Priest Trailer und Filmkritik
FSK Film: 16 | FSK Trailer: 12 | Länge: 88 Min | Kinostart: 12.05.2011 (auch in 3D) | Release: 06.10.2011 (DVD&BD)
© Sony Pictures | Genre: Thriller | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:Paul Bettany, Cam Gigandet, Maggie Q, Karl Urban, Lily Collins, Stephen Moyer, Mädchen Amick, Christopher Plummer, Brad Dourif, Alan Dale, Henry Kingi Jr., John Griffin, Casey Pieretti, Cameron Cash, Josh Wingate, David Backus, David Bianchi, Franklin Ruehl, Michael D. Nye, Jacob Hopkins
Die Story:In einer von der Kirche beherrschten Welt kämpfen die Menschen gegen Vampire. Ein Priester, der als legendärer Gotteskrieger im Kampf gegen die Vampire gilt, lebt bei Menschen, die von der Kirche unterdrückt, in ummauerten Städten leben. Als seine Nichte von einer Vampirbande entführt wird, widersetzt er sich der Kirche und bricht seinen heiligen Eid, um sich auf die Jagd zu machen und seine Nichte wiederzufinden. Den Vampiren soll es auf keinen Fall gelingen, die Nichte des Priesters ebenfalls zu einem Vampir zu machen. Auf seinem ganz persönlichen Kreuzzug hat der Priester Unterstützung von einem schießwütigen Sheriff und einer ehemaligen Gotteskriegerin mit übernatürlichen Kampfkünsten...
Hintergrund:Als Produzent dieses apokalyptischen Sci-Fi-Action-Thrillers mit Western-Elementen, der in 3D in die Kinos kommen wird, fungierte kein Geringerer als Sam Raimi (Spider-Man, Drag Me To Hell, Evil Dead). Regie führte Scott Stewart (Legion). Die Hauptrollen spielen Paul Bettany (Legion, The Da Vinci Code - Sakrileg), Cam Gigandet (Twilight - Biss Zum Morgengrauen, New Moon - Biss Zur Mittagsstunde), Maggie Q (Mission: Impossible III, Stirb Langsam 4.0), Karl Urban (Star Trek, Der Herr Der Ringe - Die Zwei Türme) und Lily Collins (Blind Side - Die Große Chance).
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Tine In die "beste Filme aller Zeiten" Liste wird er sich wohl nicht einreihen, aber ich fand den trotzdem ganz und gar NICHT schlecht!
Op11 das ist der schlechteste film den ich jemals gesehen habe der trailer ist über bombe mit viel erwartung ins "3D" Kino gegangen -.- nach 2 min hatte man keine lust mehr den film zu sehen da die dialoge echt schlecht waren und die story noch schlechter und von wegen 3D was war da bitte schön 3D ich hatte die brille mehr mals abgenommen und hab kein unterschied gesehen(war vorher in Thor drinne und muss sagen das ist 3D) naja echt enttäuschend hätte ein geiler film werden können.
amber neo du bist iwi ganz schön von dir überzeugt. ich hab mal nen par andere kommentare von dir gelesen und bei allen tust du so als währest du hir der einzige der ne meinung hat die richtig ist aber du must ja nicht alle anderen runter machen die was anderes zu sagen haben als du !!!! lg
Neo Nicht schon wieder Leute, die nicht mal wissen wie man "Vampire" schreibt oder die sich nicht zivilisiert artikulieren können. Die Story ist doch hierbei völlig nebensächlich, denn was zählt sind Action, tolle Effekte und spannende Popcorn-Unterhaltung! Bei den Darstellern wird dies auch nicht sonderlich schwer sein und nach dem Anschauen des neuen Trailer hab ich noch um so mehr Lust den Film zu sehen! ;)
nm Wasn das fürne Story bittschön? Nein, danke.
fg Vampire plus Sci-fy plus Pseudoreligion plus garantierter Religionskritik für Kiddies, damit sie ja nicht fromm werden. Nein, danke. Kinderkacke, laut Story.
Delos nicht schon wieder Vampiere -.-
Meli Paul Bettany ?!? *freu*
kuckuc freu mich schon das sieht ja richtig gut aus .
Neo Hui, Karl Urban mag ich sowieso gerne sehen....der Trailer macht auf jeden Fall schonmal Lust auf mehr! Mal schauen, was evtl. weitere Trailer noch so bringen mögen, denn bis Juni 2011 ist es ja noch 'ne Weile hin.
Pragda cool wird bestimmt nicht schlecht, mal was anderes als twilight,beilight und co. bin gespannt....:)
wika Bin auf den Film gespannt. Sieht gut aus.

♥: überzeugender Hauptdarsteller, cooles Creature-Design, gelungene postapokalyptische Atmo
−: viele zusammengeklaute Ideen, plumpe Dialoge, Charaktere vom Reißbrett
Unter den Comichelden, die 2011 im Kino starten dürfte "Priest" der unbekannteste sein, der nur wenigen Eingeweihten etwas sagt. So wird sich auch kaum einer beschweren, dass die Filmemacher die Graphic Novel des Koreaners Min-Woo Hyung kräftig ummodeln. Denn in der Vorlage treibt der klerikale Vampirkiller sein Unwesen ausschließlich in der Vergangenheit. Das postapokalyptische Setting und die gesamte Story des Films sind dagegen exklusiv fürs Kino entwickelt worden.
Aber zu Beginn erinnert der Film erstmal deutlich an seine Wurzeln. Mit einem stylisch animierten Prolog startet "Priest" und erinnert da sofort an Del Toro´s Intro zu "Die goldene Armee". Auch hier muss jede Menge Vorgeschichte abgehandelt werden, die sonst sicher das Budget gesprengt hätte: Seit Jahrhunderten führen Menschen und Vampire einen erbarmungslosen Krieg gegeneinander. Aber es sind nicht die stylischen Blutsauger von Bram Stoker und schon gar nicht die romantischen Untoten mit Beißhemmung aus der "Twilight"-Reihe. Hier sind es animalische Bestien , die am ehesten an die Mutanten aus "I am Legend" erinnern.
Irgendwann gewinnen die Menschen unter Führung einer autoritären Kirche dennoch die Oberhand. Paradoxerweise entwickeln sie erst Panzer und Bomben, um danach erst die tödlichen "Priester" ins Rennen zu schicken, die ohne Feuerwaffen Jagd auf die Monster machen. Und ebenso paradox ist es, dass die Menschen sich auch Generationen später immer noch angsterfüllt in festungsähnlichen Städten verstecken, obwohl die Vampire in gefängnisähnlichen Reservaten dahinvegetieren. Na, ok, die Außenwelt ist durch die Kriege völlig zerstört und wenig reizvoll, eine verdorrte Einöde.
Unterdessen haben die geistlichen Führer ihre tödlichste Waffe ausgemustert. Die Priester fristen ein Dasein als Aussätzige, die aber paradoxerweise dennoch die Autorität der Kirche anerkennen. Das Motiv der religiösen Diktatur ("Equilibrium" und "V wie Vendetta" lassen grüßen) und die Probleme heimkehrender, traumatisierter Soldaten, die ja durchaus Parallelen zur Gegenwart aufweisen, werden hier aber bestenfalls angerissen.
Doch dann kommen Gerüchte auf, dass neuerdings doch wieder Vampire ihr Unwesen treiben.
Das ist der Kirche (paradoxerweise) schnurz, obwohl man doch weiß, dass ein autoritäres Regime unbedingt einen Feind braucht, verdrängen und verheimlichen die Anführer das Problem lieber.
Unser namenloser Held (Paul Bettany), schlicht "Priest" genannt, kann das nicht so leicht. Denn eine Vampirbande hat seine Nichte Lucy (Lily Collins) verschleppt. So widersetzt er sich erstmals seinen Befehlen und macht sich auf die Suche. Auf einem Motorrad im retro-futuristischen Look verlässt er die eingemauerte Stadt ("Judge Dredd" lässt grüßen) und rast durch die menschenleere Trümmerlandschaft (Anakin Skywalker lässt grüßen). Erste Hinweise findet er auf der verwüsteten Farm seines Bruders, der außerhalb der Stadt ein neues Leben aufbauen wollte. Wie er haben haben auch andere sich in der Einöde eingerichtet. In einer Art Westernsiedlung ("The Book of Eli" lässt grüßen") leben bibeltreue, aber auch abergläubische Menschen. Einer von ihnen ist der junge Sheriff Hicks (Cam Gigandet, "Burlesque"), praktischerweise gleichzeitig der Freund von Lucy. Der will "Priest" natürlich auf seiner Mission begleiten. Eine Art Meister-und-Schüler-Beziehung wie bei den Jedi. Hicks verleiht dem Film ein bißchen menschliche Bodenhaftung. Allerdings nicht zu viel, dazu ist seine Rolle zu standardisiert. Und er steuert etwas Humor bei. Allerdings längst nicht genug. Ein bißchen Selbstironie wäre hier höchst willkommen. "Priest" ist meist eine todernste Angelegenheit. Um wirklich ernst genommen zu werden, sind viele Dialoge aber zu albern, die Konflikte zu plump, und die Figuren zu flach. Mit Karl Urban (Eomer in "Der Herr der Ringe") gibts dabei eigentlich einen großartigen Gegenspieler für Paul Bettany. Leider hat der den ganzen Film über kaum etwas zu tun und als "Black Hat" nicht mal einen richtigen Namen, obwohl er (wieder so ein Genrestandard) früher der beste Freund von Priest war.
Aber solche Konstruktionen sind in einem B-Movie-Action-Horror-Mix ja geradezu Vorschrift. Hauptsache die Atmo und die Action sind o.k. Und das sind sie. Der Härtegrad der Horroreffekte reicht nur selten in den Splatterbereich, die Kampfszenen bieten turbulente, wenn auch nicht wirklich originelle "Gun-Fu"-Kost, also eine Mischung aus Drahtseilakrobatik, Ballereien, Schwert- und Faustkämpfen ("Matrix" und "Underworld" lassen grüßen. Die Priester benutzen aus Prinzip keine Schußwaffen, und so nutzen sie ein paar nette Alternativen, die meist aus dem asiatischen Kampfpunstarsenal stammen, wie Wurfsterne und Kettenklingen. Was allerdings negativ auffällt ist die recht hektische Schnitttechnik, die jede Actioneinlage in kleinste Häppchen zerlegt. Echte Actionkönner hätten das nicht nötig.
Die Stimmung des Films ist düster und schmuddelig. Dafür sorgen die angemessen abgewetzten Klamotten, CGI-Städte und Ruinen und großartige reale Locations wie die Wüste in Südkalifornien. Hier hat sich der Ausstatter Richard Bridgland eingebracht, der schon Paul W.S.Andersons "Resident Evil" und "Aliens vs. Predator" bestückt hat. Das sieht man "Priest" deutlich an.
"Priest" bedient sich großzügig bei allen Filmen, die im Bereich Postapokalypse, Horror, Dystopie schon auf dem Markt sind. "Mad Max", "Babylon A.D"., "The Book of Eli", "Mutant Chronicles", "Blade Runner", "Equilibrium", "Matrix", "Judge Dredd", ein paar Bilder aus "Star Wars". und diverse Klassiker mit namenlosen Rächern aus dem Wilden Westen wie Eastwoods "Der Mann ohne Namen". Die Macher reden sich einfach raus in dem sie dreisten Ideenklau zur Hommage erklären.
Regisseur Scott Stewart hatte gerade erst mit "Legion" einen übernatürlichen Horrorschocker in den Sand gesetzt. Damals war das Projekt "Priest" allerdings schon weit fortgeschritten, sonst hätte man ihm das wohl kaum anvertraut. Ursprünglich kommt er aus dem Special-Effect-Bereich, ist Mitgründer der Trickfirma "The Orphanage", die an "Iron-Man" und "Sin City"mitgearbeitet haben. Und diese Erfahrungen erkennt man auch in "Priest". Die Optik ist gelungen, besonders in die Kreaturen ist viel Arbeit geflossen. Mit realen Lebewesen hat Stewart es dagegen nicht so sehr. Die sind hier reine Staffage. Schließlich ist dies auch erst sein zweier Spielfilm. Warum man in Hollywood immer noch glaubt, dass Special-Effect-Freaks gute Geschichtenerzähler wären (Man denke nur an das "Skyline"-Debakel der Strause-Brüder), ist rätselhaft. Trotzdem ist "Priest" um Längen besser als "Legion". Weit weg von einem künftigen Klassiker, aber ein ordentliches Actionhorrorhäppchen für zwischendurch.

