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Der Zoowärter Trailer und Filmkritik

Originaltitel: Zookeeper

FSK Film: 0 | FSK Trailer: 0 | Länge: 103 Min | Kinostart: 07.07.2011
© Sony Pictures | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

Der Zoowärter Trailer: Mehr zu diesem Film

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US Trailer zum Film


 

Schauspieler:Kevin James, Sylvester Stallone, Adam Sandler, Ken Jeong, Jon Favreau, Rosario Dawson, Leslie Bibb, Judd Apatow, Donnie Wahlberg, Cher, , Steffiana De La Cruz, Brandon Keener, Nick Bakay, Joe Rogan, Jim Breuer, Nat Faxon, Katrina Begin, Thomas Gottschalk, , Tanner Blaze, Jennifer Gjulameti, Mario Barth spricht den Affen

Die Story:Weil sie ihrem über alles geliebten Zoowärter Griffin dabei helfen wollen, seine Traumfrau zurückzugewinnen, tun die Tiere des Franklin Park Zoos das Undenkbare - sie enthüllen ein Geheimnis, das sie vor den Menschen bislang immer verborgen gehalten haben: Sie können sprechen! Gemeinsam wollen sie Griffin nun die Grundregeln des Paarungsverhaltens und die Kunst der Verführung beibringen. Auf ihre ganz eigene Art...

Hintergrund:Nach Der Kaufhaus Cop kehrt Publikumsliebling Kevin James erneut in einer liebenswerten und für ihn regelrecht maßgeschneiderten Komödie auf die große Leinwand zurück. An seiner Seite spielen Rosario Dawson als ebenso witzige wie smarte Tierärztin sowie Leslie Bibb als die Frau seiner Träume, die ihn verlassen hat. In der Originalfassung leihen zudem zahlreiche Stars den pelzigen Zoobewohnern ihre Stimmen, darunter Adam Sandler, Sylvester Stallone, Cher und Jon Favreau. In einer Gastrolle ist außerdem Thomas Gottschalk als Modedesigner zu sehen.



Thomas Gottschalk als Jürgen in DER ZOOWÄRTER, Sony Pictures
(c) Sony Pictures

Thomas Gottschalk als "Jürgen". So tritt er neben Kevin James in DER ZOOWÄRTER auf. Mario Barth spricht übrigens einen Affen, das kann man sehr passend finden ;)  


Eure Meinung zu "Der Zoowärter Trailer"



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Eure Kommentare zu "Der Zoowärter Trailer":

oern Das ähnelt ziemlich "Nachts im Museum" nur anderes Setting.

Mel Wen spielt denn Stallone? den Affen?

Dörte Kevin ruled einfach. Alter Falter...

 




♥: Maßgeschneiderte Rolle für Kevin James
−: Magere Story. Pointen oft absehbar, Animationen nur Mittelmaß

In den USA guckt man wohl selten ARD und ZDF. Sonst wüsste man , wie beliebt hierzulande Tierpfleger sind. An jedem Tag laufen etliche Dokusoaps aus den Zoos in ganz Deutschland. Man kann also auch mit diesem Job im Fernsehen landen.


Der Zoowärter Griffin (Kevin James, "Der Kaufhaus-Cop")schiebt aber in einem Zoo in Boston seinen Dienst. Er macht es gerne - und der Zoo scheint ein echtes Idyll (wenn auch für echte Tierfreunde doch zu altmodisch) zu sein.
Aber seine Freundin Stephanie (Leslie Bibb, "Gesetz der Rache" ) erwartet mehr vom Leben und von Griffin und lässt ihn fallen, just als er ihr einen Heiratsantrag macht.
Fünf Jahre später ist er über den Korb immer noch nicht hinweg. Als sich eine neue Chance ergibt Stephanie zu erobern, will er sie nicht nochmal sausen lassen. Auch wenn dafür den Zoo verlassen und Karriere als Autohändler machen müsste.

Aber hat er die Rechnung ohne seine Schützlinge gemacht. Die Zootiere wollen den besten Wärter den sie je hatten, nicht verlieren. Und so brechen sie ihren eigenen Code und sprechen mit ihm. Sie wollen ihm beibringen, das Weibchen seiner Träume zu erobern ohne seinen Job hinzuschmeissen.
Aber die tierischen Tips sind nicht so einfach auf humanoides Balzverhalten zu übertragen. Oder etwa doch ? Schließlich dreht sich auch bei uns immer noch viel um Imponiergehabe, Reviermarkierung und Alphamännchenstatus.

Natürlich ist jedem Zuschauer nach fünf Minuten klar, auf welches Happy-End der Film unweigerlich zusteuert. Schließlich wird einem Leslie Bibb als ausgesprochene Zicke präsentiert, während Griff´s Kollegin (Rosario Dawson) gar nicht hübscher und netter sein könnte - und sich bald entscheiden muss, ob sie den Zoo, die Stadt, und das Land verlässt um nach Afrika zu gehen..... Dazwischen haben die Macher aber natürlich noch einige Stolpersteine aufgestellt.
In einem halben Tag mutiert Griffin zum abgezockten Autodealer.

Das Filmimperium von Adam Sandler ist ein Familienunternehmen. Und wer dazu gehört, der darf auch immer wieder mitmischen - Talent ist keine Bedingung (siehe Rob Schneider). Eigentlich eine sympathische Form von Vetternwirtschaft in einer sonst so profitorientierten Branche.
So darf hier auch Kevin James´ Frau Steffiana De La Cruz eine kleine Rolle übernehmen, und auch Mrs. Sandler ist dabei.
In Nebenrollen sind außerdem Ken Jeong (Mr.Chow aus "Hangover") als Schlangenexperte "Venom", und Donnie Wahlberg als Tierquäler dabei.

Für die Stimmen der Tiere wurden dagegen echte Stars verpflichtet: Nick Nolte, Sylvester Stallone, Jon Favreau und Cher sind hier in der Originalfassung zu hören. Die Synchro ist mit Jan Josef Liefers, Anna Loos und Thomas Fritsch immerhin kompetent besetzt. Da kann man einen Mario Barth, der schon im Trailer nervt wohl verschmerzen. Allerdings muss man auch Thomas Gottschalk erdulden , der in einem zum Glück kurzen Gastauftritt einen schnöseligen Modeschöpfer spielt und dabei sein gesamtes Talent aufbietet.

Es wäre leicht, "Der Zoowärter" einfach als "Kaufhaus-Cop - Teil 2" abzutun. Aber das ist dann doch zu simpel. Auch wenn Kevin James kein großer Schauspieler ist und hier ebenfalls einen gutmütig schüchteren Pfundskerl auf der Suche nach der großen Liebe spielt, so war der Kaufhaus-Cop Paul Blart doch ein etwas verkniffener Kontrollfreak und Energiebündel während Griffin Keyes eher bärig und lethargisch daher kommt.
Aber die Stars sind die Tiere - und deren Zugkraft hängt ab von der Qualität der Animation und der Sprüche, die ihnen in den Mund programmiert werden. Beides ist weder Oberklasse noch mißlungen. Diesen Kinobesuch kann man wagen, darf aber keine Höchstleistungen erwarten.
Der heimliche Star ist allerdings der Gorilla Bernie. Und obwohl der nur von zwei Männern im Affenkostüm gespielt wird klaut er jede Szene, in der er auftacht. Der Gorilla ist der Brülla ! Kein Wunder bei den Talenten hinter der Maske: Tom Woodruff Jr. hat große Affen auch schon in "Planet der Affen", "Instinkt" und "Congo" gespielt. Garon Michael war unter anderem für die Animatronik in "Aliens" und "Terminator" zuständig. Die wissen, wie das geht.
Die Autoren Jay Sherick und David Ronn kommen aus dem Stall von Eddie Murphy und haben Flops wie "I Spy und "Norbit" zu verantworten. Aber Kevin James hat auch selbst mit am Skript gearbeitet und mit Rock Reuben und Nick Bakay auch zwei Autoren von King of Queens mitgebracht. So ist der Humor auch durchwachsen, mit einer akzeptablen Trefferquote und einer guten Mischung aus Wortwitz und Slapstick. Für immerhin fünf beteiligte Schreiber ist das Ergebnis homogener als zu befürchten.
Auch Regisseur Frank Coraci stammt aus dem engeren Freundeskreis von Sandler und hat für ihn schon "Waterboy" , "Eine Hochzeit zum Verlieben" und "Click" inszeniert.

Trotz der sprechender Tiere und der Slapstick-Action ist "Der Zoowärter" eher kein Kinderfilm. Der Retor-Rocksoundtrack (u.a. Boston, Kansas und Mötley Crue) und die vor allem ums Daten und Flirten kreisende Story dürften den lieben Kleinen eher wenig geben.

"Der Zoowärter ist eine Mischung aus "Hitch" und "Nachts im Museum" und "Kaufhauscop". Vielleicht haben die Macher aber auch einmal zu oft "Madagascar" gesehen. Hier wird also auf erprobte Ideen gesetzt. Andererseits sind auch Filme mit sprechende Tieren keine Selbstgänger. "Evan Allmächtig" mit Steve Carrell und noch schlimmer "Reine Fellsache" mit Brendan Fraser haben gezeigt, wie sowas in die Hose gehen kann. Das immerhin passiert bei "Der Zoowärter" nicht. Der Film macht allemal soviel Spaß wie Eddie Murphy´s "Dr.Doolittle"-Filme.
Von einer Adam Sandler-Produktion darf man eben nichts wirklich Originelles erwarten. Oder etwas Überraschendes. Oder etwas Realistisches. Er liefert berechenbare Komödien in denen kein absehbarer Gag ausgespart wird. Sprechende Tiere und ein schüchterner Lover mit Anlaufschwierigkeiten. Man wird es schwer haben, ein noch platteres Filmkonzept zu finden.
Und trotzdem macht das für Kevin James maßgeschneiderte Slapstickvehikel auf seinem zugegeben niedrigen Niveau erfreulich viel Spaß.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht