Nothing Personal Film Trailer


Freigegeben ab 6 Jahre | Länge: 85 Min | Kinostart: 08.04.2010
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TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 


Darsteller:Stephen Rea, Lotte Verbeek

Die Story:Die junge Holländerin Anne entflieht ihrem Alltag und trampt nach Irland. Dort trifft sie den älteren Intellektuellen Martin, der allein auf einer kleinen Halbinsel in Connemara lebt. Die Beiden gehen eine Zweckgemeinschaft ein: Arbeit gegen Essen. Einzige Bedingung: Kein persönlicher Kontakt. Doch Anne und Martin werden neugierig aufeinander. In der traumhaften westirischen Landschaft entwickelt sich eine ganz eigene Liebesgeschichte.

Hintergrund:Mit ihrem ersten Spielfilm NOTHING PERSONAL sorgte Urszula Antoniak europaweit für großes Aufsehen. Auf dem Film Festival in Locarno wurde der Film mit sechs Preisen ausgezeichnet (Best Actress: Lotte Verbeek, Best First Feature, First Prize of the Youth Jury, Fipresci Prize, Cicae Award, Special Mention Ecumenical Jury). In Utrecht auf dem Niederländischen Film Festival holte NOTHING PERSONAL vier Auszeichnungen: Best Film, Best Director, Best Sound Design: Jan Scherma, Best Photography: Daniel Bouquet. Kurz darauf erhielt der Film den Silver Giraldillo Award auf dem 6. Europäischen Filmfestival in Sevilla. Schließlich war NOTHING PERSONAL auf den Hofer Filmtagen 2009 der absolute Publikumsliebling. Zuhause in Holland feierte man Urszula Antoniaks Debüt ebenfalls als einen riesigen Publikums-Hit. Eine besondere Ehre wurde der Hauptdarstellerin des Films Lotte Verbeek zuteil, sie wurde von einer internationalen Jury zum European Shooting Star 2010 gewählt. Die zehn ausgewählten Newcomer wurden am 13. und 14. Februar auf der diesjährigen Berlinale präsentiert. Zuvor wurde Lotte Verbeek im Dezember 2009 auf dem Marrakech International Film Festival in Morocco als Best Female Performance ausgezeichnet.


NOTHING PERSONAL erzählt von einer jungen Holländerin, Anne, die ihr Leben hinter sich lässt. Nur mit einem Rucksack und ein paar elementaren Gegenständen wie Zelt und Schlafsack bricht sie nach Irland auf und wandert dort in völliger Einsamkeit durch die Wildnis. Nur ein einziges Mal hält sie ein Auto an um mitzufahren, doch diese Begegnung hält sie nicht lange aus, denn sie will ihre Ruhe haben und sich die Menschen so weit wie möglich vom Leib halten. Ab jetzt geht die Reise ohne Ziel nur noch zu Fuß voran. Doch dann trifft sie inmitten der menschenverlassenen einsamen Landschaft auf ein altes abgelegenes Haus. Dort lebt der ältere Eigenbrötler Martin (Stephen Rea), der ihr Essen dafür anbietet, dass sie ihm im Garten hilft. Anne stimmt zu, doch als es beim Abendessen zum Streit kommt, will sie sofort wieder weggehen. Schließlich machen sie einen Handel: Essen für Arbeit, kein persönlicher Kontakt, keine Fragen. So arrangieren sich die beiden langsam miteinander. Martin erklärt ihr die Arbeit, sie führt sie aus und er versorgt sie mit Mahlzeiten, die er ihr vor das Haus stellt, da Anne nicht gemeinsam mit ihm essen möchte. Doch obwohl sie nur das Nötigste miteinander sprechen, beginnen sich die Mauern, die beide um sich errichtet haben, nach und nach aufzulösen, und sie lernen sich schrittweise näher kennen. Doch kann sich Anne wirklich darauf einlassen?


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Weitere Infos zum Film:
Die Dreharbeiten zu NOTHING PERSONAL fanden hauptsächlich im nordwestlichen Teil von Irland statt, in Connemara, „dem Herz und der Seele von Irland“ (Urszula Antoniak). Als Kulisse diente hauptsächlich ein Haus, das ursprünglich der Familie von Oscar Wilde gehörte. „Illaunroe“, wie es genannt wird, ist ein schlichtes Fischerhaus auf einem Meeresarm in „Lough Fee“. Wildes Vater hinterließ das Haus Oscar Wilde und seinem Halbbruder Dr. Henry Wilson. Wilde hat sogar einmal ein Gedicht über diesen einsamen und friedlichen Ort verfasst und nannte es „Lotus Land“. Ein Fresco aus der damaligen Zeit ist noch immer zu sehen, es wurde von einem Freund Oscar Wildes gemalt. Viele Einrichtungsgegenstände wie Bücher, Karten, Gemälde und Möbel sind noch authentisch. Für Urszula Antoniak besitzt der Ort „eine unglaubliche Ausstrahlung.“

Insgesamt dauerten die Dreharbeiten 26 Tage, zwei Tage davon wurden in Holland und ein Tag in Spanien, in Vejera de la fronterra, gedreht. Vejera de la fronterra ist eine gut erhaltene Kleinstadt aus dem 12. Jahrhundert, die im Volksmund ‚White Pueblo‘ genannt wird, weil dort alle Gebäude mit einer sehr leuchtenden weißen Kalkfarbe angestrichen sind. Urszula Antoniak schrieb allein sechs Monate lang an dem Drehbuch. Die Vor-Produktion dauerte drei Monate, bevor dann sechs Wochen lang gedreht wurde. Abschließend dauerte es noch einmal drei Monate, bis die Produktion beendet war. Über ein Jahr kreative Arbeit stecken in ihrem Filmdebüt.

Bei den Außen-Dreharbeiten in Connemara gab es auf Grund der abschüssigen Landschaft kaum Halt für stehende Kameras. Urszula Antoniak nahm den kompletten Film auf 16mm Filmmaterial auf. Die Handkamera war manchmal eine Wahl und manchmal ein Muss, einige Drehorte im Hügelland konnten nicht einmal mit einem LKW erreicht werden. Allein der Aufstieg auf den Hügel, von dem das Haus überragt wurde, dauerte 40 Minuten. Auch die Licht-Ausrüstung war sehr begrenzt. Da die äußeren Lichtverhältnisse ständig wechselten, war es schwierig ein gleich bleibendes Licht herzustellen. Auch die Witterung machte dem Team mehrmals einen Strich durch die Rechnung. Häufige Regenschauer weichten den Boden auf, der Untergrund wurde zu tiefem Matsch verwandelt und das abschüssige Gelände tat das seine dazu, dass die Dreharbeiten immer wieder zu einem besonderen Abenteuer wurden.

Trotz der extremen Bedingungen bezieht Urszula Antoniak in NOTHING PERSONAL die Landschaft in besonderem Maße mit ein und macht sie so zum dritten Hauptdarsteller im Film. Die Weite und Größe der Landschaft lässt die Menschen darin fast verschwinden und zu kleinen Punkten am Horizont werden. So wird die Landschaft in Beziehung zu den Personen im Film gesetzt. NOTHING PERSONAL erhält damit eine weitere Dimension der Handlung.

Außerdem finden wir in NOTHING PERSONAL immer wieder Szenen, in denen die Regisseurin menschliche Gesichter wie eine Landschaft beobachtet, sie gebraucht lange und ruhige Einstellungen. Letztendlich hat Urszula Antoniak immer wieder Drehorte ausgewählt, wie das Haus „Illaunroe“ und die Gegend Connemara, die ihrer Meinung nach eine „gewisse Aura“ besitzen.