robin Hood and the Curtal Friar’ und ‚Robin and the Monk’.

Soweit wir allerdings wissen, gibt es keinen tatsächlichen Robin, den wir als einzelne authentische historische Vorlage dieser Geschichten markieren könnten. Vom Vorschlag, dass der Name Robehod oft für Männer verwandt wurde, die zu Gesetzlosen wurden, bis zur Vermutung, dass ‚Robin Hood’ für Diebe ein Standardpseudonym war – es gibt reichlich Theorien und die Legende lebt weiter.

Außerdem hat der Held mittlerweile auf der Leinwand ein bemerkenswertes Vermächtnis hinterlassen. Robin hatte seinen Auftritt in mehr als 30 nennenswerten Film- und Fernsehproduktionen, vom Robin einer „Ivanhoe”-Adaption von 1913 über die Filme mit Douglas Fairbanks („Robin Hood“, 1922), Errol Flynn („Das Abenteuer des Robin Hood“, 1938), Sean Connery und Audrey Hepburn („Robin und Marian, 1976) und Kevin Costner („Robin Hood – König der Diebe“, 1991), bis zu populären Fernsehserien wie Patrick Troughtons BBC-Produktion „Robin Hood“ (1953), „Robin of Sherwood“ (1984) und zuletzt „Robin Hood” (2006).

Trotz seiner Beliebtheit und seiner häufigen Auftritte hat sich Robins Auftreten auf der Leinwand oder dem Bildschirm nur selten weiterentwickelt oder völlig verändert, weil die meisten Filmemacher sich immer wieder auf die großen Bekannten gestürzt haben: der grausame Sheriff von Nottingham, der heimtückische Guy of Gisburne und die fast schon unvermeidliche ‘Lady in der Not’ Marion. Unweigerlich wurde Robin entweder als enteigneter Edelmann oder noch häufiger als galanter Haudegen und Dieb gezeigt, der von den Reichen nimmt und den Armen gibt.


Meinungen

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Jeannie Kritik ist nicht schlecht-es ist jedoch Alan Rickman der Prinz John in der Kevin Costner Verfilmung spielt, und nicht Alan Arkin! Naja, jeder macht mal Fehler :-)!

Emma Watson :) Schöne Kritik von Marcus Fliegel (ganz unten). Werd heut abend mal reingehen und mich überraschen lassen. Trailer sah schon mal vielversprechend aus...

Buttersemmel sieht nicht schlecht aus hoff ma mal das der film genauso gut wird

Knumel Endlich wieder ein vielversprechender Film. Und dann noch so toll besetzt. Cate Blanchett gibt sicherlich eine andere, aber auch eine tolle Marian ab. Rusell Crowe ist eine gute Besetzung für Robin Hood in dieser "härteren" Version. Ich schätze ihn sehr als Schauspieler, mir hat er bereits in Gladiator und A Beautiful Mind sehr gut gefallen. Also ich freu mich auf den Film und Karten sind schon reserviert! :-)

ND D-Day im Mittelalter? Das ist mehr als albern...

Locksley Nach Flynn, Connery und Costner darf man auf den neuen Hood gespannt sein. Der Trailer verspricht zumindest schonmal grandiose Bilder und atemberaubende Aktion. Jede Zeit hat Ihre Version dieser englischen Heldenlegende hervorgebracht, mal sehen, was Ridley Scott von Ihr überlässt.

kratos endlich mal wieder nen ridley scott film der im mittelalter spielt , sind eigentlich mit die besten filme von ihm siehe , 1492 , gladiator oder kingdom of heaven , robin hood - gehört jetzt schon zu meinen favoriten diesen jahres , bitte mehr solche filme mister scott!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ebans84 @LOLA: wie kannst du sagen schlechter film wenn du ihn noch garnicht gesehn hast?? komisch. man urteilt doch nicht über einen film wenn man ihn garnicht gesehn hat. ich sag das wird eines der highlights dieses jahr.

Lola Ich kenne einen anderen Film, aber dieser hier,is nur halb so gut. Also: SCHLECHTER FIlm!!!

nodal na, mal ein robin hood für erwachsene, bin aber auch icht sicher, was hier einige bei dem regisseur u den darstellern erwartet haben ... kann etwas werden, muss aber nicht. freue mich trotzdem, ärgern könnte ich mich ja noch...

suchedvd also manch ein kommentator hat sich scheinbar überhaupt nicht mit dem film und der materie in diesem zusammenhang befasst. in der zeit der handlung war es eben ziemlich düster und brutal. das muss man einfach mal so darstellen wie hier gezeigt. wird eben kein walt disney robin hood sondern so nah an den damaligen verhältnissen wie möglich... freu mich auf mehr

Zeitgeist Dann macht doch einfach nen besseren Robin Hood,wenn ihr schon so gut seid ;)LgPS:Wa wäre wenn ihr nie einen Robin Hood Film bisher gesehen hättet???Stellt euh einfach vor er wäre der allererste Robin Hood Film,vielleicht gefällt er euch dann besser.Das wohl kein Thema das man n Remake mit dem Original (wobei Costners Robin auch ein Remake ist) vergleicht.Das wird dort nie hinkommen.Nicht immer kritisieren,seht ihn euch an,oda eben nicht.Wir haben glaub ich mehr Probleme auf dieser Welt,außer ein Schwaches Robin Hood Remakewww.warheitbewegung.net

Schlafanzug Einige der Kommentare sind sowas von doof,das tut schon weh!!!,,Warum kann er sich nicht rasieren,, um Gottes willen geh in den Keller tapezieren!!!

xeno würd mich freuen wenn der so wie Gladiator is der war nämlich auch schon SAUGEIL !

oiram Na das wird doch bestimmt ein richtig schöner Abenteuerfilm...!!

lolala aaah, mit cate blanchett :DD *freu*

Hemp mmmh... also Robin Hood style ist das scheinbar weniger :(

malva Zeitgleich zur 1991-Version gab es einen Robin-Film mit Uma Thurman als Marrieanne. Vie ernsthafte und wohl zu Unrecht in der Versenkung verschwunden. Von einem neuen "Robin Hood" hatte ich mir mehr erhofft. Schade.

mal sehen naja mal schaun sieht aus wie, öhm ich mach mal nen 2ten gladiator und zieh allen lederrüstungen an und dann heißt er robin hood !

Fiona Sieht nach nem hammergeilen Film aus!

Vito Na wenn der ma nit geil wird !!! Hammer Trailer schon oft verfilmt aber Ridley Scott macht ja bekanntlich sau gute Filme und der wird gut !!!

Diclonius mmh lest das Buch! Ja im Wald da geht es auch oft lustig zu

dabei sein ist alles WOW wurde noch nieeeee verfilmt .. mehr mut plz^^

Crush Dieser Film scheint wesentlich stärker an der (vermutlich) echten Geschichte des Robin Hood angesiedelt zu sein als die Version von '91 . Hierzu finde ich auch den "Robin Hood" Teil aus Galileo Mystery empfehlenswert für alle, die etwas an der Geschichte interessiert sind (wer Galileo nicht mag, kann sich auch den N24 report anschauen). Demnach war er ein Outlaw, ein Geächteter, dessen „Vermögen“ durch den Sheriff eingezogen worden war.

Caro Erinnert an "Gladiator". Kein Wunder: Gleicher Regisseur. Gleicher Hauptdarsteller. Bei einigen Szenen im Trailer sehe ich den Zusammenhang zum Plot von Robin Hood nicht, aber vielleicht wird in dieser Verfilmung mehr auf den Aspekt der Kreuzzüge eingegangen. Ich liebe die Version mit Kevin Costner, bin aber dennoch gespannt, wie Ridley Scott den Stoff umgesetzt hat.

blackmax wieder vom feinsten was uns Ridley Scott zeigt Ein Robin Hood Film auf den ich mich jetzt schon freue

blume ich finde es super das es mal was härter zur sache geht. freu mich auf diesen film

luna ich finde den streifen keineswegs zu düster. Robin Hood mit Costner war einfach eine andere Zeit. Ich freue mich drauf...

cstatiue rein von achtion und so scheints ganz interessant zu werden, bloß sehe ich an manchen stellen im trailer den zusammenhang mit robin hood net ... und an die leute die den so düster, kalt und mit gewalt schlecht finden ... was war da bei kevin bitte anders ?

rike Hmmm... irgendwie ist das einfach nicht Robin Hood.... Zwar kann Mr. Crowe ja nur besser sein als Mr. Costner, aber es fehlt hier einfach der komödiantische Aspekt, der meines Erachtens hinzugehört, und vor allem : Kein Alan Rickman als Bösewicht! Das kann ja nix werden!

safira91 Was soll ich dazu sagen. Die Spezial Effekte sind bestimmt besser. Aber für mich ist und bleibt "Kevin Costner" der wahre "Robin Hood": Sagt mir mehr zu. Nur weil er Neu ist, ist er nicht besser und der Trailer sagt mir garnicht zu. Schade.

downunder ich glaube, ich hoffe !! Russell Crowe macht sein job besser als Kevin Kostner !!

baerchen1480 also ich glaub "Robin Hood" sollte nicht so düster gezeigt werden... das wird sicherlich ein sehr gewaltkräftiger Film sein... Finde ich nicht gut...

Kino 1 Ridley Scott versucht den Zuschauer ein anderes Bild von Robin Hood zu zeigen düster und kälter wie das in dem Zeitalter war wo noch der kreuzzug war .und da kann kevin kostner einpacken ...... ich freu mich auf den Film xD

cpt.future also ich finde, dass keine Robin Hood-Version an die Verison mit Kevin Kostner heran kommt.... Kevin Kostner bleibt DER Robin Hood !!!

r.b. endlich!!!! das warten hat ein ende! mal wieder ein richtiger kino film wo es sich lohnt mal wieder ins kino zu gehen! die letzten monate kam ja nur noch dünnes im kino!! das letzte mal war ich bei 300!!!

Emil Glockner Das ist doch genauso wie Gladiator. Hätte der Russell sich doch wenigstens rasiert...

downunder oh ja ! das sieht sehr gut aus !!

crowe wird ein guter film werden nur sein anzug sieht blöd aus wahr der mit kevin besser

Neo Es ist zwar ne andere und eigene Sichtweise dieses Filmes auf die Roman-Legende Robin Hood, aber Szenen und Musik des Trailers scheinen darauf schliessen zu lassen, das es hier nur um Action und brutale Gewalt geht. Das hat in meinen Augen nichts mehr mit Robin Hood zu tun....aber genaueres kann ich erst nach noch mehr Film-Ausschnitten sagen.

wuppi Der Trailer sieht meiner Meinung ganz interessant aus. Und Russel Crowe passt gut als Darsteller in so einen Film. Der beste Film mit Russel Crowe war bislang noch Gladiator.

deNni russel crowe passt ja sowas von nich als robin hood.... gefällt mir bisher 0 :( .....

 




♥: Gewaltige Szenerie, detailverliebte Ausstattung, erstklassige Darsteller und ein neuer historischer Hintergrund für den altbekannten Räuber mit Gewissen.
−: Ein bißchen mehr gute Laune und Spektakel hätten nicht geschadet. Schurken sind zu eindimensional.

Wie bringt man eine Geschichte auf die Leinwand, die schon dutzendfach verfilmt wurde, so daß sie doch frisch wirkt ? Viele Filme erzählen dann die Vorgeschichte des Helden , wie in "Batman Begins" oder "X-Men Wolverine" zu sehen. Da über den Ursprung oft nicht soviel bekannt ist, können die Macher dann der Kreativität freien Lauf lassen. Ridley Scott hat Robin Hood stattdessen in der realen Welt angesiedelt. Bisherige Verfilmungen platzierten den populären Räuber zwar auch im 12.  Jahrhundert, aber doch eher in einer Märchenversion der Zeit. Scott zeichnet ein viel komplexeres Bild, ohne dabei ins Dokudrama abzurutschen und er kreiiert erstaunliche neue Kombinationen. Robin Hood, den wahrscheinlich imaginären Volkshelden zum tatsächlichen Gründervater Englands zu machen, ist schon clever. 

Historisch korrekt ist Ridley Scotts Schlachtengemälde dadurch natürlich nicht. Bis heute ist schließlich sehr umstritten, ob es Robin Hood tatsächlich gab. Auch Ridley Scott kann also nicht "die Wahrheit" über Robin Hood erzählen. Eigentlich hätte der Film sogar einen anderen Namen verdient. Denn Robin Hood, wie man ihn kennt, taucht erst zum Schluss auf.


Zu Beginn heißt der Rächer der Enterbten noch noch Robin Longstride (Russell Crowe) und ist nur einer von vielen Bogenschützen im Heer von Richard Löwenherz, der nach einem gescheiterten Kreuzzug im Heiligen Land auf dem Heimweg noch ein paar französische Schlösser plündert, um seine Unkosten wieder einzutreiben. 

Als er bei der letzten Belagerung getötet wird, setzen Robin und ein paar Gleichgesinnte sich vom Heer ab, bevor das komplette Chaos ausbricht. Vom sterbenden Ritter Sir Robert Loxley erhält Robin aber erst noch ein Schwert, dass er dessen Vater überbringen soll. Dafür nimmt Robin Loxleys Identität an , denn als Adeliger reist es sich viel bequemer. Zunächst aber landet er mit seinen Kumpanen in London, um König Richards Krone abzuliefern. Der De-facto-Herrscher Prince John (Oscar Isaac) hatte lange im Schatten seines legendären Bruders auch seine Chance gewartet und kann sich nun endlich die Krone aufsetzen. Detailliert führt Scott dabei die Machtverhältnisse am englischen Hof vor. Im Gewusel der verschiedenen Strippenzieher gerät die Hauptfigur, Robin Hood aber mitunter aus dem Blickfeld und auch sein altgedienter Widersacher , der Sheriff von Nottingham wird zum Statisten. Ein ganze Zeitlang ist "Robin Hood" mehr Politdrama als Historienspekatakel.

Den ernsthaften Ton hält Scott allerdings nicht komplett durch. Spätestens wenn Robin am Hof von Walter Loxley (Max von Sydow) auf Maid Mariann (Cate Blenchett) trifft, bekommt der Film eine heitere Note. Von ihrer dezenten Liaison hätte man gerne mehr gesehen. Und auf einmal werden auch seine Begleiter,  Little John, Will Scarlett  und Bruder Tuck zu den altgewohnten humorigen Sidekicks. So ganz wollten sich die Macher offenbar doch nicht von früheren Verfilmungen absetzen.

Tatsächlich hätte der Film für ein wirklch authentisches Historiendrama noch viel komplexer sein müssen. In Wahrheit waren England und Frankreich damals aufs engste verknüpft. Richard Löwenherz sprach nicht einmal englisch, herrschte stattdessen über große Gebiete in Frankreich, wo er hauptsächlich lebte. Scott dagegen stilisiert die Franzosen zu eindimensionalen Schurken, und verleiht dem Film damit eine völlig unzeitgemäße nationalistische Note. Dass die beiden Hauptschurken ausgerechnet von zwei Schauspielern mit südländischer Optik gespielt werden, (Mark Strong als Godfrey hat italienische Eltern, Oscar Isaac (Prinz John) stammt aus Guatemala) verstärkt den bitteren Beigeschmack. 

Ein überraschender aber gelungener Kunstgriff ist es dagegen, Robin Hood mit der Magna Carta zu kombinieren. Diese Urfassung einer britischen Verfassung, die gewöhnlichen Menschen erstmals Rechte verschaffte, wurde tatsächlich von König John abgezeichnet, nachdem er in einer Rebellion aufständischen Adeligen unterlegen war, so daß sein (angeblicher) Erzfeind Robin Hood als Freiheitsheld natürlich ein passender Vertreter der Rebellen ist.

Und selbst die französische Invasion, die an einen umgekehrten D-Day erinnert, ist historisch belegt. Ziemlich verschenkt wurde dafür der Auftritt einer Bande verwilderter Kinder, die bereits vor Robin in den Wäldern hausen und sich durch Überfälle ernähren. Pünktlich zum Finale reiten sie auf Ponys an Robins Seite in die Schlacht als kämen sie direkt aus dem Auenland. Die Geschichte der Kreuzzugswaisen ist jedoch nur eine Fußnote, vielleicht ein Überbleibsel von Kürzungen, die ja bereits Scotts letztem Historienepos "Königreich der Himmel" in der Kinofassung viel Flair geraubt hatten. 

Licht und Schatten sind im Skript also dich beieinander. Dabei ist Brian Helgeland ist ein oscarprämierter Drehbuchautor, der die Geschichten von "L.A.Confidential" und "Mystic River" geliefert hat , aber ebenso unterirdisches wie "Sin Eater", und "Postman". Man darf also nicht automatisch großartiges von ihm erwarten. Und genau das bekommt man mit "Robin Hood": Mittelmaß, das durch zuviele Handlungsstränge verwirrt, durch mangelnde Dynamik und Dramatik streckenweise nur dahinplätschert und insgesamt zu wenig Spaß macht.

Das soll jedoch keineswegs ein Plädoyer für Kevin Costners "König der Diebe" sein. An dem launigem Action-Abenteuer wird "Robin Hood" jedoch zwangsläufig gemessen - und gewinnt dabei in nahezu jeder Kategorie. In der Hollywood-Fassung aus den frühen 90ern spielt Kevin Costner einen naiven, impulsiven Draufgänger mit Fönwelle und einem eigenen Klettergarten. Seine Abenteuer strotzen vor flotten Keilereien, Romantik und unrealistischen Action-Einlagen, während seine Feinde sich in ihren düsteren Kerkern (mit Laserbeleuchtung) mit etwas Hexenhokuspokus vergnügen. Da weiss man wenigstens, wo Alan Rickman (der spätere Professor Snape) erstmals auf den Geschmack schwarzer Magie gebracht wurde. "Robin Hood - König der Diebe" ist ein synthetisches Hollywood- Action-Abenteuer mit offensichtlichen Studiokulissen, das neben Scotts naturalistischer Vision heute ziemlich billig und auch ein bißchen verstaubt wirkt. Für Teenager-Entertainment sicherlich o.k. Ridley Scott hat dagegen einen Robin Hood für Erwachsene gedreht.

Der Detailreichtum in den maroden Dörfern und rustikalen Burgen ist enorm hoch, aber nie besonders glamourös. Die Kampfszenen sind hart, aber nicht übermäßig brutal oder spektakulär. Beeindruckend ist allein die Größe der Szenen , insbesondere eine Belagerung zu Anfang und die französische Invasion im Finale protzen mit hunderten Komparsen und detailverliebter Ausstattung. Allerdings hat man das alles auch schon größer und mitreißender gesehen.

DER KICK:

Ridleys "Robin Hood" ist gut , aber nicht großartig. Es fehlt Leidenschaft und Dramatik für ein wirklich packendes Kinoerlebnis. Stattdessen gibt es eine luxuriöse Geschichtsstunde. Vom "Gladiator"-Team darf man mehr erwarten. Aber vielleicht bekommen wir das ja auch noch. Schließlich soll es tatsächlich "Robin Hood 2" geben, in dem der legendäre Waldbewohner schließlich seinem Ruf gerecht werden darf.

 



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