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Small World Film Trailer

FSK Film: 6 | Länge: 99 Min | Kinostart: 16.12.2010 | Release: 10.06.2011 (DVD&BD)
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TRAILER-TIPPS

 

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Schauspieler:Gérard Depardieu, Alexandra Maria Lara, Françoise Fabian, Niels Arestrup, Nathalie Baye

Die Story:Manchmal, mit fortschreitendem Alter, rücken Erinnerungen aus der Kindheit stärker ins Bewusstsein als die Erlebnisse des gerade vergangenen Tages. So geht es auch dem alternden Freigeist Konrad Lang, der zusehends alltägliche Dinge vergisst, sich aber immer präziser an seine früheste Kindheit erinnert. Nicht zuletzt aus diesem Grund zieht es ihn auch zurück in den Schoß der Industriellen-Familie Senn, zu der sich Konrad durch die gemeinsam verbrachte Kindheit mit dem gleichaltrigen Thomas zugehörig fühlt. Thomas Mutter, das resolute Familienoberhaupt Elvira Senn, gewährt Konrad zwar Unterkunft, reagiert jedoch zunehmend beunruhigt und ablehnend auf Konrads Erinnerungen. Verwundert beobachtet Simone, die junge Gattin des Familienerben, die wachsende Nervosität der Familienangehörigen. Sie fühlt sich zu dem verwirrten Alten hingezogen, während der Rest der Familie sich kühl distanziert. Als Simone auch noch damit beginnt, das Puzzle aus Konrads Erinnerungen zusammen zu setzen, ahnt sie nicht, dass sie damit einem lebensgefährlichen Geheimnis auf der Spur ist...

Hintergrund:Basierend auf Martin Suters bislang erfolgreichstem und mehrfach preisgekröntem Roman-Debüt, das sich bis heute allein in Deutschland über 600.000 Mal verkauft hat und kürzlich in der Edition Zeit Wissenschafts-Krimis neu aufgelegt wurde, verknüpft die Handlung von SMALL WORLD auf geschickte Weise ein spannendes Krimi-Drama mit einer humorvollen wie ergreifenden Familiengeschichte. Small World wird produziert von Yume Quad Films und Blueprint Film, Amelie Latscha und Felix Moeller. Gedreht wurde in und um Paris und Abbeville. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des deutsch-französischen Abkommens (Minitraité) und der FFA.

Technikinfos:Ton: Dolby Digital



Über den Regisseur Bruno Chiche

Der Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Bruno Chiche wurde 1966 in Frankreich geboren. Er startete seine vielseitige Filmkarriere zunächst als Regie-Assistent, wo er mit Regisseuren wie z.B. Jacques Doillon (PONETTE, 1998) zusammen arbeiten konnte. Er lernte bereits 1987 während der Dreharbeiten von Robert Enricos BRENNENDER SOMMER, der Kinoadaption von Françoise Sagans Roman „De guerre lasse“, die Schauspielerin Nathalie Baye kennen, die in späteren Filmen noch mehrfach unter seiner Regie spielen sollte.

Sein breit gefächertes Talent konnte Bruno Chiche bereits mit den Kurzfilmen BRASERO (1989), L’AMOUR EN MARCHE (1986) und LE PINCEAU A LEVRES (1990) unter Beweis stellen, für die er als Regisseur und Drehbuchautor fungierte. Der Film mit Nathalie Baye und Jacques Dutronc kam im selben Jahr in den offiziellen Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes. Im Jahr 2001 folgte mit der besonders in Frankreich äußerst erfolgreichen Kinoproduktion BARNIE ET SES PETITES CONTRARIETES sein Langfilmdebüt, in dem wiederum Nathalie Baye eine der Hauptrollen übernahm.

Als Schauspieler stand er neben Isabelle Huppert in der Komödie ZWEI UNGLEICHE SCHWESTERN (2006) unter der Regie von Alexandra Leclère vor der Kamera, und zur gleichen Zeit begann er auch seine Tätigkeit als Produzent für die Spielfilme von Olivier Nakache und Eric Toledano NOS JOURS HEUREUX (2006) und JE PREFERE QU’ON RESTE AMIS (2005), der im deutschen TV unter dem Titel „Zwei ungleiche Freunde“ zu sehen war und in dem Gérard Depardieu die Hauptrolle spielte.

Zuletzt produzierte Bruno Chiche die Liebeskomödie JUSQU’A TOI (Regie: Jennifer Delvodère, 2009) mit dem französischen Nachwuchsstar Mélanie Laurent, sein neuestes Produktionsprojekt in Zusammenarbeit mit Quad Productions ist der Film SUR LES RAILS von Alexandre Coffre.

 

Martin Suter zur Verfilmung seines Romandebüts SMALL WORLD: „Der Film hat mich sehr berührt!“

Sein Urteil kommt einer Auszeichnung für das gesamte Filmteam gleich: „SMALL WORLD hat mich sehr berührt – mehr als der Roman, natürlich auch deshalb, weil ich den Roman selbst geschrieben habe. Ich fand den Film sehr elegant, richtiges Kino!“ Besonders in Bezug auf die Besetzung ist Martin Suter voll des Lobes, auch wenn er zugibt, dass er sich die französische Schauspielikone Gérard Depardieu zunächst nicht als seine Hauptfigur Konrad Lang vorstellen konnte: „Ich finde, Depardieu spielt das sehr berührend. Man hat Lust, ihn in die Arme zu nehmen, obwohl er ein so großer Mann ist.“ Und über Alexandra Maria Lara sagt er: „Alexandra Maria Lara macht das sehr gut, sehr still und elegant. Ihre Motivation kommt gut heraus. Sie hat diese Seelenverwandtschaft und ist in der gleichen Situation wie der Konrad, nämlich ein von dieser Familie benutzter und doch ausgeschlossener Fremder zu sein. Es ist eine Solidarisierung von zwei Opfern gegen die Täter.“ Das größte Kompliment macht Martin Suter dem Regisseur und Drehbuchautor Bruno Chiche: „Das ist eine kleine Intrige von mir: dadurch, dass meine Romane meistens in Szenen strukturiert sind, hat man das Gefühl, das sei sehr filmisch und merkt dann erst beim umsetzen, wie viel in den Köpfen der Protagonisten passiert, was nicht so leicht im Film zu erzählen ist. Da liegt ja auch die Herausforderung für einen Regisseur: Als Schriftsteller habe ich normalerweise keine Vorgaben. Ich kann die Geschichte frei erfinden. Drehbuchautor und Regisseur haben dann bei einer Romanverfilmung eben doch gewisse Vorgaben. Aber das bedeutet, dass man sich manchmal vom Originalstoff entfernen muss, und das ist bei SMALL WORLD sehr gut gelungen.“


Eure Meinung zu "Small World Film"



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Eure Kommentare zu "Small World Film":

Jan nachdem ich das Buch gelesen habe und nun den Film dazu gesehen habe, kann ich nur sagen :Thema im Filmverfehlt ´bzw.nicht richtig umgesetzt.

Auflauf-Werni Hervorragend mit grossartigen Darstellern verfilmt, bewegende Geschichte ! Die Kritik des "Sachverst?igen" kann runtergesp?werden.

Max geiles Buch, hoffentlich auch ein genauso schöner Film!

 




♥: mal berührend, im Schlußakt fast tragisches Familiendrama
−: unterkühlte Inszenierung in TV-Bildern, naives Porträt eines Alzheimer-Porträts

Seit Jahrzehnten dient Konrad (Gerard Depardieu) der wohlhabenden Familie Senn als loyales Faktotum. Aber so langsam kommt er in die Jahre. Zuletzt wird er als Hausmeister einer leerstehenden Villa eingesetzt. Aber durch seine Vergesslichkeit brennt das ganze Gebäude nieder.
Die Diagnose: Konrad leidet unter Alzheimer. Aber da er der Jugendfreund von Familienoberhaupt Thomas (Niels Arestrup) war, wird er nicht ins Heim abgeschoben, sondern erstmal in einem Gartenhaus einquartiert. Die gerade frisch in die Familie eingeheiratete Simone (Alexandra Maria Lara) kümmert sich besonders fürsorglich um den Kranken. So lernt sie Erstaunliches über die sonst so diskrete Familie. Und als sie ihren Frischangetrauten beim Fremdgehen erwischt, kann sie einen Vertrauten um so mehr brauchen. Auch Thomas Ex-Frau hat eine enge Beziehung zu Konrad. Der glänzt beim gemeinsamen Schwelgen in Erinnerungen mit beachtlichem Detailwissen.Durch Alzheimer verliert er vielleicht beim Einkaufen die Orientierung, dafür tauchen uralte Erlebnisse aus dem Nebel des Vergessen wieder auf. Das ist jedoch nicht allen in der Familie recht.


Die schmutzigen Geheimnisse eines wohlhabenden Familienclans werden durch einen unbedarften Hofnarren enthüllt. Das ist die Grundidee dieses kleinen Gesellschaftsthrillers. Was da zu Tage gefördert wird, ist ungeheuerlich, könnte allerdings auch aus der Feder von Agatha Christie stammen. Mit einer simplen Beichte sind die Jahrzehnte zurückliegenden Fehler dann aber überraschend schnell ausgeräumt. Die Inszenierung ist wie die gesamte porträtierte Familie etwas hüftsteif und entwickelt sich vor allem in kühlen Tischgesprächen. Das kann man entweder als treffendes Porträt einer emotional gestörten Familie oder als langweilige, unispirierte Inszenierung sehen. Die Farbtupfer dazwischen setzt Depardieu, der seine hellsichtigen Alzheimer-Momente aber etwas zu melodramatisch einsetzt. Hier soll einem verkauft werden, dass der schlichte Gemütsmensch Konrad zum großen Kind mutiert, dabei aber auch zu verblüffenden phiolosophischen Einsichten fähig ist. Als wäre Alzheimer ein Segen. Das ist dann doch ein bisschen zu heftig.

In sechs Filmen ist Gerard Depardieu in diesem Jahr zu sehen. In "Mammut" spielt er einen simplen Arbeiter, der auf der Suche nach seiner Vergangenheit seine Liebe zur Kunst entdeckt, in "Das Labyrinth der Wörter" spielt er einen simplen Arbeiter, der die Liebe zur Literatur entdeckt. In "Small World" spielt er - Überraschung" - wieder einen simplen Arbeiter. Natürlich haben sämtliche Rollen immer noch Unterschiede aufzuweisen, aber die Ähnlichkeiten sind doch schon nervig. Angesichts der Fülle von Depardieu-Filmen hat man also reichlich Auswahl. Diese Literaturverfilmung ist einer seiner schwächeren Streifen.

Autor Martin Suter ist dagegen mit der Adaption sehr zufrieden. "Small World" ist sein erster und bislang erfolgreichster Roman, obwohl andere Bücher wie "Lila, Lila" schneller verfilmt wurden. Keine der Verfilmungen war bislang aber ein großer Erfolg. Offenbar funktionieren Suters Geschichten auf Papier besser als auf Leinwand. Das ist diesmal nicht anders.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

Über Martin Suter und seinen Roman „Small World

Martin Suter, 1948 in Zürich geboren, zählt zu den einflussreichsten zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren. Bevor er sich 1991 endgültig für den Beruf des Schriftstellers entschied, arbeitete Martin Suter als Werbetexter und Creative Director. Gemeinsam mit Robert Stalder gründete er die Werbeagentur Stalder & Suter und war zudem Präsident des Art Directors Club der Schweiz. Parallel verfasste er schon damals unter anderem Reportagen für die Zeitschrift Geo sowie zahlreiche Drehbücher. Und auch als Kolumnist machte sich Martin Suter einen Namen: Seine wöchentliche Kolumne „Business Class“, die von 2004-2007 im Magazin der Weltwoche erschien sowie die Fortsetzungsgeschichte um den Trendforscher „Geri Weibel“ im Monatsmagazin NZZ Folio, erfreuten sich größter Beliebtheit.

Martin Suters Romane erscheinen weltweit in Millionen-Auflage und werden in 23 Sprachen übersetzt. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen geehrt, allen voran sein Roman-Debüt „Small World“, 1997 erstmals im Diogenes Verlag erschienen, mit dem er aus dem Stand die Bestsellerlisten erklomm und der u.a. mit dem französischen Literaturpreis Prix du premier roman étranger ausgezeichnet wurde.

Mit allein in Deutschland fast 1 Mio. verkauften Exemplaren ist „Small World“ Suters bislang erfolgreichster Roman. Er gilt als erster Teil der sogenannten „neurologischen Trilogie“, die der Autor mit „Die dunkle Seite des Mondes“ (2000) und „Ein perfekter Freund“ (2002) fortführte.

Für „Ein perfekter Freund“ wurde Martin Suter 2003 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, und 2005 adaptierte der französische Regisseur Francis Girod den Roman unter dem Titel UN AMI PARFAIT mit Antoine de Caunes, Martina Gedek und Carole Bouquet für die Leinwand. Im Jahr 2009 kam auch Suters Liebesroman „Lila, Lila“ (2004) in die Kinos, diesmal unter der Regie des Schweizer Regisseurs Alain Gsponer, mit Daniel Brühl, Hannah Herzsprung und Henry Hübchen in den Hauptrollen. Christoph Schaubs Verfilmung von Martin Suters Originaldrehbuch über das Älterwerden, GIULIAS VERSCHWINDEN, war 2009 ein Kinoerfolg. Als mittlerweile vierte Verfilmung eines Suter-Stoffes hat Alain Gsponer im Auftrag des Schweizer Fernsehens und des ZDF zuletzt Suters Roman „Der letzte Weynfeldt“ (2010) verfilmt.

Mit seinem neuestem Werk, „Der Koch“, konnte Martin Suter im Februar 2010 einen neuen Rekord aufstellen: Zwei Wochen nach Verkaufsstart schoss der Roman, der den Leser neben unglaublichen kulinarischen Genüssen auch in die erschütterte Welt der Hochfinanz und des Waffenhandels führt, auf Rang 1 der Spiegel- Bestsellerliste.