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Jackass 3D Film Trailer

Länge: 92 Min | Kinostart: 28.10.2010 (auch in 3D)
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TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 

Schauspieler:Johnny Knoxville, Steve-O, Ryan Dunn, Bam Margera, Wee Man, Chris Pontius

Die Story:Keiner soll sagen, wir wären nicht gewarnt gewesen: Sie sind zurück! Alle! Johnny Knoxville und sein Trupp tolldreister Haudegen und Hasardeure haben ihre Blessuren aus JACKASS 1 und 2 überstanden, alle gebrochenen Knochen sind wieder heile, Schwellungen zurückgegangen und Wunden verheilt. Jetzt ist es Zeit, sich erneut mit aller gegebenen Todesverachtung in lebensgefährliche und/ oder hochnotpeinliche Situationen mit garantiert hohem Schmerzfaktor zu bringen, die man in seinem Leben niemals wieder vergessen wird. Und am allerbesten: Johnny, Steve-O, Ryan Dunn, Bam Margera und Co. sind nicht nur noch wagemutiger, noch aberwitziger, noch durchgedrehter, noch kultverdächtiger. Sie sind jetzt auch noch in 3D!!! Das bedeutet: Der ganz normale Wahnsinn betritt eine neue Dimension - greifbarer und unmittelbarer denn je.




Eure Meinung zu "Jackass 3D"



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Eure Kommentare zu "Jackass 3D":

high five "...Wir machen heut mal taubenschießen- ratatatatt..." man ich hab tränen in den augen... Der muss gesehen werden. Steht bei mir ganz oben auf der Liste:)

Pragda hahahahaha lolololo ein muss für jeden fan hahah ich hau mich weg

radul High five...wie geil loooool

 




♥: Genauso chaotisch und geschmackloss wie JACKASS 1 & 2
−: Genauso chaotisch und geschmackloss wie JACKASS 1 & 2

Das Prinzip von Jackass ist ein ganz alter Hut. Den Anfang machte das Kino schließlich als Rummelplatzattraktion mit möglichst spektakulären und komischen Sketchen. Handlung und Charaktere kamen erst langsam hinzu. Das Team von Johnny Knoxville hat das Konzept nur tiefergelegt. Ein Handlung sucht man auch bei Jackass 3D vergeblich. Und die Darsteller sind zwar alle bekannt, aber wer letztlich hier welchen Stunt macht, ist alles. Jeder kann alles, jeder macht alles, jeder muss alles erleiden. Fans werden sich freuen dass alle Freaks wieder dabei sind vom Zeremonienmeister Johnny Knoxville über Bam Margera bis zu Weeman zum Schwergewicht Preston Lacy, aber wenn das nicht geklappt hätte wäre es auch egal. Und das war gar nicht so unwahrscheinlich angesichts von Steve-Os Drogenproblemen. Vincent "Don Vito" Margeras ist vermutlich wegen seiner Verurteilung für unsittlichen Verhalten nicht dabei.


Jackass 3D hält sich minutiös ans Rezept der Vorgänger. In einer aufwändigen Introsequenz, diesmal mit einer Superhighspeedkamera aufgezeichnet, wird eine schrille Zerstörungsrevue zu einem skurilen Kunstwerk mutiert. Auch am Ende gibts eine entsprechend durchchoreographierte Zertrümmerungsorgie, und den traditionellen Auftrag von US-Komiker-Legene Rip Taylor. Neu ist, dass im Abspann auch uralte Sketche und sogar Kinderfotos vorgeführt werden und davon künden, dass dies der letzte Jack Ass Film sein soll. Auch im ersten Stunt des Films kommt fast sowas wie Nostalgie auf, wenn die "Vollidioten" den Stunt mit einem Jetski mit ihren Springbreakexzessen vergleichen. Auch wenn der Schauplatz, eine Luxusvilla mit Riesenpool damals wohl noch nicht zur Verfügung stand.

Zwischen Anfang und Ende gibts wie gewohnt eine völlig zusammenhanglose Folge verschiedenster Sketche, Streiche und Stunts. Einige von denen sind Neuauflagen von alten Späßen, nur nochmal ein Nummer größer. Auch die Tierwelt muß diesmal ihren Beitrag leisten, Bienen, Schlangen und Büffel rücken der Truppe zu Leibe. Tierschützer waren nur bei einigen der Szenen anwesend. Zumindest in denen kamen keine Tiere zu Schaden, heißt es sarkastisch im Abspann. Was für die Darsteller weniger galt. Mehrere Knochenbrüche soll´s gegeben haben. Wann und wo erfährt man allerdings nicht. Außer ein paar Stöhnern und Gejammer bleiben die Folgen meist ausgeklammert, dazu sind die Szenen zu kurz.

Ein Wiedersehen gibts auch mit dem rappenden Grandpa Irving Zisman, hinter dessen Maske Johnny Knoxville steckt. Mal macht er mit seinem getunten Scooter Gehsteige sicher oder benimmt sich einfach nur daneben, um die Öffentlichkeit zu schocken. Insgesamt gibt es allerdings weniger Straßensketche als früher, vielleicht ist es in den prozeßverrückten USA doch zu gefährlich , Passanten einzubeziehen , die einen dann wegen seelischer Grausamkeit verklagen. Dabei sind einige der öffentlichen Auftritte tatsächlich eine originelle Herausforderung für die Zivilcourage der Zuschauer. Entwickeln die Jackasses etwa Verantwortungsgefühl ?Viele der Sketche sind aber auch nur herrlich absurd, wie der "Midget Bar Fight", in der sich Jason "Weeman" Acuna ein Eifersuchtsdrama in einer Kneipe liefert , dass dann in eine wüste Prügelei ausartet, bis schließlich die (ebenfalls kleinwüchsigen) Cops auftauchen und die (genauso kurzgeratenen) Sanitäter die Opfer abtransportieren. Völlig sinnfrei, aber allein durch die dummen Blicke der perplexen Bargäste saukomisch.

Andere Gags fordern dagegen wie gewohnt eher die Geschmacksnerven heraus. Wie schon immer landen viele Pointen unter der Gürtellinie, mal muß das Gemächt seine Belastbarkeit beweisen, mal wird einfach mal gegen den Wind gepinkelt - allerdings im Abgasstrahl eines Düsenjets ! Und auch diesmal kommen verschiedene menschliche Ausscheidungen zum Einsatz. Nur ein kleiner Vorgeschmack sind dabei die regelmäßig explodierenden Chemietoiletten. Zwischendurch kommt ein Fäkalvulkan zum Ausbruch, den Gipfel an Geschmacklosigkeit liefert aber erst der allerletzte Stunt. Der soll hier nicht verraten werden - aber bis dahin sollte man sein Popcorn bereits vertilgt haben. Vielleicht ist es auch eine gute Idee, nichts Essbares mit ins Kino zu nehmen. Extrahonorar sollte der Kameramann erhalten, der auch diesmal wie in den früheren Filmen den schwächsten Magen hat und sich ständig übergeben muss.

Anders als viele aktuelle Hollywood-Blockbuster wurde Jackass 3D tatsächlich weitgehend in dem Format gedreht. Der Effekt ist allerdings mit Ausnahme von Intro und Finale nur selten gelungen und angesichts der oft chaotischen Wackel-Kamera mal kaum bermerkbar oder eher störend. Über 70 Millionen Dollar hat Jack Ass 3D in den ersten zwei Wochen allein in den USA eingestellt und damit die Gesamteinnahmen von Teil 1 & 2 bereits übertroffen. Kein schlechtes Schmerzensgeld für die Truppe.Ob Jackass 3D angesichts des Erfolgs tatsächlich der letzte Film bleibt , darf man wohl bezweifeln. Anfang 2011 soll bereits eine neue DVD erscheinen, mit nicht verwendeten Filmszenen.

Die Jackass-Filme stellen ein eigenes Genre dar, dass man am besten als "Scripted Reality Pain Porn" bezeichnen kann. In dem Sektor sind die Jackasses allerdings auf weiter Flur allein. Sie können sich also höchstens selbst schlagen. Das tun sie allerdings nicht. Sie liefern das, was schon immer funktioniert hat. Auch eine anarchische Party kann irgendwann zur Routine werden. Aber andererseits gibt ihnen der Erfolg recht, Während bei anderen Fortsetzungen an der Formel geschraubt wird und neue Superlative aufgestellt werden, wiederholt die Truppe um Johnny Knoxville sich einfach nur. Eigentlich genial.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht