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Morning Glory Trailer

FSK Film: 6 | FSK Trailer: 0 | Länge: 108 Min | Kinostart: 13.01.2011 | Release: 24.06.2011 (DVD&BD)
© Paramount | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

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Schauspieler:Rachel McAdams, Harrison Ford, Diane Keaton, Patrick Wilson, Jeff Goldblum

Die Story:Für die 28-jährige engagierte Becky Fuller (Rachel McAdams) platzt ein Lebenstraum: statt der lang ersehnten Beförderung zur Fernsehproduzentin, wird ihr kurzerhand gekündigt. Und nahtlos fügt sich an ihre Karriere auch ihr Liebesleben - komplett verkorkst. Als sie nach diversen fehlgeschlagenen Bewerbungen einen Anruf der Frühstückssendung Daybreak erhält, scheint ihre Pechsträhne ein Ende zu haben. Dass der Produzent der letztplatzierten nationalen Morgenshow ihr einen völlig aussichtlosen Job anbietet, nämlich die Quote zu retten, stört sie dabei nicht weiter. Voller Übereifer stürzt sich Becky in den neuen Job, felsenfest entschlossen, aus Daybreak DAS TV Highlight des Tages zu machen. Als erstes engagiert Becky den legendären TV-Anchorman Mike Pomeroy (Harrison Ford). Dumm nur, dass Mike ein Nachrichtenmann der alten Schule ist und sich weder mit Frühstückssendung-Tratsch, Haushaltstipps und Horoskopen, noch mit seiner neuen Kollegin und ehemaligen Schönheitskönigin Colleen Peck (Diane Keaton) beschäftigen möchte. Becky muss sich schnell etwas einfallen lassen, damit nicht ihre Karriere, ihr Ruf, ihre gerade erst erblühende Beziehung mit dem Produzentenkollegen Adam (Patrick Wilson) und die ganze Sendung in Rekordgeschwindigkeit den Bach runtergehen. Doch guter Rat ist teuer...

Hintergrund:Superstarpower ist garantiert in der neuen Komödie von NOTTING HILL-Macher Roger Michell: An der Seite der Leinwandlegenden Harrison Ford (INDIANA JONES-Reihe), Diane Keaton (WAS DAS HERZ BEGEHRT) und Jeff Goldblum (DIE TIEFSEETAUCHER) läuft die hinreißende Rachel McAdams (SHERLOCK HOLMES) zu Hochform auf als aufstrebende Fernsehproduzentin, die zu unkonventionellen Mitteln greifen muss, um ihre Morgenshow, ihre Karriere und ihr Privatleben zu retten. In der Tradition großer Hollywood-Komödien erzählt MORNING GLORY eine hochmoderne Geschichte, die ihre Lacher treffsicher landet und dem Zuschauer dennoch zu Herzen geht. Ganz großes Kino!



Ausführlicher Inhalt des Films:

Dass Becky Fuller (Rachel McAdams) kein Glück in der Liebe hat, wundert sie selbst am wenigsten: Als ambitionierte Produzentin einer lokalen Morgenshow in New Jersey hat sie einfach keinen Kopf für Romantik. Und Zeit dafür schon gar nicht: Jeden Tag steht sie pünktlich um ein Uhr dreißig auf, um die Sendung vorzubereiten und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Becky will Karriere machen und setzt darauf, endlich die seit einiger Zeit in Aussicht stehende Beförderung zu bekommen: Niemand beim Sender ist engagierter und ambitionierter. Als sie tatsächlich endlich zu ihrem Chef ins Büro gerufen wird, erwartet sie dort eine eiskalte Dusche: Wegen Restrukturierungsmaßnahmen des Senders und dringender Einsparungen wird ihre Stelle einfach wegrationalisiert. Becky Fuller ist 28 Jahre alt. Und sie steht auf der Straße.

Beckys Mutter (Patti D’Arbanville) macht ihrer Tochter Vorhaltungen, sie habe sich mit ihren Vorstellungen von einer strahlenden Karriere selbst etwas vorgemacht, anstatt der Realität ins Auge zu blicken. Es sei einfach nicht in Ordnung, mit knapp 30 Jahren kein Leben zu haben, immer noch zu Hause im Elternhaus zu wohnen und einem Traum hinterherzujagen, der sich niemals erfüllen wird. Obwohl ihre Verzweiflung wächst und mit ihr die Angst, ihre Mutter könne mit ihrer Einschätzung richtiger liegen, als sie sich eingestehen will, schreibt Becky eine Bewerbung nach der anderen und verbringt die nächsten Tage damit, am Telefon alle erdenklichen Sender abzuklappern. Außer Spesen nichts gewesen: Sie erhält Absagen im Dutzend. Als sie die Hoffnung schon fast aufgegeben hat, erhält sie einen Anruf vom Programmchef des großen New Yorker Senders IBS, Jerry Barnes (Jeff Goldblum): Er befindet sich auf der Suche nach einem unerschrockenen Produzenten, der Daybreak retten soll, die höchst erfolglose Morgenshow des Senders, die längst als Auslaufmodell gehandelt wird.

Beim Vorstellungsgespräch gibt sich Becky alle erdenkliche Mühe, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Doch obwohl sie Barnes das Blaue vom Himmel verspricht, ist er nicht überzeugt. Im Gegenteil: Er lässt sie unmissverständlich spüren, dass er ihre Bereitschaft, sich für diesen Job sogar zu erniedrigen, peinlich findet. Beim Weg aus dem Gebäude steigt nicht nur der erfolgreiche Nachrichtenproduzent Adam Bennett (Patrick Wilson) zu Becky in den Fahrstuhl, sondern auch der sichtlich schlecht gelaunte Mike Pomeroy (Harrison Ford). Pomeroy ist eine Legende unter den klassischen Nachrichten-Anchors - und das ganz große Vorbild von Becky Fuller, die ihn über alles verehrt -, auch wenn sein Stern in einer veränderten Medienlandschaft, in der kein Wert mehr auf sauber recherchierte Nachrichten gelegt wird, im Sinken begriffen ist. Er ist ein Auslaufmodell, auch wenn er es sich nicht eingestehen will. Und er zeigt Becky, die ihm gesteht, ein großer Fan zu sein, brüsk die kalte Schulter und verlässt den Fahrstuhl ohne ein weiteres Wort. Becky solle sich nicht grämen, sagt Adam: Bei Pomeroy handele es sich um den drittschlimmsten Menschen auf der ganzen Welt.

Als sie sich wieder auf dem Heimweg befindet, erhält Becky einen erneuten Anruf von Jerry Barnes. Er hat es sich noch einmal überlegt und bietet der jungen Frau den Posten bei Daybreak an, auch wenn es ein schlimmer Job sei, die Bezahlung schlecht und überhaupt ein Himmelfahrtskommando, an dem man sich unweigerlich die Zähne ausbeißen müsse. Becky zögert keine Sekunde: Sie sagt zu. Sie sucht sich eine Wohnung in New York und macht sich am folgenden Montag auf den Weg zu ihrer neuen Arbeitsstelle. Dort muss sie, als sie von dem langgedienten Herstellungsleiter Lenny Bergman (John Pankow) herumgeführt und eingeweiht wird, schnell feststellen, dass Daybreak im Ansehen des Senders ganz weit unten angesiedelt ist. Im Keller, buchstäblich: Die Produktionsräume befinden sich tatsächlich im Untergeschoss des Sendergebäudes. Alles sieht etwas heruntergekommen aus, als habe man längst jede Hoffnung fahren lassen, jemals wieder aus dem Quotenkeller herauszukommen.

Becky lernt alle wichtigen Menschen der Sendung kennen. Colleen Peck (Diane Keaton) ist die langjährige Moderatorin der Show, eine ehemalige Schönheitskönigin aus Arizona und bekannt für ihre Oberflächlichkeit. Sie ist zu jeder noch so großen Ungeheuerlichkeit bereit, um die Sendung wieder ins Gespräch zu bringen. Absolut ungenießbar ist ihr Moderationspartner, der selbstgefällige und arrogante Paul McVee (Ty Burrell), der Becky wie einen Haufen Dreck behandelt und sie unmissverständlich spüren lässt, dass er nichts von ihr hält. Bei der ersten Besprechung des gesamten Teams entsteht schnell der Eindruck, Becky sei tatsächlich völlig überfordert. Wie eine Flutwelle brechen die Vorschläge und Wünsche ihrer Kollegen über sie herein. Doch Becky verblüfft alle Anwesenden: Sie hat sich jedes der zahllosen Ansinnen gemerkt und kann jedem Einzelnen die nötigen Auskünfte geben und Aufträge verteilen. Als dann verspätet Paul auftaucht und von ihr für sein unverschämtes Verhalten kurz entschlossen fristlos gefeuert wird, ist die Überraschung bei allen Anwesenden groß. Sie hat sich auch mit einem Paukenschlag den nötigen Respekt verdient.

Jetzt steht Becky allerdings vor dem Problem, dass sie einen neuen Nachrichtenmann für Daybreak an Bord holen muss. Sie sucht Rat bei Adam. Und dann hat sie die zündende Idee: Aufgrund einer Klausel in Mike Pomeroys Vertrag mit dem Sender kann sie den alten Anchor als neuen Moderator ihrer Morgenshow verpflichten, ohne dass er sich dagegen wehren kann. Zu dessen unverhohlenem Entsetzen: Morgenshows hasst Mike Pomeroy zutiefst. Wie dort Nachrichten mit Unterhaltungsinhalten verbunden werden, hält der Mann, der alles verabscheut, was auch nur im Entferntesten den Anschein macht, es könne putzig oder flauschig sein, für völlig inakzeptabel. Er macht auch unmissverständlich klar, dass er nicht für in seinen Augen sinnlose Segmente wie Kochempfehlungen oder Tiervorstellungen zu haben ist. Er verweist auf die zahlreichen Auszeichnungen, die er im Verlauf seiner Karriere bekommen hat, aber Becky bietet dem zornigen Mann im Maßanzug und den bunt geringelten Socken die Stirn und besteht darauf, dass Mike seinen Vertrag einzuhalten hat.

Der große Tag ist da: Erstmals besichtigt Mike Pomeroy seinen neuen Arbeitsplatz. Aber sollte Becky gehofft haben, er habe sich wieder beruhigt und würde sich nun professionell fügen, dann hat sie sich getäuscht: Mikes Verachtung für Daybreak ist Groß, ebenso wie seine Absicht, das Spiel nicht im Entferntesten mitzuspielen - und natürlich sind er und Colleen sofort verfeindet. Erstmals ist Becky wirklich ratlos. Als Adam, ein um schwärmter Produzent der Firma, sie zu einem Drink einläd, warnt er sie vor einer Zusammenarbeit mit Mike: Mike macht gerne alle Beteiligten das Leben zu Hölle indem er sich vor ungeliebten Jobs gerne mal betrinkt.. Aber eigentlich will Adam nicht über den Beruf reden, vielmehr hatte er die Verabredung als Date verstanden - Becky weist ihn in seine Schranken. Ein Mann, der sich wirklich und aufrichtig für sie interessiert? Unmöglich! Dann reißt sie sich zusammen: Tatsächlich findet auch sie Adam höchst attraktiv und man könne es ja langsam angehen lassen.

Kurz darauf landen sie knutschend in Adams Wohnung. Doch bevor es zu mehr kommen kann, erfährt Becky, dass Mike wieder auf Sauftour ist. Unverdrossen macht sie sich in den New Yorker Bars auf die Suche nach ihrem Starmoderator - und findet ihn schließlich in höchst angeschlagenem Zustand. Sie bringt Pomeroy nach Hause und verbringt die Nacht auf seiner Couch, um sicherzustellen, dass er am nächsten Morgen pünktlich zur Arbeit erscheint. Schließlich ist es Mike, der Becky weckt. Rechtzeitig schaffen sie es zur Sendung, die zum Desaster gerät, weil Mike nicht die Absicht hat, nach den Regeln zu spielen. Er zeigt sich gelangweilt, verliest monoton seine Nachrichten, schweigt sonst aber, es sei denn, er kann Colleen eine verbale Ohrfeige verpassen.

In den nächsten Wochen erblüht nur Beckys Privatleben: Adam nimmt die unermüdliche Dauerarbeiterin_so, wie sie ist. Aber mit Daybreak geht es nicht bergauf, nicht zuletzt, weil Mike Pomeroy sich bockig zeigt. Schließlich wird Becky zu Jerry Barnes ins Büro zitiert. Er hat keine guten Nachrichten: Die Senderchefs haben beschlossen, Daybreak abzusetzen und am Sendeplatz der Morgenshow stattdessen billige Wiederholungen zu zeigen. Verzweifelt erbettelt Becky einen Aufschub: Binnen weniger Wochen will sie sich am Erfolg messen lassen. Jerry willigt ein. Doch nun ist guter Rat teuer: Wie macht man eine Show zum Tagesgespräch, die von allen guten Geistern verlassen ist? Becky ist bewusst, dass Mike der Schlüssel zum Erfolg ist. Und schließlich hat sie eine Idee, wie sie den alten Nachrichtenmann auf ihre Seite ziehen kann ...


Eure Meinung zu "Morning Glory"



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Eure Kommentare zu "Morning Glory":

Adrian Rachel ist echt supersüß!

Max Diane Keaton rockt schon immer. Wird sicher ein charmanter Film. Guck ich mir an!

 




♥: Treffende und witzige Karriere-Komödie. Harrison Ford und Diane Keaton stehlen die Show
−: für eine Mediensatire zu harmlos. Zu wenig Ford und Keaton

"Irgendwas mit Medien" ist ein zwar sehr vager aber doch um so beliebterer Berufswunsch.
Was das tatsächlich bedeutet, kann man in "Morning Glory" auf humorvoll entschärfte aber doch treffende Art sehen. In seiner Beschreibung der Realität hinter den Kulissen einer TV-Show liegt der Film gar nicht so weit daneben.
Tatsächlich geht dort die Quote über alles und die Eitelkeiten von Starmoderatoren gehen über die Fantasie jeder Soap weit hinaus. Die Arbeitszeiten sind wirklich irrwitzig , die Bezahlung für meist weit weniger verlockend als die gemeinhin vermutet und der Job weitaus unsicherer als einem lieb sein kann. Kein Wunder dass viele Mitarbeiter sich vor allem mit Galgenhumor über den Tag retten. Das ist in der deutschen Medienbranche nicht anders als in den USA.


Die Autorin von "Der Teufel trägt Prada" , Aline Brosh McKenna, und der Regisseur von "Notting Hill", Roger Michel haben hier zusammengearbeitet. "Morning Glory" schlägt allerdings mehr die Richtung der Modekomödie. Auch wenn Becky Fuller(Rachel McAdams) auf der Suche nach privatem Glück fündig wird - ihre Karriere steht im Vordergrund. Fans reinrassiger Romantikkomödien könnten darum enttäuscht sein, alle anderen freuen sich , dass am Ende mal nicht die Hochzeitsglocken läuten und die Karrierefrau zur Ehefrau mutiert.

Aber vor allem der Kampf der Alpha-Moderatoren Colleen Peck (Diane Keaton) und Mike Pomery (Harrison Ford) ist urkomisch und doch wahr. der Zoff um die besten Themen und vor allem ums letzte Wort. Allerdings hätte man aus dem Aufeinandertreffen von Diane Keaton und Harrison Ford noch viel mehr machen können. Aber um auch jüngere Zuschauer anzulocken, muß eben vor allem die eigentliche Hauptfigur ihr Liebesleben auf die Reihe kriegen - und den Sender auf Vorermann bringen. Da bleibt für die viel interessantere Geschichte leider nicht mehr genug Zeit.
Harrison Ford spielt den altgedienten Premiumjournalisten Pomeroy , der vom Sender kaltgestellt wurde und nun hochbezahlt nur noch auf die Rente wartet. Nachrichten sind für ihn "ein heiliger Tempel". Für seichtes Infotainment ist er sich zu schade.
Aber um seine Pension nicht zu riskieren, muss er dann doch mitspielen, als Becky ihn wie ein aussortiertes Requisit vom Sender anfordert.
Am Ende lernt der verbitterte Nachrichtenreporter natürlich doch noch, sich mal locker zu machen, nicht alles so eng zu sehen, damit es doch noch ein versöhnliches Ende gibt.
Schade eigentlich, denn für eine echt bissige Mediensatire reicht es so natürlich nicht. Ernster Journalismus ist hier nur eine Geschmacksfrage, um die Notwendigkeit kritischer Berichterstattung und die Probleme, die dem imWeg stehen, wie Sponsorenmacht, politische Einflußnahme und Budgetsorgen spielen hier keine Rolle. Was am Ende die Quoten hochtreibt, sind der launige Kleinkrieg der Anchor ,ein paar alberne Stunts des Wetter-Moderators (Hallo, Herr Wettervogel) und letztlich die medientaugliche Zähmung des Widerspenstigen Pomeroy. Da wird "Morning Glory" genauso leichtgewichtig (oder "flauschig", ein Wort das Pomeroy nie sagen wollte) wie das TV-Programm, dass er angeblich kritisiert.
Und trotzdem macht die Karrierekomödie durch viele treffende Beobachtungen, scharfzüngige Dialoge und gutaufgelegte Stars reichlich Spaß.

 



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

Weitere Infos zum Film:

Die Geschichte von Frauen am Arbeitsplatz in sexy Screwball-Komödien ist legendär. Das reicht von Rosalind Russell, die es in HIS GIRL FRIDAY („Sein Mädchen für besondere Fälle“, 1941) mit Cary Grant als hinterhältigen Redakteur zu tun bekam, bis zu Melanie Griffith als hart arbeitende Sekretärin aus einfachen Verhältnissen, die sich in WORKING GIRL („Die Waffen der Frauen“, 1988) als ihre einflussreiche Chefin ausgibt. Frauen, die es an die Spitze schaffen wollen, haben sich im Verlauf der Geschichte Hollywoods als smarte, schlagfertige und ansprechende Heldinnen erwiesen, die in Komödien eine besonders gute Figur abgeben.

Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna hat seit Langem ein Händchen für Geschichten über die Mühen und Triumphe junger Frauen, die am Arbeitsplatz ihren Weg gehen. Das schlug sich zunächst nieder in ihrem Drehbuch für die Erfolgskomödie THE DEVIL WEARS PRADA („Der Teufel trägt Prada“, 2006), basierend auf einem Bestseller über eine junge Assistentin, die sich todesmutig gegen ihre Chefin aus der Hölle durchsetzt. Mit einem erfrischend modernen Ansatz erzählt sie jetzt das Porträt einer resoluten, aufstrebenden Fernsehproduzentin, die sich einen der stressvollsten Jobs der Welt ausgesucht hat: das Erstellen von Nachrichten für das Morgenfernsehen - ein Beruf, der ebenso berühmt wie berüchtigt dafür ist, junge Menschen zu Höchstleistungen anzuspornen... oder direkt ins Irrenhaus zu befördern.

McKenna ging bei der Arbeit von ihrer Hauptfigur aus: Becky Fuller ist eine ambitionierte Produzentin einer lokalen Nachrichtensendung, deren Arbeitsplatz gerade wegrationalisiert wurde. Mit einem Mal sehen die beruflichen Zukunftsaussichten für die 28-Jährige ebenso mau aus wie ihr eigentlich nicht existentes Liebesleben. Dann erhält sie die Chance in die in New York produzierte nationale Morgensendung „Daybreak“ einzusteigen. Ihr ist bewusst, dass ihre Erfolgschancen nicht allzu gut stehen. Trotzdem will sie diese einmalige Gelegenheit nicht kampflos verstreichen lassen. Das heißt aber auch, dass sie sich auf einen Frontalzusammenstoß mit einem Mann gefasst machen muss, der das genaue Gegenteil von ihr ist: Mike Pomeroy. Er ist eine Legende unter den Nachrichten-Anchors, ein Mann, der nichts ausstehen kann, was auch nur im Entferntesten den Eindruck macht, es könnte weich, süß oder knuffig sein, aber sich mit all diesen Eigenschaften konfrontiert sieht, als es Becky gelingt, ihn als neuen Komoderator - und wie sie hofft: Retter - ihrer Show zu verpflichten. McKenna unterbreitete ihre Idee J. J. Abrams, der sofort begeistert war von der Spannung, die sich aus dem stetigen Hin und Her zwischen einer zu allem entschlossenen Newcomerin und einem notorischen Stinkstiefel, der zu keinem Preis der Welt bereit ist, sich als Teamplayer auszuzeichnen, ergibt.

„Der Motor von MORNING GLORY ist die unglaublich unterhaltsame Dynamik, die zwischen diesen beiden großartigen Figuren besteht“, erklärt Abrams. „Becky ist eine junge Frau, die sich voller Enthusiasmus in ihre neue Arbeit stürzt, weil sie nichts mehr will, als dass alle anderen an sie glauben. Mike dagegen ist ein einstmals gefeierter und mittlerweile aufs Abstellgleis abgeschobener Nachrichtenpionier, der die bloße Idee von Morgenshows grundlegend ablehnt und nun alles in seiner Kraft Stehende unternimmt, Beckys Leben schwer zu machen. Mir gefiel, wie Aline diesen klassischen, mit Energie geladenen Old-School-Ton perfekt traf, als wäre MORNING GLORY ein Film von Preston Sturges. Die Morgennachrichten sind eine großartige Kulisse für eine Arbeitsplatzkomödie, weil die Atmosphäre stets geladen ist, aber Aline fand auch einen Erzählansatz, der ungemein frisch ist. Sich in ihrem Beruf durchzusetzen, bedeutet Becky alles, aber Mike hat nicht vor, es ihr leicht zu machen.“

Das Team von Abrams’ Produktionsfirma Bad Robot war auch angetan von der Vorstellung, all den Wahnsinn hinter den Kulissen einer jener Morgenshows zeigen zu können, mit denen Amerika jeden Tag aufsteht. Darin gibt es nicht nur durchgeknallte Wetterberichte, unkontrollierbare Tiere und Kochrezepte für Lasagne zu bestaunen, sondern auch die verzweifeltesten Versuche der Fernsehgeschichte, mit außergewöhnlichen Gimmicks die Quoten nach oben zu treiben. „Wer schon einmal ein paar der Clips auf YouTube gesehen hat, weiß, dass die Morgennachrichten voll sind mit den aberkomischsten Sachen, die jemals auf Video festgehalten wurden“, merkt Burk an. „Es war aufregend, über das komische Potenzial einfach nur nachzudenken.“ Und es stand außer Zweifel, dass es McKenna gelingen würde, eben jenes Potenzial in der endgültigen Drehbuchfassung komplett auszuschöpfen. „Wir sind alle große Fans von Alines Arbeit“, sagt die ausführende Produzentin Sherryl Clark, die für die Spielfilmproduktion bei Bad Robot verantwortlich zeichnet. „Wir hätten uns niemanden vorstellen können, der geeigneter für das Drehbuch gewesen wäre.“

Eines der Markenzeichen von Aline Brosh McKenna sind ihre dynamischen Dialoge. Aber sie glaubt auch an umfassende Vorbereitung und, wenn es sein muss, Recherche am eigenen Leib. Also stellte sie den Alarm ihres Weckers kurz entschlossen auf mitten in der Nacht und begann, ihre Tage selbst hinter den Kulissen sämtlicher New Yorker Morgenshows zu verbringen. Sie wollte eine Vorstellung davon bekommen, wie das Leben einer jungen Fernsehproduzentin tatsächlich aussieht.

Clark sagt: „Eines der größten Komplimente erhielten wir von Morley Safer (legendärer Journalist von CBS News), der uns fragte, ob Aline tatsächlich niemals für eine Morgenshow gearbeitet habe, weil er alles so unglaublich genau und akkurat fand.“ Je mehr sie in Erfahrung brachte, desto mehr kam McKenna zu der Überzeugung, dass es in MORNING GLORY um mehr gehen musste als um den ohnehin längst nicht mehr so leidenschaftlich ausgefochtenen Krieg zwischen Nachrichten und Unterhaltung. Stattdessen wollte sie ihre Heldin mit einer ganz anderen, viel aktuelleren Realität konfrontieren: dass man Nachrichten und Unterhaltung mittlerweile nicht mehr auseinanderhalten kann. Mike Pomeroy mag standhaft an seinem Glauben festhalten, dass die wahren Nachrichten den Lauf der Welt beeinflussen, und Becky mag noch so beeindruckt von seinen Fähigkeiten als Reporter sein, aber sie weiß nur zu gut, dass die Welt sich so sehr verändert hat, dass Mike einen neuen Weg finden muss ... oder auf dem Abstellgleis landet. Und so sehr sie ihre eigene Karriere anschieben will, will sie unter allen Umständen auch seine Karriere retten, auch wenn er sie in den Wahnsinn treibt.

„Alines Drehbuch greift die Debatte auf und streift in ihrer Geschichte die Bedeutung von Nachrichten, aber das ist nicht wirklich, was im Mittelpunkt des Films steht“, erklärt Clark. „Vielmehr geht es um ein Mädchen, das ein Underdog ist. Sie kommt in die große Stadt, um die Morgenshow in Amerika mit den schlechtesten Quoten zu retten - und das ist nur möglich, wenn es ihr gelingt, einen der zynischsten und abgebrühtesten Menschen, den es auf dem Planeten gibt, zu bekehren.“

Vom frühesten Entwicklungsstadium an träumten Aline Brosh McKenna und J. J. Abrams davon, Harrison Ford für die Rolle des mit allen Wassern gewaschenen Nachrichtenmannes Mike Pomeroy zu gewinnen. „Ich hatte eine Ahnung, dass die Rolle etwas für ihn sein würde, weil sie seinem ausgeprägten Sinn für Humor absolut entspricht“, meint Abrams, der vor fast 20 Jahren erstmals mit Ford gearbeitet hatte, als Drehbuchautor von REGARDING HENRY („In Sachen Henry“, 1991). „Wenn der Name Harrison Ford fällt, denkt man instinktiv an einen waschechten Actionhelden, an Han Solo und Indiana Jones. Dabei vergisst man, wie unglaublich witzig er sein kann. Es ist nur schon eine ganze Weile her, dass er eine wirklich großartige komische Rolle hatte.“ Gleich nach der Zusage Fords machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Regisseur. Schnell einigte man sich auf einen Namen: Roger Michell hatte in dem sensationell erfolgreichen Film NOTTING HILL („Notting Hill“, 1999) mit Julia Roberts und Hugh Grant, eine unwahrscheinlich erscheinende Liebesgeschichte zwischen dem berühmtesten Filmstar der Welt und einem unscheinbaren Londoner Buchverkäufer, bereits sein ausgeprägtes Gespür für entwaffnende Comedy unter Beweis gestellt. Michell fiel außerdem auf mit seinem Oscar®-nominierten Drama VENUS (2006) mit Peter O’Toole in einer seiner meistgelobten Darstellerleistungen, dem von der Kritik geschätzten THE MOTHER („Die Mutter - The Mother“, 2003) und dem Thriller CHANGING LANES („Spurwechsel“, 2002).

„Roger Michell kann einfach alles. Er hat einen ganz unverkennbaren Stil, eine ganz eigene Eleganz, die einem sofort auffällt“, sagt Abrams. „Roger gab MORNING GLORY einen wunderbar lebhaften Look, und er entlockte allen unseren Schauspielern umwerfende Leistungen.“ Das Drehbuch war eine große Überraschung für den Regisseur. „Ich wollte unbedingt wieder in Amerika arbeiten und einen Film drehen, der den Menschen Spaß macht“, berichtet Michell. „Als ich das Drehbuch las, merkte ich sofort, dass es großes Potenzial besaß. Es spielt in einer realen Welt mit großem Wiedererkennungswert, die Welt des Morgenfernsehens, die sich zu meiner Verblüffung als verführerischer und interessanter erwies, als ich jemals gedacht hätte. Der Humor steckte in den Figuren und darin, wie sich Becky Fuller mit bloßem Willen und Charme durchsetzt und diesen bunt zusammengewürfelten Haufen Menschen zum Erfolg führt.“

Die Kombination von McKenna, Ford und Michell war bereits ausgesprochen vielversprechend, aber es wurde noch besser, als man zwei weitere Wunschdarsteller gewinnen konnte: Der aufstrebende Jungstar Rachel McAdams wurde für die fordernde Rolle der Becky Fuller verpflichtet, und mit Diane Keaton kam eine unumstrittene Leinwandlegende für den Part der Colleen Peck an Bord, die sich legendäre verbale Schlagabtausche mit der von Harrison Ford gespielten Figur liefert.

„Die Gelegenheit zu haben, diesen beiden Ikonen dabei zuzusehen, wie sie aufeinander losgehen, ist absolut unbezahlbar“, merkt der ausführende Produzent Guy Riedel an. „Harrison und Diane waren so großartig in ihren Rollen, dass man sich wünschte, ihre Streitereien würden niemals aufhören. Wir wollten im Verlauf des Drehs immer noch mehr Dialoge schreiben, damit wir ihnen noch mehr bei ihrem Gekabbel zusehen konnten.“