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David Wants To Fly Film Trailer

FSK Film: 0 | Länge: 97 Min | Kinostart: 06.05.2010 | Release: 31.12.2010 (DVD)
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Die Story:Die beispiellose Erfolgsgeschichte des Maharishi Mahesh Yogi begann im Himalaya. Um seine Meditationslehre zu verbreiten und den Weltfrieden zu erreichen, kam der indische Guru Ende der 50er Jahre nach Hollywood und gewann zahlreiche prominente Anhänger, wie die Beatles, Mia Farrow oder Clint Eastwood. Fast sechs Millionen Menschen weltweit praktizieren heute die Transzendentale Meditation. Auch David, ein junger Filmemacher auf der Suche nach Inspiration, will es mit der Meditation probieren. Denn nicht zuletzt sein großes Vorbild, der legendäre Regisseur David Lynch, versichert ihm höchstpersönlich, dass TM eine Quelle der Kreativität und der Schlüssel zum Erfolg sei. David beschließt, sein Idol beim Wort zu nehmen: Er unterzieht sich dem teuren Meditations-Training, erhält sein persönliches Mantra und versucht sich im yogischen Fliegen. Doch bald mehren sich die Ungereimtheiten. Denn die Organisation des indischen Gurus ist zu einer milliardenschweren Industrie geworden. Als Maharishi plötzlich stirbt, kommt es zum Streit um die Nachfolge. David Lynch entwickelt sich zum wichtigsten internationalen Botschafter der Organisation. Trotz aller Zweifel und der Trennung von seiner Freundin hofft David weiter auf Erleuchtung. Der Filmemacher wird zum Pilger auf den Spuren der TM-Bewegung. Seine Schritte werden von der Organisation nun genauestens verfolgt – da er einigen wohl gehüteten Geheimnissen zu nahe kommt. Als schließlich David Lynch die Recherchen des Filmteams mit einer Klagedrohung quittiert, ist die innere Ruhe dahin. David reist in die USA und nach Indien: Anstelle des von Maharishi prophezeiten Himmels auf Erden stößt er auf Abgründe. In den Höhen des Himalaya endlich, an der eisigen Quelle des Ganges, fndet David seine eigene Wahrheit.

Technikinfos:Bildformat: 35mm/1,85; Ton: Dolby Digital




Eure Meinung zu "David Wants To Fly"



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Eure Kommentare zu "David Wants To Fly":

Hans-Helmut Schlicht Ich habe den Film gestern im Fernsehen gesehen.Dabei wurde ich an die vielen Ereignisse meines Lebens erinnert, bei denen religi? wie andersartige weltanschauliche Menschen, Gruppen oder gar Kirchen Einfluss auf mein Leben und mein Denken nehmen wollten. Und ich wurde der vielen Entt?chungen erinnert, die ich mit diesen hatte. Ich kann mich noch sehr gut an orange-gekleidete Menschen in den Fu??erzonen der 70er Jahren erinnern, die sehr aufdringlich einem gegen ein „kleines“ Entgelt Musikkassetten „schenken“ wollten. Die Beatles und insbesondere der ?ich orientierte Sitar spielende George Harrison wurde dabei zumeist als Promotor herangezogen.Ich bin zwar kein Filmemacher, aber ich kann als Designer und P?goge gut nachvollziehen, wie ein k?lerisch orientierter Mensch auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen es auch mit TM, und hier im Besonderen mit der TM um Maharishi Mahesh Yogi versuchen will.David Sieveking hat in beeindruckender Weise diesen Prozess in seinem Film verdeutlicht, den wohl viele Tausend oder gar Millionen von Anh?ern in ?licher Weise durchmachten. Was ihn unterscheidet ist seine gesunde Distanz, und dies obwohl er gute Erfahrungen mit der TM als solche am Anfang macht. Aber Meditation allein hat wahrscheinlich noch niemanden geschadet – es ist wohl meist das organisierte Verhalten der Menschen drumherum. Zudem hat er in aufrichtiger und sehr offener Weise seine Liebesbeziehung zu seiner Freundin dokumentiert. Und dabei die Frage gestellt, warum trotz versprochener „Generalharmonisierung“ der TMler um ihn herum, trotzdem zwischendurch alles in die Br? zu gehen scheint.F?ich hat sich der Eindruck verfestigt, dass es sich bei dieser Gruppe um eine Sekte handelt, die alle wichtigen Merkmale erf?. Eins davon ist ungeheurer Reichtum in den obersten F?ngsetagen* und ein offensichtlicher Machtkampf um den h?ten Posten nach dem Tod des Gr?rs.* Was dies angeht sollten wir westlichen Menschen noch einmal mit unseren gro?n Kirchen ins Gericht gehen. Nachdem ich mehrere sehr traumatische Erlebnisse mit Vertretern der Kirche hatte, besonders mit einem geldgierigen ehemaligen Bischofskandidat der evangelischen Kirche aus Hamburg, habe ich die Konsequenz gezogen und bin ausgetreten.

 





David Sieveking über seinen Film:
Als ich David Lynchs Rat befolgte und die Transzendentale Meditation (TM) erlernte, um ein besserer Filmemacher zu werden, begann sich mein Leben in einen Film zu verwandeln. Der Meisterregisseur prophezeite mir, dass ich 5 Jahre lang an diesem Film arbeiten müsste, um wirklich tief in die Meditation eintauchen zu können. Ich dachte damals, das sei ein Witz. Aber meine Reise durch die abgründig erleuchtete Welt der Transzendentalen Meditation hat bis heute tatsächlich fast 5 Jahre gedauert.

Ich komme aus einem atheistischen Elternhaus. Mein Vater ist Mathematiker. In die Kirche gingen wir, um gute Musik zu hören, nicht zur Taufe. An der Transzendentalen Meditation (TM) reizte mich spontan die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. Natürlich faszinierte mich auch, dass der TM-Begründer Maharishi viele große Künstler, wie die Beatles oder David Lynch zu Höchstleistungen inspiriert hat. Als ich zu Hause erzählte, dass ich nun der Lehre eines indischen Gurus folgen und ein Yogischer Flieger werden wollte, der den Weltfrieden befügelt, war meine Familie ziemlich verwundert. Auch die Redakteure und Produzenten, die den Mut hatten, sich auf mein flmisches Experiment einzulassen, waren besorgt, ich könnte mich auf meinem Selbstfndungstrip verlieren. Tatsächlich war der Ausgang meiner Reise vollkommen offen. Ich sah mich schon vom Himalaya nach Hollywood schweben.

Die Meditationserfahrung mit der TM-Technik war wirklich sehr erhebend und harmonisch. Neugierig ließ ich mich auf die Zeremonien der TM-Bewegung ein. Mir gefel es, ein Mantra zu besitzen, ein geheimes Wort, das ich niemandem verraten durfte. Sonst würde es seine Wirkung verlieren und die Meditation nutzlos werden. Ich fragte mich dann, was wohl passierte, wenn ich das Wort aus Versehen im Schlaf ausplapperte.

Aber schon bald gab es tatsächlich Probleme mit TM. Als sich heraus stellte, dass ich in meinem Film auch kritische Töne anschlagen würde, versuchte die TM-Führung meinen Film unter ihre Kontrolle zu bringen. Als ich begann auch TM-Aussteiger und -Kritiker für meinen Film zu treffen, wurde mir mit juristischen Schritten gedroht. Mir wurden ihre Pläne, den „Himmel auf Erden“ durch Yogisches Fliegen einzuläuten, immer zweifelhafter. An einem Punkt machte die Organisation mir sogar das verlockende Angebot, die Produktionskosten meines Films zu übernehmen.

Doch Ich wollte meinen unabhängigen, ganz persönlichen Film machen. Deshalb ist auch die Beziehung zu meiner Freundin ein wichtiger Bestandteil des Films. In einem Film, der sich mit Meditation und Spiritualität beschäftigt, wollte ich die Liebe nicht ausklammern. Dass es während des Drehs mit meiner Freundin zu einer dramatischen Wendung kommen würde, hatte ich nicht geahnt.

Auch die Dreharbeiten in der TM-Bewegung wurden zunehmend dramatischer. Ich wurde zu einer Detektiv-Figur, die in der scheinbar heilen und hellen TM-Welt auf düstere Zusammenhänge stößt. Die Meditation hat meinen Kopf nicht ab- sondern angeschaltet. Zu der persönlichen subjektiven Ebene kam ein starkes investigatives Element. Warum kosten die Meditations-Kurse so viel Geld? Wohin fießen die Millionen von Spendengeldern? Wer genau war dieser Maharishi? Woher kam er? Ich folgte meinem inneren Drang des Forschens, des Hinterfragens. Das ist Spiritualität wie ich sie verstehe.

Ich sehe das Kino im Idealfall wie einen weltoffenen Tempel und die gemeinsame Erfahrung eines Films wie eine intensive Gruppenmeditation. Ich hoffe jeder Zuschauer kann sich auf seine Weise in meinen Film versenken, ohne dabei den Kopf abzuschalten!