Eclipse - Biss zum Abendrot Film Trailer (Twilight 3)
Originaltitel: Eclipse
FSK Film: 12 | Länge: 121 Min | Kinostart: 15.07.2010 | Release: 02.12.2010 (DVD)
© Concorde | Genre: Drama | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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MUSE Musikvideo
Schauspieler:Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Ashley Greene, Billy Burke, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Nikki Reed, Kellan Lutz, Jackson Rathbone, Michael Sheen, Dakota Fanning
Die Story:In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, dem dritten Film nach Stephenie Meyers sensationell erfolgreicher Buchreihe, ist Bella Swan (Kristen Stewart) ein weiteres Mal in großer Gefahr. Seattle wird von einer Serie mysteriöser Todesfälle heimgesucht – und ein bösartiger Vampir setzt seinen Rachefeldzug fort. Inmitten all dieser Geschehnisse muss Bella sich zwischen ihrer Liebe zu Edward Cullen (Robert Pattinson) und ihrer Freundschaft zu Jacob Black (Taylor Lautner) entscheiden, im Wissen, dass ihre Wahl einen endlosen Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen auslösen kann. Kurz vor ihrem Schulabschluss steht Bella so vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Ihre Klassenkameraden auf der High School kümmern sich darum, wo sie studieren wollen und verschicken ganz sorglos Karten aus Anlass ihres bestandenen Abschlusses – doch für Bella geht es darum, auf ewig mit Edward, der Liebe ihres Lebens, verbunden zu sein. Doch noch tut sie sich schwer mit dem Kompromiss, den Edward ihr abverlangt: ihn erst zu heiraten, bevor er einwilligt, sie zu einem Vampir zu machen. Und ebenso schwer wiegen für sie die Folgen, die ihr Handeln für sie selbst, ihre Freunde und ihre Familie haben wird. Währenddessen rückt ein Krieg immer näher. Einer unerklärlichen Macht ist es gelungen, eine Schwachstelle in den übernatürlichen Kräften der Cullens zu finden und nutzt diese, um eine Armee neugeborener Vampire aufzustellen – gerade erst Vampir gewordene Wesen, die in den ersten Monaten ihres neuen Daseins besonders kräftig, erbarmungslos und blutrünstig sind. Sind die Neugeborenen Werkzeuge der rachsüchtigen Victoria (Bryce Dallas Howard), oder gehorchen sie den Befehlen der allmächtigen Volturi, die sicherstellen wollen, dass Bella ihre Ankündigung, Vampir werden zu wollen, auch wirklich wahr macht? Während die Neugeborenen-Armee unter dem Kommando von Riley (Xavier Samuels) immer näher an Forks und das Stammesgebiet der Quileute heranrückt, müssen die Cullens und das Wolfsrudel ihre uralte Rivalität für den Moment beiseite stellen und gemeinsam Bella und ihre eigene Gemeinschaft vor der herannahenden Gefahr bewahren. Bei den Vorbereitungen auf die große Schlacht erfährt Bella, was es mit der geheimen Geschichte der Quileute, des immer größer werdenden Wolfsrudels und der Vergangenheit von Jasper und Rosalie auf sich hat – Wissen, das ihr helfen wird, die Treue der Wölfe zueinander zu verstehen, sich über ihre Liebe zu Jacob im klaren zu werden und so ihren Teil dazu zu tun, alle die zu beschützen, die ihr etwas bedeuten.
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ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT bietet noch mehr von all dem, was die ersten beiden „Twilight“-Filme TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN und NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE zu weltweiten Mega-Hits gemacht hat: Action, Liebe, Freundschaft, Eifersucht und Leidenschaft. ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, gleichzeitig Romanze und Rache-Drama, setzt die Handlung der weltweit erfolgreichen Vampir-Story fort. Stephenie Meyers Romanserie und ihre Verfilmungen sind zu einem wahren Phänomen geworden, deren glühende Fans ungeduldig auf die jeweils nächste Lieferung warten. In noch nicht einmal fünf Jahren ist Stephenie Meyer zu einer weltweit gefeierten Bestseller-Autorin geworden. In fast 50 Ländern sind Übersetzungen ihrer Bücher erschienen, deren Gesamtauflage inzwischen bei 100 Millionen Stück liegt. In den USA stehen ihre Bücher seit nunmehr fast drei Jahren ununterbrochen auf den Bestsellerlisten.
Die Regie von ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, nach einem Drehbuch von Melissa Rosenberg, hat David Slade (HARD CANDY, 30 DAYS OF NIGHT) übernommen; in den Hauptrollen sind wieder Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner zu sehen.
Das „Twilight“-Phänomen: Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Die „Twilight“-Saga mit ihren Stars Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner erzählt die Geschichte der 17-jährigen Bella Swan, die in die kleine Stadt Forks im Nordwesten der USA zieht, wo ihr Vater wohnt und wo sie Edward Cullen kennenlernt. Ihr Klassenkamerad hat sehr blasse Haut, benimmt sich sehr merkwürdig und scheint vor allem entschlossen, mit Bella nichts zu tun zu haben. Doch keiner der beiden kann sich darüber hinwegtäuschen, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen – selbst als Edward ihr gesteht, dass er und seine ganze Familie Vampire sind. Was alles noch viel schlimmer macht: Bellas bester Freund Jacob Black ist ein Werwolf – und die Mission der Werwölfe ist es, Vampire zu töten…
Die actiongeladene moderne Vampir-Liebesgeschichte TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN, der erste Film der Serie, wurde bei seinem Start im November 2008 sofort zum Blockbuster; der zweite Film der „Twilight“-Saga NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE folgte im November 2009. Beide Filme zusammen haben über 1,1 Milliarden Dollar weltweit eingespielt – und setzten auch bei ihrem Erscheinen auf DVD neue Rekorde: von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE, der im März 2010 erschien, wurden über 4 Millionen Stück allein in der ersten Verkaufswoche abgesetzt, darunter an hunderttausende von Fans, die die DVDs bei speziellen Mitternachtsöffnungen von Läden im ganzen Land erwarben. Was selbst die imposanten 3,8 Millionen verkauften Exemplare der ersten Verkaufswoche von „Twilight“ im März 2009 noch übertraf. Insgesamt verkaufte sich NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE über 9 Millionen Mal und wurde damit zur meistverkauften DVD in den USA.
Die Zahlen allein zeigen schon zur Genüge, wie heiß die „Twilight“-Fans auf die Verfilmung von „Bis(s) zum Abendrot“, dem dritten Teil des Geschichte, sind. Wie im Buch, so ist auch im Film dieser Teil ein entscheidender Wendepunkt der Dreiecksbeziehung von Bella Swan, Edward Cullen und Jacob Black, während die Cullens und das Wolfsrudel sich zusammentun müssen, um gegen einen gemeinsamen Gegner zu kämpfen. „Als wir mit den Vorbereitungen zur Serie anfingen, hörten wir von vielen Leute, dass der dritte Teil sicherlich der spannendste Film werden würde“, sagt Wyck Godfrey, der alle drei bisherigen „Twilight“–Filme mitproduziert hat: „Ich glaube, das geht vielen Leuten deshalb so, weil in „Bis(s) zum Abendrot“ die meiste Action steckt, mit der Schlacht zwischen Wölfen und Vampiren und Neugeborenen als Höhepunkt. Und außerdem weiß man ja auch schon, dass die Beziehung zwischen Bella, Edward und Jacob zerbrechen wird.“
„Aber für mich“, fügt Godfrey hinzu, geht es in ,Bis(s) zum Abendrot’ eigentlich darum, dass Bella sich zu der Entscheidung durchringen muss, zum Vampir zu werden und versteht, was für einen Preis sie für die Entscheidung bezahlen muss, auf ewig Edwards Geliebte zu werden.“
So sieht es auch die Autorin Stephenie Meyer: „Für mich ist das Hauptthema der Geschichte ohnehin, dass man sich den Folgen seiner Handlungen stellen muss, und dass selbst die richtigen Entscheidungen Folgen haben und dass es schließlich auch Folgen hat, wenn man sich vor einer Entscheidung herumdrückt. Das Entscheidende am Erwachsenwerden ist, dass man, wenn man groß ist, merkt, wenn ich A tue, dann muss ich mit als Folge daraus mit B rechnen. Bella muss erwachsen werden und mit dem Konsequenzen dessen, was sie tut, umgehen lernen.“
Die komplizierte Beziehung zwischen den zahlreichen Figuren nimmt im Lauf der Geschichte an Vielschichtigkeit zu. „Eifersucht und Vertrauen spielen in jeder menschlichen Beziehung eine Rolle. Für mich als Schriftstellerin ist es sehr interessant, dieses Thema zu verfolgen und wenn ich schreibe, merke ich, dass ich mich immer stärker in die Wirrungen menschlicher Beziehungen verstricke“, erklärt Stephenie Meyer. „Hier gibt es so viele Geschehnisse um Victoria, Riley und Bree, die im Buch gar nicht vorgekommen waren. Als wir am Drehbuch zu ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT arbeiteten, musste ich mich mit Melissa und den Leuten von Summit zusammensetzen, um noch einmal Schritt für Schritt zu erklären, was Victoria eigentlich vorhat, so dass es im Film zu einer stimmigen Geschichte wird. Das hat mir unglaublich Spaß gemacht, denn die Geschichte hat so viele Aspekte, die keiner kennt, weil sie eben nicht Teil des Buches sind. Das war ziemlich cool und ich bin wirklich froh und glücklich darüber, dass wir einiges davon in den Film aufnehmen konnten. Jetzt können die Leute besser nachvollziehen, was vorher vorgefallen war, von dem Bella keine Ahnung hat.“
Die Drehbuchautorin Melissa Rosenberg bestätigt, dass Stephenie Meyer auch für die Story der Filme eine entscheidende Rolle spielte: „Ich habe mich von Anfang an ganz stark auf Stephenie verlassen, und das ist von Film zu Film nur noch stärker geworden“, sagt sie: „Für ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT sind wir über den Text hinausgegangen und haben die Mythologie, die dem Ganzen zugrunde liegt, noch detaillierter entwickelt. Sie hat sich mir da vollkommen anvertraut und so konnte ich die Story des Films besser herausarbeiten, auch deshalb, weil man viele der Figuren von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten kann.“
Eine wichtige Rolle im dritten Film spielt der mysteriöse Riley. „Weil die Bücher ja aus Bellas Perspektive geschrieben sind, taucht Riley erst dann auf, als sie ihm vorgestellt wird. Aber Stephenie hatte sich natürlich ganz genau ausgedacht, was Rileys Vorgeschichte war, und so war es mir möglich, Riley zu einer echten, vielschichtigen Figur zu machen und ihn nicht einfach in den dritten Akt hineinzuschmeißen“, erzählt Rosenberg.
„Mit ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT hatte ich beim Schreiben die bisher meisten Schwierigkeiten“, fügt Rosenberg hinzu: „Dabei dachte ich vorher, es würde bestimmt am einfachsten, weil so viele tolle Actionszenen darin vorkommen. Aber als ich mich dann ans Schreiben machte, merkte ich schnell, dass die Action eigentlich erst im letzten Filmdrittel dominiert. Also war es meine Aufgabe, die Spannung und auch Teile der Action in den Rest des Filmes vorzuziehen. Das Drehbuch war die bisher größte Herausforderung, aber es ist jetzt auch das Drehbuch, was mir am meisten am Herzen liegt.“
Nach Catherine Hardwicke und Chris Weitz, den Regisseuren von Teil 1 und Teil 2, fiel es nunmehr an David Slade, den so actiongeladenen dritten Teil filmisch umzusetzen.
„Es war von Anfang an unsere Absicht gewesen, den Filmstil von Teil zu Teil zu verändern“, erklärt Godfrey. „Es war uns deshalb auch klar, dass wir jeden Film von einem anderen Regisseur drehen lassen würden. Bei ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ging es uns darum, jemanden zu finden, der gut mit jungen Schauspielern umgehen konnte und ihnen tolle Performances entlocken würde, aber es musste eben auch jemand sein, der einen Sinn für große Filmbilder hat und packende Actionszenen hinbekommt. David Slade wurde dann sehr schnell einer der heißesten Kandidaten. Und dazu ist er noch jemand, der Mythen und das Übernatürliche sehr mag. Sein Film HARD CANDY funktionierte so gut, weil er die Schauspieler so sehr in den Mittelpunkt rückte, und sein zweiter Film 30 DAYS OF NIGHT, zeigt dann, was er visuell alles drauf hat. Er stellte uns seine Ideen vor, wie ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT aussehen könnte und wir merkten, dass er derjenige war, der uns liefern würde, was wir haben wollten, insbesondere was die entscheidenden Actionszenen betraf.“
Regisseur David Slade hat dazu folgendes zu sagen: „Mich hat diese Projekt so sehr angezogen, weil es einfach ein tolle Geschichte ist – und gleichzeitig eine enorme Herausforderung für jeden Filmemacher. Ich habe keine Lust, dasselbe immer wieder und wieder zu machen, denn ich lerne nur dann etwas neues, wenn ich mich neuen Herausforderungen stelle. Was das betrifft, war dies sicherlich auch die größte Herausforderung, die es geben konnte: einen Film dieser Größe zu machen, innerhalb dieses knappen Zeitrahmens und außerdem noch in einem Genre zu arbeiten, das ich nicht wirklich kannte. Gut, ich hatte schon einen Vampirfilm gedreht, aber ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ist dann noch einmal etwas ganz anders. Es ist eine romantische Liebesgeschichte, die aber zwischen Momenten tiefster Verzweiflung und Momenten von reiner Leidenschaft schwankt. Solche gefühlvollen Szenen zu drehen, war für mich eine große Herausforderung. Es hat aber auch sehr viel Spaß gemacht, und es ging für mich letzten Endes auch darum, als Filmemacher zu wachsen. Vor allem aber suche ich als Regisseur immer nach einer großartigen Story – und als Kenner aller „Twilight“-Bücher kann ich sagen, dass ,Bis(s) zum Abendrot’ mein Lieblingsroman ist.“ Slade fügt lachend hinzu: „Die Geschichte hatten wir also schon im Sack, und Regisseure lieben es einfach, wenn die Geschichte gut ist, weil dann die Hauptarbeit schon erledigt ist.“
„Die Story von ,Bis(s) zum Abendrot’ ist breit angelegt. In ,Bis(s) zur Mittagsstunde’ waren die Gefühle der drei Hauptfiguren sehr geschickt in die Handlung verwoben“ sagt Slade: „Für ,Bis(s) zum Abendrot’, diese so viel größere Geschichte, suchte ich aber nach einem filmischen Zugang. Es steckt so viel Handlung in ‚Bis(s) zum Abendrot’ – es ist ein ganz schön dickes Buch. Und gerade deshalb war ich überzeugt, dass der Film dazu eine ganz spezielle cineastische Qualität haben müsste.“
Slade arbeitete äußerst eng mit Produzenten, der Drehbuchautorin, der Autorin und den Schauspielern zusammen, die von Beginn der Serie an dabei waren. „David ist ein echter Künstler, der außerdem noch einen sehr trockenen Humor hat, mit dem ich viel anfangen kann“, sagt Godfrey: „Er geht jede Szene mit einer genauen Vorstellung an, wie das fertige Bild aussehen soll, und er ist auch in der Lage, seine Vorstellung klar und präzise auszudrücken.“
„Wenn mir ein bestimmtes Bild vorschwebt, ist es mir wichtig, dass diese Idee dann auch im Drehbuch steht“, sagt Slade: „Ich habe Melissa meine Storyboards gezeigt und sie hat sich drangemacht, die Bilder in das Drehbuch einzuarbeiten. Wir sprachen oft auch über die Figuren und ihre Vorgeschichte. Melissa hat ein unglaubliches Gespür für die Story und die Figuren, und außerdem ist sie sehr schlau und arbeitet sehr schnell – und so kommt sie sofort auf eine Idee, wie man das umsetzen könnte, was ich ihr beschrieben habe. Dann haben wir immer wieder mit Stephenie Meyer telefoniert, ihr unsere Ideen vorgestellt, und sie wiederum brachte uns zu tieferen Einsichten in die Zusammenhänge der Geschichte. Melissa war ein großartiger Partner bei diesen Brainstormings, wenn es darum ging, Ideen zu sammeln, wie man das epische Format dieser Geschichte in Spielfilmlänge hinbekommt. Aber erst wenn wir Stephenies Einverständnis hatten, ließen wir es gut sein, denn sie hatte das letzte Wort, weil es nun einmal das von ihr geschaffene Universum ist.“
„Bei jedem Filme lief die Drehbuchentwicklung etwas anders ab“, sagt Meyer: „Bei TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN bekam ich eine fast endgültige Drehbuchfassung, zu der ich noch einige Anmerkungen hatte, weil ich mir Sorgen machte, dass man es in manche Punkten übertreiben könnte. Beim ersten Film war das Ganze dann wie eine Mädchenparty mit Catherine, Melissa und mir, und ich fühlte mich in ihrer Gesellschaft von Anfang an wohl.“
Meyer fügt hinzu: „Das Tolle an NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE war, das Chris sowohl Autor als auch Regisseur ist. Er verstand meine Sicht der Dinge und ich, umgekehrt, seine. Er bat mich immer um meine Meinung, bei einer bestimmten Szene allerdings sagte er einfach: ,Wir machen’s einfach genau so, wie es im Buch steht!‘ Und so etwas hört man als Autor natürlich gern.“
„Bei ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ging es immer noch hin und her, selbst als die Dreharbeiten schon begonnen hatten. Es ist einfach ein sehr langes Buch, in dem sehr viel passiert. Wir packten immer wieder Sachen hinein, wir nahmen immer wieder Sachen raus – es war schwierig. Ich habe sehr eng mit Melissa daran zusammengearbeitet. So las sie etwa eine Kurzgeschichte, an der ich gerade schrieb und arbeitete auch etwas davon in den Film ein. Melissa und ich hatten eine wirklich tolle Zusammenarbeit, die sich oft auch in den späten Abend hinein zog und ein Abendessen einschloss. Kurz gesagt: Es hat total Spaß gemacht! Melissa ist wundervoll und es war immer wie bei einer Sleepover-Party, wenn ich mich mit ihr getroffen habe.“
„Jeder Film war bislang eine ganz eigene Erfahrung für mich, denn jeder Regisseur hat eine bestimmte Atmosphäre hineingebracht. David ist ein dufter Typ, und wir sind uns sehr schnell beim Thema Musik näher gekommen. Wir hören nicht nur ähnliche Sachen, er hat auch einige Musikvideos meiner Lieblingsbands gedreht“, erzählt Meyer: „So war da schon einmal eine persönliche Verbindung, und ich glaube, dass das Gefühl für Bewegungen, das er in seinen Musikvideos so deutlich zeigt, ihm auch beim Dreh von ECLIPSE zugute gekommen ist. Am Set war er immer sehr freundlich und auch immer gut gelaunt – es hat wirklich Spaß gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten.“
Dem stimmen auch die Schauspieler zu, die sich zum dritten Film wieder trafen. „Es ist doch einfach toll, dass wir Schauspieler die Gelegenheit haben, an derselben Geschichte mit denselben Kollegen weiterzuarbeiten, aber jedes Mal einen anderen Regisseur zu haben, der seinen ganz speziellen Stil einbringt. Ich bin dafür sehr dankbar“, sagt Taylor Lautner: „Dieser Film wird insgesamt sehr viel düsterer. Wir befinden uns im Krieg, Victoria ist auf Rache aus, und die Werwölfe und Vampire sind diesmal an vorderster Front. Und dafür kann ich mir keinen besseren als David Slade vorstellen.“
„Die Action steht hier viel stärker im Vordergrund“, fügt Robert Pattinson hinzu: „Bei NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE ging es sehr viel um Gefühle, und der Film hat ein ganz anderes Tempo als dieser hier. ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ist hektischer und stürzt sich viel mehr ins Getümmel; genau so, wie David es mag. Außerdem ist der Tonfall des Ganzen deutlich harscher. Gerade bei den Kampfszenen geht es viel härter zur Sache. Aber auch, wenn die Figuren nur miteinander sprechen, hat das alles einen viel dringlicheren Charakter. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das höhere Tempo erst einmal wie ein kleiner Schock auf das Publikum wirkt.“
Kristen Stewart sagt dazu: „Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich fand dies den einfachsten der drei Teile, Es fiel mir gar nicht schwer, mich wieder hineinzufinden, besonders nach NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE, wo es so sehr darum geht, was in Bellas Kopf vorgeht und was sie emotional durchmacht. Hier ist Bella viel aktiver – und sie hat einfach mehr zu tun. Sie ist oft gezwungen zu handeln und dabei geht es nicht nur um Sachen, die emotional aufreibend sind“ Und lachend fügt sie hinzu: „Ich war jetzt schon eine Million Mal in entsetzlichen, lebensbedrohlichen Situationen, und ich glaube, ich kann jetzt so langsam etwas besser damit umgehen.“
Lautner fügt hinzu: „,Bis(s) zum Abendrot’ ist mein Lieblingsbuch. Ich bin sicher, dass die Zuschauer den Film lieben werden, weil die Liebesgeschichte hier so mächtig ist wie nie zuvor. Aber auch wenn wir Bella, Edward und Jacob haben, ist es doch so, dass wir uns alle in einem Krieg befinden, und das heißt, dass sich die Action um ein Vielfaches steigert. David Slade hat das Ganze mit einem düsteren, kälteren Tonfall versehen. Dieser Film ist wahrscheinlich mein Lieblingsfilm – bis zum nächsten jedenfalls.“
„Stephenie war bei diesem Film stärker involviert als bei den vorigen. Es ist jetzt nicht so, dass man sich von ihr einschüchtern lässt, aber wenn man weiß, dass sie mit hinter dem Monitor sitzt und sich die Szenen anschaut, macht einen schon ein bisschen nervös. Aber es eben auch sehr hilfreich, besonders, wenn man sich in einer Diskussion durchsetzen möchte und man einfach sagen: Stephenie, kannst du nicht einfach sagen, dass das so im Buch vorkommt – das würde helfen“, lacht Pattinson.
Godfrey fügt hinzu: „Stephenie hatte mehr Zeit, sich um ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT zu kümmern, weil gerade kein neues Buch von ihr erscheinen war. Das tolle daran, sie am Set zu haben, ist, dass sie Dinge sieht, die wir gar nicht so wahrnehmen, einfach, weil sie schon so lange Zeit mit diesen Figuren und dieser Geschichte verbracht hat. Manchmal brauchte sie nur zu sagen: ,Darüber solltet ihr vielleicht noch einmal nachdenken‘ – aber in jedem Fall haben ihre Kommentare die Szenen, die wir zu drehen hatten, noch bereichert. Es war fantastisch, ein weiteres Paar Augen dabei zu haben. Sie brachte sich sehr stark ein, als es darum ging, das Drehbuch zu entwickeln und wollte sicherstellen, dass alle wichtigen Szenen des Buches auch im Film vorkommen. Und sie war auf gewisse Weise auch an der Besetzung beteiligt, weil sie die Figuren in den Büchern so detailliert und lebensnah beschreibt. Wir haben ihr alle Castings gezeigt und ihre Rückmeldung eingeholt. So gesehen, ist sie ein weiterer Produzent des Films.“
Meyer erzählt: „Ich habe wirklich Glück gehabt, dass ich es mit Summit zu tun habe, dass wir so freundlich miteinander umgehen und uns ständig austauschen. Ich weiß wohl, dass das nicht der Normalfall ist – meistens unterschreibt der Autor den Vertrag über die Rechte, und das war‘s dann, und man hört erst wieder von ihnen, wenn der Film fertig ist. Ich finde den ganzen Prozess des Filmemachens absolut faszinierend. Ich habe so viel gelernt und bin so vielen faszinierenden Menschen begegnet. Ich muss sagen, ich bin einfach sehr dankbar, dass ich mich so sehr einbringen konnte und erleben konnte, dass ein Film entsteht, der tatsächlich meiner Vorstellung entspricht – wunderbar! Natürlich bin ich auch manchmal überstimmt worden und ich verstehe auch, warum manches so sein musste – es passt nun einmal nicht alles in zwei Stunden Film. Aber es ist auch schon großartig, einfach nur Teil des Entscheidungsprozesses zu sein.“
Godfrey ist überzeugt, dass sie die Fans mit dem, was sie in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT auf die Beine gestellt haben, überzeugen werden: „Jetzt kommt ja endlich, worauf alle gewartet haben. Was bisher geschah, fühlt sich eher wie die Vorbereitung für die große Explosion an, wenn all diese Elemente über Forks, Washington zusammenkrachen – und das alles nur, weil Bella sich entschlossen hat, ein Vampir zu werden.“
Eure Meinung zu "Eclipse - Biss Zum Abendrot und Filmkritik"
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Eure Kommentare zu "Eclipse - Biss Zum Abendrot und Filmkritik":
fsa das ist der besste film aller zeiten
gh Vampiere dürfen im Sonnenlicht nicht klitzern die müssen zu staub verfallen sonst ist es kein er ... ein Dämon vieleicht ka
die vampiere hier sind 1. zu möchtige fast schon Dämonene und 2. haben sie keine einschränkungen mehr (Sonne ja bitte!) dazu mag ich Bell nicht ich mag sie nicht also ...nichts für mich^^
lolala den film haben die echt gut hinbekommen. ich find den bisher von allen drei teilen am besten. mehr action macht das ganze noch besser und spannender. also ich fand jetzt nichts scheiße an dem film.
sternchen123 Mich hat Twilight wirklich überzeut ich finde es so cool das der dritte teil bald raus kommt. in youtube gibt es noch weite trailer http://www.youtube.com/watch?v=b0EG5EJ5zNM kann mir jemand sagen wie das lied im Hintergrund heist?? bitte bitte!!!
kevin weis jemand wo man den film kostenlos downloaden kann
Huhu Der beste Teil bis jetzt!!! Fans der Reihe kommen voll auf ihre Kosten!!!
michelle soll ich rein gehen ?
Caine Dieser müll ist ne Mischung aus Jet Li für arme und Underworld als cola light Version. Hab es mir selbst angetan, Teil 1&2 angeschaut der Film hat sowenige Emotionale stellen dagegen sieht sogar Braveheart aus wie ein richtiger Liebesdrama! meine Frau hat sich gestern Abend Teil 3 angeschaut, als ich sie fragter wie er war antwortet sie mit (lol) naja nicht so gut! aber jeder hat ja auch einen andren Geschmack, ich bin leider nicht dahinter gekommen was die Mädels an diesem Film reizt!
Gwen also ich hab den film schon gesehen und er ist total super. war ja bis dato kein fan, aber mittlerweile zieht er mit total in den bann. kann nur allen fans den film wärmstens empfehlen
Jana ahhhhhhhhhhh ich glaube ich bekomme denn mund nicht mehr zu=) der Trailer it end geil also wird der film übelst sein;D
Bella Ich liebe Edwart und Jacob, auch wenn sie feinde sind voll Süß. Ich habe alle Bücher gelesen die sind richtig geil.
Emil G. Weltbestseller??? Pfff...
(: Team Jacob!
cybertooth @elena... filme sind immer geschmacksache,wenn dir die saga nicht gefällt heißt dies noch lange nicht,dass sie anderen auch nicht gefallen darf...soetwas wie toleranz,akzeptanz und größe scheint dir völlig zu fehlen,daher denke ich,dass wohl du selber noch erwachsen werden musst,denn diese dinge sollten bei einem erwachsenen vorhanden sein...
rikit also ich stimme dir zu elena ich hase robert pattinson und kristen stewart is auch nich so toll. naja iwi sind die filme langweilig stephinie meyer hat ein super tolles buch geschrieben das heist Seelen ich kapier nicht warum das nicht so bekant ist, meiner meinung nach is das 1000mal besser als die ganzen biss teila zusammen!!!!!!!
xP Das ist sooooo geil!!!!
gg maaan....die haben die victoria schauspilerin ausgewechselt!!!! sind die dumm oder was? die hier ist voll doof. in den ersten teilen war ne ander da!!! :(
Elena Oooooh!! wie scheiße ist das denn? sie sollten diese filme verbieten, so was ist eine beleidigung an alle regiesseure und schauspieler. wie könnt ihr nur auf so einen unsinn stehen? ich hoffe für euch das ihr alle, die twilight mögen, noch kleine mädchen sind die einbisschen verrückt sind, sonst wäre das echt peinlich für alle anderen, die nicht mehr 12 sind. was findet ihr nur daran? die schauspieler sind nicht mal attraktiv. ich meine robert pattinson hat ernsthafte hygienische probleme und stewart hat eine schreckliche hexen- frisur und einen gruseligen blick und lautner ist ein schrecklicher schauspieler, wobei das auch auf die anderen beiden zutrifft! an alle twilight fans: werdet endlich erwachsen!!!!!!
Jaqueline Wie geil ist der trailer denn??? Ich hab schon in der Bravo gelesen, dass der Film noch mal überarbeitet werden soll, da zu wenig von der Liebesgeschichte zwischen Bella, Edward und Jakob drinnen sein soll. Aber ich finds geil, wenn sie es bei der Action belassen, da es sonst mit der Zeit zu langweilig wäre, wenn es ganze 4 Filme nur um das Liebeschaos geht. Aber natürlich darf das auch nicht auf der Strecke bleiben!! Ich hoffe der Film wird so gut wie das Buch!
engel ich find den tailer hammer geil
julius sheiß eclipse die mit ihrer hexe kisten steward
Ricoo___Seeeeinzs Ohaaaa Ich Liebe Diesen Film.Ich Freu Mich schon Übelzst Auf Den Film im Kinoo.!
Rose Also der 1.Teil war ja wirklich ganz gut,beim 2. saß ich dann im Kino und hab mich echt gefragt,wann es der Film endlich vorbei ist,aber der 3.scheint ja wieder besser zu werden...
lolala geilo, die filme werden immer besser! der erste teil war scheiße, der zweite war schon besser und der dritte wird bestimmt hammer!
lulu rox, mir geht es genau wie dir: oh mein gott. hammer trailer
Neo Na, das doch endlich mal ein Trailer....da scheint ja auch mal richtig Action reinzukommen. OK, dann guggen wir'n uns mal an im Sommer! ;)
Rox Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott.... Das is noch so lange..... Aber freu mich schon voll. Ich bin sowieso der Meinung, dass man die Filme nur richtig versteht, wenn man die Bücher kennt. Wenn man alles aus den Bücher drehen würde, müsste man zu jedem Buch zwei Teile rausbringen.
Rox Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott.... Das is noch so lange..... Aber freu mich schon voll. Ich bin sowieso der Meinung, dass man die Filme nur richtig versteht, wenn man die Bücher kennt. Wenn man alles aus den Bücher drehen würde, müsste man zu jedem Buch zwei Teile rausbringen.
Sky1401 kann mir einer sagen wie das lied heißt such das schon soo lange =((
'S Luu Wuaaaa
bis(s) die trailer ist sooooooooooooooo toll ich weiß nicht wie oft ich den schon geguckt habe ich hoffe auf nen zweiten trailer
Tintenherz ULalala
twiligh hasser das kann ich nicht verstehen alsoooo ich freue mich total auf den film vor allem aur robsten ^^ eigentlich finde ich die bücher besser aber das ist ja immer so aber new moon da bin ich schon tausendmal ins kino hingerannt aber diesmal bestimmt 2 tausendmal ps habt ihr remember me geguckt der hat echt viel talent goooo rob heheh ich weiß ich benimm mich wie ein kind ich bin aber 24 jahre alt ^^
Madame Wer die Bücher gelesen hat weiß warum der 2. teil sich hingezogen hat.Ich finde die Bücher eh viel besser, muss aber auch sagen das die Filme sowie die Darsteller super dazu passen. Freu mich schon auf den 3-4 teil ;-)
everfresch Also Ich werde mir den Film wohl geben müssen schon meiner Tochter zuliebe.Der erste war ja echt gut aber sollte der Dritte so sein wie der zweite dann Prost Mahlzeit das war ja Kitsch und Langweile in Üerlänge. Brrrr
lala Ich freue mich swo sehr auf den film.Kann es kaum erwarten.Das einzige was mich nervt ist,das alle so ernst sind in den filmen.Im Buch sind Edward und Bella auch lockerer!Aber ich liebe trotzdem die Filme.
Jäcky ♥ also ich find alle teile (bücher sowie filme)^einfach spitze!! es macht einfach total spass dir die filme immer wieder anzuschauen xD es ist wie eine kleine sucht immer mehr davon zu lesen/schauen oder zu haben =)ich finde es so toll!!!! schneuz =) // einfach umwerfend //ich bin auf beiden Seiten wenn es um die teams geht.. Team Edward sowie Team Jacob.. sie sind alle beide super ♥ xD ♥
Sailor Senshi @hanni Das ist die gleicheie Stimme wird nicht geändert. Stimme wie in Twilight und New Moon. Die wird nicht geändert.
Bella swan Einfach nur hammer.Es gibt nichts besseres als Twilight
Neo Meine Frau liebt diese Filme, aber ich halte davon leider nicht sehr viel. Der Grund ist für mich einfach die Emotionslosigkeit der Hauptdarstellerin, denn ihr Gesicht ist zwar hübsch anzuschauen, aber es scheint keine sonderlichen Mimiken zu zulassen. Dafür mag sie ja nichts können, aber dadurch ist sie für mich einfach die falsche Besetzung für diese Filme. Eine andere Schauspielerin mit mehr Ausdruck und Gefühl im Gesicht....hätte den Filmen sehr gut getan. Ansonsten ist die Story an sich recht interessant, wenn gleich ich auch die Bücher (noch) nicht kenne. Bedingt durch meine Frau, sie will da ja in's Kino, werde ich mir den Film wohl anschauen müssen. :)
hanni ich hoffe jacobs synchronstimme bleibt net so... naja aufjedenfall ich kann es kaum noch erwarten den film zu sehen ... endlich kommt dann in eclipse mal ein bisschen pepp in die ganze sache! ;-))))
lolala also bryce dallas howard ist sicher super für die rolle der victoria, auch genauso hübsch, wenn nicht sogar hübscher und sieht ihr auch sehr ähnlich. ich freu mich schon auf den film
sailor senshi Team Volturi!!!!!!!!!!! Der Trailer ist klasse! (Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl! das neue Buch um die vampirin bree. bald!
loli123 *schluchts* hach das is so toll*****
anncullen WOW der traailer ist soo tolaber die bücher finde ich immer noch am besten..ich find es nicht so tol dass rachel (victoria) gegen eine andere ausgetauscht wurde...aber sonst freu ich mich^^
Cute_Nessie Also ich mag die deutschen STimmen immer weniger. Robs Synchro kling total schwul und viel zu jung.
Detlef Hooch da sind sie endlich wieder meine süssen kleinen Vampire!!An alle Jungs die so sind wie ich,STÖSSCHEN!!!
Gerlinde Toll aber leider viel zu kurz!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Jacob @ Arterhaltung find ich nicht ich lese die Bücher gerade bin gerade bei der mitte von Eclipse (Biss zum Abendrot) und ich fin die Bücher echt sehr gut ich lese sehr viel Biss zum Abenrot ist jetzt mein 31 Buch und ich find biss jetzt alle Teile gut ich find sie einfach so Detailreich und die Story ist so fesselnd am Anfang stimmte ich meinen Freunden zu die alle sagen das das totaler Mist ist und von schleimigen Liebeszenen nur so trifft aberr vor ca 1 Monat hab ich mir dann mal gedacht ach egal holste dir mal den ersten teil ich hab mal so reingeblickt und am Anfang gedacht ist bestimmt gut aber kann bestimmt nichtn mit Harry Potter mithalten und naja das este mal wo ich gelensen hatte hab ich gleich 5 Stunden durchgelesen und musste mich richtig zwingen aufzuhören weil es schon 3 war und ich nächsten Tag schule hatte und ich find das Quatsch das alle sagen das das Mädchenbücher sind nur weil die Hauptrolle ein Mädchen hat dann wäre ja HP auch nur für Jungs ich find die Story echt spannend die Filme sind auch gut obwohl was fällt aber das ist bei jeder verfilmung wenn man sich dann immer das Buch im vergleich amkuckt kann man den film gar nicht genißen das ist das gleiche wie bei HP so das wars
Arterhaltung. die jungs tun mir Leid die sich mit ihrer Freundin diesen Ponyhof Mist angucken müssen.
bis(s) die bücher sind toll und die filme auch wer es hasst hat eben pech und nen knall hassen ist unmöglich
Fine123 Ich kann´s kaum erwarten dn nächsten Teil zu seh´n, da ich verrückt nach diesen Büchern& Filme bin. Am Anfang fand ich den Film voll scheiße, aber es hat sich zum Glück geändert. Wer von euch ist Team Jacob oder Team Edward?
Ich Ich verstehe nicht was die dummen Kommentare von denen sollen die die Filme und die ganze Geschichte scheiße finden. Lasst doch denen die es mögen Ihren Spaß!
Grußkarte Irgendwie immer das gleiche
Nanni ja twilight is schon gut aber ein bisschchen schnulzig !! trailer is aber ganz gut :)
xuf nee...also i mag die filme gar nich, das schlimmste is bellas stimme.die bücher sind super...!
fabi also ich findes das die ganze twilight geschichte völlige SCHEISSE ist.mfg
Lulu hab auch alle bücher gelesen. teilweise sind sie echt besser als die filme. da hast du recht magda
Tina oh man. ich hab ihn auf deutsch gefunden. :** aber ich finde in dem trailer wird gar nicht wirklich erzählt worum es geht. nur das sie sich für jake entscheiden soll und das victoria und die volturi kommen aber ansonsten fehlen ganz wichtige sachen. Aber ich werde ihn auf jeden fall anschauen. egal wqas andere sagen :**
Bellatrix Die Bücher sind in der Regel immer Anders als die Filme... Das muss man Akzeptieren und gut is..Find beides sowohl die Filmversionen als auch die Bücher
Trix ganz deiner meinung magda
Magda Mein Gott, hat irgendjemand von euch die Bücher gelesen?? Die Filme sind total schlecht im Gegensatz zu den Büchern!!!
Renesmee CarLie o qott soo traumhaft schöön ♥ ich ´kanns kaum noch abwarten bis der fiLm draußen ist edwaaaard ♥ *15.07.2010* baLd ist es soweiit *-*
jey also ich finde die filme eher langweilig mal sehen ob ich dafür geld ausgebe
Lulu @ bella: na ja...wenn mans genau nimmt sinds nur noch n bisschen mehr als 3, 5 monate ;)
sweet.girl.love.you der film ist einfach hammer und ich werde mindestens 3 mal reingehen
Bella Endlich ist es so weit. Leider noch 4 Monate bis zum Film.
renesmee bald leute
twilight entlich!!! ist er da, ich habe so lange darauf gewartet! hoffentlich ist der film genauso toll wie der trailer! ich liebe kristen stewart, rob pattinson, ashley greene, taylor lautner und alle anderen schauspieler von twilight! schade das das rachelle lefevre nicht mehr dabei ist, hoffe das die neue victoria genauso gut ist! ich liebe twilight kanns kaum noch erwarten, dass eclipse ins kino kommt und new moon auf dvd (15.4) rauskommen!!!
Steven Am 15.07.2010!
Cybertooth lulu, steht doch drunter...:)...15.07.2010
dana ichhhhhhhhhhhhhhh frrrrrrreeeeeeeeeeeuuuuuu miiiiiiiiiiiccccccccccchhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lulu weiß i-jemand wann der in deutschland ins kino kommt?
jenni ich kann es kaum noch erwarten den nägsten teil zu sehen freumich voll
Katharina ich freu mich schon auf denn film wird bestimmt wieder toll =)
Like a Diamond. Ich freu mich schon, weil ich die Biss Filme echt toll find.
kadejuti Ich liebe diese Filme und ich hoffe der 3 wird genauso gut :) Und ich finde Robert Pattinson ist ein guter Schauspieler.
Rike Man sollte doch denken, dass die Hauptdarsteller es IRGENDWANN schaffen, ein ganz klein wenig Schauspieltalent an den Tag zu legen... aber anscheinend wieder nix. Jetzt hab ich sie zum ersten mal im O- Ton sprechen hören... und oh Wunder: ihrer Stimmen sind genauso ausdruckslos wie ihre Gesichter! Zombiealarm...
Sin Also die ersten beiden Filme konnte man sich ansehen....der dritte wird wohl das Selbe sein...allerdings...die Schauspieler sind absolut scheiße....wenn man sich mal auf Prosieben die Serie "Vampires Diary" anschaut und sich vorstellt die beiden hätten die Hauprollen...die Filme wären besser...denn "Edward" sieht immer "angefuckt" aus...und die gute "Bella" hat nur ein Gesichtsausdruck drauf....
Chie Ich hoffe das Drehbuch ist diemal besser und der Autor hält sich mehr ans Buch. Das hat die letzten beiden Male nicht so gut geklappt. Schade eigentlich
Coccinelle Leider in Englisch... Ich mag Dakota Fannig voll gern, die schauspielert Klasse.
Janina OHHH Mano ich kanns nicht erwarten ich bin warscheinlich der größte twilight fan ich hab mein ganzes zimmer im twilight look und ich kenne alle darsteller auswendig auch die nebenrollen
kerstin das wird total geil jetzt kommt bald der dritte teil kann es gar nicht mehr erwarten......
me die einzige gutaussehende person aus dem ersten teil haben sie getauscht^^
nicole dann schaut ihn euch nicht an und nervt nicht die wahren fans ihr de...en
renate Ich freue mich scvhon riessig auf den drieten teil.
fly nicht eine interessante szene....definitiv kein film für mich. ist danach wenigstens endgültig schluss?
Kira Ich finds schade das sie die darstellerin von Viktoria getauscht haben.fand die andere besser
Larina bestimmt kommen wieder zwei oder drei trailer für eclipse
hollyhopp was ein schmutz!
Jessy ich find denn film nicht so toll
nina filme sin echt alle super. der wird bestimmt auch klasse
mde@gmx.net Schon gesehen?RIc
Katja @Achmet Wie kannst du den Film hassen, wenn du ihn noch gar nicht gesehen hast bzw. er noch gar nicht im Kino ist/war?
jey die filme sind einfach langweilig !!!!!!!
Julia ich find den trailer geil
Achmet Ich hasse denn film
jessy Der Trailer soll zeitgleich mit dem Film Remember Me gezeigt werden! (laut Summit)
Jane das ist echt gut, dass der dritte teil überhaupt schon so früh kommt!! er könnte auch wie NEW MOON erst ein jahr später erscheinen, aber diesmal müssen wir nur ein HALBES JAHR warten!!! boa ich freu mich so, new moon war schon ziemlich super, wie wird dann der 3. teil?!!!! *__*
Alasea Auf Eclipse freue ich mich auch schon. Ich hoffe nur, dass es bald mal nen Trailler oder IRGENDETWAS (ausser den 3 stills) zu sehen gibt... Und klar... die Bücher find ich auch besser, aber das ist bei Buchverfilmungen wohl meistens so ;o)
Mandy Die Filme sind sicherlich toll, kommen aber lange nicht an die Bücher ran. Viel mehr Gefühle und wichtige Einzelheiten, die im Film leider untergehen bzw. einfach nicht umgesetzt werden können. Also Vampirfreunde - lest!
Moni Hoffentlich ist bald Sommer. Ich kann es kaum noch erwarten. Aber erstmal kommt ja New Moon im April auf DVD, das hilft ja erstmal ein wenig.
Andy die Bücher sind besser als der Filme ! heheh !
Luisa Ich kanns kaum noch erwarten endlich den dritten Teil der Twilight Saga zu sehen bin ein großer Fan schade das es noch so lange dauert.
twiiiiiliiiight! lalaaaaa Oh ich freu mich sooooo... weil twilight nämlich soooooooo toll ist und ich twilight sooooooo cool finde... oh twilight ooooooooooh
twilight vor noch ein Tor Twilight oder new moon alles der Twilight saga is soooooooooooooo COOL!!!!!!!!!!!!
Luluu Jaaa. ich zähle die Tage! Das wird soooo toll!
Janika Ich kanns kaum erwarten! Mein ganzes Zimmer hängt voller Twilightposter. Die ersten 2 Filme sind nicht von anderen Filmen zu toppen! Mal sehen, wie der dritte Teil wird. Freue mich schon riesig, wenn es auch hier ( auf Trailerseite.de ) einen Trailer zu Eclipse gibt.
twilighthasser-haben-kein-Herz ja wann kommt denn endlich mal nen richtiger Trailer?????????????????????????????????
Ela Ich kanns kaum noch erwarten!!!
eclipse-hasser oooooh ich hasse diese filme!!

♥: Mehr Action und überraschend auch mehr Humor als in Teil 1 & 2.
−: Inhaltlich kaum Fortschritte. Die Story tritt wortlastig auf der Stelle.
Im wahren Leben legen die Stars des Twilight-Universums ein weitaus höheres Tempo vor als im Film. Erst wurde aus Robert Pattinson und Kristen Stewart ein Paar, dann zogen sie zusammen. Ob die beiden dabei so keusch lebten wie ihre Filmfiguren, wird nicht berichtet. Inzwischen soll es angeblich zwischen den beiden gekracht haben und Kristen wandte sich wieder ihrem Ex-Freund zu. Dabei ist es natürlich völlig ausgeschlossen, dass die ganze Realschmonzette nur eine PR-Gag ist, um ein paar neue Schlagzeilen rund um den Start des dritten Teils der Vampir-Saga zu produzieren.
Die Handlung von BISS ZUM ABENDROT verbreitet da im Vergleich kaum mehr als gepflegte Langeweile. In jeder Buffy-Episode passiert mehr. Hier wird stattdessen vor allem zu Beginn nur gequatscht, geschmollt und geschmachtet. Da beschließen Edward und Bella zu Beginn dass sie heiraten wollen und am Ende steht immerhin der Termin fest. Wow, was für ein Fortschritt. Dabei kommt das problematische Dreicksverhältnis zwischen Bella, Edward und Jacob praktisch kaum voran. Immer noch baggert der muskulöse notorisch halbnackte Werwolf-Indianer Jacob Bella an, wenn er nicht gerade schmollt und mal wieder nicht mit spricht. Und Edward erwehrt sich weiter standhaft Bellas Verführungsversuchen. Im Prinzip ist also alles noch so wie schon im ersten Film. Sicher, Edward und Jacob knurren sich am Ende nicht mehr an. Aber ihr brüchiger Waffenstillstand dient nur dem Schutz Bellas. Beide machen klar, dass sie eigentlich nícht aus ihrer Haut können. Werwölfe bleiben animalisch, Vampire unterkühlt und alle zusammen sind an die Regeln ihrer Clans gebunden. Immerhin erfährt man etwas mehr über die Geschichte von Vampiren und Werwölfen in historischen Rückblenden.
Die eigentliche Geschichte von ABENDROT ist allerdings auch Schnee von gestern. Victoria, seit dem ersten Film nicht gut auf Bella und Edward zu sprechen, taucht wieder auf, um Rache für ihren damals getöteten Freund nehmen. Das will sie mit einer Armee junger Vampire erreichen. Die sind in Meyers Vampir-Mythologie auf wundersame Weise viel mächtiger als alte Vampire, allerdings wird ihre Bedrohlichkeit imme nur behauptet und zeigt sich auch im finalen Showdown nicht. Um Bella zu schützen tun sich Vampire und Werwölfe widerwillig zusammen. Und der sicherste Unterschlupf für Bella, der den mächtigen Unsterblichen einfällt ist ein schäbiges Zelt im Wald. Der einzige Zweck, denn das erfüllt ist allerdings Bella und Jacob zusammen in einen Schlafsack zukriegen, weil Jacobs Körperwärme sie vor einem plötzlichen Schneesturm bewahren muss. Geheim ist der Unterschlupf dagegen überhaupt nicht. So wird das Trio natürlich von seinen Feinden aufgespürt - die allerdings nach einem kurzen Kampf schon das Zeitliche segnen.
Ja auch diesmal wird gekämpft. Heftiger, länger und rasanter als in den bisherigen Filmen. Allerdings längst nicht so intensiv wie man es von Regisseur David Slade (30 Days of Night) erwarten könnte. Und bis es soweit ist muss man eineinhalb Stunden Beziehungsgeplänkel überstehen.
Auch tricktechnisch macht der Film nur winzige Fortschritte. Die Werwölfe sehen immer noch aus wie Schäferhunde mit zuviel Weichspüler in der Fellpflege. Vampire zerbröseln bei Verletzungen wie Gipsstatuen, effektvoll, aber natürlich unblutig fürs anvisierte Teenagerpublikum.
Eine Verbesserung ist dagegen der vermehrt auftretende selbstironische Ton. Da hadert Bellas Vater mit den typischen Nöten eines Teenagervaters, und Edward ("hat der eigentlich kein T-Shirt ?") und Jacob ("Ich bin heißer als du") nutzen jede Gelegenheit, sich gegenseitig auf die Schippe zu nehmen. Da spürt man, wie gut die "Twilight"-Reihe sein könnte, wenn sie sich nicht über weite Strecken so ernst nehmen würde.
Eine persönliche Entwicklung macht dagegen keiner der Darsteller durch. Der Cullen-Clan wird größtenteils zu Komparsen degradiert. Schauspielerisch kann sich da natürlich niemand profilieren. Auch Bryce Dallas Howard, die diesmal die Rolle der rachedurstigen Victoria übernimmt, bekommt nicht annährend genügend Leinwandzeit um Eindruck zu hinterlassen, obwohl sie doch als Erzfeindin und treibende Kraft des Films eine Hauptfigur sein müsste. Noch schlimmer ergeht es der talentiertesten Darstellerin an Bord. Dakota Fanning darf als Vertrerin der altehrwürdigen Volturi zweimal kurz auftreten. Vielleicht wird sie im nächsten Film eine größere Rolle spielen, in diesem hat sie schlicht nichts zu tun und ist einfach nur überflüssig.
Natürlich nervt auch "Biss zum Morgengrauen" wieder mit seiner angestaubten und für moderne Teenager so untypischen Moral. Das hier ein Mann mit "dem ersten Mal" bis nach der Heirat warten will, ist eine Wunschprojektion von Autorin Meyer, die hier das sexuelle Dogma ihres mormonischen Glaubens transportiert. Endlich mal ein Kerl, der nicht drängelt, ein Traumprinz alter Schule. Fehlt eigentlich nur das weisse Pferd. Dieser Widerspruch wird immerhin in einem witzigen Dialog zwischen Bella und ihrem Vater ironisch aufgegriffen. Der Mann weiß nämlich, wie die Kids eigentlich ticken. Schade dass auch dieser Film (wegen des Vampirthemas) wohl keine Empfehlung des Vatikan erhalten wird. Moralisch sind Stephenie Meyer und der Papst definitiv Seelenverwandte.
Als ideologischer Gegenentwurf dient eine Highschool-Abschlussrede, die ziemlich plakativ dazu aufruft, auszuprobieren, und Fehler zu machen, bevor man sich für einen Weg im Leben entscheidet. Da kommt Bella doch glatt ins Grübeln und zweifelt an ihren Prinzipien, wenn auch nur für kurze Zeit. Letztlich weiss doch jeder, dass sie sich längst entschieden hat. So nervt das heuchlerische Hin und Her nur und bremst die Inszenierung ab. Auf dem Fußballplatz gäb´s dafür die gelbe Karte wegen Spielverzögerung.
Fans wird das nicht abschrecken. Sie bekommen,was sie wollen. Einen melancholischen Vampir ohne Biss, ein wandelndes Sixpack, ein bißchen Liebeskummer und romantische Begegnungen auf Blumenwiesen. Dafür lässt die dünne Handlung mehr als genug Zeit. Vampire haben aber auch etwas mehr Zeit zur Verfügung als normale Sterbliche. Wenn es im bisher vorgelegten Tempo weitergeht wird die Saga um den blutleeren Edward und die blasse Bella wohl noch bis(s) zum Sankt Nimmerleinstag fortgesetzt. Nicht zufällig wird der (bislang) letzte Roman in zwei Teilen verfilmt. Ein weiterer Roman, der parallel zum dritten Film spielt, ist bereits fertig und einer der die Ereignisse des ersten Films aus einer anderen Perpsektive erzählt, ist immerhin bereits im Manuskriptstatus. Stephenie Meyer hat offenkundig keine Hemmungen auch den letzten Tropen aus ihrer Saga rauszuquetschen, selbst wenn es nichts mehr zu erzählen gibt. Die wahren Blutsauger sind die Macher hinter dem Hype.
Bella, Edward und Jacob: Das Spitzen-Trio
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN und NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE machten aus Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner, die Bella Swan, Edward Cullen und Jacob Black verkörpern, schlagartig internationale Superstars.
„In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT geht es um die spannungsgeladene Dreiecksbeziehung dieser Figuren“, kommentiert Drehbuchautorin Melissa Rosenberg: „Die Rivalitäten und die Eifersucht – das sind die ganz fundamentalen menschlichen Emotionen von Liebe und Verlust. Sie sind diesen Gefühlen fast schutzlos ausgesetzt, und das kulminiert in diesem Film, und gibt einfach als Thema so viel her. Es macht wirklich großen Spaß, die Szenen mit Bella zu schreiben, ihre Stärken herauszustreichen und die Tiefe dieser Figur zu erforschen, gerade wenn man weiß, dass am Ende Kristen Stewart diese Szenen spielen wird. Sie hat so viel innere Stärke und sie wird in diesem Film zu einer echten Heldin. Ich liebe es einfach, solche Figuren zum Leben zu erwecken.“
„Letztendlich ist es eine Liebesgeschichte. Es geht darum, dass Bella und Edward einen Weg finden müssen, um in einer Welt zusammenleben zu können, in der sie eigentlich niemals zusammenleben dürften. Das großartige an diesem Projekt ist, dass wir die Autorin Melissa Rosenberg von Anfang bis Ende dabei hatten und dass wir über Schauspieler verfügen, die ihre Filmfiguren wirklich durchdrungen haben. Und außerdem verstehen sie die Bücher. Sie wissen in jeder Szene ganz genau, was am Ende dabei herauskommen soll. Und es kommt noch hinzu, dass alle Regisseure, die wir ausgewählt haben, schnell zu Experten für das jeweilige Buch wurden, das sie verfilmen sollten. Also ist man gleich von Beginn der Produktion an wieder ganz vertraut mit den Figuren. Mir kommt es so vor, als ob Rob und Kristen sich einfach ihre Bella- und Edward-Kostüme überstreifen und gleich wieder zu diesen Figuren werden“, lacht Produzent Wyck Godfrey.
Stewart stimmt zu: „Wir haben mit diesen Charakteren ja nun schon eine Weile gelebt. Und wir erfahren auch immer mehr über sie und passen uns ihnen auf gewisse Weise auch an. Wir sehen zwar noch wie wir selber aus, aber wenn die Szene beginnt, werden wir wirklich zu Jacob oder Bella oder Edward.“
In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT geht es um verschiedene Aspekte von Liebe: wahre Liebe, eingebildete Liebe und schließlich die Möglichkeit, gleichzeitig zwei verschiedene Menschen zu lieben.
Die Autorin Stephenie Meyer erläutert: „In der Dreiecksbeziehung gibt es beides: Liebe in der Realität und Liebe in einer Phantasiewelt. Ich hatte hier die Möglichkeit, eine Figur die Entscheidung zwischen den beiden treffen zu lassen. Bella verliebt sich in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE in Jacob, ohne dass sie es sich bewusst macht. Denn bis dahin war die einzige Liebe, die sie kannte, eine völlig irreale Art von Liebe: Halsüberkopf, der wunderbarste Mensch der ganzen Welt wählt dich aus, und man kann gar nicht fassen, wie glücklich man ist, und alles ist einfach nur wunderbar. Dann aber verliebt sie sich in Jacob, auf ganz reale Art und Weise, so wie es eben im wirklichen Leben passiert – jemand ist dein bester Freund und du möchtest soviel Zeit wie möglich mit ihm zusammen verbringen. Aber ihr ist einfach noch nicht klar, dass das Liebe ist, weil sie diese Art von Liebe nicht kennt.“
„In ,Bis(s) zum Abendrot’ muss sie sich diesen Gefühlen stellen und verstehen, dass sie ihn nicht nur als Freund mag – und schließlich die Entscheidung zwischen dieser Liebe und ihrer Fantasieliebe treffen“, fügt Meyer hinzu: „Weil die Figuren so sind, wie sie sind, war der Ausgang für mich unvermeidlich – sie entscheidet sich für Edward – aber ich wollte auf jeden Fall auch herausarbeiten, dass sie die Wahl bewusst trifft, ihr die Tragweite ihrer Entscheidung klar ist und sie auch versteht, was sie alles aufgibt.“
„Edward steht für das Ideal der reinen Liebe; Jacob für die menschlichere Liebe, die ihre Fehler hat, aber dennoch ehrlich ist“, sagt Regisseur David Slade. „Ich glaube, dass einer der besonders anziehenden Wesenszüge der Geschichten ist, dass sie die Idee der einzig wahren Liebe in den Vordergrund stellt, und das in einer Kultur, in der diese Idee nicht gerade weit verbreitet ist. Wahre Liebe ist natürlich wundervoll, aber leider kommt sie nicht sonderlich häufig vor, besonders wenig in den Angeboten der Medien. Aber eine Geschichte aus so einer einfachen Idee wie der von der wahren Liebe zu machen, ist höchst schwierig, denn normalerweise entstehen wahrhaft große Geschichten aus großen Konflikten. Stephenies Geniestreich war es, einen großen Konflikt zu skizzieren, aber eben einen, der nicht zu Lasten der wahren Liebe geht – ich bin überzeugt, das ist es, was die Filme und die Bücher bei einem weltweiten Publikum so erfolgreich und beliebt gemacht hat.“
„Liebe gilt ja als gefährlich, und Vampire natürlich auch, aber hier ist beides positiv und akzeptabel, beides strebt einem höheren Ziel entgegen“, fügt Slade hinzu: „Hier haben wir eine weibliche Hauptfigur, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. All das ist absolut unüblich. Die Saga erlaubt es der weiblichen Hauptfigur zu bestimmen, dass es auch ohne Sex geht und dass das auch gut so ist. Es geht ja nicht darum, Sex an sich zu verteufeln, sondern vielmehr darum zu zeigen, dass Beziehungen einen natürlichen Rhythmus haben. In unserer Kultur werden Frauen, und junge Frauen ganz besonders, in hohem Maße zu Sexobjekten stilisiert. Und diese andere Haltung in den Büchern zieht viele Leute an, und ich persönlich finde das auch sehr erfrischend.“
„ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT beginnt auf einem Gefühlshoch – Edward und Bella sind glücklich zusammen und erholen sich von den dramatischen Erlebnissen, die sie in Italien hatten“, erklärt Stewart: „Natürlich wird Bella immer noch von Vampiren gejagt, aber das größte Problem in ihrem Leben ist statt dessen, dass sie sich klar werden muss, dass man andere auf unterschiedliche Weise lieben kann. Sie muss sich eingestehen, dass sie absolut in ihren besten Freund verliebt ist, aber eben doch nicht ganz so sehr wie in ihre wahre Liebe Edward. Für mich geht es in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT darum, heranzuwachsen, Entscheidungen zu treffen und zu verstehen, dass deine Entscheidungen nicht immer nur auf Instinkt beruhen können. So sehr ich Bella dafür liebe, dass sie sich nicht für das schämt, was sie tut, kommt sie jetzt erst an den Punkt in der Geschichte, an dem sie erwachsen wird und so weit heranreift, dass sie sich eingestehen kann, doch nicht immer recht zu haben.“
„Im Film sind Bellas Entscheidungen und was daraus folgt, ein großes Thema. Die Entscheidung, die sie zu treffen hat, lässt sich schließlich nicht mehr rückgängig machen. Wer sich einmal dafür entschieden hat, unsterblich zu werden, kann niemals wieder sterblich sein – und das hat natürlich eine extreme Tragweite, selbst für einen Fantasyroman. Aber innerhalb der Geschichte muss Bella sich erst einmal wandeln, um diese Entscheidung treffen zu können. Das lässt sich leicht übersehen, aber ich halte es für sehr wichtig und daher kommt es in der Schlussszene vor“, sagt Slade.
Slade weiter: „Bella muss sich emotional wandeln, damit die Entscheidung auch rückhaltlos ist und wirklich von Herzen kommt. Die Liebe, die sie für Jacob empfindet, mag fehl am Platze sein, aber sie ist ja trotzdem da, und das sorgt für Konflikte. Die Entscheidung hat gewaltige Folgen, aber dadurch, dass man diese Entscheidung trifft, wird man auch zu jemand anderem; jemand, der die Entscheidung treffen und auch die Konsequenzen aushalten kann. Zu so jemandem wird Bella schließlich, aber erst, nachdem sie all das durchgemacht hat. Schließlich sieht sie, welche Gefahren sie alle bestanden hat und wie leicht es ihr fiel – und das überrascht sie. Ihre Schlussfolgerung ist, dass sie viel eher in Edwards Welt als in die der Menschen gehört. Und diese Einsicht, glaube ich, macht es ihr leichter, sich zu entscheiden – wenn nicht sogar ganz unmöglich, sich anders zu entscheiden.“
Rosenberg kommentiert: „Bella ist eine interessante Figur. Am Anfang des Films sehen wir, wie Bella Edward als ihren Liebsten wählt, was in gewisser Weise noch unreif ist, weil sie noch gar nicht gründlich darüber nachgedacht hat. Aber es ist natürlich auch eine schwere Aufgabe für eine 18-jährige, die ganze Bedeutung dessen zu erfassen, sich für Edward zu entscheiden und selbst zum Vampir zu werden. Dieser Spannungsbogen betrifft Bellas Wahl: ob sie eine reife, eine weise Entscheidung treffen wird. Zu Beginn ist es eine ganz emotionale Entscheidung, Edward zu wählen, am Schluss aber wählt sie ihn aus einem viel tieferen Verständnis des Lebens und der Konsequenzen heraus.“
Pattinson fügt hinzu: „Im ersten Film geht es um eine neu entbrannte Liebe. Im zweiten Film geht es um Verlust. Dieser Film zeigt nun, wie kompliziert eine echte Beziehung sein kann. Es ist eine Beziehung, die beide sehr bewusst eingegangen sind, was es aber nur noch schwieriger macht, weil Edward sich entschlossen hat, mehr und mehr ein Teil von Bellas Welt zu werden.
In den ersten beiden Filmen hatte er sich nicht sehr verändert, weil er isoliert lebte und es auch so lassen konnte. Jetzt aber akzeptiert er, dass seine Beziehung zu Bella etwas Echtes ist und dass er deswegen Teil der Menschenwelt werden, sich integrieren und tatsächlich auch menschlicher werden muss. Er hatte so lange abgeschottet von allem gelebt, dass er es sehr schwer hat, das alles aufzuholen, sich normal zu benehmen und alltägliche Gefühle wie alle anderen Leute auch zu haben. Mit so etwas klarzukommen, ist nicht ganz einfach, besonders wenn man so lange aus der Übung es und es ja auch nur unter Zwang macht. Für ihn ist es schwierig, normal zu sein, weil er sich gar nicht mehr daran erinnern kann, wie das eigentlich war.“
Stewart fügt hinzu: „Seine unbedingte Liebe wird auf die Probe gestellt – eine sehr interessante Sache. Es ist ja nicht zu bestreiten, dass die beiden einander regelrecht ergeben sind, aber in diesem Film reden sie überhaupt auch mehr miteinander, sie sind offener und sie sind auch eher bereit, andere Leute an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Es ist nicht mehr diese ausschließliche Beziehung, die alles andere drum herum einfach ausblendet. So wird diese überhöhte Beziehung, die ihnen und vielen anderen jede Menge Probleme bereitet hat, dahin zurückgebracht, wo die beiden sich auch wieder in die Gesellschaft eingliedern können.“
Pattinson erklärt: „ Ihre Beziehung dreht sich an diesem Punkt vor allem darum, dass Bella fest entschlossen ist, zum Vampir zu werden und dass Edward derjenige sein muss, der sie dazu macht. Edward zögert noch, aber er hat für sich entschieden wenn sie erst einmal verheiratet sind, dass er allein deswegen schon mehr Verständnis dafür haben wird und dass es ihm auch leichter fallen wird, ihren Wunsch zu erfüllen. Aber dann wird ihre Beziehung bedroht – durch Eifersucht, durch Unsicherheit, durch das Gefühl, nicht gut genug für den anderen zu sein. In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT muss Edward um seine Beziehung kämpfen und nicht nur gegen die Bösewichter.“
Und Edward muss auch mit seinem Verständnis von Tugend kämpfen. „Edward stammt aus einem anderen Zeitalter, also bringt er andere Wertvorstellungen mit“, kommentiert Stewart. „Es ist interessant, dass wir hier zwei Leute haben, die gleich alt aussehen, wobei aber in Wirklichkeit ein uralter Mann um ein 18-jähriges Mädchen wirbt. Er will sie heiraten, gleichzeitig will er aber wiederum auch nicht. Aber sie wollen von einander genau dasselbe, sie drücken es nur unterschiedlich aus. Es hat Spaß gemacht zuzuschauen, wie sie damit umgehen.“
Godfrey erklärt: „Edward will, dass sie die menschlichen Erfahrungen noch einmal auskostet, bevor sie zum Vampir wird. Und er will die Erfüllung der Hochzeit haben, bevor er mit ihr auf die Reise geht, die für beide den Rest der Ewigkeit dauern wird. Teil des Dilemmas ist also die Entscheidung, Edward zu heiraten, bevor sie zum Vampir wird. Edward hofft noch, dass sie es sich noch einmal anders überlegt, denn er sorgt sich über den Preis, den ihre Seele bezahlen muss.“
Meyer fügt hinzu: „Die ganze Handlung von ,Bis(s) zum Abendrot’ spielt sich in nur einem einzigen Monat ab. In dieser Zeit versuchen beide, sich noch besser aufeinander einzustellen und die richtige Balance zu finden. Bella ist sehr willensstark, während Edward immer über alles nachgrübelt. Er schwankt in seiner Haltung ihr gegenüber: am Anfang ist er sehr behütend, dann merkt er, das er zu weit gegangen ist und geht dann zu weit ins andere Extrem, ist sehr kontrolliert und distanziert. Wenn er ein normales, vernünftiges Verhalten an den Tag legen könnte, würde er wahrscheinlich zu Bella sagen: ,Ich möchte nicht, dass du so viel Zeit mit Jacob verbringst, nicht, weil ich um deine Sicherheit fürchte, sondern weil ich mich dabei unwohl fühle.’ Das wäre etwas, auf das sie gehört hätte. Wie bei jedem Paar gibt es auch zwischen ihnen Missverständnisse und das Hin und Her zwischen dem, was man sagt und dem, was man eigentlich meint.“
Pattinson sagt: „In diesem Film erleben wir einen anderen Edward: Er ist eifersüchtig und kleinlich gegenüber anderen, und bei Bella richtig Besitz ergreifend. Er hat Gefühle wie ein 17-jähriger – wie zum Beispiel eifersüchtig auf die anderen Typen zu sein, die auf seine Freundin abfahren – und das wirkt sich auf alles aus, was er tut. Aber wiederum gibt er hier endlich seine übertriebene Zurückhaltung auf. Weil sich ihre Beziehung so verfestigt hat, hat Bella wieder eine stärkere Kontrolle. Edward kann nicht mit Jacob und Bella mithalten, die eine ganz normale, ungezwungene Beziehung haben, er sieht immer alles in Schwarz und Weiß und wirkt überheblich. Und auch wenn sich die Dreiecksbeziehung schon in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE entwickelt hatte, kommt sie in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT viel stärker zum Vorschein. Edward muss richtig kämpfen und glaubt, dass er sich Bella gegenüber beweisen muss.“
„Für mich ist ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT der Höhepunkt der Dreiecksbeziehung“, sagt Lautner: „In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE hat Jacob Edward noch leidenschaftlich gehasst. Aber jetzt in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, wo er gezwungen ist, sich mit Edward zusammenzutun, um Bella zu beschützen, lernt er Edward besser kennen. Wie in der Szene im Zelt, in der die beiden sich gegenseitig ihr Herz ausschütten. Edward kann ja Jacobs Gedanken lesen, aber umgekehrt hat Jacob keine Ahnung, was in Edwards Kopf vorgeht. So fragt Jacob Edward, ob er seine Gedanken lese dürfte, und Edward erlaubt es ihm. Edward lässt ihn also wissen, dass er sich für eine bessere Wahl für Bella hält. Und Jacob weiß diese Geste, für ein paar Sekunden in Edwards Gedanken vordringen zu können, zu schätzen.“
Meyer sagt: „Die Szene im Zelt gehört zu meinen Lieblingsstellen. In dieser Situation erfährt man endlich einmal, was Jacob und Edward wirklich denken und zum allerersten Mal hört auch Bella von ihren wahren Gefühlen, auch wenn es ihr gar nicht klar wird. Es hat besonders großen Spaß gemacht, diese Szene zu schreiben. Bella, Edward und Jacob zusammen auf sehr engem Raum, so dass sie sich nicht zurückziehen können – damit zu arbeiten, war sehr spannend.“
„Edward kennt Jacob ziemlich gut, aber Jacob hatte bis zu diesem Moment nie die Chance, Edward wirklich kennenzulernen, und so ist es kein Wunder, dass er ihn für gefühlskalt und gar nicht für einen richtigen Menschen hält“, so Stephenie Meyer weiter: „Nach ihrem Gespräch kann Jacob Edward nicht einfach weiter hassen, und Edward hatte sowieso niemals wirklichen Hass für Jacob empfunden, denn er wusste ja, dass Jacob nichts Böses im Schilde führte. Dies ist der Grundstein dafür, dass sie sich schließlich versöhnen und Freunde werden.“
„Edward ist hin- und hergerissen: Er will mit Bella zusammen sein, aber er will auch, dass sie glücklich ist und das bestmögliche Leben führt. Er kann Jacob nicht böse sein, denn der will ja auch nur das Beste für Bella und würde auch dieselben Leute wie Edward retten“, erklärt Meyer: „Edward ist der Held und der Gute, und dafür verdient er Respekt. Die Zelt-Szene ist die erste Gelegenheit für Edward, ausdrücklich zu sagen, dass er Jacob nicht böse ist, weil er weiß, dass auch er zu den Guten gehört.“
Pattinson fügt hinzu: „Im Verlauf der Geschichte von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE sind Bella und Jacob einander immer näher gekommen. Das macht Edward nach wie vor zu schaffen, und in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT wird sein Ärger nur noch größer. Aber schließlich muss er einsehen, dass er die Hilfe von Jacob und dem Wolfsrudel braucht, um die Armee der Neugeborenen zu besiegen. Edward muss irgendwie mit der Beziehung von Bella und Jacob zurechtkommen und anerkennen, dass der andere Typ sie nicht weniger liebt als er es tut, und wenn das so ist, dass der andere dann kein ganz schlechter Mensch sein kann. Und Edward muss schließlich auch zugeben, dass er eigentlich die ganze Zeit wusste, das Jacob zu den Guten zählt und dass er ihn eben genau deswegen als Gefahr sah.“
Godfrey kommentiert. „Auf gewisse Weise würde sich Edward wünschen, dass sie Jacob wählt und als Mensch weiterleben kann, aber er kann eben doch nicht seine eigene Liebe verleugnen. Wenn sie ihn wählt, muss er akzeptieren, dass sie dieses Leben für sich wählt. Jacob versteht es irgendwann und ihm wird klar, dass Bella Edward will und dass er eben doch nicht gänzlich ihr Herz erobern kann. Die wichtigste Gemeinsamkeit der beiden ist, dass sie beide Bella lieben. Sie sind durch die Liebe zu ihr untrennbar verbunden.“
Rosenberg sagt: „Entscheidungen und ihre Konsequenzen waren ein sehr wichtiges Thema für Stephenie: „Es ist das eigentliche Thema des Films. Mein Job war es, dafür zu sorgen, dass der Spannungsbogen um Bellas Entscheidung bis zum Ende ausgeformt und lebendig bleibt. Um das hinzubekommen, musste Jacob zu einem echten Rivalen für Edward werden – was gar nicht einfach war, weil Edward einfach so perfekt ist. Ihm einen Rivalen entgegenzustellen, erforderte sehr präzises Arbeiten.“
Rosenberg weiter: „Jacob steht für den menschlichen Weg, dafür, vielleicht eine Familie zu gründen, miteinander alt zu werden und in der Welt zu bleiben, die sie kennt. Edward dagegen steht dafür, das alles aufzugeben. In diesem Film wird erst so richtig klar, was diese Entscheidung tatsächlich bedeutet.“
„Jacob glaubt ganz fest daran, dass Bella für ihn bestimmt ist, und deshalb würde er bis zu seinem letzten Atemzug für sie kämpfen. So gerät er wiederum in einen Konflikt mit seinem Rudel, weil die Vampire nun einmal ihre Todfeinde sind“, fügt Godfrey hinzu: „Das Coole daran ist, dass seine Freunde Bella letztendlich akzeptieren, obwohl sie eigentlich mit ihr nichts zu tun haben wollen. Die emotionale Wärme ihrer Welt zieht Bella an, und ist ein weiterer Punkt, an dem ihr klar wird, dass sie all dies verlieren wird, wenn sie zum Vampir wird.“
„Am Ende des Films willigt Bella ein, Edward zu heiraten. Für mich war einer der Höhepunkte beim Schreiben des Drehbuchs, dass ich für Bella eine Rede schrieben konnte, in der sie ihre Entscheidung erklärt. Es ist nicht nur die Entscheidung zwischen Edward und Jacob, es ist auch eine Entscheidung zwischen dem, wie sie wirklich ist und dem, wie andere Leute sie gerne hätten“, erklärt Rosenberg: „Sie hat eine Entdeckungsreise zum eigenen Ich hinter sich, und an deren Ende kann sie nun sagen: ,So bin ich, und deine Welt ist meine Welt.’ Das ist für sie der entscheidende Schritt zum Erwachsenwerden. Es gilt für alle Figuren, allen voran aber für Bella, dass sie entdecken, wer sie wirklich sind. Es ist eine ganz wunderbare Wandlung, auf die wir ja nun schon seit mehreren Bänden gewartet haben. Sie wird im wahrsten Sinne des Wortes eine andere Frau.“
Elizabeth Reaser lobt Stewart: „Kristen spielt Bella so unglaublich authentisch. Als Schauspielerin ist sie skrupellos ehrlich. Für eine so junge Schauspielerin ist es eine wahnsinnig schwere Aufgabe, einen ganzen Film auf den Schultern zu tragen, und ich finde es umso großartiger, dass sie nie den einfachen Weg wählt, sondern immer auf der Suche nach Wahrheit und Schönheit ist.“
Die drei Hauptdarsteller genossen die Arbeitsbeziehung, die sich nun über die Dauer von drei Filmen hinweg entwickeln konnte. Stewart verrät: Es ist toll, mit Taylor zusammenzuarbeiten. Wir haben auch im echten Leben eine ähnliche Art wie Jacob und Bella zusammen – wir fühlen uns einfach wohl, wenn der andere anwesend ist. Wir sind jetzt so weit gekommen, dass Rob und ich viel mehr in den eigentlich ernsten Szenen lachen – viel mehr als in denen, die eigentlich leicht und humorvoll gedacht sind. Dieser Film war der leichteste von den dreien, weil wir ein Verhältnis untereinander entwickelt haben, das niemand so einfach umstoßen kann. Wir machen einfach da weiter, wo wir letztes Mal aufgehört haben und legen los.“
Pattinson bestätigt: „Das Ganze ist ziemlich cool. Taylor ist ein toller Kumpel, und nachdem ich im zweiten Teil eigentlich kaum etwas mit ihm zu tun hatte, war es diesmal umso schöner. Es macht sehr viel Spaß, solche Szenen zu drehen, in denen wir es uns gegenseitig so richtig zeigen. Edward, der immer so reserviert war, merkt, dass Jacob ihm so richtig auf die Nerven geht, und so stoßen sie immer wieder zusammen. Das mit Taylor zusammen zu spielen, war ein Riesenspaß.“
Auch Lautner fand es schwierig, seinen Gegenspieler auf der Leinwand wirklich zu verabscheuen: „Rob ist einfach viel zu nett“, lacht Lautner: „Ich musste ihn erst einmal ein bisschen aufrauen. Es ist immer so lustig: Rob und ich machen Witze und albern herum, dann heißt es ,Action!‘ und von einem Moment auf den anderen muss ich in den ,Ich hasse diesen Typen‘-Modus gehen. Das ist eine echte Herausforderung.“
Godfrey erzählt: „Sie sind eine richtige Familie geworden. Es ist toll, mit ansehen zu können, wie die Filme ihr Berufs- und ihr Privatleben verwandelt haben. Bei jedem neuen Film ist es wieder wie die Rückkehr ins Ferienlager. Man ist aufgeregt, alle anderen wiederzusehen, irgendwann gibt es dann auch die kleine Streitigkeiten, die in allen Familien vorkommen, aber am Schluss liegen sich alle in den Armen und sagen: ,Dann bis nächsten Sommer!‘ Es war das reine Vergnügen, an diesen Filmen mitarbeiten zu dürfen, die von so vielen Leuten geliebt werden. So viele warten sehnsüchtig auf den nächsten Teil – es ist einfach ein tolles Gefühl, dem Publikum ein solches Geschenk machen zu können.“
Die Vampire in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT
Auch in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT spielt die Familie Cullen wieder eine große Rolle; Ashley Greene als Alice, Peter Facinelli als Carlisle, Nikki Reed als Rosalie, Jackson Rathbone als Jasper, Kellan Lutz als Emmett und Elizabeth Reaser als Esme nehmen alle wieder ihre vertrauten Rollen auf.
„Die Cullens haben sich dafür entschieden, Bella aufzunehmen, aber Bella bringt sie in eine gefährliche Lage“, erklärt Godfrey: „Ein ganzer Vampir-Clan kommt nach Forks, und das bedeutet, dass sie sie und auch sich selbst verteidigen müssen.“
Die Cullens und die Werwölfe finden unverhofft eine gemeinsame Aufgabe darin, Bella und die Einwohner von Forks und La Push zu beschützen. Facinelli erklärt: „In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE wurden die Werwolf-Gene aktiviert, weil Vampire in der Stadt waren. Unser Ensemble erweitert sich noch, weil wir in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT weitere Werwolf-Freunde haben. Aber die Werwölfe und Vampire sind wie Öl und Wasser – sie bleiben getrennt voneinander. Die Vampire müssen schließlich die Werwölfe um Hilfe bitten, was diese natürlich nur allzu gerne annehmen, weil sie einfach gern Vampire umbringen. Es ist trotzdem eine seltsame Situation für sie, die Werwölfe zu bitten, die anderen Vampire zu töten, sie selbst aber zu verschonen.“
Alice Cullen, deren Gabe für einige der entscheidenden Wendungen in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE sorgte, ist in diesem Teil der Geschichte in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Greene erzählt: „Alice ist ziemlich frustriert. Denn weil die Werwölfe ständig in ihrer Nähe sind, ist sie nicht mehr so gut in der Lage, in die Zukunft zu schauen. Außerdem hat Victoria dazugelernt und kann die Schlupflöcher in ihren Visionen manipulieren. Sie wissen, dass Bella in Gefahr ist, aber nicht, ob die Gefahr nun von Victoria oder von den Volturi oder einer neuen Armee neugeborener Vampire ausgeht. So vergeht ein großer Teil des Films damit, dass Alice und der Rest der Familie Cullen herauszufinden versuchen, wer denn nun hinter Bella her ist.“
Facinelli fügt hinzu: „In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT wird es für die Cullens ganz schön kompliziert. Sie wissen, dass die Volturi Bella am liebsten an Ort und Stelle in einen Vampir verwandelt sehen würden. Und außerdem haben die Cullens mit den Werwölfen einen Waffenstillstand geschlossen, was die Volturi gar nicht gut finden.“
Als der Schlüssel für die Lösung des Problems entpuppt sich Jaspers frühere Lebensgeschichte. „Wir erfahren jetzt, dass Jasper schon immer ein Soldat war, selbst als er noch nicht zum Vampir geworden war“, sagt Godfrey: „Im 19. Jahrhundert war er selber Teil einer Neugeborenen-Armee, und so kann er die Cullens darauf vorbereiten, was sie erwartet. Neugeborene sind kräftiger, schneller und ausschließlich instinktgesteuert. Vampire sind in den ersten Monaten nach ihrer Verwandlung am stärksten.“
Jaspers Darsteller Rathbone sagt: „Jasper kommt, genau wie ich, aus Texas. Jasper wurde zur Zeit des Bürgerkriegs ein Vampir; damals war er der jüngste Major in der texanischen Kavallerie. Er wurde von drei wunderschönen Frauen verführt und zum Vampir gemacht. Ihre Anführerin Maria setzte ihn als Anführer der Neugeborenen-Soldaten in den südlichen Vampirkriegen ein, bei denen es um Landbesitz ging und die Menschen von den Vampiren bloß als Vieh betrachtet wurden.“
David Slade sagt: „Als ich ,Bis(s) zum Abendrot’ las, hat mich Jaspers Geschichte ganz besonders in ihren Bann gezogen. Dadurch gewinnt man einen ganz neuen Einblick in Stephenies Welt. Im 18. und 19. Jahrhundert war es offensichtlich ganz normal, dass Vampire Menschen zu Vampiren machten, um ihre Armeen aufzufüllen, und erst die Volturi machten dem ein Ende. Es gab also seit ewigen Zeiten keine Vampir-Armee mehr, aber jetzt gibt es doch wieder eine. Jemand hat eine solche Armee geschaffen, man weiß aber nicht wer und man weiß auch nicht warum – man weiß nur, dass das nicht gut ist, Und der einzige Clan, der in der Nähe der Armee lebt, sind die Cullens – es ist also vorgezeichnet, dass es zum großen Knall kommen wird.“
Rathbone erklärt: „Weil Jasper so große Erfahrung mit der Kriegsführung von Neugeborenen-Armeen hat, muss er ran, um Kampftechniken zu lehren.“
Greene fügt hinzu: „Jasper kennt am besten die Gefahren, die von den neugeborenen ausgeht, wie stark sie sind, wie blutrünstig sie sind, wie sie ausgebildet werden und wie sie denken. Er bringt den Cullens bei, ihre Fähigkeiten und ihre Intelligenz so einzusetzen, dass sie gegen den übermächtigen Gegner ankommen können.“
Meyer erklärt: „Normalerweise übernehmen Carlisle und Edward das Kommando, weil Edward der Besserwisser ist, der anderer Leute Gedanken lesen kann und Carlisle, weil er für alle die Vaterfigur ist. Aber Jasper weiß, wie diese Schlacht geschlagen werden muss, und so kommt er dazu, die Führung zu übernehmen. Mir hat es großen Spaß bereitet, die Schlachtszenen zu schreiben. In meiner Vorstellung sind die Kämpfe ein einziges Gewimmel von Bewegungen, das ich wie einen Tanz beschreibe.“
Slade sagt: „Es war für mich eine echte Erleuchtung, mich mit Jackson Rathbone zusammenzusetzen und über seine Figur Jasper zu sprechen. Jackson ist so sehr eins mit seiner Figur, und jetzt kommt er endlich dazu, das auch im Film ausführlich zeigen zu können. Als ich die ersten beiden Filme sah, wunderte ich mich über seine merkwürdige Körperhaltung. Aber jetzt wurde mir klar, dass er sich wie ein Soldat bewegt. Er ist geschichtlich sehr interessiert. Jackson weiß wirklich alles über die texanische Kavallerie. Wir konnten stundenlang darüber sprechen, wie die Kavallerie Stellung beziehen würde, wie man als Soldat den Hut zieht, wenn man eine Dame begrüßt und so weiter. Es war großartig zu sehen, wie er in diese Zeit eingetaucht war und wie viel er recherchiert hatte. Und er konnte seinen natürlichen Südstaaten-Akzent einsetzen, weil er in diesem Film viel mehr Dialoge hat. Und schließlich sieht er auch noch toll aus, wenn er als Cowboy auf einem Pferd sitzt. Jackson ist ein sehr versierter Reiter. Er ist ein Naturtalent – er ritt los, und es sah fantastisch aus. Ich finde, Jackson kommt in diesem Film ganz groß raus.“
Rathbone sagt: „Ich bin mit Pferden aufgewachsen, von daher war es sehr schön, mich wieder einmal auf einen Pferderücken schwingen und meine Reitstiefel ausprobieren zu können“, lacht er. „Und es hat sehr viel Spaß gemacht, mich in Jaspers Vorgeschichte zu vertiefen und zu sehen, was er eigentlich für ein Typ ist. So konnten wir viele der Feinheiten, die ich schon in den ersten zwei Filmen in die Rolle gelegt hatte, endlich erzählerisch ausbreiten. Ich hoffe, dass in diesem Film endgültig klar wird, warum Jasper niemand ist, der sich in den Mittelpunkt stellt, sondern sich lieber zurückhält und sich seinen Teil denkt. Jasper hat definitiv eine bewegte Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt.“
Meyer sagt: „’Bis(s) zum Abendrot’ war für mich die Gelegenheit, endlich auch etwas über die weiteren Mitglieder des Cullen-Clans zu erzählen. Wir wissen ja, dass Jasper Seelenqualen erleidet und es ihm besonders schwer fällt, in Bellas Gegenwart zu sein, aber wir wussten noch nicht, wieso eigentlich und was für einen Hintergrund Jasper eigentlich hat. Von seiner gewalttätigen, brutalen Vergangenheit zu erzählen, war sehr aufregend. Er kannte in seinem Leben eigentlich nur Krieg und Blutvergießen. Er bekam Depressionen, so dass er sich nach einer friedlicheren Welt umschaute, aber auch dort ist er niemals ganz glücklich, nachdem er hunderte von Jahren in der anderen Welt verbracht hat.“
„In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT geht es um Rache und um Liebe“, fügt Rathbone hinzu: „Beides kann sehr schmerzhaft sein. Rache ist nicht süß, wie es immer heißt – sie ist schmutzig und lässt einen unbefriedigt und leer zurück. Mit Liebe, besonders wenn sie nicht erwidert wird, ist es genauso.
Die Zuschauer erfahren nun auch, wie sich Alice und Jasper einst begegneten. Greene erklärt: „Nachdem er sich von Maria gelöst hatte und ziellos umhergewandert war, kommt Jasper in dieses Lokal, eigentlich ohne besonderen Grund. und dort wartet Alice schon auf ihn, denn sie kann ja in die Zukunft blicken. Sie ist die kleine, patente Kesse, die zu ihm sagt: Na, du hast mich aber ganz schön lange warten lassen, und er ist der Gentleman aus dem Süden, der einfach den Hut zieht und ,Entschuldigen Sie, Ma’am‘ sagt. Es ist wirklich eine rührende Szene. Sie schnappt ihn sich und macht ihn zum Familienmitglied der Cullens, die so liebevoll und pfleglich miteinander umgehen – genau das also, was er gebraucht hat, weil sein Herz gebrochen war.“
Godfrey fügt hinzu: „Ihm wird klar, dass es noch eine andere Art zu leben gibt. Schließlich kann Alice ihn überzeugen, ihren Lebensstil anzunehmen – also: kein Menschenblut!“
Greene ist begeistert: „Alice und Jasper passen perfekt zueinander und ergänzen sich gegenseitig. Sie braucht ihn auch, denke ich. Er hat die Fähigkeit, Gefühle zu manipulieren, und diesen anderen Teil des Vampirtums kann er ihr beibringen. Die beiden sind einfach ganz wunderbar.“
Als Teil des Trainings für die bevorstehende Schlacht gegen die neugeborenen Vampire zeigt Jasper jedem der Cullens, wie sie ihren ganz eigenen Kampfstil entwickeln müssen, der ihrer jeweiligen Persönlichkeit entspricht. Lutz erklärt: „Carlisle und Esme sind Mannschaftsspieler. Alice ist sehr schnell und hüpft wie ein Kobold, sie ist also schwer zu fassen. Edward ist im Kampf einfach ein ruhender Pol; er muss nicht viel machen, weil er ja schon Sekunden vorher weiß, von wo die Attacken kommen. Jasper hat einfach sehr große Erfahrung und weiß, wie man Grobiane wie mich umhaut. Er weiß, dass er mich nicht umwerfen kann, also setzt er mein Gewicht und meine Fähigkeiten gegen mich selbst ein. Rosalie kämpft mit schmutzigen Tricks – in einer Kneipenschlägerei wäre sie jemand, der eine Flasche zerbricht und dann auch einsetzt. Sie schmeißt mit Dreck, sie entwurzelt einen Baum und nimmt den dann als Schläger – so erledigt sie den Job.“
Wie bei Jasper, erfährt das Publikum in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT auch mehr über Rosalies Vergangenheit. Godfrey sagt: „Man hatte ja immer das Gefühl, dass es nicht in Rosalies Denkschema passt, was Bella vorhat, aber jetzt erfahren wir schließlich, was ihre Gründe dafür waren, und sie sind natürlich viel menschlicher als man geglaubt hätte. Es liegt an ihrer eigenen Geschichte, dass sie es Bella so übel nimmt, zum Vampir werden zu wollen – das erinnert sie daran, was sie selbst alles verloren hat, als sie Vampir wurde.“
„Rosalies Vorgeschichte macht klar, warum so viel, Zorn und Wut in ihr stecken“, stimmt Rosenberg zu: „Ihr Tod war unglaublich brutal und grausam. Was ihr der Mord nahm, war ein verheißungsvolles Leben, vor allem aber die Fähigkeit, eine vollkommene menschliche Existenz zu führen, mit jemandem zusammen alt zu werden und, was ihr besonders wichtig war, eine Familie zu gründen.“
Rosenberg fügt hinzu: „Rosalies Geschichte führt Bella noch einmal vor Augen, dass eine eigene Familie und Kinder zu dem gehören, was sie aufgeben würde. Rosalie wurde es gewaltsam genommen, aber Bella steht kurz vor der Entscheidung, es freiwillig wegzugeben. Das ist der Grund für Rosalies Zorn Bella gegenüber. Sie hält Bellas Entscheidung für falsch und gleichzeitig beneidet sie sie darum, dass sie überhaupt die Entscheidungsfreiheit hatte. Rosalies Geschichte trägt dazu bei, dass Bella eine wirklich reife, wohlüberlegte Entscheidung treffen kann.“
Meyer kommentiert: „Rosalie schätzt das menschliche Leben deshalb so besonders hoch, weil es ihr genommen wurde. Alice kann sich an ihres nicht mehr erinnern, und Esme hasste ihre menschliche Existenz, Rosalie aber sehnt sich nach ihrer zurück. Rosalie sieht Bella, die ein wunderbares Leben und eine Familie hat, das alles aber aufgeben will, und das macht Rosalie sehr zornig. Rosalie erzählt Bella schließlich ihre Geschichte, und zwar als Warnung für Bella, dass sie überhaupt nicht wisse, was sie vermissen wird. Dem zugrunde liegt, dass Rosalie durchaus möchte, dass Bella die richtige Entscheidung für sich trifft, auch wenn Bella eine ganz andere Persönlichkeit und mit ihrer Entscheidung glücklich ist. Aber Rosalie findet dennoch, dass sie zu viel aufgeben würde, und so will sie ihr wenigstens die Chance geben, das Für und Wider abzuwägen – eine Chance, die sie selbst nie hatte.“
Reed fügt hinzu: „Sie ist wütend, weil sie immer Kinder haben wollte. Sie wollte ein ganz konventionelles, altmodisches Leben führen: sich als Ehefrau um den Mann kümmern und ihre Kinder um sich herumlaufen zu haben – das ist ihre Idealvorstellung. Und stattdessen in dieser Hülle gefangen zu sein, macht sie immer wieder von neuem traurig.“
Wie für Rathbone kommt auch für Reed im dritten Film der Moment, mehr zeigen zu können. „Es ist gar nicht einfach, Teil einer so großen Sache zu sein und zu wissen, dass man selber nur ein kleines Rädchen ist. Und dabei will man doch so sehr dem riesigen Publikum da draußen erklären, warum man im Film so und nicht anders handelt. Stephenie hat eine absolut faszinierende Buchreihe geschaffen, und auf 800 oder 900 Seiten hat man eben auch die Möglichkeit, jede einzelne Figur begreiflich zu machen. Aber wenn es darum geht, einen Film daraus zu machen, ist einfach klar, dass sich alles um die innige Liebesgeschichte der beiden dreht. Alles andere wird eingedampft, und so bleibt nur ganz wenig Zeit zu erklären, wer wie und warum handelt. Jackson und ich haben uns deshalb wirklich schon sehr auf diesen Teil gefreut.“
ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT verrät auch, warum Rosalie und Emmett ein so gutes Paar abgeben. Reed erklärt. „Eigentlich ist es ganz einfach. Er braucht es, bemuttert zu werden. Ich glaube, so funktioniert ihre Beziehung: Bei Emmett kann sie ihre verspielte, leichtere Seite zeigen, eine Wärme, die nur für sie beide reserviert ist. Für sie ist er wie ein Kind. Er braucht sie, und sie will gebraucht werden. Rosalie hat jemanden gesucht, um den sie sich kümmern kann, weil es ihr nicht vergönnt war, Kinder zu haben.“
„Emmett ist mein inneres Kind. Es ist wirklich ein Privileg, diese Rolle spielen zu können, weil Emmett im Herzen so ein Kind und ein unerschütterlicher Optimist ist. Für ihn war es ein Glücksfall, in Vampirform weiterzuleben, und mit einer zehnfach verstärkten Kraft, braucht er sich eigentlich um nichts Sorgen zu machen. Er liebt es, unter freiem Himmel zu schlafen und ab und zu mal mit einem Bären zu kämpfen. Er kostet das Leben, mit Rosalie an seiner Seite, voll aus. Für ihn ist Rosalie Frau und Geliebte, aber auch sein Engel, weil sie ihn gerettet hat. Er verdankt ihr sein Leben“, sagt Lutz.
Die Schauspieler hatten vor Beginn der Dreharbeiten noch ein mehrtägiges Kampftraining zu überstehen. Lutz erinnert sich, lachend: „Ich bin ziemlich fit und liebe auch Extremsportarten, und trotzdem war ich noch niemals so hinüber. Ich habe jeden einzelnen Muskelstrang gespürt. Das hat mich wirklich umgehauen. Ich habe mit Yoga angefangen, um beweglicher zu werden. Ich sollte in der Vorbereitung jeden Tag Kampftraining machen oder ins Fitnessstudio und außerdem tonnenweise essen. Ich liebe Fitnesstraining und ich liebe es zu essen – also kein Wunder, dass ich mich auf diesen Film gefreut habe! Wir hatten ein tolles Stunt-Team, das uns Kampftechniken beigebracht hat. Ich habe lange Jahre geboxt und auch Ju-Jitsu betrieben, und es war sehr schön, meine Erfahrung anbringen zu können, gerade weil vielen der anderen Schauspieler Kampftraining völlig neu war. Mir hat es besonderen Spaß gemacht, mich mit dem Stuntman auf den einen oder anderen Kampf einzulassen.“
Facinelli sagt: „ ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT war für mich auch deshalb eine so tolle Erfahrung, weil wir dafür bezahlt wurden, zu trainieren. Ich habe drei Trainingseinheiten pro Tag absolviert. Wir fingen mit Kampftraining an, danach ging es ins Fitnessstudio und abends machte ich dann noch Yoga. Dazu habe ich immer Kellan mitgeschleppt, was er mir, glaube ich, immer noch ein wenig übel nimmt, weil das an seinem Macho-Image kratzt“, lacht Facinelli. „Aber er hat jetzt einfach so viel mehr innere Ruhe. Es war wirklich sehr befriedigend, richtig fit zu werden und das dann als das, was man gelernt hat, im Film nutzbar zu machen.“
„Für mich war es das erste Mal, dass ich für einen Film einen Personal Trainer hatte“, sagt Reaser: „Das waren sehr körperbetonte Dreharbeiten, und ich habe sich genossen. Beim Kampftraining haben sie uns gezeigt, wie man es so aussehen lässt, als ob man sich gegenseitig windelweich prügelt – und das ist wirklich harte Arbeit. Selbst wenn man nur so tut, als ob man jemanden schlägt oder als ob man geschlagen wird, ist das ganz schön beängstigend – auf jeden Fall hochinteressant, das einmal mitgemacht zu haben.“
Reaser gefällt es besonders, wie das Sporttraining und die emotionalen Aspekte der Rolle verwoben waren: „Ich habe es geliebt, mit David Slade zu arbeiten, weil er sich so viele Gedanken zu Esme gemacht hatte. Er interessierte sich für sie als Mutter, als jemand, der zu tief empfundener Liebe fähig ist, und das war genau das, was ich als Vorstellung zu unserem ersten Treffen mitgebracht hatte. Für Esme geht es immer um die Liebe und zu welchen Handlungen sie einen bringt. David sah sie als starken Charakter und als jemanden, mit dem man sich besser nicht anlegt. Und ich fand es großartig, dass er sie auch als Mutter und als Frau und als Familienoberhaupt sah“, sagt Reaser.
„Die Schlacht hat Esme viel Spaß gemacht und mir selber auch“, fügt Reaser hinzu. „Es ist ja ganz schön, herumzusitzen und die ganze Zeit liebevoll und verständnisvoll zu sein. Aber es macht noch mehr Spaß, dann rauszugehen und die Bösen zu vertrimmen. Es ist nun einmal so, wenn man leidenschaftlich liebt, dann kämpft man auch mit derselben Leidenschaft für die Menschen, die man liebt. Jeder weiß, wie furchtlos Mütter sind, wenn ihre Kinder oder ihre Familie von irgendetwas bedroht werden. So kommt es, dass Esme in diesem Film ziemlich wild daherkommt. Ich habe mich da voll und ganz von meiner eigenen Mutter inspirieren lassen, denn bis auf den heutigen Tag nimmt sie sich jeden zur Brust, der irgendetwas Schlechtes über mich sagt. Es war immer ein Anstrengung, das Make-Up angelegt zu kriegen, aber man fühlt sich einfach stark in voller Kriegsbemalung. Besonders wenn sie einem dann noch die Kontaktlinsen verpassen.“
„David Slade war auch sehr interessiert an der Beziehung zwischen Carlisle und Esme“, fährt Reaser fort: „Er hatte sich sehr intensiv mit diesen Figuren auseinandergesetzt, ganz als ob es echte Leute wären, die ihm am Herzen liegen. Peter und ich hatten ja nicht wirklich viele Gelegenheiten, die Beziehung von Esme und Carlisle auszubreiten, aber David kam es trotzdem darauf an, herauszuarbeiten, wie instinktiv sie einander verstehen und wie verliebt sie ineinander sind. Sich eine solche Liebe vorzustellen, war einfach sehr schön. Das ist es auch, was ich an Vampiren so mag: Wenn sie lieben, dann lieben sie in alle Ewigkeit. Selbst Victoria – sie hatte James so sehr geliebt, dass sie nun völlig verzweifelt ist – das ist es, was sie antreibt. Wenn sie lieben, dann bis ins Extrem, wenn sie etwas tun, dann richtig, und genau das liebe ich auch an Carlisle und Esme.“
Facinelli fügt hinzu: „Ich schätze David sehr. Es ist sehr schlau, man kann seine Intelligenz förmlich riechen. Hat man eine Frage, dann hat David mit Sicherheit eine super Antwort darauf. Er treibt seine Schauspieler zu Höchstleistungen an. Bei den Proben sagte er immer, wir sollten weiter, immer tiefer graben, um noch mehr über unsere Filmfiguren herauszufinden und das dann auch auf die Leinwand zu bringen. Wir haben jede einzelne Szene durchkämmt, und er stellte uns ständig neue Fragen, die einen zum Nachdenken über die Rolle gebracht haben. Mir hat die Arbeit mit David äußerst gefallen.“
Reed fügt hinzu: „David hat eine sehr klare Vorstellung, was gut ist, Alle drei bisherigen Regisseure waren wunderbar, aber jeder hat dabei etwas ganz spezielles mit eingebracht. Bei Catherine war es ihre Jugendlichkeit, bei Chris die Gemütsruhe und bei David die vollkommene Kenntnis des Materials. Bei David hatte man immer das Gefühl, dass er auch emotional ganz stark in den Film und in die Arbeit mit den Schauspielern involviert ist. Für ihn ist es das Schönste, seine Zeit mit den Schauspielern zu verbringen. Und er war auch ständig bereit, sechs oder auch sieben Tage die Woche zu arbeiten, um sicherzugehen, dass auch wirklich alle auf demselben Stand sind und niemand vernachlässigt wird – was gar nicht so einfach war, allein weil wir so viele waren. Jeder hatte seine eigene Meinung, und da kommt man schnell mal ins Schleudern, gerade bei Gruppenszenen. Da braucht man sehr genaue Regieanweisungen, und das beherrscht David perfekt. Ich gehöre zu denen, die gern präzise Vorgaben bekommen, und David gibt sie einem gern.“
Lutz fügt hinzu: „David ist ein toller Typ – in gewisser Weise ist er eine Mischung aus Catherine und Chris. Catherine war ein Energiebündel, und das ist David auch. Er weiß, was er will, und er hat sehr genaue Vorstellungen von jeder einzelnen Szene. Chris ist unterkühlt, sanftmütig und absolut umgänglich, und auch das trifft auf David zu. Er ist sehr erfahren darin, alles gleichzeitig im Blick zu behalten. ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ist nicht bloß ein Actionfilm, nicht bloß eine Romanze, nicht bloß Vampir-Horror – es waren so viele Aspekte, die er im Auge behalten musste.
Für Slade gehörte zu den wichtigsten Aspekten der Vorbereitung, mit jeden Schauspieler einzeln die Rollen zu proben. „Wir haben unglaublich viel über die Figuren in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT diskutiert, und natürlich gibt es so manches dabei, was man von den Vorgängerfilmen erbt und was auch in Ehren gehalten wird“, erklärt Slade: „Viele Schauspieler zu haben, bedeutet auch viele Proben und viel ungeteilte Aufmerksamkeit. Als Regisseur bemühe ich mich, mich schon ganz zu Beginn der Vorbereitungen mit jedem Schauspieler mehrfach zu treffen und die einzelnen Szenen durchzusprechen. So konnte Peter Facinelli mir beispielsweise erklären, warum es für seine Filmfigur so wichtig ist, immer einen Schal zu tragen. Mir geht es darum, noch über das kleinste Detail Bescheid zu wissen, das der Schauspieler in seine Rolle einbringt.“
„Im Grunde genommen mache ich mit jedem Schauspieler einzeln eine Stellprobe für jede Szene, so dass, wenn alle dann zum eigentlichen Drehen zusammenkommen, jeder seinen bestimmten Blickwinkel hat. Dadurch wirkt alles frischer, und das, was wir mit der Szene zeigen wollen, ergibt sich fast wie von selbst“, fügt Slade hinzu: „Ich finde es falsch, die Cullens als Einheit zu betrachten, sie sind doch alle individuelle Figuren. Ich habe deswegen mit allen über ihre Rollen gesprochen, die Beziehungen zu den anderen Figuren und auch, was sie an ihren Figuren mögen und was nicht.“
Die Darsteller der Cullens waren nicht nur angetan davon, mit Slade arbeiten zu können, sondern freuten sich außerdem auf das Wiedersehen als Filmfamilie. Reaser sagt: „Es war ein toller Spaß, nach Vancouver zurückzukommen und alle meine Kumpel wieder zu treffen. Und jedes Mal, wenn wir uns wieder sehen, ist alles einfach noch ein bisschen besser, ob es nun das Make-up ist, die Frisuren oder auch das Verständnis für unsere Filmfiguren.“
Facinelli ist derselben Meinung: „Bei jedem dieser Filme machen wir ganz einfach da weiter, wo wir aufgehört haben. Das ganze Ensemble ist so sehr zu einer Familie herangewachsen, dass es immer ein sehr herzliches Wiedersehen ist, wie bei alten Freunden, die man lange nicht mehr gesehen hat. Und es ist, als ob überhaupt keine Zeit zwischendurch vergangen wäre.“
Reed fügt hinzu: „In gewisser Weise ist es wie Urlaub. Wir steigen aus unserem normalen Leben aus und kommen her. Es gibt Zeiten, in denen wir praktisch rund um die Uhr arbeiten, was natürlich super anstrengend ist und alle ziemlich erschöpft sind, aber es gibt auch immer wieder Phasen, in denen es lockerer zugeht und wir auch Zeit haben, einfach miteinander rumzuhängen.“
Für die Schauspieler gibt es neben dem Regisseur und den anderen Darstellern noch eine dritte sehr wichtige Inspirationsquelle: die Fans. Reaser erzählt: „Manchmal, wenn ich im Internet bin, schaue ich mir an, was die Fans so über meine Figur sagen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie genau sie Esme verstehen. Das hat mir oft weitergeholfen. Es ist wirklich verrückt; ich habe noch nie zuvor einen Film gedreht, bei dem mir ein Mädchen aus Kansas im Netz etwas über meine Rolle erzählt und es auch noch nützlich für mich ist.“
Victoria, die Oberschurkin aller drei Filme, ist auch in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT weiterhin auf Rache für ihren Liebhaber James aus, der in TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN von Edward und den restlichen Familie Cullen getötet wurde. Diesmal spielt Bryce Dallas Howard Victoria, und weitere Neuzugänge Xavier Samuel als Riley und Jodelle Ferland als Bree dienen ihr als Schachfiguren in ihrem finsteren Spiel.
Godfrey erklärt: „Es wollte einfach nicht klappen, Rachelle Lefevres andere Verpflichtungen und unseren Drehplan zusammenzubringen. Wir hatten nur noch drei Wochen bis zum Drehstart und brauchten dringend jemanden, der ebenso intensiv spielen konnte wie sie und der auch als Schurke glaubhaft sein würde, Tatsächlich stand Bryce schon bei den Vorbereitungen zu TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN in der Diskussion, Victoria zu spielen, also war sie die erste, an die wir uns gewandt haben. Zu unserem großen Glück konnte sie und war auch begeistert davon, die Rolle zu übernehmen. Sie hat eine unglaubliche Präsenz, und es einfach eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Sie geht alles mit höchster Intensität an. Es ist ja gar nicht einfach, zu dieser Gruppe dazu zu stoßen, die schon zwei gemeinsame Filme hinter sich gebracht hat. Aber als sie kam, sagte sie. ,Es geht hier gar nicht um mich, sondern um die „Twilight“-Saga. Ich will einfach nur mein bestes geben, um die Erwartungen, die alle an Victoria haben, zu erfüllen.’ Damit hat sie uns alle auf ihrer Seite gehabt – und sie ist auch einfach großartig in der Rolle.“
Howard gibt zu: „Ich war regelrecht besessen von den Büchern und habe riesengroßen Respekt für das, was Stephenie geschaffen hat. Ich habe den Eindruck, dass jeder hier auf seine ganz besondere Weise dafür sorgt, dass das Publikum einen möglichst authentischen Film zu sehen bekommt. Ich habe vollstes Verständnis für die Faszination, die die Romane ausüben; sie sind mitreißend, aufregend und sehr, sehr romantisch.“
Howard weiter: „Ich habe also als Fan angefangen und bin jetzt Teil des Ganzen – für mich ist das eine Riesenverantwortung und eine Verpflichtung, mein bestes zu geben. Kommt noch hinzu, dass Rachelle diese Rolle geschaffen hat. Sie ist wunderschön, sie ist stark und sie hat einen so tollen Job gemacht – und dieser starken Wirkung, die sie auf das Publikum hatte, will ich mit meiner Darstellung die Ehre erweisen. Das sehe ich als meine Verantwortung.“
Slade sagt: „Victoria ist eine Entfesselungskünstlerin. Man kann sie nicht zu fassen kriegen. Sie taucht aus dem Nichts auf, und dorthin verschwindet sie auch wieder. Sie ist aber auch eine wortgewandte Verführerin. Also, wenn ich das wäre, jetzt als Mann gesprochen, ich würde absolut auf sie reinfallen....!“
Howard erzählt: „Was ich am dritten Buch ganz besonders spannend fand, war, dass Victoria hier zum ersten Mal spricht. Das ist in den Filmen ja nun nicht der Fall, aber ich erinnere mich genau an die Szene im Roman, in der Bella in ihrer Vorstellung diese starke Figur sieht, die aber wie ein kleines Mädchen spricht, als sie das erste Mal den Mund öffnet. Das hat mich wirklich fasziniert: Wie hört sich das an? Und wie kriegt man es hin, dass es für Leute, die das Buch nicht gelesen haben, nicht albern klingt, aber trotzdem der Buchvorlage gerecht wird? Victoria ist sehr verführerisch und sehr stark, aber wenn sie andere manipuliert, hört man schon heraus, dass sie sich irgendwie auch wie ein kleines Mädchen benimmt, und das ist sehr gruselig. Ich finde es besonders furchterregend, weil sie nicht ganz richtig tickt, und wenn man sie sprechen hört, wird einem klar, dass etwas mit ihr nicht ganz richtig ist.“
Bei ihrem ersten Nachtdreh hatte Howard Gelegenheit, mit Stephenie Meyer über die Stimme ihrer Filmfigur zu sprechen. Meyer: „Bryce ist toll. Sie sagte, sie wolle etwas mir ihrer Stimme machen, und ich habe sie darin nur bestärkt, weil es einfach eine großartige Idee ist. Sie hat das in die Szene eingearbeitet, und man sieht einfach, dass sie Victoria auf den Punkt bringt. Sie ist gar nicht so sehr das Raubtier oder der Aggressor, sie ist vor allem die Meistermanipulatorin. Und sie kriegt es dadurch hin, dass sie sich ein wenig hilflos stellt. Es war beeindruckend, ihr zuzuschauen. Es war absolut cool, wie Bryce es geschafft hat, diese Seite von Victorias Charakter, die sie ja besonders gefährlich macht, so fassbar zu machen. Victoria ist nicht die weltbeste Kämpferin, aber sie kann sehr gut weglaufen. Richtig gefährlich ist sie nur deswegen, weil sie es versteht, Leute zu verwirren und sie dazu zu bringen, was sie möchte.“
Slade kommentiert. „Victoria war immer ein ziemlich harter Typ, und es war auch in diesem Film wichtig, dass ihre Härte sich am Ende noch einmal zeigt, wenn es zum Showdown kommt und in der Schlacht jemand regelrecht in Stücke gerissen wird. Bryce hat eine sehr starke Leistung abgeliefert, und sie wurde nur noch stärker dadurch, dass sie ihre Figur so sanft sprechen und handeln lässt.“
Slade fügt hinzu: „Es ist einfach wunderbar, mit Bryce zu arbeiten. Sie ist immer offen für neue Vorschläge, selbst wenn es dabei um große und nicht ungefährliche Stunts ging. Aber gerade diese trügerische Sanftheit Victorias war eine mutige Wahl, aber eben auch genau die richtige, denn so stark und hart wie die Victoria der vorigen Filme konnte sie ja trotzdem noch sein. Was sie dann ja auch in den Kampfszenen wurde.“
Howard kommentiert: „Sie sinnt auf Rache, und das beherrscht ihrer Charakter. Sie will andere leiden sehen, vor allem Edward, und deshalb will sie Bella töten. Sie ist ein sehr mächtiger Vampir und ihre größte Stärke ist es, Angriffen auszuweichen, weshalb es den Cullens auch nicht gelingt, sie zu fassen. Rachsucht lässt sich toll spielen, denn ich glaube, dass es für menschliche Wesen das Schwerste überhaupt ist, sich mit etwas abzufinden und zu vergeben. Einen solchen Schurken zu spielen, war ganz außerordentlich und auch sehr befreiend. Ich konnte ganz instinktiv darangehen, denn viele Vampire lassen sich ja einfach von ihren Instinkten leiten. In der Menschenwelt dagegen beschäftigt man sich immer mit moralischen Fragen, ob etwas richtig oder falsch ist. Deshalb finden die Volturi, selbst Victoria den Cullen-Clan so faszinierend: weil die eben nicht bloß auf ihren Instinkt hören, sondern sich mit dieser Menschenidee von Richtig und Falsch auseinandersetzen. Für Victoria dagegen gibt es nur Blutdurst und sie frisst Menschen, und weil die Cullens ihre Liebe zerstört haben, will sie jetzt ihre zerstören.“
Howard fügt hinzu: „Victoria ist ein echter Vampir. Sie hält nichts von dieser ganzen Vegetarier-Geschichte. Für Victoria ist es ein Segen, Vampir zu sein, während es die Cullens als Fluch betrachten. Ich glaube, das Entscheidende dabei ist, was für Menschen sie in ihrem früheren Leben waren. Als Victoria zum Vampir wurde, fühlte sie diese neue Stärke in sich. Möglicherweise war sie eine Außenseiterin gewesen oder war zum Opfer geworden oder hatte eine Veranlagung zum Bösen, aber bis dahin war sie nicht in der Lage, sie auch auszuleben. Doch als sie zum Vampir wurde, kam das alles an die Oberfläche. Es ist spannend, sich ihre Vorgeschichte vorzustellen.“
Der australische Schauspieler Xavier Samuel gibt mit der Rolle des Riley in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT sein US-Filmdebüt. Godfrey erzählt: „Als wir sein Casting-Band per Mail bekommen hatten, schickte Gillian Bohrer von Summit gleich eine Mail und fragte, ob ich das Vorsprechen von diesem Typen schon gesehen hätte – sie fand es großartig. Er ist ein fantastischer junger Schauspieler. Wir holten ihn also für ein weiteres Casting vor der Kamera und hatten gleich das Gefühl, er würde die richtige Sensibilität und Intensität für die Rolle des Riley mitbringen. Als Mensch war Riley ein netter Typ, aber Riley als Neugeborener wird zu einer Führerfigur. Er ist der wichtigste Soldat, aber darunter ist er immer noch verwundbar, weil er Victoria liebt und nicht begreift, dass sie ihn nur benutzt.
Slade fügt hinzu: „Xavier ist noch kein bekanntes Gesicht, aber das wird sich ändern. Er ist ein hervorragender Schauspieler. Schon mit seinem Casting hat er so viele Leute für sich eingenommen und war wirklich der herausragende Kandidat.“
Meyer stimmt zu: „Xavier ist toll. Sein Vorsprechen war eine dieser seltenen Gelegenheiten, bei denen es einen einfach umhaut. Er hatte es drauf. Jedes einzelne Wort, das er sagte, passte genau.“
Und Slade kommentiert: „Riley ist eine Figur, die im Buch nicht sehr viele Seiten einnimmt, aber jemand, den wir vom filmischen Standpunkt aus betrachtet, auf jeden Fall, stärker in den Vordergrund rücken wollten.“
Meyer erklärt: „Wir mussten Riley einfach mehr Platz einräumen, weil es sonst etwas verwirrend gewesen wäre, was sich außerhalb des Bildes abspielt. Mir war es natürlich alles klar, aber wenn mir acht Leute gleichzeitig sagen, dass sie es nicht verstanden hätten, musste ich es noch klarer machen, damit es dem Publikum nicht genauso geht. Ich hatte noch einiges an Material zu Riley, also sind wir das durchgegangen und haben alle auf Stand gebracht. Es musste klar werden, was Riley vorhat, und dazu war es notwendig, etwas mehr von seiner Vorgeschichte zu erfahren, und das musste auch im Bild zu sehen sein. Also – mehr Riley.“
Meyer weiter. „Er ist ein cooler Typ, schon furchteinflößend, aber eben auch fehlgeleitet. Er ist eine interessante Figur, weil so viel mit ihm passiert. Er wird zu einer sehr schlimmen Person, aber das war er nicht immer, und er wird für seine Entscheidungen hart bestraft.“
Samuel sagt: „Ihm wird beigebracht, dass die Cullens gestoppt werden müssen, weil sie angeblich eine Gefahr für ihre Sicherheit und ihre Lebensweise darstellen.“
Rileys Hauptaufgabe ist es, die skrupellosen neugeborenen Vampire zu bändigen. Rosenberg dazu: „Die Neugeborenen sind am stärksten, aber auch am unberechenbarsten in ihrem ersten Lebensjahr. Sie sind gute, starke und fügsame Soldaten.“
Samuel fügt hinzu: „Riley hat alle Hände voll zu tun, weil sie so sprunghaft und blutdürstig und leicht abzulenken sind, es ist sehr schwierig, sie unter Kontrolle zu kriegen. Für uns war die Herausforderung, eben nicht in die alten Klischees zu verfallen, wie Vampire dargestellt werden. Ich glaube, der entscheidende Trick ist, ihnen einen Rest von Menschlichkeit zu lassen. Und dann macht es jede Menge Spaß: Ich musste Leute von brennenden Autos werfen und sie gegen Mauern schmeißen. Jeder hasst den Bösewicht, aber ich habe es absolut genossen.“
Slade fügt hinzu. „Wir hatten uns sehr viel Zeit für die Proben genommen, um auch die emotionalen Verstrickungen richtig hinzubekommen: wann und wie sich Zorn und Angst und Liebe verbinden, so dass Xavier einen klaren Pfad durch die Emotionen einer Figur hatte. Stephenie Meyer hat die Vorgeschichte für praktisch alle Figuren ausgearbeitet, das gehört einfach zu ihrem Universum dazu. Für mich hieß das, Melissa immer wieder auf bestimmte Aspekte anzusetzen und Stephenie mit tausenden von Fragen zu löchern, wie wir für diese Figur den Spannungsbogen gestalten, die zum Vampir wird, zum General einer Armee aufsteigt und betrogen und benutzt wird.“
Anders als Howard war Samuel kein ausgewiesener Fan: „Ich gehörte zu den Unwissenden. Aber auch wenn ich nicht viel darüber wusste, hatte ich doch viele Freunde, die nach ,Twilight’ einfach verrückt waren. Eine von ihnen ist tatsächlich ohnmächtig geworden, als sie herausfand, dass ich Riley spielen dürfte“, lacht Samuel: „Ich bin schließlich losgegangen, habe mir die Bücher gekauft und auch gleich verschlungen. Sie können wirklich süchtig machen. Und nun bin ich absoluter Kenner der Materie.“
Er fügt hinzu: „,Twilight’ fesselt deswegen so viele Leute, weil sie sich mit der Figur des Außenseiters identifizieren können. Und die ganze Vampir-Sache hat einfach genau die richtigen Zutaten: Liebe, Gefahren, Leidenschaft und Rache. Das alles zusammen ist berauschend, wenn man es auf der großen Leinwand sieht – mir ist völlig klar, warum das Ganze so beliebt ist.“
Als die vom Pech verfolgte Vampir-Soldatin Bree wählten die Filmemacher die junge kanadische Schauspielerin Jodelle Ferland aus. Godfrey sagt: „Sie ist erst 15 und hat trotzdem schon haufenweise in Filmen mitgespielt, und es ist geradezu schockierend, wie gut sie als Bree ist; Bree ist übrigens eine von Stephenies Lieblingsfiguren.“
Meyer sagt: „Arme Jodelle! Ihre Figur, die so plötzlich in einem neuen Leben aufwacht, ist so verletzlich, verwirrt und deshalb auch sehr misstrauisch. Sie weiß einfach nicht, was sie tun soll, also tut sie das, was man ihr sagt. Jodelle hat das sehr schön eingefangen.“
Ferland erklärt: „Bree gehört zur Neugeborenen-Armee. Auch wenn sie zu den Bösewichtern gehört, will sie eigentlich gar nicht böse sein. Sie will kein Monster sein, aber sie wird dazu gezwungen. Sie ist ein Mitläufer, weil sie denkt, dass sie so am sichersten ist.“
Die Cullens versuchen während der Entscheidungsschlacht, das junge Mädchen bei sich aufzunehmen und so zu schützen, aber die Volturi haben andere Pläne. „Bree will nicht böse sein, sie will zu den Guten gehören. Sie sagen ihr, dass es auch anders geht und dass sie einfach lernen muss, ihre Instinkte unter Kontrolle zu bringen. Sie möchte mitmachen, aber es fällt ihr schwer. Sie kennt die Regeln nicht, so dass sie sie gar nicht befolgen kann. Es ist nicht ihre Schuld, aber bestraft wird sie trotzdem. Die Volturi sind auch deshalb so furchterregend, weil sie über so etwas wie Fairness gar nicht nachdenken. Ihnen ist es schlichtweg egal, dass Bree die Regeln nicht kennt.“
Ferland war begeistert, Teil des „Twilight“-Phänomens sein zu dürfen: „Ich liebe die Bücher. Sie sind wahnsinnig toll! Ich bin total verrückt geworden, als ich hörte, dass ich die Rolle habe. Nach dem zweiten Vorspielen dauerte es noch einen Monat, bis sie die Rückmeldung bekam. Ich war so aufgeregt, und ich konnte es einfach nicht glauben. Es war zu schön, um wahr zu sein, nur dass ich es niemandem verraten durfte.“
Damit Ferland sich auf ihre Rolle besser vorbereiten konnte, erlaubte Stephenie Meyer der jungen Schauspielerin, schon einmal einen Blick auf die Rohfassung von „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl – Das kurze zweite Leben der Bree Tanner“ zu werfen, ein ergänzender Kurzroman zur „Twilight“-Saga, der aus Brees Blickwinkel geschrieben ist und viele weitere Facetten ihres Charakters beleuchtet. Dasselbe Privileg genossen auch Drehbuchautorin Melissa Rosenberg, Regisseur David Slade und die Schauspieler Bryce Dallas Howard und Xavier Samuel, damit alle Beteiligten über ihre Filmfiguren schon vor dem Drehstart so gut wie möglich Bescheid wussten. Meyer sagt: „Ich fand es sehr schön, dass auch diese Seite der Geschichte Platz im Film gefunden hat.“
Slade fügt hinzu: „Die Geschichte hat mit sehr gefallen, und außerdem hat sie noch viele weitere Einsichten vermittelt, und die Wahl mancher Drehorte und die Struktur verschiedener Szenen beeinflusst. ich bin sicher, dass die Fans die neuen, faszinierenden Details aus dem Leben eines angehenden Vampirs lieben werden.“
Meyer fügt hinzu: „Ich bin auch selbst immer noch ganz erstaunt über diese Novelle. Ich habe mit dem Schreiben 2005 angefangen, und damals war es einfach eine Fingerübung, die mir geholfen hat, die andere Seite von ,Bis(s) zum Abendrot’, das ich damals gerade redigiert habe, zu untersuchen. Ursprünglich dachte ich, die Kurzgeschichte könnte ich auf meiner Website veröffentlichen. Als es dann aber an die Arbeit des ,Official Guide’ ging, fand ich, dass sie dort gut hinein passen würde. Dann aber wurde sie zu lang, als dass sie noch in den Guide hinein gepasst hätte.“
Auch die Volturi, die Mitglieder des ehrwürdigen Vampir-Zirkels, der in der Vampirwelt über die Einhaltung der Gesetze wacht, kehren für den dritten Teil zurück: Dakota Fanning als Jane, die hochrangige Volturi, Cameron Bright als ihr Bruder Alec sowie Charlie Bewley als Demetri und Daniel Cudmore als Felix als Volturi-Wächter. Die vier werden in die USA entsandt, um die Mordfälle in Seattle zu untersuchen, und da sie nun schon einmal in der Nähe sind, machen sie einen Abstecher, um zu prüfen, wie es um Bellas Unsterblichkeit steht – Informationen, die ihr Anführer Aro dringend wünscht, der mit Marcus und Caius in Italien geblieben ist.
„Die Volturi sind so etwas wie die Mafia der Vampirwelt. Sie sorgen für Ordnung, sie stellen die Regeln und Grenzen auf und töten alle, die sich nicht daran halten“, erklärt Facinelli: „Aber diese Regeln sind nicht immer so eindeutig, wie die guten Vampire wie die Cullens es gerne hätten. In der Schlachtenszene in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT gibt es so viele Verwicklungen, weil die Cullens die bösen Neugeborenen erledigen müssen, und zwar, bevor die Volturi dazukommen. Und als sie dann kommen, wird es noch komplizierter, weil die Cullens nicht sicher sein können, auf welcher Seite die Volturi stehen und ob es vielleicht sogar sie waren, die die bösen Vampire auf die Cullens angesetzt haben.“
Am Schluss von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE verfügte Aro, dass Bella zum Vampir gemacht werden müsse. Fanning erklärt: „Die Volturi müssen sich überlegen, wie sie dieses kleine Problem in Seattle am besten aus der Welt schaffen und haben außerdem den Auftrag, zu kontrollieren, ob Bella immer noch ein Mensch ist. Für Jane ist es ein ganz besonderer Anreiz, Bella vernichten zu können, weil sie schließlich Zugang zu ihren Gedanken hat, wenn sie erst einmal zum Vampir geworden ist.“
Janes besondere Gabe ist es, anderen allein mit der Kraft ihrer Gedanken Schmerzen zuzufügen. Fanning erklärt: „Meine Figur ist immer missmutig und grüblerisch. Mir kommt es so vor, als ob sie dauernd irgendwelche Pläne aushecken würde. Es macht Spaß, auch mal böse sein zu dürfen und eine Figur zu spielen, die noch nicht einmal darüber nachdenkt, sondern schlicht und einfach so ist. Sie ist eine so völlig andere Person als ich. Besonderen Spaß hat es aber gemacht, als Vampir herumzulaufen, mit den roten Kontaktlinsen und in diesen coolen Kostümen.“
Alle Vampirdarsteller brachten bis zu zweieinhalb Stunden täglich in der Maske zu, wozu auch gehörte, die handbemalten Kontaktlinsen eingesetzt zu bekommen, die erst für den echten Vampir-Look sorgen. Fanning sagt: „Man hat ein eingeschränktes Gesichtsfeld, aber man sieht richtig cool aus!“
Cameron Bright, der Fannings Zwillingsbruder spielt, hätte die Linsen am liebsten auch nach dem Dreh aufbehalten. „Was ich wirklich gern noch einmal machen würde, ist, mit diesen Dingern drin die Straße entlang zu laufen, dann immer mal meine Sonnenbrille abzunehmen und zu schauen, was die Leute sagen“, lacht er. „Für mich ist es immer noch komisch, wenn ich aus dem Hotel gehe und mir gleich acht Fotografen auf den Fersen sind. Ich gehe einfach zu ihnen hin rede mit ihnen. So etwas ist mir in meinen zehn Jahren als Schauspieler noch nicht passiert, und ich liebe es. Es ist für mich eine große Ehre, dabei zu sein.“
Bright spielt einen Volturi-Wächter. „Ich falle in die Kategorie Scherge. Meine besondere Fähigkeit ist es, anderen die Sinneswahrnehmung zu kappen, und ich bin auch eine Art Mädchen für alles und erledige dies und das für die Bosse. Die Aufgabe ist es, zu schauen, was ein paar abtrünnige Vampire für Unsinn vorhaben, und weil sie wissen, dass Alice seine Entscheidungen genau überwacht, hat Aro Jane die Leitung überlassen. Die Wächter werden losgeschickt und müssen selbst entscheiden, was zu tun ist.“
Der englische Schauspieler Charlie Bewley ist wieder als Volturi-Wächter dabei: „Demetri ist ein sehr eleganter, fast schon stereotypischer Italiener und er wirkt als Beschützer der Volturi. In der Unterwelt gibt es praktisch keinen wie ihn. Er ist ein erfahrener Spurenleser und braucht nur die Tonhöhe der Stimme zu spüren, um einem auf die Fährte zu kommen. Man muss ihn schon töten, um ihn wieder loszuwerden. Die Volturi können machen, was sie wollen, keine Verbote hindern sie. Und weil sie alle so einmalige Geschöpfe sind, haben sie eine natürliche Arroganz an sich. Das zu spielen hat sehr viel Spaß gemacht.“
Bewley fügt hinzu: „ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT unterscheidet sich deutlich von den ersten beiden Filmen, weil sehr viel mehr Action darin vorkommt und weil es eigentlich ein Horrorfilm ist. In der großen Schlacht hat man es mit den Neugeborenen zu tun, die einen unstillbaren Blutdurst haben und sehr stark sind, weil bei ihnen noch ihr eigenes menschliches Blut durch die Adern fließt. Ein Glück, dass sie andererseits ziemlich unwissend und nicht ausgebildet sind.“
David Cudmore, der Felix spielt, stimmt zu: „Die Neugeborenen sind unkontrollierbar und unberechenbar. Vor allem aber fangen sie an, Sachen anzustellen, die den Menschen auffallen müssen. Sie sind ganz kurz davor, gefangen genommen zu werden und so das Geheimnis preiszugeben, das niemals verraten werden darf. Dass die Menschen vom Treiben der Vampire erfahren, ist etwas, das die Wächter einfach nicht zulassen dürfen. Demetri und meine Figur Felix wollen einfach nur das Problem beseitigen und so schnell wie möglich nach Hause zurückkehren.“
Cudmore kommentiert: „Felix ist von geradezu brutaler Stärke. Er kann andere Vampire buchstäblich in der Luft zerreißen. Die Volturi gebärden sich wie die Vampir-Aristokratie, aber gleichzeitig sind sie auch sehr animalisch. Das zu spielen und diese triebgesteuerte Seite herauszustellen, hat sehr viel Spaß gemacht, gerade weil man sie normalerweise ja unterdrücken muss.“
Die Volturi-Darsteller brannten allesamt darauf, wieder dabei zu sein und mit einem neuen Regisseur zu arbeiten. Fanning sagt: „Ich könnte mir niemanden vorstellen, mit dem ich lieber zusammenarbeiten würde. Gerade mit David war es richtig toll. Er ist ein großartiger Regisseur, und es war aufregend, mit ihm arbeiten zu können. Es ist schon irgendwie seltsam, dieselbe Rolle für unterschiedliche Regisseure zu spielen, aber es war immer ein sehr reibungsloser Übergang, und er ist einfach wunderbar und so etwas von talentiert. Er hat für neue Frische gesorgt; es kam einem fast so vor, als ob man in einem ganz anderen Film wäre, weil er das Ganze auf seine spezielle Weise angegangen ist.“
Bewley kommentiert: „Ich hatte David schon am Set von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE getroffen und wusste gleich: Das ist ein ganz toller Typ! Er lebt in seiner eigenen Welt und macht sein eigenes Ding, wovor ich unheimlich Respekt habe – und er ist einfach ein extrem begabter Regisseur, ein richtiges Genie. Er weiß, was er will, hat eine sehr genaue Vorstellung und seine vorigen Filme haben ja schon gezeigt, dass er ganz fantastische Filme mit großem Stilbewusstsein macht. Und wenn man persönlich mit ihm zusammenarbeitet, ist er ein total freundlicher und zugänglicher Typ.“
Cudmore fügt hinzu: „David hat sehr schwarzen Humor, und ich mag das. Er arbeitet gründlich und hat immer den großen Plan im Kopf. Man kann richtig sehen, wie er seine Ideen entwickelt. Er ist ständig aktiv, immer in Bewegung, und wie er sich auf dieses neue Projekt gestürzt hat, war ein regelrechter Energiestoß. So hat jeder der Filme seinen ganz besonderen Charakter. In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT gibt es viel Action und lauter coole Geschichten, die damit verwoben sind – der Neugeborenen-Clan, der angreift, die Vampire, die sich mit den Werwölfen zusammentun, und das alles mit dem Höhepunkt der Actionszene – ich kann kaum erwarten, das zu sehen.“
Zuwachs für das Wolfsrudel
In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT verbündet sich das Wolfsrudel mit seinen Erzfeinden, um Bella beizustehen, die dabei einiges über das Wolfsritual des Prägens und über die Legenden der Wölfe lernt.
Zu den Neuzugängen bei den Quileute gehören Julia Jones, Booboo Stewart und Alex Rice, die die Familie Clearwater darstellen: Leah, Seth und ihre Mutter Sue, die den Platz ihres verstorbenen Vaters im Stammesrat eingenommen hat.
Wieder dabei sind die Darsteller des Quileute-Ureinwohnerstammes: Chaske Spencer als Sam Uley, Alex Meraz als Paul, Kiowa Gordon als Embry, Bronson Pelletier als Jared und schließlich Tyson Houseman als Quil Ateara, der in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT die endgültige Wandlung zum Wolf durchgemacht hat. Außerdem sind Tinsel Korey als Sams Verlobte Emily und Gil Birmingham als Jacobs Vater Billy Black wieder mit dabei.
Godfrey erklärt: Das Ensemble ist für ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ein ganzes Stück größer geworden – und für ,Bis(s) zum Ende der Nacht’ wird es noch einmal größer werden. In jedem Buch begegnet man neuen Charakteren. In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT kommen etwa Seth und Leah dazu, die später noch eine entscheidende Rolle spielen werden. Es hält die Filmreihe immer wieder von neuem frisch, dass jedes Mal neue Figuren hinzukommen.“
Stephenie Meyer ist von Mal zu Mal stärker an die Besetzung der Rollen beteiligt gewesen. Sie sagt: „Es hat sich von Film zu Film verändert. Es ist lustig: Als wir anfingen, kannten wir einander nicht besonders gut, also waren alle sehr vorsichtig und ganz höflich, wie man es eben mit flüchtigen Bekannten ist. Zu Freunden dagegen ist man viel offener, und je mehr Zeit wir miteinander verbringen, fühle ich mich sicherer, meine Meinung zu äußern, und in der Regel stoße ich da auch auf offene Ohren. Es hat sich mit der Zeit verstärkt, und bei ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT war ich sehr viel mehr involviert bei der Suche nach den richtigen Darstellern. Gerade bei Xavier, Julia und Booboo war ich stark eingebunden, um sicherzustellen, dass wir uns Leute holen, die diese Rolle wirklich zum Leben erwecken würden. Es ist sehr seltsam und surreal, aber auch ziemlich cool, wenn man plötzlich den Figuren, die man erfunden hat, gegenübersteht.“
Meyer weiter: „Die Schwierigkeit bei den neuen Rollen in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, besonders beim Wolfsrudel, war, dass dies eher kleine Parts sind. Aber wenn die Geschichte weitergeht, nehmen sie mehr Raum ein, so dass wir von Anfang an Schauspieler brauchten, die das Potential hatten, auch eine größere Rolle zu gestalten. Es war eine großartige Erfahrung, beim Vorsprechen dabei zu sein, gerade bei Leah, die so viel um die Ohren und ein so unglückliches Leben hat. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie schrecklich es sein muss, Leah Clearwater zu sein. Die Figur ist stark und schön, aber auch so verbittert und zornig; das heißt, wir brauchten jemanden, der den Schmerz, den sie spürt, darstellen konnte. Und das sah ich zum ersten Mal, als Julia vorsprach. Ich dachte gleich: Sie hat’s kapiert. Sie hat die Emotionen ihrer Figur verstanden, und ich war von ihr sehr beeindruckt.“
Julia Jones: „Leah ist das einzige Werwolfmädchen, und sie hat richtig Probleme. Sie ist eine Einzelgängerin, ihr Vater ist gestorben, ihr Herz ist gebrochen, und ihre große Liebe ist mit ihrer besten Freundin und Kusine zusammen. Sam Uley und sie sind zusammen auf die High School gegangen, und dann wurde er auf ihre Kusine Emily geprägt. In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT geht es Leah durchgehend richtig dreckig. Kein Wunder, dass Leah fies und wütend ist und alles und jeden hasst.“
Leah macht als erste Frau die Wandlung zum Werwolf durch. Jones erklärt: „Sie will eigentlich gar kein Werwolf sein. Leah richtet einen Großteil ihres Zorns auf Cullens, die für sie die eigentlich Schuldigen an der Situation sind. Das Schlimmste für sie ist aber, dass sie, wenn sie und die Jungs Wolfsform angenommen haben, telepathische Kräfte besitzen und die Gedanken aller anderen Leute lesen können. Das ist für sie so schmerzhaft, weil sie so auch ständig Sams Liebe zu Emily ,mitliest‘ und das noch zusätzliche Qualen für sie bedeutet.“
Jones fügt hinzu: „Der wichtigste Job des Wolfsrudels ist es, die Menschen vor den Vampiren zu schützen. Und diesen Job nehmen sie sehr ernst, gerade weil es jetzt vor Vampiren nur so wimmelt, die die ganze Bevölkerung von Forks und La Push auslöschen könnten. Die Bedrohung ist riesig, aber die Werwölfe sind darauf vorbereitet. Immer mehr Jungen – und nun auch Mädchen – werden zu Werwölfen, weil immer mehr Vampire in der Gegend sind – ganz schön gruselig.“
Jones weiter: „Die Szene, in der Leah zum Wolf wird, hat mich gleich beeindruckt, weil die Wandlung mit so intensiven Emotionen verbunden ist. Der Schmerz, zum Wolf zu werden, lässt sich nicht durch irgendwelche Handlungen darstellen, daher musste ich es auf andere Weise ausdrücken. Manchmal spürt man ja den Wunsch zu explodieren, sich in irgendein Tier zu verwandeln und sich in die Wälder davonzumachen“; lacht Jones.
Jones sagt: „Leah ist eine sehr realistische Figur. Für ihre Probleme findet sie keine hundertprozentige Lösung, und das ist einfach sehr nah an der Wirklichkeit. Dass man verschiedene Arten von Liebe kennen lernen und in seinem Leben unterbringen kann, ist eine Erfahrung, die jedes Mädchen nachvollziehen kann.“
Schauspieler, Sänger und Kampfsportexperte Booboo Stewart übernahm die Rolle von Leahs jüngerem Bruder Seth Clearwater, dem bislang jüngsten Mitglied der Quileute, das zum Wolf wird. Stewart erinnert sich: „Ich kannte die Figur Seth Clearwater überhaupt nicht, weil sie im ersten Film noch nicht erwähnt wird. Es war tatsächlich einer meiner Fans, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, indem er mir auf meiner MySpace-Seite die Nachricht schrieb, es gäbe da diese Rolle und ich sei die perfekte Besetzung.“
Stewart sagt: „Seth Clearwater ist ein zufriedener, fröhlicher Typ. Er ist derjenige, der zwischen Edward und Jacob vermittelt und sich wünscht, dass sich alle vertragen. Er ist so ein Typ, der jeden zum Lächeln bringt, wenn er den Raum betritt. Im Rudel gibt es so viele unterschiedliche Persönlichkeiten. Sam ist geradeheraus, er ist ein Alphatier. Seth ist schon ein Sonderling, aber er lacht immer, ihm geht es immer gut. Er verehrt Jacob so sehr, er möchte so sein wie er. Ich bin sicher, dass er sich wünscht, sie wären Brüder.“
Stewart liebt es, als Wolf Teil der „Twilight“-Saga zu sein: „Das ist, als ob man ein Superheld wäre. Wenn ich mich in einen Wolf verwandeln könnte – das wäre total krass!“, lacht Stewart. „Sie sind irre stark, sie sind irre schnell und sie können ganz schmerzlos ihre Form verändern. „Twilight“ ist ein richtig großes Ding geworden – so wie „Star Wars“. Es ist eine Ehre, dabei sein zu dürfen. Dieser Film wird alle begeistern. Es ist eine Liebesgeschichte mit viel Action – genau mein Ding.“
Das Wolfsrudel muss sich mit seinen einstigen Feinden, den Cullens, zusammentun und Seite an Seite mit ihnen kämpfen, um Bella, die Leute in Forks und ihren Stamm in La Push vor der Neugeborenen-Armee zu beschützen. Stephenie Meyer. „Mir gefällt an ,Bis(s) zum Abendrot’ besonders, dass es in meiner Welt kaum wirkliche Bösewichter gibt. Wenn man es aus der Perspektive der jeweiligen Person betrachtet, kann man ihre Handlungen nachvollziehen; das gilt sogar für Victoria. Besonders bei den Cullens und den Quileute hat man zwei Gruppen wahrhaft guter Leute, die eine fundamentale Meinungsverschiedenheit haben. Das zu schreiben, ist besonders befriedigend, denn wenn man nur das alte Gut gegen Böse hat, steht ja von vornherein fest, wer gewinnt – wenn es sich um Fiktion handelt, immer die Guten. Aber wenn hier die Guten gegen andere Gute kämpfen, ist es sehr viel schwerer, das Ergebnis vorherzusagen.“
Sam Uley, gespielt von Chaske Spencer, ist nach wie vor der Anführer des Rudels, das wir in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE kennengelernt haben. Taylor Lautner erklärt. „Sam ist das Alphatier, der oberste Boss. Es ist eine Frage der Erbfolge; Jacob hat das Erbe ausgeschlagen und Sam den Thron überlassen. Dann gibt es noch Paul, den Hitzkopf. Jared dagegen ist ein Witzbold, und es passt perfekt, dass Bronson diese Rolle spielt, weil er selbst ständig Witze reißt. Und dann sind da noch Embry und Quil, Jacobs beste Freunde, die immer für ihn da sind.“
Spencer kommentiert: „Die Kameradschaft untereinander ist das beste am Leben als Wolf. Es ist wie eine kleine Familie oder wie ein Trupp Soldaten. Und weil auch Liebe eine Rolle spielt, ist natürlich auch für jede Menge Drama gesorgt.“
Die Dramatik entsteht auch durch die ganz besondere Art und Weise, auf die Wölfe ihre Partner fürs Leben suchen. „Das Prägen ist Teil der Werwolf-Mythologie“, erklärt Meyer: „Wenn sie denjenigen, der für sie bestimmt ist, finden, sind sie an ihn gebunden und das ist unwiderruflich. Dem stehen sie mit gemischten Gefühlen gegenüber, weil es ein Teil ihres Lebens ist, über den sie keine Kontrolle haben. Ich fand es beeindruckend zu sehen, wie Taylor die damit verbundenen Emotionen zum Ausdruck bringt.“
Meyer weiter: „Die Idee des Prägens kam aus der Natur. Bei Enten funktioniert das so, bei Wölfen auch – in der Tierwelt kommt es tatsächlich vor. Ein Entlein ist auf seine Mutter geprägt und weiß immer, wer sie ist, selbst wenn lauter andere Enten dabei sind. Das Ganze hat aber auch ein wenig Fantasy dabei. Zu meinen Lieblingsbüchern als Jugendliche gehörten die „Drachenreiter von Pern“-Romane von Anne McCaffery. Darin ist es so, dass ein Mensch und sein Drache für immer miteinander verbunden sind, und dieses Band ist so stark, dass beim Tod des einen auch der andere stirbt oder zumindest seinen Verstand verliert. Mir hat diese Idee immer sehr gefallen: Dass es da etwas gibt, das so stark ist, dass man es nicht beherrscht und dass es dabei im Wortsinn um Leben und Tod geht. Es kommt also nicht ganz überraschend, dass sich dieses Motiv in meinen eigenen Büchern wiederfindet; diese Idee hat mich als junges Mädchen schließlich so sehr fasziniert.“
Lautner sagt: „Jacob hat das Gefühl, das er Bella auf sich prägen sollte. Denn er sagt sich: Ich liebe dieses Mädchen, mit diesem Mädchen will ich zusammen sein, warum also präge ich sie nicht auf mich? Für ihn ist das alles sehr verwirrend.“
Spencer fügt hinzu: „Die Wölfe haben keine Wahl. Wenn sie ihren Traumpartner gefunden haben, dann bleibt es auch dabei. Sam trifft Emily – und schon war’s das. Er muss Leah einfach für Emily verlassen. Leah und Emily sind Kusinen, und es ist völlig klar, dass Leah verletzt ist. Es ist immerhin eine Genugtuung für sie, dass Sam aus Versehen Emily einen Schlag versetzt und sie diese große Narbe davonträgt. Aber trotzdem: Seine Liebe für sie währt ewig. Da spielen schon auch eine Menge Schuldgefühle eine Rolle.“
Tinsel Korey, die ihre Rolle als Emily wieder aufnimmt, fügt hinzu: „Beim Prägen ist es so, als wenn die Seelen der beiden immer getrennt gewesen wären und sich nun wieder zusammenfügen. Das ist eine viel tiefer gehende Verbindung als bloße Liebe. Es ist nicht nur romantisch, es ist eine allumfassende Verbindung zum anderen. In diesem Film gibt es keine Emotion, die nicht irgendwo ihren Platz hätte. Es ist ein ganz breit angelegter Film, der alles zu bieten hat; es gibt Eifersucht und Verrat und Solidarität und Kraft und Glück und Trauer und Geburt und Tod – die ganze Bandbreite.“
Korey hatte besonderen Spaß mit ihrem Rudel männlicher Ko-Stars, die sowohl im Film als auch nach Drehschluss unzertrennlich waren. Korey lacht: „Ich und die Jungs - das war einfach ein ständiges Chaos. Manchmal habe ich bei ihrem Blödsinn mitgemacht, aber oft habe ich mich auch Zen-mäßig zurückgezogen. Aber sie sind wirklich ständig wie aufgezogen. Julia saß da und fragte mich: Hören die auch mal auf? Und ich sagte nur: Nein, tun sie nicht. Sam musste da auch mal ein Machtwort sprechen, weil die Jungs sonst wild werden und lauter Unfug machen.“
Jones lacht: „Ich habe einen kleinen Bruder, also hatte ich kein schlechtes Gewissen, sie einfach auszublenden. Sie sind ganz schön laut, aber ich fühlte mich Tag zu Tag wohler mit ihnen. Es sind wirklich tolle Jungs, und sie sind auch großartig zusammengestellt, weil sie alle so unterschiedliche Typen sind und weil sie, wenn man sie zusammenpackt, sich gegenseitig inspirieren. Es ist bloß hart, dass Leah so eine Spaßbremse ist; das ist, als wenn man beim Karneval mit Bauchschmerzen im Bett liegt.“
Alex Meraz als Paul, Kiowa Gordon als Embry, Bronson Pelletier als Jared und Tyson Houseman als Quil Ateara hatten sich vorgenommen, sich zur Begrüßung der neuen Ensemblemitglieder besonders gut zu benehmen, auch wenn sie im Film Kreaturen spielen, die so groß wie ein Kleinwagen, wahnwitzig schnell und geschickte Rudeljäger sind.
Alex Meraz sagt: „Julia Jones fügt etwas ganz neues hinzu. Wir mussten uns mit ihr als Frau etwas besser benehmen. Natürlich respektieren wir sie, aber sie hat sich auch gleich hineingestürzt und zusammen mit uns Spaß gehabt. Dasselbe gilt für Booboo Stewart, er ist ein richtig toller Typ. Ich kenne mich genau wie er gut mit Kampfsport aus, und so spielen wir herum und probieren hier und da mal einen kleinen Trick aus. Ich glaube, wir Darsteller des Wolfsrudels sind eine wirklich sehr stabile Truppe. Das kollektive Gedächtnis unseres Rudels wirkt sich schon auf die ganz Jungen aus und kann sogar dazu führen, dass jemand sein Geschlecht wechselt; das sind tolle Einfälle, weil man so mitbekommt, wie sich die Evolution unserer Spezies entwickelt.“
Kiowa Gordon, die bei Autorin Stephenie Meyer Religionsunterricht in der Sonntagsschule hatte, spielt einen grauen Wolf mit schwarzen Punkten auf dem Rücken. „Embry ist der schnellste Wolf und möglicherweise Jacobs Halbbruder. Die Wölfe machen sich über Jacob lustig, weil er so sehr von Bella besessen ist. Sie hören von ihm bloß immer: ,Vielleicht sollte ich Bella anrufen, ihr schnell etwas sagen und dann gleich wieder auflegen’“.
Tyson Housemans Rolle als Quil Ateara war in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE noch recht bescheiden, aber nimmt in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT bedeutend mehr Raum ein. Houseman sagt: „Alle von Quils Freunden sind zu Wölfen geworden und erzählen ihm auch nichts mehr, so dass er sich ziemlich alleingelassen fühlt. Am Ende von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE lief es wirklich nicht gut für Quil.“
Houseman weiter: „Aber nachdem er jetzt zum Wolf geworden ist, hat er richtig Spaß. Er findet sich supercool, allein schon, weil er wieder mit seinen alten Freunden herumhängen kann. Er ist erst 16 und ganz schön vorlaut. Quil ist wie ein kleiner Kläffer, der sich im Park mit den großen Hunden anlegt, ohne Rücksicht auf Verluste. Er provoziert andere zum Kämpfen. Aber dabei hat er jede Menge Spaß. Er fühlt sich rundum wohl als Mitglied des Rudels, und ihm geht dieses Gefühl der anderen, ein Opfer gebracht zu haben, völlig ab.“
„Wir Jungs haben uns alle richtig gut verstanden“, fügt Houseman hinzu: „Und das gemeinsame Training hat dabei viel geholfen. Wir haben zusammen gelitten und uns vor lauter Anstrengung zusammen übergeben, aber es sehr viel Spaß gemacht, und ich habe die anderen richtig intensiv kennen gelernt.“
Spencer fügt hinzu: „NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE hat mein Leben verändert, und das lag am Training. Die Fitnessübungen sind toll, und ich habe damit auch nach dem Film weitergemacht. Ich bin viel gesundheitsbewusster geworden, was das Essen betrifft, und ich rauche und trinke auch nicht. Das hat mich wirklich verändert.“
Der alt gediente Schauspieler Gil Birmingham kehrt auch für Teil 3 als Jacobs Vater Billy Black ins Ensemble zurück. Birmingham erklärt: „Er ist der Anführer des Quileute-Stammes und der Hüter der Geschichten. Die Zauberkraft im Blut der Abkömmlinge zeigt sich, wenn ,die Kalten’ in der Gegend sind, aber zu der Zeit, als er sich hätte transformieren können, gab es keine Vampire in der Nähe, und so haben die Wandlungen ein paar Generationen übersprungen.“
Birmingham fügt hinzu: „ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ist der Höhepunkt dessen, was sich in den vorigen beiden Filmen entwickelt hat. Der Blickwinkel weitet sich, es kommen viele neue Figuren hinzu, und es wird einiges von der Vorgeschichte enthüllt. Die Quileute gibt es ja wirklich als Stamm, der an der Westküste heimisch ist, und sie haben eine Tradition von Überlieferungen, in denen es um Verwandlungen und die enge Verbindung des Stammes zu den Wölfen geht. Im Film erzähle ich die alte Legende von der ,dritten Frau’; die Geschichte, wie sie sich selbst opfert, um ihren Ehemann zu retten – der größtmögliche Liebesbeweis. Das nimmt schon ein wenig vorweg, was Bella später tun wird.“
Godfrey sagt: „Es ist die Geschichte eines sterblichen Menschen, der sein Leben gibt, um seine Familie zu schützen. Bella spürt eine Verbindung zu dieser Geschichte, während wir auf den Höhepunkt des Films zusteuern. Bella sieht sich als eine solche Normalsterbliche, die es zwischen lauter übernatürliche Gestalten verschlagen hat, und letzten Endes ist sie dazu bereit, ihr Leben für Edward, Jacob und deren Familien zu opfern.“
Stewart fügt hinzu: „Es geht um ihren Mut, der ihre wahre Stärke ist. Sie braucht gar kein fantastisches, übermenschliches Können, um sich hier einzufügen. Sie ist tatsächlich die stärkste von allen, obwohl sie doch nur ein normaler Mensch ist. Bella lernt ständig etwas Neues über die lange und verworrene Geschichte, wie Vampire und Werwölfe ursprünglich entstanden sind und was sie miteinander zu tun hatten.“
Jacob führt Bella zum Lagerfeuer des Stammes, wo sein Vater dem Rudel die Geschichten erzählt, die die Neulinge hier zum ersten Mal hören. Stewart sagt: „Jacob führt sie in seine Familie ein, und sie beginnt zu glauben, dass es dort einen Platz für sie gibt. Das Schönste an der Szene ist für mich, wie gut es Jacob geht, als er Bella bei sich hat. Sie ist das erste Wesen von außerhalb des Rudels, das diese Geschichte zu hören bekommt, und so ist diese Erfahrung für sie etwas ganz besonderes.“
Lautner sagt: „Bella steht jetzt dem Rudel viel näher, auch wenn sie ein Vampir-Mädchen ist. Jetzt fügt sie sich plötzlich ein. Das Rudel bietet ihr die Aufnahme an, und zwar so, wie sie ist.“
Rosenberg kommentiert: „Zu den Dingen, die beim Schreiben von ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT am meisten Spaß gemacht haben, gehörte die Mythologie des Stammes, wie die Werwölfe entstanden sind. Die Geschichte, so wie sie in der Romanvorlage steht, ist zu komplex, als dass wir sie so in den Film hätten übernehmen können. Also haben wir die Legende auf die Erzählung von der ,dritten Frau’ konzentriert, weil sie so bedeutsam für Bellas eigene Geschichte ist: Man braucht keine Zauberkräfte, um stark zu sein und den Lauf der Geschichte zu verändern – kann braucht einfach nur Kraft und Mut, und das hat Bella beides. Weil Bella ein einfacher Mensch ist, erscheint sie meistens als hilflos. Aber am Ende dieses Teils der Geschichte ist sie es ja, die durch ihr sehr mutiges Handeln Edward rettet. Ganz so hilflos, wie es aussieht, ist sie dann doch nicht.“
Die Szene zu drehen, in der Billy die Stammesüberlieferungen weitergibt, stellte sich als einer der schwierigsten Momente des ganzen Drehs heraus. Lautner erzählt: „In der Nacht, als wir die Szene am Lagerfeuer drehten, hatten wir den schlimmsten Regen der ganzen Drehzeit. Wir drehten die ganze Nacht hindurch bis in den Morgen, und die ganze Zeit goss es in Strömen. Wir warteten immer wieder stundenlang im Zelt, dass der Regen zwischendurch einmal aufhören würde. Und wenn es dann einmal für ein Viertelstündchen trocken war, sind wir schnell herausgeflitzt und haben die Einstellung in aller Eile gedreht. Und dann zurück ins Zelt oder zurück ins Auto.“
Slade lacht: „Wir haben gedreht, egal, wie das Wetter war. Wir haben gedreht, egal, wie das Licht war. Wir haben gedreht, auch wenn du dir beide Beine gebrochen hast.“ Und fügt hinzu: „Die schlimmste Nacht beim Dreh hatte bei der Crew den Spitznamen ,Schwarzer Freitag’ weg. Es regnete nicht, es schüttete. Die Regentropfen waren so groß wie kalifornische Riesen-Küchenschaben. Das Prasseln des Regens hat sich so angehört, wie wenn man in der Pfanne Würstchen brät – aber egal, was auch passierte, wir mussten schließlich drehen.“
Slade erzählt weiter: „Wir haben also eine schwarze Plane über das ganze Set gezogen, und der Regen hat darauf eingeprasselt. Wir haben die Hintergrundscheinwerfer abgeschaltet, damit man den Regen nicht mehr sah. Damit hatten wir ein Problem gelöst, aber man hörte immer noch das Gezische des Würstchenbratens. Da kann man nicht mehr viel machen, und man merkt, dass das Ganze nicht gut läuft. Und kalt ist einem auch. Dann ist noch ein Bär beim Essenswagen aufgetaucht. Den haben wir ignoriert, gehofft, dass er einfach von sich aus wieder weggeht, und haben weitergedreht.“
Slade fährt fort: „Wir machen also weiter inmitten der Bratgeräusche, aber dann bildet sich eine große Blase in der Plane, und es klar, dass die Plane nur noch zehn Minuten hält, bevor das Wasser sie zerreißt. Jemand musste also mit einem Stock das Wasser rausdrücken, und das Wasser landet natürlich auf dem Boden. Wir standen jetzt im Sumpf, als wir eigentlich drehen wollten. Gil Birmingham liefert die beste Leistung seiner Karriere ab, aber alles, was man hört, ist das Braten von Würstchen. Aber es ist alles auch ganz fantastisch, und wir drehen einfach weiter, obwohl alle mies gelaunt waren, weil sie inzwischen bis auf die Unterwäsche durchnässt waren.“
Meraz ergänzt: „Das Wasser ist immer wieder hereingesickert, und alle zehn Minuten musste es jemand herausdrücken. Es war wie ein Alptraum der einfach nicht aufhören will. In dieser Nacht stand einiges auf dem Spiel, aber David hatte es trotzdem raus, dass wir uns alle wohl fühlten und füreinander da waren.“
Slade fügt hinzu: „Das Wasser beult wieder die Plane aus, und wir haben endlich das Wolfsrudel zusammen, alle mit nacktem Oberkörper, weil es schließlich eine Sommernacht sein soll und sie keine Hemden tragen. Alle frieren sich zu Tode. Ein Helfer versucht, die Wasserblase wegzudrücken, und natürlich landet das ganze Wasser, bestimmt hunderte von Litern, genau auf dem Wolfsrudel, und alle sind bis auf die Knochen nass und stehen kurz vorm Tod durch Unterkühlung. Und so ging es immer weiter. Schließlich habe wir eine wirklich wunderschöne Szene im Kasten gehabt, und man würde nie auch nur ahnen, unter was für grauenhaften Umständen die Bilder zustande gekommen sind. Das war mit Sicherheit die größte Herausforderung des ganzen Drehs – und die Szene, die mir am längsten in Erinnerung bleiben wird.“
Jones sagt: „Im Nachhinein betrachtet, war das eine tolle Sache für den Zusammenhalt als Gruppe, weil wir bis sechs Uhr morgens im strömenden Regen durchgearbeitet haben. Wir haben durchgemacht, aber ich bin irgendwann auf dem Stuhl eingeschlafen und erst aufgewacht, als ich lautes Gelächter um mich herum hörte. Die letzte Einstellung haben wird erst kurz vorm Morgengrauen aufgenommen, und ich sagte zu mir: Bloß keine Nahaufnahme, bitte – ich kann kaum meine Augen aufhalten...!“, lacht Jones: „Aber Booboo war mit einer Nahaufnahme dran, und er hat es wirklich super hinbekommen, um fünf Uhr morgens voll da zu sein, als es nötig war.“
Vor dem Drehstart verbrachte Tinsel Korey eine Woche beim echten Quileute-Stamm, die auf Olympia-Halbinsel im US-Bundesstaat Washington leben. Sie bot an, in der örtlichen Schule Schauspielunterricht zu geben. Korey sagt: „Wenn man von indianischer Abstammung ist, lernt man, dass man sich für Geschenke revanchiert. Das war für mich die Gelegenheit, den Quileute etwas zurückzugeben und sie zum Teil des Filmprojekts zu machen.“
Korey weiter: „Die Quileute sind ein kleiner Stamm, der nicht mehr als 750 Mitglieder hat. Sie sind Fischer, und sie haben in ihren Stammesüberlieferungen tatsächlich Wölfe in ihren Ursprungslegenden. Wölfe haben in ihrer Kultur große Bedeutung, aber mit dem Unterschied, dass sie sich nicht wirklich in Werwölfe verwandeln.“
Seitdem die Bücher solche Popularität gewonnen haben, hat der Tourismus stark zugenommen. Korey erzählt: „Es ist eine wunderbare Sache, dass ihr Stamm plötzlich so viel Aufmerksamkeit bekommt, aber es kommen auch etwas merkwürdige Dinge vor, da fragen tatsächlich Leute, wo denn nun Jacob wohnt. Ich habe dem Stamm gesagt, was für eine tolle Sache es doch ist, dass sich jeder für sie interessiert. Und ihre Augen leuchteten richtig auf; diese Anerkennung hatten sie noch nie zuvor bekommen. Und jetzt sind sie Teil von etwas, das in die Geschichte eingehen wird.“
Koreys Filmfigur Emily gehört allerdings zum Stamm der Makah. Daher reiste Korey noch weiter nach Norden entlang der Pazifikküste bis zur Neah Bay, um den Jungen und Stammesältesten der Makah einen Besuch abzustatten. Dort bekam sie im Rahmen einer feierlichen Zeremonie eine Stammesflagge überreicht. Korey: „Es ist immer wieder überwältigend, was „Twilight“ alles auslöst. Einer sagte: ,Wer will ein Autogramm von Tinsel, und Menschenmassen strömten auf mich zu. Das ist echt der Wahnsinn. Darauf kann man sich nicht vorbereiten, es ist so verrückt. Die Quileute wussten noch nicht einmal, dass sie im Buch vorkommen, bis urplötzlich Busse voller kleiner blonder Mädchen zu ihnen an den Strand kamen. Für sie ist das alles ganz schön bizarr.“
Genau wie die Vampire schätzten auch die Werwölfe die Zusammenarbeit mit dem neuen Regisseur, Spencer sagt: „Ich mag David Slade, weil er sehr ins Details geht, weil er weiß, was er will, und weil er sehr schnell arbeitet. Ich mag diese Art von Regisseur: Er kommt gleich zum Punkt, du machst, was du gesagt kriegst, und es sieht gut aus.“
Meraz fügt hinzu: „David Slade rückt die dunklere Seite des Ganzen in den Mittelpunkt. Das ist alles schon im Buch vorhanden und schreit geradezu danach. David geht sehr intuitiv vor und hat eine erstaunliche Fähigkeit, noch auf die kleinsten Details zu achten. er läuft ständig mit einer Kamera herum und nimmt Sachen auf, die ihn interessieren.“
Korey sagt: „Es war so interessant, mit ihm zu arbeiten – ich hatte gedacht, er wäre ein viel ernsthafterer Typ. Aber hat diesen sehr trocknen britischen Humor, den ich als Kanadierin absolut teile. Ich wusste nicht recht, wie so ein Horrorfilm-Regisseur wohl sein würde, vielleicht unheimlich und geheimnisvoll. Aber er ist total locker.“
Und Booboo Stetwart sagt: „Wir werden sicher eine ganz Menge Blut zu sehen bekommen, was schon mal super ist. David sorgt ganz sicher dafür, dass es richtig zur Sache geht, aber er kann eben auch romantische Szenen.“
Nicht zu vergessen: die Menschen
Als Bellas nichtsahnende Eltern sind wieder Billy Burke, Bellas Vater Charlie Swan, und Sarah Clarke als Bellas Hippie-Mutter Rene Dwyer mit dabei. Burke sagt: „Ich sehe Charlie als so etwas wie die Verbindung der Filme zur Realität, und vielleicht gibt er dem Ganzen auch einen gewissen moralischen Kompass. Charlie ist aber natürlich komplett ahnungslos, was eine gewisse Ironie hat, weil er ja nun der Polizeichef von Forks ist. Charlie möchte nichts wissen, was er nicht ausdrücklich wissen muss. Zu viele Informationen sind für ihn nichts weiter als lästig.“
Rosenberg kommentiert: „So wie Billy Burke Charlie spielt, reißt er jede Szene an sich. Kein Wunder, dass Charlie eine meiner Lieblingsfiguren ist – und eine, die es am meisten Spaß macht zu schreiben. Billy bringt die Leinwand zum Leuchten. In einer Szene in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, die ich ganz besonders mag, sagt Bella ihrem Vater, dass sie nach wie vor Jungfrau sei. Billy ist darin so komisch und so lebensecht – genauso wie Kristen. Ihr Gespräch hat genau diese furchtbare Peinlichkeit, die so leicht zwischen Vätern und Töchtern besteht, gerade wenn es solche wie diese zwei sind, die ja nicht besonders gut mit Worten können. Beide sind nicht besonders kommunikativ, und er tapst so herrlich unbeholfen um das eigentliche Thema herum.“
Die für UP IN THE AIR („Up in the Air“, 2009) Oscar-nominierte Anna Kendrick als Jessica Stanley, Michael Welch als Mike Newton, Christian Serratos als Angela Webber und Justin Chon als Eric Yorkie nehmen alle ihre Rollen als Bellas und Edwards Klassenkameraden in der High School von Forks wieder auf.
Kendrick sagt: „Die Schüler bilden einen echten Kontrast zu Bellas Welt, zwischen der Welt der Werwölfe und Vampire, wo alles ein Kampf auf Leben und Tod ist, und dem unbeschwerten Leben an der Schule. So kann sie immer sehen, wie ihr Leben aussehen würde, wenn sie sich nicht so sehr auf Edwards Welt eingelassen hätte. Die Sache mit den Leuten auf der High School ist ja, dass alle so sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Würde man wirklich merken, wenn alle um einen herum so merkwürdig blass sind? Die anderen aus der Klasse halten ihren blassen Mitschüler durchaus für faszinierend, aber eben auch für gruselig und unnahbar. Und damit kehren alle wieder schnell in ihre eigene kleine Welt zurück.“
Kendrick weiter: „Jessica ist so, wie du niemals auf der High School sein wolltest, so hilfsbedürftig und so verzweifelt. Immer will sie im Mittelpunkt stehen, aber sie hat ein Talent dafür, im entscheidenden Moment das Falsche zu sagen. Ich glaube, in jedem von uns steckt ebenso viel von Jessica wie von Bella. Sie stellt das totale Gegenbild zu Bella dar.“
Serratos sagt: „Die ganze Saga wechselt zwischen sehr düsteren und leichteren Passagen ab. Man braucht ab und zu ein wenig Leichtigkeit, und an der Stelle kommen die normalen Menschen ins Spiel, die für den einen oder anderen Lacher sorgen. Angela ist wie ein kleines Häschen; ein Kleinstadtmädchen, das jeden erst einmal mag. Sie ist schweigsam und schüchtern, aber so langsam kommt sie aus ihrem Schneckenhaus hervor. Sie gewinnt definitiv an Selbstvertrauen. Sie und Bella sind jetzt schon eine ganze Weile befreundet, aber erst jetzt wird es zu einer richtig engen Freundschaft. Angela wird deswegen ein wenig lockerer, weil sie eine Vertraute hat, die ihr ähnlich ist.“
Kendrick sagt lachend: „Edward und Bella sind zusammen, und das ist schon etwas unangenehm für ihre Freunde, die sich damit abfinden müssen. Ihre Freunde sind schon ein wenig verschüchtert in ihrer Gegenwart, ohne sich im Klaren darüber zu sein warum, aber sie sind eben auch fasziniert von den beiden.“
Welch sagt: „Mike ist ein typischer Kleinstadt-High-School-Vertreter: der notorische Herzensbrecher, den es an jeder Schule gibt. Sein Fall ist aber dadurch besonders, dass er mit einem Vampir und einem Werwolf in Konkurrenz steht, also mit zweien der schönsten und mächtigsten Geschöpfe auf dem Planeten.“
Chon fügt hinzu: „Bella stellt die Brücke zwischen den Menschen und den Cullens dar; sie ist das Verbindungsglied, und in diese Rolle wächst sie mit der Zeit immer mehr hinein. Dass wir keinen blassen Schimmer von all diesen bedrohlichen Geschehnissen um uns herum haben und uns einfach ganz normal über alltägliche Dinge unterhalten, sorgt schon dafür, dass sich die Stimmung hebt. Wir müssen gar nicht viel dafür tun, es reicht schon, dass es uns gibt. Der Kontrast ist auch so stark genug. Die Klassenkameraden bringen die Leichtigkeit allein dadurch hinein, dass sie sich wie normale Teenager benehmen.“
Chon weiter: „Eric hat sich gewandelt: Er war ein hoffnungsloser Romantiker, aber jetzt hat er tatsächlich eine Freundin. Er hat sich auch besser an seine Umgebung angepasst und sogar Freunde gefunden, die wie er alle ein wenig seltsam sind. Er hat gerade angefangen, sich richtig wohl zu fühlen, aber das Ende ist nahe…!“
Für die Freunde ist die Schul-Abschlussparty die Gelegenheit, sich endlich das Geheimnis umwobene Haus der Cullens von innen anzuschauen. Chon sagt: „Für die Freunde ist das ein ganz großes Ding, weil sie unbedingt wissen wollen, wie es bei den Cullen aussieht. Weil sie so geheimnisvoll sind, weiß keiner, was er zu erwarten hat. Alles, was sie wissen, ist, das Alice sie eingeladen hat, und sie sind ganz schön aufgeregt. Und dann wird getanzt, alle haben Spaß, und Mike und ich liefern uns ein Roboter-Tanzduell.“
Auch wenn sie nur vergleichsweise kleine Rollen spielten, konnten die Darsteller sich doch der Aufmerksamkeit von Regisseur David Slade gewiss sein. Kendrick sagt: „David legt größten Wert darauf, dass sich jeder am Set wohl fühlt, und dass jeder verstehen kann, wie einem gerade zumute ist. Alle wussten, dass niemand im Durcheinander untergehen würde.“
Welch sagt: „David ist sehr schlau und sehr lustig. Er gibt ganz genaue Anweisungen und weiß genau, was am Ende dabei herauskommen soll. Es ist toll, mit jemandem zusammenarbeiten zu können, der so gute Instinkte hat. Ich vertraue ihm restlos. Mehr kann man von einem Regisseur nicht verlangen: jemand, dem du vertrauen kannst und bei dem du sicher ein kannst, dass er dich nicht wie einen Vollidioten aussehen lässt – auch wenn Mike natürlich wie ein Vollidiot aussehen soll...!“
Serratos fügt hinzu: „Sie haben es wirklich raus, Regisseure auszuwählen, die perfekt zum jeweiligen Buch und zum jeweiligen Film passen. Catherine war so sehr TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN, Chris war so sehr NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE und nun ist David da. Alle decken sich mit den Büchern.“
Chon erklärt. „David Slade ist ein großartiger Regisseur. Er ist sehr genau und sagt sehr deutlich, was er will. Es liegt auch an ihm, dass im Film die düstere Seite dieser Welt so wichtig ist und dass der Film sich erwachsener anfühlt. Und er hat genau verstanden, dass das Ganze auch ein wenig Leichtigkeit braucht, damit das Düstere dann umso stärker wirkt.“
Serratos stimmt zu: „Jedes Buch ist düsterer als das vorige, und so wird auch jeder Film dunkler, unruhiger, cooler und schneller.“
Die Filmemacher haben sich ein paar Freiheiten erlaubt, was das Wechselspiel zwischen den High-School-Freunden betrifft. Kendrick sagt: „Mit den normalen Menschen hatten sie etwas mehr Spielraum. Die Fans würden es nicht zulassen, wenn man irgendetwas bei den Werwölfen oder den Vampiren veränderte. Da muss einfach alles genau wie im Buch sein. Aber was die Menschen betrifft, konnte man etwas spielerischer vorgehen. Ich bin sehr froh, dass wir ein wenig von der Vorlage abweichen und unsere eigenen Stimmen finden konnten. Und weil unsere Figuren jetzt ja die Schule abgeschlossen haben, war das wohl unsere letzte Chance, Teil der ,Twilight’-Saga zu sein. Daher wollten wir so viel Spaß wie möglich haben, solange wir noch dabei sind.“
Neue Figuren – aus der Vergangenheit
Die Oscar-nominierte Catalina Sandino Merono als Maria, Jack Huston als Royce King und der britische Musiker Peter Murphy tauchen in Rollen auf, die die Vorgeschichte von Jasper, Rosalie und dem Quileute-Stamm erzählen.
Godfrey sagt: „Das schöne an einer Produktion wie dieser ist, dass viele Schauspieler auf uns zukommen, um dabei zu sein. Catalinas Agenten riefen wegen der Rolle der Maria an – das ist zwar eine schöne kleine Episode, aber nichts, wo man erwarten würde, dass eine Oscar-nominierte Schauspielerin anruft und fragt, ob sie für zwei Drehtage mitmachen kann. Er bringt den Film nur noch weiter nach vorne, Leute wie Catalina und Jack Huston, der Royce spielt, auch in kleinen Nebenrollen zu haben. Es war für uns sehr angenehm, gar nicht erst großartig Kandidaten suchen zu müssen, wenn wir für jede Rolle schon fünf Anfragen von hervorragend geeigneten Leuten hatten.“
Catalina Sandino Moreno ist die Anführerin dreier wunderschöner Damen, die Jasper eines Nachts im 19. Jahrhundert trifft, zu sehen. Ihre Gefährtinnen werden von Leah Gibson (WATCHMEN – DIE WÄCHTER, „Watchmen“, 2009) und der Kanadierin Kristen Prout (ELEKTRA, „Elektra“, 2005) gespielt.
Moreno erklärt: „Maria ist eine sehr mächtige Frau, ein Vampir, die Jasper als Helfer rekrutiert. Maria mag Jasper, sie ist sogar fasziniert von ihm, und sie macht zu ihren Adjutanten, der ihr bei all ihren Morden hilft.“
Diese Verbindung findet in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ein Echo in der Beziehung von Victoria und Riley. Rathbone sagt: „Maria ist diejenige, die Jasper zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs zu einem Vampir macht. Sie schafft eine Neugeborenen-Armee und macht Jasper zu ihrer rechten Hand und zu ihrem Liebhaber. Im Grunde benutzt sie ihn wegen seines besonderen Talents, Emotionen zu manipulieren. Denn so kann er die Neugeborenen beruhigen und sie zu besseren Soldaten machen.“
Moreno genoss die Gelegenheit, einen Vampir zu spielen: „Es macht doch einfach riesigen Spaß, sich zu verkleiden und Vampiraugen zu bekommen. Wenn man schon einen Vampir spielt, dann bitte auch einen bösen! Das war ganz nach meinem Geschmack – ich fand es cool!“
Moreno schätzte auch die Zusammenarbeit mit David Slade: „Ich liebe es, wenn Regisseure ein offenes Ort für Vorschläge ihrer Darsteller haben, und ich war sehr froh, dass David so ein Regisseur ist. Wenn ich etwas ausprobieren wollte, konnte ich es auch machen.“
Jack Huston, Mitglied einer der ältesten Schauspieler-Familien Hollywoods, spielt Royce King, Rosalies Verlobten aus der Prohibitionszeit in den 30er Jahren. Slade kommentiert: „Wir hatten all diese Oldtimer und Kostüme aus der Zeit, aber damit wir richtig in die Welt des Rochester, New York des Jahres 1933 eintauchen konnten, mussten wir unbedingt die Eigenart der damaligen Leute einfangen. Es ging dabei gar nicht so sehr um die Szenerie, sondern um das Benehmen der Menschen. Jack Huston, der den verabscheuungswürdigen Royce King spielt, spielte kürzlich in einem Theaterprojekt über Hemingway mit und zeigt auch da schon, dass er Scheusale spielen kann. Es ging wirklich mehr um Eigenheiten als darum, das Szenenbild mit Art-Déco und anderem Zeug aus den 30ern voll zu stellen. Das war eine sehr schöne, intime Szene, in der man den Figuren sehr nahe kommt. So etwas wie die Art, wie sie sich anschauen und lachen – das war genau das, was wir für unseren keinen Historienfilm aus den 30ern suchten.
Peter Murphy, Idol der europäischen Gothic-Bewegung, spielt eine Cameo-Rolle als einer der „Kalten“ aus dem 17. Jahrhundert. David Slade erklärt die Besetzung: „Peter Murphy wird wahrscheinlich niemandem mehr etwas sagen, aber ich bin ja schon sehr alt und mit anderer Musik groß geworden. In den 80en wurde Goth-Rock zu einer ganz großen Nummer, und Bauhaus, deren Sänger Peter Murphy war, hatten mit „Bela Lugosi’s Dead“, einem Song über den Schauspieler, der 1931 die Titelrolle in ,Dracula’ spielte, einen Riesenhit. Das Lied hat so einen gewissen Vampir-Chic; es ist ein ziemlich ironisches Lied über die Unzufriedenheit junger Leute und eben auch über den Tod des Vampirs. Es ist ein großartiger Song, den Peter Murphy damals gesungen hat, und damit war er so etwas wie der erste Vampir.“
Slade fügt hinzu: „Die Frage war also: wer sollte den Urvater aller Vampire in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT spielen? Und ich sagte: Warum nicht Peter Murphy? Warum nicht der erste Vampir - das wäre ganz schön cool. Wir fragten ihn an, und er sagte sofort zu. Er kriegte eine Perücke aufgesetzt, zog seinen Mantel an und gab alles – es war super! Ich weiß, dass es auch Leute in meinem Alter gibt, die die „Twilight“-Bücher lesen, und die wissen auch genau, wer Peter Murphy ist, so dass sein Auftritt als nette kleine Überraschung kommt. Und für die jüngeren ist es einfach lustiges Trivialwissen. Es war sehr schön, ihn dabeizuhaben, denn Peter ist ein absolut netter Kerl.“
Murphy sagt: „David ist Engländer wie ich, und wir als Landsleute verstanden einander sofort. Wenn er mir Anweisungen gab, machte er auch bestimmte Bewegungen vor, und ich fand, dass er das so gut machte, dass ich eigentlich nur noch seinem Vorbild folgen musste. Ich brauchte mir gar nicht viel selber ausdenken. David ist ein echter Gentleman.“
So entstand ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT: Produktionsnotizen
Die Dreharbeiten zu ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT begannen am 17. August 2009 in Vancouver. In den elf Wochen der Drehzeit blieb die Produktion aber nicht nur in Vancouver, sondern machte an diversen Drehorten in der kanadischen Provinz British Columbia Station, darunter auch an Stellen, die nur äußerst schwer zugänglich waren.
Zu der Großproduktion gehörte neben der Hauptmannschaft auch ein zweites Team, das vor allem bei den drei großen Actionsequenzen zum Einsatz kam: bei der wilden Jagd der Cullens, der Werwölfe und Victorias durch eine tiefe Schlucht gleich zu Beginn des Films; die Szenen, in denen Jasper den Rest der Familie und die Werwölfe auf die Entscheidungsschlacht vorbereitet, und schließlich die Entscheidungsschlacht selber, die sich an zwei verschiedenen Schauplätzen abspielt – einer Lichtung inmitten der Wildnis, in der das Bündnis der Cullens und der Werwölfe auf die neugeborenen Vampire trifft und der schneebedeckte Berggipfel, auf dem sich Bella, Edward und Seth einerseits und Victoria und Riley andererseits gegenüberstehen. Die Kampfspezialisten im Team, die Stuntleute sowie die Experten für die Spezialeffekte für die optischen Effekte – alle arbeiteten mit höchster Präzision daran, die spektakulären Szenen auch richtig einzufangen und den Schauspielern Hilfestellung beim Umgang mit den nur virtuell vorhandenen Wölfen zu geben. Hinzu kam noch, dass ein Großteil der Filmhandlung draußen spielt, und das auch noch bei sehr genau vorgegebenen äußeren Bedingungen.
Alle Schauspieler, die in den Actionsequenzen gebraucht wurden, hatten zum Zeitpunkt des Drehs mehrere Wochen eines speziell auf den Film abgestimmten Kampftrainings hinter sich. Die Schauspieler und die Stuntmen arbeiteten unermüdlich daran, die real aufgenommen Szenen bis an die äußerste Grenze dessen zu treiben, was physikalisch möglich ist – und dann erst die Kollegen von den Computereffekten übernehmen zu lassen.
Den Filmemachern stellte sich nicht nur die Aufgabe, eine im Hier und Jetzt spielende Liebesgeschichte zu erzählen, die lauter übernatürliche Elemente wie Vampire und Werwölfe enthält; sie hatten auch noch dafür sorgen, dass das Endergebnis dem entsprach, was die Autorin Stephenie Meyer erdacht hatte. Das Ganze musste außerdem noch zu dem passen, was die Macher der ersten beiden Filme an Vorleistung erbracht hatten – und das schließlich alles mit dem Anspruch zu vereinbaren, die Geschichte auch im dritten Teil frisch und aufregend zu erzählen. Dabei waren bestimmte Filmsets wie das Haus der Cullens, Bellas Haus, Jacobs Haus, die High School von Forks und die Wiese (einschließlich des Glitzerns, wenn sich Vampire ins Sonnenlicht begeben) vorgegeben. Die Filmemacher hatten außerdem ein ausgesprochen großes Ensemble von über drei Dutzend Haupt- und wichtiger Nebenrollen sowie die Stuntdoubles einzukleiden und die diversen Vorgeschichten, die in verschiedenen Zeitaltern spielen, authentisch auszustatten – und wurden dabei ständig von Fans der Serie belagert, die begierig auf jedes noch so kleine Detail der Verfilmung waren.
Taylor Lautner erklärt: „Am Anfang des Films sehen wir, dass Victoria zurück ist und dass sie Rache nehmen will. Eine Verfolgungsjagd beginnt, bei der Victoria vom Gebiet der Cullens auf das der Wölfe flüchtet – und Vampire und Wölfe können nicht das jeweils andere Gebiet betreten. Aber Emmett überschreitet im Eifer des Gefechts die Grenze zum Wolfsterritorium, und Paul, der Hitzkopf, lässt sich natürlich sofort auf einen Kampf mit ihm ein. Das ist der perfekte Beginn für den Film, denn so wird gleich klar, dass Victoria eine zentrale Rolle spielt. Sie ist es schließlich, die für dieses Chaos verantwortlich ist und dafür, dass sich die Cullens und die Wölfe gegenseitig an die Gurgel gehen.“
Die Anfangssequenz ist pures Adrenalin und soll dem Publikum gleich einen Eindruck vermitteln, über was für eine explosive Kraft die übernatürlichen Gestalten in dieser Geschichte wirklich verfügen. Produzent Wyck Godfrey erklärt: „Irgendwann wird klar, dass es Victoria ist, der sie diese Schlucht entlang hinterher jagen. Und gerade als sie sie fast geschnappt haben, springt sie auf die andere Seite – und sie bleiben stehen. Warum verfolgen sie sie nicht? Da verstehen wir, dass es eine Demarkationslinie zwischen dem Gebiet der Vampire und dem der Wölfe gibt. Aber gerade, als wir glauben, dass sie entkommen ist: Bäng! Schon sind ihr die Wölfe auf den Fersen. Jetzt kommt die Action im Doppelpack: Auf der einen Seite der Schlucht verfolgen sie die Cullens, auf der anderen Seite der Schlucht die Wölfe, und sie hüpft ständig von einer Seite zur anderen. Das ist eine ganz fantastische Szene.“
Regisseur David Slade kommentiert: „Im Buch wird die Jagd durch die Schlucht nur erwähnt, aber ich fand gleich, dass wir sie auch wirklich sehen müssen. Ich zeichnete einige Storyboards, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es aussehen könnte, wenn die Cullens und Wölfe Victoria jagen. Melissa gefielen meine Zeichnungen, und sie schrieb die Szene entsprechend auf. Es ist im Buch nur ein kleines Detail, ich war mir aber sicher, dass es ganz großen Spaß machen würde, das auf der großen Leinwand zu sehen. Da will ich einfach sehen, dass die Vampire und die Wölfe mit Höchstgeschwindigkeit hin- und herflitzen und von einer Seite auf die andere springen. Nebenbei erklären wir so auch die Gesetze, die die Trennung der Gebiete regeln.“
Das Haupt-Team fing üblicherweise mit den Dialogen und den einfacheren Stunts an; „aber dann übergaben wir an die Second Unit, wenn es um die großen Actionkracher, Aufbauten mit großen Kränen und die Stunts ging, bei denen die Darsteller an Drähten hingen. Das übernahm dann der Second-Unit-Regisseur E. J. Foerster“, erklärt Godfrey. Die Drehpläne zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft waren so versetzt, dass David Slade an seinen freien Tagen immer Gelegenheit hatte, die Arbeit der Second Unit zu begutachten.
Slade erzählt: „Jemanden wie E. J. Foerster kann man sich nur wünschen. Er ist wie ein Schweizer Taschenmesser – er kann alles! Er hat wirklich eine tolle Leistung vollbracht. E. J. hat in seiner Karriere schon so viele Stunts inszeniert, dass er im Schlaf weiß, wie er es anstellen muss. Er hatte solche Brocken zu stemmen wir große Stunts, bei denen allein der Aufbau schon sieben Stunden dauerte. Und was soll ich sagen: Alle unsere Szenen ließen sich nahtlos zusammenfügen, unsere Bildsprache war genau dieselbe. E. J. und ich bewegten uns auf genau derselben Ebene, und er fragte ständig, ob er noch irgendwie behilflich sein könnte. Die Second Unit war eine unglaublich disziplinierte Truppe, und es hat richtig Spaß gemacht, an ihrer Seite zu arbeiten.“
Godfrey fügt hinzu: „Eine der ganz großen Herausforderungen war es auch schon seit dem ersten Film, das enorme Tempo der Vampire richtig einzufangen. David und E. J. wollten das unbedingt ,in camera‘ hinbekommen und die wahnsinnige Geschwindigkeit, mit der die Vampire durch die Wälder zischen, wie Stephenie Meyer es in den Büchern beschriebt, nicht am Computer nachstellen.“
„Wir haben sehr viel über die Geschwindigkeit der Vampire nachgedacht“, erzählt Slade: „Wir suchten die zündende Idee, wie wir zeigen könnten, dass ein Wesen seine Beine so schnell bewegt, dass sie gar nicht mehr zu erkennen sind. Wir schauten uns dazu auch etwa an, wie es bei Insekten aussieht, die tausend Mal in der Sekunde mit ihren Flügeln schlagen. Also versuchten wir, es hinzubekommen, dass Leute mit 60 Stundenkilometern laufen und dabei miteinander agieren – und das auch noch in echt. Ich wollte, dass es übermenschlich, aber nicht übernatürlich aussieht. Dass das Ganze wie totale Fantasy aussehen würde, wollte ich genau vermeiden. Deshalb haben wir die Kamera dabei auch immer auf Augenhöhe der Darsteller behalten, um einen glaubwürdigen Effekt zu erzielen.“
Die Idee eines „fliegenden Teppichs“, mit dem man tatsächlich solche Geschwindigkeiten erzielen könnte, war dann das gemeinsame Werk von David Slade, seinem Second-Unit-Regisseur, dem Stuntkoordinator, den Kampfspezialisten, den Leitern der Abteilung für Spezialeffekte und dem Produktionsdesigner. Slade lacht: „Der fliegende Teppich war die Lösung dafür, dass wir Leute mit 60 Sachen durch den Wald rennen lassen wollten. Wir nannten ihn zunächst ,den Läufer‘ und später dann ,den Schlitten des Todes‘. Es ist im Grunde genommen ein sehr langes und sehr, sehr straff gespanntes Laufband, dass hinter einem Laster angebracht ist, der auf einer Straße durch den Wald rast. Die Stuntleute und die Schauspieler waren auf dem Laster, und der Kamerawagen raste neben dem Laster her. Und wenn beide richtig Tempo drauf hatten, rannten die Schauspieler auf dem Laufband los, und was wir aufgenommen haben, war, wie jemand mit 60 Kilometern pro Stunde läuft, und das sieht richtig, richtig schnell aus. Und weil es tatsächlich echt ist, wirkt es eben auch so echt.“
Der Stuntkoordinator John Stoneham, Jr. fügt noch hinzu: „Das Ding ist etwa 1,20 Meter breit und hängt an einer computergesteuerten Winde, die die Leute praktisch hinter sich her schleift. Der Weg musste dafür ziemlich eben sein, denn sie laufen wirklich fast auf dem Boden.“
Der Visual Effects Supervisor Kevin Tod Haug erklärt. „Es ist derselbe Effekt wie bei einem Laufband auf dem Flughafen. Darauf geht man ganz genau so schnell wie jemand, der daneben läuft, aber trotzdem sieht das andere viel schneller aus. Im Film sieht man, wie der Wind ihre Kleidung zerzaust und wie sie ihre Arme und Beine bewegen. Und solange man nicht ihre Füße sieht, glaubt man, dass sie in Wirklichkeit so schnell sind. Tatsächlich laufen sie aber natürlich nur mit normalem menschlichem Tempo, dafür gibt dann ja der Lastwagen noch 50 oder 60 Stundenkilometer dazu. So haben wir uns darauf festgelegt, dass Vampire ein Tempo von ungefähr 70 bis 75 Kilometern pro Stunde drauf haben und dass sie niemals dabei ermüden, auch wenn sie die ganze Zeit mit Höchstgeschwindigkeit laufen.“
Godfrey fügt hinzu: „Die Schauspieler hatten für die Szenen auf normalen Laufbändern trainiert. Und dann haben wir sie durch die Wälder, mit Bäumen im Vorder- und im Hintergrund gejagt. Die Schauspieler sind so schnell gelaufen, wie sie nur konnten, und alles andere zischt an der Kamera vorbei. Dies ist das erste Mal bei den ganzen Filmen, dass wir nicht nur sehen, wie die Vampire mit unfassbarem Tempo durch die Wälder jagen, sondern dass es dabei auch die echten Darsteller sind.“
Haug sagt: „Grundsätzlich sind die besten Effekte diejenigen, die man, so weit es eben geht, real dreht. Also fragt man sich zuerst: Was kann ein Schauspieler oder ein Stuntman wirklich schaffen? Es ist immer der bessere Weg, so viel wie möglich vor der Kamera zu machen und erst dann die Visual-Effects-Leute ranzulassen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Es muss eine gewisse Spannung und eine Herausforderung geben. David war es sehr wichtig, dass man die Schwerkraft und den Widerstand, der bei so einer Geschwindigkeit auf einem lastet, auch wirklich spürt.“
Haug kommentiert: „Ich habe noch nie gesehen, dass irgendwo versucht worden wäre, eine Verfolgungsjagd so aufwendig zu inszenieren, wie wir es getan haben. Vampire leben in der uns bekannten Welt, aber sie haben eben außerordentliche Fähigkeiten. Die setzen sie aber nur ein, wenn sie müssen. Einen solchen Aufwand betreibt man vielleicht für eine Verfolgungsjagd mit Autos oder mit Flugzeugen – aber für eine Verfolgungsjagd zu Fuß ist das wirklich ganz außergewöhnlich. Jeder Schnitt bringt einen in dieser Szene an einen anderen Ort, einfach weil sie so schnell sind. Bei einer normalen Verfolgungsjagd laufen die Figuren über Dächer oder die Straße entlang, aber sie spielt sich im Wesentlichen am selben Ort ab. Bei Vampiren mit Tempo 70 geht das aber nicht. Man muss es also wie eine Autojagd durch den Wald behandeln.“
James Tichner, der bei der Second Unit für die Visual Effects zuständig war, sagt: “Victoria fordert bei ihrem Lauf beide Seiten hinaus und testet deren Grenzen aus. Der Second-Unit-Regisseur E.J. Foerster hatte deshalb eine ganz klare Ansage für diese Sequenz: schnell, schnell, schnell! Das hier ist eine Autojagd, das hier ist schnell und gefährlich. Das heißt, wir brauchten sehr viele Markierungen. Ich glaube, in der ganzen Filmgeschichte Vancouvers wurden noch nie so viele Markierungen in einer einzigen Szene gebraucht wie in dieser; es müssen an die 200 gewesen sein.“
Tichner sagt: „Wir haben die Sequenz in drei Teile aufgesplittet: Am Anfang rasen sie durch den Wald, was ziemlich viele Parkour-Tricks einschließt. Wir haben zuerst die Hintergrundaufnahmen gemacht und uns so durch den Wald hindurch gearbeitet.“
Haug erklärt: „Wenn die Strecke, die die Kamera durch den Wald zurücklegt, sagen wir mal, 200 Meter lang ist, dann braucht Victoria für diese Strecke ungefähr zwei Sekunden. Was man also macht, ist, das Ganze auf das Format der Studiobühne mit der Green Screen dahinter zu verkleinern. Dann ist die Stuntfrau, die in einem Geschirr hängt, das oben mit Drähten befestigt ist, an der Reihe, vor der Green Screen in zwei Sekunden quer durch den Raum zu wirbeln. Dann rechnet man aus, wie die entsprechenden Proportionen und die verschiedenen Elemente der Einstellung – Bäume, Felsen, Höhenunterschiede – sich zueinander verhalten. Wenn man den Stunt dann per Computer in den real aufgenommenen Hintergrund einfügt, trifft die Figur all die Markierungen, die sie treffen soll, und es sieht im fertigen Film so aus, als ob sie 200 Meter in zwei Sekunden schafft, obwohl sie in Wirklichkeit nur 15 Meter weit gelaufen ist.“
Haug weiter: „Victoria hüpft und springt wie ein Reh oder wie eine Antilope durch die Wälder, ganz als ob sie Parkour spielen würde. In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT ist es aber eher die Technik wie beim Bouldering, also der Bergsteiger-Variante von Parkour.“
Tichner fährt fort: „Im zweiten Teil der Sequenz überwindet Victoria eine Schlucht. Der Hintergrund dazu ist eine Aufnahme, die wir auf Vancouver Island gedreht haben. In der Postproduktion werden dann Elemente von der Außenaufnahme und von den Green-Screen-Bildern zusammengefügt und in einem ziemlich komplizierten Rechenvorgang in dreidimensionale Bewegungen umgesetzt.“
Haug sagt: „Unser Parkour-Leute sind einfach unglaublich. Es sind großartige Bodenturner dabei, die einfach nur so oder mit Hilfe von Trampolinen oder Druckluftkanonen sagenhafte Actionszenen hinbekommen. Es sieht wirklich so aus, als ob es für Victoria ganz normal wäre, über eine 25 Meter breite Schlucht zu springen. Die Stuntfrau sprang so weit, wie Menschen es eben können; man sieht, wie der Wind um sie weht und wie sich ihre Muskeln anspannen. Das ist auch alles real, nur dass ihr Sprung eben in Wirklichkeit längst nicht so weit war.“
Stoneham stimmt zu: „Victoria ist ein ganz schöner Hüpfer. Wir brauchten für ihre Sprünge drei verschiedene Gerüste an drei verschiedenen Orten, die alle sehr abgelegen waren. Vom Standpunkt des Gerüstbaus her sind solche Orte in der Wildnis immer eine große Herausforderung. Damit wir Leute zum Fliegen bringen können, brauchen wir Seilwinden, Sperrvorrichtungen, Druckluftkanonen, Abseilgeräte, Halteseile – und all das muss an Ort und Stelle sein, wenn das Filmteam kommt.“, sagt Stoneham.
Tichner fährt fort: „Der dritte Teil der Verfolgungsjagd ist Victorias großer Sprung zurück über die Schlucht, als die Wölfe sie schon beinahe zu fassen gekriegt haben. Sie landet schließlich in Cypress Falls im Westen Vancouvers, wo das Duell zwischen Paul und Emmett stattfindet.“ Haug fügt hinzu: „Es gibt da diese tiefe Schlucht mit einem Wasserfall, aber davon ahnt man noch nichts, weil es durch den dichten Wald verdeckt ist.“
Slade erzählt: „Die Schauspieler haben so viel in echt gemacht, wie es eben ging, damit das Publikum nicht dadurch aus der Geschichte rauskommt, weil es die Effekte als solche bemerkt. Gegen Ende der Verfolgungsjagd durch die Schlucht schlägt der Werwolf Paul Emmett nieder und stürzt ihn ins Wasser. Kellan Lutz musste nun wie ein Besengter auf den Abhang zurasen. Dabei hatte er ein Geschirr um, das ihn davor bewahrte, wirklich abzustürzen. Das sah gefährlich aus, war aber völlig sicher. Und wir hatten Spaß dabei zuzuschauen, wie er kurz vorm Sprung vor Schreck ganz große Augen kriegte“, lacht Slade: „Kellan war wirklich absolut hart im Nehmen. Auf jeden Fall haben wir ihn gleich neun Mal in den Fluss fallen lassen, und er hat es mannhaft ertragen. Er war jedes Mal wieder bereit für einen weiteren Durchgang, richtig heldenhaft. Das war ja schließlich Kellan und kein Stuntman.“
Haug erzählt weiter: „Nachdem wir ihn getestet hatten, wussten wir, das der fliegende Teppich funktioniert und dass wir noch einige Einstellungen mehr aus anderen Kameraperspektiven brauchen würden. Dies war das erste Mal, dass ich mit E.J. gearbeitet habe, aber ich werde das nicht so schnell vergessen. Er ist einfach unermüdlich. E.J. hat nicht aufgegeben, bevor er nicht lauter geeignete Stellen für unsere Verfolgungsjagden zu Fuß aufgetan hatte.“
Der Drehort, der sich am schwierigsten finden ließ, war die Stelle der Schlucht, an der Victoria sie zum zweiten Mal überspringt. Haug berichtet: „Damit man auch einen Eindruck davon bekommt, wie schnell sie rennen können, brauchten wir eine Schlucht, bei der nicht oben überall Bäume standen und bei der beide Seiten klar voneinander abgesetzt waren. Und sie musste wiederum auch offen genug sein, damit man sehen kann, wie auf beiden Seiten die Jagd abläuft. Einen solchen Ort zu finden, der dann auch noch wirklich filmbar sein musste, war eine echte Herausforderung. Die Second Unit hat fast ihre gesamte Vorbereitungszeit mit der Suche verbracht. E.J. suchte immer noch, als die Produktion schon angefangen hatte. Er muss sich wirklich jede einzelne Schlucht in British Columbia persönlich angeschaut haben!“
Die Schlucht, die die Filmemacher schließlich auftaten, war allerdings besonders schwer zu erreichen. Koproduzent Bill Bannerman erzählt: „Wir fanden eine wunderbare Schlucht in der Nähe von Nanaimo, um dort die Hintergrundaufnahmen zu machen, auf die wir dann später die Jagdszenen montieren würden. Aber Nanaimo liegt auf Vancouver Island, und um dort hinzukommen, muss man zwei Stunden mit der Fähre fahren. Hinzu kam, dass wir zur Schlucht selber nur mit dem Hubschrauber kamen. Wir mussten alles – die Crew, die Ausrüstung und auch das Boot, von dem aus wir arbeiteten – auf dem Luftweg dorthin schaffen. Straßen gab es nun einmal nicht.“
Haug fügt hinzu: „Wir waren ganz kurz davor, Kulissen zu malen, und dann fanden wir doch noch diese wunderschöne Schlucht auf der Insel. Man sieht im Film sofort, dass es echt ist, und als Ort für die Geschichte ist es perfekt, aber für den Hin- und Hertransport nicht ganz einfach.“
Bannerman kommentiert: „Wir haben bei diesen Filmen viele schwer zugängliche Drehorte, weil diese Orte die Atmosphäre und die Vorgaben der Romane wiedergeben müssen. Wenn es im Drehbuch. ,Außen. Wald‘ heißt, sind wir so weit in den Wald vorgedrungen, wie es nur ging, um den Schauplatz glaubhaft zu machen.“
Bannerman weiter: „Die ,Twilight‘-Filme zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sich die Geschichte in einer realistischen Umgebung abspielt. Die Zuschauer können sich damit identifizieren, weil alles darin glaubhaft erscheint. Das zu verkaufen, war unsere Aufgabe, und deshalb drehen wir in echten Wäldern, in echten Schluchten, wenn wir sie denn finden können, an echten Steilhängen, an echten Flüssen und auf echten Berggipfeln.“
Im Drehbuch waren diverse Schauplätze für Außenaufnahmen vorgesehen, darunter etwa einfach nur „Wald“, aber auch Orte wie „gruseliger Wald“ und „moosiger Wald“. Produktionsdesigner Paul Austerberry sagt: „Für uns lag die Herausforderung darin, die ganzen verschiedenen Wälder auch ganz verschieden aussehen zu lassen. Ein Wald sieht oft eben einfach aus wie der andere. Zum Beispiel hatte unser ,gruseliger Wald‘ lauter ganz verrückt gewachsene Bäume, die mit Moos behangen waren. Selbst unsere örtliche Crew kannte dieses Waldstück vorher nicht. Und wir hatten außerdem ungewöhnliche Felsen, ein unebenes Gelände und immer wieder Bäche und Tümpel dabei, die das Ganze vielfältig machten. Ich hatte mir Sorgen gemacht, dass unsere Wälder alle gleich wirken würden, wenn sie sich nicht richtig stark voneinander unterschieden. Unsere Location Scouts haben also jedes Waldgebiet in der Umgebung von Vancouver abgesucht, und auch E.J. und ich selbst waren jedes Wochenende auf Wandertour, um die richtigen Wälder zu finden. Im Drehbuch sah das nach gar nicht viel aus, aber es ist ein ganz entscheidender Aspekt des Films.“
Die zweite große Actionszene des Films zeigt, wie Jasper seiner Familie und den Werwölfen beibringt, wie man gegen die Neugeborenen kämpfen muss. Godfrey sagt: „Für mich ist die Vorbereitung auf die Schlacht auf der Waldlichtung wie unsere große Baseball-Szene im ersten Film. Man kriegt die ganzen Fähigkeiten der Vampire vorgeführt. Man weiß, dass es demnächst ernst wird, aber es ist eben noch nicht ganz so weit, und hier vergnügen sich die Cullens damit, den Werwölfen gegenüber etwas anzugeben. Wir haben das Ganze so gestaltet, dass es wie eine kleine Vorschau auf die große Schlachtenszene am Schluss ist.“
Jackson Rathbone erklärt: „Jasper hat früher in seinem Leben eine Neugeborenen-Armee befehligt, und nun bringt er der Vampirfamilie Kampftechnik bei, während einige der älteren Werwölfe vom Hintergrund aus zuschauen. Es geht darum, Angriffen auszuweichen und die Kraft, die der Gegner einsetzt, gegen ihn zu verwenden. Dabei haben wir versucht, das Ganze nicht allzu sehr nach Martial Arts aussehen zu lassen, sondern eher nach einem schmutzigen Straßenkampf. Beim Training geht es aber noch darum, dass die ganze Familie zusammenkommt und sich gegenseitig herumschubst. Und Jasper hat dabei außerdem noch einen netten kleinen Kampf mit Alice – das war alles ein ganz großes Vergnügen.“
Auch Robert Pattinson hatte Spaß dabei, die Szenen zu drehen, in denen die Familienmitglieder gegeneinander antreten: „Es war lustig – Peter und ich hatten die ganzen Schrittfolgen gelernt. Das Training war sehr intensiv und wir waren mit totalem Ernst bei der Sache. Aber am Tag, als wir die Szene drehen sollten, fiel mir ein, dass es sehr merkwürdig aussehen würde, wenn Vater und Sohn versuchten, sich gegenseitig umzubringen. Ich fand, es wäre viel besser, wenn die beiden dabei einen Mordsspaß haben würden. Das hat auch funktioniert, und so lache ich in der fertigen Kampfszene sehr viel – genauso, wie wenn wir zwischen den Einstellungen aus Spaß gekämpft haben.“
Facinelli fügt hinzu: „Als wir TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN gedreht haben, habe ich Rob bei den Baseball-Szenen immer damit aufgezogen, dass er nicht so wirklich der Supersportler war. Auch wenn das alles im fertigen Film super aussah – für ihn war das beim Dreh ein ziemlicher Stress. Aber als wir jetzt mit dem Kampftraining anfingen, hat Rob mich echt umgehauen! Er ist so viel athletischer geworden, und es war eine tolle Erfahrung, diese Szenen mit ihm zusammen zu spielen.“
Für die Gestaltung der computeranimierten Wölfe kamen wieder die Tippett Studios zum Zuge. Die vom Visual-Effects-Pionier Phil Tippett gegründete Firma hatte die Wölfe schon in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE auf die Leinwand gebracht und sie für ihre Rückkehr in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT technisch noch verfeinert.
Haug sagt: „Die Tippett Studios sind mit Sicherheit die beste kleine Animationsfirma auf dem Markt. Sie haben großartige Animatoren. In diesem Film ist die Hauptsache bei den Wölfen ihre Interaktion mit anderen. Beim letzten Mal agierten sie vor allem untereinander und nicht so sehr mit den realen Figuren. Jetzt aber gibt es zunächst einmal viel mehr von ihnen, und jetzt kämpfen sie auch und reißen Vampire in Stücke.“
Tichner stimmt zu: „Die Jungs von Tippett sind unglaublich. Bei ihnen lief die Arbeit immer absolut rund. Wir hatten die meisten der Szenen mit Wölfen darin schon vorher Einstellung für Einstellung ausgearbeitet, so dass wir grundsätzlich immer wussten, wo die Kamera stehen und was sie machen sollte. Mit Phil Tippett zusammenzuarbeiten, ist großartig. Er ist eine lebende Legende, und die Arbeit mit ihm an den Wölfen war einfach fantastisch.“
Da die Wölfe erst in der Postproduktion in die Filmszenen eingearbeitet wurden, wendeten die Filmemacher diverse Tricks an, damit Schauspieler und Crew die Wölfe auch „sehen“ konnten, obwohl sie physisch am Set gar nicht vorhanden waren. Scherzhaft „Kühe“ genannte Pappschablonen in Lebensgröße dienten als Ersatz für die Wölfe, damit beim Blocken der Szenen die Größenverhältnisse und die Sichtachsen immer stimmten. Haug erklärt: „Man müsste sonst einfach sehr viel mehr herumprobieren – so ist es eine denkbar einfache Lösung für ein ganz grundsätzliches Problem.“
Tichner fügt hinzu: Wir haben auch ein Ding benutzt, das wir ,die Kartoffel‘ genannt haben. Das ist ein großes Modell, das ungefähr die Größe eines Werwolfes hat und gegen das die Schauspieler kämpfen können, damit ringen können, das aber auch zurückschlagen kann. In der Postproduktion haben dann Phil und die anderen Jungs die Kartoffel ersetzt und sind als computeranimierte Wölfe zu sehen.“
Godfrey erklärt: „Außerdem hatten wir oft Wölfe außerhalb des Bildes. Wenn es beispielsweise um Jacob ging, hat Taylor Kristen gegenüber gestanden, damit sie auch wirklich zu ihm als Person eine Beziehung aufnehmen kann. Das schwierigste war immer wieder, es so hinzubekommen, dass man im Auge behält, wie es am Schluss aussehen müsste.“
Haug fügt hinzu: „Kristen fand es gut, wenn Taylor ihr gegenüber stand, so dass sie die Szene wirklich gemeinsam spielen konnten und sie nicht nur einen Stock oder den Lichtpunkt eines Laserpointers als Gegenüber hatte.“
Haug weiter: „ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT stellte wegen der Kampfszenen und wegen der schieren Größe der Produktion eine ganz eigene Herausforderung dar. Was wir im letzten Film mit den Werwölfen auf die Beine gestellt haben, verblasst wirklich neben dem, was hier nötig war. Man spielt nach ganz anderen Regeln. Das Zusammenspiel ist um ein Vielfaches größer als beim letzten Film, wo es im Grunde genommen nur darum ging, dass man die Augenhöhe richtig hinbekam. Aber jetzt springen die Wölfe aufeinander rauf, sie beißen, sie wälzen sich und sie bringen Vampire um. Es war viel, viel schwieriger, Lösungen dafür zu finden.“
Slade sagt: „Ich wollte, dass die Wölfe genauso realistisch aussehen wie die Bäume. Ich sagte immer: ,Guckt euch an, wie viele Blätter am Baum hängen, und dann guckt euch an, wie viele Haare so ein Wolf hat‘ – man muss tatsächlich fühlen, dass beide derselben Welt entstammen. Als ich das Buch las, hat mich sehr beeindruckt, wie beschrieben wird, dass Bella sich in Jacobs Gegenwart als Wolf so wohl fühlt und sich an ihn anschmiegt. Mir war es wichtig, dass man sich richtig vorstellen kann, wie sich so ein Wolf anfühlt, wenn sie ihn streichelt, und dazu musste der Wolf so realistisch wie möglich sein.“
Slade fügt hinzu: „Wir haben versucht, die Wölfe noch viel lebensechter zu gestalten. Als heldenhaft sind sie ja schon in der Geschichte angelegt. Ich wollte, dass Leute spontan sagen ,Wie schön‘, wenn sie ihn berührt, und ich glaube, das haben wir mit Phil Tippett und seinen Leuten hinbekommen – wir haben sie ganz schön hart rangenommen, aber dafür haben sie auch tolle Ergebnisse geliefert. Die Leute von Image Engine haben dann noch zusätzlich sehr gute Arbeit bei den Wölfen in den Rückblenden geleistet. Für mich war es eine klare Regie-Entscheidung, die Wölfe nicht jedes Mal wie mit einem Bühnenscheinwerfer in den Mittelpunkt zu rücken. Für mich war entscheidend, dass die Emotionen die Geschichte erzählen.“
Die letzte Actionsequenz spielt gleichzeitig auf einem Berggipfel und auf einem Feld unten im Tal. Für das Camp oben auf dem Berg nutzten die Filmemacher eine Mischung aus dem echten Gipfel des Mount Seymour und einer Nachbildung im Studio.
Bannerman erklärt: „Im Schlussteil der Geschichte gibt es diese beiden ganz unterschiedlichen Handlungsstränge, die sich an einzigartigen Schauplätzen abspielen. Das eine ist der Berggipfel, auf dem Edward sich den Angriffen von Victoria und Riley stellt, wo Schnee liegt, was einem gewisse Beschränkungen für die Planung des Drehs auferlegt; und das andere ist die Schlacht mit der Neugeborenen-Armee auf einem Feld, das wir ganz in der Nähe auf einem Schießplatz fanden und das noch in Sichtweite der Berge liegt.“
Bannerman fährt fort: „Wir haben uns ganz vordinglich damit beschäftigt, wie man die Bilder der Hauptmannschaft mit denen der Second Unit, die die meisten Actionszenen geschossen hat, zusammenbekommt. Die ganz große Herausforderung ist es, das alles zu einem organischen Ganzen zu vereinen, mit demselben Wetter in den einzelnen Einstellungen. Aber wie stellt man es an, dass man über einen Zeitraum von drei Wochen immer dasselbe Wetter hat? In den ,Twilight‘-Romanen gibt es dieses spezielle ,Cullen-Wetter‘, das trostlos ist, neblig, bedeckt und regnerisch. Wenn man aber auf Höhe der Wolken auf einem echten Berg dreht, hat man entweder Schneestürme, wenn es kalt ist oder heftige Regengüsse, wenn es warm ist. Und dabei die Balance zu halten, war wirklich sehr fordernd. Als es um die Szenen auf dem Gipfel ging, sind wir ständig zwischen der Location und der Studiobühne hin- und hergewechselt, und hatten am Schluss dann die Riesenaufgabe, beides nahtlos miteinander zu vereinen.“
Allein schon an den Drehort zu gelangen, stellte für das Team und die Darsteller eine gewaltige Herausforderung dar. In der Geschichte bringt Jacob Bella zu dem Camp auf dem Berggipfel, weil die feindlichen Vampire dort nicht ihre Witterung aufnehmen können. „Alex Burdett, unser Mann für die Spezialeffekte, hat uns Gerüste und Seilzüge gebaut, die hundertprozentig sicher waren. Wir brauchten ein bewegliches Gestell, das auf Kristens Gewicht abgestimmt war, damit Taylor sich auf seine Rolle konzentrieren konnte und die Gleichgewicht nicht verlor. Aber mit diesem Ding sah es einfach nicht richtig aus. Niemand hatte einen Fehler gemacht, alles funktionierte perfekt, aber es wirkte nicht natürlich. Wenn Taylor losging, fehlten dem Ganzen eben der natürliche Schwung und der Rhythmus, den man hat, wenn man jemanden auf den Armen trägt. Also hat Taylor sie in echt getragen. Und zwar nicht nur für einen Durchgang, sondern jedes Mal wieder.“
Stewart wusste es zu schätzen, wie sehr sich ihr Kollege reinhängte: „Taylor konnte mich ohne Probleme stundenlang durch den Wald tragen. Ich habe sogar noch mein Hinterteil abpolstern lassen, um es für Taylor leichter zu machen, aber das Gestell sah nicht so echt aus, wie wenn er mich tatsächlich trug. Die ganze Szene nimmt im Drehbuch vier Seiten ein – es ist eine richtig lange Szene mit vielen Dialogen und er hat mich die ganze Zeit dabei getragen – sehr beeindruckend.“
Slade fügt hinzu: „Taylor ist sehr stark, aber wenn man den ganzen Tag lang jemanden tragen muss, und selbst wenn dieser Jemand so leicht wie Kristen ist, kriegst du irgendwann Schmerzen im Arm. Wir haben sehr lang dafür gebraucht; gar nicht mal, weil wir so vielen Durchgänge machen mussten – er hatte seinen Text drauf und spielte wunderbar. Es war einfach eine ganz schön lange Szene. Nach vier Durchgängen war er wirklich erschöpft, und außerdem hatte es noch angefangen zu regnen. Am nächsten Tag hätte er noch nicht einmal seinen Namen schreiben können, weil seine Arme wie Wackelpudding waren.“
Die Crew konnte sich im Gegensatz zu Lautner technischer Hilfsmittel bedienen, um das Equipment an Ort und Stelle zu verfrachten. Aber neben Autos mit Allradantrieb, großen Geländefahrzeugen und einem alten Skilift mussten Sachen auch immer wieder schlichtweg zu Fuß zu den entlegenen Drehorten gebracht werden.
Bannerman kommentiert: „Wenn wir die Crew aus der Stadt hinaus aufs Land gebracht haben, war das wie eine Armee, die in unwegsamem Gelände vorrückt. Mount Seymour ist ein Wintersportort, also gab es Lifte, mit denen wir alles bis zu einem bestimmten Punkt schaffen konnten. Aber danach mussten wir uns mit der guten alten Sherpa-Methode behelfen; was bedeutete, dass sich jeder einen Packen schnappte und sich auf den Weg machte. Es waren einige schon ziemlich außer Atem, als wir oben ankamen, aber wenn man dann den unglaublichen Blick von da oben hat, weiß man, wofür man’s getan hat.“
Bannerman weiter: „Eigentlich sind wir dank des Sesselliftes immer ziemlich schnell oben gewesen. Aber es war ja noch Sommer, und dann werden die Lifte für die jährliche Reparatur teilweise abgebaut. Wir mussten erst einmal dafür sorgen, dass der Lift wieder fahren konnte und genug Kapazität für 200 Leute hatte, die oben auf den Berg mussten. Auf diese Art und Weise haben wir alle innerhalb von anderthalb Stunden auf den Gipfel geschafft – im Vergleich zu vier Stunden, die es dauert, wenn man die Strecke wandert. Wir hatten deshalb den genauen Vergleich, weil immer vier Stunden, nachdem die Schauspieler oben angekommen waren, unser Wachdienst die ersten Paparazzi im Buschwerk aufspürte, die sich als ganz normale Wanderer oder als Vogelbeobachter getarnt hatten.“
Auch Stephenie Meyer machte sich auf den Weg zum Gipfel, wo ihre Lieblingsszene, die im Zelt, spielt. Meyer sagt: „Als wir zu dem Wintersportort fuhren, kamen wir an einer Stelle vorbei, an der die Steilwand sich die Straße entlang zieht, und ich konnte mir genau vorstellen, wie Jacob Black dort entlang rennt. Eine Zeile im Buch passt perfekt dazu, wo es heißt, dass man sich dort ,einfach allem enthoben‘ fühlt. Von oben kann man das gar nicht so genau sehen, aber dafür hat man den großartigen Blick auf Vancouver ganz weit unten. Es ist wunderbar schön dort oben und man hat tatsächlich das Gefühl, dass man weit von allem entfernt ist. Es ist surreal und ziemlich cool zugleich.“
Haug fügt hinzu: „Im Filmgeschäft verschlägt es einen immer wieder an die erstaunlichsten Orte; und manche von denen sind einfach wunderschön, aber sie können einem auch den ganzen Plan durcheinanderbringen. An einem dieser kristallklaren, wundervollen Tage haben wir uns die ganze Zeit darüber beschwert, dass die Sonne so kräftig schien, dass wir nicht drehen konnten. Dies ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich bei einem Dreh zwei Zwangspausen wegen Sonnenscheins machen musste“, lacht Haug: „Für die Postproduktion war es eine der ganz großen Herausforderungen, die Anschlüsse beim Wetter richtig hinzubekommen, denn das Wetter hält nun einmal nicht extra für uns still.“
Godfrey sagt: „Die ,Twilight‘-Bücher spielen in den Urwäldern an der Pazifikküste mit ihrem speziellen Klima, und so war es eine sehr ungewöhnliche Erfahrung, den Dreh wegen Sonne statt wegen Regens nach innen verlegen zu müssen. Draußen ist es sonnig und warm, aber wir sind im Studio und warten nur darauf, dass es draußen wieder anfängt, in Strömen zu gießen, damit wir weitermachen können. Aber so kommt man auch dazu, Dinge zu sehen, die normalerweise kaum jemand sieht. Wir drehten nahe der Berge und als wir eine Brücke überquerten, hüpften lauter Lachse den Fluss hinauf, und weiter entfernt stand auch ein Bär, der sich die Lachse schnappte und schmecken ließ. Einfach wunderbar. Ein toller Job, wenn man bei der Arbeit Gelegenheit hat, solche Naturschönheiten zu sehen.“
Bannerman erklärt: „Als wir nach passenden Drehorten suchten, haben wir auch immer gleich darauf geachtet, Orte zu finden, die wir notfalls auch zum Teil im Studio nachbauen könnten. Man würde jetzt also nicht gerade die Spitze einer Pyramide wählen, weil man dann ein Panorama von 360 Grad aufbauen müsste. Wir haben stattdessen der Pyramide die Spitze abgesägt, eine Vertiefung gegraben und uns in die Mitte gesetzt. So haben wir den Ort für die Zeltszene gestaltet. Eine solche geschützte Mulde ist ja auch das, wo man ganz instinktiv sein Zelt aufschlagen würde, um vor Wind und Regen und den Temperaturschwankungen da oben besser geschützt zu sein.“
„Wir haben die ganze Umgebung digital eingescannt und dann die Konturen der Felsformationen maßstabsgetreu nachgebaut. Dann mussten wir natürlich noch Bäume, Gras, Moos und all die typischen Pflanzen hinzufügen, damit man uns den Nachbau als real abkauft“, so Bannerman weiter: „Wir haben alles, was vor dem Sturm spielt, an der echten Location aufgenommen. Dann ging es ins Zelt hinein, und wir haben die Szenen im Zelt gedreht. Wenn wir aus dem Zelt herauskommen, ist der Sturm vorbei, und da sind wir dann auf der Studiobühne. Dort hatten wir schließlich die Kontrolle über das Wetter und die Lichtverhältnisse, und dort konnten wir dann die drei Wochen nutzen, den Kampf zwischen Edward und Victoria zu drehen, was jede Menge Stunts und Drahtseilaufbauten einschloss. So konnten wir unter kontrollierten Bedingungen das meiste aus der Szene herausholen. Auf einem echten Berggipfel hätte man das alles nicht so machen können.“
Godfrey kommentiert: „Das war das größte Set, das wir jemals in einem der ,Twilight‘-Filme aufgebaut hatten, und das zeigt auch, was für Ausmaße die ganze Produktion hatte. Aber es war eben so: Wir wollten die enorme Weite des echten Gipfels einfangen, aber weil wir im Frühherbst gedreht haben, gab es dort oben noch keinen Schnee. Und weil der Berg in einem Nationalpark liegt, kam es auch nicht in Frage, da oben mit Kunstschnee zu arbeiten. Die Szene, in der Jacob mit Bella auf dem Gipfel ankommt – vor dem Sturm – haben wir auf dem Berg gedreht, um das grandiose Panorama einzufangen. Aber für die Szene, in der sie am nächsten Morgen aus dem Zelt kommt und überall Schnee liegt, mussten wir dann eben ins Studio ausweichen. Das ließ sich dort nicht bewerkstelligen.“
Godfrey weiter: „Unser Produktionsdesigner Paul Austerberry, der mit David schon an 30 DAYS OF NIGHT gearbeitet hat, hatte jede Menge Erfahrung mit großen Sets für Szenen, die im Freien spielen sollen; und er kannte sich auch bestens mit Kunstschnee aus. Wir haben also den ganze Berggipfel im Studio nachgebaut und fein säuberlich mit Schnee versehen.“
Den Filmemachern blieben nur fünf Wochen, um die Innenräume von Bellas Haus, die die Studiobühne vorher einnahmen, abzubauen und dafür den riesigen Berggipfel-Nachbau zu errichten. Austerberry sagt: „Der enge Zeitplan war schon eine Schwierigkeit. Wir hatten bestimmt 50 Leute gleichzeitig bei der Arbeit, die gebaut, gestrichen und gepflanzt haben, und die letzten drei Tage waren für die Schnee-Leute reserviert, die den Kunstschnee überall verteilen mussten. Es war eine ziemliche Herausforderung, und es wurde wirklich knapp. Aber alle haben sich größte Mühe gegeben, und am Ende hat es hingehauen. Ich fand das fertige Set ganz schön beeindruckend.“
Austerberry weiter: „Besonders schwierig war es, die richtigen Bäume zu finden. Wenn man Tannen aus der Baumschule nimmt, sehen sie alle aus wie Weihnachtsbäume. Aber Bäume, die im Hochgebirge wachsen, sind nun einmal krumm und schief und windzerzaust. Sie haben ein ganz besonderes Aussehen, und es ist wahnsinnig schwer, etwas Vergleichbares zu bekommen.“
Für die Actionsequenzen verwendeten die Filmemacher nicht nur die gängigen Storyboards, um die Szenen zu planen, sondern auch Computervorschauen. So wurde beispielsweise für die Kampfszene auf dem Berggipfel eine Simulation erstellt, in der maßstabsgetreue „Avatare“ der Figuren durch ein virtuelles Set laufen.
Haug erklärt: „Wir haben das Camp vollständig digital nachgebaut und dafür genutzt, den Rhythmus der Kämpfe zu entwickeln. Das half uns vor allem dabei zu verstehen, wie wichtig es ist, dass man sich auf einem eng begrenzten Raum beschränken muss und nicht ständig aus dem Set hüpft. Das heißt, wir haben die Kämpfe an den Schauplatz angepasst. Der Werwolf Seth ist in der Szene, und weil es teuer ist, ihn im Film zu haben, musste man sich vorher überlegen, wie oft man ihn ins Bild holen will. Es dauert immer fürchterlich lang, solche Vorschauen zu machen, aber wenn man sie erst einmal am Laufen hat, kann man ganz schnell und präzise Änderungen vornehmen.“
Godfrey fügt hinzu: „Außerdem muss man sicherstellen, dass die Schauspieler eine Vorstellung davon haben, wie die Action in der jeweiligen Szene aussehen soll, und dafür sind diese Vorschauen ganz toll. Dadurch wird klar, wie sich die Wölfe bewegen und worauf man reagieren muss.“
Haug sagt: „Dieses Hilfsmittel macht jedem ganz schnell klar, was wir an einem bestimmten Tag schaffen wollen. Für mich ist wichtig, dass der Produktionsdesigner und die Kostümbildnerin und ich auf genau demselben Stand sind, was die Bewegung der Figuren im Raum betrifft. Das auf einen Nenner zu bringen, ist genau so, wie wenn man die Computereffekte in den Film einbaut. Es muss zu jedem Zeitpunkt klar sein, dass wir am selben Film arbeiten, das wir dieselben Anweisungen vom Regisseur gekriegt haben und dass wir in dieselbe Richtung gehen, um das auf die Leinwand zu bringen, was er sich vorstellt.“
„Das Finale mit der großen Schlachtenszene ist hochkompliziert“, fügt Godfrey hinzu: „Wir springen ständig zwischen dem Gipfel und dem Feld hin und her, und dabei ist es wichtig, dass die Schauspieler verstehen, von wo die Wölfe kommen. Zum Beispiel schmeißt einer der Cullens einen Neugeborenen in die Höhe, und in der Luft wird er von einem Wolf geschnappt. Dazu braucht man Drahtseile, um den Neugeborenen hochzureißen. Der eigentliche Trick ist aber, das so hinzukriegen, dass jeder die Einstellung genau kennt und auch weiß, was die anderen machen. Sonst gibt es ein Riesendurcheinander.“
Um die Vampire und die Wölfe durch das Blickfeld der Kamera fliegen zu lassen, war eine Kombination aus Stunts, realen und Computer-Effekten nötig. Stoneham erklärt: „Sie stürzen sich mal aufeinander oder streifen sich, aber meistens ging es darum, dass manche Figuren gepackt und hin- und hergeschüttelt werden. Das machten wir aber alles mit den Bewegungen ihrer Haltegeschirre – sie brauchten eigentlich gar nichts mehr zu spielen.“
Stoneham weiter: „Die Schlacht spielt sich auf einer weiten Ebene ab; das heißt, es gab keine vorgegebenen Fixpunkte. Wir mussten mit unseren Aufbauten von Einstellung zu Einstellungen immer wieder die Position wechseln. Wenn es so aussehen soll, als ob jemand von A nach B geschleudert wird, muss er ganz schnell beschleunigen. Dazu wird er ins Geschirr eingeklinkt, hochgerissen und schon fliegt er los. Aber auf freiem Feld gibt es einfach nichts, woran man jemanden aufhängen könnte.“
Tichner sagt: „Die schwierigsten Einstellungen für die Computeranimation waren Szenen, in denen zum Beispiel einer unserer Helden einen Neugeborenen wegschleudert und dann eine Wolf angesprungen kommt und ihn sich wie eine Frisbeescheibe greift. Die Stuntleute haben Neugeborene hoch geschleudert, und dann haben wir mit Hilfe einer Umlenkwinde ihre Flugrichtung geändert und sie auf einen weichen Puffer prallen lassen. Aber ab einem gewissen Punkt sind Wölfe und Neugeborene komplett am Computer entstanden. Als Grundlage dafür hatten wir die ganzen Stuntleute und Schauspieler in Da-Vinci-Pose aufgenommen und diese 3-D-Scans den Animatoren zur Verfügung gestellt.“
Haug führt aus: „Solche 3-D-Scans sind eine recht preisgünstige Methode, die nötigen Informationen mit der entsprechenden Genauigkeit zu bekommen. Der Schauspieler stellt sich in einen Rahmen, und die Scanner erstellen sozusagen eine 3-D-Kopie von ihm.“
Tichner sagt: „Die Hauptaufgabe der Effekte ist aber, dass sie die Schauspieler und die Geschichte unterstützen. Wir versuchen, ihnen beim Dreh so viel wie möglich an die Hand zu geben, damit sie nicht einfach nur ins Nichts starren müssen, wo eigentlich ein Werwolf stehen soll. Wir sorgen dafür, dass es eine Verbindung zu dieser unsichtbaren Figur geben kann.“
Jonathan Eusebio, der Koordinator für die Kampfszenen, war dafür zuständig, die Kämpfe zu choreographieren und die Darsteller so zu trainieren, dass sie die zahlreichen Kämpfe sicher überstehen.
Godfrey erzählt: „Jonathan ist großartig dabei, Kämpfe zu inszenieren; er hat eng mit E.J. und unserem Stuntkoordinator John Stoneham zusammen gearbeitet, um die richtige Bildsprache für die Kämpfe zwischen Vampiren und Wölfen zu finden. Wir haben uns dabei immer weiter von den klassischen Martial Arts weg bewegt. Dies sind nun einmal übernatürliche Geschöpfe, also brauchten wir viel Raum für die Fluggeschirre. Wir haben immer auf größere Reichweite der Seilzüge gedrängt, auf weitere Würfe und auf härtere Zusammenstöße. Wenn ich jemanden von mir werfen würde, würde er vielleicht einen halben Meter weit fliegen. Wenn aber Riley Edward durch die Luft schmeißt, dann fliegt er durch das ganze Szenenbild.“
Stoneham fügt hinzu: „David war es wichtig, dass man die ganze Wucht dabei spürt, und dazu war es wichtig, dass alles massiv wirkt. Wenn bei uns Leute durch die Luft fliegen, kommen sie auch hart auf dem Boden auf. Das darf man nun nicht ständig wiederholen, aber es gab einige Szenen, in denen es vorkam. Es stellt immer eine Herausforderung dar, aber in einer solchen Schlacht passiert es nun einmal immer wieder, dass Leute zu Boden gehen. Wir haben praktisch den ganzen Boden mit weichen Matten gepflastert.“
Eusebio sagt: „Wir haben uns immer mit den Spezialeffekt-Leuten abgestimmt, damit am Ende auch alles zusammenpasst. Die einzelnen Schritte der Kämpfe waren individuell auf die einzelnen Cullens und auf die Wölfe zugeschnitten, die ja gleichzeitig auch mit den Neugeborenen kämpfen. Von daher war es zwingend notwendig, eng mit den Visual-Effects-Kollegen zusammenzuarbeiten. Unsere Aufgabe bestand außerdem noch darin, dafür zu sorgen, dass die Stuntleute, die Schauspieler und die Doubles körperlich fit sind, wenn der Dreh beginnt.“
Eusebio und Stoneham begannen mit der übergreifenden Zusammenarbeit schon bei den Vorbereitungen und legten fest, welche Abteilung wofür zuständig sein würde. Eusebio: „Wir kriegen schon einmal grundsätzlich zu hören, was sie gern hätten und wir machen uns dran, etwas Konkretes zu liefern. Und schließlich treffen wir uns in der Mitte. Bei den Wölfen war es die Hauptsache, dass die Animatoren etwas in der Hand hatten, womit sie arbeiten konnten, zum Beispiel, jemanden über en Boden zu schleifen, jemanden so zu schütteln, dass es aussieht, als ob er am Kragen gepackt würde, jemanden zu beißen, jemanden wegzuschleudern. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist es für die Jungs von den Spezialeffekte einfach zu übernehmen, und wir geben ihnen dazu alles, was wir zu bieten haben.“
Eusebio weiter: „Action hat ihre eigenen Gesetze. Wir mussten einfach dafür sorgen, ein einheitliches Bild zu liefern. Deshalb besprechen wir, was für die Szene gebraucht wird und wie wir es auf die Beine stellen wollen. Ich lege immer Wert darauf, dass der Kampfstil zum Charakter der jeweiligen Person passt. Carlisle und Esme kämpfen immer Seite an Seite. Kellen ist großgewachsen, das heißt, seine Bewegungen beruhen auf seiner körperlichen Kraft. Alice ist beweglicher, Jasper ist erfahren, und Rosalie ist etwas leidenschaftlicher. Edward schließlich ist der schnellste. Wenn ich die Choreographie eines Kampfes ausarbeite, achte ich vor allem auf zwei Dinge: darauf, was der Schauspieler leisten kann und was seine Figur tun würde.“
Stoneham fügt hinzu: „Die Cullens sind eher Herren der Lage; die Neugeborenen dagegen sind einfach außer Kontrolle. Sie sind wie im Blutrausch und deshalb machen sie Fehler, trotz Rileys ständiger Versuche, Disziplin zu schaffen.“
Eusebio sagt: „Die Neugeborenen sind noch nicht ganz Herr ihrer neugewonnenen Sinne und Fähigkeiten. Wenn sie etwas sehen, dann sind sie darauf fixiert – im Gegensatz zu den Cullens, die strategisch denken.“
Eusebio weiter: „Wir haben es mit nicht-menschlichen Figuren zu tun, das heißt, wir mussten ihre Fähigkeiten und Kräfte übersteigert darstellen, und das geht nur durch Spezialeffekte oder mit Hilfe von Drahtseilen.“
„Es flogen dauernd Leute von Drähten gehalten durch die Luft“, sagt Stoneham: „Und wir ließen auch immer wieder Stuntleute in die Höhe katapultieren. Aber meistens haben wir Drahtseile verwendet – die Leute in der Postproduktion hatten bestimmt ganz schön zu tun, die ganzen Drähte aus den Bilder rauszuretuschieren.“
Eusebio kommentiert: „Mit etwas Unterstützung durch Drähte wirkt man gleich superstark. Wir hatten alles in der Trainingshalle schon durchgespielt und dann, sicherheitshalber, am Set noch einmal geprobt. Der Schwierigste ist immer noch, es so aussehen zu lassen, als ob es echt sei, und dafür müssen es organische Bewegungen sein.“
Slade sagt: „Das Kampftraining hat ganz wesentlich dazu beigetragen, das die Actionszenen in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT so großartig gelungen sind. In diesem Film gibt es viel mehr Action als in den vorigen beiden, was einfach an den Vorgaben des Romans liegt. Wir haben dabei niemals etwas wirklich Gefährliches unternommen. Aber die Schauspieler haben so hart trainiert, dass sie richtig auf dem Zahnfleisch gingen, aber dafür konnten sie dann auch viele ihrer Stunts selber ausführen. Wir hatten natürlich auch fantastische Stunt-Trainer und Stuntmen dabei, die auch einiges zu tun hatten, aber viele der Hauptdarsteller haben einen großen Teil der Szenen selber gespielt.“
Die Darsteller der Familie Cullen fingen schon fünf Wochen vor Drehstart mit ihrem Training an – und legten zusätzliche Trainingseinheiten in Pausen und an drehfreien Tagen ein. Robert Pattinson, Bryce Dallas Howard und Xavier Samuel machten sich auch direkt vor den Szenen fit, genau wie die 20 Stuntleute, die die Neugeborenen spielten.
Für die Schauspieler bestand der Stundenplan abwechselnd in Krafttraining im Fitnessstudio und Kampftraining mit Eusebios Stunt-Team. Das Kampftraining fing mit dem Einüben der Schrittfolgen an, aus denen die Choreographie der einzelnen Kämpfe bestand. Daneben ging es beim Fitnesstraining um das Stemmen von Gewichten, Kraftaufbau und Konditionssteigerung; außerdem hatten die Schauspieler noch einen Lauftrainer. Kniebeugen und Brückemachen gehörten zu den vielen Übungen, die die Darsteller für die ausladenden Bewegungen in den Kämpfen vorbereiten sollten.
Eusebio sagt: „Wenn sie nicht gerade vor der Kamera standen, dann hatten wir sie hier zum Training, mindestens jeden zweiten Tag für ein paar Stunden. das war ein ganz schön hartes Programm.“
Beim Kampftraining gab es speziell auf die Choreographien abgestimmte Trainingseinheiten. Die Schritte und Bewegungen sind eine Mischung aus Martial Arts, Tanz, Gymnastik und Zirkusnummern, hinzu kam noch Training für den Umgang mit den Seilen und Tragegeschirren. Die Kampftrainer nannten das ganze Capoeira, eine afrobrasilianische Art der Kampfkunst, die all diese Elemente vereint. Es gab besonders viele Biege- und Streckübungen, um den Schauspielern Kondition mitzugeben und sie auf die echten Kämpfe vorzubereiten.
Eusebio erklärt: „Das Training hat mehrere Phasen. Es fängt damit an, alle mit Kraft- und Ausdauertraining erst einmal fit zu bekommen. Danach fängt man mit den Bewegungsabläufen an, die später in der Choreographie des Kampfes vorkommen werden. Wenn sie zu uns kommen, werden sie erst einmal gedehnt und gestreckt, dann kriegen sie Durchschlagskraft beigebracht und erlangen körperliche Fitness, indem wir sie bestimmte Bewegungen wie lange Boxhiebe und In-die-Hocke-gehen oft wiederholen lassen. Wir sorgen dafür, dass es ihnen ganz natürlich vorkommt, ordentlich auszuteilen. Dabei mäkele ich auch immer noch an Kleinigkeiten herum – wenn sie dann endlich vor der Kamera stehen, dürfte das viel leichter sein als das, was sie im Training aushalten mussten.“
Eusebio fügt noch hinzu: „Wir drehen im Vorfeld Videos mit unseren Vorschlägen für die Kampfszenen und zeigen sie den Schauspielern vorm Training. Das schafft immer Vorfreude, denn so wie die Jungs im Video möchten sie am Ende auch aussehen. Wenn sie Spaß dabei haben und sich darauf freuen, macht das alles einfacher. Außerdem sind sie ja ohnehin jung und sportlich. Bryce und Xavier waren da voll auf derselben Wellelänge. Xavier hat die Parkour-Bewegungen sehr schnell rausgehabt; von ihm war ich wirklich sehr beeindruckt.“
„Wir wollten das Kraftvolle am Parkour einfangen,“ so Eusebio weiter: „Die Sprünge und die Landungen sollten so ungekünstelt wie möglich aussehen, am besten so, dass man ganz ohne Kameratricks oder viele Schnitte auskommt. Echte Darstellungen echter Menschen sind so schnell nicht zu überbieten.“
Stoneham sagt: „Ich weiß gar nicht, ob die Schauspieler wirklich gleich begeistert von dem Training waren. Aber sie haben sich auf jeden Fall mitreißen lassen. Beim Dreh waren wir so oft für die Kampfszenen bei Wind und Wetter draußen, dass sie dadurch ganz schön abgehärtet wurden.“
Das zweite große Set – neben dem Berggipfel – das im Studio aufgebaut wurde, war das stattliche Anwesen der Cullens. Bannermann erzählt: „In TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN hatten wir ein echtes Haus in Portland zur Verfügung, das in einer netten Nachbarschaft gleich am Waldrand stand. Aber da wir ja nun ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT genau wie schon NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE vorher in Vancouver drehten, mussten wir die wesentlichen Teile des Hauses in Portland nachbauen. Für NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE war das noch keine sonderlich schwierige Aufgabe, da brauchten wir nur ein nicht näher beschriebenes Wohnzimmer und dazu noch Carlisles Arbeitszimmer. Die Szenen konnten wir seinerzeit in einem echten Haus in West Vancouver drehen, das von der Architektur dem Haus in Portland ziemlich ähnelte.“
Bannerman weiter: „Jetzt ging es ja aber um ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, und da hatten wir 15 Drehbuchseiten lang Szenen, die sich im Haus der Cullens oder draußen davor abspielten, einschließlich der großen Abschlussfeier der Schule. Wir entschieden uns dafür, das im Studio zu bauen. Und weil das Haus auch Panoramafenster hat, mussten wir auch die Fassade, das Grundstück, die Auffahrt und den Wald drum herum mit aufbauen. Aber weil wir die Entscheidung zugunsten des Nachbaus getroffen hatten, konnten wir umso einfacher auf allen Stockwerken die Szenen einrichten. Wir habe das Haus exakt maßstabsgetreu errichtet, bis hin zum Zedernholz, aus dem die Dachüberstände sind, und den Treppengeländern aus Teakholz – alles bis aufs I-Tüpfelchen genau.“
„Wenn die Besitzer das Hauses in Portland bei uns ins Studio spaziert wären“, fährt Bannerman fort, „hätten sie sich sicher ganz schön gewundert, dass ihr Haus plötzlich in einer großen Halle steht. Das hat uns aber ermöglicht, alle Szenen so zu drehen, dass die Fans das Gefühl kriegen, wieder in dem Haus zu sein, das sie schon aus TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN kennen. Und es ist ja irgendwie auch dasselbe Haus, nur dass es jetzt 500 Kilometer weiter nördlich steht.“
Produktionsdesigner Paul Austerberry sagt: „Für uns Designer war dieses Projekt sehr spannend, weil so viele unterschiedliche Zeitalter darin vorkommen. Das fängt schon mit Stephenies Schreibstil an – sie ist oft sehr genau, was bestimmte Orte und bestimmte Farben betrifft. Und natürlich hat Catherine Hardwicke durch ihre Arbeit am ersten Film einige Festlegungen getroffen. Als die Produktion nach Vancouver zog, mussten mein Kollege David Brisbin und sein Team vieles aus dem ersten Film für Chris Weitz neu bauen. Dann kam David und hat all das sozusagen mit geerbt. Die Vorgeschichte ist also schon ganz schön verwickelt, aber das hat auch seine positiven Seiten. Hieran zu arbeiten, hat etwas von einer archäologischen Grabung. Man musste immer wieder auf die Bilder der ersten beiden Filme zurückgreifen, und dann versuchen, es weiterzuentwickeln.“
Acht Wochen lang war das Team damit beschäftigt, das Haus der Cullens aufzubauen. Austerberry erzählt: „Wir haben uns die größte Studiobühne gesichert, die zu haben war und mussten uns trotzdem noch damit herumschlagen, wie wir das Haus da bloß hineinquetschen könnten. Die höchsten Drehorte waren in fast sechs Metern Höhe, und meine Leute waren nicht allzu begeistert davon, alles nach ganz oben schaffen zu müssen. So hoch würde man normalerweise nicht bauen, hier ging es aber nicht anders, weil drei Stockwerke mit Blick auf den Wald gebraucht wurden.“
Austerberry weiter: „Die Fans werden einige Dinge aus den ersten beiden Filme wieder erkennen, wie etwa die Wand mit den Collegemützen. Dabei mussten wir vieles neu herstellen, weil es die Originale nicht mehr gab, und manches davon waren ziemlich ausgefeilte und in der Herstellung exklusive Sachen.“
„Die Cullens haben einen gutem Geschmack und unbegrenzt Geld zur Verfügung“, fährt Austerberry fort: „Mir gefiel die Idee, das Esme eine Schwäche für ostasiatisches Design hat, also haben wir einige japanische Drucke aufgehängt. Sie haben auch zeitgenössische Skulpturen. Normalerweise kann man solche Kunstwerke und auch die Möbel ja mieten. Da wir aber wussten, dass es nach ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT mit Sicherheit noch einen weiteren Film geben würde, waren wir gezwungen, alles zu kaufen oder uns schriftlich geben zu lassen, dass wir es später für eine weitere Produktion wieder ausleihen könnten. Das hat einige Schwierigkeiten mit sich gebracht, denn manche Dinge, die wir gern verwendet hätten, konnten wir so leider nicht nehmen. Und die Kunstwerke mussten wir zum vollen Preis erwerben, anstatt nur eine Leihgebühr zu bezahlen.“
„Ich habe den Leuten, die das Set dekorierten, erklärt, dass man im Haus der Cullens wegen ihrer besonderen Familiengeschichte Spuren ganz vielen verschiedener Kulturen vorfindet“, so Austerberry weiter: „Ganz als ob man in einer altehrwürdigen Familie Überbleibsel aus vorigen Generationen sammelt. Und hier ist altes mit neuem vermischt: Sie haben ein paar afrikanische Stücke, einen sehr schönen japanischen Bonsai, ein paar chinesische Stühle – eine ziemlich eigenwillige Mischung. Denn sie haben ja über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Stücke aus verschiedenen Ländern mitgebracht, die sich im Haus angesammelt haben.“
Nach dem ersten Dreh wurde das Wohnzimmer zu Edwards Zimmer umgebaut, wobei ein Möbelstück im wahrsten Sinne des Wortes im Mittelpunkt stand. Austerberry kommentiert: „Die Szenen in Edwards Zimmer sind nun einmal von großer Bedeutung. Und als ich überlegte, wie Edwards Bett aussehen müsste, kam ich schließlich auf den Arts & Crafts-Stil. Edward entstammt dem frühen 20. Jahrhundert, also schaute ich mir an, was damals als avantgardistisch galt. Weil das Bett ja aber in der heutigen Zeit gebaut wurde, ist es eine etwas modernere Version des Arts & Crafts-Stils. Ich stellte mir vor, dass Edward das Bett selbst entworfen und gebaut hatte, und so haben in seinem Zimmer ein paar Konstruktionsskizzen für das Bett aufgehängt. Edward hatte schließlich die Zeit dazu, er ist handwerklich begabt, und er wollte dieses Bett für seine geliebte Bella haben.“
Austerberry sagt: „Wir hatten immer wieder den Fall, dass wir manche unserer Ideen lieber noch einmal Stephenie vorgelegt haben, weil sie ja nun einmal diejenige ist, die diese Welt geschaffen hat, zum Beispiel, wenn es um manche Farben, Requisiten oder um Schmuck ging, was ihr sehr wichtig war. Und das Bett gehörte auch zu diesen Dingen, die wir ihr zu sehen gaben, um sicherzugehen, dass sie ihrer Vorstellung entsprachen.“
Austerberry weiter. „Die größte Herausforderung beim Haus der Cullens war es aber am Ende, das Ganze wieder sorgfältig auseinanderzunehmen, weil wir es bis zum nächsten Film einlagern. Gerade solche Dinge wie die ganzen architektonischen Details sind wichtig aufzubewahren: Türen, Fenster, Kommoden, Kamine, Trennen und Geländer und der Wandschmuck. Gerade die Treppen waren sehr aufwendig in der Herstellung. Diese ganzen Designelemente ließen sich aber gut in Containern verstauen, und wir werden sie wieder zusammensetzen, wenn sie wieder gebraucht werden.“
Für andere Schauplätze wie Bellas Haus, Jacobs Haus, die High School und Edwards und Bellas Wiese kehrten die Filmemacher an dieselben Orte zurück, an denen sie so schon bei NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE gedreht hatten. Es sind zwei Szenen auf der Wiese, die die Handlung von ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT einrahmen. Dafür wurden nicht weniger als 75.000 Blumen herangeschafft, die in 120 Arbeitsstunden eingesetzt wurden, um die Wiese wieder zu einer majestätischen und magischen Umgebung für die zwei jungen Liebhaber zu machen.
Slade erklärt: „Wir beginnen die Geschichte mit den einzigen Refugium, das Edward und Bella haben. Diese Wiese ist ein Idyll, eines mit symbolischer Bedeutung. Daher sollte es auch so wie in einem Traum aussehen. Für die beiden ist eigentlich alles perfekt, so perfekt, dass man wie auf einer Wolke schwebt. Wir haben manche Einstellungen durch die Blumen, die wir gepflanzt hatten, hindurch aufgenommen. So wollten wir zeigen, dass die Wiese und die Blumen darauf eine eigene Filmfigur sind und dass sie mit unseren beiden Helden verbunden ist. An diesem Ort fühlen sie sich sicher - und wir uns mit ihnen – und dieses Gefühl der Sicherheit kehrt zurück, wenn wir am Ende wieder auf der Wiese landen. Die hat sich zwar seit dem Beginn des Films nicht verändert, aber die beiden schon. Am Ende blicken wir also nicht mehr durch die Blumen, sondern wir bleiben mit der Kamera drüber, und wir verändern auch die Farben ein wenig. Das Bild wird so reifer, weniger romantisch. Und die Umgebung ist in diesem Fall wirklich wie ein weiterer Mitspieler. Die Szenen auf der Wiese lagen ganz am Anfang der Drehs, wir hatten also ausgiebig Zeit zu proben, und das war auch wichtig, weil es dabei um so große Gefühle geht. Rob und Kristen haben mir sehr dabei geholfen, die Szene zu gestalten, und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“
Die Wiesen-Szene ist einer der wenigen Momente, in der die Zuschauer das Glitzern auf der Vampirhaut sehen werden, das in den Büchern so anschaulich beschrieben ist – ein weiterer Spezialeffekt, der in der Postproduktion hinzugefügt wurde. Haug erzählt: „Bei Stephenie heißt es, dass Edward wie ein Diamant funkelt. David und ich sprachen gleich bei unserem, ersten Treffen über diesen Punkt und wir kamen überein, dass es eine Metapher dafür ist, dass man einen Einblick in seine Seele gewinnt und dass einen die Sonne so sehen lässt, wie er im tiefsten Inneren wirklich ist. Edward behauptet ja, er hätte keine Seele, aber wenn er von der Sonne beschienen wird, sieht man seine enorme innere Schönheit.“
In der Gegend um Vancouver fanden sich einige weitere Drehorte, die im Film als Florida und Seattle in der Jetztzeit, als das Dorf der Quileute im Jahre 1750, Rochester in den 30er Jahren und Texas im 19. Jahrhundert herhalten mussten. Slade sagt: „E.J. hat einiges dort mitten in British Columbia aufgenommen, wo sie seinerzeit ERBARMUNGSLOS („Unforgiven“, 1992) gedreht haben.“
Slade weiter: „Eine so große Produktion wie ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT, mit den ganzen Actionsequenzen und den Rückbelenden in frühere Zeitalter, muss man einfach in viele kleine Teile zerlegen und jedes Einzelteil dann so detailliert ausarbeiten, wie es nur eben geht. Dann lässt sich alles beherrschen.“
Produktionsdesigner Paul Austerberry erklät: „Für die Szenen mit Rosalie, die im Rochester des Jahres 1933 spielen, haben wir an drei verschiedenen Orten gedreht. VanDusen Gardens, ein großer und wunderschöner botanischer Garten, diente uns als der Park, durch den sie mit Royce spazieren geht – es ist einfach unglaublich, was ein paar historische Kostüme und Oldtimer für einen Effekt haben. Außerdem haben wir Außenaufnahmen bei der Vancouver Art Gallery und beim Fairmont Hotel gleich nebenan gemacht. Beide Gebäude stammen genau aus der Zeit; sie sind beide zwischen 1929 und 1939 gebaut worden. Wir hatten 13 wunderbare Oldtimer, um die Straße zu füllen. Schwieriger war es da schon, ein Hotel aus der Zeit zu finden, das nicht komplett renoviert worden ist. Aber der 14. Stock des Hotel Vancouver sieht noch ziemlich genau so aus wie damals. Wir mussten gar nicht viel verändern, bis darauf, ein paar zusätzliche Art-déco-Möbel heranzuschaffen.“
Bill Bannerman sagt: „Eigentlich sind die beiden letzten Filme ohne Pause direkt hintereinander entstanden. Als Chris Weitz noch mit NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE im Schneideraum war, hat David Slade schon begonnen, sich in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT einzuarbeiten. So konnten wir den Großteil der Crew und der Infrastruktur einfach beibehalten, und die Maschinerie hat sich für den dritten Film gar nicht großartig verändert. Aber dennoch sind es zwei völlig unterschiedliche Regisseure, zwei völlig unterschiedliche Welten und zwei völlig unterschiedliche Filme.“
Bannerman fügt hinzu: „Den Filmen ist es auf jeden Fall gut bekommen, dass wir direkt weitergemacht haben und dass jeder die beiden Teile als eine Einheit gesehen hat. Es gab große Unterstützung dafür, den beiden Regisseuren den Freiraum zu geben, den sie für die Arbeit an ihrem Film brauchten. Das Ganze hatte einfach Schwung, und ich bin sicher, dass die fertigen Filme von dieser Dynamik profitieren. Viele aus der Crew kannten die Bücher und waren ganz aufgeregt, ihren Teil dazu beitragen zu können.“
Kameramann Javier Aguirresarobe und Kostümbildnerin Tish Monaghan gehörten zu den leitenden Crewmitgliedern, die schon bei NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE dabei waren.
Slade sagt: „Javier Aguirresarobe ist der netteste Typ, den man sich nur vorstellen kann. Er wurde von der Crew als derjenige gewählt, der am ehesten mit einem Lächeln morgens zur Arbeit kommen würde. Selbst an dem ,schwarzen Freitag‘, als alle anderen miese Laune hatten, war er noch fröhlich. Es war eine große Ehre, mit einem Meister wie ihm zu arbeiten.“
Slade weiter: „ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT sieht ganz anders aus als NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE, allein schon deswegen, weil dies eine ganz andere Geschichte ist. Das war der Grund für Javier und mich, nach einer anderen Bildsprache zu suchen. Es war für mich wunderbar, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der sich so auf meine Art zu arbeiten einstellen konnte. Ihm ging es darum, die klare Vorstellung, die ich im Kopf hatte, umzusetzen und vielleicht sogar noch zu verbessern. Javier ist einfach ein ganz wundervoller Mensch, der technisch unglaublich versiert ist und mit großer Leidenschaft an die Arbeit geht. So jemanden um sich zu haben, macht einem gleich bessere Laune, und so ging es allen am Set. Mein Wunsch, ihn auch für den dritten Teil dabei zu haben, beruhte gar nicht so sehr darauf, die Bildsprache beizubehalten, sondern mit jemandem zu arbeiten, der so wahnsinnig viel Erfahrung hat. Ich bin Javier für all das, was ich von ihm gelernt habe, zu Dank verpflichtet.“
Kostümbildnerin Tish Monaghan gefiel auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Regisseur: „Bei meinem ersten Treffen mit David Slade unterhielten wir uns über die Figuren, ganz besonders aber über Bella und die Cullens. Ich zeigte ihm, was wir bis dahin hatten, aber natürlich ging es auch darum, seine Wünsche umzusetzen. Es ist doch klar, dass es schwierig für einen Regisseur ist, wenn so viel schon durch zwei vorherige Filme vorgegeben ist, man ja aber auch dem Ganzen irgendwie seinen eigenen Stempel aufdrücken möchte.
Monaghan erzählt weiter: „Für mich waren Davids Ideen besonders bei den Kostümen für die Neugeborenen-Armee und für Riley wichtig. Er hatte die ganz klare Vorstellung, die Welt der Cullens und die der Neugeborenen voneinander abzugrenzen. Als sie sich schließlich gegenüberstehen, sind die Cullens ganz in Schwarz und dunkelgrau gekleidet; die Neugeborenen dagegen tragen Erdtöne, und hier und da auch eine kräftigere Farbe. Wir haben überlegt, was diese Neugeborenen wohl äußerlich für Typen sind, und wir kamen zu dem Schluss, dass es kräftige, gesunde, junge Leute sein sollten, denen man genauso gut in Seattle auf der Straße hätte begegnen können.“
Monaghan und ihre Mitarbeiter schufen einige neue Kleidungsstücke, darunter auch Victorias Mantel. Monaghan: „Victorias ganze Garderobe ist in Erdtönen gehalten. Damit wird nicht nur ihre animalische Natur betont, sondern so hebt sie sich auch von den Cullens ab. Wir haben für ihre Kostüme viel Leder verwendet. Es machte Spaß, für sie Stücke extra anzufertigen und nichts Gekauftes zu verwenden. Sie ist als Vampir sehr sexy und modebewusst, und das sollte ihr Look widerspiegeln. Aber sie hing eben auch oft an Drähten und lieferte sich Ringkämpfe am Boden, so dass ich immer im Hinterkopf behalten musste, dass wir auch noch Platz für Polster und für die Haltegeschirre brauchten.“
Monaghan weiter: „Ganz toll war es auch, dass wir uns ganz unterschiedliche Zeitalter vornehmen konnten. Ich konnte Vampire aus der Zeit des Bürgerkrieges kostümieren, dazu noch spanische Entdecker und einen weiblichen spanischen Vampir aus dem 18. Jahrhundert. Wir brauchten sechs, sieben Wochen für die 50 Kostüme für die Indianer von der Pazifikküste um 1750. Wir verwendeten Pflanzenfasern, zum Beispiel von Bodendeckern, und machten daraus verschiedene Umhänge und andere Formen, die wir bei unserer Recherche gefunden haben. Wir wollten versuchen, die damalige Kleidung aus Zedernrinde möglichst naturgetreu zu imitieren. Dafür haben wir uns zahlreiche Exponate in Museen angeschaut und auch mit Völkerkundler und Archäologen gesprochen.“
Die Kostüme waren bis ins kleinste Detail durchdacht. Monaghan sagt: „Drei Leute waren allein damit beschäftigt, den Schmuck herzustellen. Ich weiß gar nicht mehr, wie weit wir gefahren sind, um uns Schalen von Ohrenschnecken zu besorgen. Die Schalen haben wir dann in kleine Stücke gebrochen und Löcher hineingebohrt, so dass wir einige der Halsketten nachbauen konnten, die wir im Museum gesehen hatten.“
„Dass wir im Film so viel über die Vergangenheit von Jasper und Rosalie erfahren, war für mich eine sehr spannende Sache“, so Monaghan weiter: „Für Rosalie haben wir einen Mantel mit aufspringenden Knöpfen entworfen und ein spektakuläres Brautkleid im Stil der 30er mit einer fünf Meter langen Schleppe und einem ebenso langen Schleier. Sie ist damit den Gang entlang gefegt, und mit der Hilfe von einigen Ventilatoren sah es wirklich so aus, als ob das Kleid hinter ihr her floss.“
Monaghan fügt noch hinzu: „Dass sich Rosalies Figur so sehr entwickelt, war für mich sehr gut, denn so konnte ich auch noch einiges aus der heutigen Zeit hinzufügen, das auf ihren Charakter schließen lässt. Vorher war Rosalie noch recht unscharf für mich, aber nachdem wir jetzt wissen, was sie in den 30er Jahren erlebt hat, sah ich sie in viel klarerem Licht und ich wusste, wie sie heute aussehen würde und welche Verbindungen es aber auch noch zu ihrer Vergangenheit gibt.“
Alle am Film Beteiligten fühlten sich auch den Fans der „Twilight“-Saga verpflichtet. Slade sagt: „Das ,Twilight‘-Universum ist eine ganz eigene Schöpfung. Es gibt nichts Vergleichbares. Das Phänomen hat solche Dimensionen angenommen, dass es auch dazu keine Parallele gibt. Als ich dazu stieß, hatte ich das noch nicht wirklich kapiert. Das mag auch daran gelegen haben, dass es zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz die kritische Masse erreicht hatte. Aber auf das, was es jetzt ist, kann man sich als Filmemacher nicht wirklich vorbereiten. Als ich noch in Verhandlungen für die Regie bei ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT stand, war NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE noch nicht herausgekommen. Wir wussten zwar, dass es ein großes Ding werden würde, aber dass es nach NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE gar so abgehen würde, konnte sich niemand vorstellen.“
Slade fügt lachend hinzu: „Meine Erlebnisse mit den Fans decken das ganze Spektrum von beängstigend bis wohltuend ab. Die Fans zu treffen, war eigentlich immer super-, supernett, bis auf das eine Mal, als ich es doch mit der Angst bekam und den Fehler machte, wegzulaufen…!“
Godfrey führt aus: „Während wir drehten, war Vancouver regelrecht belagert von Teenagern aus Amerika und allen anderen Ecken der Welt. Und die Hotels, wo die Schauspieler übernachtet haben, erst recht. Sie konnten nicht einfach mal so auf die Straße treten. Und es hat die Dreharbeiten auch nicht immer erleichtert, wenn im Radio durchgesagt wurde, wo wir heute drehen würden. Wenn wir am Drehort ankamen, standen da schon Massen von Leuten, die Schilder hochhielten mit Sprüchen wie ,Ich hab‘ euch nicht mehr lieb, wenn‘s heute keinen Cullen gibt!‘ Sie haben sich wirklich einiges einfallen lassen, um Taylor, Rob und Kristen dazu zu bringen, anzuhalten und ihnen ein Autogramm zu geben. Das war auf jeden Fall eine ständige Mahnung, dass es unsere Pflicht war, stets unser bestes zu geben, denn wir wussten, dass sie alle dem Film entgegenfiebern würden.“
Bannerman fügt hinzu: „Es ist immer mal wieder vorgekommen, dass wir den Drehplan wegen des Wetters in letzter Minute geändert haben, aber auch an dem neuen Drehort standen sie schon und warteten. Sie sind dem Ganzen wirklich von Herzen verbunden und sie verdienen es auch, die ersten in der Schlange zu sein, wenn der Film ins Kino kommt. Diese unablässige Aufmerksamkeit der Fans, wirklich rund um die Uhr, und das von Anfang bis Ende, habe ich noch bei keinem anderen Film erlebt. Und es wird ja nicht weniger! Das wird sicher bis zum letzten Film der Serie anhalten.“
Austerberry sagt: „Weil wir bei den ,Twilight‘-Büchern eine so große und so begeisterte Fangemeinde haben, muss man ganz besondere Sorgfalt auf die Gestaltung der Sets verwenden. Stephenie beschreibt oft ganz genau Farben, zum Beispiel die roten und violetten Lichter, die sie zur Abschlussparty in Haus der Cullens aufgehängt haben. So etwas haben wir immer exakt übernommen. Ich bin sicher, dass sich die Fans auch beschweren würden, wenn wir da ungenau gearbeitet hätten.“
Rosenberg kommentiert: „Ich hoffe, die Fans teilen unser Gefühl, dass wir dem Buch treu geblieben sind. Es gibt natürlich eine Menge Dinge, die umgebaut und eingedampft und anders zusammengesetzt wurden, aber ich finde, wir haben es hier geschafft, die Erfahrung der Bücher und die emotionale Reise der Geschichte authentisch wiederzugeben. Ich bin überzeugt, es wird den Fans gefallen, dass sich der Film viel weiter in die Mythologie hinein begibt und dabei sogar noch über das hinausgeht, was in den Büchern steht. Außerdem hat ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT die meiste Action zu bieten, und ich denke, dass sich auch viele Jungen sich von den Konflikten, in denen es um Leben und Tod geht, faszinieren lassen. Die großen Schlachtenszenen stecken voller großartiger Stunts und toller Spezialeffekte. Die ganze Geschichte wird einfach immer nur noch besser.“
Die letzte Klappe zu ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT fiel in den frühen Morgenstunden des 29. Oktober 2009.
