Wie Durch Ein Wunder Film Trailer - Charlie St. Cloud
FSK Film: 6 | Länge: 110 Min | Kinostart: 07.10.2010 | Release: 10.02.2011 (DVD)
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Inside: Zac Efron in München
Inside: Die Story
Schauspieler:Zac Efron, Amanda Crew, Donal Logue, Charlie Tahan, Kim Basinger, Ray Liotta
Die Story:Durch einen tragischen Autounfall in der Nähe eines Friedhofs kommen der 15-jährige Charlie (Zac Efron) und sein kleiner Bruder Sam (Charlie Tahan) ums Leben und schwören sich in den Momenten danach, auf immer zusammenzubleiben. Die Wiederbelebungsmaßnahmen eines Notarztes holen allerdings Charlie wieder zurück und auch 13 Jahre später hat er die Vergangenheit nicht hinter sich lassen können. Er arbeitet auf dem Friedhof und hält sich tatsächlich an sein Versprechen, Sam niemals alleine zu lassen. Dank seiner Gabe, Geister sehen und mit ihnen sprechen zu können, besucht er seinen Bruder fast jeden Abend und spielt mit ihm. Doch dann begegnet er der abenteuerlustigen Tess (Amanda Crew) und das erste Mal seit dem Unfall scheint Charlie aus seinem zurückgezogenen Alltag zu erwachen. Als die mutige Seglerin nach einer Ausfahrt in einem Sturm vermisst wird, triff t er sie erneut auf ungewöhnliche Weise und damit beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Charlie muss sich entscheiden, ob er bereit ist, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und an eine Zukunft zu glauben.
Hintergrund:Zac Efron als junger Segler, der bei einem Unfall seinen kleinen Bruder Sam verliert. Danach ist in seinem Leben nichts mehr wie es war, denn er spricht weiterhin mit Sam, holt sich seinen Rat und will ihn nicht verletzen. Sam ist aber leider eifersüchtig auf die echten Freunde und deswegen wird das Leben des jungen Charlie immer einsamer.
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Superstar Zac Efron („Hairspray", „17 Again") spielt den tragischen Titelhelden der traurigschönen romantischen Komödie „Wie durch ein Wunder". Basierend auf Ben Sherwoods Roman „Wie ein Wunder" erzählt der Film eine wundersame Geschichte über die Magie der Liebe zwischen dem Hier und dem Jenseits.
Das seelenvolle Drama mit Zac Efron in der Titelrolle ist ein herzergreifendes Märchen über Geister, Treue und wiedererwachende Lebenslust. Mit einfühlsamem Witz und voller Gefühl zaubert „Wie durch ein Wunder" eine wunderbare Fabel von Tod, Leben und Liebe auf die Leinwand.
Die Lebenden und die Toten: Die Besetzung der Nebenrollen
Der nächste kritische Schritt bei der Besetzung war der Kinderdarsteller, der Efrons kleinen Bruder spielen sollte. Platt hatte zuvor schon mit Charlie Tahan in „Love and Other Impos-sible Pursuits“ zusammengearbeitet, in dem Tahan neben Natalie Portman vor der Kamera stand. Er war von den Fähigkeiten des jungen Schauspielers in diesem komplexen Drama sehr beeindruckt.
Tahan wurde eingeladen, um für die Rolle als Sam St. Cloud vorzusprechen und wurde praktisch vom Fleck weg engagiert. Der Produzent erinnert sich: „Charlie Tahan ist ein Juwel, eine echte Entdeckung. Er hat die einmalige Fähigkeit – ob er sich dessen bewusst ist oder nicht, absolut im Hier und Jetzt zu sein. Und die Chemie zwischen ihm und Zac ist fan-tastisch.“
Tahan brachte in den Schauspielern und Mitgliedern der Crew etwas zum Vorschein, das kein anderer der jungen Darsteller geschafft hatte. Steers berichtet: „Wenn man Charlie sieht, möchte man ihn beschützen. Genau dieses Gefühl weckt er in uns, aber nicht, weil er zart be-saitet wäre – er ist ein toughes Kid aus New Jersey. Aber er hat ein so seelenvolles Gesicht, und ist einfach ein toller Schauspieler.“
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Freelog Ich mag den High School Musical Boy nicht, aber das klingt gar nicht so uninteressant.
Vom Buch auf die Leinwand: Charlie wird gefunden
Das zweite Buch von Autor Ben Sherwood, Wie durch ein Wunder (Heyne Verlag), kam im Original (The Death and Life of Charlie St. Cloud) 2004 unter großem Lob der Kritik heraus und wurde bereits in 15 Sprachen übersetzt. Die The Washington Post schrieb: „Das ist „The Sixth Sense“ plus „Field of Dreams“ in einer herzerwärmenden, altmodischen Fabel“, wäh-rend Booklist schwärmte: „Einzigartig lyrisch… Sherwoods Geschichte über eine Hingabe, die sogar den Tod überwindet, ist mystisch, magisch und unglaublich bewegend.“
Publishers Weekly schrieb: „Ein herzerwärmender, zärtlicher Roman, der etwas ganz Beson-deres ist.“; und Nicholas Sparks meinte: „Ben Sherwood ist ein Autor mit der seltenen Gabe, bei seinen Lesern echte Gefühle zu wecken. Dieses Buch ist anrührend, weise und voller Hoffnung, alles, was einen wunderbaren Roman auszeichnet. Lesen Sie es - Sie werden es nicht bereuen.“
Der Schriftsteller verfasste das Buch nach einer eigenen tiefgehenden Verlusterfahrung. „Die-ses Buch speist sich aus zwei sehr persönlichen Quellen“, meint Sherwood. „Erstens, der plötzliche und unerwartete Tod meines Vaters und die daraus entstehenden Gefühle tiefer Traurigkeit, als wäre man in der Zeit festgefroren, während man nicht wirklich begreift, wie stark diese Trauer sich auf das eigene Leben auswirkt. Zweitens, die befreiende, verwandelnde Kraft der Liebe – also die Art und Weise wie durch die Liebe so viele Dinge freigesetzt wer-den und man die Kraft und Motivation erlangt, sein eigenes Leben weiterzuleben.“
Für Sherwood ging es im ersten Teil der Geschichte darum, ein heiliges Versprechen an einen geliebten Menschen zu halten. Während er sich Charlie St. Cloud vorstellte, fragte er sich selbst: „Was passiert nach einem Unfall, bei dem sich zwei Brüder schwören, sich niemals zu verlassen, der Notarzt dann aber nur einen wiederbeleben kann?
Wie entwickelt sich dann die Beziehung zwischen diesen Brüdern? Und was würde geschehen, wenn einer der beiden das Versprechen halten kann?“ Der Autor fasst die Prämisse wie folgt zusammen: „Es geht um ein Band zwischen zwei Brüdern, das nicht durchtrennt werden kann.“
Die Lebenden und die Toten: Die Besetzung der Nebenrollen
Der nächste kritische Schritt bei der Besetzung war der Kinderdarsteller, der Efrons kleinen Bruder spielen sollte. Platt hatte zuvor schon mit Charlie Tahan in „Love and Other Impossible Pursuits“ zusammengearbeitet, in dem Tahan neben Natalie Portman vor der Kamera stand. Er war von den Fähigkeiten des jungen Schauspielers in diesem komplexen Drama sehr beeindruckt. Tahan wurde eingeladen, um für die Rolle als Sam St. Cloud vorzusprechen und wurde praktisch vom Fleck weg engagiert. Der Produzent erinnert sich: „Charlie Tahan ist ein Juwel, eine echte Entdeckung. Er hat die einmalige Fähigkeit – ob er sich dessen bewusst ist oder nicht, absolut im Hier und Jetzt zu sein. Und die Chemie zwischen ihm und Zac ist fantastisch.“
Tahan brachte in den Schauspielern und Mitgliedern der Crew etwas zum Vorschein, das kein anderer der jungen Darsteller geschafft hatte. Steers berichtet: „Wenn man Charlie sieht, möchte man ihn beschützen. Genau dieses Gefühl weckt er in uns, aber nicht, weil er zart besaitet wäre – er ist ein toughes Kid aus New Jersey. Aber er hat ein so seelenvolles Gesicht, und ist einfach ein toller Schauspieler.“
Es sollte schwierig sein, ein Kind zu spielen, das so plötzlich aus seiner Familie herausgerissen wird, doch Tahan meisterte seine Rolle sehr schnell. Seine enge Verbindung zu Efron ist auf der Leinwand greifbar, doch auch abseits des Filmsets verbrachten beide viel Zeit miteinander. Wenn sie nicht gerade ihre Baseball-Würfe übten oder beim Segelunterricht auf dem Wasser waren, schauten sich die Filmbrüder gemeinsam Filme an, besuchten ein Hockey-Spiel, oder hingen einfach herum. Über Sams Charlie meint Tahan: „Zac ist toll, er ist der King!“
Eine weitere zentrale Rolle in diesem romantischen Drama hat Tess Carroll, eine ehemalige Schulkameradin von Charlie und begabte Seglerin, die unbeabsichtigt einen Grund liefert, weshalb sich Charlie St. Cloud aus seiner selbstgewählten Isolationshaft befreien will. Charlie entwickelt starke Gefühle für das Mädchen, das er vor Jahren kannte, und Tess stellt für ihn eine Chance dar, wieder zu entdecken, was Leben bedeutet.
Amanda Crew stammt aus British Columbia und war begeistert sowohl von der Rolle der Tess als auch von den Dreharbeiten in ihrer Heimatregion. Wie das Glück so spielt, war es ihr Geburtstag, als sie den Anruf erhielt, um an der Seite von Efron für die Rolle vorzusprechen. „Wir trafen Amanda während des Castings“, berichtet Steers. „Sie kam herein und bekam die Rolle. Sie ist schön, nahbar und bringt alles mit, was wir gesucht haben. Man ist von ihrer Persönlichkeit sofort gefangen. Und dabei hat sie gerade einmal die erste Schicht ihres Talents aufgedeckt.“
Crew beschreibt ihre Rolle wie folgt: „Tess hat sich selbst sehr unter Druck gesetzt, indem sie eine Weltumsegelung plant. Das war der Traum ihres Vaters für sie; und sie hat unermüdlich dafür trainiert, hat Verpflichtungen gegenüber ihren Sponsoren… Es geht um alles oder nichts. Wenn sie scheitert, enttäuscht sie viele Menschen. Sie hat ihr Leben unter Kontrolle und trifft dann auf Charlie, der ihre Pläne praktisch über den Haufen wirft. Ihre Gefühle sind dermaßen stark, dass sie sie nicht ignorieren kann, aber das kommt zur völlig falschen Zeit… denn schon in einer Woche will sie ja in See stechen.“
Auch Oscar-Preisträgerin Kim Basinger bringt in der Rolle als Charlies und Sams besorgte Mutter Claire St. Cloud ihre vielen Talente in diesem Film zur Geltung, so wie Emmy-Preisträger Ray Liotta als Florio Ferrente, der engagierte Notarzt, der Charlie nach dem Unfall rettet. Die Schauspieler brachten nicht nur ihre ganze Filmerfahrung mit ans Set, sondern dienten auch den jungen Darstellern als Mentoren.
Steers berichtet über die Rolle der Mutter: „Claire ist eine allein erziehende Mutter, die wahnsinnig lange Schichten als Krankenschwester arbeitet, um die Familie über Wasser zu halten. Dann ereignet sich der Unfall, bei dem ihr jüngster Sohn stirbt. Und eigentlich stirbt auch Charlie. Sie versucht, an ihn heranzukommen, aber man kann niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen will. Charlie will zu diesem Zeitpunkt einfach nicht leben.“
Die Zusammenarbeit mit der gefeierten Schauspielerin war für den Regisseur eine sehr dankbare Aufgabe: „Kim Basinger ist in jeder Szene umwerfend“, berichtet er. „Sie ist so packend, so präsent. Es geht doch immer darum, jeden Moment so intensiv wie möglich wirken zu lassen. Und für unsere jungen Darsteller ist es ein sehr wichtiger Schritt, die Gelegenheit zu haben, mit Schauspielern wie Kim Basinger vor der Kamera zu stehen. Sie ist unglaublich großzügig.“
Basinger freute sich nicht nur darauf, nach Vancouver zurückzukehren, eine der Lieblingsstädte ihrer Familie, sondern war auch schnell begeistert von der Zusammenarbeit mit Steers: „Als ich Burr kennen lernte, mochte ich ihn sofort. Er ist ein hoch intelligenter Mann. Ein guter Regisseur ist für mich jemand, der dich nicht nur als Schauspieler sieht und hört, sondern auch als menschliches Wesen. Während unseres ersten Gesprächs wusste ich auf Anhieb, dass mir dieser Mensch gefällt.“
Steers war ebenso davon begeistert, als Ray Liotta als Florio Ferrente an Bord kam: „Die Rolle des Notarztes mit Ray Liotta zu besetzen war wichtig, denn ich wollte keinen sentimentalen Darsteller“, erklärt Steers. „Es ist großartig, einen so toughen Kerl zu besetzen, der dennoch aus tiefstem Herzen sprechen kann. Florio ist ein Mann, der glaubt. Er hat den Glauben, dass jedes Ereignis einen Sinn hat. Aus diesem Grund macht er diesen Job; er glaubt daran, dass das Leben einen Sinn hat und dass es kostbar ist. Für Zac ist das ein Wachstumsschub; in einer Szene mit Ray vor der Kamera zu stehen, kann ungeheuer einschüchternd sein. Aber Zac hat sich dem gestellt und die Feuerprobe bestanden.“
Zwei besondere Motivationen bewegten Liotta, für dieses Projekt zuzusagen: „Der Hauptgrund war meine Tochter. Sie ist zehn Jahre alt und ein großer Fan von Zac. Außerdem neige ich dazu, in Rollen mit Ecken und Kanten besetzt zu werden; Florio aber ist ehrlich und hilfreich und glaubt auch an scheinbar aussichtslose Chancen. Tatsächlich trägt er ein Medaillon mit dem Heiligen Judas um den Hals, und Judas ist der Schutzheilige für aussichtslose Fälle.“
Donal Logue („Zodiac – Die Spur des Killers“) rundet die Besetzung in der Rolle als Segel-Coach Tink Weatherbee ab, der Tess auf ihre Weltumsegelung vorbereitet. „Weatherbee hat seinerzeit an Segelregattas teilgenommen und leitet jetzt Angeltouren“, berichtet der aus Ontario stammende Schauspieler. „Er war mit Tess’ Vater befreundet, und als dieser starb, wurde Tink zu ihrem Betreuer. Von Charlie und dessen Ablenkungskraft fühlt sich Tink nun bedroht.“
Zeit mit Geistern: Charlies ungewöhnliche Begabung
Zu den packendsten Elementen dieser Geschichte gehört Charlies ungewöhnliche Fähigkeit, jene sehen zu können, die auf dem schmalen Grat zwischen dem Dies- und dem Jenseits wandeln, sowie diejenigen, die auf dem Seaside-Friedhof, wo er arbeitet, bestattet wurden. Die Frage, wie dieser Aspekt aus Sherwoods Roman im Film dargestellt werden sollte, entfachte intensive Debatten unter den Filmemachern und gehörte auch zu den spannenden Aufgaben, für die sich Steers mit diesem Projekt entschied.
Steers wollte sich dem Thema widmen, wie uns die Menschen, denen wir nahe standen, nach ihrem Tod weiter begleiten. Er fragte sich: „Wie betreffen sie uns und leben als Teil von uns lange nach ihrem Tod weiter? Ist Sam ein Geist, oder entspringt er Charlies Phantasie? Ich wollte stets beide Möglichkeiten offen lassen. Man weiß nicht genau, ob Charlie aufgrund des Unfalls psychische Schäden davongetragen hat oder ob er wirklich Geister aus dem Jenseits sehen kann. Jeder wird diesen Film auf sehr unterschiedliche Weise sehen und empfinden.“
Efron erläutert die prekäre Situation, in der sich Charlie durch die Fähigkeit, beide Welten sehen zu können, befindet: „Charlie weiß nicht, ob er verrückt ist. Alles, was er weiß, ist, dass er jeden Tag eine Stunde lang, vor Sonnenuntergang, wieder mit seinem kleinen Bruder zusammen sein kann. Die Fähigkeit Sam zu sehen, ist ein großes Geschenk, aber gleichzeitig auch ein Fluch. Er wird sehr unsozial und ist in der Stadt ein Paria. Er kann sich nicht mehr mit der Gesellschaft auseinandersetzen, denn er trägt eine schwere Last mit sich herum.“
Augustus Prew (aus der TV-Hit-Serie „Dexter“) spielt Alistair Woolley, Charlies Arbeitskollege auf dem Friedhof und einer der wenigen Freunde, die Charlie noch hat. „Alistair ist auf eigenartige Weise von Charlies Schwierigkeiten fasziniert“, meint Prew. „Er ist einer der wenigen Menschen, der Charlies Visionen versteht oder dem irgendwie verständnisvoll gegenübersteht. Vielleicht glaubt er ihm sogar. Für Alistair ist es wichtig, die Wahrheit herauszufinden: ob Charlie wirklich Geister sieht oder sich alles nur im seinem Kopf abspielt und er einfach jemand ist, der Hilfe braucht.“
Platt erläutert, dass genau dieser Aspekt der Geschichte viel Spielraum für Interpretationen offen lässt: „Wenn man es als Geistergeschichte sehen will, dann ist es eine Geistergeschichte. Wenn man glaubt, dass es wirklich Geister gibt, dann gibt es sie in diesem Film wirklich. Wenn man glaubt, dass alles nur Einbildung ist, dann kann man es so interpretieren. In jedem Fall aber geht es um etwas Spirituelles – und zwar in dem Sinn, dass wir alle uns in unserem Leben nach Beziehungen sehnen: Beziehungen zu Menschen, die noch leben, und zu denjenigen, die nicht mehr unter uns weilen. Vieles in diesem Film steckt in dem, was die Zuschauer mitbringen und wie sie das alles auslegen.“
SMOOTH SAILING: Dreharbeiten auf dem Wasser
Die Hauptdreharbeiten begannen am 31. Juli 2009, als die Schauspieler und der Stab am Eagle Harbour Yacht Club in West Vancouver zusammenkamen. An diesem Ort wurde die dramatische Segelsequenz gedreht, mit der dieser Film beginnt. In einer Regatta sehen wir Charlie und Sam an Bord ihres geliebten Dinghy in einem hitzigen Wettbewerb gegen etliche von Charlies Kameraden, darunter auch Tess Carroll. Gezeigt wird Charlies brillantes Können als Meister des Segelfachs, auch sein Kampfgeist sowie seine enge Beziehung zum kleinen Bruder Sam.
Steers berichtet über diese Eröffnungssequenz: „Wir etablieren Charlie als den jungen Mann, der scheinbar keine Chance hat. Er liegt als letzter weit hinten in einem Rennen zwischen reichen Kids auf ihren schicken Seglern, während er und Sam ein altes, aufbereitetes Boot segeln, das sie „Splendid Spider“ getauft haben – ein Kosename für Ted Williams, den gefeierten Spieler der Boston Red Sox. Doch Charlie ist ein dermaßen genialer Segler und Stratege, dass er trotz allem die anderen Boote ausmanövrieren kann und das Rennen gewinnt.“
Die Dreharbeiten vor Ort verlangten sehr intensive Vorbereitungen von Seiten aller Abteilungen und Mitarbeiter. Location Manager Kirk John berichtet über die intensive logistische Planung: „Beim Drehen auf dem Wasser muss man alles minimal halten, sich auf die Grundbedürfnisse beschränken. Wenn man die Anlegestelle verlassen hat, will man nicht zurückmüssen. Daher muss man vorab sehr gut planen. Außerdem haben wir – da es einfacher ist, Menschen zu befördern als das Equipment – schließlich ein Mutterschiff etabliert, von dem aus wir uns mit der Ausrüstung und der Garderobe versorgen konnten.“
Auf diesem Versorgungsschiff wurde die gesamte Ausrüstung gelagert, auf die sämtliche Abteilungen wie Kamera, Elektrik, Grip, Garderobe etc. Zugriff haben mussten. Etliche Segelboote der Klasse 29 und 420 wurden gekauft, dazu Mitglieder des Eagle Harbour Junior-Segelprogramms engagiert, die darauf eine Regatta fahren sollten. Ein kompliziertes Kamera-Boot wurde ausgestattet und es standen verschiedene Support-Boote zur Verfügung, auf denen die Schauspieler, die Crew und das Equipment befördert wurden. Sicherheit war dabei stets das oberste Gebot.
Gary Capo wurde als Second-Unit-Regisseur engagiert und leistete bei der Choreographie dieser sowie anderer Szenen einen großen Beitrag. Michael Fottrell, Unit Production Manager und ausführender Produzent, wandte sich außerdem an Jason Rhodes, der für die Olympischen Spiele 2008 in Peking als Trainer der Segelmannschaft arbeitete und hier als Segelboot-Koordinator fungierte. Da weder Efron, Tahan noch Crew zuvor irgendwelche Segelerfahrung mitbrachten, wurde Sterling Bancroft mit ihrer Unterweisung im Segeln beauftragt – eine Aufgabe, der sich alle drei Darsteller mit Hingabe widmeten.
Zac Efron war schon lange ein großer Bewunderer dieses Sports, und gibt nun zu, dass er versteht, wie Segler so intensiv in diese Tätigkeit versinken können: „Anfangs war das schwer zu lernen. Es gibt so viele Faktoren zu berücksichtigen. Denn es geht nicht einfach um den Wind, der in ein Segel bläst, um das Boot voranzutreiben. Alles muss sehr präzise ablaufen. Ein Fehler, eine falsche Entscheidung – und man kann schnell kentern. Ich war schockiert, als ich auf einem dieser kleinen Boote raus auf das Wasser fuhr. Am ersten Unterrichtstag ließ der Lehrer uns mit Absicht kentern. Wir kippten, und ich fiel ins Wasser. Ich hatte Angst, habe sie aber genau dadurch überwunden.“
Sein Lehrer war beeindruckt von Efrons schneller Auffassungsgabe: „Zac ist ein guter Segler, und er hatte viel Spaß dabei“, erzählt Bancroft. „Ich habe ihm auch ein paar besondere Handgriffe gezeigt, die Regattasegler beherrschen. Mein Ziel war es, ihm genau die Glaubwürdigkeit zu geben, die ein Segler haben sollte.“
Eine weitere große Herausforderung für Steers und die übrigen Filmemacher war die Suche nach einer Open Klasse 50 (also 50 Fuß langer) Segelyacht, die man in die Querencia – das Boot von Amanda Crew – verwandeln konnte. Im Roman ist die Querencia (Spanisch für „Heimweh“ oder „Heimatverbundenheit“) ein Segelboot der Machart, mit der man alleine die Welt umsegeln kann. In der Geschichte ist es ein wichtiger Bestandteil und untermauert Tess’ Entschlossenheit bei der Ausführung ihres Plans, alleine die Welt zu umsegeln. Man schaute sich unterschiedliche Segelyachten dieser Klasse an und fand die Gryphon Solo, Eigentum des legendären amerikanischen Designers Tommy Hilfiger.
Die Filmemacher staunten sehr über die hochkarätige Geschichte dieser Yacht. Die Gryphon kann mit einem Tempo von über 20 Knoten segeln und hält den 24-Stunden-Weltrekord im Geschwindigkeitssegeln für Boote dieser Klasse. Außerdem gewann sie 2002/2003 das Around Alone-Rennen mit weitem Abstand, 2005 die Regatta Transat Jacques Vabre und 2007 die Bermuda One-Two; 2004 wurde sie auf dem Artemis Transat Race zweite.
Segelboot-Koordinator Rhodes setzt diesen unglaublich gefährlichen Sport ins rechte Licht: „Es gibt lediglich 250 Menschen, die alleine um die Welt gesegelt sind. Auf dem Mount Everest hingegen sind schon über 1000 Menschen gewesen. Die wenigsten schaffen es wirklich, alleine um die Welt zu segeln, und noch weniger in einem Rennboot wie diesem. Unser Boot schaffte es schon zwei Mal um die ganze Welt – und das zeigt deutlich, was für ein hervorragendes Boot es ist.“
Als die Gryphon in Rhode Island ankerte, war es aus zeitlichen Gründen nicht möglich, sie über Wasser durch den Panama-Kanal und dann entlang der Westküste nach Vancouver zu bringen. Stattdessen engagierte man hoch spezialisierte Techniker, die den 13 Fuß langen Kiel abmontierten und die Yacht von den USA nach Kanada hinauffuhren, wo es wieder zusammengesetzt, seetauglich gemacht und für die Dreharbeiten auf Querencia umgetauft wurde.
Die Performance der Darsteller wiederum hielt ganz eigene Herausforderungen parat, von denen die Rolle der jungen Frau, die sich selbst ein riesengroßes Ziel gesetzt hat, bestimmt nicht die geringste war. Die Rolle der Tess basiert lose auf Emma Richards, die 2002/2003 die erste britische Frau und der jüngste Mensch aller Zeiten war, der jemals alleine um die Welt gesegelt ist: nur auf sich gestellt, unglaubliche 29.000 Meilen weit.
Schauspielerin Amanda Crew war tief beeindruck schon von ihren Recherchen für die Einzelumsegelungen: „Man bleibt vier Stunden lang auf, schläft dann gerade einmal 20 Minuten, und ist dann wieder vier Stunden lang wach. Diese Schichten muss man einhalten, denn wenn irgendetwas passieren sollte, will man ja nicht gerade schlafen. Man kann auf keinen Fall eine Nacht durchschlafen, kann sich nicht richtig ernähren, und muss unglaublich fit und stark bleiben, denn man steuert dieses 50 Fuß lange Boot ja ganz alleine.“ Dann offenbart sie noch: „Das wird man im Film nicht sehen, aber als wir auf der Querencia drehten, arbeiteten eigentlich acht Männer auf der Yacht. Ich habe nur gestaunt bei der Vorstellung, dass ein Mädchen das ganz alleine geschafft hat.“
Efron meisterte die körperlichen Herausforderungen des Films sehr schnell; am schwierigsten war vielleicht die dramatische Rettung von Tess, nachdem die Querencia auf einem gefährlichen Riff gekentert ist. Um diese Szenen zu drehen, baute man einen riesigen Wassertank im Inneren des Filmstudios auf. Er war fast vier Meter hoch, hatte über 21 Meter im Durchmesser und fasste über 1,2 Millionen Liter Wasser; das Befüllen des Tanks dauerte einen ganzen Tag, und weitere vier Tage brauchte man, um das Wasser auf Temperatur zu bringen. Danach wurde eine 9.000 Tonnen schwere Aluminium-Kopie von auf dem Kopf stehenden Teilen der Querencia langsam in den Tank gebracht. Efron verbrachte unter der Leitung von Stunt-Koordinator Marny Eng und mit einem Team von Tauchern drei Tage mit dem Dreh dieser Unterwasser-Szenen in und unter dem Boot.
Insgesamt benötigte man für die Filmarbeiten drei unterschiedliche Versionen der Renn-Yacht. Erst entwarf man besondere Carroll-Segel, die auf der neu gestrichenen Gryphon Solo installiert wurden. Dann baute man eine kopfüber stehende Version für die Szenen mit dem Wrack, auf das Charlie, Tink und Alistair bei der Suche nach Tess stoßen.
Diese Szenen wurden auf offener See gedreht, und zwar mit einem 50 Jahre altem Boot – gefüllt mit 4.000 Pfund Glasfaser und Schaum, die auf der Unterseite angebracht wurden -, das mithilfe von Schleppern manövriert wurde. Abschließend wurde die oben erwähnte Aluminium-Version im Unterwasser-Set eingesetzt, in denen auch Close-Ups der dramatischen Rettungsaktion gedreht wurden. Die ultimative Herausforderung lag darin, alle drei Boots-Versionen genau zusammenpassen zu lassen – und zwar so gut, dass die Zuschauer niemals auf die Idee kommen, dass es sich eigentlich um drei unterschiedliche Boote handelt.
