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Kick-Ass Film Trailer

FSK Film: 16 | Länge: 117 Min | Kinostart: 22.04.2010 | Release: 16.09.2010 (DVD&BD)
© Universal Pictures | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

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Schauspieler:Nicolas Cage, Aaron Johnson, Christopher Mintz-Plasse, Mark Strong, Chloe Grace Moretz, Omari Hardwick, Xander Berkeley, Michael Rispoli, Clark Duke, Lyndsy Fonseca, Evan Peters, Corey Johnson, Dexter Fletcher, Jason Flemyng, Randall Batinkoff

Die Story:Fast unsichtbar in der Schule und mit einem Haufen Comics im Schrank ist Dave Lizewski (Aaron Johnson) ein völlig durchschnittlicher Teenager - zumindest bis er die Entscheidung fällt, ein Superheld zu werden. Er schlüpft in ein grünes Ganzkörperkostüm, setzt sich eine Maske mit Schlitzen für Augen und Mund auf, schnappt sich zwei Bleirohrkampfknüppel und zieht als Kick-Ass in den Kampf gegen das Böse. Das einzige Problem dabei ist allerdings, dass er auf seinen nächtlichen Patrouillen nicht mal ein winziges Fünkchen Superkraft zu bieten hat und sich vor Schurken in Acht nehmen muss, die etwas mehr Power aufweisen. Doch dann gelingt ihm tatsächlich sein erster großer Kampf und so wird er zum MySpace-Helden. Ebenfalls maskiert, aber schon länger mit todbringendem Ernst im Geschäft sind zwei andere Rächer, auf die er bald darauf trifft eine unaufhaltsame 11-jährige, die ihr rasiermesserscharfes Doppelschwert als Hit Girl (Chloë Moretz) schwingt, sowie ihr panzerbrechender Vater (Nicolas Cage), der erbarmungslos als Big Daddy zupackt. Dazu gesellt sich mit Red Mist (Christopher Mintz-Plasse) noch ein weiterer Superheldennachahmer. Diese eigenwillige und durchaus energische Allianz bekommt es aber schnell auch mit mächtigen Feinden zu tun und wird durch die heimtückischen Machenschaften von Gangsterboss Frank D'Amico (Mark Strong) auf eine tödliche Probe gestellt.

Hintergrund:Fast unsichtbar in der Schule und mit einem Haufen Comics im Schrank ist Dave Lizewski (Aaron Johnson) ein völlig durchschnittlicher Teenager - zumindest bis er die Entscheidung fällt, ein Superheld zu werden. Er schlüpft in ein grünes Ganzkörperkostüm, setzt sich eine Maske mit Schlitzen für Augen und Mund auf, schnappt sich zwei Bleirohrkampfknüppel und zieht als Kick-Ass in den Kampf gegen das Böse. Das einzige Problem dabei ist allerdings, dass er auf seinen nächtlichen Patrouillen nicht mal ein winziges Fünkchen Superkraft zu bieten hat und sich vor Schurken in Acht nehmen muss, die etwas mehr Power aufweisen. Doch dann gelingt ihm tatsächlich sein erster großer Kampf und so wird er zum MySpace-Helden. Ebenfalls maskiert, aber schon länger mit todbringendem Ernst im Geschäft sind zwei andere Rächer, auf die er bald darauf trifft: eine unaufhaltsame 11-Jährige (Chloë Moretz), die ihr rasiermesserscharfes Doppelschwert als Hit Girl schwingt, sowie ihr panzerbrechender Vater (Nicolas Cage), der erbarmungslos als Big Daddy zupackt. Dazu gesellt sich mit Red Mist (Christopher Mintz-Plasse) noch ein weiterer Superheldennachahmer. Diese eigenwillige und durchaus energische Allianz bekommt es aber schnell auch mit mächtigen Feinden zu tun und wird durch die heimtückischen Machenschaften von Gangsterboss Frank D'Amico (Mark Strong) auf eine tödliche Probe gestellt. Wenn's um Action geht, macht Kick-Ass keine Gefangenen. Mit bissigem Witz und angriffslustiger Härte haut, schießt und sticht die Superheldenfantasie wild um sich. Ein lässig-erwachsener Comic-Thriller, der mit blutigen Argumenten beweist, dass Verbrecherjagd kein Kinderspiel ist.



Big Daddy & Hit Girl
Das Verhältnis zwischen Kick-Ass und Red Mist ist nicht das einzige, das kompliziert ist. Damon Macready und Mindy Macready sind Vater und Tochter mit einem ganz großen Geheimnis. Wenn sie nicht heiße Schokolode mit Marshmallows zubereiten, sind sie als Big Daddy und Hit-Girl in Aktion. Das schwerbewaffnete und kostümierte Duo begeht die organisierten Angriffe auf die Leute von D’Amico, für die er Kick-Ass verantwortlich macht. Jeder der beiden hat famose Fähigkeiten: Big Daddy kann mühelos eine Horde Schlägertypen ausschalten, während Hit-Girl souverän mit Samurai-Schwert und Ninja-Sternen umgeht. Gemeinsam sind die beiden nicht aufzuhalten und sie bilden eines der bemerkenswertesten Superhelden-Teams der Leinwand.

Hit-Girl wird von der inzwischen 13jährigen Chloë Grace Moretz gespielt, die der Figur eine funkelnde Ausstrahlung verleiht, die an Jodie Foster in „Taxi Driver“ und Natalie Portman in „Leon“ erinnert. Die Rolle verlangt eine knallharte Einstellung, athletischen Körpereinsatz sowie eine unerwartet emotionale Komponente als die Ereignisse eine neue Richtung bekommen. Anders als bei seiner Suche nach dem „Kick-Ass“-Darsteller musste Vaughn nicht lange auf sein passendes Hit-Girl warten.
 
„Ich habe nur zwei Mädchen gesehen”, erzählt er. „Chloë kam, sprach vor und das war es.“ Zum Vorsprechen holte Vaughn auch Charlie Cox, seinen Star aus „Der Sternwanderer“. „Ich wollte, dass Moretz sich wohlfühlt, und Charlie ist ein sehr netter Typ“, sagt Vaughn. „Nach der Hälfte der ersten Aufnahmen schaute er mich an und flüsterte ‚ich muss einen Zahn zulegen’. Ich lachte nur, aber war selbst verblüfft. Das passierte mit jedem Schauspieler – sie sprachen zu ihr wie zu einer Siebenjährigen. Doch sobald ich ‚Action’ rief, sagten alle ‚Ich werde von einem Kind in den Schatten gestellt’. Nach zwei Wochen behandelte sie niemand mehr als ein Kind.“

Für Moretz war die Rolle ein Geschenk. „Einen Monat, bevor ich die Rolle erhielt, kam ‚Wanted’ in die Kinos“, erzählt sie. „Die Werbung war auf jedem Bus und ich dachte ‚mein Gott, ich will so eine Figur wie Angelina Jolie spielen, eine starke Frau, die die Kontrolle übernimmt’“. Solche Rollen sind traditionell selten für einen Teenager, doch Moretz hatte Glück. „Dann kam ‚Kick-Ass’ und beim Vorsprechen war ich völlig nervös. Als ich die Rolle bekam, habe ich drei Tage lang vor Freude nur noch geschrien, so sehr habe ich mich auf diesen Fantasy-Film gefreut, in dem ich das Kostüm einer Superheldin trage.“

Nicolas Cage, der Big Daddy spielt, schwärmt von seiner jungen Kollegin in höchsten Tönen. „Ich mag Chloë sehr“, sagt er. „Mir war klar, dass ihre glänzende Leistung sie zu einem enormen Star machen wird. Am letzten Drehtag schenkte ich ihr einen kleinen Seestern von Tiffany. Denn echte Stars sind nette Menschen – und genau das ist sie.“

Die Mitwirkung von Cage an „Kick-Ass“ war für Vaughn wie ein Kinderspiel, schließlich gilt er seit langem als einer der berühmtesten Comic-Fans von Hollywood. Er trat in einigen Comic-Verfilmungen auf, bevor er 2007 in „Ghost Rider“ spielte. Als Big Daddy in „Kick-Ass“ konnte Cage dem Superhelden-Genre nun ganz neue Impulse geben.

„Comic-Verfilmungen sind für mich die perfekte Form der Unterhaltung“, sagt er. „Auf gewisse Weise sind sie wie moderner Western.“ Cage hatte die Wahl zwischen der Rolle des Frank D’Amico und Damon und er entschied sich schnell für Damon. „Für mich liegt das Herz der Geschichte in der Beziehung von Big Daddy zu Hit-Girl. Dort finden die Gefühle statt.“

“Ich wollte einen Star für diese Rolle”, sagt Vaughn. „Mir gefällt es, wenn die Hauptrolle von einem unbekannten Schauspieler verkörpert wird, dann nimmt man ihm die Rolle viel leichter ab. Aber Big Daddy brachte den Flitter, der dem Film die nötige Aufmerksamkeit verschafft. Ich dachte, Cage konnte einiges zu dem Projekt beitragen. Aber ich ahnte nicht, wie groß dieser Beitrag ausfallen würde.“

Tatsächlich gelang es Cage nicht nur, den grenzwertig wahnsinnigen Damon liebenswert und menschlich zu machen, sondern er brachte auch viel Humor in den Film ein. In jener Szene, wo Big Daddy und Hit-Girl das Schlafzimmer von Dave Lizewski betreten, gibt Cage eine perfekte Imitation von Adam West, der in den 60er Jahren den berühmten „Batman“ im Fernsehen spielte.

„Big Daddy ist meine Ode an Adam West, der für mich der einzige wahre Batman ist. Ich bin mit den Filmen von Adam West aufgewachsen und für mich ist er unerreicht“, sagt Cage. „Er hat diesen ganz eigenen Rhythmus und ich wollte ihm ein bisschen meine Reverenz erweisen. Schauspieler wie er und William Shatner haben für mich eine ganze kulturelle Bewegung ausgelöst.“

„Ich habe mich bei den Proben fast totgelacht“ sagt Johnson über die Darstellung von Cage. Wobei die Anspielungen auf Batman und West durchaus beabsichtigt waren, was bereits am Kostüm von Big Daddy zu sehen ist. „Matthew wollte, dass ich einen gelben Gürtel trage”, erinnert sich Cage. „Das erinnerte mich so sehr an den Batman der TV-Serie, dass ich Damon auch als Figur an Adam West anlehnen wollte.“

Vaughn war allerdings wichtig, dass die Kostüme ihre Eigenständigkeit bewahrten. „Die Maske unterscheidet sich sehr von der ‚Batman’-Maske“, sagt der Regisseur. „Mich erinnert es an eher an ‚Das Phantom im Paradies’ von Brian de Palma. Der Rest besteht aus Dingen, die man im Internet kaufen kann. Der Großteil seines Kostüms, die Schultern und die Polster, stammt von der französischen Bereitschaftspolizei. Es ist die ideale Ausstattung für einen Kampf.“

Wenn sie die Kostüme ablegen, ist das Verhältnis von Damon und Mindy sehr emotional – wobei die Beziehung etwas anders ausfällt als das übliche Vater-Tochter-Verhältnis.

„Ich würde sagen, er ist ein Typ, der seine Tochter wirklich liebt, aber er hat dabei seine Probleme“, erläutert Cage. „Die Gedanken an Wut und Rache verwirren ihn. Und er verliert fast seinen Verstand, um seine Tochter vor gefährlichen Situationen zu schützen. Er glaubt, dass ihr das Geschenk eines Butterfly-Messers das Leben retten kann.“
Ergänzend führt er fort: „Ich wollte, dass Damon der beste Vater ist. Für mich war dies der Gegenpol zum Verhältnis von Big Daddy und Hit-Girl.”

Hit-Girl greift an
Mit einer Szene wird die Haltung von Kick-Ass besonders deutlich. Als der Held ein Drogenversteck aufstöbert, wird er von Rowdys überwältigt. Zu seiner Überraschung erlebt er, wie sich plötzlich ein Samurai-Schwert durch den Körper seines Angreifers bohrt – mit dieser Einlage gibt das Hit-Girl ihren ersten Auftritt. In vollem Kostüm und mit einer lilafarbenen Clara Bow Perücke stellt sie sich in Kampfposition und sagt ein böses Wort, das nette Mädchen üblicherweise nicht benutzen. Die Vorlage stammt aus dem Comic, doch fast hätte es die Szene im Film nicht gegeben.

„Im Drehbuch gibt es dieses Schimpfwort nicht, das steht lediglich im Comic“, erzählt Vaughn. „Es gab einige Spekulationen von Fans und vorab schon Beschwerden, dass der Film auf den einprägsamen Ausdruck verzichten würde. Ich dachte eigentlich, es ginge zu weit, das könne ich nicht machen. Dann drehten wir trotzdem alle Szenen und es gab überhaupt keine Probleme. Chloës Mutter Teri kannte das Comic und verstand, welche Bedeutung dieses Wort hatte. Sie und Chloë waren einverstanden, dass wir eine Einstellung drehten, wo sie diesen Ausdruck sagt.“ Teri erinnerte alle Anwesenden: „Es ist das Hit-Girl, das dieses Wort ausspricht und nicht meine Tochter.“ Auch für Chloë waren damit die Grenzen gezogen. „Natürlich habe ich dieses Wort schon gehört. Aber falls ich es je außerhalb dieser Rolle sagen würde, bekäme ich von meinen Eltern wohl für den Rest meines Lebens Hausarrest!“
Das Hit-Girl sollte allerdings nicht allein durch die Wahl ihrer Schimpfworte definiert werden – schließlich sorgt sie für den Kick in „Kick-Ass“.

„Am Ende der Dreharbeiten konnte sie mich und Chris zusammen auf den Boden werfen“, sagt Johnson. „Sie wurde ein Mini-Schwarzenegger!”. Das Hit-Girl mäht Scharen von D’Amicos Henkern nieder, sie ist ein unaufhaltsamer, bis auf die Zähne bewaffneter Wirbelwind. Manche mögen das ‚unverantwortlich’ finden, doch das trifft nicht den Kern. „Sogar meine Agentin hatte Hemmungen“, lacht Mark Strong. „Damals sagte sie zu mir: ‚Da bringt ein zwölfjähriges Mädchen Leute um und kommt davon. Ist das moralisch richtig?’ Ich dachte nur: ‚Das ich mir egal, das verspricht großen Spaß!’.“

Ergänzend führt er fort: „Durch den cleveren Einsatz der Musik macht Matthew deutlich, dass dies nicht die Wirklichkeit ist, sondern eine Comic-Welt. Die Gewalt, die man im Film sieht, ist zu 100 Prozent hyper-real“, ein typisches Kennzeichen für das Rache-Fantasy-Genre, in dem der Film handelt.

Im Unterschied zu Johnson, dessen Rolle kein Training verlangte, musste Moretz sich in Form bringen. „Ich habe viel trainiert“, sagt sie mit einer gewissen Untertreibung. „Vier bis fünf Monate vor Drehbeginn habe ich mit dem Training angefangen. Es war verrückt. Ich habe tausend Crunches pro Nacht gemacht, dazu 70 Liegestütze und 70 Klimmzüge.“ Zum Training gehörte auch der Umgang mit den Waffen des Hit-Girls, insbesondere mit dem Butterfly-Messer. „Es ist wie eine dritte Hand“, sagt sie. „Es hat eineinhalb Monate gedauert, bis ich die Technik beherrscht habe. Und ich kann es noch immer. Wenn mir langweilig ist, spiele ich mit einer Attrappe zwischen meinen Fingern.“

Hit-Girl steht im Mittelpunkt der meisten Actionszenen von „Kick-Ass“, zugleich setzen diese Sequenzen die stilistischen Akzente: Von der Schießerei im Stroboskop-Flackern, die an ein brillantes Videospiel erinnert, über die lärmende Sequenz bei Rasuls bis zum Höhepunkt, dem Showdown in der Wohnung von D’Amico. „Ich wollte jede Actionsequenz anders und einzigartig gestalten“, erläutert Vaughn. „Actionszenen mit wackeliger Kamera und schnellen Schnitten langweilen mich. Gute Action ist viel mehr als die Kamera durch die Gegend zu wirbeln. Ich will lieber wissen, wer etwas wo und wie tut.“

Der Regisseur fährt ergänzend fort: „Die Stroboskop-Sequenz ermöglichte es uns, Zeitlupe zu verwenden, ohne dass es wie ein Mätzchen wirkt. Die Szene gehört zur Geschichte dazu. Mein second unit-Team meinte, ‚Stroboskop klingt doof’. Aber die SWAT-Eliteeinheiten benutzen das in Amerika. Also haben wir uns so ein Flackerlicht besorgt und in den Toiletten installiert. Wir schalteten das Licht aus, machten das Stroboskop an und ich sagte meinen Leuten: ‚Jetzt schlagt mich’. Doch das gelang ihnen nicht, weil das Licht zu grell ist. In dieser Szene kämpft ein kleines Mädchen und wir mussten plausibel machen, wie sie all diese Leute ausschalten kann. Also knipst sie das Stroboskop an und beginnt mit der Prügelei.“

In einer anderen herausragenden Actionsequenz nimmt es Big Daddy mit einer Armada von D’Amicos Henkern auf – eine Szene, die mit einer einzigen Einstellung gedreht wurde. „Als ich erklärte, was ich wollte, waren alle entsetzt“, lacht Vaughn. „Aber ich wollte vermeiden, was ich gerne als Hong Kong-Blödsinn bezeichne: Da kämpft ein Held gegen hundert Leute und jeder von denen wartet, bis er mit dem Kämpfen an die Reihe kommt. So etwas macht mich wahnsinnig, ich brauchte also eine andere Choreographie, sonst wäre Big Daddy gleich von dem Typen mit dem Gewehr erledigt worden. Dieser Realismus war mir wichtig. Als Regisseur ist mir der Stil wichtig, aber Stil ist nicht wichtiger als Inhalt. Ich möchte die Dinge stilbewusst und cool aussehen lassen, aber alles soll immer auch einen Grund haben.“

True Believers
In vielfacher Weise ist „Kick-Ass” die ultimative Comic-Verfilmung. Wie die Vorlage von Millar/Romita steckt die Verfilmung voller Anspielungen auf andere Comics und Superhelden: „Keine Macht. Keine Verantwortung“ ist ein Seitenhieb auf den Spider-Man Spruch „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“. Es gibt zahlreiche Verweise auf „Batman“ und „Superman“ und der Film spielt ständig mit den Regeln und Konventionen des Genres.
„Es ist ein Liebesbrief an Comicbücher“, sagt Vaughn in Anspielung auf ein Zitat von Goldman und Millar. „Es eine postmoderne Comicbuch-Verfilmung, ein Comicbuch-Film für unsere Zeit. Ich habe das Gefühl, dass Comic-Verfilmungen inzwischen zu wenig inspiriert sind. Die Zeiten der Standard-Superhelden sind vorbei, und ich schätze, die Kids wissen das.“

Deshalb war es Vaughn wichtig, dass der Ton frech und zugleich respektvoll ausfällt und das Spiel mit den Konventionen des Superhelden-Genres unangestrengt bleibt. „Es gibt definitiv Elemente der Parodie, aber hinter allem steckt eine große Zuneigung. Es ist die Hommage an etwas, das ich liebe und nicht lächerlich machen möchte.“

Ergänzend sagt Vaughn: „Ich wollte eintauchen in die Welt der Comicbücher. Es ging darum, all das, was ich so liebte, zu dekonstruieren – nicht zu zerstören. Es gibt keinen einzigen negativen Aspekt in der Darstellung der Figuren, einmal abgesehen von Frank. Er ist der einzige, der ein Problem mit Superhelden hat. Alle anderen denken, sie sind cool.“


Eure Meinung zu "Kick-Ass"



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Eure Kommentare zu "Kick-Ass":

Steven Hab ich vorgestern gesehen. War lustig und unterhaltsam

DerJochen Wie kann man so einem FIlm 9/10 Punkte geben? Bis das Mädchen alle Schwarzen sinnlos getötet hat war der Film noch recht ansehnlich realistishc. Danach war er für mich gegessen. Absoluter Schrott!!

Blip war heut im film drin.der is voll cool besonders hitgirl geht ab.metzelt fast alles ab

king size mörder film. war echt gail in der preview.gleich mal bei facebook geaddet :D

o.G. wie heißt das Lied ab 1:48 ???

killerplautze wird bestimmt lustig.

^^ oh gott, das ist aaron johnson? OMG in fontalknutschne sah der ja noch relativ süß aus,aber jetzt?? aber die idee find ich ja total witzig

Lady GaGa Dieses Zeichen, das aussieht wie ein Pimmel, steht auch in unserem Rathaus. . . .

red mist der film is voll geil!!!!

bob Ass kick ... lol

kick-ass production wir haben hier mal nen kurzfilm zwischen geschoben, damit wir unsere akteure nicht in die Kurzarbeit schicken müssen.

downunder würde gerne mehr sehen ! =)

mug Ok wieder n Film den ich nach 2 Minuten vergesen hab.

Radul LLLLLOOOOOOOOOOOOLLLLL

:) gefällt mir :)

deNni nun will ich mehr sehen D; xD

 




♥: Keine Verfilmung von der Stange, hart und überraschend
−: kommt etwas langsam in Gang, Killerkinder dürften einige Zuschauer abschrecken

Warum gibt es eigentlich im wahren Leben keine Superhelden ? Diese Frage stellt sich der junge Comic-Fan Dave Lizewsky. Seine Freunde haben darauf eine einfache Antwort: Weil niemand Superkräfte hat. Dave hat immerhin eine: Er ist für die Mädchen an seiner Schule unsichtbar. Keine guten Vorraussetzungen, aber Dave macht sich trotzdem daran, die Welt zu verbessern. Das Kostüm wird kurzerhand im Internet geordert, dann noch ein bisschen trainiert und dann gehts ab auf die unsicheren Straßen. Der erste Einsatz ist jedoch beinahe auch sein letzter. Dave bezieht die Prügel seines Lebens. Aber auch der Krankenhausaufenthalt kann ihn nicht umstimmen. Sein nächster Einsatz verläuft schon deutlich erfolgreicher und dank der Kamerahandys von ein paar Schaulustigen wird Kick-Ass zum Internet-Helden. Allmählich wird Dave immer mutiger. Aber einem Drogendealer Manieren beibringen zu wollen ist vielleicht keine so gute Idee. Bevor Kick-Ass jedoch von der Gang niedergemacht wird bekommt er Hilfe. Hitgirl und ihr Vater Big Daddy sind nämlich schon länger in der Superheldenbranche aktiv und löschen kurzerhand die gesamte Bande aus. Kick-Ass ist geschockt. Aber das ist erst der Auftakt eines Abenteuers, dass immer mehr außer Kontrolle gerät.

DIE STARS

Der bekannteste Name ist hier sicherlich Nicholas Cage. Dabei steht er aber nur selten im Mittelpunkt und ist auch dann meist hinter der Maske eines selbstgebastelten Batman-Outfits versteckt. Der Name Mark Strong sagt vielen wohl nicht, dabei hat er schon in Dutzenden Filmen markante Schurken gespielt, am prominentesten vielleicht in Guy Ritchies Sherlock Holmes. Am meisten Aufsehen wird Chloe Moretz erregen. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war sie erst 12, hatte aber bereits reihenweise Rollen in TV-Serien und Filmen. Ähnlich siehts beim eigentlchen Hauptdarsteller Aaron Johnson aus, der im wahren Leben viel besser aussieht, als er in Kick-Ass zeigen darf. Von dem wird man noch viel sehen. Christopher Mintz-Plasse komplettiert den nerdigen Teil der Besetzung, bekannt wurde er mit der Kultkomödie Superbad. Regisseur Matthew Vaughn hat sämtliche frühen Filme von Guy Ritchie mitproduziert. Er selbst hat vor Kick-Ass erst zwei Filme inszeniert, aber jeder von denen ist etwas ganz besonders. Da ist der Gangster-Thriller Layer Cake, mit dem Daniel Craig seine Bond-Tauglichkeit beweisen konnte und das Fantasy-Märchen Der Sternwanderer


DER KICK
Nach dem Ansehen des Trailers erwartet man eine schräge Superheldenkomödie, mit trashigen Kostümen und Helden mit mächtigen Macken. Das ist Kick-Ass auch, aber doch auch noch viel mehr. Es ist fast schade, das hier zu verraten, und die Überraschung im Kino für viele ein bißchen zu mildern. Aber gleichzeitig müssen einige Leute auch vor dem Film gewarnt werden. Denn Kick-Ass ist (die plumpe Anspielung muss jetzt sein) ein echter Arschtritt. Eine Mischung aus Superbad und Kill Bill. Eine ganze Weile sieht der Film wie eine etwas günstige Spiderman-Parodie aus, mit drei nerdigen Freunden, die ständig auf die Mütze bekommen und von der ersten Freundin träumen. Aber dann fließt Blut und Körperteile fliegen. Das Außergewöhnliche dabei: auch in dieser Phase werden die Sorgen des selbsternannten Helden Dave weiter ernstgenommen, besonders seine Zweifel ob das Heldendasein angesichts der wachsenden Leichenberge wirklich das Richtige für ihn ist. Auch der Humor bleibt im brutalsten Gemetzel nicht auf der Strecke. Erschwerend kommt hinzu, dass hier eine 11-jährige mitmischt und dabei auch selbst einiges abbekommt. Das ist zweifellos nichts für Zartbesaitete.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

Weitere Infos zum Film Kick-Ass
In jeder Superhelden-Geschichte gibt es ein böses Genie - eine Regel, die ausnahmslos gilt. In diesem besonderen Fall trägt das böse Genie jedoch keinen Umhang, es lebt in keinem erloschenen Vulkan oder will mit schrecklichen Gräueltaten die Gesellschaft in die Knie zwingen. Stattdessen schreibt es lesesüchtig machende, oft pervers lustige und sehr verdrehte Comicbücher. Von seiner radikalen Neuerfindung von Supermans Ursprüngen „Red Son“ über die Umwandlung von Marvels erstem Superheldenteam, „The Avengers“, in „The Ultimates“ bis zu „Wanted“, jene ‚Bösewichte-als-punkgefärbte-Helden’-Serie, die 2008 zum Kinohit mit James McAvoy, Morgan Freeman und Angelina Jolie führte. Das böse Genie in diesem Fall ist Mark Millar.

Eines Tages hatte er eine Idee, aus der in kürzester Zeit nicht nur „Kick-Ass“, das Comicbuch entstand, sondern „Kick-Ass“, der große Kinofilm. „Ich zeichne etwas und entwickle dann ganz organisch die Story darum“, sagt Millar. „Ich hatte diese Zeichnung von zwei Superhelden - ein junges Mädchen, gekleidet wir Robin und einen großen Typen, gekleidet wie Batman. Ich mochte diese beiden Figuren und wollte etwas mit ihnen anstellen. Aber ich spürte, dass sie zu übertrieben wären als Hauptfiguren.“

Ergänzend fährt er fort: „Dann erinnerte ich mich an meine Kindheit. Mit 14 Jahren hatte ich die Idee, in Glasgow das Verbrechen zu bekämpfen. Das ist zwar nicht geschehen, aber ich fand es eine interessante Geschichte. Ich hatte die Zeichnung eines Superhelden, der in seiner ersten Nacht erstochen und von einem Taxi überfahren wird. Da wurde mir klar, dass die beiden Projekte zusammen passen.“

So war die Idee zu „Kick-Ass” geboren, in der Millar die Frage stellt: ‚warum versucht niemand, ein Superheld zu werden?’ und als Antwort ein Trommelfeuer aus  außergewöhnlicher Gewalt, bizarren Figuren und wahnsinnigen Dialogen bietet. Er begann die Arbeit an seinem Comic mit dem Künstler John S. Romita Jr., doch nach dem Erfolg von „Wanted“ überlegte er, wie er sein neues Baby gleich auf die Leinwand bringen konnte. Am Telefon sprach er über die Idee mit seinem alten Kumpel, dem britischen TV-Moderator und Comic-Fan Jonathan Ross. Er wiederum erzählte davon seiner Frau Jane Goldman, der Koautorin von „Der Sternwanderer“.

„Ich glaube, Mark hat Millionen brillanter Ideen, aber ich erkannte, warum er diesmal so begeistert war und ich teilte diese Begeisterung“, sagt Goldman. „Es ist eine dieser brillanten Ideen, wo man denkt: ‚Gott, hat das noch niemand gemacht? Das ist wahnsinnig!’. Diese einfache Grundidee ist wirklich neu: Eine Figur, die Superhelden liebt, möchte selbst einmal einer werden – allerdings besitzt er überhaupt keine  Kräfte.“

Goldman erzählte die Idee ihrem Autoren-Partner Matthew Vaughn, dem Regisseur von „Der Sternwanderer”, der sich gerade nach neuen Projekten umsah und mit „Kick-Ass“ die perfekte Wahl fand.

„Ich war ein Fan der Arbeiten von Mark“, erzählt Vaughn. „Wir haben uns wirklich gut verstanden. Er erzählte mir seine Idee und ich fand das Konzept großartig. Er besuchte mich in meinem Haus, für mich der Ort für die besten kreativen Treffen. Wir verbrachten einen Nachmittag damit, den gesamten Film zu entwickeln. Dann sagte ich zu ihm: ‚Ich bin dabei.’“ Damit hatte „Kick-Ass” nach seinem bösen Genie und auch seinen Helden.

Vom Papier auf die Leinwand? Nicht ganz!
Von Anfang an unterschied sich „Kick-Ass“ von anderen Comic-Verfilmungen, denn hier wurden Film und Comic gleichzeitig entwickelt. Als die Dreharbeiten begannen erschien gerade die dritte Ausgabe des „Kick-Ass“-Hefts. Bei Drehende kam Ausgabe 5 an den Kiosk. Und mit Ausgabe 8 erschien vor wenigen Monaten das letzte Heft, noch während Vaughn die letzten Feinheiten am Film vornahm.

Die Grenzen zwischen Comic und Verfilmung verschwanden weiter als je zuvor, weil Vaughn und Goldman auch eng mit Millar und seinem Illustrator John S. Romita Jr. zusammen arbeiteten. So zeichnete Romita eine animierte Comicbuch-Sequenz im Film, die die Ursprünge von Big Daddy und Hit-Girl erklärt. Damit wurde nicht nur die Handlung für beide Medien gemeinsam gestaltet, sondern auch ein gleiches Aussehen geschaffen. So sieht das Kostüm von „Kick-Ass“ in Comic und Film identisch aus, weil beide Teams gemeinsam daran arbeiteten. „Auf eine seltsame Weise fand ich das alles sehr anregend, denn viele gute Ideen und Experimente passierten zur gleichen Zeit“, erläutert Vaughn. „Das nutzte dem Drehbuch und ich glaube, es nutzte dem Comic – es war wie ein großes Tennisspiel.“

Vaughn und Goldman legten viel Wert darauf, dass ihr Film mehr war als nur eine Blaupause von Millars Buch. Als die beiden mit ihrem Drehbuch begannen, hatte Millar erst die Handlung für die ersten drei Ausgaben entwickelt, wodurch sie ihrer Filmversion eine eigene Richtung geben konnten. So bekommt beispielsweise der Big Daddy von Nicolas Cage im Film einen anderen Hintergrund als im Comic und auch der Höhepunkt fällt bei Vaughn viel explosiver aus.

Für das Drehbuch schrieb Vaughn eine erste Fassung, die sich auf Struktur und Story konzentrierte. Diesen Entwurf ergänzte Goldman mit Dialogen und der Charakterisierung der Figuren. „Ich schreibe sehr gerne gemeinsam mit Jane“, sagt Vaughn. „Dabei bin ich der Typ, der den Bauplan des Hauses zeichnet. Danach kommt sie und sagt: ‚Ein nettes Haus, aber ich hätte da einige Verbesserungen’. Und dann verwandelt sie dieses Haus in ein richtiges Heim. Ohne Jane wäre ich ziemlich verloren.“ 

Mit dem Skript in der Hand war es an der Zeit, mit „Kick-Ass“ loszulegen. Es gab lediglich ein Problem: Niemand wollte zugreifen. Wie schon „Wanted“ war „Kick-Ass“ ein unabhängiges Werk, dessen Rechte und Kontrolle beim Autor lagen. Damit hatte Millar die carte blanche für die Umsetzung und Vaughn wollte diese Freiheit für seine Verfilmung beibehalten. Dazu gehören Sequenzen, in denen ein elfjähriges Mädchen Scharen von schwer bewaffneten Männern mit Samurai-Schwert, Gewehren und einem Butterfly-Messer besiegt. Doch die großen Studios von Hollywood sahen die Dinge anders.

„Alle lehnten ab“, erinnert sich Vaughn. „immerhin kam dieses ‚Nein’ sehr schnell, was nicht üblich ist, denn solche Entscheidungen werden gerne auf die lange Bank geschoben. Die meisten sagten, das Konzept würde ihnen gefallen, aber nur wenn es mit Jugendfreigabe umgesetzt werde…und ohne Hit-Girl.“ 

Entschlossener denn je entschied sich Vaughn für eine unabhängige Finanzierung von „Kick-Ass“. Das Geld kam schnell zusammen, im September 2008 begannen die Dreharbeiten in den Londoner Elstree Studios und an zahlreichen Schauplätzen in Toronto, das als Double für New York diente. Erste Ausschnitte des Films präsentierte Vaughn unter begeistertem Beifall bei der San Diego Comic-Con im Juli 2009 und auf der Empire magazine’s Movie-Con in London im August. Im Internet machte die Begeisterung der Fans schnell die Runde und schuf eine große Erwartungshaltung für den Film. „Aber es gab einen Moment, als ich dachte, wir würden keinen Verleih finden“, erläutert Vaughn.

Den fertigen Film zeigte Vaughn erneut den Studios. Nun konnten sie die farbenprächtigen Kampfszenen sehen, den frechen Ansatz und den unaufhörlichen Strom großartiger Witze. Es dauerte nicht lange, bis zwei Studios den Verleih zusagten: Lionsgate für die USA und Universal für Großbritannien.  

Die Besetzung von „Kick-Ass“
Es wäre sehr schwierig für Vaughn gewesen, „Kick-Ass“ zu drehen ohne einen …Kick-Ass. Dieses Szenario drohte noch mitten in den Produktionsvorbereitungen, denn Vaughn konnte einfach keinen Darsteller für seinen Helden in gelben Stiefeln finden, den zum Helden verwandelten Teenager Dave Lizewski.

„Ich hätte den Film fast um sechs Monate verschoben“, erzählt Vaughn. „Wir hatten alle anderen Rollen besetzt, aber ohne den richtigen Dave? Unvorstellbar!“

Vaughn wollte unbedingt, dass diese Rolle eines New Yorker Teenagers nicht von einem Engländer gespielt werden sollte. „Ich war paranoid – als ein britischer Regisseur, der in England mit einem britischen Team dreht kam es mir vor, als würden wir einen umgekehrten Dick van Dyke machen“, lacht Vaughn. „Das Problem war, dass die Typen bei den Probeaufnahmen als Streber überzeugten, aber nicht bei den Szenen mit Gefühl und Herz. Dafür fanden wir nichts passendes.“

Dann schlugen Casting Director Sarah Finn und Lucinda Syson dem Regisseur vor, das Band eines jungen Schauspielers namens Aaron Johnson anzuschauen, den Vaughn zuvor bereits ungesehen abgelehnt hatte. Als er das tat, begann in Vaughn der Star-Entdecker zu erwachen, wie es zuvor schon bei Vinnie Jones, Sienna Miller und Daniel Craig der Fall war. „Ich wollte eigentlich sofort sagen, ‚Du bekommst die Rolle’. Aber dann habe ich mich zunächst zurückgehalten“, erläutert Vaughn. „Ich fragte, ob er aus Los Angeles oder New York stamme. Als er antwortete, er komme aus Little Chalfont, hielt es das für einen Scherz. Ich sagte, ‚du hast einen verdammt guten britischen Akzent’.“ Darauf meinte mein Casting Director, dass er wirklich Engländer sei, weswegen ich ihn am Anfang abgelehnt hätte.

Johnson, der zuletzt den jungen John Lennon in Sam Taylor-Woods „Nowhere Boy” spielte, war begeistert von seiner neuen Rolle mit dem exotischen Namen Dave Lizewski – die Figur ist nach einem Fan von Millar benannt, der diese Ehre bei einer Wohltätigkeitsauktion ersteigerte. Besonders gefiel Johnson der Umstand, dass er nicht wie andere Darsteller von Superhelden wochenlang hart für seine Rolle trainieren musste, schließlich hat Kick Ass ein etwas anderes Aussehen und ihm fehlen die üblichen Fähigkeiten. „Matthew meinte, ich müsse mich nun im Fitness-Studio zurückhalten“, lacht Johnson. „Ich sollte Gewicht verlieren, dünner und knochiger aussehen, damit der Neopren-Anzug wirklich zu groß wirkt. Aber ich war zufrieden mit einem Training, bei dem man nur auf dem Sofa sitzt und Cracker ißt.“

Für Johnson lag der Reiz seiner Rolle jedoch nicht nur am Mangel von Muskeln. „Für mich ist das ein junger Typ, ein Comic-Fan, der bei Mädchen etwas schüchtern wirkt. Er hat keine besonderen Stärken - genau darum geht es. Um Aufmerksamkeit zu erhalten, will er ein Superheld werden, und das macht die Sache interessant.“

Auf den Namen „Kick-Ass“ kam Millar, weil er überzeugt ist, dass sich ein Teenager als Superheld genauso nennen würde. Bei seiner ersten Mission stechen zwei Autodiebe auf ihn ein und er wird von einem Auto überfahren. Danach liegt er mehrere Wochen im Krankenhaus, wo er Metallplatten in den Rücken bekommt. Diese Platten und einige abgestorbenen Nerven machen Kick-Ass unempfindlich gegen Schmerzen.

Mit neuem Mut stürzt er sich in neue Abenteuer, als er einen Überfall verhindert, wird sein Kampf von einem zufällig anwesenden Kamerateam gefilmt. Der Clip landet auf YouTube und entwickelt sich zu einem Internet-Phänomen. Fortan werden seine Abenteuer zunehmend haarsträubender, erst recht, als Mafia-Boss Frank D’Amico (Mark Strong) ihn beschuldigt, seine Organisation zu verwüsten. Als er Big Daddy und Hit Girl kennen lernt, gerät Kick-Ass – als Film und Figur – in eine Welt voll haarsträubender Gewalt und surreal frecher Komik. „Hier mischt sich Teenager High School-Humor mit düsterer, verzweifelter Gewalt“, erläutert Johnson. „Für mich ist es wie ‚Superbad’ trifft ‚Kill Bill’.“ 

Bestens vertraut mit „Superbad“ ist Christopher Mintz-Plasse, der in dieser urkomischen Coming-of-Age-Comedy von Greg Mottola als McLovin zu sehen war. In „Kick-Ass“ spielt er Red Mist, einen Superhelden. der sich aus zweifelhaften Motiven mit Kick-Ass anfreundet.

Mintz-Plasse hatte sich auch für die Rolle des Dave beworben („Ich hatte wohl zuviel Energie und Charisma“ lacht er), bevor ihm Vaughn den Red Mist anbot. Umgekehrt hatte sich Johnson ursprünglich für die Rolle von Red Mist interessiert, bevor er das Angebot als Kick-Ass erhielt.

Weil Millar im Comic die wahre Identität von Red Mist noch nicht enthüllt hatte, nutzten Vaughn und Goldman die Gelegenheit, ihn zum Sohn des wahren Bösewichts D’Amico zu machen. Goldman nannte ihn sogar nach dem Schauspieler Chris D’Amico. „Ich hatte beim Schreiben der Dialoge schon Chris im Kopf“, lacht sie. „Davon habe ich ihm nie etwas erzählt, weil es etwas lahm klingt.“

„Etwas lahm“ ist eine perfekte Beschreibung für Red Mist, einem reichen Kind, das vergeblich die Zuneigung seines Vaters erreichen möchte, der den Sohn jedoch zu schwach findet, um die Familiengeschäfte zu übernehmen. Dass sich Red Mist beim Sprung von einem Müllcontainer fast den Knöchel bricht, entspricht der Einschätzung von Frank: „Wer mich sieht wird mich wohl schwerlich für einen Superhelden halten“, erläutert Mintz-Plasse. „Aber als echter Comic-Freak weiß er eben, was einen Superhelden ausmacht und was er benötigt.“ 

Zur richtigen Ausrüstung des Superhelden gehört ein auffallendes, selbstgemachtes Kostüm, das aussieht wie ein Neopren-Anzug, der im Internet gekauft wurde (was auch der Fall ist). Noch eindrucksvoller ist das Mistmobile, ein aufgemöbelter Ford Mustang, mit dem er durch die Straßen von New York fährt. In einer der witzigsten Szenen des Films tanzen Kick-Ass und Red Mist im Auto wie zwei betrunkene Väter auf einer Hochzeit zu Gnarls Barkleys „Crazy“. „Wir haben nur herumgealbert“, sagt Johnson. „Wir saßen da und haben diesen Tanz gemacht. Matthew meinte: ‚Das könnte ich benutzen’. Und das hat er getan.“

Mintz-Plasse konzentrierte sich vor allem darauf, nicht in Panik zu verfallen. „Es sieht sehr lustig aus, aber für mich war es Stress“, gesteht er. „Das Auto hat eine Gangschaltung, was völlig ungewohnt für mich war. Ich musste mit einem 200.000 Dollar teuren Auto das Schalten lernen. Matthew drohte: ‚Wenn du das verpatzt, werde ich deine Karriere herunterschalten!’. Aber ich blieb unfallfrei.“