Drachenzähmen Leicht Gemacht Film Trailer


Freigegeben ab 6 Jahre | Länge: 98 Min | Kinostart: 25.03.2010 (auch in 3D) | Release: 01.10.2010 (DVD)
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TRAILER-TIPPS

 

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Darsteller:Gerard Butler, Jay Baruchel (Synchronsprecher)

Die Story:Auf der kleinen Insel Berk, hoch oben im Norden, wird nicht lange gefackelt: Mordsstarke Wikinger müssen ihre Insel vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname „der Hüne“, ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“, Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks – der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist Hicks’ große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen „Nachtschatten“, eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Als Hicks seiner Beute endlich gegenübersteht, traut er seinen Augen kaum: Traurig schnaufend schaut der Drache ihn mit großen Augen an. Statt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachtschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks’ Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Das geht gegen alle Regeln der Wikingertradition! Niemals wird sein Vater das akzeptieren …


Zeit, sich die Helden von Berk einmal näher anzuschauen?



Haudrauf
Beginnen wir mit dem Häuptling des Stammes, Haudrauf „der Stoische". Der mächtige Wikingerhäuptling ist vom alten Schlag. Er weiß immer, wo es lang geht. Er ist ein begnadeter Taktiker, der mit allen Wassern gewaschen ist, mit der Faust auf den Tisch haut, wenn es sein muss, und nichts und niemand fürchtet. Er isst für fünf, zwirbelt genussvoll seinen Bart und kann brüllen, dass die Insel bebt. Aber wenn es um seinen Sohn geht, ist er leider wahrlich kein Vorzeige-Wikinger: Der bringt seinen Vater nämlich ganz durcheinander. In der Hoffnung, aus dem schlauen Jungen endlich einen Mann zu machen, meldet er ihn zur Drachenprüfung an - ein nicht ganz ungefährliches Kampfritual, in dem die jungen Wikinger gegen die von ihnen für diesen Zweck gefangenen Drachen kämpfen und lernen sollen, sie zu besiegen. Denn Haudraufs größte Angst ist es, dass Hicks Schwäche und Verträumtheit sein Wikingerdorf ins Verderben führen könnten...



Grobian
Verstärkung in seinem Unterfangen, aus Hicks einen Anführer in spe zu machen, findet er bei Grobian. Der ist zwar ruppig, rau und brummig, aber ein alter Krieger mit dem Herzen am rechten Fleck, der die neuen Wikingerfrischlinge auf den Kampf gegen ihre Feinde, die Drachen, ausbilden soll. Da auch Hicks einen Narren an ihm gefressen hat, hat Grobian außerdem die heikle Aufgabe, zwischen Vater und Sohn immer wieder zu vermitteln. Eigentlich meint er es nur gut, doch die schlechten Ratschläge, die er gern und oft auch ungefragt erteilt, helfen nun wirklich niemandem.



Hicks
Auch er hat es nicht gerade leicht: Hicks "der Hüne", der schlaue, aber schmächtige Sohn des starken Wikingerhäuptlings Haudrauf. Trotzdem zeigt Hicks keine Spur von Selbstmitleid, denn er ist ziemlich clever und will sich auf seine eigene, pfiffige Art als Wikinger beweisen. Leider machen ihn seine Geistesgegenwart und sein schräger Witz in der - oftmals - tumben Welt der Wikinger nur noch mehr zum Außenseiter. Als Hicks einen Drachen verletzt und sich mit dem „bösen Feind" auch noch anfreundet, beginnt für ihn ein zugleich aufregendes und kompliziertes Doppelleben: Wenn er nicht gerade mit den anderen jungen Wikingern seine „Manneskraft" trainiert, indem er gegen gefangene, aber immer noch feuergefährliche Drachen antritt, pflegt er heimlich die verbotene Freundschaft und hilft Ohnezahn - wie er den gefährlichen „Nachtschatten"-Drachen tauft - wieder fliegen zu lernen. Hicks Versuche, die seit Urzeiten verfeindeten Welten von Wikingern und Drachen unter einen Helm zu bekommen, könnten sein Leben und das seines Stammes schon bald für immer verändern.



Astrid
Als wenn sein Leben nicht schon schwer genug wäre, kommt Hicks auch noch Astrid in die Quere. Kampfbereit, unbändig und - für ein Mädchen - ziemlich hart im Nehmen: Astrid ist durch und durch eine echte Wikingerin. Sie lässt sich in ihrer überaus streitlustigen und entschlossenen Art nur schwer beeindrucken, trotzdem kann Hicks nicht anders: Er ist hingerissen und heimlich total in sie verliebt. Als sein anstrengendes geheimes Doppelleben schließlich erste Spuren hinterlässt, merkt ausgerechnet Astrid, dass bei Hicks was faul ist.



Rotzbakke
Apropos faul. Kommen wir zu Rotzbakke. Er ist fies, er ist stark, er ist dämlich und stinkt ganz fürchterlich. Kurz gesagt: Er ist der perfekte Wikinger. Wenn einer in das Dorf passt, in das nur „die Starken gehören", dann ja wohl er, aber hallo! Als sich „sein Mädchen" Astrid plötzlich für „Hicks, den Nichtsnutz" zu interessieren beginnt, schwört Rotzbakke Rache.



Fischbein
Angst vor Rotzbakke hat auch Fischbein. Was an verschiedenen Dingen liegen kann, wie zum Beispiel an der Tatsache, dass er mit einem kampfstarken Wikinger soviel gemeinsam hat wie eine Makrele mit einem Wal. Dabei ist Fischbein so groß, aber sein Gehirn leider sooo klein. Selbst wenn wirklich alle wissen, wo es langgeht, hat er garantiert keinen Plan - und den hält er auch noch verkehrt herum.



Raffnuss & Taffnuss
Ganz anders verhält es sich mit diesen Dorfbewohnern: Taffnuss und seine Schwester Raffnuss sind zweieiige Zwillinge - und schreckliche Rowdys voller böser Absichten -, die ihre schlechte Laune am liebsten aneinander auslassen. Als echte Wikinger und quasi Vorläufer der Adrenalin-Junkies ist ihnen natürlich nichts zu gefährlich, solange es wildesten Spaß verspricht.


Meinungen

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FBBfzgyafbxsfgxz Der Film wird Bestimt ganz toll und den Hicks ist sooooooooo süß Astrid ist sooooooooo schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Luis Der film ist coll

adeli hab ihn graaaaade gesehn, megasüß, ich liebe den jungen voll und sein nachtschatten ist absolut cool...nur die namen find ich ein bisschen, naja....ziemlich kreativ(Ohnezahn oder Rotzbacke?? ja, interessant :)) aber auf JEDEN FALL angucken, lohnt sich echt!!

Looren Ich finde den Film gut,nur dieStimme von Hicks ist blöder,als im Film! Note:1-!!!

doreen geht so scheiße

denise Der Film ist Cool und Schickt voll.

Knuddelmaus Der Film ist einfach nur spitzenmäßig geil!!!! wer das ließt ,dem sag ich nur guckt diesen Film =)

Lurch Absolute Sahne, Gestern in der Abendvorstellung in 3d gesehen.

hgipu ^^

coco super der Film hätte den 4 stern verdient

Ginny Der Film wird bestimmt coool

egruben@arcor.de testfilm

nathalia zahnfee auf bewerung

nathalia drachen zemen leicht gemacht

wb ey magdaxd, dudenpower wäre auch voll gut

MagdaXD Ich freu mich schon foll auf den Film! Drachenpower!

~{TTH}~ Das Buch ist gut, hoffe das der Film es auch wird

krischi bestimmt voll süß

Hackner buch is besser

David Erinnert mich von der Story her ein wenig an Wiki, jedoch super süß und werde ich mir 100% anschauen...natürlich in 3D :)

chessi Ja, der Filmm wir toll :D Und für den schwarzen Drachen wurde ein Axolotl als Vorbild genommen!!! ♥

joschl höhöhö nicht übel

blume super toll, die freude ist sehr große.

Ich ach gottchen wie niedlich! so einen will ich auch ma haben xD

fantastica ist ja absolut süß ich freu mich schon drauf

vollzeitmama Der Hit, ein Muss für mich und meinen Sohn. Und endlich mal was aus der Vergangenheit.

Blauer Reiter Drachen sind soooo geil und der sieht ja mal süper aus. Freu mich schon total darauf. Der wird angeschaut

der 6te geist Das Drachi ist sooooo SÜß!! XDErinnert von der Mimik/Gestik her n wenig an Stitch :3

 





DIE GANZE GESCHICHTE
Hoch oben im Norden liegt die schroffe und unwirtliche Felseninsel Berk. Mordsstarke Wikinger müssen ihre Siedlung immer wieder gegen wilde Drachen verteidigen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Regelmäßig verwüsten die Feuer speiende Monster das Dorf und lassen so viele Schafe der Wikinger mitgehen wie möglich. Seit die Wikinger nach Berk gekommen sind, geht das nun schon so, und das war vor über dreihundert Jahren.
Der schmächtige Teenager Hicks, Beiname „der Hüne“, ist auch Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Dafür ist er mit ’ner Menge Grips ausgestattet, aber das zählt bei den mächtigen Wikingern wenig. Da Hicks’ Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“, Oberhaupt des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll er auf der Drachenschule nun endlich die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Ehe Hicks – der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf jedoch in der Nacht von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist seine große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit einer selbst gebastelten Waffe gelingt es ihm tatsächlich, einen „Nachtschatten“, eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Doch der stürzt weit weg ab und niemand glaubt Hicks. Er wird wieder einmal zum Gespött des ganzen Dorfes. So kann er Astrid, seinen heimlichen Schwarm, jedenfalls nicht beeindrucken, denn sie ist im Gegensatz zu ihm eine waschechte Wikingerin.
In der Drachenschule zeigt Astrid immer wieder, dass sie die Beste ist, während Hicks eher durch Tollpatschigkeit und Ängstlichkeit auffällt. Allerdings ist der Unterricht von Grobian, dem Schmied, auch zum Fürchten. Die Schüler, darunter der freche Rotzbakke, die streitlustigen Zwillingen Raffnuss und Taffnuss und der dicke Fischbein, müssen täglich gegen einen anderen Drachen kämpfen, um so die Eigenheiten der verschiedenen Gattungen kennenzulernen. Jeder spuckt ein anderes Feuer und hat eine andere Geheimwaffe. Der geübte Lehrer Grobian gibt den Kids von der Tribüne der Arena aus wichtige Tipps. „Learning by Doing“ auf Wikingerart - nicht ganz ungefährlich! Nach Schulschluss sucht Hicks heimlich die Stelle ab, wo er den „Nachtschatten“ vermutet und findet ihn tatsächlich in einem Tal. Doch als ihn das erstaunlich elegante Tier zum Steinerweichen anblickt, bringt er es einfach nicht übers Herz, es zu töten. Es stellt sich vielmehr heraus, dass der Drache genauso viel Angst vor Hicks hat wie umgekehrt. Das Weltbild des Wikingerjungen bekommt erste Risse. Täglich besucht er nun den verletzten und flugunfähigen Drachen und ganz langsam freunden sich die beiden an. Doch das darf natürlich niemand erfahren! Also geht Hicks brav weiter in die Drachenschule und markiert den enthusiastischen Drachenkämpfer, während er heimlich ein Lenksystem bastelt, mit dem Ohnezahn, wie er den Nachtschatten mittlerweile nennt, wieder fliegen kann. Als Haudrauf und seine Wikinger einmal mehr in See stechen, um den Unterschlupf aller Drachen zu finden, steigt sein Sohn mit Ohnezahn hoch in die Lüfte …
Die Freundschaft zu Ohnezahn hat für Hicks aber noch einen anderen Vorteil. Weil er durch ihn erkennt, wie man mit Drachen umgehen muss, gelingt es dem Wikingerjungen, die furchterregenden Biester in der Schule mit einfachen Tricks kampfunfähig zu machen, aber ohne sie dabei zu verletzen. Hicks, der Drachenflüsterer. Astrid und die anderen sind schwer beeindruckt, und als die Wikinger erfolglos von ihrer Suche zurückkehren, traut Haudrauf seinen Augen nicht: Hicks wird im ganzen Dorf als mutigster Drachenkämpfer gefeiert. Der Häuptling ist mächtig stolz auf seinen Sohn, dem jetzt nur noch eine einzige Prüfung fehlt, um ein echter Wikinger zu werden: Er muss einen Drachen töten!
Doch gerade das kann und möchte Hicks auf gar keinen Fall. Er beschließt, mit Ohnezahn zu verschwinden. Astrid, der sein Verhalten komisch vorkommt, folgt ihm daraufhin zu seinem Versteck und ist fassungslos, als sie sein Geheimnis entdeckt! Doch Hicks braucht nicht lange, um seine Flamme von Ohnezahns Gutmütigkeit zu überzeugen. Bei einem gemeinsamen, atemberaubenden Drachenflug kommen sich die beiden Teenager nicht nur näher, sie stoßen auch durch Zufall auf das Nest der Drachen und entdecken den wahren Grund ihrer Raubzüge: Die Kreaturen werden selbst von einem gigantischen Urdrachen terrorisiert, dem sie Futter bringen müssen …
Am Tag der Abschlussprüfung wartet das ganze Dorf gespannt, dass Hicks den gefährlichsten aller Drachen, einen „Riesenhaften Alptraum“ erlegt. Stattdessen hält der mittlerweile überzeugte Drachenfreund eine flammende Rede gegen den Drachenkampf. Haudrauf ist außer sich vor Wut und Enttäuschung, erst recht, als sich herausstellt, das Hicks einen Nachtschatten zum Freund hat und weiß, wo sich das Drachennest befindet. Ohnezahn wird von den Wikingern gefangen genommen und diese laufen Richtung Drachennest aus! Jetzt liegt es an Hicks, nicht nur seinen Freund zu befreien, sondern auch die Wikinger vor dem gewaltigen Urdrachen zu retten …


DER KAMPF BEGINNT
Vor fast sechs Jahren fiel den Leitern der Kreativabteilung bei DreamWorks Animation erstmals die Buchreihe der britischen Autorin Cressida Cowell auf, die von dem schmächtigen Hicks handelte, der sich in der rohen Welt der Wikinger zu behaupten versucht. Sie erkannten sofort das große Filmpotenzial, das in der Geschichte steckt. Schließlich hat DreamWorks Animation nicht umsonst den Ruf, relativ kleinen, aber feinen Titeln zum großen Kinoerfolg zu verhelfen. Wenn du über Wikinger und Drachen schreibst, kommt nur eine Adaption im ganz großen Stil in Frage“, sagt Cowell. „Deshalb war ich sehr froh, als DreamWorks sein Interesse an den Büchern bekundete, denn ich wusste, dass man dort in Dimensionen denkt, die ich mir kaum vorstellen konnte!“
Produzentin Bonnie Arnold, die für den Erfolg der DreamWorks-Animationskomödie „Ab durch die Hecke“ verantwortlich war, begeisterte sich schnell für die neu erworbene Geschichte. Während das Projekt vorangetrieben und entwickelt wurde, verlor sie es nie aus den Augen, und als der stellvertretende Produktionschef von DreamWorks, Bill Damaske, sie fragte, was sie als Nächstes gern machen würde, entschied sie sich für DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT. Arnolds wichtigste Herausforderung als Produzentin bestand darin, die etablierte Welt aus Cowells Büchern in einen abendfüllenden Spielfilm umzusetzen. „Uns schwebte riesiges Eventkino vor, ein echtes Actionabenteuer mit tollen Charakteren, das einem großen Publikum gefallen würde“, erklärt Arnold. „In unseren anderen Filmen waren die Hauptfiguren entweder Erwachsene oder Tiere. Jetzt haben wir einen Teenager als Helden, das war für das Studio eine ganz neue Erfahrung. Hicks’ Persönlichkeit, seinen Umgang mit den Drachen und die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Wikinger bringen einen wunderbaren Humor in die Story. Abenteuer, Humor und Herz waren also bereits in der Geschichte verankert. Jetzt brauchten wir nur noch ein starkes Autoren/Regie-Gespann, das die Elemente in Form bringen konnte.“
Das Studio wandte sich an den Oscar®-nominierten Autor/Regisseur Chris Sanders und Autor/Regisseur Dean DeBlois. Sanders fühlte sich zu Hicks augen-blicklich hingezogen: „Seine Geschichte hat eine emotionale Tiefe, die mich begeisterte. Aber was mein Interesse wirklich weckte, waren die Flugsequenzen“, sagt Sanders. „Ich wünschte mir schon lange ein Filmprojekt, in dem ich Kreaturen, Menschen oder Superhelden zum Fliegen bringen konnte. Als ich eine frühe Fassung des Drehbuchs las, dachte ich: Halleluja! Mit diesem Film können wir in Bereiche vorstoßen, in denen noch niemand gewesen ist!“
„Chris rief mich direkt an, nachdem er mit Jeffrey Katzenberg gesprochen hatte“, ergänzt Autor/Regisseur Dean DeBlois, „und er erwähnte, das DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT wie für mich geschaffen wäre, weil es darin um einen Teenager gehe, der ein überlebensgroßes, fantastisches Actionabenteuer erlebe. Und so etwas zieht mich tatsächlich magisch an; solche Geschichten schreibe ich. Ich las sofort die Buchvorlage und erkannte das immense Potenzial. Und wieder mit Chris zusammenarbeiten zu können, klang auch aufregend.“
Obwohl die Bücher zu einer Zeit einsetzen, als Drachen und Wikinger miteinander auskommen, erkannten die Filmemacher, dass es für den Film nützlich wäre, die Geschichte
ein paar Jahre vorzuverlegen Dazu Arnold: „Wir taten gut daran, eine originäre Geschichte zu erfinden – nämlich wie Hicks’ ganzes Leben durch seine Freundschaft mit dem Drachen Ohnezahn umgekrempelt wird. Das wollten wir erzählen; wie Hicks die Freundschaft zwischen Wikingern und Drachen begründet, die zu den gemeinsamen Abenteuern in den Büchern führt.“
Cowells Bücher basieren lose auf ihrer Kindheit, wenn man so will. Denn die verbrachte sie auf einer abgelegenen, unbewohnten Insel vor der Westküste Schottlands. Ohne Straßen, Häuser oder Elektrizität. Das war der ideale Ort für die kleine Cressida, um ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Diese Kulisse diente später als Grundlage für die Welt der Wikinger und Drachen ihrer Bücher. Man muss sich nicht besonders anstrengen, um sie sich als Wikingerschüler Hicks „der Hüne“ vorzustellen, Sohn des Stammesoberhaupts Haudrauf „der Stoische“. Obwohl das schmächtige Bürschchen Hicks gar nicht wie ein echter Wikinger aussieht, möchte er unbedingt beweisen, dass in ihm dennoch einer steckt. „Wikinger sind harte Burschen mit einem Ehrenkodex und unerschütterlichem Glauben an sich selbst“, erklärt Sanders. „Kämpfen ist ihr zweiter Vorname. Als Wikinger geht man keiner Auseinandersetzung aus dem Weg – sie sind kräftig, mutig und schrecken vor nichts zurück. Was wir an Hicks so mögen, ist sein unbändiger Wunsch, dazuzugehören. Er sagt sich nicht, ‚Ich wünschte, ich wäre einer von ihnen‘. Im Gegenteil, er will unbedingt einer von ihnen werden.“
Diese Haltung half den Filmemachern, Hicks’ Motivation und Persönlichkeit zu schärfen: zu einem Teenager, der sich seines großen Potenzials bewusst wird. „Er versteht zwar nicht wirklich alles, was um ihn herum vorgeht, aber eines ist ihm klar – er ist anders als die anderen, sieht Dinge anders und verfügt über andere Fähigkeiten“, ergänzt Sanders. „Sein Vater kapiert es nicht, das Dorf kapiert es nicht, aber wir kapieren es, und deshalb lieben wir ihn.“
Alessandro Carloni, Head of Story, erklärt: „Die Bücher strotzen vor Ideen, die wir im Film unterbringen wollten. Beispielsweise die charmanten Beschreibungen des Wikingeralltags. Wir wollten alles noch etwas weiter treiben, den Protagonisten älter machen und den Film fest im Action/Abenteuer-Genre ansiedeln. Der Charme der Sprache sollte erhalten bleiben, aber wir wollten ihn anders ausdrücken. Wie leben Wikinger, wie reisen und jagen sie? Damit begannen wir.“
„Wir haben schnell den üblichen Rahmen gesprengt“, wirft Produzentin Bonnie Arnold ein, „und ich bin dem Studio wirklich dankbar dafür, dass wir das durften.“
„Und das kommt vom DreamWorks-Animation-Chef höchstpersönlich“, sagt Chris Sanders. „Ihm entgeht nicht, wenn man etwas halbherzig macht. Während man noch dabei ist, Probleme der Story zu lösen, erinnert er einen schon daran, dass man auch einen Film zu drehen hat. Er fordert von einem Wagemut, sich nicht zufriedenzugeben, immer aufs Ganze zu gehen.“
Doch das Wichtigste ist und bleibt die Story, und was das angeht, hat das Studio mit dem Gespann Sanders/DeBlois ins Schwarze getroffen. Produzentin Arnold sagt: „Chris und Dean sind großartige Geschichtenerzähler. Man kann die beste Animation haben, Musik, Soundeffekte, was auch immer, aber alles dient nur einem Zweck: die Geschichte zu unterstützen. Die beiden wussten genau, wie sie die Geschichte erzählen wollten. Ihnen schwebte eine sehr spezifische Adaption der Bücher vor. Und es war meine Aufgabe und die der Crew, diese Vision umzusetzen. Sie haben uns inspiriert und ermutigt, sodass wir ihnen unbedingt etwas noch Besseres zurückgeben wollten.“
Sanders und DeBlois lernten sich durch die Arbeit an „Mulan“ kennen und ihre erste Zusammenarbeit als Autoren/Regisseur-Gespann war „Lilo & Stitch“, der als bester Animationsfilm von 2002 für einen Oscar® nominiert war. Sanders und DeBlois merkten damals, dass sie sich künstlerisch gegenseitig beflügelten. Dazu DeBlois: „Wir haben ähnliche Ideen – wir kommen oft zu demselben Ergebnis, aber aus unterschiedlichen Richtungen. Ich kann seine Einfälle weiterspinnen und er meine, ohne sie dabei zu verfälschen. Wenn wir zusammen schreiben und inszenieren, ist das äußerst fruchtbar und kreativ. Wir ergänzen uns gegenseitig.“
„Wir arbeiten einfach gut zusammenarbeiten. Wir klopfen die Story auf ihre Schwachstellen ab, bis sie sinn- und gefühlvoll ist und jede Menge Überraschungen und magische Momente bietet. Das gelingt uns nur, weil wir uns gegenseitig vertrauen und an den Instinkt des anderen glauben. Dean und ich empfinden ähnlich und finden automatisch denselben Erzählton, obwohl wir, wie gesagt, aus völlig unterschiedlichen Perspektiven darauf stoßen. Wir schreiben Szenen ganz anders als der andere und treffen uns meist doch beim richtigen Ergebnis wieder. Wir skizzieren eine Geschichte gemeinsam, aber dann arbeitet jeder für sich einzelne Szenen aus. So kommen wir am besten voran. Anschließend lesen wir die Seiten gegenseitig. Ich bin immer wieder überrascht, wie Dean vorgeht, aber immer zufrieden damit, wohin es führt. Ich mache Verbesserungsvorschläge, wobei ich sehr darauf achte, dass ich seine Szenen nicht in etwas verwandele, das ich geschrieben haben könnte. Er macht dasselbe. Unsere Filme sind echte Gemeinschaftsarbeiten.“
In Bonnie Arnold fanden sie ihre perfekte Produzentin. „Bonnie ist großartig – man merkt einfach, dass sie über wahnsinnig viel Filmerfahrung verfügt“, sagt Sanders. „Sie beschützte den Film geradezu und stand voll und ganz hinter dem, was wir als Regisseure und Drehbuchautoren erreichen wollten. Sie vermittelt einem die nötige Sicherheit, die man braucht, um kreativ zu sein. Und sie ist eine Kämpfernatur. Die meisten der stummen Szenen, mit denen die Freundschaft zwischen Hicks und Ohnezahn beginnt, wären nicht im Film, wenn sie uns nicht darin bestärkt hätte.“
DeBlois fügt an: „Bonnie zeichnet sich dadurch aus, dass sie bei all dem Durcheinander einer Filmproduktion stets herausfiltert, was wirklich wichtig ist. So was braucht man – einen Produzenten mit Durchblick. Ich vertraue ihr, weil ich weiß, dass ihr der Film sehr am Herzen liegt und sie die besten Absichten hat.“


DIE WIKINGER GREIFEN AN
Eigentlich leben Wikinger und Drachen in DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT in getrennten Welten. Doch wenn sie aufeinanderprallen, was sehr häufig geschieht, wird es explosiv und zerstörerisch. Dean DeBlois sagt: „Die Historie in unserem Film besagt, dass die Wikinger vor vielen Generationen, etwa 300 Jahren, nach Berk gekommen sind. Und vom ersten Tag an wurden sie von den Drachen angegriffen. Und die Wikinger wehren sich natürlich, so wie Viehzüchter gegen Wölfe vorgehen würden oder Siedler gegen Raubtiere. Die Drachen überfallen die Wikinger nun schon seit Generationen, stehlen ihre Nahrung und zerstören ihre Häuser. Ein tief verwurzelter Konflikt, der ein friedliches Nebeneinander unmöglich macht.“
Mitten in dieser Welt lebt Hicks „der Hüne“, einziger Sohn des Stammesoberhaupts Haudrauf „der Stoische“. Hicks ist anders als die anderen, auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt, dazuzugehören. Jeder Versuch, seinen Vater und die Dorfbewohner vom Gegenteil zu überzeugen, endet katastrophal. Um weiteren Schaden zu vermeiden und Hicks vor dem ständigen Spott der Wikinger zu schützen, nimmt ihn Grobian, der Dorfschmied und Vertraute seines Vaters, als Lehrling unter seine Fittiche. Obwohl das Stammesoberhaupt Hicks sehr liebt, schämt er sich oft dafür, dass sein Stammhalter (zumindest in seinen Augen) als Wikinger und erst recht als zukünftiges Clan-Oberst gänzlich ungeeignet ist. Dass Hicks sehr schlau ist, wird nicht weiter beachtet, aber dass er Muskeln hat wie ein Spatz Krampfadern, gilt als schweres Makel.
Bonnie Arnold sagt: „Ein Schauspieler muss mit seiner Stimme jemanden porträtieren können. Das ist die wichtigste Eigenschaft, wenn man in einem Animationsfilm mitspielt. Was ich an Hicks so liebe, ist, dass sich seine vermeintlichen Schwächen – seine Intelligenz und die Fähigkeit, außergewöhnliche Blickwinkel einzunehmen – als seine größten Stärken erweisen. Wir sind als Zuschauer natürlich auf seiner Seite, was wir zum Großteil seiner Stimme, Jay Baruchel, verdanken. Er ist smart, witzig und hat einen etwas abseitigen Humor.“
Neben Baruchels Performance lobt Arnold die Autoren Sanders und DeBlois dafür, dass sie mit Hicks einen liebenswerten Außenseiter erschaffen haben, mit dem man mitfiebert. „Hicks ist das zukünftige Stammesoberhaupt, auch wenn es dem Rest des Wikingerstammes schwerfällt, das zu verstehen und sich damit abzufinden.“ Chris Sanders sagt: „Die Arbeit mit Jay hat sehr viel Spaß gebracht, weil er unsere Zeilen wirklich mit Leben gefüllt hat. Mehr noch, er beherrscht die Szenen, als würde Hicks wirklich existieren. Jay machte bei den Aufnahmen oft Anmerkungen, wie: ‚Ich glaube, Hicks würde es eher auf diese Art sagen‘. Dann probierte er es aus und hatte immer recht. Manchmal änderte er nur ein Wort, aber genau das machte den Unterschied aus, den letzten Schliff. Nach jeder Aufnahmesession mit Jay kannten wir Hicks ein wenig besser und nutzten dieses Wissen für die folgenden Szenen.“
„Auf Berk gibt es dieses Initiationsritual, dass jeder Wikinger einen Drachen töten muss“, erklärt Baruchel. „Seit sie auf die Insel kamen, sind die Wikinger den Drachen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Die Drachen sind das, was heutzutage Ungeziefer, Tauben, Stinktiere oder Waschbären sind. Nur dass sie keine Statuen vollscheißen oder Gärten verwüsten, sondern Schafe stehlen und Dörfer zerstören. Als sich Hicks also mit einem Drachen anfreundet, ist das so etwas wie Blasphemie. Etwas, das man als Sohn des Stammesoberhaupts besser unterlassen sollte.“
DeBlois findet, dass Baruchel nicht nur klingt wie Hicks, sondern auch einige Eigenschaften von ihm besitzt: „Jay ist ebenfalls schmächtig, schlagfertig und sehr intelligent, deshalb wirkt er als Hicks auch so überzeugend. Man spürt, dass er langsam darüber hinaus ist, sich nach der Aufmerksamkeit seines Vaters und der Bewunderung der Wikinger zu sehnen. Er hat sich ein dickes Fell zugelegt und verteidigt sich mit einem ausgeprägten Sinn für Humor.“
Als Sohn von jemandem, der Haudrauf „der Stoische“ heißt, wird allerdings etwas anderes erwartet, als locker und lustig zu sein. Dazu Baruchel:
„Hicks’ Vater ist der Kriegsherr und Stammesoberhaupt der Wikinger und ein ganz harter Knochen. Jeder seiner Arme ist etwa so breit wie zwei Hicks zusammen. Darin unterscheidet er sich nicht so sehr von meinem Vater – er wollte immer, dass ich Eishockey oder Baseball spiele, aber das war alles nicht mein Ding.“
Dem leichtgewichtigen Baruchel musste man unbedingt einen imposanten Schauspieler gegenüberstellen, der ein nordisches Stammesoberhaupt wie Haudrauf überzeugend zum Klingen bringen konnte. Wie wäre es mit dem früheren König von Sparta?
Dazu Arnold: „Wir sahen uns ‚300‘ an, der Gerard Butler berühmt machte, und dachten, wow, das ist unser Haudrauf. Mit seiner dröhnenden Stimme kam er uns gerade recht als gigantischer Wikinger. Wir luden ihn ein und er war sehr interessiert, nachdem wir ihm das Projekt vorgestellt hatten.“
Und Butler brachte jede Menge Erfahrung mit: „Ich hatte bereits vorher einen Wikinger und ähnliche Figuren gespielt – Attila, der Hunne, in einem Mittelalterepos hantierte ich auch mit Schwertern, Schildern und Speeren herum. Dann natürlich Leonidas in ‚300‘, und in Island habe ich auch schon gedreht – dort spielte ich Beowulf in der wohl berühmtesten Wikingerstory aller Zeiten. Meine halbe Karriere lang scheine ich mich auf Haudrauf vorbereitet zu haben – einen mächtigen, noblen Anführer, der stets in die Schlacht zieht, obwohl ihn auch manchmal Ängste plagen und er sich gar nicht sicher ist, ob er wirklich das Richtige tut.“
DeBlois sagt: „Gerard repräsentiert als Haudrauf den Prototyp eines Wikingers. Aber Gerard wollte nicht, dass die Figur gemein und böse wirkt, deshalb diskutierten wir mit ihm über die Rolle und Haudraufs Verhältnis zu Hicks.“
Das war ein Wendepunkt in der Weiterentwicklung des Films, denn durch Butlers Anmerkungen bekam Haudrauf viel sanftere Charakterzüge. „Wir entschieden uns dafür, dass Haudrauf seinen Sohn wirklich liebt und ihn vielleicht gerade deshalb zurückhält“, erinnert sich Sanders. „Nicht, weil er sich schämen würde, sondern um Hicks zu schützen. Er ist nämlich davon überzeugt, dass sich sein Sohn selbst schaden könnte und seine unermüdlichen Versuche, ein echter Wikinger zu sein, möglicherweise nicht überlebt. Hicks lässt keine Gelegenheit aus, einen Drachen vor sein Schwert zu bekommen, obwohl er überhaupt nicht weiß, was zu tun ist.“ Butler erinnert sich: „Ich habe noch nie eine Rolle in einem Animationsfilm gespielt und dachte, ich wäre nur ein winziges Rädchen im Getriebe, während bereits 300 Leute an dem Projekt arbeiten. Doch die Gespräche über Haudrauf waren sehr kreativ und inspirierend. Alle waren so offen für Ideen und ich stellte fest, dass sie sich von mir ermutigt fühlten. Für mich ist toll zu sehen, dass unsere gemeinsamen Einfälle tatsächlich im fertigen Film gelandet sind. Beispielsweise dass Haudrauf mit Gobber über seine Probleme spricht, was sich wiederum spiegelt, indem Gobber mit Hicks über ihre Probleme spricht. Außerdem befreiten wir Haudrauf ein wenig von seiner Ernsthaftigkeit und Bürde. Er ist jetzt witziger und sorgt sich mehr um Hicks und ist trotzdem noch ein mächtiger Anführer.“
Sein Dilemma bietet viel Raum für Comedy und Pathos. Ausgerechnet der bedeutendste Mann auf der Insel hat ein sanftmütiges „Problem“-Kind. Jedem, der Haudrauf bewundert, ist schmerzlich bewusst, dass der Wikingerchef mit dem gewaltigsten Problem der Insel konfrontiert ist, nämlich Hicks.
Ebenso wie Baruchel beeinflusste auch Butler das Aussehen seiner Filmfigur. „Kristof Serrand, der den Haudrauf animierte, hat es geschafft, dass ich mich in ihm wiederfinde. Ich wunderte mich immer, warum bei den Tonaufnahmen Kameras liefen, bis ich sah, dass sich Haudrauf fast genauso bewegt wie ich im Studio. Ich finde viele meiner Eigenschaften in ihm wieder, wie ich mich ausdrücke, wie ich mich bewege, wie ich mich Hicks gegenüber verhalte“, so Butler.
Butler wiederum inspirierte die Filmemacher. Dazu Sanders: „Gerard ist unermüdlich. Wir hatten einen kompletten Film aufzunehmen, aber verbrachten eine ganze Stunde mit einer einzigen Szene, weil Gerard so unglaublich erfindungsreich war. Die erste Session dauerte vier Stunden, was sehr lang ist. Doch er kam selbst gegen Ende immer noch mit frischen Ideen. Schließlich mussten wir Schluss machen, weil wir sonst unseren Flieger verpasst hätten. Diese Sessions mit Gerard waren wirklich großartig, weil er so spontan ist.“
Doch die Filmemacher waren nicht nur überglücklich mit Butler, der seine Rolle als Wikingeroberhaupt mit einem Herzen aus Gold so leidenschaftlich füllte. Auch alle anderen Darsteller brachten sich großartig ein. Besonders froh waren sie über America Ferrera, mit der Jeffrey Katzenberg, Chef von DreamWorks Animation, zusammenarbeiten wollte, seit die Serie ‚Alles Betty!‘ zu einem nationalen Phänomen wurde. Sie spielt Astrid, den vielversprechendsten Wikinger-Teenie der Insel.
„Astrid gibt es in der Romanvorlage nicht. Aber uns war es wichtig, der Geschichte eine starke weibliche Figur zu geben, mit der sich die weiblichen Zuschauer identifizieren können“, sagt Bonnie Arnold.
Auftritt Astrid. Sie ist die Beste in ihrer Klasse und auch die führende Teenie-Drachenkämpferin auf ganz Berk. „Der totale Gegensatz zu Hicks, der sich für einen Versager hält. Aber Astrid ist nicht nur laut und bestimmend, sondern hat auch viel Herz. Obwohl sie Hicks am Anfang das Leben sehr schwermacht, kann man ihr einfach nicht böse sein. Und je besser sie ihn kennenlernt, umso sanfter wird sie. America hat das wunderbar eingefangen“, so Arnold. Dean DeBlois weiter: „Astrid ist der ideale junge Wikinger. Sie verkörpert die Welt ihrer Vorfahren – Drachen sind Feinde, und die muss man mit aller Kraft bekämpfen. Sie erkennt, dass der Krieg der Elterngeneration auf sie übergehen wird. Deshalb hält sie von Hicks auch zu Beginn des Kampftrainings nichts, weil er es überhaupt nicht ernst zu nehmen scheint.
Astrid trainiert dagegen hart, konzentriert und unermüdlich. Sie erlaubt sich kaum Vergnügungen. Wir verglichen sie immer mit den Star-Athleten aus der Highschool. Immer konzentriert, immer im Training, kein Herumgealbere oder fröhliche Gemeinschaftsaktivitäten. Sie interessiert sich für niemanden, der ihre Einstellung nicht teilt. Und darunter fällt Hicks auf jeden Fall.“
„Wie Astrid ist auch America sehr fokussiert“, fügt DeBlois an. „Sie legte die Figur fast wie eine echte Person an, was mir sehr gefiel. Sie kam nicht nur, um ihre Zeilen zu lesen, sondern hatte sich sehr mit Astrid auseinandergesetzt. So etwas überträgt sich auf die Leinwand.“
„Astrid verplempert keine Zeit, sie möchte ein vorbildlicher Wikinger sein und lernen, wie man Drachen bekämpft“, sagt Ferrara. „Wie Mädchen in Reality-Shows, die sagen, ‚Ich will hier keine Freunde finden – ich will gewinnen.‘ Es machte Spaß, sie zu spielen – aber sie ist nicht gemein, und wenn sie Angst hat, verwandelt sie sie in Produktivität. Sie denkt, ‚Okay, ich fürchte mich vor diesem Drachen zu Tode. Wie komme ich am besten aus dieser Situation wieder heraus?‘ Während alle anderen beim Anblick von Drachen in Hektik und Panik verfallen, bleibt sie cool. Es war toll, sich auf diese Sichtweise einzulassen und von dort aus ihre sanfte Seite zu entdecken, wenn sie all das beiseiteschiebt, weil sie Hicks besser kennen lernt und schätzen lernt, was er so treibt. Sie sieht, dass es auch noch eine ganze andere Art von Mut und Tapferkeit gibt, die sie bislang nicht kannte.“
Aber nicht nur das Filmprojekt gefiel Ferrara, sie ist auch von der Buchvorlage und dem Genre generell begeistert: „Was ich an Kinderbüchern liebe und was Cressida so gut gelingt, ist, die Kinder zu animieren, etwas infrage zu stellen: ‚Wo sind die Drachen in meinem Leben? Muss ich mich vor ihnen fürchten, und wenn ja, gibt es Möglichkeiten, mit ihnen fertigzuwerden, das alles hinter mir zu lassen?‘ Der Film und die Bücher beantworten diese wichtigen Fragen auf eine Weise, die Kinder verstehen und mit der sie umgehen können – und manchmal anders, als man es erwartet.“
Alle weiteren Schüler, die zusammen mit Hicks und Astrid am Drachentraining teilnehmen, wissen zwar, wer ihre Gegner sind, können aber trotzdem nicht mit ihnen umgehen … noch nicht. Dafür haben sie alle passende Namen:
Rotzbakke (Originalstimme: Jonah Hill), Fischbein (Originalstimme: Christopher Mintz-Plasse) und die zerstrittenen Zwillinge Raffnuss (Originalstimme: Kristen Wiig) und Taffnuss (Originalstimme: T.J. Miller). „Sie sind zwar alle Teenager, aber könnten sich von Hicks nicht deutlicher unterscheiden“, sagt Produzentin Bonnie Arnold. „Rotzbakke, Fischbein und Taffnuss kommen auch in den Romanen vor. Aber wir fanden, dass wir noch weitere weibliche Figuren brauchten, und deshalb haben wir Taffnuss die Zwillingsschwester Raffnuss gegeben. Sie sehen sich so ähnlich, dass man sie manchmal gar nicht auseinanderhalten kann.“
Die Teenanger werden von vier jungen Comedy-Stars gesprochen, die sich mit TV-Shows wie „Saturday Night Live“ (Kristen Wiig), „The Very Funny Show“ (T.J. Miller) oder Hitkomödien wie „Superbad“ (Jonah Hill, Christopher Mintz-Plasse) in die Herzen der Zuschauer gespielt haben. Der ausdrucksstarke Grobian (gesprochen von dem schottischen Schauspieler, Komiker und „Late-Show-Moderator Craig Ferguson) vervollständigt die illustre Wikingertruppe. Er ist der Schmied, der Hicks unter seine Fittiche nimmt, um ihn zu schützen, und der die Teenager im Drachentraining ausbildet. „Für Hicks ist er so etwas wie ‚Mr. Mom‘“, bemerkt Bonnie Arnold trocken. „Grobian macht Hicks zwar erst das Leben schwer, aber im Grunde seines Herzens ist er sehr besorgt um ihn. Außerdem vermittelt er zwischen Hicks und Haudrauf.
Dean DeBlois fügt an: „Haudrauf sagt sich wohl, ‚Ich lasse meinen Sohn bei meinem besten Freund, dem Schmied, arbeiten. Vielleicht bekommt er dann ein paar anständige Muckis.‘ Und Grobian entpuppt sich dann als der einzige echte Freund, den Hicks hat. Er ist zwar sehr taktlos, aber eben auch ehrlich zu Hicks. Grobians Ratschläge sind dagegen eher für die Katz, aber er unterbreitet sie mit dermaßen unverblümter Offenheit und mangelndem Taktgefühl, dass sie wahnsinnig komisch rüberkommen und genau das sind, was Hicks braucht … meistens jedenfalls.“ Grobians Trainingsmethode ist laut Craig Ferguson auch ausgesprochen simpel: „Schmeiß’ die Teenager in den Ring zu den Drachen.
Wer übrig bleibt, überlebt auch einen richtigen Kampf. Die Teenager sind ihm herzlich egal, nur Hicks nicht. An dem hängt er sehr.“
Grobian selbst hat schon gegen viele Drachen gekämpft, wodurch er weiser geworden ist – und leichter, denn er hat dabei einige Gliedmaßen eingebüßt. Noch einmal Ferguson: „Grobian ist sehr stolz auf seine Wunden und trägt sie wie Auszeichnungen, die ihn an glorreiche Schlachten erinnern. Es war eine tolle Erfahrung, ihn zu sprechen und für DreamWorks zu arbeiten. Ich meine, da gibt es viele sehr schlaue Menschen, helle Köpfchen, höflich, sehr clever und produktiv, die meisten riechen sogar akzeptabel, und das ist nicht nur bei Wikingern ungewöhnlich, sondern auch im Showbusiness.“


...UND DIE DRACHEN WEHREN SICH DANN
DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT setzt etwa sieben Generationen, nachdem die Wikinger auf die Insel kamen, ein. Auf den ersten Fuß, den sie auf Berk setzten, folgte der erste Angriff der Drachen. Doch die unglaublich sturköpfigen Wikinger haben sich Generation um Generation geweigert, ihre neu gewählte Heimat wieder zu verlassen. Sie sind entschlossen zu bleiben, zu kämpfen und zu gewinnen, wie lange es auch dauern mag. Die Angriffe erfolgen meistens nachts, was die Vermutung nahelegt, dass sich die Drachen tagsüber an einen ganz bestimmten Ort zurückziehen. Könnten die Wikinger diesen Unterschlupf ausfindig machen, wäre es möglich, die Drachen ein für alle Mal auszuschalten.
DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT beginnt passenderweise mit einem solchen Nachtangriff. Horden von Drachen der unterschiedlichsten Rassen greifen Berk an, klauen Schafe und verwüsten das Dorf. Dean DeBlois dazu: „Chris und mir war es sehr wichtig, mit einer solchen aufwendigen Szene zu beginnen, damit wir sofort den Konflikt zwischen den Wikingern und den Drachen herausstellen und den Film als großes fantastisches Actionabenteuer einführen konnten. Der Film sollte mit einem großen Knall beginnen, mit viel Aufregung, während wir den Zuschauern gleichzeitig vermitteln wollten, dass sie eine gefühlvolle und warmherzige Geschichte erwartet. Aber am Anfang und am Ende stehen mitreißende Actionsequenzen.“ Deshalb also: Drachen. Viele Drachen.
„In Cressida Cowells Buch können die Drachen in ihrer eigenen Sprache miteinander reden, aber wir haben uns dagegen entschieden. Wir wollten, dass sie biestiger wirken, schwieriger zu besiegen, damit sie für Hicks und die Wikinger ein größeres Hindernis darstellen. Außerdem wurde es dadurch auch für die Animatoren viel interessanter. Denn sie standen vor der gewaltigen Aufgabe, den einzelnen Drachen Persönlichkeit zu verleihen, ohne sich einfach auf eine Stimme zurückziehen zu können. Natürlich machen sie Geräusche, aber im Grunde hängt alles von ihren Bewegungen und ihrer Mimik ab. Ein gefundenes Fressen für Animation und auch 3-D. Dadurch unterscheidet sich unser Film von allen anderen Drachenfilmen“, so Arnold.
Aus den vielen verschiedenen Drachenarten in Cowells Büchern konzentrierten sich die Filmemacher auf sechs sehr unterschiedliche Gattungen. Jede von ihnen wird in der Eröffnungssequenz zwar kurz eingeführt, aber erst in der Sequenz des Drachentrainings kommt jede Art voll zur Geltung. Bei dem Training dient ein Exemplar jeder Gattung als Kampfgegner im Ring, damit man ihre Eigenheiten besser studieren kann.
Außerdem gibt es eine Szene im Film, in der Hicks eine „Drachenenzyklopädie“ durchblättert, in der auf jeder Seite zig verschiedene Arten abgebildet sind. „So vermitteln wir dem Publikum einen Eindruck, wie gewaltig dieses ganze Drachennetzwerk ist, das die Wikinger umgibt. Damit sie begreifen, dass ein Wikinger immer in Gefahr ist, wenn er beispielsweise fischen oder jagen geht. Es könnte ja ein Drachen im Wasser oder in einer Felsspalte auf ihn lauern.
Oder hoch oben in einem Baum. Das war eine elegante Art, die Welt komplexer und gefährlicher erscheinen zu lassen, als wir es sonst in dem vorgegebenen Zeitrahmen hätten machen können“, fügt Chris Sanders an.
Die Filmemacher schufen mit der Mythologie von Berk ihre eigene normannische Welt. Dazu Sanders: „Als Kind faszinierten mich technische Zeichnungen sehr, ich wollte immer wissen, was wie funktioniert. Dieser Drang hat mich nie mehr losgelassen. Bei den Drachen mag ich es ein wenig übertrieben haben. Ich wollte wissen, welche Gattung die größte und schwerste sei. Das war jedoch ziemlich trügerisch, denn einige von ihnen sind sehr lang und ausufernd, andere dafür ausgesprochen kompakt. Ich fragte also unseren Visual Effects Supervisor Craig Ring, ob er eine Möglichkeit habe, das Volumen eines Drachens zu ermitteln. Er verneinte zuerst, doch ich wusste, dass er es schaffen würde. Innerhalb von 24 Stunden kam er zu mir und sagte, ‚Ich habe einen Weg gefunden‘. Die Lösung war: Er füllte jeden Drachen mit virtuellen Tischtennisbällen. Und dann zählte er, wie viele in welchen Drachenkörper passen. Dadurch ließ sich ermitteln, welcher Drachen der größte, längste und was sonst noch alles war. Und falls sich jetzt jemand dieselben Gedanken machen sollte: Der Wahnsinnige Zipper ist der größte Drachen, der Gronckel der zweitgrößte.“
Als es Hicks gelingt, während des Angriffs einen der Drachen abzuschießen, was von den anderen Dorfbewohnern in dem ganzen Chaos unbemerkt bleibt, hofft er, nun endlich die Schwelle zum Mann zu überschreiten. Indem er den Todfeind abschlachtet, will er ein echter Wikinger werden. Jay Baruchel erinnert sich: „Hicks steckt in einer ziemlichen Zwickmühle. Einerseits weiß er, dass er den Drachen töten sollte, aber sein Gefühl sagt nein. Weil er der Sohn eines großen Stammesoberhaupts ist, gibt er sich wirklich Mühe, bringt es jedoch nicht übers Herz, das erbärmliche Häufchen Elend umzubringen. Wie ihn der Drachen so anstarrt, geht Hicks plötzlich, auf, dass die Drachen ebenso viel Angst vor den Wikingern haben wie umgekehrt. Ganz langsam entwickeln sich etwas zwischen ihnen, ähnlich wie bei ‚Black Beauty‘ oder ‚Wolfsblut‘.“ Erst sind sie noch unsicher, doch schon bald dicke Freunde.“
Chris Sanders unterstreicht die große Emotionalität der Szene: „Indem er den Drachen freilässt, bringt er einen Ball ins Rollen. Andererseits muss Hicks einer unangenehmen Wahrheit ins Auge sehen: Sein ganzes Leben lang hat er davon geträumt, ein echter Wikinger zu sein, mit allem, was dazugehört. Aber nun erkennt er, dass er niemals so sein kann, wie sein Vater es sich wünscht.“
Head of Story Alessandro Carloni bricht es noch weiter herunter: „Tagsüber versucht Hicks weiterhin, ein Wikinger zu sein, indem er fleißig das Drachenbekämpfen trainiert. Doch nachts freundet er sich immer mehr mit genau so einem Drachen an. Das ist die Ausgangssituation des Films. Der Widerspruch, seinen Feind zu lieben und gleichzeitig zu lernen, wie man ihn am besten umbringt.“
Und dieser Feind/Freund stammt von einer der unheimlichsten Drachenarten ab, die es gibt, den sogenannten Nachtschatten.
Die Wikinger fürchten diese schwarzen Kreaturen am meisten, da sie nahezu aus dem Nichts angreifen können – die einzige Warnung ist das schussartig klingende Geräusch, das entsteht, wenn der Nachtschatten im Sturzflug angreift, bevor er dann im letzten Moment hochzieht und einen präzisen und explosiven Feuerstoß abgibt. Wie ein intelligenter Blitz. Sanders dazu: „Ohnezahns Design musste eine wichtige Eigenschaft erfüllen. Wenn sich Hicks schon verbotenerweise mit einem Drachen anfreundet, musste es der ultimative Drachen sein.“
„Wir wählten die dunkelstmögliche Farbe“, ergänzt DeBlois, „denn es sollte ein Wesen sein, das in der Nacht unsichtbar ist. Der Überlieferung nach hat kein Wikinger einen Nachtschatten je gesehen, weshalb sie ihn umso mehr fürchten. Er musste also anders als die anderen Drachen aussehen.
Die anderen Spezies sind sehr farbenfroh und mit Zacken oder anderen coolen drachenmäßigen Designs ausgestattet. Ohnezahn sollte davon abweichen und irgendwie elegant, dynamisch und anmutig aussehen. Wir dachten an schwarze Panther oder große Katzen, weniger an ein Reptil als an ein Säugetier. Das war die grobe Richtung. Außerdem gefiel uns die Idee dieses starren Blicks, der Hicks dazu bringt, ihn freizulassen. Wir ließen uns von den intensiven Blicken einer Katze oder eines Wolfs inspirieren – stoisch, penetrant und mächtig. Mit diesen katzen- und wolfartigen Elementen spielten wir herum und kombinierten sie mit ein paar reptilientypischen Eigenschaften, um uns nicht zu sehr von der Welt der Drachen zu entfernen. So landeten wir dann bei Ohnezahn.“
Dazu Simon Otto, Leiter der Figurenanimation: „Ich nehme die Vorstellungen der Regisseure und Produktionsdesigner und überlege, welche Art der Animation am besten funktionieren würde. In diesem Fall hatten wir es mit Menschen und Drachen zu tun. Die Menschen sind umwerfende Charaktere, sehr unterhaltsam, sie mussten die Herzen der Zuschauer gewinnen und die Geschichte glaubwürdig transportieren. Die andere große Herausforderung waren die Drachen. Ich versuchte herauszufinden, mit welchen Tieren unser Drache Gemeinsamkeiten haben könnte – Vogel, Fledermaus, Reptil, Säuger. Wir entschieden uns für den schwarzen Panther und den Wolf und noch einige leicht abwegige Referenzen wie Känguruh und Wombat. Daraus entstand schließlich dieses warmherzige Tier, dem Hicks und die Zuschauer verfallen.“
Komischster vielleicht aller Drache ist der Gronckel – und auch ganz allgemein der Produktionsliebling (nach Ohnezahn, selbstverständlich). Irgendjemand beschrieb ihn wegen seines schwerfälligen, nilpferdartigen Körperbaus und der kleinen hummelartigen Flügel gar als „Krokodil meets Harley Davidson“. Gronckel sind so faul, dass sie manchmal sogar einschlafen, während sie fliegen. Chris Sanders: „Aber im Grunde sind sie liebenswert und sehr gesellig. Man würde vielleicht mit einem Gronckel nach Feierabend um die Ecken ziehen, wenn das ginge, weil sie so freundlich und nett wirken.“
Aber von ihrem komödiantischen Potenzial sollte sich niemand täuschen lassen, ergänzt Dean DeBlois: „Der Gronckel kaut Steine und schmilzt sie in seinem Bauch, um sie als Lavabälle wie Kanonenkugeln wieder herauszukatapultieren. Von allen Drachen ist er der langsamste und unterbelichtetste – aber gerade das macht ihn so liebenswert und amüsant.“
Tödlicher Nadder, der Star der Lüfte, so farbenprächtig wie ein Papagei, aber für einen Drachen außergewöhnlich hinterhältig und smart. Er ist furchtbar bösartig und greift seine Beute wie ein Raubvogel an. Leider hat er auch das eingeschränkte Blickfeld eines Vogels. Dieser tote Winkel macht den Tödlichen Nadder bei seinen Attacken selbst angreifbar, man sollte sich jedoch vor seinen magnesiumartigen Feuerstößen hüten. Schade eigentlich, dass ein so hübscher Kerl wie der Tödliche Nadder so schreckliche Verwüstungen anrichtet.
Wie bereits erwähnt ist der Wahnsinnige Zipper, der unschwer an seinen beiden Köpfen erkennbar ist, die größte Drachenspezies des Films – und auch die coolste, wenn man die Filmemacher fragt. Ähnlich wie Sanders und DeBlois, ergänzt sich der Zipper perfekt: Der eine Kopf atmet Gas aus, der andere bringt es zur Explosion. Doch im Gegensatz zu den Regisseuren sind sich die beiden Köpfe selten einig, und da sie nun mal zusammenarbeiten müssen, um erfolgreich zu zerstören, verfehlen sie oft ihr Ziel, weil sie sich mal wieder streiten oder gegenseitig verwirren.
Schrecklicher Schrecken, der Chihuahua unter den Drachen, die kleinste, aber auch am weitesten verbreitete Gattung – winziger Körper, riesiges Ego. Sein Gruppenverhalten ähnelt dem einer Seemöwe. Es gibt zwar unendlich viele von ihnen und sie greifen bevorzugt im Rudel an. Aber sind sie viel zu sehr durch die Futtersuche und interne Streitigkeiten abgelenkt, um sich oft zusammenzurotten. Weil sie nicht lang fliegen können, hängen sie sich oft an größere Drachen.
Der wohl „klassischste“ aller Drachen des Films ist der Riesenhafte Alptraum, denn er sieht am ehesten aus, wie man sich einen Drachen vorstellt. Der Riesenhafte Alptraum ist ein Alphatier, das keinem Kampf mit einem Wikinger aus dem Weg geht. Sein Feuer ist besonders gefährlich, da es sein Ziel ummantelt wie ein zähflüssiges, klebriges Gel. Außerdem verhält sich ein Riesenhafter Alptraum ein bisschen wie ein Rockstar: Während eines Angriffs hüllt er sich in seine Flammen, um der Show willen und um die Angst beim Gegner zu schüren. Sie kommen beim Drachentraining der Wikinger als größte Herausforderung mit gutem Grund immer zum Schluss, und nur die Besten in der Klasse dürfen gegen sie antreten – allein im Ring, umgeben vom ganzen sensationslüsternen Dorf. Ein Auftritt, den der Riesenhafte Alptraum liebt – als Zuschauermagnet genießt er die Aufmerksamkeit und provoziert die Wikinger mit seinem Mut und fürchterlichen Schreien.
Chris Sanders betont: „Keine der Drachenspezies hat mit einer anderen etwas gemein, was ihre Eigenschaften angeht, von ihrem Feuer über ihre Schutzschilde bis zu ihren geheimen Waffen. Sie sind alle unterschiedlich und wir haben hart daran gearbeitet, dass es keinen Superdrachen gibt, der allen überlegen ist. Jeder Drache kann den anderen übertrumpfen, und alle haben ihre Schwachstelle. Ich gebe zu, das hat mich an diesem Projekt am meisten begeistert.“
Matt Baer, Head of Effects, wurde damit beauftragt, das Feuer zu kreieren. Er sagt: „Am schwierigsten war es, sich diese ganzen unterschiedlichen Feuerarten auszudenken. Denn sie sollten trotzdem so wirken, als hätten sich die Drachen ab einem bestimmten Zeitpunkt evolutions-technisch verschieden entwickelt. Wir versicherten den Regisseuren, dass jede Drachenart ihr eigentümliches Feuer spucken würde. Gleichzeitig durften sich die Feuerarten aber nicht so dermaßen voneinander unterscheiden, dass sie völlig zusammenhanglos und beliebig wirkten. Unser Visual Effects Supervisor Craig Ring wollte sehr gefährlich wirkendes Feuer. Wenn man sich Live-Action-Sets ansieht, verpufft Feuer dort sehr schnell und qualmt kaum. Doch Craig wollte ein Feuer, dass Erde, Steine, egal was, in Brand setzen konnte. Im Film spucken die Drachen Feuer, das unglaublich bösartig ist, klebrig sein kann, hüpfen oder irgendwo herunterrutschen. Es ist wahnsinnig gefährlich.“
Damit die unterschiedlichen Flugeigenschaften der sechs Drachengattungen sich nicht miteinander vermischen, erfanden Simon Otto und sein Team den sogenannten „Flap Cycle“.„Damit ließ sich der individuelle Bewegungszyklus jedes Drachen simulieren. Ein sehr mechanisches System, mit dem wir die Kontrolle über den Flügelschlag der Drachen behielten. So konnten wir sicherstellen, dass jede Gattung in jeder Szene immer auf die gleiche Weise flatterte. Dank des Flap Cycle war die Kontrolle relativ einfach.“


DESIGN EINER EPOCHE
Einige der Drachen beweisen: Gemeinsam sind sie stark. Dasselbe gilt auf jeden Fall bei der Produktion eines computeranimierten Films.
Und an DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT waren einige der versiertesten Filmschaffenden der Industrie beteiligt, darunter die ausführenden Produzenten Kristine Belson und Tim Johnson.
Kristine hat eine unglaubliche Energie“, sagt Regisseur Chris Sanders. „Manchmal, wenn man mit ihr diskutiert, geht sie plötzlich in die Ecke und macht einen Handstand. Ich weiß, es klingt verrückt, aber sie verfügt einfach über wahnsinnig viel Energie. Und über großartige Instinkte. Beides nutzt sie für ihre Filmprojekte. Tim wiederum ist einer von diesen Typen, die so smart und artikuliert sind, dass man sich in ihrer Gegenwart automatisch etwas weniger schlau vorkommt. Während man noch nach Worten ringt, hat er schon perfekt wiedergegeben, was man eigentlich sagen wollte. Er kann sich wirklich unwahrscheinlich gewählt ausdrücken. Außerdem hat er ein großes Herz und arbeitet schon so lange für DreamWorks, dass er den Laden in- und auswendig kennt. Er hat uns sicher durch die Produktionsabläufe gebracht, die bei jedem Studio etwas anders funktionieren. Tim hat außerdem tolle Einfälle, strahlt Gelassenheit aus und kann sich wirklich sehr gewählt ausdrücken.“
Belson war Aufrichtigkeit am wichtigsten, der Story gegenüber, die die Filmemacher erzählen wollten, aber auch der Vorlage gegenüber, auf die sie sich bezogen: „Ich glaube, wir sind Cressidas Buch auf jeden Fall treu geblieben, obwohl wir vieles verändert haben. Man könnte fast sagen, dass sich der Film zu einem Prequel des Buches entwickelt hat.“
Auch für Johnson war das Buch eine Herzensangelegenheit: „Ich habe zwei kleine Jungs und wir nennen es das Halsschmerzen-Buch, denn wenn ich es vorlese, kann ich einfach nicht widerstehen: Ich lese alle Figuren mit verstellter Stimme. Am Ende des zweiten Kapitels ist mein Hals dann meistens so rau, dass ich aufhören muss. Die Bücher sind so gut geschrieben, dass man jede einzelne Figur verkörpern, ihnen eine andere Stimme und eine eigene Persönlichkeit geben möchte. Dadurch sind wir ja auch sofort darauf gekommen, dass in ihnen ein großes Filmabenteuer steckt. Wikinger, Drachen und eine wilde Nordseeinsel bieten ein einzigartiges Fantasyabenteuer.“
Bei Live-Action-Filmen mag der Cutter zur Postproduktion zählen, doch bei Animationsfilmen ist es genau umgekehrt. Cutter Darren Holmes über seine Position in der Produktionshierarchie: „Bei Animationsfilmen bin ich als Cutter von Anfang an dabei, obwohl es weder Bilder noch Töne gibt. Die Storyboardzeichner skizzieren ihre Panels auf Basis des Skripts, manchmal auch nur nach einer Idee. Ähnlich wie bei einem Comic-Strip erzählen diese Zeichnungen die Handlung und enthalten den Dialog jeder Szene. Diese Panels kommen zu uns und wir nehmen die Dialoge auf und schneiden diese Szenen zusammen, um ein Gespür dafür zu bekommen, wie wir sie zum Laufen bringen – wie sich die Figuren verhalten müssen, ob das komödiantische Timing stimmt. Anders als bei Live-Action-Filmen kann man immer wieder zurückgehen und etwas umschreiben oder anders schneiden, was man noch gar nicht gedreht hat. Die Prozesse sind viel fließender. Man bekommt nicht einfach das ganze Filmmaterial nach acht Wochen Dreharbeiten auf den Tisch und dann heißt es: So, und wie fügst du das jetzt zusammen? Außerdem kann man sich als Cutter eines Live-Action-Films nur innerhalb der Grenzen der Continuity bewegen, was die Kleidung, den Ort oder die Tageszeit angeht. Bei der Animation spielt das keine Rolle. Man kann alles im Film an den Platz bewegen, wo man es haben möchte und wo es am besten passt. Dadurch lassen sich viele potenzielle Probleme lösen, bevor es zu spät ist beziehungsweise man eine ganze Szene noch einmal drehen müsste. Es ist also keine Postproduktion, sondern vielmehr die eigentliche Produktion. Wir beginnen, genau wie der Regisseur, mit dem Drehbuch – die Einzigen, die vor uns dran sind, sind die Kollegen vom Story Department, denn wir benötigen die von ihnen gezeichneten Panels. Cutter sind am gesamten Entstehungsprozess beteiligt: vom ursprünglichen Storyboard über die ersten Layouts – wo wir bereits Kamerawinkel und Schnittmuster ausprobieren – bis zur eigentlichen Animation, den Visual Effects, der endgültigen Lichtsetzung und sogar der Vertonung.“
Um die Landschaften gestalten zu können, unternahmen einige der Designer Recherchereisen und forschten im Internet. Dean DeBlois sagt: „Ich bin häufig durch Island gereist und das Licht, das es dort gibt, wollten wir im Film nachstellen. Unsere Insel sollte etwas Besonderes ausstrahlen, damit man sofort merkt, dass sie ganz weit nördlich liegt. Alles dort oben ist so überlebensgroß, saftig und beeindruckend. Wir brauchten einen Ort, der unwirtlich erscheint, den man aber andererseits unbedingt einmal gesehen und besucht haben möchte – weil es einfach überwältigend ist, auf den umstürmten Klippen zu stehen und dem tosenden Meer zuzusehen. Einen energiegeladenen, magischen Ort.“
Produktionsdesignerin Kathy Altieri bereiste mit ihrem Team die Westküste des US-Bundesstaates Washington von ganz oben bis hinunter nach Nordkalifornien, um Fotos zu schießen, hauptsächlich von Cannonball Beach an der Küste von Oregon: „Eine tolle Gegend voller Vulkangestein, riesige Schornsteine – wir haben sie für unseren Film nachgebaut, und zwar noch größer. Dann gibt es dort auch schwarze Strände mit schweren, schwarzen Gesteinsbrocken, dort leben bei uns die Drachen. Und die verschiedenen Farben der Klippen dort sind einfach phänomenal. Das hätte man sich nicht einmal in seinen wildesten Träumen besser ausmalen können.“
Sanders und DeBlois waren sehr zufrieden mit der abwechslungsreichen Artwork – es gab alles von atemberaubenden Aussichten bis zu tollen Charakteren. Bereits die ersten gerenderten Entwürfe überzeugten als hervorragender Ausgangspunkt für die Welt der Wikinger. „Wir hatten unsere überwältigende Kulisse, bei der jedes Detail stimmte. Als Nächstes stand die wilde Welt der Wikinger auf dem Programm, die ebenso spektakulär aussehen sollte“, wie sich DeBlois erinnert.
Jay Baruchel, der Hicks vor fast zwei Jahren eingesprochen hat, war begeistert, als die Figuren und ihre Welt endlich Gestalt annahmen. „Ich trage Hicks jetzt rund zwei Jahre mit mir herum und kenne ihn wie meine Westentasche. Aber als ich die fertige Figur zum ersten Mal sah, bekam ich fast Gänsehaut und war mächtig stolz.“
Aus gutem Grund, denn mit der hauseigenen Software von DreamWorks Animation ließen sich auch die lange als „Problemzonen“ der Computeranimation angesehenen Bereiche detailliert gestalten.
„Es ist sehr schwierig, so etwas wie Felle, Haare und Wasser überzeugend darzustellen“, sagt Sanders. „Die Wikinger bestehen aber nun einmal hauptsächlich aus Fell und Bart. Haudraufs Bart ist so riesig wie er selbst, und er sieht so überzeugend aus, dass man den Blick manchmal gar nicht davon lassen kann. Sein Fell ist ein Durchbruch in der Computeranimation, absolut faszinierend, das wird garantiert jedem auffallen. Die ganzen Materialien, die wir darstellen, ob Fell, Metall, Leder, alle Stoffe und das Licht sind einfach unglaublich.“
Character Effects Supervisor Damon Crowe ergänzt: „Das Projekt war buchstäblich ausgesprochen haarig. Alle Figuren tragen Bärte, in alle Kleidungsstücke ist Fell eingearbeitet. Auf jede Bewegung oder Berührung einer Figur reagieren die Felle und die Bärte. In der Effekte-Abteilung haben wir alles darangesetzt, diese Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten. Seit ‚Shrek 2‘ verbessern wir die entsprechende Software unermüdlich, mit sagenhaften Ergebnissen. Ich würde sagen, so perfekt wie in diesem Film konnten wir Fell noch nie darstellen.“
Dean DeBlois lobt Art Director Pierre-Olivier Vincent (Spitzname: P.O.V.): „Uns war immer klar, dass die Welt, die wir erschaffen wollten, bis zu einem bestimmten Grad karikaturenhaft wirken würde, aber das Rendering dennoch
absolut realistisch sein müsste. Das Designteam hat wirklich sagenhafte Arbeit geleistet.
Die Texturen sind so satt und ergiebig, die Details großartig. Die nebligen Wälder, sturmumtosten Küsten, massiven Holzhäuser und Kämpfe sorgen für eine dichte Atmosphäre. Dabei wirkt alles verrückt und überlebensgroß, das ist Pierre-Olivier Vincents Werk – sein Artwork ist gigantisch und over-the-top. Es passt einfach zu den mächtigen Wikingern, die dort hausen. Und es betont natürlich, wie deplatziert sich Hicks dort fühlen muss, in seinem Elternhaus, seinem Dorf, auf der ganzen Insel. Dieser bildliche Kontrast hat mir ganz besonders gefallen – das schmächtige Kerlchen, unsere Hauptfigur, inmitten dieser gewaltigen Kulisse.“
Produktionsdesignerin Altieri wollte unbedingt, dass „die testosterongeschwängerte Energie der Wikinger in jeder Szene zu spüren ist. Gewaltige Kerle, muskulös, voller Kraft, deren Leben hauptsächlich aus Kämpfen besteht. Das sollte immer mitschwingen. Die Häuser sind robust und widerstandsfähig. Die Landschaft ist so rau, schroff, kantig und in ihrer karikaturenhaft Art anders als alles, was wir bislang erschaffen haben“.
Der finale Kampf bildet den Höhepunkt des Films. Hicks und Ohnezahn fliegen hoch in die Lüfte, mitten hinein in die größte Schlacht in der Geschichte von Berk – die Dimensionen dieser Szene sprengten auch den üblichen Rahmen bei DreamWorks Animation. Unser Held wird von einer Feuersäule gigantischen Ausmaßes nach oben geschleudert, „die so groß wie ein Footballstadion ist. Als wir die Szene erstmals gesehen haben, schrien Dean und ich wie Dreijährige … und in 3-D ist es noch schlimmer, ich meine natürlich: besser“, sagt Sanders.
Die atemberaubende Lichtsetzung, die Kamerabewegungen und außergewöhnlichen Blickwinkel des 3-D-Films sind größtenteils einem der renommiertesten und besten Live-Action-Kameramänner überhaupt zu verdanken: Roger Deakins, achtfach Oscar®-nominiert für die großartigen Bilder von „Doubt“ (GLAUBENSFRAGE, 2008), „No Country for Old Men“ (NO COUNTRY FOR OLD MEN, 2007) und „Oh Brother, Where Art Thou?“ (OH BROTHER, WHERE ART THOU? – EINE MISSISSIPPI-ODYSSEE, 2000). Das Studio lud ihn ein, damit Sanders und DeBlois ihm das Projekt schmackhaft machen konnten. Zu ihrer großen Freude ließ er sich gern als Berater für Kathy Altieri (Produktionsdesign), Craig Ring (Visual Effects Supervisor) und Gil Zimmermann (Chef-Layouter) verpflichten.
Dazu DeBlois: „Roger beeinflusste die Auswahl der Linsen, die Kameraarbeit und auch die Beleuchtung – mit welcher Raffinesse wir die verschiedenen Schwarzschattierungen darstellen und die minimalistische beziehungsweise naturalistische Beleuchtung, die wir verwenden, ist im Animationsfilm wirklich selten. Mit dem Effekt, dass DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT im bestmöglichen Sinne wie ein Live-Action-Film wirkt, lebt und atmet. Ein Rendering von so poetischer Einfachheit kann nur Roger zustande bringen.“
Wo Drachen sind, ist auch Feuer – viel, viel Feuer. Dazu der Head of Effects Matt Baer: „Alle Mitarbeiter der Effekte-Teams von Redwood City und Glendale kamen an einem, wie wir es nannten, Effekte-Tag zusammen. Zusätzlich holten wir einen klassischen Filmpyrotechniker, den wir baten, uns auf dem Parkplatz alle möglichen Feuereffekte vorzuführen, die wir nachempfinden wollten. Den ganzen Tag löste er verschiedenste Explosionen aus, erzeugte blaues Feuer, rotes Feuer, Feuerexplosionen, er jagte Glas in die Luft, so was eben. Das Coole daran war, dass wir alles mit Hochgeschwindigkeitskameras aufnahmen, zwischen 400 und 1000 Bilder pro Sekunde. Wir hatten also irgendwann alles digitalisiert und in Stereo. Eine unschätzbare Hilfe, um die Beschaffenheit und Farbe der verschiedenen Feuer im Film zu kreieren.“
Da das Studio beschlossen hat, alle zukünftigen Filme in 3-D zu veröffentlichen, konnten die Filmemacher auf ein zusätzliches Pferd setzen, um die testosterongeschwängerte Welt der Wikinger noch spektakulärer zu präsentieren.
Dazu der ausführende Produzent Johnson: „Ehrlich gesagt: 3-D ist ein unwahrscheinlich aufwendiger Teil des gesamten Arbeitsprozesses. Und wir waren wirklich nicht blauäugig, sondern wussten, dass eine große Herausforderung auf uns zukommt. Aber war es viel umfangreicher, als wir dachten, denn der ganze Film ist mit 3-D-Software entstanden – wir haben nicht einfach einen fertigen Film durch einen zusätzlichen Prozess gejagt. Man könnte auch sagen: Wir wollten, dass der 3-D-Effekt fest in der DNA der Geschichte verankert ist. Kein bloßer Trick, sondern etwas, mit dem man das Publikum noch mehr in den Film hineinzieht und am Abenteuer der Figuren teilhaben lässt.
DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT war von Anfang an als 3-D-Film gedacht. Schon während der frühen Planungsphase führten wir unzählige Gespräche darüber, wie wir diese Technik einsetzen können, um den Zuschauern zu suggerieren, sie seien Hicks, der auf dem Rücken eines Drachens in die Lüfte steigt.“
Phil ‚Captain 3D‘ McNally, 3D
Supervisor von DreamWorks Animation, brachte sein Fachwissen ein und half den Filmemachern dabei, dreidimensional zu denken. „Es gab täglich Mustervorführungen in großen Kinos. Bei 3-D ist es besonders wichtig, dass man die Muster auf riesigen Leinwänden sieht, damit der Effekt bestmöglich wiedergegeben wird. Wir sahen uns also die Szenen, Bildkompositionen und Kamerapositionen an und ich gab meine Vorschläge ab: Wie wäre es, die Linse etwas weiter aufzuziehen? Wir könnten hier für mehr Tiefenschärfe sorgen. Sollte die Kamerabewegung dort nicht etwas stärker sein? Bei einem Projekt wie diesem kommt es sehr auf die Balance zwischen Bewegung, Tiefe und Schauspiel an.“
„Es ist eine völlig andere Herangehensweise“, fügt McNally an, „denn beim traditionellen Filmemachen ging es immer darum, einen dreidimensionalen Raum auf einen zweidimensionalen herunterzubrechen. Wir nehmen einen dreidimensionalen Raum – egal, ob nun computeranimiert oder Live-Action – und übersetzen ihn in eine dreidimensionale Kinofantasie. Das Bild ist nicht flach, aber auch nicht komplett echt. Wir simulieren einen neuen dreidimensionalen Raum für das Kino, das ist eine ganz neue Disziplin. Die zweidimensionale Komposition beherrschen wir schon ausgezeichnet, und jetzt wollen wir die zusätzliche Dimension ebenso großartig darstellen können.“
Chris Sanders ist es ein bisschen peinlich, doch er gibt zu: „Als ich mit der Arbeit an diesem Film begann, war ich nicht wirklich davon überzeugt, dass es ein großartiges 3-D-Erlebnis werden würde. Ich fürchtete sogar, wir müssten den Film manipulieren, nur um den 3-D-Effekt zu erzielen. Doch ich war auf dem Holzweg. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT in 3-D zu sehen, die ganze Größe des Films, besonders die Flugszenen – Hicks’ Jungfernflug auf Ohnezahn, die Drachentrainingssequenz mit Nadder, die Kinder, die von dem Drachen durch ein Labyrinth gejagt werden. Das kann ich mir ohne den atemberaubenden 3-D-Effekt gar nicht mehr vorstellen.“
Dean DeBlois sagt: „Alle Flugszenen sind so konzipiert, dass sie die Tiefe des Raums voll ausnutzen und man das Gefühl hat, als sitze man selbst auf dem Rücken eines Drachen und flöge durch die Wolken.
Dafür ist 3-D ideal und wirkt nicht bloß wie ein Gimmick. In schwindelerregender Höhe, die Insel weit unter und der grenzenlose Himmel über einem – wir nutzen den 3-D-Effekt perfekt. Denke ich an 3-D, fallen mir einige der schönsten Erlebnisse ein, die ich je hatte, viele davon waren Freizeitpark-Attraktionen, in denen eine spektakuläre Reise simuliert wurde. Ich finde, besser, als die Kamera zusammen mit Hicks auf dem Rücken eines Drachen zu positionieren, lässt sich diese neue Technik gar nicht nutzen.“
Aber gerät Hicks’ abenteuerlicher Kampf durch die spektakuläre, neueste 3-D-Technik nicht in den Hintergrund? Es gibt niemanden, der diese Frage besser beantworten könnte als die Erfinderin der ganzen Geschichte, die Schriftstellerin Cressida Cowell. Dazu Produzentin Bonnie Arnold: „Für uns kam die Feuerprobe, als sie mit ihrer ganzen Familie in den Sommerferien das Studio besuchte, um sich einen Großteil des Films anzusehen. Ihre Kinder waren augenblicklich von den Charakteren begeistert – ihnen gefielen die Gemeinsamkeiten mit den Büchern, aber gerade auch das, was völlig anders war als in den Büchern. Cressida sagte damals, es mache sie ziemlich nervös, wenn sie die vielen Menschen sehe, die an dem Film arbeiten. Aber ich glaube, sie fand es toll zu beobachten, wie alles voranging. Auf unsere Crew wirkte ihre Anwesenheit wiederum sehr inspirierend, denn sie wollten der Vorlage natürlich so treu wie möglich bleiben und gleichzeitig alles noch viel größer und beeindruckender machen. Sie sprach mit den Animatoren, den Effektkünstlern, den Beleuchtern und den anderen Crewmitgliedern und verbrachte viel Zeit mit Chris, Dean und mir. Sie war sehr glücklich und dankbar.“
Craig Ferguson, die Originalstimme von Grobian, stellt fest: „Wissen Sie, warum ich diesen Film liebe? Weil sich Hicks’ Ängste in allen von uns widerspiegeln – und dass ihre Überwindung der Schlüssel zu einer viel besseren, interessanteren und schöneren Welt sein kann. Deshalb ist der Film ganz großartig.
Die Effekte und die Animation sind fantastisch, aber viel wichtiger ist, ob der Film auch andere berührt. Und diese kraftvolle Geschichte berührt mich sehr.“


WIKINGER UND DRACHEN FÜR IMMER
Alle anderen waren ebenso begeistert von ihren Erfahrungen mit Hicks und Ohnezahn. Der ausführende Produzent Tim Johnson dazu: „Man kann sich so ziemlich jede Kultur der Welt vorknöpfen, den Fernen Osten, Europa, überall gibt es eine eigene Mythologie der Drachen. Es fasziniert mich, dass diese edlen, wilden und furchterregenden Monster in der ganzen Menschheit verankert sind und zu ihrer Kulturgeschichte gehören. Die Angst vor ihnen zu überwinden, die Angst vor dem Unbekannten, ist ebenso Teil der Kulturgeschichte.
Für uns war es eine große Ehre und Aufgabe, dass wir mithilfe von Cressida Cowells Büchern unsere eigene Geschichte dieses Mythos erzählen durften: ein Drachenabenteuer für das 21. Jahrhundert.“
„Die Zuschauer sollen sich wie in einer der besten Freizeitpark-Attraktionen vorkommen. Aber wichtiger ist es, dass der Film sie inspiriert, ihnen Hoffnung gibt, sie Spaß haben, lachen können und er ihr Herz wärmt“, sagt Produzentin Bonnie Arnold. „Darüber hinaus hat er eine rührende Botschaft. Hicks ist eine sehr hoffnungsvolle Figur. Er freundet sich mit dem größten Feind seines Dorfes an, und durch die Freundschaft zwischen Hicks und Ohnezahn wird die Welt schließlich zu einem besseren Ort.“
„Die Spezialeffekte des Films sind unglaublich“, fügt Autor/Regisseur Dean DeBlois an. „Die Animation und die Schauspielerei sind großartig. Die Beleuchtung, die Texturen und das Design haben ein solch erstklassiges Niveau, dass ich nicht glücklicher mit dem Film sein könnte. Ich bewundere jeden Tag aufs Neue, was wir erreicht haben, und bin mehr als stolz auf diesen Film. Ich hoffe, man wird ihm anmerken, wie viel Sorgfalt und Hingabe in ihm steckt.“
Autor/Regisseur Chris Sanders ergänzt: „DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT ist ein mythisches Erlebnis. Eine Welt voller Wikinger und Drachen, ausgebreiteten Schwingen und eisernen Schwertern. Wir nehmen das Publikum auf dem Rücken eines Monsters mit in die arktische Luft. Eine Reise in das Herz einer gefährlichen Welt und einer unglaublichen Freundschaft mit Urmonstern, die es bislang nur in Büchern gab. Diese Figuren und diesen Ort wird niemand je wieder vergessen …“