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Vergebung Film Kino Trailer

FSK Film: 16 | Länge: 146 Min | Kinostart: 03.06.2010 | Release: 04.10.2010 (DVD&Bluray)
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Schauspieler:Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Michalis Koutsogiannakis, Anders Ahlbom, Hans Alfredson, Tina Berg, Alexandra Eisenstein, Lena Endre, Jacob Ericksson, Niklas Falk, Tekla Granlund, Annika Hallin, Lennart Hjulström, Niklas Hjulström, Agnes Kittelsen, Magnus Krepper, Sofia Ledarp, Tanja Lorentzon, Per Oscarsson, Henrik Sjöman, Micke Spreitz, Georgi Staykov, Mirja Turestedt

Die Story:Lisbeth Salander hat den Kampf gegen ihren Widersacher Zala nur knapp überlebt und wird schwer verletzt in die Notaufnahme eingeliefert. Doch sie schwebt weiterhin in Gefahr. Denn auch Zala lebt noch. Und der Geheimdienst möchte Lisbeth mit allen Mitteln mundtot machen – auf keinen Fall darf sie die Verbindung zwischen Zala und der Regierung aufdecken. Währenddessen setzt Mikael Blomkvist alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem Vormund Niels Bjurman und zwei Journalisten zu beweisen. Die Verbrechen werden nach wie vor ihr angelastet – und Mikael weiß genau, dass es nur noch eine letzte Chance gibt, Lisbeth zu retten. Während seinen Ermittlungen beginnt sich Lisbeths Vergangenheit vor seinen Augen wie ein Puzzle, Stück für Stück, zusammen zu setzen. Eine Vergangenheit, die düster ist – deren Offenbarung aber der Schlüssel zu Lisbeths Unschuld sein könnte. Die Zeit für Lisbeth ist gekommen...

Hintergrund:Nach Verblendung und Verdammnis ist Vergebung der letzte Teil und furiose Höhepunkt von Stieg Larssons Millennium-Trilogie. Für Lisbeth Salander geht es nun um alles oder nichts, um Schuld oder Unschuld, Freiheit oder Verurteilung, Leben oder Tod. Unterstützt von Mikael Blomkvist, der auf seiner Suche nach Gerechtigkeit die Verschwörung gegen Lisbeth unbeirrbar aufzudecken versucht, sind die beiden unweigerlich aneinander gebunden – und ihre Tour de Force steuert auf ein grandioses, Nerven zerreißendes Finale zu. Auch in Vergebung sind wieder Noomi Rapace als Lisbeth Salander und Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist zu sehen – und auch hier begeistern sie wieder, ein letztes Mal, als eines der ungewöhnlichsten Paare der Literaturund Filmgeschichte.

Technikinfos:Bildformat: 1,85:1; Ton: Dolby SRD




Eure Meinung zu "Vergebung"



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Eure Kommentare zu "Vergebung":

kitty ich freu mich auf den film! und klar wird er langatmig und irgendwann auch nervig...aber es ist einfach sauschwer so ein super buch in einen film zu pressen...hier wären auch fast 2 filme angebracht...*gg*

Werner 2509 Ich warte drauf!!!! Die beiden ersten waren super....

 




♥: Lisbeth Salander ist immer noch eine faszinierende Figur. Inszenierung deutlich über TV-Niveau
−: Streckenweise undramatisch, langatmig und vorhersehbar, Neue Nebenfiguren verschleppen die Handlung

In ganz Skandinavien zählen die Krimis der "Millenium"-Trilogie zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Im ersten Teil "Verdammnis" lernt man den Journalisten Mikael Blomkvist kennen, der durch seinen naiven, kompromißlosen Idealismus im Gefängnis gelandet ist, weil er sich mit übermächtigen Gegnern angelegt hat. Und wir lernen die exzentrische Hackerin Lisbeth Salander kennen. Gemeinsam klären die beiden einen jahrzehntealten Mord auf, der auch die Nazivergangenheit einer mächtigen Industriellenfamilie aufdeckt.

Im zweiten Teil dann begibt sich Lisbeth auf einerstört haben und sie bis heute drangsalieren. In der Öffentlichkeit gilt sie als gemeingefährliche Psychopatin. Nur Blomkvist hält zu ihr und versucht ihre Unschuld zu beweisen. Aber Lisbets Feinde sind mächtige Männer mit besten Verbindungen.

Im dritten Film "Vergebung" nun findet die Millenium-Trilogie ihren Abschluß - zumindest bis die Erben von Autor Stieg Larsson sich entscheiden , die restlichen Manuskripte freizugeben.

Lisbeth Salander liegt nach dem Showdown des zweiten Films im Krankenhaus und muss sich auf einen Mordprozeß einstellen, während Blomkvist weiter Beweise für ihre Entlastung sucht. Nach dem actionlastigen Mittelteil wird dabei einen Gang zurückgeschaltet. Die immer noch faszinierende Hauptfgur Lisbeth Salander ist über weite Strecken ans Krankenbett gefesselt oder schmollt in einer Gefängnsizelle und in Verhörzimmern vor sich hin. So zur Untätigkeit verdammt würde es jedem schwerfallen, den Zuschauer zu fesseln.


Lisbeths Partner, der Journalist Mikael Blomkvist ist zwar in Freiheit, hat aber auch nicht viel zu tun, außer seine verängstigten Kollegen bei der Stange zu halten.

Wer die Millenium-Trilogie gelesen hat, dem werden ohnehin die komplexen Charaktere der Vorlage fehlen, die für den Film eingedampft wurden. Natürlich freut man sich, wenn Lisbeth quasi vom Totenbett wieder aufsteht, sich in bester Rocky-Manier im Knast fitmacht und sich fürs Finale in ihre stachelige Punk-Rüstung wirft. Aber eigentlich kann sie hier nur warten, bis Andere für sie die Kartoffeln aus dem Feuer holen.

Im Prinzip ist die Geschichte schon zu Ende erzählt, hier werden nur die letzten offenen Handlungstränge in einer Gerichtsverhandlung miteinander verknotet, in der alle noch verbliebenen Fragen gründlich und langatmig aufgedröselt werden. Da wird langwierig ein Beweisvideo aus dem ersten Film herangezogen, auf dessen unausweichlichen Einsatz im Prozeß man aber dann ewig wartet. Und urplötzlich tauchen gegen einen korrupten Arzt völlig überraschend neue Vorwürfe auf, die bislang nie zur Sprache kamen, jetzt aber gerade Recht kommen um den Prozeß zu drehen. Da spielt Kommissar Zufall dann doch eine zu große Rolle.

Im Nachhinein fehlt dem Plot ohnehin jede Spannung, wenn die Schurken sich als pensonierte, und gesundheitlich labile Truppe von Ex-Geheimdienstlern entpuppen, die zwar Lisbeths Leben ruiniert haben, aber darüberhinaus schon längst keine Macht und keine Relevanz mehr haben. Für ein bißchen Spannung sorgt Lisbets unheimlicher Halbbruder, der aber völlig neben der Handlung existiert und dort für ein blutiges Finale aufgespart wird, das wie angeschraubt wirkt.

Spätestens wenn auch noch der schwedische Verfassungsschutz auf Seiten unserer Helden mitkämpft, hat man fast schon Mitleid mit den alten Strippenziehern. Ein ungleicher Kampf, dessen Ausgang eigentlich jedem klar sein muss.

 "Vergebung" wirkt wie der Schlussakt eines guten Films, der allerdings nicht ganz allein für sich bestehen kann. Das Finale der Millenium-Trilogie ist eine große Enttäuschung, zäh, vorhersehbar und viel zu lang.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

 

WEITERE INFOS ZUM FILM:

Stieg Larsson – Der Autor Der Millennium-Trilogie
Stieg Larsson wurde im August 1954 als Karl Stig-Erland Larsson im schwedischen Umeå geboren. Als er am 9. November 2004 in Stockholm an den Folgen eines Herzinfarkts starb, stand seine literarische Karriere gerade erst am Anfang. Drei von einer Reihe von zehn geplanten Büchern waren fertig gestellt – die Millennium-Trilogie –, veröffentlicht waren sie jedoch noch nicht.

Heute sind weltweit bereits 21 Millionen dieser Bücher verkauft – aktuell allein 3.7 Millionen in Deutschland, Tendenz weiterhin stark steigend. 2008 stand Stieg Larsson auf der weltweiten Bestseller-Liste auf Platz 2. Nur Khaled Hosseini, Autor von ,Der Drachenläufer’, verkaufte mehr Bücher. „Selten musste die Kriminalliteratur ein so begnadetes Talent wie Stieg Larsson fast im selben Atemzug Willkommen heißen und betrauern“, formulierte der englische Observer treffend.

Stieg Larssons berufliche Karriere begann 1979, als er nach Beendigung des Gymnasiums und mehreren Jahren in verschiedenen Jobs eine Anstellung bei der führenden schwedischen Nachrichtenagentur TT erhielt. Er war dort die folgenden 19 Jahre vorwiegend in der grafischen Abteilung tätig, verfasste aber auch Texte wie Hintergrundberichte und Buchkritiken. Neben seiner beruflichen Tätigkeit setzte sich Stieg Larsson stark mit dem Thema Rechtsradikalismus auseinander. Seit 1982 arbeitete er als Skandinavien-Korrespondent für die britische antifaschistische Zeitung Searchlight-Magazine; seit 1990 verfasste er diverse Essays und Bücher, die sich mit dem schwedischen Rechtsradikalismus beschäftigten, darunter „Schweden – eine neue Strategie“ (1990, gemeinsam mit Dirck Forslund, in Hans-Jürgen Schulz (Hrsg.): „Sie sind wieder da!”) und „Extremhögern“ (1991, gemeinsam mit Anna-Lena Lodenius).

Als 1995 in seinem Heimatland sieben Menschen von Rechtsextremisten getötet wurden, gründete Stieg Larsson die Stiftung „Expo“, deren Ziel es werden sollte, rassistische und totalitäre Organisationen und Tendenzen in Schweden zu erforschen und publik zu machen. Zur Stiftung gehört auch das gleichnamige antifaschistische Magazin, dessen Herausgeber und – nach Beendigung seiner Tätigkeit für TT – Chefredakteur er wurde. Bis zu seinem Tod galt Stieg Larsson als einer der weltweit führenden Experten für antidemokratische, rechtsextreme und neonazistische Organisationen. Er trat in dieser Funktion als Berater auf und hielt Lesungen an Schulen oder Einrichtungen wie dem Scotland Yard.

Als Stieg Larsson im November 2004 starb, hatte er nicht nur drei von geplanten zehn Büchern fertig gestellt, es stand auch die Handlung der Bücher vier bis sechs fest. Die Fortführung der Trilogie wurde bisher jedoch durch einen familiären Konflikt verhindert.