Daybreakers Film Trailer
Kinostart: 08.01.2010 (USA) | Release: 09.07.2010 (DVD & BD)
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Schauspieler:Isabel Lucas,Ethan Hawke, Willem Dafoe, Sam Neill, Jay Lagaaia, Claudia Karvan, Vince Colosimo, Christopher Kirby, Michael Dorman, Emma Randall, Mungo McKay, Renai Caruso
Die Story:Die wertvollste natürliche Ressource im Jahr 2019 sind WIR MENSCHEN. Fast ausschliesslich Vampire beherrschen die Erde.
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Eure Meinung zu "Daybreakers"
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Eure Kommentare zu "Daybreakers":
oiram Der kleine Vampir für Erwachsene,geht aber in Ordnung.Ist auf alle Fälle unterhaltsam...
BB ! Also das ist doch mall eine ganz andere art von Vampirfilm ^,....,^ *freu*das wird bestimmt ein H!t
odin endlich mal kein twighlight-scheiß. der wird geschaut
Neo Ehrliche und "echte" Vampire und das auch noch mit namenhaften Schauspielern in einer gefühlten Blade-Welt, so sollen Vampir-Filme sein! Wird auf jeden Fall geschaut!
kamahiko1 hmm...niergeds ein deutscher trailer.....
tt nett
Hippi nicht schlecht
>tipp Wow; mal was ganz anderes- guck ich mir auf jeden Fall an!
Miteamexico Na der Film sieht doch mal Klasse aus mit guten Schauspielern.

♥: Ein originelles Konzept, clever und stylisch umgesetzt. Vampire haben hier noch Biss.
−: Für Action-Fans anfangs zu ruhig, für Sensible zum Ende hin zu blutig
Nachdem Filmvampire in letzter Zeit durch die Twilight-Serie
jeglichen Biss verloren haben werden sie in diesem durchgestylten, cleveren
Sci-Fi-Action-Blutsaugerspektakel rehabilitiert. Was wäre wenn die Vampire nicht gestoppt würden ? Wenn Van
Helsing oder noch passender sein Erbe Blade versagt hätten und die Blutsauger
den ewigen Kampf gegen die Menschheit für sich entscheiden könnten ?
Daybreakers zeigt, wie die Welt aussehen könnte, wenn sie
von Vampiren beherrscht würde. Auf den ersten Blick ist sie unserer
Zivilisation erstaunlich ähnlich - und doch ziemlich anders.
Zunächst mal erweisen sich die Vampire als durchweg zivilisiert. Man geht seinem Job nach, macht Karriere, leistet sich ein nettes Häuschen. Allerdings spielt sich das Leben nun Nachts ab - oder in sonnensicheren Gebäuden. An der Bushaltstelle lungern kleine Teeny-Blutsauger mit ihren Skateboards herum und chillen ganz wie bei uns. Die Vampirgesellschaft ist ein Spiegelbild unserer Zivilisation. Auch wenn die Vampire selbst kein Spiegelbild haben. Die fehlende Reflexion im Rückspiegel eines Autos ist einer der ersten Hinweise, dass hier einiges anders ist.
Im Fernsehen wird wie üblich über internationale Krisen debattiert. Nur ein Problem neu: der Blutmangel. Denn die blutsaugende Mehrheit hat ihre menschliche Beute weitgehend ausgerottet. Die wenigen Überlebenden sind auf der Flucht oder fristen ihr Dasein in Blutfarmen die ziemlich stark an die Ernteeinrichtungen in "Matrix" erinnern. Der Hunger führt zu grotesken Auswirkungen. Blut ist selten und teuer. Die reichen Vampire genießen es wie einen seltenen Rotwein, die Bettler auf den Straßen wollen kein Geld sondern Blut. Die ganz Verzweifelten neigen zum Kannibalismus oder zu Selbstverstümmelung mit der Folge, dass sie sich rapide in wahnsinnige Monster verwandeln.
Edward Dalton ist ein Wissenschaftler, der das Problem durch synthetisches Blut lösen soll. An seinem Expertenwissen ist auch ein menschliche Gruppe von Untergrundkämpfern interessiert. Sie haben ein eigenes Konzept, wie das Problem zu lösen ist. Dafür müssten die Vampire allerdings im wahrsten Sinne des Wortes eine Feuertaufe durchmachen, ironischerweise brauchen die Untoten also eine Art Nahtoderfahrung. Aber das würde auch die herrschenden Verhältnis durcheinander wirbeln und kann deshalb von den Mächtigen nicht akzeptiert werden. Und die haben in diesem Szenario das gesamteWaffenarsenal des Staates zur Verfügung um den Status Quo zu bewahren.
Anfangs ist Daybreakers eine unterkühlte Zukunftsvision, die variantenreiche Paralellen zur Gegewart herstellt. Eine stylische Analogie auf unsere eigene, zerstörerische Konsumgesellschaft. Dass die Regie führenden Spierig-Brüder mehr wollen als nur ein blutiges Action-Spektakel zu liefern zeigen sie etwa wenn Dutzende Vampire und Menschen aufeinander losgehen und die Szene in Zeitlupe zu einem Inferno wie bei Hieronymus Bosch gefriert.
Im Lauf der Zeit wird kräftig an der Actionschraube gedreht und dann wird gebissen und geballert wie seit seligen Bladezeiten nicht mehr. Da explodieren gepfählte Blutsauger und ihre Opfer werden in bester Splattermanier ausgeweidet. Als grimmiger, ausgemergelter Vampirkiller erhöht Willem Dafoe mit der Armbrust im Anschlag und seinem aufgemotzten Wagen (passenderweise ein Firebird) den Coolnessfaktor. Gleichzeitig driftet Daybreakers aber nie ganz in Comic-Actiongefilde mit flatternden Capes und trockenen Onelinern ab. Andererseits halten die Macher weitgehend an der traditionellen Vampirmythologie fest. So können Dracúlas Erben mit einem Holzpflock getötet werden, mutieren mitunter zu fledermausähnlichen Monstern und sind äußerst sonnenempfindlich. Wenn Ethan Hawke bei einem Treffen mit dem menschlichen Widerstand verängstigt durch ein Laybrinth aus Sonnenstrahlen balancieren muss, die durch ein Blätterdach brechen, dann leidet man mit dem armen Blutsauger.
Trotz des vorgelegten Tempos bleibt noch Zeit, einige interessante Nebenfiguren vorzustellen, die mehr als nur Staffage sind. Da ist Edwards Bruder Frankie, ein Soldat, der den herrschenden Way of Life mit der Waffe verteidigen will. Da ist der industrielle Brompton (Sam Neill) und seine Tochter Alison. Die hatte sich stets geweigert, ein Vampir zu werden und als sie zur Verwandlung gezwungen wird (praktisch eine Vergewaltigung) da wendet sich ihr Hass selbstzerstörerisch gegen ihre eigene Existenz. Die tragische Beziehung zwischen Frankie und Alison ist dabei trotz ihre Kürze bewegender als alles was in drei Twilight-Filmen bisher passiert ist.
Derzeit sind Vampire durch die Twilight-Reihe allgegenwärtig. Aber Daybreakers ist alles andere als ein Trittbrettfahrer. Denn gedreht wurde der Film bereits 2007 und damit vor dem Hype um Edward und Bella. Dennoch wäre es schön gewesen, wenn Daybreakers es im Fahrwasser der romantischen Untoten auch bei uns ins Kino gechafft hätte. Das gelingt schließlich auch vielen schwächeren Filmen wie etwa REPO MEN. Unverständlich. Wahrscheinlich ist Ethan Hawke einfach nicht zugkräftig genug. Dabei macht er seine Sache als widerwilliger Vampir ziemlich gut. Das Ende des Films lässt zudem Raum für eine Fortsetzung. Die wird allerdings wohl nicht kommen. Schade. Denn Daybreakers serviert eine gut durchdachte, frische Zukunftsvision, Düster, stylisch, actionreich aber nie platt. Eine der besten Heimkinopremieren des Jahres und absolut empfehlenswert.
