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The Expendables Film Trailer

Originaltitel: The Expendables   |   Mit: Sylvester Stallone, Jason Statham

FSK Film: 18 | Länge: 110 Min | Kinostart: 26.08.2010 | Release: 24.02.2011 (DVD&BD)
© Twentieth Century Fox | Genre: Action | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

The Expendables: Mehr zu diesem Film

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Schauspieler:Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Jet Li, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger

Die Story:Das einzige, was sie im Leben kennen, ist der Kampf. Den einzigen Menschen, den sie vertrauen, sind sie selbst. Sie sind die Expendables: Anführer und Stratege Barney Ross (Sylvester Stallone), der ehemalige SAS-Messerexperte Lee Christmas (Jason Statham), der Nahkampfspezialist Yin Yang (Jet Li), der auf Feuerwaffen spezialisierte Hale Caesar (Terry Crews), der Sprengstoff-Experte Toll Road (Randy Couture) und der Scharfschütze Gunnar Jensen (Dolph Lundgren). Die Expendables werden beauftragt, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen und dessen skrupellosen Diktator zu stürzen. Als die Mission in vollem Gange ist, erkennen die Männer, dass der Auftraggeber ein doppeltes Spiel mit ihnen treibt. Ein Spiel, dem auch die Expendables zum Opfer fallen sollen. Doch die sechs Männer sind hartnäckiger und widerstandsfähiger als gedacht…

Hintergrund:Actionfans in aller Welt fiebern schon jetzt dem Kinoereignis des nächsten Jahres entgegen: THE EXPENDABLES - als Rückkehr des Achtzigerjahre-Actionkinos sowohl von der Presse als auch von den Genrefans begeistert gefeiert und sehnsüchtig erwartet. Regisseur des Film-Highlights ist kein geringer als Sylvester Stallone, der die großen Actionhelden der Kinoleinwand in einem exklusiven Gastauftritt zusammenbringt. Darunter Stars wie Jason Statham, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Jet Li und Arnold Schwarzenegger. Der Top-Actioner wird in Deutschland von Splendid Film, 100%iger Tochtergesellschaft der Splendid Medien AG, Köln, in die Kinos sowie ins Home Entertainment gebracht. Zur Handlung: Ein Trupp von Söldnern (die Expendables, zu Deutsch: die Verzichtbaren) soll in einer Bananenrepublik einen vom CIA gestürzten Diktator beseitigen, um den ursprünglichen Präsidenten wieder an die Macht zu bringen. Im Laufe der Zeit jedoch entpuppt sich der Auftrag mehr und mehr als ein falsches Spiel, bei dem die Expendables selbst zum Opfer werden sollen. Die Widersacher jedoch haben nicht mit der Hartnäckigkeit und Professionalität der Söldner gerechnet...



Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Sylvester Stallone versammelt in dem schlagkräftigen Actionfilm THE EXPENDABLES ein hochkarätiges Ensemble von Action-Superstars, wie es noch nie gemeinsam auf der Leinwand zu sehen war:  Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Randy Couture, Steve Austin, Terry Crews und Mickey Rourke. Weiterer Höhepunkt:  Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis sind in Gastauftritten zu sehen!
THE EXPENDABLES startet am 2. September bundesweit in den Kinos.


Eure Meinung zu "The Expendables"



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Eure Kommentare zu "The Expendables":

Saskia Habe den Film gesehen....einfach super, wäre es zwar ohne die bekannten Schauspieler wäre es einfach ein normaler Actionfilm...mit ihnen jedoch wird das ganze zum Action Film des Jahres ;)))p.s finde nur ab 12 Jahre ist zu früh denn es spritzt ;)

boz Wenn man einen genialen Film unverständlicherweise in den Dreck zieht, dann wenigstens in der richtigen Schreibweise. Der Titel lautet " Die City Cobra " - also mit " C " und nicht mit " K ". Dieser Film ist um Längen besser als Alles was der koksende Belgier van Damme, den hier unverständlicher Weise alle erwähnen, je gedreht hat. Die Rolle hat zurecht der grandiose und stete skandalfreie Dolph Lundgren erhalten.

FilmFreak Ich sage es mal so: Alles was nach den 90ern an (Action-) Filmen kam, war nicht mehr so berauschend. Ich würde sogar sagen dass ab dem Jahr 2000 jedes Jahr knapp 3 wirklich "gute" Filme herauskamen und The Expendables könnte sogar der beste (Action-) Film des neuen jahrzehnts werden.

FilmFan Ich sag mal so. Der Großteil der (v.a. Action-)Filme nach den 90igern ist nur Dutzendware. Jedes Jahr kommen so 3 gute Filme raus. Und dieser hier hat das Potenzial der beste (Action-) Film des Jahrzents zu werden ;)

=( @styler aCtion wird mit C und net mit K gescrieben . Vielleicht solltest du bevor du dir den Film anschaust nochmal die Förderschule besuchen =(

Neo Nachtrag: Ach ja, bevor hier jemand sagt....Bruce Willis wird aber von Manfred Lehmann gesprochen....jupp, aber Thomas Danneberg hatte ihn auch mal synchronisiert...zumindest laut Sprecherdatei! Wobei da evtl. auch ein Fehler sein kann, denn der gleiche Eintrag steht dort auch bei Manfred Lehmann. *grübel* Na ja, bleibt es trotzdem bei 2 Leuten!^^

Neo @EJX: Jupp, fällt mir jetzt auch erst auf....Arnie und Sly haben tatsächlich den gleichen deutschen Synchronsprecher....Thomas Danneberg! Welcher auch seine Stimme Bruce Willis, Christopher Lambert, Chuck Norris, Dan Aykroyd, Dennis Quaid, George Hamilton, James Belushi, James Fox, John Cleese, John Travolta, Michael York, Nick Nolte, Pierre Brice, Randy Quaid, Rutger Hauer, Terence Hill und noch einigen anderen! In dem Film muss der gute Thomas dann also 3 Rollen synchronisieren!^^

Styler Ich geh am stock die grössten aktion schauspieler der letzten 50 jahre in einem Film hammer egal wie der film ist ich find es schon allein geil das die alle zusammen in einem Film sind!!

NerdyNerd GOIIIIIIILLLLLlllLLLLLLLL! :)

Kevin allein zu Haus Man ist der Trailer Geil^^ Muss ich auf jeden Fall rein.

Hans Hupe Ja Leute...Auf jedenfall fehtt hier Jean Claude van Damme aber er hatte ja abgesagt da er ja so zu sagen nur noch normale Filme drehen wollte (idiot) dafür ist halt Dolph Ludgren eingestiegen sonst wäre er 100% genial aber freu mich trotzdem drauf...

lalala FETT FETT FETT geiler kanns garnicht gehen freuh mich drauf

bambi einfach nur der HAMMER ey ich freue mich sooooo SEHR auf den film !!

goku das wird bestimmt interessant da die ganzen namen schon für sich ein "kassengarant" sind

k3r0n3x also von der handlung und von der Schauspielerischen leistung aus sicherlich unter aller "kanone" aber einfach um die jungs alle in einen film zu sehen schaue ich mir den an;)

deNni bessere besetzung als in ocean's eleven.... wird hammer!! MUSS HAMMER WERDEN ;D

stiffler endlich mal wieder ein feuerwerk stars wie früher sind ja leider mangelware geworden und aktion filme sowieso

pikas wie immer sind Sylvester Stallone´s Filme immer ein Action Kracher so wie auch dieser. Ich freu mich schon diesen Film anzuschauen.

Pragda Nicht schlecht herr specht! Trotzdem könnte man annehmen das die FIlm-industrie keine kohle mehr macht und deshalb alle in einem topf wirft um damit mehr umsatz zu erzielen. Dennoch sehr interessant und für actionfans ein muss, werd ihn auch kucken und zwar im kino ;))

thegenaral ick freu ma uff diesen film.

Sassa Also obwohl Filme dieses Genres gar nicht mein Fall sind, sieht der Trailer doch ganz gut aus. :) Wie gut das so was immer noch Geschmackssache ist. *räusper*

Massacre also die story ist nichts weltneues ;D aber die schauspieler kann man sich ansehen :D in welchem film spielen so VIELE Action Helden gleichzeitig mit. Anschauen lohnt sich ;)

ebans84 Einfach nur lächerlich :-) schauspielerisch wird das unteres niveau.aber ganz unten.schaut mal auf die mimik von stallone LOL. aber ist halt geschmackssache. da kriegt mich keiner ins kino.da wären mir sogar 4euro am kinotag zu teuer.

qwertz ich freu mich schon auf eure enttäuschten gesichter :)

Timo Find ich super ..das sich die Alten unserer Kino Generation sich noch mal zusammen raufen ...Homage an sich selber und den guten alten Zeiten ...toll das Syli sogar Arni für ne Gast Rolle überreden konnte ...Syli führt Regie und ist auch Produzent...und wer die Arni und Syli Filme kennt ...weiß das sie sich gerne ein wenig in Ihren Filmen gegenseitig Homagen .....so sieht Hollywood Freundschaft aus (Respekt !!)...Freue mich auf geballte syliwillisarnimickydolphjetli action...mfg

EJX wie wollen die das denn bitte schön mit dem syncronisieren von Sly und Arni machen? haben die nicht beide die selbe deutsche stimme?

Moviefreak Ich hab mich seit langem nicht mehr so auf einen Film gefreut, MEGAGEIL !!!

Kalle Das wird der Hammer,bester Film ,muss ich unbedingt sehen sonst bring ich mich um.

lordiii Gänsehaut, so viele Stars :-) wüsste gerne mal was die für nen Budget haben Hoffe nur die schneiden den nicht, das wäre echt schade für so nen Blockbuster ;-)

everfresch Boom Krach,endlich mal alle in einem Topf wird der Actionfilm des Sommer's 2010.

Bengali WELTKLASSE...einfach nur Weeeltklasseee...

Southi Boom was fürn Trailer! Wann hat es mal so eine geile Besetzung gegeben...... Stone Cold, Stallone, Arni, Randy Cotoure, Jet Li, Dolph Lundgren, Bruce Willis, Micki Rourke.....man man!

darkslider da lohnt sich in kino gehen mal wieder

kkk alle alten säcke noch mal vereint in einem action kracher. wird bestimmt nicht schlecht.

ADDETTO ICH KANN DEN START NICHT ERWARTEN; UNGLAUBLICHE STARBESETZUNG

Mug Jaaaaaaaaaaaaa meine 80 Jahre Action heros sind zurück. Boom krach bang. Scheiß auf die story, dass wird der Film des Jahrhunderts. Schade das Arnie nicht mit auf die Kacke haut und nur Nebendarsteller ist. Hoffentlich dauert der 3 Stunden und ist in 3D. Naja träumen darf man ja noch

DonAbou DIeser Film wird der Kracher!!!

thompson eine echt heftige starbesetzung vom feinsten, könnte lustig werden

hmm weltklasse

downunder Oh Yes Baby !!! ; ) ich sag nur - Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Jet Li, Bruce Willis und ArnoldSchwarzenegger !! einfach nur der Hammer !! freu mich drauf =)

Wie cool ist das denn!!! Ich steh zwar nicht auf die ganzen Ballerfilme aber den würde ich mir ansehen-zumal der Film top besetzt ist und natürlich auch wegen Arnie^^

Taigersteel WOOOOOOOOW perfekte schauspieler

DDD MUSS ICH REIN!!!

Neo Verstehen tue ich im Trailer überhaupt nichts, da ich so gut wie kein Englisch kann.^^ Der Film an sich scheint ein recht passabler Action-Kracher zu werden und anschauen werde ich mir den auf jeden Fall, aber später auf DVD. Stallone hätte das Action-Paket noch komplettieren können.....Wesley Snipes und Jean-Claude Van Damme täten da noch reinpassen. Hingegen könnte ich auf Mickey Rourke als neu-aufgeblasener Möchtegern-Muskelprotz verzichten und Dolph Lundgren müsste ich persönlich auch nicht unbedingt haben, aber das ja Geschmackssache!

 




♥: Harte Kerle, derbe Action, zwar nicht non-stop aber wenn dann umso gnadenloser.
−: Die Story ist ein einziges Klischee, nicht alle Action-Ikonen kommen zum Zug

Zu Beginn des Jahrtausends hatte Sylvester Stallone lange Zeit kleinere Brötchen backen müssen. Irgendwie hatte er den Anschluß verpasst. Seine frühe Comicadaption "Judge Dredd" war ein Desaster, kleinere Thriller wie "Get Carter" gingen unter.Was die Leute von ihm sehen wollten, war ein neuer "Rocky" und ein neuer "Rambo". Und nach dem die Wiederbelebungsmaßnahmen bei den Kultfranchises so erfolgreich waren, macht Sly genau da weiter. "The Expendables" ist eine rasante Zeitreise in die Ära als Actionfilme noch simpel sein durften.
Holzschnittartige Schurken, korrupte US-Agenten und Diktatoren in Operettenuniformen gab es in den 80ern in Dutzenden Filmen, generälen.Mit " Die City-Kobra" und "Der City-Hai" liefern Stallone und Schwarzenegger selbst die Vorlage, die in den B- und C-Movies von Dolph Lundgren, Steven Seagal und Chuck Norris recycelt wurde.Zitiert werden allerdings auch "Die glorreichen Sieben" und die Altststarrevue der 70er "Die Wildgänse kommen", damals mit Roger Moore und Richard Burton. Damals waren jedoch nur wenige Actionspektakel so kompromißlos. Der Gewaltlevel ist auf Anschlag. Schon im Intro werden Feinde im Kugelhagel zerfetzt und im Finale wird das nochmal getoppt. Da knacken Knochen, Köpfe und Körper explodieren. Zum Glück fehlen jedoch die in der Reagan-Ära verbeiteten patriotischen Töne. "The Expendables" hat keine versteckte Botschaft. Hier geht wirklich nur um Action und um die versammelten Stars.


Man muss schon suchen um Filme mit einer schlichteren Story zu finden. Ein mittelamerikanischer Diktator und Drogendealer soll ausgeschaltet werden. Außerdem mischen noch ein paar skrupellose Geheimdienstler und eine bildschöne Freiheitskämpferin mit, die zufällig die Tochter des Despoten ist. Mehr braucht es nicht. Da ersparen die Expendables sich und den Zuschauern eine verworrene Hütchenspielerei, wie sie das A-Team inszeniert im verzweifelten Versuch , modern und clever zu wirken.

Nicht nur die viele der Stars sind Vintage-Modelle. Auch Autos, Motorräder und Flugzeuge sind alte Klassiker. Computertechnik und futuristische Waffen sind praktisch nicht vorhanden. Die Kämpfe sind brutal und rasant und zeigen keinen Hinweis aufs Alter der Helden. Aber die sind ja auch nicht allesamt Oldtimer. Neben Stallone (64) , Rourke (58) und Lundgren (53) sind schließlich auch Jet Li (47), Randy Couture (47), und Jason Statham (38) mit dabei, die jüngeren Zuschauer anlocken soll und darum hier als Costar fungiert. Den komplexesten Charakter neben Stallone und Statham, die auch am meisten Platz auf der Leinwand bekommen, spielt überaschend Dolph Lundgren. Und er macht seine Sache ziemlich gut.
Dass Arnie nur einen Gastauftritt abliefert, war bekannt. Der strotzt aber in seiner Kürze vor witzigen Seitenhieben. Aber auch Bruce Willis guckt nur mal kurz vorbei. Das ist eigentlich schon Etikettenschwindel, wenn er auf dem Poster steht.  Wie wärs mit einer Fortsetzung ? Eigentlich kein Problem. Mickey Rourke ist zwar dabei, greift aber nicht ins Geschehen ein. Kurt Russell, Van Damme und Steven Seagal waren noch gar nicht dabei, Statt Eric Robert könnte Tom Berenger in die Schurkenrolle schlüpfen, Und statt Statham könnten auch Gerard Butler oder Clive Owen den Part des neuen Actionhelden übernehmen. Und bis es soweit ist, hat Arnie wohl auch seine Gouvernator-Rolle ausgespielt und könnte richtig mitmischen.

So kompromissloses Kino wird man selten sehen. Das es simpel ist, gehört zum Rezept. "The Expendables" hat es nicht nötig, Frauen eine tragende Rolle zu geben, neueste Computertricks fehlen genauso wie hypermoderne Gadgets oder aktuelle politische Bezüge. Auch die Inszenierung ist bei allem Tempo und aller Wucht im besten Sinne altmodisch ohne modische Mätzen, seien es Handkamera, Stakkatoschitte oder ausgefeilte Farbfilter. Das Bild wirkt trotzdem immer lebendig, Blut und Schweiß quellen geradezu aus der Leinwand. Das A-Team trifft Saw.

Der Produzent denkt zwar über eine gekürzte, zensierte Fassung nach - aber Stallone hat immer eine echte Männerversion gedreht, die sich einen Dreck um political correctness schert. Auch wenn ein bisschen mehr Selbstironie dem Film gut getan hätte, kann man Stallone verstehen. Er wollte sich selbst und seinen Zeitgenossen ein Denkmal setzen und die Gewalt nicht durch ein Augenzwinkern abmildern oder das eigene Image auf die Schippe nehmen, egal ob es dabei um den Superheldenstatus oder das hohe Alter geht. Dabei gehts zwar nicht ganz so todernst zur Sache wie bei "John Rambo", aber kaum zahmer. Ein 80er B-Movie wird mit einem A-Budget und einem AAA-Cast zu einem zukünftigen Klassiker. "The Expendables" ist Actionkino mit Eiern.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

 

ÜBER DIE PRODUKTION


Als Sylvester Stallone sich an seinen Schreibtisch setzte (er schreibt mit der Hand, verwendet weder Schreibmaschine noch Computer), stellte er sich THE EXPENDABLES als beinharten Actionfilm vor, der ebenso aktuell wie anrührend ist – das Publikum muss mit dem Thema etwas anfangen können. „Ich wollte mich auf ein bestimmtes Gefühl, auf eine bestimmte Art des Filmemachens, auf eine bestimmte Mentalität zurückbesinnen“, erklärt Stallone. „Es geht um Männer, die nicht mehr im Einklang mit der Welt sind, dabei aber feste Regeln befolgen. Sie haben keine Familien, ihr Privatleben ist ein einziges Chaos – sie können sich nur aufeinander verlassen. Ich möchte den Zuschauern zeigen, was in solchen Männern vorgeht.“ Dabei ließ sich Stallone von klassischen Actionfilmen wie THE DIRTY DOZEN („Das dreckige Dutzend“) und THE DOGS OF WAR („Die Hunde des Krieges“) inspirieren: Filme mit überzeugenden Storys, in denen Männer noch Männer sind, die ihre Konflikte im Nahkampf bewältigen.
„Action kommt für Sly erst an zweiter Stelle“, erklärt Kevin King, Stallones langjähriger Produzent und Freund. „Für ihn muss ein Drehbuch vor allem Herz haben und eine Geschichte erzählen. Diese beiden wichtigsten Komponenten hat er mir beigebracht. Wenn das Herz fehlt, ergibt sich auch keine Story – und daher auch kein Film. Für Sly geht es nicht nur um Explosionen“, fügt er hinzu. Und obwohl die Action in einem Stallone-Film äußerst intensiv werden kann, steht in THE EXPENDABLES die Story eindeutig im Vordergrund.
Im Verlauf der folgenden Monate entwickelte Sly die Story und kehrte dabei immer wieder zum Motiv der Erlösung zurück – regelmäßig setzte er Schwerpunkte, indem er das Innenleben jeder der Figuren deutlich machte. Er will die emotionale Bandbreite dieses Lebens am Abgrund sichtbar machen, indem er auch alle Ängste und Schwächen der Männer zeigt. Dabei war Stallone sich sehr wohl bewusst, dass er sich mit diesem Skript als Autor und Regisseur auf Neuland vorwagte. Er konnte sich diesmal nicht auf einen berühmten Helden wie Rambo oder Rocky verlassen – die Mythologie der Expendables muss in der Story also ganz neu entwickelt werden. Außerdem kommen im Drehbuch sehr viele Figuren vor, wie es sie im Kino selten zu sehen gab. Im Zentrum steht seine eigene Rolle als Barney Ross, die ihn körperlich und emotional extrem forderte.
Produzent Avi Lerner erlebte die Produktion von THE EXPENDABLES als eine weitere große Herausforderung in einer Laufbahn, die ihn immer wieder mit komplizierten Aufgaben konfrontiert. „Sly geht oft Risiken ein – darin hat er sich nie geändert“, sagt Lerner. „Der erste Rocky-Film war für ihn ein großes Risiko. Ebenso der erste Rambo-Film. Jetzt muss er wieder eine neue Figur erfinden, sich körperlich entsprechend in Form bringen und dieses unfassbare Ensemble an schwierigen Schauplätzen inszenieren – all das birgt Risiken. Seine gesamte Karriere ist von Risiken geprägt, und nur dadurch konnte er zur Ikone werden. Er kennt keinerlei Angst.“
Als Stallone mit dem Drehbuch endlich zufrieden war, hatte er es mehr als hundert Mal überarbeitet: Er gab dem Film eine ganz neue Richtung, wichtige Figuren wurden entweder gestrichen oder völlig neu konzipiert. Schon beim Schreiben dachte Stallone an Jet Li und Jason Statham als Besetzung für Yang und Christmas. Mit beiden hatte er bisher noch nicht gearbeitet, aber er schätzte ihre Filme und wusste genau, was sie leisten können. Für Sly gehört eine Martial-Arts-Ikone wie Jet Li einfach dazu. Ohne Stallone jemals persönlich begegnet zu sein, unterschrieb Li den Vertrag für die Rolle des Expendable Yin Yang, eines vietnamesichen Amerikaners, dessen Vorstellungen vom amerikanischen Traum sich reichlich verzerrt haben. Mit zurückhaltender Intensität spielt Jet Li Yang als Nahkämpfer, der beim Angriff pfeilschnell durch die Luft saust, bevor seine Gegner überhaupt begreifen, wie ihnen geschieht. „Yang ist ein sehr geradliniger, sehr einfacher Typ“, sagt Li. „Er überlegt ständig, wie er Geld verdienen kann, damit er ein normales Leben führen und eine Familie gründen kann. Er hat einen Traum.“
Statham kann als internationaler Action-Star durchaus auf eigenen Füßen stehen, doch Stallone entdeckte in ihm noch ungenutztes Potenzial. „Die Besetzung von Jason war in gewisser Weise Glückssache“, gibt Stallone zu. „Denn man weiß vorher nie, ob die Chemie auch stimmt. Er stammt aus einer ganz anderen Kultur als ich, und er ist erheblich jünger. Persönlich fand ich, dass er in seinen bisherigen Filmen noch nicht alle seine Fähigkeiten voll ausschöpfen konnte – die wollte ich jetzt in die Gestaltung seiner Rolle einbringen. Bei mir darf er Gefühle zeigen, optimistisch sein.“
Christmas ist zwar eine Messer schwingende Kampfmaschine, lässt aber auch seinen Gefühlen freien Lauf, als es zum großen Streit mit seiner Freundin Lacey (Charisma Carpenter) kommt. „Mir gefällt besonders der Ansatz, dass es hier um ganz normale Typen geht, die Schwächen und persönliche Probleme haben“, betont Statham. „Doch wenn sie in Gefahr geraten, dann müssen sie sich voll konzentrieren, um geballt zuzuschlagen.“
Nachdem diese Besetzungsentscheidung gefallen war, erwies sich der Rest als Kinderspiel: Stallone suchte interessante, unverwechselbare Schauspieler mit einzigartigen Fähigkeiten. Die Oscar-Preisträger Forest Whitaker und Sir Ben Kingsley wurden für wichtige Rollen ausgewählt, aber die Story und die Figuren entwickelten ein Eigenleben, was erneut zu Drehbuchänderungen führte. Zu einem bestimmten Zeitpunkt sollte Rapper Curtis „50 Cent“ Jackson mitwirken, bis Stallone sich fragte, ob er damit nicht zu weit in die falsche Richtung abwich – in dem Moment warf er das Ruder noch einmal herum. Schließlich wurden Eric Roberts und Terry Crews mit diesen beiden Rollen betraut.
Crews ist vor allem für komische Film- und TV-Rollen bekannt. Er erinnert sich sehr genau an den Tag, als er erfuhr, dass Sylvester Stallone ihm eine Rolle anbieten wollte. „Ich war verblüfft und begeistert“, schwärmt Crews. „Durch die Zusammenarbeit mit Stallone geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich fühle mich geehrt.“
Für Dolph Lundgren war die Rolle des Gunnar Jensen eine Art Heimkehr: 25 Jahre nach seinem fulminanten Auftritt als russischer Boxer Ivan Drago in ROCKY IV stand Lundgren Stallone erneut gegenüber. Er kann auf eine lange und abwechslungsreiche Karriere zurückblicken und hat dabei auch selbst Filme inszeniert, doch die Rolle des Gunnar empfand er als Gelegenheit, sich selbst ganz neu zu definieren. „Stallone hat meine Karriere mit Ivan Drago angeschoben“, berichtet Lundgren. „Jetzt bin ich hier, bin ein wenig älter geworden, und wieder hat Sly eine vielschichtige, überlebensgroße und ikonenhafte Rolle für mich geschrieben. Durch diese deutlich komplexere Figur werden die Zuschauer mich hoffentlich in einem ganz neuen Licht sehen.“
Lundgren beschreibt Gunnar als „verrückten Kotzbrocken“: Er ist Barneys bester Freund, ein Mitglied der Expendables, der seine Emotionen nicht im Griff hat. Zu viele Kampfeinsätze, exzessives Leben und auch Drogen tragen dazu bei, dass es mit ihm deutlich abwärts geht. Lundgren empfand es gar nicht so schwierig, die Figur emotional auszuloten – viel größere Sorge bereitete ihm der Umstand, dass Stallone jedes seiner Drehbücher auch mit Humor versetzt. „Ob ich nun Leute umlegen oder heulen muss, ist mir egal“, lacht Lundgren. „Aber wenn ich um vier Uhr morgens emotional total fertig bin, dann sollte man mich besser nicht auffordern, komisch zu sein.“
Bei der Besetzung des Toll Road, der nicht nur den Verstand, sondern auch die rohe Gewalt der Gruppe repräsentiert, suchte Stallone nach einem Sportler mit Kampfausbildung und Star-Charisma. All das und mehr bietet Randy Couture, Champion in den Mixed Martial Arts. „So wie Randy aussieht, sind ihm der Zoff, die Kämpfe, die Disziplin und die Entbehrungen ins Gesicht geschrieben“, sagt Stallone. „Er wirkt sehr maskulin, hat aber auch einen Touch Sensibilität in den Augen.“
Aufgrund seiner mehr als 20 Jahre im Wrestling-Ring hat Couture ein Blumenkohlohr – für den Monolog über dieses Ohr, den Stallone ihm auf den Leib schrieb, musste Couture wirklich seine gesamtes Einfühlungsvermögen aufbringen,. „In gewisser Hinsicht war der Monolog sehr einfach für mich“, berichtet er. „Denn ich erzähle es so, wie es ist. Doch alle Wrestler, die ich kenne, werden lachen, wenn sie diese Szene sehen.“
Stallone bat dann seinen alten Freund Mickey Rourke, die kleine, aber wichtige Rolle des Tool zu übernehmen, der nicht mehr Mitglied der Expendables ist und heute mit dem Vermitteln von Geheimoperationen sein Geld verdient – als Tarnung dient ihm sein Tattoo-Shop, der sich zum Hauptquartier des Teams entwickelt – hier wird Seelenmassage betrieben, hier wird Tacheles geredet, hier bewährt sich die Kameradschaft, der Zusammenhalt. Hier zeigt das Team allerdings auch erste Auflösungserscheinungen, als Barney einen Job akzeptiert, den die übrigen für ein Himmelfahrtskommando halten.
Auf den ersten Blick scheint Tool sein Leben im Griff zu haben, doch in Wahrheit ist er tief enttäuscht. In einer Szene ergibt sich eine Aussprache mit Barney – durch Tool spürt Barney plötzlich einen Funken Menschlichkeit in sich, den er für längst erloschen hielt. „Ich muss Höllenqualen ertragen“, sagt Stallone. „Im Grunde habe ich meine Menschlichkeit verloren.“
Mickey Rourke, der 2008 mit seiner Tour de Force in THE WRESTLER („The Wrestler“) ein überragendes Comeback erlebte, kennt Stallone seit vielen Jahren. „Ich bin etwas älter als er, aber wir sind in der Branche praktisch zusammen aufgewachsen“, erklärt Stallone. „Wir beide haben in unserem Leben Höhen und Tiefen erlebt. Er ist ein sehr sensibler, außergewöhnlicher Typ – deshalb dachte ich mir: Wenn er genau diese außergewöhnlichen Eigenschaften in die Figur des Tool einbringt, wäre das spitzenmäßig.“
Schließlich nahmen THE EXPENDABLES Gestalt an. Als Schauspieler wusste Stallone genau, dass er jedem Darsteller eine individuelle Rolle zugestehen muss. Als Regisseur war ihm aber auch klar, dass er Ideen formen und kanalisieren muss, um die Fähigkeiten jedes einzelnen Darstellers optimal einzusetzen. „Alle sind sie Stars auf ihrem Gebiet“, erklärt Stallone. „Insofern verdienen sie es, gleichberechtigt behandelt zu werden. Gleichzeitig muss ich sagen, dass sie sich alle untergeordnet und ihr Ego zurückgestellt haben. Alle haben sich hundertprozentig für ihre Rolle eingesetzt. Das macht mir die Arbeit leicht.“
Lundgren zollt Stallone seinen Beifall, weil der stets zur Zusammenarbeit bereit ist. „Als ich das Drehbuch bekam, war Gunnar ein völlig anderer Typ“, erinnert sich Lundgren. „Er war in der Story nicht so prominent vertreten. Doch nachdem ich mich ein paar Mal mit Sly getroffen hatte, entwickelten wir andere Ideen. Privat bin ich eher schüchtern, halte mich zurück und lasse anderen den Vortritt – das hat Sly in die Rolle übernommen.“
Das letzte noch fehlende Puzzle-Stück war die Rolle der Sandra, jener Frau, die Barney und Christmas in höchster Gefahr zurücklassen, als ihre Erkundungstour in Vilena schief läuft. Sandra ahnt nicht, dass sie in Barney einen tief greifenden Wandel auslöst. Sandra muss tough, intelligent und schön sein – vor allem aber muss sie sich in einem Film behaupten, der ansonsten von Testosteron dominiert wird. Die brasilianische Schauspielerin Giselle Itie (ausgesprochen „Itschie“) hat zwar eine Box- und Jiu-Jitsu-Ausbildung, aber noch nie einen Action-Film gedreht. Trotzdem wurde sie im Zuge des weltweiten Casting für die Rolle ausgewählt.
Bei den entscheidenden Nebenrollen verließ sich Stallone unter anderem auf den vielseitigen Eric Roberts als skrupellosen Ex-CIA-Agent Monroe, der schließlich in seine eigene Falle gerät. Roberts spielt den seelenlosen Monroe mit eiskalter Härte. Als Paine, Monroes Mann fürs Grobe, engagierte Stallone den früheren Profi-Wrestler Steve Austin. „Ich habe beobachtet, wie Sly Eric Roberts inszeniert“, erinnert sich Austin. „Er weiß ganz genau, was er will, weiß genau, wie sich seine Schauspieler verhalten, was sie machen sollen, und das sagt er ihnen auch. Seine Regieanweisungen, sein Konzept sind absolut präzise.“
Die Dreharbeiten zu einem Film mit den Dimensionen von THE EXPENDABLES bringen notwendigerweise etliche Probleme mit sich. Diese vervielfachen sich, wenn im Ausland gedreht wird, vor allem, wenn dort nicht die Infrastruktur vorhanden ist, auf die ein Film dieser Größenordnung angewiesen ist. Bei diesem Dreh mussten sich die Produzenten mit logistisch komplizierten Schauplätzen arrangieren, Kommunikations- und Sprachbarrieren überwinden, einheimische Crew-Mitglieder einarbeiten und sich der Kultur und den Sitten vor Ort anpassen. Produzent Les Weldon gibt zu, dass es beim Dreh in Brasilien zu einigen Schwierigkeiten kam, betont aber, dass gerade dieses Land eine wunderbare Kulisse bietet – genau den Look, den die Filmemacher sich für die fiktive Insel Vilena vorstellten. „Fraglos stellen Dreharbeiten in Brasilien auf etlichen Ebenen eine große Herausforderung dar“, sagt Weldon. „Aber die Architektur, die Landschaft mit den Fischerdörfern, dem Dschungel und den unverwechselbaren Gesichtern der Menschen liefert uns den Look, den wir nirgends sonst gefunden hätten.“ Oft genug erweist sich Mutter Natur als das größte Problem während der Produktion: In Brasilien kam es öfter vor, dass Monsun-artige Wolkenbrüche ohne Ankündigung niederprasselten und den Drehplan durcheinander brachten. Problematisch waren auch die Hitze und die Feuchtigkeit. Das Thermometer stieg oft über 43° Celsius, und die Luftfeuchtigkeit war oft extrem hoch. Darunter mussten Darsteller, Team-Mitglieder und Ausrüstung leiden.
Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Eines Abends erschienen Sly, Jet, Jason, Randy und Terry in ihrer Spezialeinsatz-Montur und schwer bewaffnet am Set, um endlich ihre erste gemeinsame Szene zu drehen. „Ich kam mir vor, als hätte man mich in die Liga der Superhelden aufgenommen“, lacht Crews. „Ich glaube, alle Darsteller waren von dieser Besetzung schwer beeindruckt – ich auch“, sagt Lundgren. „Wenn man uns zusammen auf der Leinwand sieht, wird man wohl auch merken, dass die Chemie zwischen uns besser funktioniert als üblich.“
In Brasilien fand Produktionsdesigner Franco Carbone auch ein Gebäude, das Stallones Vorstellung von General Garzas Palast entspricht. Carbone schaute sich Hunderte von Locations an, um ein majestätisches Gebäude zu finden – dann entschied er sich für eine Villa aus den 1920er-Jahren im Stil eines Chateau: Es bildet das Zentrum des Parque Lage, eines Volksparks am Fuße des Berges Corcovado, auf dem die Christusstatue steht. Dieser wunderschöne Park mit seinen Teichen und Gärten im englischen Stil bietet genau das richtige Ambiente für den schurkenhaften Diktator Garza, den der Charakterdarsteller David Zayas spielt.
Nach einem Monat Dreh in Brasilien und einer zweiwöchigen Pause traf sich das Team in New Orleans, wo die Aufnahmen in den Louisiana Film Studios in Harahan fortgesetzt wurden. „New Orleans ist ein interessanter Schauplatz“, erklärt Produzent Avi Lerner. „Die Stadt hat Kultur, eine lange Geschichte und hervorragende Fachleute vor Ort. Für uns also genau richtig.“
Wie in Brasilien wurde auch in New Orleans vorwiegend an Originalschauplätzen gedreht. Und auch hier musste das wechselhafte Wetter bedacht werden. Beim Dreh im Fort McComb, einem Labyrinth aus Katakomben, die Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden und Anfang des Sezessionskrieges von den Konföderierten benutzt wurden, bevor die Union sie eroberte, setzte drei Tage dauernder, sintflutartiger Regen den Schauplatz unter Wasser, was den Drehplan um mehrere Tage zurückwarf. Doch letztlich lieferte New Orleans genau das, was es versprochen hatte: Charakter und Atmosphäre.
Gleich zu Beginn der Aufnahmen wurde deutlich, dass nur der äußerst engagierte Einsatz aller Beteiligten zum Erfolg führen würde. Alle waren sich vollkommen darüber im Klaren, dass man den Vorgaben des Regisseurs folgen und das Tempo halten musste, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen. In jedem Fall war Flexibilität gefragt. „Sly hat ein klares Konzept“, berichtet Produzent John Thompson. „Aber er verwendet keine vorgeplanten Listen mit Einstellungen. Am Drehtag entscheidet er vor Ort, wie er vorgehen will – dadurch läuft der Arbeitsprozess sehr flüssig. Ich kenne sonst niemanden, der mit solcher Detailgenauigkeit arbeitet.“ Sly hat jede Einstellung, jede Einzelheit in seinem Kopf und lässt sie sich dort entwickeln, bis sie reif sind. Darsteller und Mitarbeiter müssen ständig auf alles gefasst sein. „Man könnte das als eine Art Zirkus bezeichnen“, fährt Thompson fort. „Wir jonglieren den ganzen Tag, damit jeder ständig einsetzbar bleibt – eine gewaltige Herausforderung.“ Bei der Darstellung des Toll Road fand Randy Couture vor allem interessant, wie konzentriert Sly Regie führt. „Er fordert nie: ‚Tu, was ich dir sage‘“, berichtet Couture. „Vielmehr sagt er: ,Hier stehst du, so fühlst du dich gerade, und Folgendes musst du bei deiner Figur außerdem noch bedenken.‘ Ich kann davon nur profitieren. Denn ich bekomme nebenbei auch noch eine Schauspiel-Lektion.“
Stallone setzt oft fünf Kameras und eine Steadicam gleichzeitig ein, um die ganze Bandbreite der Action-Sequenzen einzufangen. Dabei verlässt er sich auf Kameramann Jeffrey Kimball, der für den Gesamtstil und den Bildaufbau verantwortlich ist.
Für die Choreografie und Umsetzung der komplizierten und oft auch gefährlichen Stunts wurde Stunt Coordinator Chad Stahelski engagiert. Er hat mit Stallone bereits an RAMBO („John Rambo“) gearbeitet – Stahelski weiß daher, wie Sly vorgeht: Er legt großen Wert auf die Ästhetik der Action– sie ist weit wichtiger als die Gewalt. Für die sehr unterschiedlichen und genau definierten Action-Sequenzen musste Stahelski Spezialisten aus den gesamten Vereinigten Staaten zusammenstellen. Sobald der Action-Stil festgelegt war, sollten sie dem Regisseur unter diesen Vorgaben Optionen anbieten. „Sly arbeitet vor Ort sehr kreativ und ist offen für Vorschläge“, erklärt Stahelski. „Wir versuchen ihm zu demonstrieren, was möglich ist, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Dann entscheidet er, in welcher Richtung wir weitermachen.“ Doch Stahelskis schwierigste Aufgabe bestand darin, einige der toughsten Typen der Branche  zu bremsen. Ein Beispiel: Während des umfangreichen Kampfes im Hof des Anwesens stürmen die Expendables den Palast, wobei Terry Crews in unmittelbare Nähe einer gewaltigen Explosion gerät. Crews war durchaus bereit, in den Feuerball zu laufen, doch Stahelski stellte fest, dass es keinen Grund gab, den Schauspieler in Gefahr zu bringen. „Die Einstellung ist in jedem Fall spektakulär – auch wenn wir eine mögliche Verletzung ausschließen“, sagt Stahelski. „Als wir ihm das erklärten, hat er es verstanden. Wir sind bei der Einstellung keine Kompromisse eingegangen, aber wir haben auch keinen Darsteller in Gefahr gebracht. Dabei konnten wir nur gewinnen.“
Als Sly sich mit dem Stunt-Team traf, um die Szene zu besprechen, in der Barney und Christmas ihr Leben aufs Spiel setzen und mit einem Albatross-Wasserflugzeug aus den 1950er-Jahren entkommen, betonte er seinen Wunsch, mit dieser Szene einen Kinomoment zu schaffen, wie er für Action-Helden angemessen ist. „Ich wollte nicht nur das Benzin ablassen, sondern schlug vor, dass wir Jason in den Bug des Flugzeugs stecken“, sagt Stallone. „Plötzlich herrschte Stille im Raum.“ Stallone hielt den Stunt für möglich, falls Jason dazu bereit war. Als Stallone Jason darauf ansprach, war der sofort Feuer und Flamme. „Sly macht alle seine Stunts selbst, schlägt sich praktisch selbst bewusstlos und prügelt sehr realistisch und glaubwürdig auf alle Beteiligten ein“, berichtet Statham. „Denn wenn es nicht echt wirkt, will er es gar nicht erst filmen … das ist Musik in meinen Ohren.“ Nach Absprache mit Fred North, dem berühmten Fachmann für Flugaufnahmen, der die mechanischen und logistischen Möglichkeiten des Flugzeugs beurteilte, und nachdem entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen waren, hieß es „Start frei!“ für Stallones Vorhaben.
 Etliche Kameras liefen, als Jason – mit Sicherheitsleinen in der Nase des Wasserflugzeugs festgebunden – 30 Meter über dem Boden durch den aufsteigenden Rauch und die Flammen flog. „Er hat das sensationell absolviert“, strahlt Stallone. „Ich weiß, dass er seine Leistung herunterspielen wird, aber es war gefährlich, und trotzdem hat er begeistert mitgemacht.“
Man hätte bei der Szene auch Tricks anwenden können, aber Sly bestand darauf, sich auf jene Zeiten zu besinnen, in denen alles noch real gefilmt wurde. Er appellierte an seine Darsteller, die meisten ihrer Stunts selbst auszuführen, damit die Produktion nicht zu sehr von der Technik abhängig war. „Ich wollte beim Dreh Grips und Bizeps einsetzen – ohne die moderne Technik“, erklärt Stallone, der für seine Detailliebe und seine Abneigung gegen die Nachbearbeitung von Szenen im Computer bekannt ist. Er möchte die Stunts in THE EXPENDABLES so realistisch wie nur möglich gestalten. „Er hasst Computer-Tricks und verwendet sie so wenig wie möglich“, sagt King nachdrücklich. „Fast alles, was wir auf der Leinwand sehen, ist echt. Die Computertechnik wird nur an den Stellen benutzt, für die sie eigentlich vorgesehen ist: um einen Effekt zu steigern.“
Stallone bezeichnet sich selbst als Adrenalin-Junkie und reservierte sich auch selbst einen Teil der Action. Als Christmas mit dem Flugzeug abhebt, bleibt dem von Garzas Armee verfolgten Barney nichts anderes übrig, als vom Ponton auf das startende Flugzeug zu hechten. Durch den Fahrtwind von 50 bis 65 km/h fliegt Stallone buchstäblich waagerecht. „So waghalsig hatte ich das gar nicht geplant“, gibt Stallone zu. „Der Stunt entpuppte sich als sehr gefährlich.“
Auch Giselle Itie wollte sich nicht einfach zurücklehnen und die Jungs die Arbeit machen lassen – sie bestand darauf, die verstörend realistische Wasserfolter-Szene selbst zu spielen. „Sie nimmt ihre Aufgabe sehr ernst“, sagt Stallone. „Sie ist wirklich mit dem Herzen bei der Sache.“ An diesem Drehtag verbrachte Itie Stunden auf einem Brett liegend – sie hatte einen Schwamm und ein Handtuch über ihrem Mund, während man ihr Wasser in den Rachen schüttete. „Wir haben eine regelrechte Folterkammer eingerichtet“, sagt Kevin King, „ein sehr klaustrophobisches Set.“ Itie bereitete sich sehr sorgfältig auf die emotionale Belastung dieser Szene vor. „Ich informierte mich eingehend über das Gefühl, das Folteropfer haben, wenn sie meinen, sie müssten ersticken. Ich wollte die Emotionen dieser Situation nachvollziehen. Ich fand diese Herausforderung sehr spannend und konnte es gar nicht erwarten, die Szene zu drehen“, grinst sie.
Die Expendables sind jeweils Experten für bestimmte Waffen – entsprechend legte der Regisseur Wert darauf, nur die größten und beeindruckendsten Wummen einzusetzen. Mit dem Schrotgewehr AA-12 fand Stallone, wonach er suchte: Waffenexperten halten es für das effektivste Gewehr der Welt.
Maxwell Atchisson designte es 1972 speziell für das Militär. Es handelt sich um eine automatische Angriffswaffe Kaliber 12, die 300 Schuss pro Minute abfeuern kann. Beim Einsatz der Munition ist das Gewehr ungeheuer flexibel: Alles ist möglich – von FRAG-12-Explosivgeschossen bis zu schwerem Schrot in Titanlegierung. Diese Waffe sucht sich Hale Caesar aus, gespielt von Terry Crews, den Stallone als „ungehobenen Schatz aus Begabung, Muskeln und Sensibilität“ bezeichnet.
Obwohl Crews zuvor schon mit Waffen zu tun hatte, gesteht er, dass ihn der Umgang mit dem AA-12 schwer beeindruckte. „Mir ging es vor allem darum, den angemessenen Respekt für die Waffe zu entwickeln. Schon beim Laden muss man wirklich sehr vorsichtig sein. Das Ding ist der absolute Overkill!“
Der „Arkansas-Zahnstocher“, ein ausblancierter schwerer Dolch, war die Waffe, die Stallone für Lee Christmas aussuchte. Es handelt sich um ein Wurfmesser mit einer Klinge, die zwischen 30 und 50 cm lang sein kann und in einem Holster auf dem Rücken getragen wird.
Abschließend sagt Stallone: „Ich habe mir vorgenommen, einen Film zu machen, wie es ihn nur alle paar Jahre einmal gibt: Ich benutze eine bewährte Formel und bringe sie auf die Höhe der Zeit. Ich finde, dass uns das gelungen ist: Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Film.“