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Meine Frau, Unsere Kinder Und Ich Film Kino Trailer

FSK Film: 6 | Länge: 98 Min | Kinostart: 23.12.2010 | Release: 05.05.2011 (DVD&BD)
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TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 

Schauspieler:Robert De Niro, Jessica Alba, Ben Stiller, Owen Wilson, Dustin Hoffman, Harvey Keitel, Laura Dern, Raven-Symone, Barbra Streisand, Teri Polo, Blythe Danner, Liam Ferguson, Daisy Tahan, Sergio Calderon, Hash Patel, Christina Gabrielle, Selena Johnson, Justin Verstegen

Die Story:Fünf Jahre sind vergangen, seitdem Gaylord Focker den Zusammenprall seiner Eltern und der Familie seiner Frau Pam mit Mühe und Not und ohne bleibenden Schaden für Seele und Körper überstanden hat. Mittlerweile ist er stolzer Vater von Zwillingen, was die kleine Focker-Familie vor ganz ungeahnte neue Probleme stellt. Zumal der Schulbeginn vor der Tür steht, Schwiegerpapa Jack völlig andere Vorstellungen von Erziehung als Gaylord hat und Pams Ex Kevin unvermittelt wieder auf der Bildfläche erscheint. Und was soll der gestresste Papa von den Avancen einer schönen Unbekannten halten?



Mit Ben Stiller, Robert De Niro, Teri Polo und Owen Wilson sind die Stars der Originalfilme wieder mit von der Partie. Zu ihnen stoßen unter der Regie von „American Pie“-Macher Paul Weitz namhafte Darsteller wie Jessica Alba, Laura Dern und Harvey Keitel – und natürlich sind auch Dustin Hoffman und Barbara Streisand als ziemlich schräge Focker-Eltern wieder mit an Bord. Für turbulenten Spaß ist also gesorgt!

 

Die männliche Krankenschwester: Gaylord Focker – ein Vorbild bei der Berufswahl?

Der beliebteste Running Gag im Film ist der Beruf von Gaylord Focker – er bezeichnet sich selbst als männliche Krankenschwester und bietet damit viel Angriffsfläche für seinen patriarchischen Schwiegervater Jack.
Aber sind dessen Vorstellungen nicht veraltet und ist Gaylord nicht vielleicht doch ein würdiger Vertreter des modernen Mannes? Denn Emanzipation muss auch für Männer her! Folgende Beispiele zeigen, dass einige Berufe immer noch fest in weiblicher Hand sind … bleibt die Frage, wie lange noch …
 
Die Tagesmutter – und wieso eigentlich nicht der Tagesvater?
Als Mann hat man nämlich tendenziell eine hohe Affinität zu Tätigkeiten wie Bauen, Kneten und Buddeln. Wenn man dann auch noch gut mit Kindern umgehen kann, darf man diese Talente als Tagesvater sogar zum Beruf machen, ohne dabei wie ein Maurer den erbarmungslosen Jahreszeiten ausgeliefert zu sein. Außerdem sind Kinder in dem Alter noch durchaus formbar und man hat als Erzieher die Gelegenheit, ihnen wichtige Werte, wie z.B. die Wahl des richtigen Fußballklubs zu vermitteln. Ein weiteres Argument dafür ist des Mannes tiefe, feste Stimme, die gepaart mit einem autoritären Touch jede Horde schreiender Kinder zum Schweigen bringen kann!
 
Die Floristin – und wieso eigentlich nicht der Florist?
Okay, man muss eingestehen, dass viele Männer Pflanzen erst schätzen, wenn sie gegoren werden können … Wenn sie erstmal ein paar Hopfenpflanzen in flüssiger Form intus haben, sind sie dankbar, dass es so eine schöne Pflanze gibt. Ansonsten liegt der Nutzen eines Blumenarrangements für die meisten Männer irgendwo zwischen Valentinstag und Mamas Geburtstag. Nicht umsonst sind 90% der Floristen Frauen. Dennoch sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, diesen Beruf zu ergreifen. Denn man kann sich das Flora- und Fauna Wissen auch für die Frauenwelt zu Nutze machen: Als ‚Blumenversteher‘ ist man gleichzeitig sanftmütig, kreativ, poetisch, zitiert große Dichter und Denker und hat jederzeit den passenden Blumenstrauß für die Angebetete bereit.
 
Die Kosmetikerin – und wieso eigentlich nicht der Kosmetiker?
Metrosexualität dringt immer tiefer in die Gesellschaft ein. Die Zeiten, in denen ein James Bond sein prächtiges Brusthaar Stolz der Kamera präsentierte, ein John Wayne den Wilden Westen in Schach hielt und rosa eine Farbe für Mädchen war, sind vorbei. Heute sollte ein Mann das gängige Sortiment der Männerhautpflege genauso gut kennen, wie die Bundesliga-Tabelle. Denn das Leben besteht nicht mehr nur aus Jagen und Sammeln, und es lohnt sich, allzeit auf ein gepflegtes Äußeres zu setzen. Schließlich hat Mann auch hier die Möglichkeit, sein persönliches Interesse mit dem Beruf zu verknüpfen und gleichzeitig Kontakt mit vielen attraktiven weiblichen Menschen zu haben, die wiederum ebenfalls großen Wert auf ihr Äußeres legen … und wie heißt es so schön: gleich und gleich gesellt sich gern.
 
Fazit: Zum Glück ist Mann heutzutage nicht mehr gezwungen, Berufe zu wählen, die Männer in der Steinzeit ausgeübt haben. Denn mittlerweile richtet sich die Wahl des Berufes eher nach dem eigenen Gusto und der Persönlichkeit. Deswegen sollte man auf die Geschlechter-Scheuklappen verzichten und es sich eingestehen, wenn ein Gaylord Focker in einem schlummert. Am 23. Dezember wird sich der echte Gaylord Focker in „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ auf der Kinoleinwand austoben. Allerspätestens danach spielt es ganz bestimmt keine Rolle mehr, ob Mann Metzger, Hebamme oder eine männliche Krankenschwester ist.

 

Die Rollen:

Robert De Niro
…ist Jack Byrnes. Der Ex-CIA-Agent nimmt seine Rolle als Schwieger-  und Großvater überaus ernst und somit hat Greg nichts zu lachen – das Kinopublikum dafür aber umso mehr. Damit Gaylord nicht über die Stränge schlägt, erinnert ihn Jack mit seinem knurrigen „Ich beobachte dich!” immer wieder daran, wer die Hosen anhat. Als Jack einen Herzinfarkt erleidet – den er übrigens in letzter Minute noch selbst defibrillieren kann –  wird auch ihm klar, dass es an der Zeit ist, einen neuen Patriarchen zu finden. Die Familie Byrnes, die Jack bis ins Jahr 1643 zurückzuverfolgen konnte, soll einen neuen Ober-Focker  bekommen. Es bleibt die Frage, wer für diese Lebensaufgabe geeignet ist?!
 
Ben Stiller
…ist Gaylord „Greg“ Focker, der sympathische Held in MEINE FRAU, UNSERE KINDER UND ICH. Greg beweist auf unnachahmliche Art und Weise immer wieder Größe und Gelassenheit. Das braucht ein Mann mit der Berufsbezeichnung „männliche Krankenschwester“ allerdings auch. Greg bewahrte selbst mit seinem sturen und eigenwilligen Schwiegervater Jack die Ruhe und sagt ihm von Mann zu Mann, wer der Ober-Focker im Haus ist: „Ich hab auch Augen. Also beobachte ich dich, wie du mich beobachtest.“
…okay, sagen wir, das ist zumindest ein Versuch?
 
Teri Polo
…ist Gregs liebende Ehefrau, Mutter der gemeinsamen Zwillinge und die Tochter von Jack. Ihr selbstbewusster Satz „Ich werde zu Pamela Martha Focker, Dad!“ wird ihrem Vater wohl bis zum Ende seiner Tage übel aufstoßen.
 
Blythe Danner
…ist Dina Byrnes, Jacks Ehefrau und die Mutter von Pam. Wie hält es diese Frau nur mit einem Typen wie Jack Byrnes aus? Eventuell sind es die Ratschläge einer gewissen Roz Focker zu Sex im Alter und kuriosen Rollenspielen? Dina freut sich jedenfalls auch schon sehr auf Weihnachten: „Ich bin schon ganz aufgeregt die kleinen Fockers zu sehen!”
 
Barbra Streisand
…ist Roz Focker, Gregs Mutter und mittlerweile Moderatorin ihrer eigenen ‚Roz-Focker-Show‘ namens ‚Sexpress yourself!‘ in der sie Themen anspricht, wie man z.B. die neuesten Sex-Toys einsetzt, um das Liebesleben etwas aufzupeppen, die Masturbation im Wandel der Zeit erklärt, und Musikkondome vorstellt. Auch für Jack hat sie natürlich jede Menge gute Ratschläge parat, obwohl dieser sich öffentlich wohl lieber zum Zölibat bekennen würde, als Roz jemals um Rat zu fragen. Vielleicht sind es aber auch Roz flotte Sprüche, die einem Kerl wie Jack Byrnes die Schamesröte ins Gesicht treiben: „Kommt mal her Jungs und macht mit mir ein Focker-Sandwich!“
 
Dustin Hoffman
…ist Bernie Focker, Gregs Vater, ehemaliger Anwalt und mittlerweile passionierter Tangotänzer, der mit seinem  lateinamerikanischen Hüftschwung versucht, seine Roz noch einmal neu zu erobern. Auf seinen Sohn Gaylord ist er natürlich unglaublich stolz und freut sich, wenn er voller Überzeugung über ihn sagen kann: „Wir haben ihn fockerisiert!“
 
Owen Wilson
…ist Kevin Rawley. Der Ex-Freund von Pam ist ein steinreicher Ex-Wallstreet-Guru und mittlerweile zum Zen-besessenen Möchtegern-Schamanen mutiert. Als seine Verlobte seinen Heiratsantrag (drei russische Kampfjets schrieben in den Himmel: "Heirate mich, Svetlana") ablehnt, macht er sich auf den Weg nach Chicago zu den Fockers. Das kann der glücklich verheiratete Greg so kurz vor Weihnachten gar nicht gebrauchen, und noch weniger Kevins Komplimente an seine Gattin Pam: „Du bist eine echte Wildkatze!“
 
Jessica Alba
…ist Andi Garcia (nein, nicht DER!), die heißeste Pharmavertreterin seit es diese Branche gibt. Sie hat bei Greg „ein gutes Gefühl“ und möchte ihn als Sprecher für ein Mittel gegen Erektionsstörungen engagieren. Sie verspricht aus ihm einen „Superstar der Medizinbranche“ zu machen und lockt mit einer satten Gage. Als Greg auf ihre Frage „vielleicht kennen Sie einen sexuell frustrierten alten Sack?“ spontan das ideale Beispiel einfällt, sagt er zu …mit schwerwiegenden Folgen, wie sich herausstellt.


Eure Meinung zu "Meine Frau, Unsere Kinder Und Ich"



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Eure Kommentare zu "Meine Frau, Unsere Kinder Und Ich":

deniro fan robert de niro ist immer noch der beste !

Madame naja sieht nicht so doll aus....ein bisschen langweilig vielleicht?

hans auf den freue ich mich schon sehr :D die ersten 2 Teile waren schon hammer :D

 




♥: großes Staraufgebot. Es soll der letzte Film der Reihe sein.
−: Humor mal eklig, mal alt, selten lustig

Egal wie gerne man sich sonst aus dem Weg geht - zu Weihnachten versammelt sich jede Familie in vermeintlicher Harmonie und möglichst vollzählig. Und so sind auch beim dritten Treffen der Fockers und der Byrnes alle dabei, die zur erweiterten Verwandschaft zählen. Aber natürlich sind die alten Streitigkeiten alles andere als vergessen.

Bislang ist Jack Byrnes (Robert DeNiro) unangefochtenes Familienoberhaupt seines Clans, dessen Wurzeln er über Jahrhunderte zurückverfolgen kann. Aber ein Herzinfarkt zwingt ihn, über seine Nachfolge nachzudenken. Eher aus Verzweiflung fällt seine Wahl auf seinen Schwiegersohn Greg "Gaylord" Focker (Ben Stiller). Denn sein eigentlicher Favorit "Dr.Bob" hat sich gerade von Jacks Tochter getrennt.
Zwar hat Greg ihm schon zwei Enkelkinder beschert, und außerdem hat die frühere "männliche Krankenschwester" Karriere gemacht als Manager der Pflegeabteilung im Krankenhaus. Aber Jack bleibt mißtrauisch. Wer sagt denn, dass Greg nicht auch irgendwann fremd geht wie Dr. Bob und seine Ehe in den Sand setzt ?

Greg macht sich zwischenzeitlich eher Sorgen um die Familienfinanzen. Seine Kinder, die Zwillinge Henry (Colin Baiocchi) und Samantha (Daisy Tahan) sollen unbedingt die ebenso renommierte wie sauteure "Early Humans School" besuchen. Da bekommt Greg von der hübschen Andi (Jessica Alba) ein Angebot dass er nicht ablehnen kann. Als Redner auf einem Pharmakongreß soll er ein Potenzmittel anpreisen.Als Jack die Sexpillen in Gregs Schrank findet - und Bilder der hübschen Andi sieht , zieht er seine ganz eigenen Schlüsse. Was für ein Glück für ihn, dass sich gerade jetzt Pamelas Ex-Verlobter Kevin zurückmeldet. Der hat definitiv keine Geldsorgen, und wäre Jack als Erbe definitiv lieber. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät, den Schwiegersohn auszutauschen.


Auch in den ersten beiden Filmen gab es Gags die jede Geschmacksgrenze pulverisierten. Und da dass ein Teil des Erfolgsrezepts zu sein schien, wird auch diesmal immer mal wieder auf Ekelhumor gesetzt. Nur noch ein bisschen krasser als früher. Hat jemand Lust auf einen Einlauf, auf Blutfontänen oder Spritzen in DeNiros bestem Stück ? Dann ist er herzlich willkommen beim dritten Familienduell der Fockers. Selbst für den Einsatz eines Furzkissens sind die Beteiligten sich nicht zu schade. Viele Pointen dürften außerdem in der deutschen Synchronfassung unter den Tisch fallen, so etwa sämtliche Scherze über Greg wirklichen Namen "Gaylord". Und die Antwort "ich beobachte dich genauso wie du mich" ist eben nicht halb so komisch wie " im watching you watching me".

Das Filmposter ist so ehrlich wie man es selten sieht: da werden einfach alle zehn Stars des Films untereinander aufgelistet. Auch im Film hat jeder Darsteller seine eigene kleine Nische, ob das nun zum Film passt oder nicht. Tatsächlich sind alle wieder dabei, die die vorigen Filme schon zum Erfolg gmacht haben: Ben Stiller und Robert DeNiro natürlich, die aber in ihrem Kampf immer noch da stecken, wo sie im ersten Film waren. Schon damals akzeptierte Jack seinen Schwiegersohn-in-spe (widerwillig) im Kreis der Familie. Dass er ihn nun (widerwillig) zum Oberhaupt ernennen will, ist nur eine oberflächliche Variation desselben Themas. Ihre beiden Frauen, Pamela (Teri Polo) und Dina (Blythe Danner)sind auch diesmal anwesend, aber wiedermal völlig verzichtbar. Auch Ben Stiller guter Kumpel Owen Wilson darf sich seinen Scheck abholen. Er spielt einen esoterischen Hippie-Millionär Kevin, den man ernsthaft als Konkurrenz für Greg akzeptieren soll, obwohl er mal abgesehen vom dicken Bankkonto so ziemlich alles verkörpert, was Ex-CIA-Mann Jack Byrnes verabscheut.

Barbra Streisand und Dustin Hoffman als Späthippies waren einer der großen Pluspunkte des letzten Focker-Films. Diesmal sind ihre Szenen komplett überflüssig und meist auch unlustig. Dustin Hoffman wollte anfangs nichtmal dabei sein - und man sieht, dass seine Auftritte erst im letzten Moment eingebaut wurden. Die unverwüstliche Katze ist natürlich auch wieder dabei und hat mehr Lacher als Hoffman und Streisand zusammen. Auch De Niros Weggefährte Harvey Keitel darf mitspielen, macht seine Sache als Handwerker sogar gut, hat aber fast nichts zu tun. Die einzig neue größere Rolle ist die von Jessica Alba. Als Pharma-Referentin darf sie Greg den Kopf verdrehen Jack auf die falsche Fährte führen, und einem fetten Kerl rektal eine Kanüle einführen. Neu sind auch die kleinen Fockers Henry und Samantha , gespielt von Colin Baiocchi und Daisy Tahan, zwei ganz süßen Kinderdarstellern, die allerdings hier als Zwillinge verkauft werden, obwohl sie alterstechnisch mindestens zwei Jahre auseinander sind.

Anhand dieser Aufzählung erkennt man schon: es wird ziemlich eng im Hause Focker-Byrnes. Kein Wunder, dass hier keiner der Darsteller glänzen kann. Das liegt allerdings vor allem am zusammengeschusterten Drehbuch, das komplett auf ein kurzweiliges Schaulaufen der Stars setzt, weil die Schreiber offenbar wussten, dass die Geschichte der Fockers und der Byrnes nichts mehr hergibt. Die Pointen sind kilometerweit im Vorraus erkennbar (was könnte man wohl mit Potenzpillen für Herzkranke machen, wenn die Hauptfigur gerade einen Infarkt hatte ?)

"Meine Frau, unsere Kinder und ich" ist lustloses Stückwerk nach Schema F. Mit Filmen wie "About a boy", "American Pie" hat Regisseur Paul Weitz höchst unterschiedliche , aber herausragende Komödien gedeht. Teil 3 der Focker-Familensaga ist dagegen eine lustlos runtergespulte Nummernrevue ohne neue Ideen und angesichts der beteiligten großen Namen eine ganz derbe Enttäusschung.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

WEITERE INFOS ZUM FILM:

Die “Jack Byrnes”-Methode: So erziehen Sie Ihr Kind richtig!

Liebe Enkelkinder aufgepasst! Jack Byrnes übernimmt ab sofort das Erziehungs-Kommando! In „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ tritt er am 23. Dezember 2010 hierzulande einen Kino-Siegeszug an, der sich gewaschen haben wird. Jede Widerrede ist zwecklos! Agent Byrnes hat ab sofort das Steuer fest in der Hand, denn Jack ist nicht irgendein Mann, irgendein Opa, oder gar irgendein Typ von nebenan. Man kennt ihn als treu sorgenden und stets eigenwilligen Ehemann, Vater und mittlerweile: Großvater. Er ist ein Mann mit Weitblick und keiner, der die Zukunft irgendwelchen dahergelaufenen Hippies überlässt. Jack Byrnes ist ein Macher und hinsichtlich seiner lieben Enkelkinder, DER Opa.

Damit aus den kleinen Fockers auch mal etwas Anständiges wird, muss Opa Jack die Kohlen aus dem Feuer holen. Dabei stellt sich direkt die erste Grundfrage: Nach welcher Methode erzieht man den Nachwuchs am besten: Die Ferberisierung oder die Fockerisierung? Das scheint schwierig, aber die Antwort ist doch im Grunde ganz einfach: Die ‘Byrnes’-Methode!

Ein Jack Byrnes überlässt in Sachen Kindererziehung nichts dem Zufall und vor allem nichts dem Feind – und der ist in dieser heiklen Mission eindeutig der softe Vater Gaylord. Die Spartaner sortierten damals schon rigoros aus und warfen den zu schwachen Nachwuchs einfach über die Klippe … aber Jack Byrnes ist noch eine Spur härter, wenn es um die Durchsetzung seiner Erziehungsmethoden geht!

Jack steht nicht auf die Larifari-Methoden à la Focker. Das Fockerisieren ist ihm völlig fremd. Knuddeln, bis selbst die Teletubbies abwinken, ist Quatsch. Ein Kind ist kein Kind im altertümlichen Sinne, sondern ein völlig ernst zu nehmender Mensch. Also bloß nicht infantilisieren! Keine Baby-Sprache, kein hellblau-rosa Rüschenmützchen, kein Bimmel-Bammel-Mobile! Jacks Enkel werden nicht verhätschelt sondern vernünftig gefördert!

Man sollte also nie in die Situation geraten und Jacks Bemühungen entgegentreten – dies könnte schlimme Folgen haben. Denn der gute Jack ist ein CIA-Mann der alten Schule und CIA-Männer sind Cowboys. Ohne sie wäre Amerika heute nicht Amerika – Cowboys reiten wilde Pferde zu – Ponys sind für die Schwächlinge da. Und ein Entchen ist kein Schaukelpferd – also Augen auf beim Spielzeugkauf – die Kleinen brauchen keinen niedlichen Nippes! Aber Jack ist natürlich kein Unmensch und findet, man kann und soll über alles reden. Genau hier liegt der Schlüssel der Byrnes-Methode: Kommunikation. Auch der Nachwuchs kann ausgezeichnet sprechen, selbst wenn er für ein ungeübtes Ohr noch kein vernünftiges Wort stammeln kann. Jack Byrnes versteht selbst Einjährige blendend – der Zeichensprache sei Dank. Und dafür muss man nun wirklich kein CIA-Agent sein! Wenn man dem ratlosen Dasein vieler Eltern ein Ende machen möchte, gibt es nur eine Lösung: Am 23. Dezember ins Kino gehen, Karten für „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ kaufen und sich vom Fachmann Byrnes