Träume Der Lausitz Film Trailer
Länge: 85 Min | Kinostart: 06.05.2010
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Die Story:Der die Region bestimmende Braunkohleabbau wurde vielerorts als unrentabel eingestellt. Unaufhaltsam erobern sich heimische Wölfe und viele Exoten der internationalen Fauna und Flora neue Lebensräume. Die Natur eignet sich rasch an, was der Mensch gerade erst verlassen hat. Aber einige Menschen sind geblieben, harren aus wie Siedler. Sie tauchen im Film als Erzähler ihrer teils skurrilen Geschichten auf. Wir erleben sie hautnah, wie sie mit Phantasie und Engagement versuchen, ihrer geschundenen Landschaft ein wiederbewohnbares Stück Erde abzutrotzen.
Hintergrund:Die Lausitz, das sind neuentstandene große Seen, in denen man beim Baden rostet. Die Lausitz bietet weite Landschaftsformationen, die an den Grand Canyon des Wilden Westens erinnern. Die Lausitz birgt aber auch den alten Traum des Fürst Pückler. Den Traum von einer Landschaft für Menschen.
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Weitere Infos zum Film:
Die Lausitz ist eine Landschaft nach der Industrie, eine Landschaft nach den Menschen. 1989 beschrieb Peter Rocha in „Die Schmerzen der Lausitz“ erstmals auf erschütternde Weise das Ausmaß der Zerstörung, welche der Braunkohletagebau hier hinterlässt. Eine Tradition, in die sich Bernhard Sallmann - der nun seine eigene Lausitz-Trilogie vollendet - bewusst stellt.
Er zeigt jedoch eine Landschaft, die verwundet ist und zugleich verwunschen, und Menschen in ihr, die sich und das Land neu erfinden. Wo sich dem Auge eine mondähnliche Kraterlandschaft und von zischenden Rohren zerfurchte Wüste bietet, sehen sie Hafenbecken und eine Seenkette, träumen sich neue Wälder, experimentieren mit Findlingen, bauen schwimmende Häuser oder umrunden auf allen denkbaren Sportgeräten unermüdlich die riesigen Restlöcher. Sie folgen der Spur des Wolfes, der sich die Lausitz zurückerobert, während die Menschen sie verlassen. Wer hier bleibt, hat selten Arbeit - auch wenn er hoch qualifiziert ist.
Ingenieure im Ruhestand senden sich aus ihren schrumpfenden Wohnsiedlungen funkend per Morsealphabet Lebenszeichen. Denn eins ist klar: Die Wüste lebt. In bester Benningscher Tradition setzen die sorgsam kadrierten Bilder von Börres Weiffenbach, die eine eigene erzählebene schaffen, den futuristischen Rahmen für eine handvoll Visionäre. Die Erben Fürst Pücklers, des großen Landschaftsgestalters, in einem Science-Fiction-Heimatfilm.
Grit Lemke, Katalog DOK Leipzig 2009

