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Baaria Film Trailer

Länge: 150 Min | Kinostart: 29.04.2010 | Release: 12.08.2010 (DVD&BD)
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Schauspieler:Francesco Scianna, Margareth Made, Angela Molina, Monica Bellucci, Michele Placido

Die Story:Sizilien, zu Beginn der 1930er Jahre. Peppino, Sohn eines Schafhirten aus dem kleinen Städtchen Baarìa, ist ein lebenshungriger junger Mann voller großer Pläne. Doch immer wieder wird er Zeuge von sozialer Ungerechtigkeit und entdeckt bald sein Interesse an der Politik. Denn stets weiß der clevere Peppino aus der Not eine Tugend zu machen und sich voller Inbrunst gegen alle Widrigkeiten seines oft entbehrungsreichen Lebens zur Wehr zu setzen. Und dank seines unwiderstehlichen Charmes fällt es ihm leicht, auch andere für seine Ideale zu begeistern. Nach dem Krieg begegnet Peppino der schönen Mannina, der Frau seines Lebens, aber bei ihren Eltern stößt er als Kommunist auf Widerstand. Und auch seine ehrgeizige politische Karriere verläuft nicht ohne Turbulenzen. Doch Peppino und Mannina sind bereit, voller Leidenschaft gemeinsam für ihre Träume zu kämpfen...

Hintergrund:Baaria, der als offizieller Wettbewerbsbeitrag am 2. September 2009 seine Weltpremiere auf dem Lido feierte, ist nach zwei Jahrzehnten der erste italienische Eröffnungsfilm des Festivals und eine der teuersten italienischen Produktionen der letzten Jahre. Der neue Film von Oscarpreisträger Giuseppe Tornatore ist eine bewegende Hommage an seine sizilianische Heimat und eine nostalgische, liebevolle Erinnerung an die Geschichte seiner eigenen Familie. Der Regisseur von Cinema Paradiso, Die Legende Vom Ozeanpianisten und Der Zauber Von Malèna nimmt die Zuschauer mit auf eine poetisch-sinnliche Reise durch das 20. Jahrhundert und die sozialen und politischen Umwälzungen in einem sizilianischen Ort, durch den der Hauch der Geschichte weht. Mit 35,000 Komparsen entstand in 25 Drehwochen ein imposantes Sittengemälde, das durch seine grandiosen Landschaftsaufnahmen die Zuschauer ebenso begeistern wird wie durch den tragikomischen Blick auf die Zeitläufe, die das Leben der Bewohner beeinflussen. Giuseppe Tornatores Generationenepos war der erste italienische Film seit 18 Jahren, der das renommierte Filmfest in Venedig eröffnen durfte. BAARÌA erwies sich landesweit in den Kinos als ein großer Publikumserfolg und wurde für den Golden Globe als bester fremdsprachiger Film nominiert.



„Laut einer der unzähligen gängigen Etymologien stammt Bagheria von Bab el gherid ab, was auf Arabisch so viel wie ‚Das Tor des Windes’ bedeutet. Doch seit alters her haben wir es immer Baarìa genannt.

Baarìa in der Provinz Palermo ist die Stadt, in der ich geboren wurde und bis zu meinem 28. Lebensjahr aufgewachsen bin. Nach Don Fabrizio Salina, dem Prinzen in Lampedusas Roman ‚Der Leopard’, war ich damit zu alt. Er behauptete, dass junge Männer Sizilien verlassen sollten, bevor sie 17 werden, um zu verhindern, dass ihr Charakter von sizilianischen Schwächen verseucht wird.

Ich hatte also genügend Zeit, sie alle aufzusaugen. Allen voran sicherlich die Vorstellung, dass der Ort deiner Geburt der Mittelpunkt der Welt ist, noch mehr: die Welt selbst. Und schließlich, aber nicht weniger ernsthaft, die kurzlebige Flucht in deine Erinnerungen, sobald du erkennst, dass die Welt in Wirklichkeit immer woanders war und sich auch ohne dich gedreht hat.

Nun, um jene Unschuld zurückzuerobern, die ich an dem Tag verlor, als ich meinem Schiff aus Sizilien entstieg, oder noch schlimmer, um in meinen Schwächen, die ich als Baariòto habe, 20 Jahre lang konsequent zu bleiben (einige Spuren davon sind bereits in meinen anderen Filmen mit sizilianischem Hintergrund aufgetaucht), habe ich darüber nachgedacht, einen Film über diese einzigartige und zeitlose Phase meines Lebens zu machen, als das Universum in der Via Gioacchino Guttuso 114 begann, sich vom Piazza Madrice entlang der Allee des Corso Umberto I° entfaltete und am Kreisverkehr von Palagonia endete. Es sind alles in allem nur ein paar Hundert Meter. Aber wenn du sie jahrelang auf- und abgehst, kannst du Dinge lernen, die dich die ganze Welt niemals lehren wird.“
Giuseppe Tornatore

„Meine Arbeit basiert immer auf einem detaillierten Studium des Drehbuchs. Ich muss alles über einen Film wissen. Die Charaktere, die Drehungen und Wendungen der Handlung, die Kulisse, der historische Zeitrahmen. Schon bei meiner ersten Annäherung an BAARÌA wurde mir klar, dass es ein komplexes und heikles Vorhaben sein würde. Eine Reise durch die frühen Dekaden des 20. Jahrhunderts, aber auch ein Film, mit dem Tornatore seiner Heimat und folglich seiner Familie Tribut zollen wollte.

Um mich der Verantwortung zu stellen, den Score für einen solch wichtigen Film zu schreiben, musste ich den richtigen Zugang finden. Schon bevor ich den Rohschnitt des Films gesehen habe, hatte ich bereits einige der wesentlicheren musikalischen Motive geschrieben. Tornatore hat es gefallen und wieder einmal stellten wir fest, dass zwischen uns von Anfang an völliges Einverständnis herrschte, in welche Richtung es gehen sollte.
Ich mache Peppuccio nicht bloß ein Kompliment – dieser Film hat mich entzückt. Es ist nicht bloß ein weiterer Film in seiner herausragenden Filmografie, sondern vielmehr ein Werk, das die Zeit zum Stillstand bringen kann. Er hat alles, was nötig ist, ein großes Kunstwerk zu sein.

Ich bin mir sicher, dass das Publikum die reiche Inspiration, die jede einzelne Szene ausstrahlt, ebenso wertschätzen wird wie die epische Kraft dieses Films, der von einer allumfassenden und tief empfundenen Menschlichkeit durchdrungen ist.“
Ennio Morricone

„Es begann alles gegen Ende 2006. Giuseppe Tornatore lud mich zum Mittagessen ein und erzählte mir von seinem Projekt. Ein Film, aber mehr als nur das. Ein wirklich titanisches Vorhaben, für das eine Menge harter Arbeit nötig sein würde. Ich nahm die Herausforderung an. Man bekommt nicht oft die Gelegenheit, mit einem Regisseur solchen Kalibers zu arbeiten. Wir begannen sofort mit der Recherche und von Anfang an war es eine sehr detailreiche und akribische Arbeit. Entscheidend war, nichts dem Zufall zu überlassen und ein solides Fundament zu schaffen für die Entwicklung der Kulissen- und Ausstattungsmaschinerie, die weitaus komplizierter sein würde als bei vielen anderen Filmen.

Nach zwei Monaten Recherche übergab ich meine Ergebnisse an Tornatore, der sofort zustimmte. Unsere Zusammenarbeit stand von da an unter einem guten Stern. Gemeinsam, mit Leidenschaft, Entschlossenheit und Enthusiasmus. Nach weiteren drei Monaten, in denen das Setdesign geplant wurde, begannen schließlich die Dreharbeiten. Tunesien war die bestmögliche Wahl. Zuallererst, weil man dort sehr gut arbeiten kann, aber auch, weil die schönsten Orte dort eine Reihe von Analogien zu Bagheria aufweisen, wie es im frühen 20. Jahrhundert war. Das erste Set wurde knapp außerhalb von Tunis in einer stillgelegten Fabrik gebaut, das zweite in Hammamet.

Ohne Frage der schwierigste Aspekt war, ein Set zu bauen, in dem es möglich ist, von einer historischen Zeitebene in die nächste zu ‚schalten’. An manchen Tagen spielte die Handlung in den 1920er Jahren, an anderen Tagen waren wir in den 1960ern. Also mussten diese Sets durch die Zeit reisen können. Dank jedes einzelnen, der daran mitgearbeitet hat und dank Tornatores außerordentlichen Eifers, erhielten die Sets einen magischen Charakter. Dieser Film wird in die Kinogeschichte eingehen, und nicht nur in die italienische. Ich habe das Gefühl, dass es auf eine Art mit ES WAR EINMAL IN AMERIKA vergleichbar ist.“
Maurizio Sabatini


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Der sizilianische Ort Bagheria in den 1930er Jahren, der im regionalen Dialekt Baarìa heißt. Der kleine Peppino (Giovanni Gambino) läuft zur Schule, wo die ganze Klasse voller Inbrunst eine Hymne auf den Duce singt, nur er nicht. Zur Strafe muss er den Rest des Unterrichts in die Ecke hinter der Schultafel, während die anderen italienische Vokabeln wiederholen. Erschöpft schläft er ein...

Im Kino wird ein Stummfilm aufgeführt, ein Erzähler im Saal spricht alle Rollen und liest die Titel, weil kaum einer im Publikum des Lesens mächtig ist. Es herrscht eine ziemliche Unruhe, nur Peppinos Vater Cicco (Gaetano Aronica) liest gebannt jedes Wort mit. Als jemand dazwischenruft, kommt es zum Tumult und der Vorleser beschuldigt Cicco. Wütend beißt ihm Cicco ins Ohr.

Abends sitzen Cicco und seine beiden Söhne im Theater, auf der Bühne singt sein Cousin dem Duce eine ironische Liebesschnulze, was im Saal nur die drei lustig finden. Der Sänger wird von den Faschisten auf offener Bühne verhaftet.

Das Leben ist hart in diesen Jahren und so schickt Cicco seinen Sohn schweren Herzens für ein paar Monate zu einem Schäfer (Enrico Lo Verso), zum Tausch für ein paar Laib Käse. Während beim Metzger der reiche Don Carlo ein Kilo Nackenfleisch ordert, fragt Tana (Lina Sastri) um ein paar Reste für ihre Katze – um sie in ihrer kargen Wohnung am offenen Fenster zu räuchern. Die Nachbarn sollen nicht merken, dass sie und ihre Tochter seit einer Woche nichts zu Essen hatten.

Auf den kargen Berghängen erzählt der Schäfer Peppino die Legende der drei Felsspitzen. Wenn man mit einem Steinwurf alle drei hintereinander trifft, öffnet sich eine Höhle voller Goldmünzen – seit Hunderten von Jahren sei es aber nie einem gelungen. Auch Peppino versucht es – ohne Erfolg – und übersieht dabei, dass die Ziegen gerade sein Buch fressen.

Zurück in der Stadt zieht Peppino mit einer Kuh und Melkeimer durch die Hauptstraße, während ein fliegender Wursthändler den faschistischen Anführer auf offener Straße parodiert: „100% Schwein!“ ruft er, während er mit seiner Ware wedelnd hinter ihm her geht. Als er von Uniformierten abtransportiert wird, fragt der Junge eine Frau, wohin? Ins Gefängnis, antwortet sie. Ein junger Maler wird auf ihn aufmerksam und bald steht der Junge mit anderen Dorfbewohnern in einer Kirche Modell, wo der Maler ein Fresko mit Aposteln und Heiligen gestaltet.

Auch Peppino ist nicht auf den Mund gefallen. Als er einen Mafiosi in feinem Zwirn sieht, wie der genüsslich und in aller Seelenruhe ein Hühnchenbaguette isst, ruft er: „Ich schaff das in vier Bissen, ohne einen Krümel fallen zu lassen!“ Der Mann lässt sich darauf ein, kauft dem Jungen ein üppig belegtes Baguette. Als Peppino bereits beim ersten Bissen Schwierigkeiten hat, presst ihm der Gangster das Brot mit Gewalt in den Mund und sorgt damit für Unmut bei den Schaulustigen. Während die Erwachsenen ihn zur Rede stellen, verziehen sich Peppino und sein Bruder Nino mit dem restlichen Baguette.

Einige Jahre später, Peppino (Davide Viviani) ist inzwischen ein Teenager, erhält sein älterer Bruder Nino den Einberufungsbefehl. Weil Nino nicht in den Krieg ziehen will, versucht er, sich mit einem Hammer den Fuß zu zertrümmern, doch es hilft nichts: Nino wird eingezogen. Die Faschisten sorgen weiter für Angst und Schrecken, bedrohen linke Ladenbesitzer und verwüsten Geschäfte. Als Peppino eines Nachts nach Hause geht, wird er zufällig Zeuge, wie Faschisten einen Mann erschießen. Als er der Polizei Bericht erstattet, glaubt man ihm nicht und verdächtigt ihn sogar selbst, weil er Blut an seiner Hose hat.

Als die Amerikaner schließlich das Land befreien, ist zwar der Krieg zu Ende, doch die alten Seilschaften sind noch intakt, wie Peppino bei der Feldarbeit beobachten muss. Der Aufseher vom Olivenhain, der ihn vor Jahren schon verprügeln ließ, weil er zu wenig Ernte einbrachte, betrügt erneut die einfachen Leute. Peppino beschließt, in die kommunistische Partei einzutreten.

Inzwischen zum Mann gereift, begegnet Peppino (Francesco Scianna) zum ersten Mal der schönen Mannina (Margareth Madè), als er auf der Straße seine Kuh melkt. Sofort ist es um ihn geschehen und er folgt ihr bis zur Schneiderschule, wo er sie beim Tanz mit ihren Mitschülerinnen beobachtet. Angestachelt nimmt er selbst Tanzstunden, doch aus Mangel an Frauen, muss er mit einem Republikaner üben, Onofrio Pace (Fabrizio Romano), mit dem er sich schnell anfreundet.

Bei einer politischen Veranstaltung, die er mit seinen Genossen sprengt, gerät er mit einem Unbekannten aneinander, und gerade als er zuschlagen will, gibt sich der bärtige, abgemagerte Mann zu erkennen: Es ist sein Bruder Nino, der aus Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist.

Bei einem Tanzabend sieht Peppino Mannina wieder, aber nur aus der Ferne, weil er nicht eingeladen ist. Als die Zaungäste für einen einzigen Tanz doch eingelassen werden, nutzt er die Chance, sie aufzufordern. Er will sich vorstellen, dabei kennt Mannina seinen Namen bereits. Die angebotenen Naschereien nimmt sie so bereitwillig an, dass der klamme Peppino beim Händler mit dem Bauchladen anschreiben lassen muss.

Was er nicht an Wohlstand hat, macht er mit seinem Charme wett. Anfangs können die beiden allerdings nur aus der Ferne kommunizieren, per Zeichensprache über Häuser hinweg oder mit Briefen. Manninas Eltern schieben der Beziehung ihrer Tochter mit dem Kommunisten bald einen Riegel vor und verloben sie gegen ihren Willen mit einem wohlhabenden Landbesitzer. Peppino und Mannina treffen sich heimlich und Mannina fordert ihren Vater auf, die Vereinbarung mit dem anderen zu annullieren.

Doch Peppino weiß nicht, wie er ohne finanzielle Absicherung um ihre Hand anhalten kann. Im Kino kommt ihm bei einem Film mit Fred Astaire schließlich die Idee: Wenn ihre Beziehung nicht akzeptiert wird, verbarrikadieren sie sich eben. Peppinos Vater Cicco hat schließlich Erbarmen und gibt ihnen seinen Segen. Die erste Zeit hausen sie in einer Bruchbude mit undichtem Dach und ernähren sich von hart gekochten Eiern. Trotzdem sind sie glücklich wie nie!

Auch die Hochzeit ist eher spartanisch, sie haben noch nicht einmal Ringe und dem Pfarrer ist es zuwider, einen Kommunisten zu verheiraten. Bald ist Mannina schwanger und ihre Mutter bringt ihr das noch warme Blut eines frisch geschlachteten Kalbes zu trinken, weil es laut Volksglauben gesund sein soll. Doch ein Korb mit zerbrochenen Eiern kurz darauf ist ein schlechtes Omen: Mannina hat eine Fehlgeburt.

Mit all ihrem Hab und Gut auf einem Pferdekarren zieht das junge Paar weg und gründet seinen eigenen Haushalt. Auch Nachwuchs stellt sich ein, die beiden haben bald zwei gesunde Kinder. Ihre wirtschaftliche Lage ist dagegen noch immer prekär. Peppino besucht die kommunistische Parteischule in Rom, um in die Politik einzusteigen.

Bei einer Parteisitzung stellt der Vorsitzende fest, dass Peppino durchaus wichtige Posten bekleidet hat, aber weder ein Diplom vorzuweisen noch ein Buch geschrieben hat. Wie soll er da gerüstet sein für eine Reise zum Kreml? Er hat ja nicht mal einen dicken Mantel! Das lässt sich ändern. Peppino besorgt sich den vom Genossen Liberio – Befehl der Partei ist schließlich Befehl.

Nach seiner Reise in die Sowjetunion wirkt Peppino nachdenklich, schreckliche Ereignisse dort haben ihm die Augen geöffnet, aber Details verschweigt er. Er organisiert eine Nacht- und Nebelaktion, bei der Hunderte Genossen in den Hügeln bei Baarìa das unbestellte Land eines Großgrundbesitzers den Bauern zurückgeben wollen. Währendessen liegt sein Vater im Sterben, der voller Stolz auf seinen Sohn mit letztem Willen ausharrt, bis Peppino zurückkommt und Abschied nehmen kann.

Es herrscht weiter hohe Arbeitslosigkeit im Süden Italiens, auch Peppino hat kein festes Einkommen. Bei einer Demonstration vor dem Rathaus versucht er die aufgebrachte Masse zu beruhigen, kann aber nicht verhindern, dass das Gebäude gestürmt wird. Die politischen Unruhen halten die Region in Atem und die Fronten verlaufen oft direkt in der Nachbarschaft. Morgens verlassen Peppino und der Polizist von gegenüber ihre Häuser und ihre Frauen hören später gemeinsam im Radio von schweren Ausschreitungen. Besorgt warten sie auf die Ehemänner, die schließlich beide verletzt zurückkehren. Die kommunistische Partei fordert Mäßigung, solche Aktionen schaden politisch nur.

Einem Journalisten aus Rom (Raoul Bova) erklärt Peppino, die Agrarreform sei gescheitert, weil wieder nur die Großen die besten Stücke bekommen. Um seine Familie zu ernähren, geht Peppino schließlich als Gastarbeiter nach Frankreich, um von dort Geld nach Hause zu schicken. Als er für die Kommunisten für den Wahlkampf aufgestellt wird, kehrt er nach Baarìa zurück.

Die aufkeimende Studentenprotestbewegung sieht in Leuten wie ihm bald nur einen laschen Reformer, der nicht radikal genug sei für die notwendige Revolution. Peppinos Sohn Pietro (Gaetano Sciortino), inzwischen selbst ein Teenager und Sympathisant der Studenten, ist irritiert. Sein Vater erklärt ihm: Ein Reformer weiß, wenn er mit dem Kopf durch die Wand will, geht sein Kopf kaputt, nicht die Wand. Als er für das Parlament in Rom nominiert wird, hilft sein Sohn tatkräftig beim Wahlkampf mit.

Inzwischen leicht ergraut, macht Peppino die Gesundheit zunehmend zu schaffen. Pietro begleitet ihn voller Sorge zum Arzt, doch Peppino versucht ihn zu beruhigen. Bald wird er sich am Bahnhof von dem fast erwachsenen Pietro verabschieden, der nun alt genug ist, sich auf den Weg zu machen in ein eigenes, neues, aufregendes Leben...