Verlobung Auf Umwegen Film Trailer
FSK Film: 6 | Länge: 100 Min | Kinostart: 09.09.2010 | Release: 18.01.2011 (DVD&BD)
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Schauspieler:Amy Adams, John Lithgow, Matthew Goode, Kaitlin Olson, Adam Scott, Peter O'Meara, Michael J. Reynolds, Annika Hammerton, Martin Sherman, Flaminia Cinque, Brian Milligan, John Burke, Mali Harries, David Herlihy, Michael FitzGerald, Amy De Bhrun, Una Carroll, Declan Mills, Claire Hilary McMahon, Robert Bannon
Die Story:Als ihr vierter Jahrestag ohne Heiratsantrag vergeht, nimmt Anna (Amy Adams) die Sache selbst in die Hand: Die zielstrebige junge Frau fliegt ihrem Freund Jeremy (Adam Scott) nach Dublin hinterher, um ihm, einem alten irischen Brauch folgend, am 29. Februar selbst einen Heiratsantrag zu machen. Doch das Wetter und das Schicksal scheinen sich gegen die verwöhnte Wohlstands-Amerikanerin verschworen zu haben und so landet sie auf der anderen Seite von Irland. Um doch noch pünktlich in Dublin anzukommen, ist sie auf die Hilfe des gutaussehenden aber von ihrem Charme gänzlich unbeeindruckten Pub-Besitzers Declan (Matthew Goode) angewiesen. Während die beiden sich quer über die grüne Insel zanken, entdeckt Anna, dass die Reise zum Glück oft anders verläuft als geplant.
Hintergrund:Für seine bezaubernde Romantikkomödie über eine Frau, die erst vom Weg abkommen muss, um ihr Glück zu finden, konnte Regisseur Anand Tucker („Shopgirl“) mit Amy Adams („Nachts im Museum 2“, „Julie & Julia“ und „Verwünscht“) und Matthew Goode („Match Point“, „Wiedersehen mit Brideshead“) zwei der sympathischsten Hollywood-Jungstars verpflichten, die hier zur Höchstform auflaufen. In Nebenrollen glänzen Newcomer Adam Scott („Die Stiefbrüder“, „Aviator“) und Kinolegende John Lithgow („Garp und wie er die Welt sah“). Eine hinreißend romantische Komödie voller Schlaglöcher und überraschender Umwege.
Technikinfos:Bildformat: 2,35:1; Ton: DTS, Dolby Digital, SDDS
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Ein überraschender Vorschlag: Die Vorgeschichte der Verlobung Auf Umwegen
Seit mehr als einem Jahrzehnt schreiben die beiden Drehbuchautoren Deborah Kaplan und Harry Elfont zusammen Komödien. Für ihr jüngstes Projekt Verlobung Auf Umwegen hatten sie, wie sie zugeben, ganz schnell das Konzept. Kaplan erinnert sich: „Es war gerade tatsächlich der 29. Februar und ich war auf einer Website. Dort stand ‚Frauen in Irland machen Heiratsantrag am Schalttag’ und ich sagte zu Harry ‚Hört sich das wie ein Film an, oder was?’. Wir ließen sofort alles stehen und liegen, woran wir gerade gearbeitet hatten und zwei Wochen später war die Geschichte in Grundzügen fertig. Weitere zwei Wochen später hatten wir es an Spyglass Entertainment verkauft. Danach schrieben wir sehr zügig das Drehbuch und Amy sagte für die Hauptrolle zu. Es ging alles blitzschnell.“
Die Drehbuchschreiber waren fasziniert von den Schalttaggeschichten, die sie entdeckten. Kaplan und Elfont wussten, dass die Wahrheit oft schräger ist als Fiktion und hatten das Gefühl, dass es ein idealer Vorschlag für eine Romantikkomödie ist. „Man liest so viele Skripts, in denen die Ausgangssituation bemüht wirkt“, erklärt Kaplan, „aber das hier gab uns die Freiheit, eine einfache aber sehr glaubhafte Liebesgeschichte zu erzählen. Die Geschichte eines Mädchens, das um die Hand ihres Freundes anhalten will. Dieses Datum gibt ihr einen bestimmten Tag vor, an dem sie da sein muss, in einem fremden Land und wir begleiten sie auf ihrem Weg. Da wir einen Rahmen hatten und wussten, wo wir hin wollten, konnten wir loslegen und eine komplexere Hauptrolle erschaffen, die für eine Darstellerin interessanter zu spielen ist.“
Eure Meinung zu "Verlobung Auf Umwegen"

♥: Sympathische Hauptdarsteller, die das berechenbare Skript beleben.
−: Sehr konstruierte Story, reichlich Irland-Klischees.
Für viele Amerikaner ist Irland immer noch das Land ihrer Vorfahren. Eine elende Insel, die ganze Generationen mit verregneten Wetter, Hungersnöten und britischer Bevormundung in den Westen trieb und danach vor allem als Heimstatt nordirischer Terroristen für Schlagzeilen sorgte.
Aber inzwischen wandelt sich das Bild und eine Romantikkomödie nach der anderen nutzt die urige Landschaft der grünen Insel, die kauzigen Einwohner und die reiche Geschichte als vertrauten und doch exotischen Hintergrund. Da ist "Verlobung auf Umwegen" nicht anders.
Anna Brady (Amy Adams) ist ein pingeliger Kontrollfreak, sie
führt in Boston ein Leben nach Terminplan. Selbst das überraschte Gesicht
für den erhofften Heiratsantrag ihres Freundes Jeremy (Adam Scott) wird
geprobt.
Als der erhoffte Antrag aber ausbleibt, nimmt sie die Dinge
selbst in die Hand. Angespornt von einer Anekdote ihres Vaters beschließt sie,
ihrem Freund zu einem Kongreß nach Irland nachzureisen. Denn dort dürfen
Junggesellen nach einer alten Tradition einen Antrag nicht ablehnen, wenn er an
einem 29.Februar gemacht wird.
Aber dank eines üblen Unwetters landet Anna nicht in Dublin sondern am gottverlassenen anderen Ende der Insel. Und da landet sie im allerschönsten Klischee-Irland wie im 19 Jahrhundert, mit schummrigen Pubs, und versoffenen, schrulligen Gästen und einer erfrischend rauen Landschaft. Also immerhin nicht so blankpoliert wie in den kitschigen ZDF-Filmen und Serien. Aber die Uhr tickt. Gegen reichlich Bares erklärt der örtliche Pubbesitzer Declan (Matthew Goode) sich bereit, sie nach Dublin zu bringen.
Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass die beiden sich anfangs gar nicht mögen. Wobei es am Anfang erheblich leichter ist , mit Declan zu sympathisieren. Während Anna in ihrer typischen Art leicht hysterisch, anstrengend und arrogant rüberkommt, wirkt er gelassen und nur ein bisschen genervt. Wie soll aus denen bloss ein Paar werden ? Das braucht Zeit. Sich für sie zu prügeln hilft schon mal. Oder ein Ausflug zu einer romantischen Ruine. Oder gemeinsam ein Ehepaar spielen, um ein Bett in einer konservativen Pension zu kriegen. Aber vor allem müssen sie sich zusammentun um irgendwie trotz aller Schwierigkeiten nach Dublin zu kommen. Nach und nach ergänzen sie sich immer besser und ihm kommt tatsächlich ein Lob für die verwöhnte Großstadtbewohnerin über die Lippen. Vor allem aber schleifen sich die Klischees der Figuren im Laufe des Roadtrips ab und dahinter kommen echte Menschen zum Vorschein, eine Verwandlung, die beide Schauspieler mühelos meistern. Und dabei ist dann tatsächlich ortstypischer Komik auch Platz für echte Romantik.
Die ursprüngliche Idee ist natürlich reichlich dämlich. Dem Freund einen Antrag machen, an einem Tag, an dem er (angeblich) nicht nein sagen kann. Können Frauen so verzweifelt sein ? Und weiß Jeremy überhaupt von dem Brauch ? Egal, denn das ist hier nur der Vorwand für Annas turbulente Odyssee durchs wildromantische Irland. "Verlobung auf Umwegen" ist ein Loblied aufs einfache Leben. Und einfach haben es sich die Schreiber auch gemacht. Denn Annas Verlobter könnte kaum oberflächlicher sein und tappt in jedes Fettnäpfchen, dass das Drehbuch ihm hinstellt, so daß auch die gewandelte Anna ihn nun mit anderen Augen sieht.
Verlobung auf Umwegen ist kein echtes Kleinod und wird keinen Klassikerplatz in der Romantikecke der Videothek einnehmen. Trotzdem ist er immer noch besser als die meisten anderen Liebeskomödien, die bislang in diesem Jahr angeboten wurden.
WEITERE INFOS ZUM FILM:
Ausstattung und Locations: Dreharbeiten auf der Smaragdinsel
Sobald die Entscheidung gefallen war, den Film komplett vor Ort zu drehen, sprach Spyglass den irischen Koproduzenten Morgan O’Sullivan an, mit dem die Firma bereits zuvor gemeinsame Projekte hatte.
O’Sullivan erklärt: „Wir haben ein paar Mal zusammengearbeitet, bei Monte Cristo (The Count of Monte Cristo, 2002) und Die Herrschaft des Feuers (Reign of Fire, 2002) und als dann Gary Barber zu uns kam, hatten wir sofort das Gefühl, dass es ein Projekt ist, bei dem wir gerne dabei wären.”
Anand Tucker erläutert, warum die Produktion Drehorte finden musste, die nicht so leicht zugänglich sind: „Der Film basiert darauf, dass unsere Heldin in Irland ankommt und weitab von ihrem eigentlichen Ziel mitten im Nirgendwo landet. Und tatsächlich hat sie so entfernt von jeder Zivilisation gar keine andere Chance, als sich mit Declan auf diese verrückte Reise zu machen.“
Produzent Jake Weiner führt weiter aus: „Irland war von Anfang wie eine weitere Figur im Film. Ein Ort, an dem man verloren gehen kann… wo man eine Straße entlang fährt und kein Restaurant und keine Tankstelle zu Gesicht bekommt. Da wir Situationen an abgelegenen Orten schufen, in denen sich zwei Menschen kennenlernen sollten, mussten wir glaubhaft machen, dass sie nicht in einer Gegend sind, wo sie einfach nach einer Mitfahrgelegeneheit fragen konnten. So waren Anna und Declan wirklich gezwungen, miteinander klarzukommen.“
