Breath Made Visible: Anna Halprin Film Trailer
Länge: 80 Min | Kinostart: 15.07.2010 | Release: 25.11.2010 (DVD)
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Schauspieler:Anna Halprin, Lawrence Halprin, Merce Cunningham, A.A. Leath, John Graham, Rana Halprin
Die Story:Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was ist Tanz? Ihre Suche nach einer Antwort hat in den USA eine Ära der Experimente in Theater, Musik, Happening und Performance-Kunst eingeleitet und den Tanz neu definiert. Zusammen mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin (Roosevelt Memorial), entwickelte sie neues Gedankengut, das Generationen von Künstlern beeinflusst hat.
Hintergrund:BREATH MADE VISIBLE ist ein bewegendes Filmporträt über Anna Halprin, der Tanzpionierin aus den USA, die in diesem Jahr am 13. Juli ihren 90. Geburtstag feiern wird. In eindringlichen Bildern und Zeugnissen wird das Leben und Werk dieser Tanz- und Performance-Ikone porträtiert, die ihre Kunst und ihr Leben untrennbar miteinander verschmolzen hat. Die Dokumentation des schweizerischen Filmemacher Ruedi Gerber verbindet neue Interviews und Bühnenauftritte mit frühen Performances von Anna Halprin. Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial eröffnet zudem Einblicke in die Geschichte der gesellschaftlich engagierten Tanzkunst Nordamerikas.
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Drew McDowell A classic.
Statement des Regisseurs Ruedi Gerber:
BREATH MADE VISIBLE ist ein Film über die höchst lebendige Legende Anna Halprin, eine der einflussreichsten, jedoch viel zu wenig bekannten Größen des modernen Tanzes. BREATH MADE VISIBLE ist mehr als ein Film über Tanz: ein Film über das Leben an sich, darüber, was uns wirklich wichtig ist und wie wir heute mit dem Leben umgehen. Im Zentrum geht es um unsere Werte und darum, wie wir authentisch bleiben und uns im 21. Jahrhundert selbst erleben können.
Als Leute, die Anna kannten, von meinem Filmprojekt erfuhren, waren Freude und Aufregung groß. Meine Absicht war es allerdings auch, einen Film für Leute zu machen, denen Anna gänzlich unbekannt ist. Ich wollte keinen biografischen Lehrfilm, sondern das Publikum wie bei einem Spielfilm emotional einbinden. Ich wollte die Zuschauer durch Annas charismatische Persönlichkeit unmittelbar berühren und das Publikum mitnehmen in ihr kreatives, in den Wäldern Nordkaliforniens verborgenes Leben. Dorthin, wo Anna gerne im Einklang mit der freien Natur arbeitet und von wo aus sie in die Welt hinaus geht, auf die großen Bühnen von New York, Venedig, Stockholm, Paris und Washington.
In ihren Darbietungen in der Natur der Westküste, in denen die Künstlerin ihre Seele öffnet und sich verletzlich zeigt, erfahren wir Anna umfassend – ihre humorvolle, freudige Art und ihre tiefe emotionale Zugänglichkeit. In ihren Interviews hingegen ist sie sehr bestimmt, getrieben von dem Wunsch, sich sehr klar und deutlich auszudrücken.
Als unvergleichliche Tanzerzieherin bekannt, die den Tanz sogar als Mittel zur Heilung nutzt – manche nennen sie eine Schamanin –, ist sie in meinen Augen eine sehr ungewöhnliche Performancekünstlerin. Ich wollte sie von Anfang in meinem Film als solche präsentieren. Ihr Wissen und ihre Weisheit bezieht sie aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit Tanz und Performance. Später, im Schneideraum, wurde mir klar, dass ich mehr als genug faszinierendes Material beisammen hatte, um die Ge- schichte ihres Lebens anhand ihrer sehr berührenden Performances und Auftritte erzählen zu können.
Ich wollte Anna auf ihre einzigartige Weise durch ihr eigenes Leben tanzen lassen. In diesem Film wird der Tanz zum Vehikel, um das Leben selbst anzusprechen und all das, was im Leben wirklich wichtig ist. Tanz bringt Menschen zusammen, er schafft Gemeinschaft. Merce Cunningham sagt: „Anna ist eine Prophetin, eine Philosophin“.

