Schwerkraft Film Trailer
FSK Film: 16 | Länge: 100 Min | Kinostart: 25.03.2010 | Release: 07.10.2010 (DVD&BD)
© Farbfilm | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
Trailer kaputt?
TRAILER-TIPPS
Links & Infos
Schauspieler:Fabian Hinrichs, Jürgen Vogel, Nora von Waldstätten, Jule Böwe, Eleonore Weisgerber, Thorsten Merten, Jeroen Willems, Junger Vorgesetzter
Die Story:Frederik Feinermann ist ein aufstrebender junger Bankangestellter, dessen Leben in geordneten Bahnen verläuft. Als sich ein Bankkunde, dem Frederik freundlich den Kredit kündigt, vor seinen Augen die Kugel gibt, knallt in Frederik eine Sicherung durch. Er beschließt kurzfristig bei seinem alten Kumpel und Ex-Knacki Vince Holland eine Ausbildung der besonderen Art zu absolvieren: zum Gangster. Zwar nicht staatlich anerkannt, aber mit einem großen Praxisanteil. Und tatsächlich: die zwei entwickeln sich zum unschlagbaren Team, dessen Geldbeschaffungsmaßnahmen innovativ, kreativ und gewalttätig sind. Irgendwo in Mitten der Gewalt scheint Frederik so etwas wie sich selbst wieder zu finden. Doch was als Spaß beginnt entwickelt sich zur Sucht und langsam zum bitteren Ernst. Beflügelt durch seine neue Karriere versucht er endlich auch seine alte Jugendliebe Nadine zurück zu gewinnen. Aber was sagt die zu seinem zweiten Bildungsweg?
Hintergrund:Der diesjährige First Steps-Gewinner SCHWERKRAFT von Drehbuchautor und Regisseur Maximilian Erlenwein erzählt die viel zitierte Leere der thirty-somethings auf eine etwas andere Art und ist dabei mit Fabian Hinrichs und Jürgen Vogel auf den Punkt besetzt. Zusammen ziehen die beiden auf der Überholspur gemeinsam durch die Nächte und werden dabei zu einem kriminellen und unschlagbarem Team, dass vor nichts zurückschreckt. Frederiks Freundin, die scheue Modedesignerin Nadine, wird von der New Faces Award-Gewinnerin Nora von Waldstätten gespielt.
Technikinfos:Bildformat: 35mm/2,35; Ton: Dolby Digital
- Die Summe Meiner Einzelnen Teile Trailer
- Halt Auf Freier Strecke Trailer
- Boxhagener Platz Film Trailer
- 66/67 – Fairplay War Gestern Film Trailer
- This Is Love Film Trailer
- So Glücklich War Ich Noch Nie Film Trailer
- Alexandra Maria Lara Biographie
- Meer Is Nich Trailer
- Die Welle Trailer
- Paulas Geheimnis Trailer
User, die diesen Trailer sahen, besuchten auch diese Seiten:
Eure Meinung zu "Schwerkraft"
Kommentar zu "Schwerkraft" ohne einloggen abgeben:
Eure Kommentare zu "Schwerkraft":
Feinermann Das Regelwerk der Schwerkraft: Regel Nr 1: Nie lange fackeln. Regel Nr 2: Notfalls - Fresse polieren. Regel Nr 3: You don´t talk about SCHWERKRAFT
downunder oh man sau geil =) anschaun !!!!
Klaus Trobphobie Erinnert mich irgendwie an Fightclub....da kommt der deutsche Film mal wieder hinterher. Wirkt solide....
frankie lol sehenswert
Juian 5.. 4.. 3.. 2.. 1.. Wiedersehen *peng* :-) schönes DIng.

♥: Perfekt besetzte Hauptrollen, facettenreiches Skript, komisch und dramatisch, cooler Soundtrack
−: schwache Frauenrollen, unglaubwürdige Lovestory.
In letzter Zeit hat man Jürgen Vogel häufiger die der Spontan-TV-Comedy "Schillerstraße" als im Kino gesehen. Aber hier Zeit, dass er nichts verlernt hat. Und Fabian Hinrichs kann neben den nicht ganz so gelungenen Streifen "66/67" und "Hochzeitspolka" sein wahres Potential zeigen. Besonders beachtlich ist, dass Regisseur Maximilian Erlenwein hier sein Spielfilmdebüt präsentiert. Da darf man auf die Zukunft gespannt sein.
Das Leben des Bankangestellten Frederick (Fabian Hinrichs) verläuft in extrem geordneten Bahnen, bis sich einer seiner Kunden vor seinen Augen erschießt. Das musste wohl irgendwann passieren, denn die Bank schwatzt jedem ihre Verträge auf, egal, ob er sich das leisten kann oder nicht. Und auch jetzt sieht Fredericks Chef keinen Grund seine Methoden zu ändern. "Machen sie weiter so". Für ihn ist der Vorfall höchstens ein kurioser Betriebsunfall und ein morbider Gesprächsstoff beim abendlichen Dinner.
Frederick selbst wird dagegen durch das Erlebnis aus der Bahn geworfen. Sein ganzes Leben kommt ihm plötzlich absurd vor. Irgendwas muss sich ändern. Und das tut es als er Vince (Jürgen Vogel) wiedertrifft. Früher waren beide mal gemeinsam in einer Band, jetzt ist Vince Aushilfe in einem Elektromarkt. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein. Hier der korrekte Karrieremensch mit Designerwohnung, da der tätowierte Ex-Häftling, der nichts mehr will als ein geregeltes Leben. Beide brauchen und beneiden sich gegenseitig. Jürgen Vogel hat schon einmal in "Ein Freund von mir" als radikales Element das Leben eines Spießers (damals gespielt von Daniel Brühl) auf den Kopf gestellt. In "Schwerkraft" sind die Vorzeichen allerdings etwas anders. Vince ist eher ein widerwilliger Komplize, während Frederick selbst den Ausbruch aus seinem geordneten Dasein sucht.
Als Frederick seinem Chef eins auswischen will, kann er Vince' Erfahrung als Einbrecher gut gebrauchen. Gemeinsam räumen sie die Villa des Managers aus.Der Kick, den ihm der Bruch gibt, gefällt Frederick. Und so ziehen die beiden immer häufiger los. Schließlich weiß Frederick als Bankangestellter genau, wo was zu holen ist. Und Vince kann das Geld gut gebrauchen um seinen Traum, eine Musikkneipe zu finanzieren.Aber während Vince professionell und vorsichtig vorgeht, sucht Frederick vor allem den Adrenalinstoß. Sein neuer Lebenswandel gibt ihm sogar den Mut, seine alte Flamme Nadine (Nora von Waldstätten) anzusprechen statt nur wie früher heimlich vor ihrer Wohnung herumzulungern.
Immer wieder findet der Regisseur Maximilian Erlenwein
treffende Bilder für Frederiks bröckelnde Existenz. Mal klebt er sich im Büro
aus Langeweile Tesa-Film ins Gesicht, aber statt die Gesichtszüge zu
fixieren werden sie grotesk verzerrt.
Seine gesellschaftliche Geisterfahrt vollzieht sich schrittweise. Der erste
Einbruch (bei seinem Chef) ist eher noch ein dummer Streich. Wie bei "Die
fetten Jahre sind vorbei" stiftet er erst nur etwas Unruhe. Und auch CDs klaut
er nur für den Kick. Allmählich wird er immer mutiger und irrationaler, beim
Kampf um einen Parkplatz ebenso wie im Umgang mit Kollegen. Frederick ist ein
völlig veränderter Mensch. Aber es könnte gut sein, dass die neue Freiheit ihn
direkt ins Gefängnis führt. Denn eine Kollegin in der Bank wird bereits
mißtrauisch und seine Freundin sollte ebenfalls nicht erfahren, wo das Geld für
den geplanten Island-Trip herkommt.
Natürlich läuft der Übermut irgendwann aus der Spur und so
muss Frederick zwangsläufig mit Vince kollidieren. Der will eigentlich ehrlich
werden, Frederick ist in der Gegenrichtung unterwegs.Vince fürchtet, dass Frederiks Kamikazekurs seine Zukunft
ruinieren könnte. Aber eins ist ihm klar: ins Gefängnis geht er nicht nochmal.
Eine ganze Zeit lang fühlt "Schwerkraft" sich an wie eine launige Rebellenstory, mit viel trockenem Humor. Als es dann dramatisch wird, hängt man schon am Haken und hat die Figuren ins Herz geschlossen und macht ihren Trip gerne mit. Auch wenn die eigentlich Geschichte simpel ist, liefert das Drehbuch jede Menge Nuancen. Etliche Szenen werden dabei nicht einmal zu Ende erzählt und lassen Platz, sie selbst weiterzuspinnen.
Ein Schwachpunkt des Films sind die Frauenrollen. Vince Freundin (Jule Böwe) ist nur ein Symbol für seinen Wunsch nach Stabilität und hat nicht viel zu tun.Fredericks große Liebe Nadine bleibt lange distanziert und neutral, später hat sie Angst vor seinen Aktionen, man sieht jedoch eher Desinteresse und Abscheu, was die Liebesgeschichte unglaubwürdig macht. Erst in der letzten Szene erblüht Nora von Waldstätten und belohnt uns und Frederick mit einem entwaffnenden Lächeln. Gerade noch rechtzeitig für das durchaus bewegende Finale. Auch wenn die Macher dem Rebellen am Ende nicht alle Wünsche erfüllen, ist es doch ein eine Art von Happyend. Verbrechen lohnt sich eben doch, manchmal , irgendwie.
Ein Lob verdient auch die gute Ausstattung des Films, die deutlich über dem Standard einen "kleinen Films" liegt, sich gleichzeitig aber nie in den Vordergrund drängt. Der aufgekratzte Psychobilly-Soundtrack passt sehr gut zur Story. Leider sind die Extras ziemlich spärlich ausgefallen. Ein Regiekommentar wäre nett gewesen. Stattdessen gibt es nur ein zwar gelungenes aber sehr kurzes Making-Of, in dem man sieht, welchen Spaß Jürgen Vogel und Fabian Hinrichs beim stressigen Dreh hatten: "Als nächstes dreh ich Traumschiff".
Schwerkraft gehört zu den besten deutschen Filmen des Jahres, der es versteht, zu unterhalten ohne die Intelligenz beleidigen. Eine lakonische Buddykomödie mit psychologischem Tiefgang.
