Kiss & Kill Film Trailer


Freigegeben ab 12 Jahre | Länge: 100 Min | Kinostart: 05.08.2010
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TRAILER-TIPPS

 

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Meinung der Redaktion:
Vorne eine idyllische Beziehungskomödie, hinten turbulente Action, dazwischen viel Leerlauf. Katherine Heigl bleibt ihrem biederen Rollenschema treu, Kutcher ist als Ehemann glaubwürdiger als als Geheimagent. Und die Action kommt an den vergleichbaren KNIGHT & DAY nicht annähernd heran. Marcus Fliegel

Das macht:
55%

 


Darsteller:Ashton Kutcher, Katherine Heigl, Thomas Selleck, Catherine O’Hara, Rob Riggle, Martin Mull, Casey Wilson

Die Story:Nach einer weiteren verkorksten Beziehung ist Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) sicher: Sie wird sich nie wieder verlieben! Aber dann reist sie mit ihren Eltern nach Nizza – und trifft ihren Mr. Right: den schönen und weltgewandten Spencer Aimes (Ashton Kutcher). Bald leben beide frisch verheiratet in einer ganz normalen amerikanischen Vorort-Idylle. Bis es am Morgen nach Spencers 30. Geburtstag zu einer klitzekleinen Vertrauenskrise kommt. Es stellt sich nicht nur heraus, dass Spencer ein internationaler Super-Spion war - plötzlich wird er auch von einer ganzen Armee von Auftragskillern gejagt! Während die beiden Kugeln ausweichen, die netten Verwandten auf Abstand halten und in der Nachbarschaft das glückliche Paar spielen, haben sie also auch eine Menge zu besprechen.


Und sie dachten, das Vorstadtleben sei einfach? Für die Komik moderner Beziehungsprobleme ist Regisseur Robert Luketic ("Die nackte Wahrheit", "Das Schwiegermonster") Hollywoods Experte Nr. 1. In "Kiss & Kill" stürzt er Katherine Heigl ("Die nackte Wahrheit", "Grey’s Anatomy") nun in ein actiongeladenes Abenteuer mit Ashton Kutcher ("Love Vegas"). Und auch in den Nebenrollen ist diese Paartherapie im Kugelhagel hervorragend besetzt: "Magnum" Tom Selleck und Catherine O’Hara ("Wo die wilden Kerle leben") spielen die Schwiegereltern, die immer gern nach dem Rechten sehen.


Meinungen

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philipp ich hab den film schon in der preview gesehen... der ist wirklich klasse! :) knight and da yist aber auch nicht schlecht!! die sind i-wie ähnlich aber beide super! :)

ich Ashton Kutcher und katherine heigl harmoniern glaub ich super. wird hoffentlich besser als der kautionscop :D

SID Sieht gut aus;) da geh ich hin^^

Marion I luv ashton

Schlumpf Herrlich! Muss ich sehen!

Ali muharhar!

Susanne Geilo!

Max Geilo - fetzt richtig. Will ich unbedingt sehen!

:) bonjour - heiß:D aber der schöne mustang:(

 




♥: Anfangs eine Hochglanzkomödie. Am Ende fast eine Satire über bürgerliche Sicherheitsparanoia.
−: Aus der Idee Agent trifft Mauerblümchen wird zu wenig gemacht. Die Story kommt zu langsam in Gang.

Das war mal echt schlechtes Timing. In den USA und bei uns tritt diese Komödie mit Actionbeilage direkt gegen die deutlich teurere Actionkomödie "KNIGHT & DAY" an. In beiden Filmen bringt ein Topagent das Leben einer ganz normalen Frau durcheinander. Aber gegen Tom Cruise und Cameron Diaz sehen Ashton Kutcher und Katherine Heigl ziemlich schlapp aus. Und so ist KISS & KILL nach einer Reihe von Erfolgsfilmen für Heigl eine echte Karrieredelle.

Im Urlaub an der französischen Riviera trifft Jen den gutaussehenden Spencer. Der ist, was sie natürlich nicht weiss, ein CIA-Killer, der gerade einen internationalen Waffendealer in die Luft sprengen will. Trotzdem funkt es zwischen den beiden. Und mit Jen hat Spencer nun einen Grund, die Pistole an den Nagel zu hängen.
So zieht er mit seiner Zukünftigen in deren ruhige Heimat, eine ruhige  Kleinstadt im ländlichen Georgia.
Drei Jahre später hat Spencer sich dort völlig eingelebt, während seine Frau immer noch nichts von seiner Vergangenheit ahnt. Aber dann meldet sich sein früherer Kontaktmann. Denn einfach so mit dem Agentendasein aufhören, das geht nicht. Irgendwer hat 20 Millionen Dollar Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Kurz darauf muß Spencer die ersten Killerkomandos abwehren. Das sind kurioserweise alles Leute aus der Nachbarschaft, die auf einmal mit Messern, Autos und automatischen Waffen hinter ihm her sind. Nun kann er Jen definitiv nicht mehr verschweigen, wer er wirklich ist. Die reagiert allerdings weniger geschockt als genervt. Aber immerhin gehts jetzt ums blanke Leben und so treten sie gemeinsam gegen die tödlichen Nachbarn an. Passend dazu entdeckt Jen ausgerechnet jetzt, dass sie wohl schwanger ist, was die Verfolgungsjagden noch etwas komplizierter macht, weil man ständig Pause machen muss um Pinkeltests zu kaufen oder das Frühstück loszuwerden. Vor allem aber müssen sie rausfinden, wer hinter dem Mordauftrag steht.


KISS & KILL lässt schon zu Anfang kein Klischee aus. Im Schnelldurchgang erledigt Spencer routiniert seinen explosiven Job und düst im Ferrari über malerische Küstenstraßen. Jen wird als das komplette Gegenteil vorgestellt, ein übervorsichtiger Kontrollfreak. Dieser Kontrast spielt allerdings im Verlauf des Films praktisch keine Rolle. So bleibt mehr Platz für Romantik. Die beiden turteln in Strandcafes und Clubs. Typisch, dass man dafür zwar die malerische Optik Frankreichs nutzt, ebenso typisch dass der einzige Franzose der auftaucht ein hochpeinlicher Discotänzer und Sarkozydouble ist, den der US-Agent unauffällig (und unoriginell) außer Gefecht setzt.

Ansonsten spielt Spencers Vergangenheit ziemlich schnell keine Rolle mehr. Obwohl er doch ein knallharter Kerl sein müsste, fügt er sich nahtlos in die biedere Vorstadtidylle ein und kuscht wie ein Schuljunge vor seinem Schwiegervater. Den spielt Tom Selleck als herrlich verknöcherten Patriarchen, aber er wird bis zum Finale viel zu selten eingesetzt und ohnehin klaut ihm seine ständig (mit gutem Grund, wie man später erfährt) saufende Frau die Show. Und so vergehen im Film schnell drei Jahre - in denen aber auch gar nichts passiert.
Nach einer schier endlosen Stunde wird dann endlich nicht nur gekisst sondern auch gekillt wird, und dann macht der Film tatsächlich Spaß. Warum denn nicht früher ? Wenn sich die eigentlich vertraute Nachbarschaft in ein tödliches Schlachtfeld verwandelt und man nicht weiss , welchem der alten Freunde man noch trauen kann, wirds einerseits herrlich absurd und sogar ein bisschen spannend, auch wenn die Action bestenfalls auf "Babynator"-Niveau dümpelt. Beinahe wird KISS & KILL da zur Satire über bürgerliche Sicherheitsparanoia, Waffenfetischismus und Terrorangst. Dass es wie ein Kommentar zur jüngsten Entdeckung eines russischen Agentenrings in den USA wirkt ist, allerdings purer Zufall.
Die Macher selbst nehmen ihren Film schließlich nicht für 5 Cent ernst. Wenn Spencer auffallend unauffällig durch die gefährliche Gegend schleicht, outet er sich als billige Agentenparodie, mehr Johnny English als 007, hängt aber eher unmotiviert irgendwo zwischen  den beiden Extremen. Seiner schwer genervten Frau erklärt seine Vergangenheit allen Ernstes mit den Worten "ich arbeite für die Blabla mit der Lizenz zu Bla". Niemand erwartet hier eine ausgefeilte Erklärung, aber dann doch lieber gar keine. 
Ohne das Ende zu verraten kann man sagen, dass sich alles doch reichlich bequem in Wohlgefallen auflöst - obwohl gerade noch eine ganze Kleinstadt zertrümmert und mit Leichen übersät wurde. Schwamm drüber. "KISS & KILL" will kein Actionfilm sein. Es ist eine Beziehungskomödie (Für das Attribut "Romantik" reicht es nicht) So wirkt der Film über weite Strecken, als wenn ein altes Skript von Doris Day und Rock Hudson aus der Mottenkiste gezogen wurde. Selbst einige Rückprojektionen sehen so billig aus wie in den 60ern. Dazu passt das trutschige, biedere Auftreten von Katherine Heigl.

Diesem Rezept will sie offenbar auch in ihrem nächsten Film treu bleiben. In "So spielt das Leben" soll sie zusammen mit einem ihr (anfangs) völlig unsympathischen Typen die Tochter von verstorbenen Freunden großziehen. Das wirkt schon im Trailer wie eine uninspirierte Mischung aus "Beim ersten Mal" und "Plan B" mit reichlich Windelwitzen. Und auch hier spielt Heigl wieder die etwas zugeknöpfte überkorrekte Soccer-Mom in spe, wie bisher in allen ihren Filmen. Aber langsam nervt es wohl selbst ihre Fans. Es wird Zeit, dass sie eine neue Facette zeigt, wenn sie es denn kann.

„KISS & KILL" ist filmische Dutzendware. Durch den direkten Vergleich mit „KNIGHT & DAY" fällt die Mittelmäßigkeit nur deutlicher auf. Tut nicht wirklich weh, ist aber viel zu formelhaft inszeniert, mit eingen Längen und unterhält daher längst nicht so gut wie er könnte. 



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht