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Drei Film Trailer und Filmkritik

FSK Film: 12 | Länge: 119 Min | Kinostart: 23.12.2010 | Release: 27.05.2011 (DVD&BD)
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TRAILER-TIPPS

 

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Schauspieler:Sophie Rois, Devid Striesow, Sebastian Schipper

Die Story:Seit 20 Jahren sind Hanna und Simon ein Paar. Sie leben in Berlin, nebeneinander und miteinander in kämpferischer Harmonie. Sie sind attraktiv, modern, gereift, kinderlos, kultiviert, ernüchtert. Fremdgehen, Kinderwunsch, Zusammenziehen, Fehlgeburten, Flucht und Rückkehr: die Kulturmoderatorin und der Kunsttechniker haben vieles hinter sich, aber nicht mehr ganz so viel vor. Bis sich beide, ohne voneinander zu wissen, in denselben Mann verlieben. Adam Born, Stammzellenforscher. Ein Mensch mit vielen Gesichtern, charmant, geheimnisvoll, ein Mann der Tat, kein Zauderer. Erst lässt sich Hanna mit ihm ein, wenig später auch Simon. Heimlich führen sie ihre Affären mit Adam, nicht ahnend, wie sehr das Geheimnis, das sie voreinander haben, sie miteinander verbindet. Erst als Hanna unverhofft schwanger wird, werden die drei Liebesbeziehungen ernsthaft auf die Probe gestellt.

Hintergrund:Nach internationalen Großprojekten wie Das Parfum, The International und Heaven ist Drei Tykwers erstes Drehbuch ohne fremde Vorlage und sein erster Film in deutscher Sprache seit 10 Jahren. Drei ist ein tragikomischer Film über Liebe, Moral und Geschlechter im spätmodernen Deutschland der gemischten Gefühle.



Eins und eins kann zwei ergeben. Und manchmal auch drei. Und bisweilen sogar fünf:
Lässig und konzentriert erzählt Tom Tykwer in seinem neuen Film DREI von einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, und erweist sich dabei erneut als Meister über Zufall und Schicksal. DREI ist eine Spurensuche im Gefühlsleben einer Generation, die versucht, ihre neuen Möglichkeiten und alten Sehnsüchte in Einklang zu bringen.

DREI ist eine romantische Komödie, interpretiert von Tom Tykwer, der nach großen, internationalen Produktionen wie DAS PARFUM und THE INTERNATIONAL zu seinen filmischen Ursprüngen in Deutschland zurückkehrt. In den Hauptrollen überzeugen Sophie Rois (DER ARCHITEKT), Sebastian Schipper (DIE NACHT SINGT IHRE LIEDER) und Devid Striesow (DIE FÄLSCHER).

Stefan Arndt (DAS WEISSE BAND), X Filme Creative Pool, produzierte DREI in Ko-Produktion mit dem WDR, der ARD Degeto und arte. Die Finanzierung wurde unterstützt durch die FFA - Filmförderungsanstalt, MBB - Medienboard Berlin-Brandenburg, die Filmstiftung NRW, den DFFF - Deutscher Filmförderfonds sowie BKM - Beauftragter für Kultur und Medien.


Eure Meinung zu "Drei Film"



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Eure Kommentare zu "Drei Film":

Anne wahrscheinlich hab ich den Film nicht verstanden - ich habe die Vorstellung nach 50 Minuten angewidert verlassen...meine Zeit war mir zu schade, um ein derart konstruiertes Gefühlschaos anzuschauen. Die Story ist an den Haaren herbeigezogen, übertrieben und total unrealistisch. Ich gehe häufig ins Kino, aber das war ein totaler Missgriff - schade !!!

lolala behindert.

 




♥: Natürliche Darsteller, besonders Sophie Rois, amüsante Milieustudie
−: Ein etwas konstruierte Konstellation, wie eine Versuchsanordnung

Zwei simple Telefonkabel vollführen zum Auftakt von "Drei" ein virtuoses Ballett des Lebens. Während sie am Zugfenster vorbeiziehen, kommen sich die Linien näher, entfernen sich voneinander, verknoten sich, verschwinden oder nähern sich einem dritten Kabel an während ein Erzähler ihre überraschenden Bewegungen mit den Stationen eines Lebens vergleicht: Freundschaft, Liebe, Routine, Trennung, Versöhnung, Affäre, Nachwuchs - Tod. Ein brillanter kleiner Film im Film, mit dem Tykwer sich als intelligenter, amüsanter, ideenreicher Geschichtenerzähler beweist.


Zum erstenmal seit langer Zeit dreht Tom Tykwer wieder in Deutschland. Kein Wunder, denn so ungeschminkt hätte er sein Thema in Hollywood nie umsetzen können. Nicht umsonst schockierte die Komödie beim Filmfest in Venedig etliche Kritiker mit seiner offenen Darstellung von Bisexualität. Allerdings ist die Story selbst ähnlich akademisch wie das Milieu in dem sie spielt.

Hanna (Sophie Rois) und Simon (Sebastian Schipper) sind seit 20 Jahren zusammen. Geheiratet haben sie nie und auch jetzt ist sein Antrag eher eine Formalität. Sie wissen, was sie aneinander haben und brauchen keine amtlichen Segen dafür. Leidenschaft sieht allerdings anders aus. Routine ist eingekehrt. Vielleicht liegt das auch an ihren fordernden Jobs. Hanna ist Kulturjournalistin, springt zwischen Ausstellungen, Moderationen und Fachdiskussionen hin und her, während Simon mehr den praktischen Ansatz vertritt und "Kunst macht", oder besser, Skulpturen nach den Entwürfen anderer anfertigt.

Dann wird Simons Leben durchgeschüttelt. Erst erfährt er dass er Hodenkrebs hat, und dann stirbt auch noch seine Mutter. Grund genug, das eigene Leben auf den Prüfstand zu stellen. Auch Hannas Leben wird durcheinandergewirbelt. Der Genforscher Adam (Devid Striesow)  löst in ihr Fantasien aus, die sich selbst wohl lange nicht mehr zugetraut hatte. Hanna und Adam beginnen eine Affäre. Vollends kompliziert wird die Sache, als Adam im Schwimmbad auch noch Simon kennenlernt. Ohne zu wissen, dass Simon Annas Freund ist, kommen die beiden sich ebenfalls näher.

Adam, das Objekt der Begierde wirkt als Person allerdings ähnlich konstruiert wie eins seiner genetischen Experimente. Der Forscher lebt in einer fast leeren, unpersönlichen Wohnung, in seiner Freizeit wechselt er ständig zwischen Chorproben, Fußballtraining, Segeln und Opernbesuchen. Er ist Genußmensch und Intellektueller, Sportler und Kreativer. Kein Wunder dass sich beide von diesem Multitalent angezogen fühlt. Auch wenn Tykwer sich später bemüht, ihm einen familiären Hintergund zu geben, bleibt Adam ein lebendes Laborprodukt.

Tom Tykwer reicht es natürlich nicht, nur eine stylische Komödie über ein Dreiecksverhältnis zu drehen. Nicht umsonst ist Adam ein Genforscher, der sich in der Chimärenforschung betätigt. Er versucht also im Labor, etwas Neues zu schaffen aus zwei Wesen, die eigentlich nicht zusammenpassen. Genauso spielerisch experimentell geht Tykwer mit den Beziehungen im Film um. Eine Dreierbeziehung - kann das gut gehen ? Was hat das für Folgen ? Das untersucht der Film neugierig und ohne moralischen Zeigefinger.

Für Tykwer ist es sein vielleicht persönlichster Film, die Protagonisten sind in seinem Alter und kommen wie er aus der Berliner Kulturszene. Mit diesen Leuten und ihren Sorgen kennt Tykwer sich aus. Die Sorgen, Ängste und Unsicherheiten werden ernst genommen. Gleichzeitig durchzieht feiner Humor den Film ohne die Figuren vorzuführen oder lächerlich zu machen. Ein Pluspunkt sind dabei die durchweg überzeugenden, natürlichen Darsteller.
Tykwer zeigt Berlin authentisch und trotzdem erfrischend neu. Dazu kommt ein herausragender abwechslungsreicher Soundtrack, an dem neben Tykwer selbst auch Ex-Spliff-Mitglied Reinhold Heil mitgewirkt hat und der mitunter an klassische Hollywoodkomödien erinnert. Das Resultat ist ein intelligenter Filmgenuß über das Paarungsverhalten immer noch geschlechtsreifer Großstädter. 



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