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Yogi Bär Kino Film Trailer

FSK Film: 0 | Länge: 80 Min | Kinostart: 23.12.2010 (auch in 3D) | Release: 23.04.2011 (DVD&BD)
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Schauspieler:Anna Faris, Dan Aykroyd, Justin Timberlake, T.J. Miller, Tom Cavanagh, Nathan Corddry, Andrew Daly, Dean Knowsley, Matilda Fulljames

Die Story:Der Jellystone-Park hat stark an Attraktivität eingebüßt – Bürgermeister Brown will ihn deshalb schließen und als Immobilie zu Geld machen. Dann wäre es mit der Familienidylle in der freien Natur ein für alle Mal vorbei – und was noch schlimmer ist: Yogi und sein Freund Boo Boo würden ihre Heimat verlieren. Noch nie musste Yogi ein so riesiges Problem bewältigen: Jetzt kann er beweisen, dass er tatsächlich cleverer ist als ein Durchschnittsbär. Boo Boo und Yogi schließen einen Pakt mit Ranger Smith, um gemeinsam den Park vor den Planierraupen zu bewahren.

Hintergrund:In dieser neuen Version der klassischen Cartoon-Serie von Hanna-Barbera spricht Oscar-Kandidat Dan Aykroyd (Miss Daisy und ihr Chauffeur) den legendärsten Troublemaker im Jellystone-Park: Yogi-Bär. Der zweifache Emmy-Preisträger (Saturday Night Live) und sechsfache Grammy-Gewinner Justin Timberlake (Artie in Shrek der Dritte) ist die Stimme von Boo Boo, Yogis treuem Kumpel und Komplizen bei ihren unermüdlichen Plänen, den Parkbesuchern ihr Lunch zu stibitzen. Zur realen Besetzung des Films gehören Anna Faris (Shopping-Center King) als Natur-Dokumentarfilmerin Rachel Johnson und Tom Cavanagh (NBC-Serie Ed, Billys Wette oder Wie man gebratene Würmer isst) als Yogis lustiger Erzfeind Ranger Smith. TJ Miller (Cloverfield) spielt Smiths eifrigen Stellvertreter Ranger Jones und Andrew Daly (Der Informant!) den hinterhältigen Bürgermeister Brown. Yogi-Bär zählt zu den populärsten Cartoon-Helden der Fernsehgeschichte: Er tauchte erstmals in der Hanna-Barbera-Serie Hucky und seine Freunde auf. 1961 bekam er dann seine eigene Serie. Aufgrund des Erfolges erschien bald ein Comic-strip, der landesweit in der US-Presse zu lesen war. 1964 gab Yogi-Bär als erste der Hanna-Barbera- Cartoon-Figuren sein Kinodebüt in Yogi Bärs Abenteuer. Seitdem entstanden weitere Serien und mehrere einstündige Specials.



Der weltweit beliebteste Picknickkorb-klauende Bär erobert jetzt die Kinoleinwand: Das neue Abenteuer wurde real in 3D gefilmt und im Computer animiert.

Im Original spricht Dan Aykroyd den legendärsten Troublemaker im Jellystone-Park: Yogi Bär. Justin Timberlake ist die Stimme von Boo Boo, Yogis treuem Kumpel und Komplizen bei ihren unermüdlichen Plänen, den Parkbesuchern ihr Lunch zu stibitzen.

Yogi hat sich immer auf sein kluges Köpfchen und seine schnellen Füße verlassen – nur so kann er wütenden Campern immer einen Schritt voraus bleiben und seinen ewigen Widersacher Ranger Smith an der Nase herumführen. Doch jetzt geraten Yogi und Boo Boo in eine so bedrohliche Situation, wie die beiden sie noch nie erlebt haben …

Der Jellystone-Park wird verkauft!

Bürgermeister Brown hat die öffentlichen Gelder schlecht verwaltet – um sein Versagen zu vertuschen und um seine Wahlkampagne zu finanzieren, will er den Park an ein Sägewerk verkaufen. Dann wäre es mit der Familienidylle in der freien Natur ein für alle Mal vorbei – und was noch schlimmer ist: Yogi und sein Freund Boo Boo würden ihre Heimat verlieren. Noch nie musste Yogi ein so riesiges Problem lösen: Jetzt kann er beweisen, dass er tatsächlich cleverer ist als ein Durchschnittsbär. Boo Boo und Yogi schließen einen Pakt mit Ranger Smith, um gemeinsam den Park vor den Motorsägen zu bewahren.

Zur realen Besetzung des Films gehören Anna Faris als Natur-Dokumentarfilmerin Rachel Johnson; Tom Cavanagh als gewissenhafter Ranger Smith; TJ Miller als Smiths eifriger Stellvertreter Ranger Jones; Andrew Daly als hinterhältiger Bürgermeister Brown; und Nate Corddry als Browns Stabschef.

Die Regie übernimmt Eric Brevig, die Produktion verantworten Donald De Line und Karen Rosenfelt. Das Drehbuch schrieben Jeffrey Ventimilia & Joshua Sternin sowie Brad Copeland nach den Figuren der Hanna-Barbera-Fernsehserie. Als Executive Producers sind Andrew Haas, James R. Dyer und Lee Berger beteiligt.

Zum kreativen Team gehören Kameramann Peter James, Produktionsdesigner David R. Sandefur, Cutter Kent Beyda, Kostümdesignerin Liz McGregor und Filmkomponist John Debney.

„Yogi Bär“ ist eine Sunswept Entertainment/De Line Pictures-Produktion in Zusammenarbeit mit Rhythm & Hues. Der Film kommt im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany, a division of Warner Bros. Entertainment GmbH, in die deutschen Kinos.


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Das Leben ist ein Picknick

Auf der ganzen Welt ist Yogi Bär als fülliger und immer hungriger Spaßvogel mit lustigem Hut und Krawatte bekannt – ein liebenswerter Langfinger und Torten-fressender Rebell, der sich für klüger als durchschnittliche Bären hält und dem Jellystone-Park mit seinen überdrehten Mätzchen einen Ehrenplatz auf dem Cartoon-Globus gesichert hat. Regisseur Eric Brevigs liebevoller Kommentar zum „Star“ seines Films: „Ich fand Yogi schon immer toll. Er lässt sich von niemanden etwas vormachen. Er meint es gut, aber ihm liegt der Bauch nun mal näher als der Kopf – er folgt einfach dem Impuls, den Kuchen vom Tisch zu klauen – vielleicht kommt er ja damit durch. Er ist ein großes Kind – wir alle können diese Seite unserer eigenen Persönlichkeit in ihm wiedererkennen. Er ist zwar ein Bär, aber was er anstellt, entspricht meist voll und ganz der menschlichen Natur.“

„Wenn die Leute an Yogi denken, lächeln sie“, sagt Donald De Line, der zusammen mit Karen Rosenfelt das größte Leinwandabenteuer des Meister Petz produziert hat. „Er ist als Figur einfach zeitlos – wenn ich an ihn denke, ist mir seine Stimme sofort wieder präsent.“ „Die ursprüngliche Zeichentrickserie wurde als Unterhaltung für Kinder ebenso wie für Erwachsene konzipiert – in diese Tradition reihe ich mich gern ein: Unseren groß angelegten, lustigen Familienfilm sollten sich die Eltern zusammen mit ihren Kinder anschauen – alle kommen auf ihre Kosten“, fügt Brevig hinzu.

„Yogi Bear“ (Yogi Bär) präsentiert eine moderne Fassung des klassischen Stoffs, indem all jene Elemente erhalten bleiben, die ihn zeitlos machen – die Hauptfiguren, der freche Humor und Yogis ewige Auseinandersetzung mit den Ordnungshütern – doch die Story und die Atmosphäre werden unserer Gegenwart angepasst. „Wir achten sorgsam darauf, dass man die Handlung nicht einer bestimmten Zeit zuordnen kann“, berichtet Brevig. „Die Kleidung und Autos sind modern, aber Yogi benutzt keine elektronischen Geräte, die die Geschichte auf ein bestimmtes Datum festlegen würden. Kinder, die Yogi jetzt neu kennen lernen, erleben ihn als beeindruckenden, ausgeflippten Bären, der Flugzeuge aus Schrott baut. Die übrigen erkennen die Figuren wieder, für die sie sich in ihren Kindertagen begeistert haben.“

Der generationsübergreifende Charme dieses überlebensgroßen Besserwissers und seines lockeren Kumpels Boo Boo mit der Fliege um den Hals steht und fällt mit dem Talent zweier Schauspieler, die den Hauptfiguren ihre Stimme leihen: Dan Aykroyd spricht mit seinem sonoren Bariton den Yogi, und Justin Timberlake stellt sich präzise auf Boo Boo ein. Aykroyd erinnert sich gern daran, wie er Yogi Bär einst erlebte: „Jeden Mittwochnachmittag habe ich ‚Yogi Bär‘ begeistert im Fernsehen verfolgt. Er war die zugänglichste aller Zeichentrickfiguren – warmherzig und glücklich. Er hatte etwas von einem Outlaw – was mir gefiel. Seine Freundschaft mit Boo Boo war perfekt, wurde von keinerlei Gemeinheit getrübt – wahrscheinlich mögen deshalb auch Justins Generation und die heutigen Kids unsere beiden Helden.“

Timberlake stimmt ihm zu: „Als ich zur Schule ging, habe ich die Schularbeiten immer hinausgezögert, um die Zeichentrickserien zu sehen, und ‚Yogi Bär‘ gehörte zum festen Arsenal am Nachmittag und am Samstagmorgen. Später erfuhr ich, dass auch meine Eltern schon mit ihm aufgewachsen sind. Wenn ich diese Filme sehe, fühle ich mich in meine Kindheit zurückversetzt.“

Yogi und Boo Boo wurden für den neuen Film komplett im Computer animiert und interagieren in dem vorwiegend real gefilmten Abenteuer mit den menschlichen Darstellern. Brevig geht es darum, „Yogi und Boo fast als physisch reale Figuren zu zeigen: Ihre Augen blitzen, ihre Nasen sind feucht, sie agieren herzlich und subtil, also eher wie echte Schauspieler und nicht wie Cartoon-Figuren. Unser Kameramann Peter James hat sie genauso wie die Schauspieler ausgeleuchtet. Sie sollen lebendige dreidimensionale Wesen sein.“

Der Film entstand in 3D unter Verwendung der neuesten Stereofilm-Technik, die Brevig als „das ultimative System“ bezeichnet: „In der Kombination all dieser Elemente haben die Zuschauer das noch nie gesehen. Denn vor einem Jahr gab es diese weiterentwickelte Technik noch gar nicht. Die Bildauflösung, die astreine Bildqualität und Detailgenauigkeit, die wir durch die neuen 3D-Kameras erreichen, ist hervorragend. Mit diesem Kamerasystem filmten wir an bisher nicht zugänglichen Orten: in Baumkronen und Stromschnellen. Wir flogen damit von einem Baukran 60 Meter über dem Wald, um Yogis Perspektive zu filmen, wenn er mit seinem selbst gebauten Segelflugzeug niederstößt, um sich einen Picknickkorb zu schnappen – und die Zuschauer sind hautnah mit dabei. Das war gar nicht so einfach – das Kamerasystem wiegt 35 Kilogramm, weil es ja aus zwei Kameras besteht – für beide Augen je eine. Das Kamerateam hat wahrscheinlich heute noch Rückenschmerzen.“

Dazu De Line: „Die Technik ist inzwischen schon derart ausgefeilt und perfektioniert, dass wir beschlossen: ‚Wir nehmen jede Chance wahr, die uns die Story vorgibt – Action und Komödie, die wunderbaren Schauplätze mit ihrem Raumgefühl und den gewaltigen Panoramen: Damit legen wir die Messlatte eine Stufe höher. Die Zuschauer sollen wirklich das Gefühl haben, in den Jellystone-Park einzutauchen.“

Brevig gab 2008 sein Regiedebüt mit dem erfolgreichen Familienabenteuer „Journey to the Center of the Earth 3D“ (Die Reise zum Mittelpunkt der Erde) und bringt langjährige Erfahrungen mit visuellen Effekten mit: Zwei Jahrzehnte lang arbeitete er mit den einflussreichsten Filmemachern der Branche. Unter anderem gewann er mit seinen Leistungen einen Spezial-Oscar für „Total Recall“ (Die totale Erinnerung). Die 3D-Arbeit ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Dennoch betont er: „Wir achten sehr darauf, dass die Technik nicht überhand nimmt. Wichtig ist vor allem die realistische Darstellung sympatischer Figuren – immer steht die Geschichte im Vordergrund.“

Noch nie stand für Yogi und Boo Boo so viel auf dem Spiel: Diesmal geht es nicht darum, dass Yogi einen Picknickkorb klaut und damit Ranger Smitz zur Verzweiflung treibt – diesmal geht es um das Schicksal des gesamten Parks. Der korrupte Bürgermeister Brown hat die Geldmittel des Ortes verschwendet, will jetzt sein Missmanagement vertuschen und gleichzeitig seinen Wahlkampf für das Amt des Gouverneurs finanzieren, indem er Jellystone meistbietend an die Holzindustrie verschachert. Das bedeutet das Ende für Yogis „traute Höhle, Glück allein“ – und auch alle ihre tierischen Freunde verlieren ihre Heimat, ganz zu schweigen von Ranger Smith. Aber auch die Anwohner sollen fortan auf die im Park erhaltene unberührte Natur verzichten.

Das kann einem Bär schon mal den Appetit verschlagen. Zumindest eine Minute lang. Die gute Nachricht: Weil Yogi Bär Jellystone Park retten muss, läuft er zu ganz großer Form auf: mit Erfindungsreichtum, Eleganz und Wagemut – nicht zu vergessen die PR in eigener Sache – und mit Boo Boos typischem Charme, Humor und untrüglichem Auge für Schadensbegrenzung. Gemeinsam stellen sie sich dieser neuen Aufgabe so, wie sie es immer gehalten haben: als Team.

Ihre Mission ist von derartiger Dringlichkeit, dass Yogi und Boo Boo sogar mit dem Mann gemeinsame Sache machen, dem sie immer aus dem Weg gegangen sind: Ranger Smith (Tom Cavanagh). Hilfe bekommen die beiden auch von einer neuen Figur, der Dokumentarfilmerin Rachel Johnson (Anna Faris), die ein Auftrag in den Jellystone-Park führt und die von der Natur schier überwältigt ist … vor allem aber von Ranger Smith. Gleichzeitig behindert Smiths Stellvertreter Ranger Jones (T.J. Miller) die Mission eher, als dass er hilft, während der Bürgermeister und sein Stabschef (Andrew Daly und Nate Corddry) ihren abscheulichen Plan in die Tat umsetzen.

„Was mir gefällt: Yogi ist ein Slapstick-Comedian, aber auch ein Poet – als Filmstar bringt er daher die besten Voraussetzungen mit“, sagt Brad Copeland, einer der „Yogi Bär“- Drehbuchautoren und ein langjähriger Fan. „Er ist immer lustig – ob er nun gegen einen Baum läuft oder eine Pointe bringt.“ Der Film „Yogi Bär“ bietet ihm für beides reichlich Gelegenheit.

YOGI UND BOO BOO: Wie wär’s mit einem Imbiss?

Yogi Bär und Boo Boo tauchten erstmals 1958 in der Hanna-Barbera-Serie „The Huckleberry Hound Show“ (Hucky und seine Freunde) auf, der ersten Cartoon-Serie, die den Emmy für hervorragende Kindersendungen gewann. 1961 bekamen die beiden dann aufgrund ihrer Beliebtheit ihre eigene Serie. Im Zuge dieses Erfolges erschien bald ein Comic-strip, der landesweit in der US-Presse zu lesen war. 1964 gab Yogi Bär als erste der Hanna-Barbera- Cartoon-Figuren sein Kinodebüt. Seitdem entstanden viele weitere Serien, mehrere einstündige Specials, Filme und DVD-Anthologien mit dem sorglosen Schnorrer und seinem gutmütigen Kumpel.

Durch alle zieht sich als roter Faden ein Thema: Freundschaft. Egal was auf dem Spiel steht und ob Yogis neueste Erfindung zur Bruchlandung auf dem Dach der Ranger-Station führt – immer bildet die unverbrüchliche Kameradschaft und der komische Austausch zwischen Yogi und Boo Boo das Zentrum der Geschichten. Das ist auch in ihrem neuesten Abenteuer nicht anders.

„Es geht um Treue. Letztlich kommt es darauf an, dass Freunde Freunde bleiben – sie müssen zusammenhalten“, sagt Aykroyd. „Es ist wunderbar, ihre Dynamik mitzuerleben“, sagt Brevig. „Yogi überzeugt Boo Boo immer wieder, dass sein neuester und tollster Plan hundertprozentig klappen wird – dass dies nie eintritt, ist völlig egal. Und Boo Boo ist der ergebene Freund, der seinem großen Kumpel nie von der Seite weicht. Oft schlägt er eine sinnvollere Variante vor – aber ohne Erfolg. Und wenn es dann schief geht, trifft es normalerweise vor allem ihn. Aber er bleibt unerschütterlich.“ Viele eingefleischte Fans haben es inzwischen kapiert: Eigentlich ist wohl Boo Boo jener Bär, der überdurchschnittlich begabt ist. Aber er würde nicht im Traum daran denken, dieses Argument anzuführen.

„Boo Boo ist eindeutig Yogis Gewissen“, stellt Timberlake fest. „Er ist der Schutzengel auf Yogis Schulter – immer erinnert er ihn daran, worauf es wirklich ankommt. Aber obwohl er die Stimme der Vernunft ist, macht er alles mit, weil er ein putziger kleiner Bär mit nasaler Stimme ist.“

„Der enthusiastische Yogi präsentiert auch die verrückteste Idee als absolut zwingend, sodass Boo Boo letztlich immer nachgibt und mitmacht – egal, wie gefährlich oder unvernünftig sie auch erscheint“, sagt Aykroyd, der lachend ein Beispiel nennt: „Zu meinen Lieblingsszenen gehört Yogi über dem Abgrund: Er will sich abseilen, um genau neben einem Picknickkorb zu landen – und wir wissen genau, dass das so nicht klappen wird …“

Was Yogi an technischem Knowhow fehlt, macht er mit seinem Charisma wett. Natürlich ist er ein wenig eitel, impulsiv und er neigt zu Eigentumsdelikten, aber wir mögen ihn, weil er das Herz auf dem rechten Fleck hat und nie seinen Optimismus verliert. „Yogi ist charmant, weil er im Grunde sehr anständig ist. Sicher ist er ein Dieb, aber ein sehr höflicher Dieb – deshalb kann ihm niemand, nicht einmal Ranger Smith, etwas übelnehmen. Seine positive Einstellung, sein Enthusiasmus sind einfach ansteckend“, sagt Jeffrey Ventimilia, der mit seinem Schreibpartner Joshua Sternin zum Drehbuchautorenteam gehört.

„Gerade Yogis subtile Subversivität ist das, was Erwachsene an ihm schätzen“, fügt Sternin hinzu. „Der Rest der Welt richtet sich nach den gesellschaftlichen Regeln, während Yogi auf bewunderswerte Weise seine Freiheit auslebt. Er hält sich nur an seine eigenen Regeln und handelt völlig spontan.“

Grinsend sagt Aykroyd, er habe mit der von ihm gespielten Figur den „Yogi-Bär-Appetit“ gemein. Dass er sich problemlos in Yogi hineinversetzen kann, führt er darauf zurück, „dass ich ihn einfach in meinem Kopf gespeichert habe, denn ich habe ihn unzählige Male gesehen.“ „Dan spricht Yogi sehr klassisch, bringt aber auch immer einen kleinen Aykroyd-Dreh mit hinein – wir erkennen Yogi also wieder, aber Dan gibt ihm eine originelle Wendung“, sagt De Line. Über seine Begegnung mit dem Schauspieler sagt Brevig: „Ich kann nicht behaupten, dass wir unseren Yogi Bär gefunden haben, weil unser Yogi uns fand. Er las die ersten Dialoge, und wenn ich ihn ansah, dachte ich: ‚Das ist Dan.‘ Doch wenn ich mich abwandte, dachte ich ich: ‚Das ist Yogi.‘“

Begeistert reagierten die Filmemacher auch, als Timberlake die Rolle des Boo Boo übernahm: „Donald, Karen und ich trafen uns mit Justin“, erinnert sich Brevig. „Er ist bekanntlich ein Multitalent, ein beeindruckender Schauspieler mit großartiger Singstimme – aber kann er auch Cartoon-Figuren sprechen? Viele glauben, dass sie Boo Boo nachmachen können, aber das ist gar nicht so einfach. Doch während unseres Gesprächs schaltete er ganz locker in die Rolle um, und wir schauten uns verblüfft an: Er war fantastisch.“ Timberlake hat bereits die Hauptrolle des Artie in dem Blockbuster „Shrek the Third“ (Shrek der Dritte; 2007) gesprochen. Er sagt:, „Ich bin schon als Kind durchs Haus gelaufen und habe alle möglichen Zeichentrickstimmen nachgeahmt. Ich hatte die ganze Bandbreite drauf – deshalb wollte ich mich gern an Boo Boo versuchen.“

„Genau wie Dan hat Justin ein ausgeprägt komisches Talent“, sagt De Line. „Bei ihrem ersten Treffen haben sie die Dialoge improvisiert, trafen die Figuren sofort auf den Punkt und hatten ihren Spaß daran.“

Glücklicherweise ließen sich die Terminpläne so koordinieren, dass die Schauspieler im Tonstudio gemeinsam arbeiten konnten, was in der Welt der Animation eher die Ausnahme ist: Normalerweise nehmen die Sprecher ihre Rolle allein auf. Dadurch wurde ihr Zusammenspiel nicht nur einfacher, sondern ermöglichte teilweise auch ihre Improvisationen. „Der Unterschied ist hörbar, denn Yogi und Boo Boo sind so aufeinander eingespielt wie die linke und die rechte Hand. Ich sehe sie als klassisches Duo auf einer Ebene mit Abbott und Costello oder Laurel und Hardy“, sagt Timberlake. „Dan ist unglaublich dynamisch, und durch unsere Zusammenarbeit ergab sich die Gelegenheit, auch ein wenig zu improvisieren.“

Aykroyd stimmt ihm zu: „Immer wenn Künstler zusammenarbeiten, werden sie etwas improvisieren – man reagiert aufeinander. Es gab sehr viele Momente, in denen uns spontan etwas einfiel, und es war toll, sich gegenseitig die Bälle zuzuwerfen. Wir schmunzelten, weil wir jetzt als Erwachsene diese komischen Figuren spielen dürfen, die wir als Kinder geliebt haben.“ Brevig nahm die Stimmen der Sprecher auf, damit die Animatoren Ansatzpunkte hatten, bevor die Realszenen des Films gedreht wurden. Unterdessen begannen auf dem Jellystone- Park-Set in Neuseeland die realen Schauspieler mit den Aufnahmen, in denen sie sich Yogi und Boo Boo allerdings vorstellen mussten.

„Wenn die im Computer generierten Hauptfiguren mit realen Schauspielern auftreten, muss man das vorher sehr genau planen, aber trotzdem flexibel bleiben“, sagt der für die Animation verantwortliche Joe Ksander („Night at the Museum“/Nachts im Museum) von der Firma Rhythm & Hues. Am Set achtete er darauf, dass die Doubles der Cartoon-Figuren richtig platziert wurden und dass die realen Schauspieler in die richtige Richtung blickten, wenn sie Yogi anschauten. Ksander und Animation-Supervisor Alex Orrelle („The Incredibles“/Die Unglaublichen) arbeiteten zusammen mit Brevig und der für die visuellen Effekte zuständigen Betsy Paterson („The Incredible Hulk“/Der unglaubliche Hulk) von Rhythm & Hues – gemeinsam leiteten sie das Team, zu dem in der intensivsten Phase 450 Mitarbeiter zählten. Mithilfe von Cinesync und Skype hielt man zwischen Los Angeles und Neuseeland Kontakt. Bei Leseproben vor den eigentlichen Dreharbeiten bekamen die Schauspieler einen Eindruck davon, was ihre animierten Kollegen so alles anstellen würden – dadurch ergaben sich für Brevig und die Animatoren neue Ideen für die Interaktion der Figuren. Dazu Orrelle: „Wir haben bestens zusammengearbeitet. Aus dem Augenblick heraus können tolle Ideen entstehen, und Eric bleibt immer flexibel und lässt sich davon inspirieren.“

Als die Szenen gedreht wurden, fügte man einfache Zeichentrickversionen von Yogi und Boo digital in die Bilder ein, um den Computer-Animatoren eine Richtschnur vorzugeben, „je nachdem, was der Regisseur in der jeweiligen Szene erreichen wollte und welche Gefühle Yogi und Boo Boo in diesem Moment bewegen“, fügt er hinzu. Die so zusammengestellten Szenen schauten sich Aykroyd und Timberlake an. „In dieser Phase sahen die Figuren wie in einem Videospiel aus – die Schauspieler konnten also sehen, ob sie standen, hinter einem Zug herliefen oder über einem Abgrund hingen“, erklärt Brevig. „Ich sagte ihnen: ‚So ungefähr wird es aussehen. Jetzt gebt ihr mit euren gesprochenen Versionen vor, ob wir in der Animation noch etwas ändern müssen.“

Erst als die beiden alle ihre Szenen aufgenommen hatten, wurden ihre Figuren wirklich zum Leben erweckt – die Animatoren passten sich dem Tempo und dem nuancierten aktustischen und körperlichen Spiel an: zögerlich, wenn sie eine zögerliche Miene machten, gedämpft, wenn sie gedämpft sprachen, und überschwänglich, wenn sie überschwänglich reagierten. Yogi und Boo Boo stellten sich immer intensiver auf ihre menschlichen Filmpartner ein, und schließlich eigneten sie sich all die Gefühle, Strukturen, Farben und natürlichen Bewegungen an, die wir auf der Leinwand sehen.

Ksander berichtet, dass man beim Filmen in 3D „nicht schummeln kann. Wir müssen viel genauer darauf achten, wo sich die Bären gerade befinden. Wenn sie in einer bestimmten Größe gezeigt werden sollten, mussten wir das genau mit dem Kamerateam und den Schauspielern abstimmen, damit die Bären wirklich an der richtigen Stelle standen, obwohl sie in diesem Moment noch gar nicht vorhanden waren.“

Der Drehplan wurde so koordiniert, dass Brevig die Computeranimation und Effekte schon schneiden konnte, als er gleichzeitig noch die Realszenen mit den Schauspielern in Neuseeland drehte – grinsend beschreibt er dieses Verfahren: „Man verlegt die Bahnschwellen, während der Zug bereits heranbraust.“

GUTE MIENE ZUM BÖSEN SPIEL: Dem Ranger wird das nicht gefallen …


Yogi lässt sich zwar durch nichts aufhalten, und dennoch blockiert ein unverrückbares Hindernis seinen Weg: Ranger Smith. Smith ist das Gesetz im Jellystone-Park, wacht über die umfangreiche Parkordnung und stellt immer wieder neue Schilder wie BÄREN FÜTTERN VERBOTEN auf. Yogi muss also nicht nur immer wieder geniale Strategien entwickeln, wie er an die verbotenen Früchte herankommt, sondern dabei auch immer den Beschützer der Parkbesucher austricksen, den er respektvoll als „Mr. Ranger, Sir“ anspricht, wenn er auf frischer Tat ertappt wird – frisch wie die Kirschtorte in der Hand. „Yogi ist der Nagel zum Sarg des Rangers. Smith möchte den Besuchern den Park möglichst schmackhaft machen, während Yogi nur darauf aus ist, ihre Vorräte zu klauen. Das ist ein ewig währender Kampf“, sagt Brevig.

Tom Cavanagh beschreibt Smith als „einen Mann, der die frische Luft, die Natur und die wilden Tiere liebt – der Park ist sein Leben. Sein Vater hat ihn erzogen, damit er einmal Park- Ranger wird – seit Generationen sind die Smiths Rangers. Er ist also mit Feuereifer dabei.“ „Tom spielt den ewig leidenden Ranger so gut, dass man immer auf seiner Seite ist“, berichtet Brevig. „Er ist lustig, aber wir nehmen ihn durchaus ernst. Ranger Smith ist die Bezugsperson der Zuschauer, denn er ist die einzige Person in der Story, die wir als relativ normal wahrnehmen, wenn er auf all die Verrückten um sich herum reagiert. Und genau wie Smith ist Cavanagh wunderbar unerschütterlich in seinem Enthusiasmus, seiner Herzlichkeit und seinem Charme, wenn er damit fertig werden muss, dass Yogi ihm zum Beispiel aus Versehen einen Stein auf den Kopf fallen lässt.“

Die Beziehung zwischen Smith und Yogi beschreibt der Schauspieler so: „Sie sind wie zwei Brüder oder Freunde – der eine gerät ständig in Schwierigkeiten und stellt alles mögliche an, aber dennoch hält man zu ihm. Obwohl er ständig aufbraust, bringt Ranger Smith es doch nicht übers Herz, Yogi langfristig etwas übel zu nehmen. Im Grunde findet er Yogi unterhaltsam, obwohl er das nie zugeben würde.“

„Es besteht eine Art harmonische Verbindung zwischen den beiden – ohne den anderen wären sie gar nichts“, sagt Aykroyd. Am lustigsten ist wohl die rührende Überzeugung des Rangers, dass Yogi eines Tages seinen Rat beherzigt und keine Camper mehr bestiehlt, sondern schließlich doch noch ein ganz normaler Bär wird. Er ist daher entsetzt, als er merkt, dass dieser größte Schwachpunkt des Parks im Mittelpunkt eines Dokumentarfilms stehen soll, den die Regisseurin Rachel Johnson drehen will – Rachel ist eine von etlichen neuen Figuren, die wir in „Yogi Bär“ kennen lernen. Smith ist überzeugt, dass man diesen Bär keinesfalls durch Aufmerksamkeit aufwerten sollte, denn dadurch wird er nur noch übermütiger.

Doch der Ranger ändert seine Meinung schnell, weil Rachel unübersehbar Eindruck auf ihn macht. Sie ist nicht nur schön und intelligent, sondern begeistert sich genau wie er für die Botanik und Zoologie. Diese Frau kann eine Datura Stramonium von einem Lygodium Palmatum unterscheiden … und sieht trotzdem so aus? Wer hätte das gedacht?! Anna Faris übernimmt die Rolle der Filmemacherin, die den Park besucht: „Rachel engagiert sich leidenschaftlich für Tiere und hat sich bei ihren Dreharbeiten schon mit den verschiedensten Arten angefreundet. Jetzt kommt sie nach Jellystone, weil sie gehört hat, dass es dort sprechende Bären gibt. Das soll sehr selten vorkommen – völlig undenkbar ist es offenbar nicht. Dass die Bären reden können, scheint eigentlich niemanden wirklich zu erstaunen.“

„Wir kennen Annas Filme und wissen genau, wie komisch sie sein kann – es war klar, dass sie die verrückte Rachel wunderbar spielen wird“, sagt Brevig. „Rachel will Yogi und Boo Boo in ihrer ‚natürlichen‘ Umgebung filmen, was absurd ist, denn sie wohnen in einer möblierten Höhle inklusive Fernseher.“

Wie sich herausstellt, haben Rachel und Smith mehr gemein als nur die gleichen zerlesenen Ausgaben des North American Wilderness Guide. Weil sie vorwiegend in der Wildnis arbeitet, ist Rachel im Umgang mit ihren Mitmenschen recht unerfahren – was sehr gut passt, als der verliebte Ranger hilflos versucht, sich mit ihr zu unterhalten. Dazu Faris: „Beide sind sie Fachidioten – aber sympathische.“

Als Rachel erfährt, in welcher Gefahr der Park schwebt, bietet sie ihre Hilfe an. Und die kann Smith gebrauchen, weil sein übereifriger und sehr selbstbewusster Vertreter Ranger Jones alles nur noch schlimmer macht. Die Rolle des Jones übernimmt T.J. Miller: „Problematisch wird es dadurch, dass Jones sich auf jedem Gebiet für einen Experten hält. Er trägt mehrere Pfadfinderabzeichen, um das zu beweisen. Die Figur ist interessant, weil sie Blödheit mit unglaublicher Energie paart. Einfach gesagt: Jones will Smiths Job, ist aber denkbar ungeeignet.“

„Die Rolle ist gar nicht so einfach, weil Jones vom Bürgermeister überredet wird, ihn zu unterstützen“, sagt Brevig. „T.J. und ich haben lange daran gearbeitet, den richtigen Ton zu finden, denn ich will Jones nicht als den Bösen zeigen. Er ist einfach zu gutgläubig, und der Bürgermeister nutzt das aus. Wir sind also auf Jones’ Seite und hoffen, dass er sich richtig entscheidet, auch wenn er immer wieder das Falsche tut.“

Brown wird von Andrew Daly gespielt, der dem abgefeimten Bürgermeister eine betont lockere Schale verpasst. Er erklärt: „Brown zieht einfach seinen Plan durch. Sein Terminplan ist voll, und heute steht unter anderem darauf, dass er den Jellystone-Park zerstört. Er hat nichts gegen die Natur, will sich an niemandem rächen – er macht das einfach, weil es ihm in den Kram passt.“

„Mir gefällt an Andrews Spiel vor allem, dass er in jedem seiner Dialogsätze schwelgt – vor allem, wenn er etwas Böses sagt – dann glänzen seine Augen“, sagt Brevig. Bei seinem Vorhaben, die mäjestätischen Bäume im Jellystone-Park zu Bauholz zu verarbeiten, wird der Bürgermeister von seinem Stabschef unterstützt. Nate Corddry spielt diese Figur, die nur durch ihre Funktion bezeichnet wird, weil, wie Daly feststellt, „der Bürgermeister seinen Namen nicht behalten kann. Er behandelt ihn wie einen Einrichtungsgegenstand, wie eine Kopiermaschine, nimmt ihn als Mensch überhaupt nicht wahr.“ „Der Plan besteht darin, alle Bäume in diesem riesigen, wunderbaren Park abzusägen – Picknick-Gäste und sprechende Bären hätten das Nachsehen“, sagt Corddry. „Aber der Stabschef ist die rechte Hand des Bürgermeisters. Wenn der etwas Durchtriebenes ausheckt, dann muss der Stabschef es in die Tat umsetzen.“

Brevig beschreibt den Bürgermeister und seinen Mann fürs Grobe als „zwei gestörte Typen, die nicht kapieren, wie blöd sie sind. Lustig wird es dadurch, dass sie ihr Vorhaben nicht besonders effektiv umsetzen. Natürlich sind sie die Bösen, aber richtig gut gelingt ihnen das nicht.“

JELLYSTONE PARK – Traute Höhle, Glück allein

Die Dreharbeiten begannen im besonders bei Mountainbikern beliebten, 14.600 Hektar großen Woodhill State Forest westlich vom neuseeländischen Auckland. „Mir lag sehr viel daran, dass die Schauspieler in einer natürlichen Umgebung auftreten, gerade weil auch animierte Figuren mitwirken“, sagt Brevig. „Wir hätten sehr viel vor der Greenscreen drehen können, aber wir wollten die Atmosphäre in der Natur einfangen und schleppten unsere tolle technische Ausrüstung dort hin, wo die Schönheit der Natur tatsächlich zu finden ist – und da haben wir gedreht.“

„Wir hatten Glück: Die Dreharbeiten begannen im November, also im neuseeländischen Frühling – zu den überwältigenden Schauplätzen kam das perfekte Wetter“, sagt De Line. Dennoch musste Woodhill ein wenig aufgepeppt werden, um Jellystone darstellen zu können. Brevig sagt: „Eigentlich handelt es sich um einen Nutzwald, um eine bewirtschaftete Kiefernplantage – was bedeutet, dass die Bäume in säuberlichen Reihen gepflanzt werden.“ Produktionsdesigner David R. Sandefur und der für die Pflanzen verantwortliche Russell Hoffman fügten aus der Umgebung ausgewachsene japanische Zedern hinzu, die den kalifornischen Redwood-Bäumen sehr ähnlich sind, außerdem fast 10.000 Farne, zahlreiche Grasmatten und Moose, Lkw-weise Steine und Baumstämme und massenweise Kiefernnadeln. Hunderte von Topfpflanzen aus Baumschulen wurden mit umgepflanzten Nadelbäumen zu einem prächtigen Wald kombiniert.

Den See, auf dem Yogi seine urkomische, zum Scheitern verurteilte Wasserski- und Feuerwerk-Show inszeniert, fand man im Naturschutzgebiet Whakamaru im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel zwischen den Orten Rotorua und Taupo. Die dramatische Floßszene, die Yogi, Boo Boo, Ranger Smith und Rachel in die Stromschnellen katapultiert, drehte man auf dem nahen Waikato River, wo die gefährlichen Stromschnellen in Absprache mit dem Wasserkraftwerk entstanden, denn der Fluss versorgt die Region mit Elektrizität: Jeden Tag wird die Schleuse des Aratiatia-Damms für zwei Stunden geöffnet, und die Filmemacher nutzten die entstehende Flutwelle für die Floßszenen. „Es gibt genug Zeugen dafür, dass ich einige meiner Stunts in den Stromschnellen selbst ausgeführt habe“, prahlt Tom Cavanagh augenzwinkernd. „Der Grund war nicht mein Heldenmut, sondern weil das Floß mit den Stuntleuten auf einmal kenterte. Also sind wir einfach auf das nächste Floß gestiegen. War das vernünftig? Nein. Hat es Spaß gemacht? Ja … auf irgendwie fürchterliche Weise.“

„Das war schon ein bisschen irre, aber richtig toll. Auf dem Wasser war es echt traumhaft – das waren meine liebsten Drehtage“, stimmt Faris zu. Vervollständigt wurde die Szene durch Aufnahmen vor der Bluescreen. Dazu die für die visuellen Effekte verantwortliche Betsy Paterson: „Wir hatten zwar reichlich Aufnahmen vom Fluss, aber hier und da mussten wir noch ein wenig ergänzen. Außerdem mussten wir Yogi und Boo Boo einfügen. Sie sollen ängstlich aussehen – als ob sie um ihr Leben fürchten. Also platzierten wir sie zwischen Ranger Smith und Rachel und ließen sie alle möglichen lustigen Sachen machen.“

Weitere Sehenswürdigkeiten in Jellystone sind die Bärenhöhle und die Ranger-Station, deren Struktur für Sandefur schon vorgegeben war: „Die Zeichentrickfilme waren stark stilisiert und surreal. Die Landschaften wirken recht abstrakt und total bunt. Mit der Realität hatte das nichts zu tun. Doch diesmal leben die Bären in einer real gefilmten Welt. Aber wenn wir uns in ihrer Umgebung aufhalten, in der Höhle, können wir zumindest mit bestimmten Einzelheiten den Cartoons unsere Reverenz erweisen. Es war daher sehr knifflig, beide Elemente miteinander zu verbinden“, erklärt er.

Jeder Yogi-Fan weiß natürlich, was seine und Boos Höhle besonders auszeichnet: Yogi funktioniert die von ihm im Park stibitzten Gegenstände für seine eigenen Zwecke genial um. Sandefur möblierte die Bärenhöhle mit „fantastischen Objekten, die wir aus normalen Gegenständen bastelten, wie man sie theoretisch aus Campingausrüstungen, Wohnwagen oder vom Parkpersonal klauen kann. Dabei steht der Fantasy-Aspekt im Vordergrund, wobei ich trotzdem darauf achten musste, die Höhle nicht mit irgendwelchem nutzlosen Zeug vollzustellen.“

Sandefur ließ sich von der Rube Goldberg School of Design Entwürfe für Yogis abgedrehte Erfindungen liefern: ein Torten-Katapult alias „Korb-Schnapper 2000“ und ein per Pedal angetriebener Segelflieger mit Segeltuch-Tragflächen, Kanupaddel als Propeller und einem roten Wagen als Fahrgestell. Dazu Brevig: „David hat diese Apparate derart genial konstruiert, dass sie wirklich zu funktionieren scheinen … was allerdings dann letztlich doch nicht der Fall ist. Denn Yogis Erfindungen haben immer einen Haken: Er überlegt sich die Sache nie zu Ende – irgendetwas läuft immer schief.“

Die Fans kennen auch die Ranger-Station, die wie eine 200 Jahre alte Blockhütte aussieht. Sie wurde von Grund auf am Schauplatz errichtet. „Alle, die sie gesehen haben, wollten sie kaufen“, berichtet Cavanagh, der selbst ein Angebot machte. Als die Dreharbeiten abgeschlossen waren, wurde die Hütte von einer Firma erworben, die im benachbarten Rotorua eine Touristeneisenbahn betreibt.

In Abstimmung mit Sandefurs Ausstattung entwickelte auch Kostümdesignerin Liz McGregor einen Look, der die Kleidung nicht eindeutig als retro klassifiziert. Insgesamt achtete sie darauf, dass sich die Kostüme nicht einer bestimmten Mode zuordnen lassen: „Das Aussehen des Rangers Smith ist von der Zeichentrickserie her genau vorgegeben. Daraus und aus den tatsächlichen Uniformen der Ranger habe ich einen Kompromiss angestrebt“, sagt sie. „Alle Abzeichen orientieren sich am National Park Service, aber wir haben den Namen Jellystone verwendet.“

Bei der Vorbereitung von „Yogi Bär“ besuchte Brevig den kalifornischen Yosemite National Park. Er berichtet: „Jellystone ist eine Art idealisierte Version dieser Parks mit ihren Angeboten. In unseren Nationalparks steht die Zeit quasi still, und das versuchen wir auch in unserem Film auszudrücken. Vom ersten Bild an sollen die Zuschauer spüren, dass sie sich in Yogis Welt, im Jellystone-Park befinden, wie man ihn sich schöner gar nicht vorstellen kann – und mittendrin zwei Bären, die dafür sorgen wollen, dass es auch so bleibt.“ „Hoffentlich erinnern sich unsere Zuschauer dann an das Gefühl, das sie beim Anschauen der ursprünglichen Serie hatten“, sagt Brevi abschließend. „Dann können sie diese Stimmung vielleicht mit ihren Kindern teilen.“