Cop Out Film Trailer
FSK Film: 16 | Länge: 107 Min | Kinostart: 15.04.2010 | Release: 27.08.2010 (DVD)
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Schauspieler:Bruce Willis, Jason Lee, Michelle Trachtenberg, Seann William Scott, Rashida Jones, Adam Brody, Tracy Morgan, Kevin Pollak, Fred Armisen, Mark Consuelos, Ana de la Reguera, Guillermo Diaz, Adrian Martinez, Eddie J. Fernandez, Jim Norton, Jordan Carlos, Stracy Diaz, Sean Cullen, Eliezer Meyer, Guillermo Diaz, Marshall Factora, Joe Mancini
Die Story:Die Detectives Jimmy und Paul halten seit vielen Jahren die New Yorker Straßen von großen und kleinen Ganoven frei. Doch plötzlich sieht sich das Cop-Duo einem gnadenlosen Gangster gegenüber, der als besessener Sammler von Baseball-Raritäten ausgerechnet bei Jimmy zuschlägt: Er klaut ihm eine extrem seltene, historische Baseball-Sammelkarte in druckfrischem Zustand. Jimmy setzt alles daran, seinen wertvollsten Schatz wieder in eigenen Besitz zu bringen, denn durch den Verkauf will er die einzige Möglichkeit nutzen, seiner über alles geliebten Tochter die Hochzeit zu finanzieren. Leider kann er sich dabei nicht mehr auf seinen Partner Paul verlassen. Der ist seit kurzem von der fixen Idee besessen, seine Frau würde ihn betrügen und ist deshalb nicht ganz bei der Sache...
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In „Cop Out“ (Cop Out – Geladen und Entsichert) übernehmen Action-Star Bruce Willis und Comedy-King Tracy Morgan die Hauptrollen als in Brooklyn eingesetzte NYPD Detectives Jimmy Monroe und Paul Hodges, die gemeinsam auf der Jagd nach einem gestohlenen, sehr wertvollen Sammlerstück sind … und diesmal nehmen sie es sehr persönlich: Die entwendete, äußerst seltene Baseball-Sammelkarte gehört Jimmy – ohne sie hat er keine Chance, die bevorstehende Hochzeit seiner Tochter zu finanzieren. Doch bei ihren Ermittlungen kommen die Partner einem äußerst gefährlichen Gangster in die Quere, der sein Geschäft expandieren will.
Für Regisseur Kevin Smith ist „Cop Out“ in vielerlei Hinsicht eine Reminiszenz an eines der beliebtesten Filmgenres: die klassischen Buddy-Cop-Movies. Allerdings hat Smith wie üblich seine ganz eigene, besonders schräge Sicht der Dinge. Erstmals inszeniert er ein Drehbuch, das er nicht selbst verfasst hat. Seine erste Reaktion auf das Skript war: „Die Bezüge zur Geschichte des Genres sind überdeutlich zu spüren. Als ich es las, dachte ich: ‚Wow, wenn ich jemals ein Buddy-Cop-Movie geschrieben hätte, würde es so aussehen.“‘ Dazu Produzent Marc Platt: „Kevins Stärke sind vor allem die Beziehungen in seinen Filmen, insbesondere zwischen Männern. Sie sind aufrichtig, nachvollziehbar, sie zeigen Jungs, die uns allen vertraut erscheinen.“
Produzent Michael Tadross sieht das ähnlich: „Bruce spielt als Jimmy den ganz normalen Typ, während Tracy als Paul ausflippen darf – und das funktioniert.“ „Ich habe laut gelacht, als ich das Drehbuch las“, sagt Willis. „Echt urkomisch … das ist genau einer von den Filmen, die man seinen Freunden gern empfiehlt.“
Morgan hat vor fast zehn Jahren schon einmal mit Smith gearbeitet – er sagt über den Regisseur: „Er weiß, was er will, und das erreicht er auch. Er ist der Comedian für Comedians. Wenn er eine Szene inszeniert, die mir bereits sonnenklar erscheint, gibt er uns Anweisungen, die alles in einem ganz neuen Licht zeigen. Ich finde es toll, wie er Regie führt.“
„Kevin versteht es, die Erwartungshaltung des Publikum zu erfüllen – das grenzt schon ans Wunderbare“, stellt Produzentin Polly Johnsen fest. „Seine Filme stellen Helden in den Mittelpunkt, die die Zuschauer als komische Varianten ihrer selbst erkennen – umso intensiver sind sie bei dem Abenteuer mit dabei: eine verblüffende, unterhaltsame Erfahrung. Ich möchte in meinem nächsten Leben jedenfalls als Kevin Smith wiedergeboren werden.“
Über das Gespann Willis und Morgan sagt Smith: „Mein Markenzeichen ist, zwei Typen miteinander reden zu lassen. Das prägt auch diesen Film – hinzu kommt aber mehr Action, als ich jemals gemacht habe. Man kann allerdings noch keine Action-Figuren zu diesem Film kaufen – zumindest bis jetzt noch nicht. Aber ich lass’ mir etwas einfallen“, sagt der Regisseur augenzwinkernd – er ist als Sammler bekannt.
Smith weiter: „Mein deutlichstes Vorbild bei ,Cop Out‘ waren Abbott und Costello. ‚Cop Out‘ sieht aus wie einer von ihren Filmen – aber mit Kanonen. Falls ich diesen Film zu Lebzeiten meines Vaters gemacht hätte, hätte er gesagt: ‚Du kannst ja richtige Filme drehen! Ich hatte immer den Eindruck, du und deine Freunde lauft immer nur mit der Kamera herum und quatscht darüber, dass ihr keine Tussie ins Bett bekommt. Aber hier gibt es ja eine richtige Handlung und Kanonen … und Bruce Willis spielt mit!‘ Er wäre furchtbar stolz auf mich.“ Die Mischung aus Smiths subversivem Talent für Komik und Improvisationstechnik beim Drehen, die schnellen, sehr realitätsnahen Dialoge der Autoren Mark Cullen und Robb Cullen, die auch als Executive Producers beteiligt sind, ergeben laut Smith „genau die Art Film, die ich mir mit meinem Dad angeschaut hätte, als ich 13 war.“
Die Cullen-Brüder, die das Drehbuch lieferten, kennen Smith bereits seit einiger Zeit. „Wir mochten uns sofort“, sagt Mark. „Er ist der klügste und sympathischste Mensch, den ich kenne.“
Und Robb fügt hinzu: „Kevin war für uns die optimale Wahl, denn wenn es um schwarzen Humor und traumhaft gemeine Hinterhältigkeit geht, dann gibt es niemanden, der schwärzeren Humor hätte und traumhaft gemeiner und hinterhältiger wäre als Kevin Smith. Es lag also auf der Hand: Wir haben den gleichen Humor, dieselbe Wellenlänge.“
„Ich habe mich sofort für die Chemie der beiden Hauptfiguren begeistert, wie sie sich im Drehbuch entwickelt“, sagt Platt. „Ihre Beziehung als Cops, ihre Freundschaft – man kann sich voll und ganz in ihre Lage versetzen. Sie haben Probleme im Privatleben, versuchen aber ihre Arbeit gut zu machen. Was mich aber letztlich für sie einnahm, ist die Freundschaft, die unverbrüchliche Loyalität der beiden, egal wie unterschiedlich ihre Persönlichkeiten sind.“
Der Film spielt in den New Yorker Bezirken Queens und Brooklyn, wo es
die Polizei mit zunehmender Gewalttätigkeit und Raubdelikten zu tun
bekommt, die vor allem auf die Banden des mexikanischen Drogenkartells
zurückzuführen sind. Die Autoren informierten sich eingehend bei ihren
Kontaktpersonen im Police Department von Los Angeles – so erfuhren sie
von den echten Problemen, mit denen Polizisten und Detectives
tagtäglich konfrontiert werden. Daraus entwickelten sie ihre
Filmhandlung.
„Wir hörten uns aber nicht nur ihre beruflichen
Probleme an“, sagt Mark. „Vielmehr hieß es immer wieder: ‚Tja, wir
lassen uns scheiden, meine Frau betrügt mich, ich betrüge meine Frau.‘
Dieses Thema taucht in Cop-Kreisen regelmäßig auf, weil sie beruflich
eben sehr viel unterwegs sind. Es ist ein sehr harter Beruf, wenn die
Beziehung intakt bleiben soll – tagsüber setzt man jede Sekunde sein
Leben aufs Spiel, und dann fährt man nach Hause. Dort will man aber
darüber nicht reden, weil es einfach zu grausig ist. Man will sich
einfach nur noch entspannen.“
Den Autoren schwebte ein
humorvolle Grundposition vor, auf die die Action aufbauen kann. Dazu
Robb: „Komik wird noch komischer, wenn sie aus einer tragischen,
schmerzlichen Situation entsteht.“
Tadross verrät ein Geheimnis: „Wenn man einen Cop in einer Komödie
darstellt, muss man ihn besonders ernst nehmen. Wir müssen die Cops von
Anfang an respektieren – als Autoren und auch als Schauspieler. Erst
dann kann man mit den komischen, humorvollen Aspekten spielen. Wenn man
wie die Cullens die Rolle eines trotteligen Cops wie Paul schreibt oder
wie Tracy einen trotteligen Cop spielt, muss man dem Job Respekt
erweisen. Dann wird er glaubwürdig. Dann funktioniert’s.“
In
„Cop Out“ setzt Smith auf den Humor ebenso wie auf die Action und
behandelt beide Elemente gleichberechtigt. Paul und Jimmy sind seit
neun Jahren Partner im Polizeidienst und verhalten sich wie ein altes
Ehepaar: Sie zanken sich, nörgeln herum und streiten um des Streitens
willen. Aber ihre Zusammenarbeit funktioniert reibungslos, ihre
Familien sind miteinander befreundet – sie bilden zusammen eine große
Familie. Das Zusammenspiel des typisch raubeinigen, aber ironischen
Action-Helden Bruce Willis mit der clownesken Blödheit und Sensibilität
des Vollblut-Komikers Tracy Morgan funktionierte so gut, dass man es
kaum fassen konnte.
Tadross, der zwei der „Die Hard“-Filme
(Stirb langsam) produziert hat, berichtet: „Als ich die Chance bekam,
wieder mit Bruce zu arbeiten, habe ich sofort zugesagt. Der Mann ist
ein Genie, er weiß, was er will, er ist mein Freund – es bringt also
Spaß, mit jemandem wie ihm zu arbeiten. Bruce Willis, Tracy Morgan und
Kevin Smith in einem Raum? Ich konnte gar nicht abwarten, was daraus
entstehen würde. Die drei sind Spitzenvertreter ihrer Zunft.“ Aber
nicht nur Tadross hatte bereits mit Willis an den „Die Hard“-Filmen
gearbeitet. Dazu Smith: „Ich bin neben Bruce als Schauspieler in ‚Live
Free or Die Hard‘ (Stirb langsam 4.0) aufgetreten. Und eines Tages rief
er mich an: ‚Ich bin Schauspieler, du bist Regisseur, wir stammen beide
aus Jersey … wir sollten irgendwann mal was zusammen machen.‘ Als Marc
Platt mir dann sagte: ‚Mensch, vielleicht macht Bruce Willis mit‘, war
ich ganz aus dem Häuschen.“
Platt bestätigt das: „Bruce Willis ist eine Ikone des Action-Kinos. Seine Besetzung als Jimmy war ein toller Coup.“
„Jimmy
ist ein launenhafter, leicht reizbarer Cop, der ständig komische
Sprüche klopft“, ergänzt Willis. „Er schießt erst und dann fragt er
nach, und bei jeder Gelegenheit macht er Witze.“
Dazu Smith:
„Während der Dreharbeiten habe ich tagsüber herumgesessen und den Film
auf dem kleinen Monitor angeschaut, wie Regisseure das so machen – wir
sehen das, was die Kamera aufnimmt. Im Grunde habe ich den ganzen Tag
einen Bruce-Willis-Film gesehen – was ich zu Hause auch mache, ohne
dass ich dafür bezahlt werde.“
Die Cullen-Brüder beschreiben
die Jimmy-Rolle als einen Detective mit über 20 Berufsjahren – er ist
geschieden und fühlt sich einsam. „Er hat nie die Chance bekommen, in
der Abteilung aufzusteigen. Er ist wie der Revolverheld aus den alten
Western, der nur seinen eigenen Gesetzen folgt“, sagt Mark.
Robb
fügt hinzu: „Jimmy hat große Probleme, weil seine Ex-Frau anschließend
eine gute Partie gemacht hat und heute ein angenehmes Leben führt.
Seine Tochter Ava hat sich an den Lebensstil der Reichen gewöhnt,
während er immer noch allein in einem Apartment haust. Der Gipfel ist
schließlich, dass Avas unausstehlicher Stiefvater Jimmy bewusst in die
Verlegenheit bringt, Avas Hochzeit finanzieren zu müssen.
Wahrscheinlich führt all das dazu, dass Jimmy sich manchmal wie ein
Versager vorkommt.“
Jimmy will sich aber auf der Hochzeit
seiner eigenen Tochter nicht an den Rand drängen lassen. Deshalb hat er
sich entschlossen, seine unschätzbare Pafko-Baseball-Sammelkarte von
1952 gegen etwas noch Wertvolleres einzutauschen – das Glück seiner
Tochter. Doch beim Verkauf wird die Pafko das „Opfer“ eines
Raubüberfalls – noch dazu unter dem nicht besonders wachsamen Auge von
Jimmys Partner Paul. Denn Paul steckt leider selbst bis zum Hals in
einer Familienkrise … obwohl er sie selbst verschuldet hat. Er jagt
nämlich nicht nur Verbrecher, sondern will auch seine Frau in flagranti
erwischen – beim Ehebruch.
Tracy Morgan, der die Rolle des Paul übernimmt, ließ sich von dem
Projekt überzeugen, weil „das Skript urkomisch ist – mir gefällt die
Figur ausnehmend gut. Sie passt zu mir wie der Fisch ins Wasser. Paul
fühlt sich im Grunde seines Herzens sehr unsicher: ‚Betrügt sie mich
oder nicht?‘ Er liebt sie zwar, übertreibt es aber eindeutig.“
Dazu
sagt Platt: „Tracy Morgan ist ein irre lustiger Typ, der völlig
abgedrehte Ideen entwickelt – wenn man die Punkte mit einer Linie
verbindet, scheint dabei zunächst nicht unbedingt etwas Sinnvolles
herauszukommen, aber es gehört zu seiner Art von Comedy, dass es
schließlich doch funktioniert.“
„Die Leute fragten mich immer
wieder: ‚Ist Tracy wirklich so verrückt?‘ Und ich antwortete: ‚Total
übergeschnappt.‘ Er weiß, wie man das dosiert“, berichtet Smith. „Das
ist sein Spiel. Jeder kann sich hinstellen und dumme Sprüche aufsagen,
aber Tracy kann sie uns verkaufen. Das ist eine Gabe, und er hat sich
mit Haut und Haaren in die Rolle eingebracht.“ „Weil Kevin ihm diese
Freiheit ließ, konnte sich Tracy in seinem Spezialgebiet austoben und
der Rolle seinen ganz persönlichen Stempel aufdrücken, und Bruce hatte
ein Gegenüber, auf das er reagieren konnte“, fügt Platt hinzu.
„Die
Chemie stimmt“, stellt Smith fest. „Unser aller Bruce sorgt für das
nötige Schwergewicht; Tracy ist für den Spaß, die Originalität, das
Ungewöhnliche zuständig.“ „Man kann unmöglich vorhersagen, was Tracy
als Nächstes sagen wird. Ein Großteil der Komik entsteht aus diesen
Improvisationen, aus der Atmosphäre, die Kevin für die Schauspieler am
Set schafft“, sagt Platt.
„Wir hatten von Anfang an ein tolles
Drehbuch, auf dessen Grundlage die Darsteller geniale Stegreif-Ideen
einbrachten. Immer war klar, dass wir uns bei einem Take eng an das
Skript halten würden, und bei den weiteren Takes durften sie abweichen
und schauen, wie es sich entwickelte“, sagt Smith. „Einige der tollsten
Szenen im Film entstanden durch die Geistesblitze, die sich direkt am
Set ergaben.“
Einige der besten Improvisationen lieferte Seann
William Scott, der als Dave zufällig zum dritten Stichwortgeber in
Jimmys und Pauls Partnerschaft eindringt – er ist ein Dieb, der bei
seinen Raubzügen die Extremsportart Parkour einsetzt … und der sich mit
Jimmys kostbarer Baseball-Sammelkarte davonmacht.
„Seann
übernahm die Dave-Rolle“, sagt Smith. „Eine wunderbare, tolle Figur,
und Seann trifft sie genau auf den Punkt: Er ist eine Art Bugs Bunny
des 21. Jahrhunderts: charmant, aber auch ein Aufrührer. Natürlich
behauptet Seann ständig, dass er kein Comedian ist, sondern immer nur
in komischen Rollen besetzt wird. Aber ich habe Seanns Filme gesehen
und beobachtet, wie er seine Rolle in diesem Film spielt – wenn er kein
Comedian ist, wer dann? Genau wie Bugs hat er einen leichten, mühelosen
Charme.“
„Dave ist ein total lustiger und völlig abgedrehter
Typ“, sagt Scott. „Mir gefällt die Rolle, weil sie sich von meinen
bisherigen abhebt. Er ist weder sportlicher Trottel noch Student, aber
dennoch unangepasst und genauso durchgeknallt.“
„In gewisser
Weise erlebt Paul Dave so wie Jimmy Paul. Daher findet Jimmy Dave so
sympathisch – weil er Paul derart frustriert“, grinst Smith.
Jimmys
und Pauls unorthodoxe Art, Täter wie Dave einzubuchten, führt dazu,
dass zwei andere Detectives des Reviers, Hunsaker und Mangold, die
beiden für unabhängiger halten, als ihrer Aufgabe angemessen ist.
Hunsaker und Mangold sind aus einem anderen Holz geschnitzt, halten
sich für smartere, bessere Cops, die alles richtig machen – indem sie
sich an die Regeln halten.
Kevin Pollak spielt Hunsaker – er
ist eine Art Mentor des noch nicht so erfahrenen Mangold: „Hunsaker und
Mangold glauben, dass sie sich immer korrekt verhalten, während Jimmy
und Paul völlig aus dem Ruder laufen, und wir weisen sie sehr gern
darauf hin. Als Jimmy und Paul vom Dienst suspendiert werden, weil sie
sich als Polizisten lächerlich gemacht haben, weiden sich Mangold und
Hunsaker an ihrer Niederlage.“
Adam Brody, der Mangold spielt,
stimmt ihm zu: „Da geht es um Konkurrenzneid. Ich glaube kaum, dass
Hunsaker und Mangold die beiden abgrundtief hassen. Denn letztlich sind
sie doch Kameraden. Aber sie rivalisieren eben und halten sich
eindeutig für die besseren Cops. Schlampige Polizeiarbeit ist ihnen ein
Gräuel. Denn diese Typen schreiben nicht einmal Berichte, sie tun
einfach, was sie wollen.“
Pollak hat bereits vier Filme mit
Willis gedreht. Dazu sagt er: „Das macht mir immer wieder Spaß, jedes
Mal sogar ein bisschen mehr – wie wenn man in der ersten Liga spielt.
Jeder bemüht sich, eine Spitzenleistung zu liefern. Wenn so
hochkarätige Leute für die richtige Dynamik am Set sorgen, wird die
Sache viel spannender.“
Laut Brody sorgte auch Pollak selbst
sehr häufig für gute Unterhaltung am Set: „Hinter der Kamera hört Kevin
nie auf zu quasseln“, grinst Brody. „Er läuft den ganzen Tag herum und
äfft berühmte Leute nach – wirklich alle von Alan Arkin bis Christopher
Walken. Echt zum Schießen.“
Auch Brody zog während des Drehs
eine Menge Aufmerksamkeit auf sich, wie Tadross berichtet – aber die
bezog sich auf etwas anderes: „Ich ging mit ihm die Straße entlang, und
er wurde von den Mädchen angeschwärmt“, erinnert er sich. „Er tat so,
als ob er das nicht merkte, aber ich sagte nur: ‚Hey, mich schauen sie
bestimmt nicht an.‘“
In seiner Rolle ist Brody allerdings
weniger bescheiden. „Ein Typ wie Mangold ist so übereifrig wie ein
ganzer Trupp Pfadfinder, und das wird ihm zum Verhängnis, aber
letztlich hat er es dadurch auch zu etwas gebracht“, stellt
Drehbuchautor Mark Cullen fest. Jimmy und Paul, Hunsaker und Mangold
verfolgen alle einen Mann: den mörderischen Boss der mexikanischen
Bande, Poh Boy, dargestellt von Guillermo Diaz. „Als Gangster verdient
er jede Menge Geld durch den Drogenhandel und das korrupte Unternehmen,
das er leitet, aber gleichzeitig ist er von Baseball völlig besessen.“
„Ich
wollte unbedingt, dass Guillermo den Poh Boy spielt, weil er ungeheuer
begabt ist“, sagt Smith. „Immer fällt ihm etwas Ungewöhnliches ein, nie
entscheidet er sich für den einfachen Weg. Er ist ein hervorragender
Bösewicht.“
„Ich glaube, Poh Boy hat eine Macke“, stellt Diaz
fest. „Ich nenne das das irre Auge – ich hatte das irre Auge, wenn ich
ihn spielte – zumindest kam es mir so vor. Er hat so eine Art, die ich
als Schauspieler sehr interessant finde.“
Diaz kennt sich mit
Schurken bereits aus: „Mir bringt das Spaß. Ich empfinde es
gewissermaßen als Therapie, wenn ich einen knallharten Typen spiele.
Ich gehe dann abends ganz locker und entspannt nach Hause, jeder Ärger
ist wie weggeblasen. Ich lasse ihn raus. Denn Poh Boy ist so gemein und
wütend, brüllt ständig und legt Leute um. Deshalb ging es mir abends
immer blendend.“
Eure Meinung zu "Cop Out"
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Eure Kommentare zu "Cop Out":
lol @ nodal:uih nen richtiger kenner das ich nich lache hast doch keine ahnung...
nodal wer vergleicht soetwas mit lethal weapon oder bad boys? würde mich schon schwer tuen die qualitativ auf einen sockel zu stellen, aber der wird alle wegen der synchro nicht zu ertragen sein, mal davon ab, dass da nix im trailer zu sehen war, weder komik noch aktion werden mit den oben genannten filmen mithalten können ..., aber wer es mag!?
Schlafanzug 20% Prozent auf alles,ausser Tiernahrung...
o.G. Der ist geill hahaha Action und Komödie vermischt =)
Bruce thats the sound of the police :) Hör auf mich nachzuäffen
cuteashell in guter alter Bad Boys und Lethal Weapon Manier, so was war schon lange wieder mal fällig
lola1963 mal was zum entspannen
jason richtig geil sogar mit STIFLER
mike hammer bin gespannt
downunder der trailer auf englisch ist geiler =) anschaun !!! =)
okaaaay STIFLER
Atzepeng der wird wirklich hammer^^
deNni geil :D
downunder oh man das wird lustieg =) hammer geil !! freu mich schon drauf

♥: Temporeich, albern und voller Anleihen bei klassischen Buddy-Komödien wie Lethal Weapon.
−: Die Mischung aus gut abgehangenen Cop-Klischees und Pennälerhumor wird vielen nicht schmecken
“Cop Out” weckt Erinnerungen an die inzwischen fast klassischen Buddy-Komödien der 80er wie “Nur 48 Stunden” oder “Lethal Weapon”. Da gibt es natürlich das zentrale Duo, das kaum unterschiedlicher sein könnte und doch wie an der Hüfte zusammengewachsen agiert. Da ist der cholerische Vorgesetzte, der den beiden Vorlesungen über korrekte Ermittlungsarbeit hält und da sind die schrulligen Kollegen-Konkurrenten, mit denen man sich einen herrlichen Kleinkrieg liefern kann. Regisseur Kevin Smith konnte sogar Komponist Harold Faltermeyer aus dem Ruhstand zurückholen, der schon die Musik für die “Beverly Hills Cop”-Filme lieferte.
So könnte der Spaß für Nostalgiker komplett sein, denn das Buddy-Genre wird derzeit doch kaum bedient. Wären da nur nicht die pubertären Sex- und Fäkalwitze. Die sind in den USA offenbar vorgeschrieben um auch 12-bis 16-jährige ins Kino zu locken. Dabei bietet “Cop Out” auch ohne solche Entgleisungen genug zu lachen. Und natürlich sind diverse Geschmacklosigkeiten auch ein Markenzeichen von Regisseur Kevin Smith. Der hat hier zum erstenmal kein eigenes Drehbuch ürlich auch vor Zitaten aus anderen Filmklassikern von “Scarface” bis “Star Wars”. Die werden allerdings nicht wie in anderen Filmen kunstvoll versteckt, sondern gleich zu Beginn in entwaffnender Direktheit auf den Zuschauer abgefeuert. Die Cops outen sich selbst als Filmfans.
Was noch fehlt ist allerdings ein angemessenes Budget. In “Cop Out” ist alles eine Nummer kleiner. Hier fliegen nicht ganze Häuserblocks in die Luft, hier werden nicht komplette Polizeiwagenflotten geschrottet. Die Hauptfiguren sind kein berühmtes Ermittlerteam und ihre Gegner haben auch keinen gigantischen Plan, um die ganzen USA ins Unglück zu stürzen. Hier sieht man eher durchschnittliche Cops – mit den typischen Problemen, wie gescheiterte Ehe und chronischer Geldmangel und ebensolche Kriminellen. Filmtechnisch wird hier nur Schonkost geboten. Weder die Action nocht die Figuren sind dermaßen over the top wie etwa bei den “Rush Hour”-Filmen.
Wer den Trailer gesehen hat, erwartet eine völlig überdrehte, schrille Klamotte mit einem coolen Bruce und einem ziemlich nervigen Sidekick. Tatsächlich fragt man sich, wie die beiden es neun Jahre lang als Partner ausgehalten haben sollen. Aber ganz so schlimm wie angedeutet treibt Tracy Morgan (aus der Serie “30 Rock”) es dann zum Glück doch nicht. Nur fast.
Und auch Sean William Scott (“American Pie”) erntet als drittes Rad am Wagen, vergleichbar zu Joe Pesci in “Lethal Weapon” jede Menge Lacher.
In einigen der durchgedrehtesten Momenten vergisst Cop Out allerdings auch völlig, dass er eigentlich ein Krimi sein sollte. Da steht der Klamauk völlig frei im Raum. Und das ist auch völlig in Ordnung. Einen auch nur ansatzweise glaubwürdigen Actionthriller darf man hier nicht erwarten. Und sollte auch nicht enttäuscht sein, wenn man ihn nicht kriegt. Im Kino wird “Cop Out” sich mit dem “Kautions-Cop” auseinandersetzen müssen. Auch dort ist die Krimistory eher Nebensache.
Der Unterschied: “Cop Out” ist weitaus witziger, weil er sich selbst noch weniger ernst nimmt und streckenweise schlicht zum Brüllen komisch ist.
Die großen Action-Komödien der 80er stehen auch nach “Cop Out” noch sicher auf dem Sockel. Daran kann diese kleine Cop-Klamotte nicht rütteln. Will sie auch nicht. “Cop Out” ist eine Hommage (für die korrekte Ausprache, bitte den Film gucken), die viel zitiert, ein paar ganz eigene Highlights liefert und vor allem nie langweilt. Wer mehr erwartet, darf zu Hause bleiben.
Weitere Infos zum Film:
Poh Boy fixiert sein irres Auge auf die mexikanische Schönheit
Gabriela, die etwas besitzt, was der Gangster haben will, auch wenn sie
es ihm nicht geben will – aber es ist nicht das, worauf man zuerst
kommen würde. Als Jimmy und Paul ihr erstmals begegnen, kann sie ihnen
jedoch kaum etwas über ihre Probleme erzählen. Diese Rolle spielt Ana de
la Reguera – sie erklärt: „Gabriela kann kein Wort Englisch, während
Paul und Jimmy kein Wort Spanisch verstehen.“ Doch die Cops kapieren
zumindest, dass sie in größten Schwierigkeiten steckt. „Sie nehmen
Gabriela mit zu einem ihrer Kumpel in einem mexikanischen Restaurant, um
ihn als Dolmetscher einzusetzen“, berichtet die Schauspielerin.
Dazu
Smith: „Ana sieht nicht nur atemberaubend aus, sondern ist auch sehr
begabt und spielt die Rolle mit viel Humor.“ Der Regisseur gesteht, dass
selbst er eine Zeit lang brauchte, bis er begriff, wie kreativ die
Schauspielerin ist. „Wir hatten etwa eine Woche lang gedreht, als ich
sie beiseite nahm und meinte: ‚Ich habe die Theorie entwickelt, dass
deine Darstellung eine subtile Hommage an Diane Franklin in „Better Off
Dead“ (Lanny dreht auf) ist.‘ Und sie imitierte sie perfekt: ‚Stiehmt
genau!‘ Das war toll. Und ich staunte: Sie brachte ihre persönliche
Hommage an die 1980er-Jahre in unsere Hommage an die Buddy-Cop-Movies
der 1980er-Jahre ein – ihre Gabriela hat Rückgrat und ist rotzfrech. Es
war ein Vergnügen, mit ihr zu arbeiten.“
Natürlich sind es nicht
nur gewiefte Diebe, Drogenkartelle, rivalisierende Kollegen und
Sprachbarrieren, die Paul und Jimmy in „Cop Out“ Kopfschmerzen bereiten.
Im Privatleben ist Paul überzeugt, dass seine schöne Frau Debbie
(Rashida Jones) fremdgeht. Gleichzeitig muss Jimmy kurzfristig Geld
auftreiben, um die Hochzeit seiner Tochter Ava zu bezahlen.
Ava
(Michelle Trachtenberg) verlangt lockere 48.000 Dollar für die Feier,
und Jimmy fürchtet den Kürzeren zu ziehen, weil er gern für die Hochzeit
aufkommen möchte, obwohl seine Ex-Frau Pam (Francine Swift) und ihr
wohlhabender, unausstehlicher zweiter Mann Roy bereit sind, die gesamten
Kosten zu übernehmen … denn im Grunde warten sie nur schadenfroh
darauf, dass Jimmy versagt. Roy ist eine von mehreren Gastrollen im Film
– gespielt wird sie von Jason Lee, einem von Smiths
Lieblingsdarstellern – er ist in fast allen Smith-Inszenierungen
aufgetreten. Smith weiß zu würdigen, was alle seine Schauspieler zu „Cop
Out“ beitragen: „Sie wollten sich nicht nur einbringen, sondern den
Film dadurch auch besser machen.“
„Cop Out“ spielt an
verschiedenen Schauplätzen in Brooklyn und Queens – dort wurde auch
gedreht, und außerdem in Yonkers. „Wir hatten ständig mit den Leuten in
der Stadt zu tun – sie nahmen uns mit offenen Armen auf, und wir haben
uns dafür als dankbar erwiesen“, berichtet Smith. „Es geht doch nichts
über Dreharbeiten in New York. Die Stadt hat uns wirklich geholfen.“
Produktionsdesigner
Michael Shaw bekam bei den Vorbereitungen äußerst konkrete Anweisungen
von Smith: „Zunächst sagte Kevin, dass alles absolut echt aussehen soll,
damit sich die Komödie und die Action vor einem sehr authentischen
Hintergrund entwickelt und absolut realitätsnah wirkt. Das ist immer
eine besonders interessante Aufgabe, denn dadurch bleibt meine Arbeit
quasi unsichtbar.“
Durch die Schauplätze Brooklyn und Queens
hatte Shaw in „Cop Out“ die Gelegenheit, eine der bekanntesten
Stadtansichten der Welt einzubeziehen: New York City. „In diesen
Bezirken wird nicht sehr häufig gedreht“, sagt Shaw. „Und wir sagten
uns: ‚Hier ist Jimmy aufgewachsen, hier ist Paul groß geworden, hier
arbeiten und leben sie.‘ Das wollen wir in den Bildern festhalten.“
„Wir
waren sehr glücklich, dass wir in den Außenbezirken drehen konnten“,
sagt Smith. „Manhattan findet jeder romantisch – aber Queens?“
Dazu
Shaw: „Queens und Brooklyn sind Arbeiterviertel. Wir wollen das Gefühl
vermitteln, das man dort ständig spürt: Der Hudson River trennt uns von
Manhattan. In vielen Szenen sind Brücken und Stadtansichten zu sehen –
man schaut also ständig auf das Stadtzentrum, bleibt aber stets auf
Distanz, denn wir befinden uns in einer völlig anderen Umgebung.“
Shaw
suchte mit seinem Team die Bezirke ab, um Schauplätze zu finden, die in
ihrer Authentizität Smiths Vorgaben entsprechen. „Big Al’s Card Shop
ist der Postkartenladen in unserem Viertel, aber er soll eben nicht ganz
astrein wirken. Chris Hyannis, der Innenrequisiteur, hat in Brooklyn
einen wunderbaren Sammlershop aufgetrieben, und an dem orientieren wir
uns bei unserem Look. Die Pizzeria wird tatsächlich von Detectives und
Polizisten in Brooklyn frequentiert – uns gefiel die Vorstellung, dass
sie echt ist. Wir haben nichts darin verändert.“
Im Wesentlichen
bezieht sich die Optik des Films stets auf die Realität. Doch in zwei
bestimmten Szenen konnte Shaw sich in seiner Kreativität voll ausleben:
im Raum mit Poh Boys Sammlerstücken und in seinem Keller mit dem
Schutzgitter für das Baseball-Training. „Wir gehen davon aus, das Poh
Boy seit seiner Kindheit sammelt – er ist besessen von Baseball-
Souvenirs. Sein Wohnblock ist völlig heruntergekommen, aber dieses
Zimmer wirkt wie ein makelloses Museum. Einerseits ist er völlig
skrupellos und brutal, andererseits kümmert er sich liebevoll um seine
unschätzbare Sammlung. Das gibt ihm einen ganz eigenartigen Touch.“
Bevor
Shaw diesen Raum ausstatten konnte, musste er zunächst seine
Hausaufgaben machen: „Wir haben umfangreiche Recherchen betrieben, um
möglichst authentisch zu sein. Wir haben sicher sechs Wochen damit
verbracht, uns anzuschauen, was Sammler eigentlich sammeln und wie sie
ihre Sammlerstücke pflegen.“ Alle Gegenstände in dem Raum wurden von der
Ausstattungsabteilung extra angefertigt. Shaw weiter: „Wir mussten neue
Trikots kaufen, die altmodisch wirken, um ihnen dann künstlich eine
Alters-Patina zu geben. Dabei haben wir uns vielfach auch von eigenen
Ideen inspirieren lassen. Und die Baseball-Liga gab uns zwar die
Genehmigung, ihre Lizenzprodukte zu verwenden, aber das meiste haben wir
selbst hergestellt.
Ich finde, dass es auf die Distanz sehr
echt aussieht. Doch wenn ein Sammler sich das näher anschauen würde,
würde er die Imitate erkennen.“
Ein Gegenstand kommt allerdings
groß ins Bild: Jimmys wie sein Augapfel gehütete Pafko-Karte von 1952.
Bei diesem Requisit bekam Shaw Unterstützung von unerwarteter Seite:
„Ich wusste überhaupt nichts über Andy Pafko“, sagt Shaw. „Aber mein
neunjähriger Sohn ist ein großer Baseball-Fan – er hat mir eine Menge
Hintergrundinformationen besorgt.
Er war ganz begeistert, als
ich dieses Projekt übernahm. Also sagte ich ihm, dass ich ihn als
Berater engagieren würde. Er war ganz aus dem Häuschen, als er sich das
Set mit der Sammlung anschaute. Und er war ein unbestechlicher Kritiker –
er sagte mir, was echt aussah und was nicht. Wir haben viele Karten mit
unterschiedlichen Namen, Bildern und statistischen Daten hergestellt.
Nur in Bezug auf die Andy-Pafko-Karte mussten wir uns eine Genehmigung
besorgen, denn er war ein Spieler, den es wirklich gegeben hat.“
Dazu
Smith: „Poh Boys Sammlung war unser Prunkstück – praktisch ein kleines
Baseball-Museum mitten in dem Wohnblock, der als Hauptquartier der Bande
dient. Michael Shaw hat mit seiner Ausstattungsabteilung ganze Arbeit
geleistet. Ich hatte eine große Bitte an ihn: ‚Tu mir einen Gefallen und
stell’ ein großes Gemälde her: Darauf soll Jesus zu sehen sein, der dem
kleinen Poh Boy beibringt, wie man den Ball schlägt.‘ Zwölf Sekunden
brauchte ich für diesen Satz, aber er hat das perfekt umgesetzt.“
„Es
ist traumhaft, wenn man von seinem Regisseur derart unterstützt wird“,
sagt Shaw. „Wir haben ein Porträt von Poh Boy als Kind gemalt, auf dem
er mit Jesus Baseball spielt – das vermittelt sehr gut den Eindruck,
dass er ein echter Fan ist.“
Ähnlich wie bei der Ausstattung
wies Smith auch die Kostümdesignerin Juliet Polcsa an, ihre Entwürfe
sehr realistisch zu gestalten. „Wir sprachen über Bruces und Tracys
Rollen“, erinnert sich Polcsa. „Es war klar, dass die Cops sich leger
kleiden. Sie ermitteln verdeckt – sie sollen also nichts Auffälliges
tragen, nicht wie GQ-Cops wirken. Entsprechend sehen sie völlig normal
und alltäglich aus.“
Das andere Ende des Modespektrums bilden
die Detectives Hunsaker und Mangold, die ihr Image ein wenig zu ernst
nehmen. „Die Typen legen eher auf Schlips und Kragen wert“, fährt Polcsa
fort. Aber es gibt eine wichtige Ausnahme: „Ich stellte mir Kevin
Pollak in einem Sportjackett vor, doch er beschloss, Hunsaker sollte
Cowboy-Stiefel tragen und auf die Krawatte verzichten.“
Sobald
Pollak Polcsa von den Stiefeln überzeugt hatte, entwickelten diese ein
Eigenleben. „Zunächst ging es nur um die Stiefel für Hunsaker. Aber
Mangold, der Jüngere, ist ja der Streber – er schaut sich die Stiefel an
und denkt: ‚Die will ich auch.‘ Aber er macht alles falsch. Also
beschlossen wir, auf ganz demonstrative Art alles falsch zu machen. In
Brooklyn stieß ich auf einen Boot Store namens Zapateria Mexico, wo
absolut kein Englisch gesprochen wird, aber sie haben tolle
Cowboy-Stiefel. Da bin ich rein, und ich habe keine Ahnung von Spanisch,
aber irgendwie habe ich es geschafft“, lacht Polcsa.
Die
Recherchen zu diesem Film fand sie besonders faszinierend. Um die
Kriminellen einzukleiden, „nahmen wir Kontakt zu einem New Yorker
Vollzugsbeamten auf, der Informationsveranstaltungen über Banden leitet.
Er kam zu uns und präsentierte seinen PowerPoint-Vortrag, der uns vom
Hocker riss. Als ich mir die Kleidung genauer anschaute, merkte ich,
dass die spezifische Bandenfarbe offenbar von größter Bedeutung ist.“
Die
Kostümdesignerin setzte sich mit Smith zusammen, um die Farbe für Poh
Boy und sein „Team“ auszuwählen. „Ich fand, wir sollten eine Farbe aus
der mexikanischen Flagge aussuchen: Rot, Weiß oder Grün. Er entschied
sich für Grün, aber es war unerwartet schwierig, grüne Kleidung zu
finden, während Rot und Blau überall zu haben sind“, stellt sie fest.
Das wohl auffälligste Kostüm des Films sieht aus wie ein gigantisches
Handy aus Hartschaum: Tracy Morgan trägt es bei einem
Undercover-Einsatz. Doch es stellte Polcsa vor ihr größtes Problem.
„Das
meiste Kopfzerbrechen bereitete mir der Umstand, dass Tracy sich darin
bewegen soll: Er muss Fahrrad fahren, laufen, und dabei kommt er auch
reichlich ins Schwitzen. Das musste ich vorher abklären. Außerdem sollte
es wie ein Handy-Kostüm aussehen, das sich jemand selbst gebastelt hat.
Wir beschlossen, dass es unbedingt ein Handy zum Aufklappen sein
musste, denn das hat ein Scharnier, sodass er seinen Körper beugen kann,
und die Tasten befinden sich im Bereich seines Unterleibs, wenn er mit
Füßen getreten wird.“ Doch die Bewegungsfähigkeit und Schutzmechanismen
waren nicht die einzigen Schwierigkeiten.
„Während Paul das
Kostüm trägt, wird er von einem Pitbull angegriffen, der sich in seinen
Arm verbeißt“, fährt Polcsa fort. „Ich sprach also mit dem Tiertrainer,
wie der Arm gepolstert sein muss, und er meinte: ‚Reichlich.‘ Bisher
hatte ich eng anliegende Ärmel vorgesehen, aber in dieser Szene mussten
wir einen dicken Schutzärmel verwenden – deshalb gestaltete ich die
Ärmel von vornherein mit massivem Umfang. Das Kostüm ist wirklich lustig
– er sieht aus wie Gumby“, grinst sie.
Sobald die
Kostümdesignerin den Prototyp festgelegt und getestet hatte, musste ihr
Team 16 geringfügig unterschiedliche Exemplare des Kostüms anfertigen.
„In der ersten Szene ist es noch wie neu, aber in der nächsten ist es
schon eingerissen, und so geht es immer weiter, bis es schließlich total
verdreckt ist und auseinander fällt. Zum Glück arbeite ich schon länger
mit einer tollen Schneiderin zusammen, die sich besonders für so
ausgefallene, verrückte Sachen begeistert – das hat also hervorragend
geklappt.“
Morgan gesteht, dass er sich sehr intensiv auf die
Szenen vorbereitete, in denen er dieses Kostüm trug – entsprechend
überzeugend war das Resultat: „Ich habe mich viel in der Nähe des
Telefons aufgehalten, habe einige von ihnen aufgeklappt, und schließlich
habe ich einfach ein Telefon imitiert. Alle, die den Film gesehen
haben, finden das Handy toll. Ich möchte aber nicht, dass das Telefon
der Star des Films wird!“, sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken.
Willis
beneidete Morgan wahrlich nicht, als der die Szenen in dem dick
gepolsterten Kostüm spielen musste. „Tracy hat darin ein paar sehr heiße
Tage verbracht“, erinnert sich der Schauspieler. „Aber trotzdem war er
irre komisch. Wie so oft hat die Crew dabei gelacht – und das ist
grundsätzlich ein sehr gutes Zeichen.“
Während Schauspieler und
Team am Buddy-Movie „Cop Out“ arbeiteten, wurden sie selbst zu Buddys.
Dazu Produzent Michael Tadross: „Ich meine es ganz ehrlich, wenn ich
sage: Keiner meiner Filme war ein so tolles Erlebnis wie diese
Dreharbeiten. Ich war richtig traurig, als es vorbei war. Kevin Smith
ist ein Genie, ein richtig netter Typ. Alles an dieser Produktion fand
ich spannend – ich konnte es gar nicht erwarten, den Film auf der
Leinwand zu sehen. Ich finde ihn zum Schreien komisch, und auch die
Action kommt zu ihrem Recht. Jeden Tag gab es etwas zu lachen – jetzt
hoffe ich, dass die Zuschauer genauso reagieren.“
Produzent Marc
Platt stimmt ihm zu: „Alles hat zum Resultat beigetragen: die Beziehung
zwischen Bruce Willis und Tracy Morgan, die große Bandbreite der
Besetzung, das ausgesprochene Vergnügen, diesen Film zu drehen. Wenn ich
den Film sehe, erinnere ich mich an unsere gemeinsame Reise mit den
Filmfiguren und den Schauspielern – vor allem aber mit Kevin Smith, und
ich bin total begeistert.“
„Ich habe das Gefühl, dass ich bei
der Inszenierung von ‚Cop Out‘ andere Muskeln eingesetzt habe als bei
meinen normalen Drehbüchern und Regiearbeiten“, erklärt Regisseur Kevin
Smith. „Es kommt mir vor, als ob ich mein Leben lang für diesen Film
geübt hätte – ich bin mit diesen Genre-Filmen aufgewachsen, ich habe sie
alle zigmal gesehen. Und ich finde, dass inzwischen genug Zeit
vergangen ist, seit diese Art Filme gedreht wurden – wir haben jetzt die
Chance, das Genre sozusagen neu zu erfinden … na, vielleicht nicht neu
zu erfinden, sondern eine Hommage zu liefern, die absolute Hommage.“
