Adele Und Das Geheimnis Des Pharaos Film Trailer
FSK Film: 6 | Länge: 107 Min | Kinostart: 30.09.2010 | Release: 01.04.2011 (DVD&BD)
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Jessica Schwarz im Synchronstudio
Schauspieler:Mathieu Amalric, Louise Bourgoin, Gilles Lellouche, Philippe Nahon, Frederique Bel, Jean-Paul Rouve, Eric Naggar, Swann Arlaud, Christophe Dimitri Reveille, Gregory Ragot
Die Story:Paris, 1912. Adèle Blanc-Sec ist klug, charmant und überaus abenteuerlustig. Als leidenschaftliche Reporterin und Hobby-Archäologin schreckt sie bei ihren Recherchen vor keiner Gefahr und Herausforderung zurück – weder vor düsteren Pharaonengräbern, mürrischen Kamelen, geheimnisvollen Mumien, schüchternen Verehrern und erst recht nicht vor einem leibhaftigen Flugsaurier. Dieser ist gerade aus einem 136 Millionen Jahre alten Ei im Naturkundemuseum entschlüpft. Ganz Paris steht Kopf. Aber Adèle wäre nicht Adèle, wenn sie nicht des Rätsels Lösung herausfinden würde. Sie macht sich auf den Weg zu dem bekannten Wissenschaftler Professor Esperandieu und wird prompt mit einer Fülle weiterer aberwitziger Abenteuer konfrontiert...
Hintergrund:Mit der Verfilmung von ADÈLE, nach den beliebten Comics Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec von Jaques Tardi, kehrt Erfolgsproduzent Luc Besson auf den Regiestuhl zurück. Selbst Vater von drei Töchtern, hat es sich Besson spätestens seit Arthur und die Minimoys zum Ziel gemacht, anspruchsvolles Familien- Entertainment für große und kleine Kinozuschauer umzusetzen. Mit ADÈLE schenkt Besson dem Publikum nun eine bezaubernde Heldin, die uns auf eine märchenhafte und humorvolle Reise in das Paris der Jahrhundertwende nimmt, voller Exotik, Spannung und Fantasie. Als eigensinnige, unerschrockene Adèle glänzt Bessons neue Entdeckung Louise Bourgoin (Das Mädchen aus Monaco). Ihren finsteren Gegenpart verkörpert Mathieu Amalric (James Bond 007 – Ein Quantum Trost). Hinter den Kulissen versammelte Besson ein bewährtes Team: Kameramann Thierry Arbogast und Komponist Eric Serra arbeiten seit Nikita mit ihm zusammen. Als Produzentin fungiert seine Ehefrau Virginie Besson-Silla (From Paris with Love).
Technikinfos:Bildformat: 1:2,35; Ton: Dolby SRD, DTS
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Eure Meinung zu "Adele Und Das Geheimnis Des Pharaos"
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Eure Kommentare zu "Adele Und Das Geheimnis Des Pharaos":
Tintenherz Boahhh den will ich unbeingt im Kino sehen! Ihr nicht auch?
c-wegner-berlin es gefaellt-2.die hauptrolle haette aber ein mann spielen muessen. der film (trailer).weaere besser bei mir angekommen.
neuer fan von 2:01 das ist Oo
lolala haha :D luc besson macht ja immer etwas außergewöhnliche filme. werd ich mir bestimmt anschauen. sieht ganz gut aus.

♥: liebevoll aufwändige Ausstattung, gelungene History-Mystery-Atmosphäre, abwechslungsreich
−: stellenweise alberner Humor, Längen in der Mitte, nicht voll überzeugende Hauptdarstellerin
Schon ein paarmal hat Luc Besson seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft erklärt. Erst sollte „Angel-A" seine letzte Regiearbeit werden, dann wollte er nur noch den Trickspaß „Arthur und die Minimoys" fertigstellen. Aber irgendwie kommt er dann doch nicht vom Medium los. Zum Glück. Inzwischen gibt es bereits eine Fortsetzung der „Minimoys" und parallel baut Besson Frankreichs größtes Filmstudio auf - damit internationale Blockbuster nicht immer nach London oder Potsdam abwandern. Und nun gibt es auch wieder ein reguläres, amtliches, üppiges Actionabenteuer.
„Adele und das Geheimnis des Pharao" basiert auf einer französischen Comicserie von Jaques Tardi. So musste Besson diesmal wenigstens nicht auch noch die Story und die Figuren entwickeln. Obwohl ihm das bei senem enormen künstlerischen Output wohl auch nicht schwer gefallen wäre.
Adeles Erlebnisse spielen zu Beginn des 20 Jahrhunderts. Das bedeutet, dass die Ausstatter bei Kostümen und Kulissen Überstunden leisten durften um das Paris der vorletzten Jahrhundertwende zu reanimieren. Dazu kommen dann noch die reichhaltigen Tricks um so einige Fabelwesen und mysteriöse Vorfälle zu bebildern.
Oberflächlich betrachtet ist die Heldin Adele Blanc-Sec (Louise Burgoin) Frankreichs Antwort auf Lara Croft und Indiana Jones, eine junge Abenteurerin und Buchautorin. Allerdings fehlt der Sex-Appeal von Lara und der schmuddelige Rauhbeincharme von „Indy". Adele ist eine Dame, in für 1911 standesgemäß zugeknöpfter Garderobe, aber emanzipiert, hübsch aber eher uncool.
Seit Jahren schon sucht Adele nach einer Möglichkeit , ihre Schwester aus dem Koma zu erwecken, in dem sie nach einem tragischen Unfall liegt. Ihre etwas absurde Hoffnung: Der Pariser Professor Menard soll den Leibarzt eines Pharao wiederbeleben, damit der mit seinem geheimen Wissen Adeles Schwester rettet. Dazu muss erstmal die Mumie des Heilers aus der Grabkammer in Ägypten geklaut werden. Für Adele eine Routineübung. Wäre da nur nicht ihr ewiger Kontrahent. Den spielt James-Bond-Schurke Mathieu Amalric unter einer Maske, die ihn fast selbst zur Mumie macht - und ein bisschen zu sehr an den SS-Folterknecht Toht in „Jäger des verlorenen Schatzes".
Zurück in Paris hat Professor Menard aber dummerweise gerade ganz andere Probleme. Denn bei einem seiner Experimente hat er einen Flugsaurier wiederbelebt, der nun Paris in Schrecken versetzt. Der turbulente Plot ist dabei weit weniger vorhersagbar als bei ähnlichen Hollywood-Produkten. Da merkt man , dass Besson „anders" sein will. Aber das gelingt nicht immer. Plötzlich spielt der Killersaurier keine Rolle mehr, der Film wechselt das Thema. Wenn dann ein Truppe wiederbelebter Mumien durch Paris stapft, erinnert das natürlich an „Die Mumie". Aber „Adele" treibt den Spaß ein Stück weiter. Die Mumien kommen zwar auch aus dem Computer, sind aber allesamt Individuen, und amüsieren sich köstlich über die kuriose Zeit in der sie gelandet sind.
Der sehr französische Humor ist allerdings
nicht immer so gelungen, manchmal zu geschwätzig und auch zu albern. Der
reichlich dämliche Kommissar und seine Kollegen sind simple Karikaturen und
wenn Adele in einer ziemlich armseligen Männerverkleidung zu ihrem Vertrauten
im Gefängnis vordringt, driftet der Filme zur Klamotte ab.Zwischendurch geht dem Abenteuer auch ein
bißchen der Dampf aus, weil Adele zwar viele Spuren verfolgt, aber nicht so
recht voran kommt. Aber alles in allem gibt's hier noch genau zu staunen und
wer genug hat von stromlinienförmigen Blockbustern , sollte unbedingt mal ein
Auge auf Adele werfen.
Adele und das Geheimnis des Pharaos ist ein großes
Actionabenteuer, dass sich durch seine morbide Geschichte und schwarzhumorige
Pointen nicht gerade als Familienfilm anbietet. Kinder sollten dafür schon
mindestens 10 Jahre alt sein. Nicht weil Adele sich auch mal hüllenlos
präsentiert, sondern weil die Story schon ziemlich komplex ist und mitunter
auch bizarr ist. Das Zielpublikum sind eher Fantasy- und Mystery-Freunde mit
Faible für originelle Ideen. Die Klasse von Bessons früheren Action-Abenteuern
wie „Das fünfte Element" erreicht Adele nicht. Kein 15-jähriger wird ihn in 20
Jahren zum Liebslingsfilm seiner Jugend erklären. Aber immerhin gibt es in
Frankreich eine reiche Comic-Kultur und einen engagierten Filmemacher wie
Besson der sie anzapft und Hollywood mit einer ganz eigenen Handschrift Paroli
bietet. Auch wenn dieser Vorstoß nicht ganz gelungen ist, sollte man ihm Erfolg
wünschen damit auch weitere Papierperlen für Kino entdeckt werden.
WEITERE INFOS ZUM FILM:
Regisseur Luc Besson über die Begegnung mit Jacques Tardi
Das ist eine lange Geschichte. Zuallererst habe ich mich in seine Heldin Adèle verliebt, das muss vor etwa zehn Jahren gewesen sein. Ich versuchte Kontakt zu Tardi aufzunehmen, aber unglücklicherweise hatte er ADÈLE bereits einem anderen Regisseur versprochen. Ich war damals zwar enttäuscht, freute mich aber für Tardi, dass er einen „großen” Regisseur gewonnen hatte, und wünschte ihm nur das Beste.
Dann wartete ich sehnsüchtig auf den Film, doch der kam nie. Nach drei oder vier Jahren rief ich Tardi erneut an und er erzählte mir, dass er sich mit bewusstem Regisseur und den Filmemachern an sich überworfen habe. Er lehnte das ganze Ansinnen einer Kino- Adaption kategorisch ab. Ich musste ihn überzeugen, es sich noch einmal zu überlegen.
Wir trafen uns mehrere Male, mussten ihn beschwichtigen und ihn von unseren lauteren Absichten überzeugen. Dann dauerte es noch mal ein Jahr, bevor wir die Rechte zurückkaufen konnten, die sein Agent jemanden anderem verkauft hatte. Nach sechs Jahren des Wartens und der Verhandlungen stimmte Tardi schließlich zu, mir die Filmrechte an seiner Adèle zu überlassen.
Und über die Adaption der Comic-Vorlage
Bei meinem ersten Entwurf hielt ich mich sehr eng an den Comic, Tardis Universum und die hervorstechenden Merkmale von Adèle Blanc-Sec. Als ich Tardi mein Skript überreichte, packte mich die blanke Angst. Es war nervenaufreibend – immerhin hat er die Vorlage geschrieben, und nun hatte ich mir seine Figur durch meine Adaption zueigen gemacht.
Doch ich hatte Glück: Er las das Drehbuch und sagte: „Es ist toll!” Er erkannte seinen Comic und seine Figur darin wieder und fand zugleich eine Interpretation für die Leinwand, nicht bloß eine simple Übertragung seiner Geschichte in bewegte Bilder. Damit habe ich ihn herumgekriegt. Die einzige Änderung, um die er mich bat, war, einem der Charaktere einen anderen Namen zu geben.
