Splice Film Trailer und Filmkritik
FSK Film: 12 | Länge: 108 Min | Kinostart: 03.06.2010 (= neuer Termin) | Release: 17.11.2010 (DVD&BD)
© Senator | Genre: Horror | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:Adrien Brody, Sarah Polley, David Hewlett, Abigail Chu, Delphine Chaneac, Brandon McGibbon, Stephanie Baird, Amanda Brugel
Die Story:Clive und Elsa sind jung, wissenschaftlich brillant und enorm ehrgeizig. Und sie sind ein Liebespaar. Im Rahmen eines Genforschungsprojekts, das die beiden Naturwissenschaftler durchführen, gelingt ihnen durch einen Zufall das bisher noch nicht Dagewesene – die Erschaffung eines neuen, geklonten Lebewesens. Das Ergebnis ist ein bedeutender Entwicklungsschritt der menschlichen Evolution und macht die beiden über Nacht zu den gefeierten Rebellen der gesamten wissenschaftlichen Welt. Ihr riskantes Experiment ergibt eine Kreatur, in der sich die DNA einer Frau in ein künstlich erzeugtes Wesen einfügt. Heraus kommt ein Hybridwesen, das sich äußerst rasch entwickelt und im Laufe seines Daseins sehr weibliche Züge annimmt. Welche Charaktereigenschaften noch unter der apart anmutenden Oberfläche schlummern, können die zwei Genforscher zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen...
Hintergrund:Den beiden genialen Chemikern Clive und Elsa, auch privat ein Paar, gelingt im Zuge ihrer Genforschungen das Undenkbare: die Erschaffung eines geklonten menschenähnlichen Hybridwesens. Eigentlich ein Grund zum Feiern, doch Gefahr droht nicht nur von legaler Seite. Ihr geheimer Schützling namens DREN entwickelt sich schneller und ganz anders als erwartet, so dass die beiden Wissenschaftler irgendwann nur noch um ihr Leben kämpfen können. SPLICE ist spannender Science-Fiction-Horror und gleichzeitig eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit den Gefahren der Genmanipulation. Der Festivalerfolg von Sitges und Sundance unter der Regie von CUBE-Schöpfer Vincenzo Natali wird in Deutschland erstmals auf den Fantasy Filmfest Nights im März zu sehen sein.
Technikinfos:Bildformat: 1,85:1; Ton: Dolby Digital
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Eure Kommentare zu "Splice Film":
Huhu Ich kann ihn nicht empfehlen... und enttäuscht dass Adrien Brody bei sowas mitspielt!!
lolala könnt ihr denn wenigstens sagen was GENAU ihr nicht gut fandet?
teina hab ihn geschaut und finde ihn nicht gut...
Sral Sieht wirklich gut aus
BEnnZ totaler mist.... habs im Sneak Preview gesehn... absolut NICHT empfehlenswert...
pyro genau das dachte ich mir auc gerade erinnert sehr an species ... hmm ab 12 :-s naja mal abwarten hoffe ist nur n fehler in der matrix! :D
Taigersteel ich dachte der film sei ab 18^^ aber so wie es aussieht ist es ab 12
Soulpain hmmm erinnert mich irgendwie an den Film... "Species", aber naja
el vezz na dann.....fantasie filmfestival in nürnberg....da werd ich mir den film anschauen....im original.
deNni hmm.... naja..
downunder Oh ha !!! ??? hmm ... interresant

♥: Horror mit Hirn, exzellente Tricks, herausragende Darsteller
−: genretypisches, actionreiches Ende, diverse Logiklöcher
Horrorfilme sind nicht jedermans Geschmack. Das liegt sicher oft an den deutlichen Gruseleffekten - aber ebenso entscheidend ist oft das mäßig talentierte Personal. Lausige Schauspieler ruinieren da oft vielversprechende Ansätze. Da hat "Splice" schon mal einen entscheidenden Vorteil. Mit Adrien Brody und Sarah Polley sind ein Oscarpreisträger und eine zweifach Oscarnominierte an Bord. Aber das ist nicht alles was dieses Horrordrama zur Ausnahmeerscheinung macht.
Die Genforscher Clive Nicoli und Elsa Kast sind die Popstars
ihrer Zunft.Gerade erst haben sie zwei genmanipulierte Lebensformen
erschaffen, "Fred" und "Ginger" die zwar aussehen wie übergroße Maden, aber
jede Menge medizinisch nützlicher Substanzen produzieren.
Zeit für Phase 2 denken sich die beiden. Jetzt müssen sie
humanoide DNA in ihre Formel mischen, um Medikamente für Menschen maßschneidern
zu können. Aber ihr Arbeitgeber tritt auf die Bremse. Erst sollen die
Möglichkeiten von Fred und Ginger ausgereizt werden. Und den erwarteten Sturm der Entrüstung, wenn
menschliche und tierische DNA gemixt wird, erspart sich der Pharmakonzern
gerne.
So machen sich Clive und Elsa, die auch privat ein Paar sind,
heimlich auf eigene Faust an die Arbeit. In der eigenen Beziehung hat Elsa nach
einer schwieirgen Kindheit wenig Lust auf eigenen Nachwuchs, aber im Labor hat
sie kein Problem damit, neues Leben zu erzeugen. Eigentlich wollen sie anfangs
nur sehen, ob sie es überhaupt können. Aber als dann tatsächlich ein Embryo
entsteht, ist es doch nicht so einfach den Stecker zu ziehen. Besonders Elsa
fühlt neben Neugier auch Verantwortung für das neue Wesen. Doch "Dren" ist mehr
als ein wandelnder Arzneischrank. Sie ist offenbar intelligent und sie
entwickelt sich rasend schnell. Aber muss man sie nun wie ein Labortier
behandeln oder wie ein Kind ? Anfangs sieht sie eher aus wie ein
missgestaltetes Känguruh aber nach und nach wird sie äußerlich immer
menschlicher.Elsa hat schon längst Muttergefühle entwickelt, Clive macht
sich dagegen immer noch Sorgen, was passiert, wenn sie mit ihrem illegalen,
moralisch fragwürdigen Experiment aufliegen.
Die großen Monsterfilme wie Frankenstein oder King Kong
bleiben deswegen in Erinnerung, weil man als Zuschauer mit dem vermeintlichen
Monster mitfühlt. Es geht um viel mehr als den Grusel vor einer unheimlichen
Bedrohung. Und das schafft auch "Splice".
Dren ist ein Mysterium, sensibel, launisch und
mitleiderregend wie ein Kleinkind, aber auch unberechenbar wie ein wildes Tier.
Die Tricks, mit denen das erreicht wird, sind makellos, abwechslungsreich und
immer wieder auch überraschend wenn neue Facetten von Drens Persönlichkeit
durchbrechen. Anfangs ist Dren ein komplett computergenerierte Figur, später
wird sie aber von der Schauspielerin Delphine Shaneac verkörpert, was die
Beziehung zu den beiden Forschern auf eine ganz neue Ebene hebt.
Regisseur Vincenzo Natali lässt dabei keine Sekunde
Langeweile aufkommen. Dabei sind die beiden Darsteller anfangs etwas zu hip um
echt zu wirken, im Labor werden die Experimente mit wummerden Technobeats
unterlegt - bis sich Adrien Brody über den düsteren Soundtrack beschwert. Ein
bißchen Humor kann ja nicht schaden. Später wechselt der Film ständig zwischen
Beziehungsdrama, Wissenschaftsthriller und Horror-Action, so daß es nie
langweilig wird und einiige Logiklöcher kaum auffallen. Angesichts der
überzeugend gespielte Konflikte der Forscher miteinander und mit Dren ist das
blutige Finale dann allerdings etwas zu spektakulär.Auch ein paar Logiklücken leistet sich der Film, allzuleicht
gluben die Wissenschaftler immer dem ersten Anschein, statt auf genaue
Untersuchungen setzen.
Es geht aber auch nicht darum Genforschung korrekt
darzustellen, sondern zu fragen wie weit Wissenschaft gehen darf, und wie man
mit den Folgen umgeht. Irgendwann rückt auch das an den Rand und stattdessen
sieht man die Verletzungen, die Menschen sich selbst zufügen.Mutter, Vater, Monster: "Splice" stellt eine genetische
Patchworkfamilie vor und zeigt, dass die Erziehungsprobleme eigentlich immer
dieselben sind, egal ob es nun um Mädchen oder Mutanten geht. Dabei lotet
Vincenzo Natali die Genregrenzen nicht nur aus, er sprengt sie auch immer
wieder. Gorefans kommen dabei nicht auf ihre Kosten, andererseits gibts Szenen,
die etlichen Zuschauern zu weit gehen werden wenn Bereiche wie
Kindesmisshandlung oder Sex mit Mutanten angeschnitten werden.
Schon mit seinen ersten Filmen "Cube" und "Cypher" hat Regisseur Vincenzo Natali ästethisch und inhaltlich außergewöhnliche Horrorkost geliefert. "Splice" wirkt daneben auf den ersten Blick konventioneller, aber nicht weniger fesselnd. Das könnte auch daran liegen dass Guillermo del Toro ("Pan´s Labyrinth", "Hellboy") als Berater dabei war, aber auch an der ideenreichen Inszenierung. Das Personal ist aufs Minimum beschränkt, auch die Locations sind überschaubar. Das nicht gerade üppige Budget ist offensichtlich zum größten Teil in die Tricks geflossen - und das sieht man.
Was im Deutschen der "Monsterfilm" ist heißt im englischen "Creature Movie", ein viel neutralerer und damit treffender Begriff für "Splice", denn die Hauptfigur Dren ist weit mehr, als ein Monster.Gewisse Ähnlichkeiten zum Sci-Fi-Horrorstreifen "Species" sind nicht zu übersehen, aber "Splice" setzt weit weniger auf Action und viel stärker auf psychologischen Horror und Emotionen. Fans intelligenter Sci-Fi- und Horrorkost kommen da nicht drum herum.
