Mount St. Elias Film Trailer
FSK Film: 12 | Länge: 101 Min | Kinostart: 18.11.2010 | Release: 07.04.2011 (DVD&BD)
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Schauspieler:John Johnston, Axel Naglich, Peter Ressmann
Die Story:Seit 2003 hat der österreichische Skialpinist Axel Naglich (41) eine Vision: die Befahrung des gnadenlosen Mount St. Elias mit Ski. 5.489 Höhenmeter und 25 Kilometer vom Gipfel bis auf Meereshöhe - Zahlen, die ob der körperlichen und mentalen Herausforderung dieser Expedition absolut in den Hintergrund treten. Die archaische Eiswüste des höchsten Küstengebirges der Welt, das St. Elias Massiv, gilt als einer der entlegensten und niederschlagreichsten Plätze Alaskas. Rasant wechselnde Wetterbedingungen, permanente Felssturz- und Lawinengefahr, tagelange Schneestürme und großteils unbekanntes Terrain verlangen nach lebenswichtigen Entscheidungen in Sekundenbruchteilen. Extremsituationen, die nur gemeistert werden können, wenn die Ratio ausgeschaltet wird. Erst dann ist der Mensch zu Außergewöhnlichem fähig.
Hintergrund:Eine Herausforderung, die zur Grenzerfahrung wird: Drei Skialpinisten wagen 2007 die Besteigung und Befahrung der längsten, schneebedeckten vertikalen Linie der Welt am Mount St. Elias in Alaska, und erfahren im Laufe der Expedition nicht nur, dass der Kampf gegen die Natur eigentlich ein Kampf gegen das eigene Ich ist, sondern auch, dass sie erst verlieren müssen, um den Gipfel erreichen zu können. Mount St. Elias, ein dokumentarisches Bergdrama von Gerald Salmina über die längste Skiabfahrt der Welt.
Sprachen:Exklusiv: Ausschnitt Abfahrt
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Als das Trio mit Axel Naglich, Peter Ressmann (44) und Jon Johnston (33) und einem Filmteam im Mai 2007 nach Alaska aufbricht, weiß dieses Team noch nicht, dass es das erste seit der letzten Tragödie auf diesem Berg vor fünf Jahren sein wird, das es auf den Gipfel schafft. Zwei Menschen kamen damals ums Leben, der Weg zum Gipfel führt die österreichisch-amerikanische Expedition an deren eisigem Grab vorbei. Einschüchternde Fakten, die eine weitere psychische Barriere für jeden neuen Versuch bedeuten. „Die Entscheidung, den Gipfelsturm in Angriff zu nehmen ist eine ziemlich schwerwiegende, weil damit ein Zug ins Rollen kommt, der nicht so einfach zu stoppen ist. Im Zuge dieses mehrtägigen Gipfelsturms hast du quasi im Sekundentakt Entscheidungen von großer Tragweite zu fällen. Jeder Schritt kann ein falscher sein, jeder Griff kann ein falscher sein, jeder Schwung kann ein falscher sein. Falsch heißt unter Umständen tödlich“, umreißt der Kitzbüheler Axel Naglich seine Gedankenwelt.
Mount St. Elias, der erste Kinofilm des österreichischen Extremsportregisseurs Gerald Salmina (44) in Kooperation mit dem Red Bull Media House, dokumentiert mit großer essayistischer Nähe eine Expedition in das Ungewisse, getragen von der steten Herausforderung Natur und dem Kampf gegen die eigene Psyche. Im Mittelpunkt stehen Grenzgänger, die ihre Fähigkeiten am Grat der menschlichen Leistungsgrenze unter Beweis stellen. Am Ort der Handlung live gefilmt, ist es eine wahre und authentische Geschichte, die es versteht zu hinterfragen, warum gerade Berge ein Ort sind, wo tödliche Gefahr und höchstes Glück eins werden können. „Der Film erzählt von der Beziehung zwischen Mensch und Berg in ihrer extremsten Form und hinterfragt, warum Menschen immer wieder an ihre physischen und mentalen Grenzen gehen – ein Zusammenspiel von Körper und Geist, das bei Extremsportlern ein besonders hohes Niveau erreicht. Das emotionale Portrait über die Motivation und Fähigkeiten dieser Männer, die ein Leben als Grenzgänger führen, dokumentiert eindrucksvoll, was ihre Beweggründe dafür sind und wie sie ihre hochgesteckten Ziele erreichen. Eine Geschichte dessen reale Verfilmung der Handlung, aufgenommen im „Hier und Jetzt“, dem klassischen Spielfilm mehr als nur Konkurrenz bietet,“ so Regisseur und Produzent Gerald Salmina.
Das kleine, hoch spezialisierte Filmteam kann die abweisende und unmenschliche, zugleich aber wilde und anziehende Schönheit der Bergkulisse in beeindruckender Weise festhalten. Neue Maßstäbe werden mit Hilfe eines „State of the Art“ Cineflex Helikopter Kamerasystems und durch den Einsatz von permanenten Helmkameras bei den Protagonisten gesetzt. Gesteigert wird diese Kombination durch Kameramann Günther Göberl, der, ständig auf Augenhöhe mit den Akteuren, Bilder vom gemeinsamen Aufstieg zum Gipfel zeigt, die sonst nur einer Handvoll Privilegierter vorbehalten sind. „Ein einmaliges live Feature, das von der inspirierenden Erzählweise Gerald Salmina’s in seinem ersten Kinofilm lebt. Die absolut authentischen Szenen in Extremsituationen, die durch ihre Spielfilmnähe fast schon bizarr wirken, werden mit spektakulären und noch nie zuvor gezeigten, faszinierenden Bergbildern zu einem nachhaltig beeindruckenden Abenteuerepos. Gerald Salmina schafft es, diesen Film aus seinem eigenen Genre zu befreien und ihn in ein viel größeres zu führen“, so Dr. Walter Köhler, Universum Redaktion des ORF, im Zitat.
Eure Meinung zu "Mount St. Elias"

♥: Faszinierende Naturaufnahmen, spannende Story, wuchtiger Soundtrack
−: Zu unkritischer Umgang mit Adrenalinjunkies
Der höchste Gipfel der Welt ist der Mount Everest. Das weiß
jeder. Allerdings steht der Berg auf dem tibetanischen Hochland ,
das bereits 5000 Meter hoch ist.Der Everest selbst ist also nur knapp 3900 Meter hoch.
Der höchste Berg der Welt ist daher nach Expertenmeinung der
Mount St.Elias in Alaska. Der steigt nämlich direkt vom Ozean aus 5489 Meter in die
Höhe. Der Extremsportler Axel Naglich will den Berg aber nicht nur besteigen.
Er will auch noch mit Skiern vom Gipfel abfahren.
Unter den Natur- und Sportdokus ist Mount St.Elias ein echter Thriller, der keinen Moment Langweile aufkommen lässt. Schon die Zusammenstellung des Bergteams wirkt wie eine Spielfilmanordnung. Da gibts es den verbissenen Anführer Naglich, den eher besonnenen Ressmann und den zaghaften Johnston. Klar, dass so unterschiedlice Egos irgendwann kollidieren. Die eigentliche Expedition wurde mit zahlreichen Kameras aufgenommen. Ein Kameramann gehörte zum Team, die Bergsteiger hatten Kameras an den Helmen und auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz, wenn das Wetter es zuließ. Dadurch wird die Bergwelt in allen möglichen Varianten präsentiert, mit wackeligen Aufnahmen direkt an einer Steilwand aber auch mit epischen Landschaftspanoramen. Dazu passend gibts einen wuchtigen Soundtrack, mal symphonisch, mal rockig, der das Vorhaben endgültig zum Abenteuer stilisieren.
Zusätzlich zur eigentlichen Expedition wird auch die Geschichte einer früheren Besteigung erzählt. 2002 kamen zwei Bergsteiger am Mount St.Elias. Was ging damals schief ? War es einfach Pech, ungünstiges Wetter, oder ein fataler Fehler des Teams ? Und können Naglich und Co. aus der ragödie lernen ? Die nachgestellten Rückblenden führen vor Augen,wie gefährlich das Bergsteigen am Mount St.Elias ist. Die Natur macht den Filmemachern auch diesmal mehrmals einen Strich durch die Rechnung. Die ursprüngliche Planung muss immer wieder über den Haufen geworfen werden. Das erweist sich für den Film aber auch als Glücksfall. Denn die übliche Dramaturgie : Bergauf - Bergab - wäre schon sehr simpel gewesen.
Ungünstige Wetterverhältnisse zwingen die Alpinisten aber zu einer zermürbenden Pause. Und da beschließen sie, statt zu warten den unteren Teil des Bergs schon einmal per Ski zu erkunden. So kriegt man einen Vorgeschmack darauf, wie Skifahren in hochalpinem Gelände, an felsigen, oder vereisten Steilhängen aussieht. Schon hier zeigen sich Risse im Team, die genauso tödlich seien können wie die versteckten Gletscherspalten oder plötzliche Lawinen. Im extremen Gefälle müssen lebenswichtige Entscheidungen in Sekunden und oft rein instinktiv getroffen werden. Meinungsverschiedenheiten oder Mißverständnisse können da tödlich sein. Dabei ist der eigentliche Gipfel noch erheblich steiler, länger und gefährlicher. Tage später wagen sie einen neuen Aufstieg. Aber nach und nach steigen immer mehr Teilnehmer aus. Nicht nur die Natur ist zu überwinden, auch die unterschiedlichen Mentalitäten der Extremsportler kollidieren. Jeder hat eine anderen Risikobereitschaft.
Es stellt sich die Frage, warum man so was überhaupt macht, und wie man drauf sein muß, um die Herausforderung zu meistern. Für die Teilnehmer ist die Besteigung eins der letzten Abenteuer in einer üverversichterten , durchzivilisierten Welt. So ist Axel Naglich ein fast schon fanatischer Draufgänger, für den Zögern und Zweifeln eine Form von Versagen sind. Und dass lässt er seine Begleiter auch ungefiltert spüren. Da schlägt Entschlossenheit schon leicht in Arroganz um. Ihm ist klar, nach der Expedition ist er entweder ein Held oder tot. Und das akzeptiert er. Er kann nicht anders, sagt er selbst. Extremsport ist für die Männer eine Sucht. Peter Ressmann ist sein eher stiller Kompagnon. Der Amerikaner Joe Johnston kommt erst als letzter dazu. Schnell wird klar, dass er weniger Erfahrung hat, und das eingespielte Alpen-Duo ihn kaum akzeptiert. Schlechte Vorraussetzungen, wenn man am Berg sein Leben dem anderen anvertrauen muß. Das hätte im Film noch etwas stärker ausgearbeitet werden können. Die Doku "Sturz ins Leere" über eine dramatische Bergexpedition in den Anden hat diesen Aspekt gründlicher behandelt.
Die gesamte Expedition wurde von Red Bull gesponsort und daher sieht man das Limo-Logo immer wieder mal. Wer also auf Product Placement allergisch reagiert, findet hier viel Grund sich aufzuregen. Aber Mount St.Elias ist durchaus keine spaßige Actiondoku wie andere Red-Bull-Filme von Halfpipeevents oder Flugshows. Es gibt keine Partystimmung, keine jubelnden Massen. Auch das Skifahren auf unberührten Hängen ist hier nur selten purer Genuß. Die Gefahr ist immer präsent. Mount St.Elias ist ein Film, in dem es nur ums Überleben geht und darum, was jemanden zu solchen Höhenflügen treibt. Wer nun sagt, niemand hat sie gezwungen , sich das anzutun, der hat recht. Aber der ist dann auch nicht das Zielpublikum des Films. Für Extremsportfans und jeden Alpensportler ist Mount St.Elias ein Muss. Es besteht allerdings die Gefahr dass einem das Skifahren auf kunstbeschneiten Idiotenhügeln danach keinen Spaß mehr macht.
P.S.: Peter Ressmann starb ein Jahr nach den Dreharbeiten bei einem Routine-Einsatz als Bergführer in den Alpen.

