Spy Daddy Film Trailer
FSK Film: 6 | Länge: 94 Min | Kinostart: 2010 (USA) | Release: 23.06.2010 (DVD&BD)
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Schauspieler:Jackie Chan, Amber Valletta, Lucas Till, George Lopez, Billy Ray Cyrus, Magnus Scheving, Alina Foley, Madeline Carroll, Katherine Boecher, Jeff Chase, David Mattey, Will Shadley
Die Story:CIA-Agent Bob Ho (Jackie Chan) will sich endlich zur Ruhe setzen. Der schönste Grund für seinen Rückzug aus dem gefährlichen Agentenleben ist seine alleinerziehende und von seinem Beruf nichts ahnende Freundin Gillian (Amber Valletta). Vor der geplanten Hochzeit gibt es lediglich ein Hindernis: Gillians Kinder. Farren (Madeline Carroll) steckt mitten in der Pubertät, Ian (Will Shadley) ist ein Computerfreak und Nesthäkchen Nora (Alina Fowley) ist kaum zu bändigen. Für die drei ist Bob ein Langweiler, gegen den sie sich verschworen haben. Als Gillian verreisen muss, findet sich Superagent Bob plötzlich in der Rolle des Ersatzvaters wieder. Trotz aller Bemühungen sabotieren die Kids jeden seiner Versuche, Teil der Familie zu werden. Zu dem allgemeinen Unfrieden wird es auch noch richtig gefährlich, als Ian eine geheime Formel von Bobs Computer herunter lädt, die der Terrorist Poldark (Magnus Scheving) unbedingt in seinen Besitz bringen will. Schneller als Bob lieb ist, holt ihn sein altes Leben ein, und feindliche Agenten sind ihm und den Kindern gefährlich nahe auf den Fersen...
Technikinfos:Ton: Dolby SRD, SR
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Die alleinerziehende Mutter Gillian (Amber Valletta) hat es mit ihren drei Kindern nicht leicht: Die Älteste, Farren (Madeline Carroll), versteht nicht, was gegen ultrakurze Miniröcke spricht und kann es kaum erwarten, auszuziehen. Der zwölfjährige Bruder Ian ist ein Forschergeist und Computerspezialist, der mit Vorliebe technische Geräte, wie etwa Farrens Fön manipuliert, und die vierjährige Nora (Alina Foley) ist ein echtes Mädchen, das sich ausschließlich in Pink kleiden möchte – kurz: Die drei haben sich ständig in der Wolle...
Nur in einem Punkt sind sie sich einig: Ihre Mutter darf auf gar keinen Fall ihren Nachbarn Bob Ho (Jackie Chan) heiraten! Der schüchterne, etwas unbeholfene und spießige Vertreter für Schreibwaren ist Gillians (gar nicht so) heimlicher Verehrer. Als er Gillian an ihrem Geburtstag zu einem romantischen Abendessen einlädt, möchte er sie eigentlich fragen, ob sie seine Frau werden möchte. Doch Gillian hat die Trennung vom Vater ihrer Kinder noch nicht überwunden und will auch den drei Geschwistern noch ein wenig Zeit geben, bevor sie, wie sie sagt „den nächsten Schritt tun“ und Bob heiraten will.
Zum Glück hat Bob dafür vollstes Verständnis und ist sich auch bewusst, dass er, nicht nur Gillian, sondern eine ganze Familie heiraten würde, inklusive einem kleinen Hausschwein, einer Katze und einer Schildkröte.
Ausgerechnet, als Bob den Grundstein für eine gemeinsame Zukunft legen und mehr von sich und seiner Arbeit erzählen will, geht ein Notfall-Anruf auf seinem Mobiltelefon ein. „Ist euch die Tinte ausgegangen?“, scherzt Gillian noch – aber der Fall ist viel, viel ernster… Denn was Gillian nicht ahnt: In Wirklichkeit ist Bob ein internationaler Geheimagent, der von der chinesischen Regierung an die CIA „ausgeliehen“ ist. In der getarnten Einsatzzentrale des Geheimdienstes wird Bob in aller Eile instruiert: Er muss zusammen mit seinem Partner Colton James (Billy Ray Cyrus) so schnell wie möglich zu einer nahegelegenen Ölraffinerie, in die einige russische Agenten unter dem Kommando des finsteren Poldark (Magnus Scheving) eingedrungen sind.
Dank seiner Kampfkunst und einiger halsbrecherischer Stunts gelingt es Bob Ho, die feindlichen Spione zu überwältigen, Poldark & Co. werden festgenommen. Nach dem erfolgreich beendeten Einsatz macht Bob Ernst mit seinem lang gehegten Plan, das Spionieren an den Nagel zu hängen und häuslich zu werden. Von seinem Chef Glaze (George Lopez) bekommt Bob eine Uhr als Andenken und verabschiedet sich mit den Worten: „Ich habe Diktatoren in die Knie gezwungen, da werde ich wohl auch noch mit drei Kindern fertig werden!“ Wirklich? Farren, Ian und Nora machen es Bob jedenfalls nicht gerade einfach, als er am nächsten Morgen wieder bei Gillian aufkreuzt. Immerhin bricht er bei Nora ein wenig das Eis, als er ihr Kätzchen, das wimmernd auf dem Dach hockt, mit beeindruckender Akrobatik rettet.
Bobs Bewährungsprobe als angehender Familienvater kommt schneller als gedacht. Denn Gillians Vater hatte einen Unfall und muss operiert werden – also fliegt Gillian zu ihm und überlässt es Bob, der sofort seine Hilfe anbietet, sich in ihrer Abwesenheit um die Kinder zu kümmern.
Und als ob Bob mit dieser Aufgabe nicht schon alle Hände voll zu tun hätte, überfallen Poldarks Komplizen dessen Gefangenentransport und befreien ihn. Immerhin kam die CIA in den Besitz einer Datei, die Colton James an Bob weiterleitet – in der Hoffnung, dass der Vollprofi Bob herausbekommt, worin der Geheimplan der Fieslinge besteht. Und der hat es in sich: Mit der Formel, die Poldark entwickelt hat, lassen sich Bakterien züchten, die Erdöl in Sekundenschnelle zersetzen. Diese Bakterien wollen sie weltweit auf sämtliche Erdölvorräte ansetzen und so den Preis für russisches Öl in astronomische Höhen treiben...
Für den Moment ist Bob jedoch zu sehr damit beschäftigt, Farren und Ian zur Schule zu bringen und wieder abzuholen, die Mahlzeiten zuzubereiten und für Nora ein Kostüm für das bevorstehende Halloween zu kaufen, als dass er sich die Datei anschauen könnte. Das tut dafür Ian, der sich heimlich an Bobs Computer zu schaffen macht und die Datei für einen illegalen (und deswegen umso spannenderen) Konzertmitschnitt einer angesagten Rockband hält. Unglücklichweise bringt Ian so, ohne es zu merken, Poldark und seine Schergen auf die Spur von Bob und Gillians Kindern. Denn sie können den Rechner lokalisieren, von dem aus ihre Datei abgerufen wurde.
Während Bob mit den Kindern unterwegs ist, durchwühlen die Russen Gillians Haus. Als Bob mit Nora zurückkehrt, kommt es zu einem erbitterten Kampf – aus dem Bob dank einiger wohlgesetzter Fausthiebe und sonstiger technischer Finessen als Sieger hervorgeht. Dennoch darf er jetzt keine Zeit verlieren, weiß er doch, dass ihm seine Feinde jetzt auf der Spur sind. Er holt die Kinder aus der Schule und will mit ihnen auf und davon. Als er glaubt, seinen Gegnern entkommen zu sein und die Geschwister herumquengeln, dass sie Hunger haben, legt Bob einen Halt bei einem China-Restaurant ein. Dort macht sich Larry (Lucas Till), der sich als smarter Literaturstudent ausgibt, an Farren heran, als Bob einen Moment nicht aufpasst. Doch seinem geschultem Ohr entgeht der russische Akzent des so charmanten Larrys nicht...!
Von Bob zur Rede gestellt, lässt Larry seine Tarnung fallen und versucht, Bob, unter anderem mit einem außerordentlich scharfen chinesischem Küchenmesser, auszuschalten. Doch auch diesen Kampf gewinnt Bob durch K. O. Gerade wollen Bob und die Kinder weiter, da taucht ausgerechnet Bobs früherer CIA-Chef Glaze auf. Er hat aus Geldgier die Seiten gewechselt und fordert nun von Bob den Stick mit der Datei. Als Bob sich weigert, zögert Glaze nicht und bedroht ihn sogar mit einer Waffe! Zum Glück kommt Bob Ians Schnappschildkröte zu Hilfe, die Glaze mit einem Biss in dessen Abzugsfinger außer Gefecht setzt.
Nach einer weiteren aufregenden Flucht, landet Bob mit den Kindern schließlich in einem Motel. Von dort aus ruft Farren ihre Mutter an, um dem Spuk ein Ende zu setzen und verrät ihr, dass Bob ein Spion ist. Zunächst hält Gillian das für ein weiteres Störmanöver ihres renitenten Nachwuchses, doch dann bestätigt ihr auch Bob die ganze Wahrheit. Die entsetzte Gillian macht sich sofort auf den Rückweg, um ihre Kinder nicht länger der Gefahr durch Bobs Missionen auszusetzen. Nun, da sich Bob und die Kinder einander endlich annähern, scheint endgültig alles aus zu sein zwischen Gillian und ihm. Und zu allem Überfluss muss Bob nun nicht nur den flüchtigen Poldark, sondern auch den Verräter Glaze hinter Schloss und Riegel bringen. Bis zum glücklichen Ende stehen Bob noch einige Zweikämpfe und todesmutige Stunts bevor...
Eure Meinung zu "Spy Daddy"
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Eure Kommentare zu "Spy Daddy":
Tintenherz Das ist eine Nachmachung es gab schon mal einen ähnlichen Film!!!!!!!!!!!! Echt blöd die Filmproduzenten!!!!
Micky Maus voll korall :)
Domm3 babynator ??? -.-
downunder ich will den alten jackie chan wieder ! der war da viel besser
Mr.Speed Irgendwie wie Babynator nur besser
>tipp Yeah Jacky^^
Bob Ho, ein eher unscheinbarer und auf den ersten Blick langweiliger Schreibwarenvertreter, hat ein Geheimnis: In Wirklichkeit ist er Spitzenagent der CIA, für den die Rettung der Menschheit zum Alltagsgeschäft gehört. Auf den zweiten Blick steckt in ihm viel mehr als es zunächst den Anschein hat – und genauso ist es auch mit dem Mann, der Bob Ho spielt: Jackie Chan. Chan ist bescheiden, stets höflich und zuvorkommend – und gleichzeitig einer der größten Martial-Arts-Stars aller Zeiten, der von unzähligen Fans weltweit verehrt wird. Nicht zu vergessen ist, dass Chan außerdem ein selbstloser Helfer ist, der sich immer wieder für wohltätige Zwecke engagiert.
Chan war bereits 20 Jahre lang Asiens größter Kinoheld, bevor er mit Blockbustern wie Rush Hour, Rush Hour 2, Shang-High Noon, The Tuxedo – Gefahr im Anzug und Shanghai Knights ein großes Publikum auch in den restlichen Teilen der Welt begeisterte. Nun zeigt Chan seine unnachahmliche Mischung aus Action und Humor im Familienfilm SPY DADDY. Produzent Bob Simonds fasst Chans Star-Appeal so zusammen: „Jackie Chan ist eine Ikone“ – und fährt fort: „Er ist ein unglaublich kraftvoller Darsteller, und er ist jemand, der auf der ganzen Welt sein Publikum findet.“
Für Chan selbst war es das Drehbuch, das ihn gleich für SPY DADDY einnahm. Er erkannte sofort das komödiantische Potential in Bob Hos großer Herausforderung – die misstrauischen Kinder der von ihm geliebten Frau für sich zu gewinnen. Nachdem er sich mit Simonds zu einem ersten Kennenlernen in China getroffen hatte, dauerte es nicht mehr lang, bis Chan zusagte. „Es steckt so viel in diesem Skript“, sagt er: „Es ist Action dabei, es hat Humor, Romantik und Abenteuer – einfach alles!“
Simonds fügt hinzu: „Dies ist eine großartige Rolle für Jackie. Er kann all die Stunts ausführen, die zu einem Jackie-Chan-Film unbedingt dazugehören, aber er kann eben auch seine sanfte Seite zeigen. Wir haben viele Stellen zum Lachen, aber auch anrührende Momente.“
SPY DADDY war für Chan die Gelegenheit, sich an einer Familienkomödie zu versuchen, in deren Mittelpunkt sein Zusammenspiel mit Kindern steht. Er sagt: „Mir macht es großen Spaß, Kinder zum Lachen zu bringen, und es freut mich jedes Mal, wenn mir Kinder sagen, dass sie meine Filme gut finden.“
Zu Chans Lieblingsmomenten im Film gehört eine Szene, in der Bob ein tiefgehendes Gespräch mit seiner angehenden Stieftochter über die Trennung ihrer Eltern führt. „Wir setzen uns einfach zusammen hin und erzählen von uns“, sagt Chan. „Für mich ist es eine sehr ergreifende Szene. Ich glaube, viele Familien haben derartige Probleme, und gerade deshalb ist es wichtig, sie auch in Filmen wie diesem anzusprechen.“
Sobald Chan an Bord war, zog das Filmprojekt eine Vielzahl von hochtalentierten Schauspielern und Filmschaffenden an. Der ausführende Produzent Ira Shuman erinnert sich: „Jeder, der hier dabei ist, egal ob Darsteller oder Crewmitglied, wollte unbedingt an einem Jackie-Chan-Film mitarbeiten. Er ist ja nicht nur eine lebende Legende, er ist auch für seine freundliche und freigiebige Art und für seinen Charme bekannt. Das hat alle Beteiligten für das Projekt eingenommen.“
Auf der Suche nach einem geeigneten Regisseur wandte sich Simonds an einen Kollegen, dem er großes Vertrauen schenkte: Brian Levant. Levant, erwiesenermaßen Spezialist für familienfreundliche Filme, war schon für Kinoerfolge wie Sind wir schon da?, Snow Dogs – Acht Helden auf vier Pfoten und The Flintstones – Die Familie Feuerstein verantwortlich – und hatte bereits bei vier vorangehenden Projekten mit Simonds zusammengearbeitet. „Ich wusste, dass er perfekt zu diesem Film passen würde“, sagt Simonds: „Er ist ein herausragender Komödienregisseur und kann auch wunderbar mit Kindern umgehen.“
Als Levant hörte, dass Jackie Chan dabei sein würde, übernahm er enthusiastisch die Regie. „Jackie Chan ist ein einzigartiges Talent“, sagt Levant: „Er besitzt die Fähigkeit, ganz unglaubliche Dinge direkt vor unseren Augen zu tun und es dabei ganz einfach aussehen zu lassen - und für ihn ist es das auch. Er ist so erfinderisch und energiegeladen. Mit ihm ist jeder Tag ein Abenteuer. Und er kennt sich auch mit Komödien aus. Er ist jemand, in dessen Gegenwart man sich ganz automatisch entspannt und natürlich benimmt, und gerade bei Komödien hilft so etwas ungemein, weil man dann ganz unterschiedliche Dinge ausprobieren kann.“
Genau denselben Enthusiasmus wie Levant brachte auch Drehbuchautor Greg Poirier auf, ein langjähriger Fan des Actionhelds, der in den 90er Jahren sogar schon einmal Jackie Chan ein (letztendlich nicht verwirklichtes) Skript auf den Leib geschrieben hatte. „Für Jackie Chan zu schreiben ist für mich ein Traum, der endlich wahr wird“, sagt Poirier.
Im Fall von SPY DADDY musste sich die Produktion besonders ranhalten, weil Chan zwischen seinen zahlreichen Verpflichtungen nur ein schmales Zeitfenster offen halten konnte. „Uns blieben nur ein paar Monate für die Vorbereitung und das gesamte übrige Casting, und dann mussten wir den Dreh in 38 Tagen über die Bühne bringen“, sagt Shuman.
„Es war wirklich verrückt, dass wir einen so engen Plan überhaupt angegangen sind“, gibt Levant zu. „Aber irgendwie haben wir es geschafft, im Zeitplan fertig zu werden, und das trotz Schneestürmen, einer Grippewelle und diverser Verletzungen.“
Nachdem Chan und Levant gesetzt waren, fanden sich die übrigen Darsteller sehr schnell zusammen. Als Chans CIA-Kollege wurde der Countrystar und Schauspieler Billy Ray Cyrus besetzt. „Jedes Mal, wenn ich mich mit einem neuen Filmprojekt beschäftige, fange ich mit dem Drehbuch an“, sagt Cyrus: „Ein Drehbuch ist wie ein musikalischer Hit. Es muss schon auf dem Blatt Papier klar sein, dass es auch auf der Bühne funktioniert – und ich habe dieses Drehbuch vom ersten Augenblick an geliebt. Es liest sich wie ein Hit.“
Für Cyrus war es besonders aufregend, direkt mit Jackie Chan zusammenzuarbeiten und so sein Talent aus erster Hand mitzuerleben. „Jackies Arbeitsethos ist einfach der Wahnsinn“, sagt Cyrus: „Dieser Typ ist wirklich unglaublich. Er wird offensichtlich niemals müde. Er macht alles bis zur Perfektion, und wenn es für ihn noch nicht perfekt ist, dann macht er es eben noch einmal. Wenn wir eine Szene abgedreht hatten und eine kleine Pause bis zur nächsten anstand, war er immer der erste, der sich Equipment schnappte und der Crew mit zur Hand ging. Mir ist noch nie jemand untergekommen, der allen so sehr zur Hand gegangen ist und dabei so gut vorbereitet war.“
„Wir waren sehr froh, mit Billy Ray Cyrus arbeiten zu können. Ich kannte ihn nur als Sänger, aber nicht als Schauspieler. und ich muss sagen, er ist ein Naturtalent“, sagt Shuman. Chans und Cyrus‘ Ko-Star George Lopez, Titelheld der US-Sitcom „George Lopez“ erklärt seine Motivation, bei diesem Film mitzumachen, so: „In zwei Worten: Jackie Chan.“
Ursprünglich hatten die Filmemacher überlegt, Lopez in der Rolle zu besetzen, die nun Cyrus spielt, aber Lopez‘ einmalige Mischung aus komödiantischem Talent und einer geheimnisvollen Aura machte ihn zur ersten Wahl für die Rolle des Glaze, Bob Hos vertrauenswürdigem Vorgesetzten bei der CIA, der sich später gegen ihn wendet. „Billy Ray und George sind ja beide in ihren Bereichen Superstars“, sagt Shuman: „Aber sie haben sich ganz problemlos in ihre Rollen bei diesem Projekt hineingefunden. Dass die beiden mit dabei sind, erschließt dem Film noch ein viel größeres Publikum.“
Ganz wichtig war es, die Rolle der Gillian, Bobs Angebeteter, richtig zu besetzen. Es muss schließlich glaubhaft sein, dass Bob wegen ihr die schwere Aufgabe auf sich nimmt, ihren Kindern ein wahrer Freund zu werden. Und dazu musste die Chemie zwischen den beiden exakt stimmen. „Wir haben jemanden gesucht, die als dreifache Mutter glaubhaft rüberkommen würde, aber gleichzeitig auch in der Lage sein müsste, jemanden wie Bob Ho zu betören.“, sagt Shuman: „Und Amber Valletta passte genau!“
Model und Schauspielerin Amber Valletta konnte als Mutter eines Sohnes ihre eigenen Erfahrungen in ihre Rolle der Gillian einfließen lassen. „Es hat wirklich Spaß gemacht, Gillian zu spielen“, sagt Valletta: „Ich mag diese Figur sehr, und außerdem war das Ganze für mich eine angenehme Abwechslung. Ich hatte mir schon länger gewünscht, auch einmal etwas Leichteres zu spielen, in einem Film, den ich mir auch mit meinem Sohn zusammen anschauen könnte.“
Valletta freute sich zudem über die Gelegenheit, mit Kinder zusammen zu arbeiten: „Mit Kindern zu arbeiten ist fantastisch, weil man nie weiß, was sie als nächste vorhaben“, sagt sie: „Es heißt ja immer, dass man niemals mit Kindern und Tieren arbeiten sollte, weil man von ihnen so leicht an die Wand gespielt wird. Aber ich habe es unglaublich genossen, weil die Kinder dafür sorgen, dass man immer voll konzentriert ist.“
Für Gillians Kinder wurden drei junge Darsteller im Alter zwischen fünf und 14 Jahren gebraucht, die sowohl komödiantisches Talent als auch das schauspielerische Handwerkszeug für ernste Szenen mitbringen mussten. Als Farren, Gillians 14-jährige Tochter, die von der Romanze zwischen Bob und ihrer Mutter rein gar nichts hält, wurde der aufstrebende Jungstar Madeline Carroll besetzt. Nicht zuletzt dank ihres Parts in Kevin Costners Swing Vote – Die beste Wahl hat Carroll unter Beweis gestellt, dass sie das ernste Fach beherrscht. Mit SPY DADDY jedoch bot sich ihr die Gelegenheit, zwei neue Genres gleichzeitig anzugehen: „In diesem Film habe ich Actionszenen, aber auch lustige Szenen zu spielen – das war wirklich cool“, sagt Carroll.
„Ich bin überzeugt, dass Madeline Caroll eine der bedeutendsten Schauspielerinnen ihrer Generation wird“, schwärmt Levant: „Sie bringt so viel Interesse für das Handwerk der Schauspielerei auf. Alle waren von ihr völlig hingerissen!“
Eine weitere positive Überraschung für die Filmemacher war Will Shadley, der den 12- jährigen Ian spielt. Für ihn war es sein erster Kinofilm, und er war an jedem Drehtag mit voller Energie und Begeisterung dabei. „Mir hat es sehr gefallen, an einem solchen Film mitzuarbeiten“, sagt Shadley. „Wenn ich Ian spielte, konnte ich meinen inneren Technikfreak voll ausleben. Ich bekam coole Geheimagenten-Requisiten wie einen Gürtel, der sich in ein Schwert verwandelt. Das ist ziemlich abgefahren, aber ich glaube trotzdem nicht, dass ich auch im echten Leben ein Spion werden möchte. Es gibt einfach zu viele fiese Typen, die einem da ans Leder wollen.“
„Ich war von Will Shadley schwer beeindruckt“, berichtet Shuman: „Er hat eine unglaubliche Leichtigkeit, was Dialoge angeht; er ist wirklich sehr weit für sein Alter.“
Levant hat eine ganze Reihe von Familienfilmen gedreht, und hat dabei unterschiedliche Methoden entwickelt, mit seinen zum Teil noch sehr jungen Nachwuchsdarstellern umzugehen. Aber all seine Erfahrungen liefen ins Leere, als die 5-jährige Alina Foley auftauchte, die als Nora, das jüngste von Gillians Kindern, zu sehen ist. „Ich habe schon mit vielen Kindern zusammengearbeitet, denen man jeden Dialogsatz und jede Bewegung einzeln aus der Nase ziehen musste“, erzählt Levant: „Aber bei Alina war das Gegenteil der Fall. Wir konnten einfach die Kamera laufen und sie machen lassen, gerade weil wir niemals sicher sein konnten, womit sie als nächstes aufwarten würde. Sie ist ein sehr lustiges und ein sehr ungewöhnliches Kind, und ich denke, das zeigt sich auch im fertigen Film.“
Magnus Scheving, der Bobs Gegenspieler Poldark verkörpert, ist einem Großteil des jungen Publikums als Hauptdarsteller der international erfolgreichen Kinderfernsehserie „LazyTown“ bekannt. „Ich bin Actionszenen gewöhnt, weil ich so etwas fünf Jahre lang in meiner eigenen Serie gemacht habe“, sagt Scheving. „Für mich lag die Herausforderung darin, vom Helden direkt zum Oberschurken zu wechseln. Ich fand es sehr schwierig, plötzlich richtig gemein sein zu müssen.“
Scheving, der aus Island stammt, hatte die zusätzliche Schwierigkeit zu meistern, dass seine Figur in der Originalversion Englisch mit russischem Akzent zu sprechen hatte. Manchmal gestaltete sich auch der Austausch mit Jackie Chan, der hauptsächlich Chinesisch spricht, etwas schwierig. „Wir hatten eine Kampfszene, wo ich einfach nicht verstanden hatte, ob ich mich nach vorne oder nach hinten bewegen sollte und deshalb von Jackie aus Versehen voll eins auf die Nase bekam“, lacht Scheving.
SPY DADDY ist natürlich ein Familienfilm, nichtsdestotrotz bietet er all die knackige Action und die spektakulären Stunts, die Fans von einem Jackie-Chan-Film erwarten. In diesem Fall konzentrierte sich Chan darauf, alltägliche Vorstadt-Schauplätze als Rahmen für außerordentliche Handlungen zu verwenden. „Wir machen in diesem Film auch normale Dinge, aber eben im Jackie-Chan-Stil“, erklärt Chan: „Hier habe ich ganz simple Dinge in die Stunts eingebaut, den Kühlschrank, die Mikrowelle, einen Aschenbecher. Es war immer unser Bestreben, dass das Ganze auch von Kindern angeschaut werden kann. Dies sollte ausdrücklich ein Film für Zuschauer jeden Alters werden.“
Chan passte auch den Charakter der Stunts seiner Filmfigur Bob Ho an. „Meine Figur ist ein ganz normaler Spion, er ist kein Superheld. Ich wollte die Stunts so gestalten, dass sie dem Publikum absolut glaubwürdig erscheinen“, sagt er. „Ich fragte mich ständig, ob ich dies oder jenes wirklich tun könnte und ob das Publikum es hinnehmen würde.“
Der Stuntkoordinator Bob Brown leitete sein eigenes Team von Stuntmen und stand dabei in ständigem Austausch mit Jackie Chans Stunt-Team unter der Leitung von Wu Gang. Selbst als jemand, der vor seiner Zeit als Koordinator jahrelang selber als Stuntman gearbeitet hatte, war Brown von Chans Können beeindruckt und zudem sehr angetan davon, wie Chan es schaffte, zwei ganz unterschiedliche Kampfstile zu vereinen. „Mal ganz abgesehen davon, dass Jackie Chan als Hauptdarsteller für jeden Stuntman ein Geschenk ist, hat es mir besonderen Spaß gemacht, Ost und West in den Actionszenen miteinander zu verbinden“, sagt Brown.
„Sie gehen einfach ganz anders an die Sache heran“, sagt Levant über Chan und sein persönliches Stunt-Team: „Normalerweise beginnt man, indem man Storyboards für solche Sequenzen entwirft. Chan und sein Team haben eine andere Herangehensweise – bei ihnen geht es viel stärker um Improvisation. Jackie und seine sechsköpfiges Team, dessen Mitglieder aus unterschiedlichen Ländern stammen und von denen jeder seinen unverwechselbaren Stil mitbringt, bauen eine Actionsequenz von Grund her auf. Bei ihnen werden die Szenen auch anders gedreht; sie nutzen viele kurze Einstellungen. Es ist schon irrsinnig, welches Maß an Perfektion sie sich in jeder dieser Szenen abverlangen. Es geht um Bewegungsabläufe und darum, so viel wie möglich in jedem gegebenen Moment zu machen. Es geht nicht einfach darum, den Gegner windelweich zu prügeln, sie wollen dabei gleichzeitig auch noch das Publikum so gut wie möglich unterhalten.“
„Jackie hat einen unglaublichen Wissensschatz für das Komödiantische und für die Stunt- Arbeit. Ich hatte noch nie mit jemandem wie ihm zusammengearbeitet. Sein Denken ist darauf ausgerichtet, aus Bewegungen und Handlungen ein Höchstmaß an Komik herauszukitzeln“, sagt Valletta.
Dass auch Kinder zum Ensemble gehörten, zwang Chan dazu, seine Stunt-Choreographien den etwas anderen Bedingungen anzupassen, insbesondere eine, in der sich die kleine Nora während des Kampfes an sein Bein anklammert. Chan sagt: „Wenn ich nur alleine einen Stunt mache, ist das alles ganz einfach. Aber wenn bei einem Stunt auch Kinder dabei sind, muss ich einfach sehr, sehr vorsichtig sein. Ich muss sicher sein können, dass sie keinerlei Risiko eingehen, und dazu bedarf es viel größerer Vorbereitung. Und außerdem muss ich sehr geduldig sein, denn sie hören einfach nicht auf einen“, lacht Chan.
Für alle drei Kinder war es eine Premiere, ihre körperlichen Fähigkeiten bei Stunts auszutesten. „Ich fand es großartig, solche Tricks auszuprobieren“, sagt Carroll: „Es macht riesigen Spaß, auch wenn das Haltegeschirr, in dem man steckt, ziemlich unbequem ist. Aber bei Jackie haben wir uns richtig geborgen gefühlt; das war schon cool. Und sein Stunt- Team ist super – sie haben uns tolle Tricks gezeigt.“
Ein milder Herbst und ein ebenso milder Winter waren die äußeren Bedingungen für den Dreh, der in Albuquerque, New Mexico, stattfand. Für Levant kam mit den Dreharbeiten in Albuquerque auch ein Heimvorteil hinzu, denn Levant hatte dort seinerzeit an der University of New Mexico studiert. Er besuchte seine alte Wirkungsstätten wieder und wurde zudem von der Universität eingeladen, vor Studenten einen Vortrag über seine Laufbahn als Filmemacher zu halten.
Die Drehzeit brachte Darsteller und Crew sowohl beim Dreh als auch in der Freizeit zusammen. „Den Film zu machen, war ja nicht immer nur harte Arbeit“, berichtet Shuman: „Das Großartige daran, on location zu drehen, ist, dass Schauspieler und Techniker so schnell zusammenfinden. Jackie zum Beispiel hat die Crew öfter mal zu richtigen Familienfestessen eingeladen.“ „Abschied zu nehmen war wirklich hart“, sagt Carroll: „Wir waren ja zu einer richtigen Familie geworden.“
Die Crew wusste sich auch zwischen den heißen Phasen des Drehs zu unterhalten. Levant lief ständig mit einem Volleyball durch die Gegend, Chan fuhr mit einem Segway, einem elektrobetriebenen Stehroller, umher; und die Kinder spielten Basketball. „Wenn wir drehen, kann ich nicht einfach eine Stunde lang still sitzen, nur weil wir eine Pause haben“, sagt Chan: „Wenn wir nichts zu tun hatten, haben wir Football oder Volleyball gespielt. Brian ist verrückt nach Volleyball! Er ist der erste Regisseur, den ich erlebt habe, der immer einen Volleyball in der Hand hielt, wenn er ,Action!‘ rief.“
Auch wenn Levant am Set immer wieder für Entspannung sorgte, war es doch seine Hauptaufgabe, eine große, komplexe Filmproduktion mit vergleichsweise kleinem Budget und in knapp bemessener Zeit zu stemmen. „Wir hatten jeden Tag Spezialeffekte, Stunts, Tiere am Set, an Drähten hängende, durch die Luft fliegende Darsteller, Comedy, aufwendige Bauten. Wir hatten üppige Kampfszenen. Wir haben es richtig krachen lassen und dabei eine Riesenschweinerei angestellt“, der Regisseur.
Der Regisseur ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: „Als wir alle Leute beisammen hatten, haben sich die Probleme ganz wie von selbst verflüchtigt“, sagt Levant: „Wir hatten einen Rahmen dafür geschaffen, dass Jackie mit den Kindern und mit Amber Valletta, George Lopez und Billy Ray Cyrus etwas Gemeinsames auf die Beine stellen konnte. Als wir all diese Persönlichkeiten aufeinander losließen, war es, als ob man all diese verschiedenen Zutaten in einen Küchenmixer gegeben hätte – und die Konsistenz von dem, was dabei am Ende herauskam, war einfach perfekt!“
