Stichtag Film Trailer
FSK Film: 12 | Länge: 98 Min | Kinostart: 04.11.2010 | Release: 04.03.2011 (DVD&BD)
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Schauspieler:Robert Downey Jr., Zach Galifianakis, Michelle Monaghan, Juliette Lewis, Jamie Foxx, Alan Arkin, Matt Walsh, Rhoda Griffis, Mimi Kennedy, James Martin Kelly, Emily Wagner
Die Story:Der berechnete Geburtstermin seiner Frau ist in fünf Tagen, daher muss sich Peter beeilen, um den Flug in Atlanta zu erreichen und rechtzeitig zur Geburt nach Hause zu kommen. Doch das geht gründlich schief, denn als er den hoffnungsvollen Nachwuchsschauspieler Ethan Tremblay kennen lernt, führt das zu heillosen Verwicklungen. Peter und Ethan müssen per Anhalter gen Westen fahren. Während dieser Reise bleiben nicht nur etliche Autos und viele Freundschaften auf der Strecke, sondern vor allem Peters Nerven.
Hintergrund:In Stichtag inszeniert Todd Phillips Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis als unfreiwillige Reisegefährten, deren irrwitziger Trip ihr Leben total auf den Kopf stellt. Todd Phillips inszeniert das Drehbuch von Alan R. Cohen & Alan Freedland und Adam Sztykiel & Todd Phillips nach einer Story von Cohen & Freedland. Weitere Rollen in Stichtag (Due Date) übernehmen Michelle Monaghan (Verliebt in die Braut), Oscar- Kandidatin Juliette Lewis (Kap der Angst, Whip It) und Oscar-Preisträger Jamie Foxx (Ray). Produziert wird der Film von Phillips und Dan Goldberg, der schon bei Hangover dabei war. Als Executive Producers sind Scott Budnick, Thomas Tull und Susan Downey beteiligt. Das kreative Team von Hangover ist wieder im Einsatz: Kameramann Lawrence Sher, Produktionsdesigner Bill Brzeski, Cutterin Debra Neil-Fisher und Kostümdesignerin Louise Mingenbach.
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Eure Meinung zu "Stichtag - Due Date"

♥: Engagierte Darsteller, hohes Tempo, Action, Slapstick und Wortwitz im Gleichgewicht
−: Viele Gags sieht man schon im Trailer, einige Pointen sind absehbar
Ein erfolgreicher Werbemanager und ein schrulliger Vertreter bilden eine unfreiwillieg Fahrgemeinschaft und schlagen sich gemeinsam quer durch die USA. Das war 1988 die Ausgangssitutation von "Ticket für zwei" von John Hughes, mit Steve Martin und John Candy in den Hauptrollen.
Ein erfolgreicher Architekt und ein verpeilter Chaot bilden eine unfreiwillieg Fahrgemeinschaft und schlagen sich gemeinsam quer durch die USA. Das ist 2010 die Ausgangssituation von Stichtag vonTodd Phillips (Hangover), mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis (Hangover).
Und trotzdem ist die Neuausgabe kein Remake, zumindest gabs keine Autorencredit für die damaligen Macher. Aber wenn schon geklaut, dann wenigstens gut geklaut.Und das ist bei "Stichtag" der Fall. Gleichzeitig bedient sich der Regisseur aber auch bei seinem eigenen ersten Film "Road Trip".
Der Architekt Peter (Robert Downey Jr.) hat einen dringenden Termin in L.A.: seine Frau erwartet ihr erstes Baby. Der Termin ist in fünf Tagen (als wenn Babys sich daran halten würden, ha!). Eigentlich kein Problem, denn der Flug in Atlanta ist schon gebucht. Aber dann trifft Peter auf Ethan - und von da an gehts bergab. Denn statt planmäßig abzuheben, geht Peter an Bord selbst in die Luft, weil Ethan ihm so auf den Senkel geht. Schließlich werden beide äußerst unsanft von Bord geschafft - und auf eine schwarze Liste gesetzt. Weitere Flüge sind damit erstmal ausgeschlossen. Und da Peters Brieftasche und Papiere in dem Chaos verschwunden sind kann er sich nicht mal einen Wagen mieten.
Da bietet sich Ethan als rettender Engel an, dem alles schrecklich leid tut. Zähneknirschend nimmt Peter an. Und von da an gehts bergab. Denn Ethan nervt nicht nur mit endlosen Fragen, seiner ganz eigenen Weltsicht und seinen sehr eigenen Schlafgewohnheiten. Er hat auch ganz eigene Vorstellungen von der Reiseroute. So führt der erste Trip (natürlich aus rein therapeutischen Gründen) gleich mal zur Grasdealerin seines Vertrauens (Juliette Lewis). Drogenkonsum und Autofahren vertragen sich natürlich nicht allzu gut. Und von da an gehts wirklich bergab. Klar, dass der transkontinentale Trip sich zu einer Serie von peinlichen Zwischenfällen und Katastrophen entwickelt.
Der Regisseur (und einer der Autoren) Todd Philipps hat zuletzt mit der Las Vegas-Komödie "Hangover" einen Riesenerfolg gefeiert. In "Stichtag" hat er quasi dasselbe Team am Start hinter der Kamera, bei der Ausstattung und der Musik und das sieht und hört man. Für eine Komödie sieht dieses Roadmovie richtig gut aus. Man merkt, dass hier nicht im Studio, sondern vor allem an realen Schauplätzen gedreht wurde und auch die weiten und sehr unterschiedlichen Landschaften der USA kommen prima zur Geltung. Dazu besteht der Soundtrack vor allem aus gut abgehangenen, aber immer passenden Klassikern von Neil Young oder Pink Floyd.
Nicht alle Jokes sitzen. Der Kaffeegag aus dem Trailer ist aber auch schon das Platteste was geboten wird. Ansonsten lebt der Film aber auch weniger von den schrillen Situationen, sondern vom Spiel der beiden Hauptdarsteller, die sich perfekt ergänzen, weil sie eben gar nicht zusammenpassen. Und hier ist Stichtag dem Vorbild "Ticket für Zwei" sogar überlegen, denn da wurden zwei Komiker aufeinander gehetzt, während hier eine Knalltüte und ein verstocker Normalo zusammengesteckt wurden. Das sorgt für einen viel besseren Kontrast. Und Robert Downey Jr. ist schließlich auch ein um Längen besserer Schauspieler als Steve Martin, der auch die kleinen stillen Momente (ja, die gibts es !) perfekt nutzt.
"Ticket für zwei" ist ein Klassiker, an dem nur der 80er-Synthiepop-Soundtrack (inklusive Tracks von Yello) etwas in die Jahre gekommen ist. Damals entstand der Konflikt nicht nur aus gegensätzlichen Charakteren, sondern auch aus dem Gegensatz von Ober- und Unterschicht. Während Steve Martin als Werbemanager für eine für eine zunehmend realitätsferne Glitzerwelt steht, war John Candy der altmodische Vertreter, der sein Geld mühselig mit dem Verkauf von Duschvorhanghaken verdiente.
In "Stichtag" ist der Konflikt nicht so symbolgeladen und Zach Galifianakis spielt auch eine sehr ähnliche Rolle wie in Hangover. Aber Ethans Traum, als Schauspieler Karriere zu machen und seine naïve Sicht auf Hollywood (und seine Bewunderung für die Sitcom "Two an a half men") sorgt auch für etliche großartige Szenen. Im Kontrast zum faktenorientiertem Stadtmenschen und Karrieristen Peter ist er zwar auch ein Landei, aber vor allem ein Träumer.
Wer "Hangover" mochte, wird sich auch hier total wohlfühlen, den die Optik und der Humor ähneln sich sehr. Einige Pointen sind zu absehbar, aber neben Slapstick liefert der Film auch viel Wortwitz, gelungene Action, der Schlagabtausch der Reisepartner ist variantenreich und turbulent, das allgemeine Tempo hoch und die Roadmovieästhetik das Sahnehäubchen obendrauf. Stichtag wird vielleicht kein Klassiker wie "Ticket für Zwei" macht aber mindestens genausoviel Spaß und zählt zu den besten Komödien des Jahres.

