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Die Stille Der Unschuld Film Trailer - Der Künstler Gottfried Helnwein

Zu diesem Film liegt uns noch kein Trailer vor, wir haben aber einige Ausschnitt aus dem Film für euch!

FSK Film: 12 | Länge: 116 Min | Kinostart: 17.06.2010
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Schauspieler:Gottfried Helnwein

Die Story:Gottfried Helnwein ist ein Künstler klarer Aussagen, ungezügelt und eigenwillig. Mit seinen hyperrealistischen Darstellungen gequälter Mädchen aus den 70er Jahren bis hin zu den Malereien und Fotografien von heute konfrontiert er uns mit den dunklen Seiten menschlicher Natur. Still aber schonungslos führt er die Leidensfähigkeit des Menschen am Schicksal des unschuldigen Kindes vor Augen und macht den Betrachter zum Mitwissenden und Mittäter bei Verletzung und Misshandlung. Nicht umsonst ist Helnwein einer der weltweit bekanntesten und zugleich umstrittensten deutschsprachigen Künstler der Nachkriegszeit. Helnwein ist ein politisch denkender Künstler, der das gegenwärtige und historische Weltgeschehen analysiert und auch dort die Strukturen von Macht und Gewalt offenlegt. Zeitlebens hat er sich mit den perfiden Mechanismen der NS-Zeit auseinandergesetzt. Seine Bilder sind ein andauernder Appell gegen das kollektive Verdrängen und Vergessen.




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Max Krasser Film

 





Biografie des Künstlers Gottfried Helnwein:
Gottfried Helnwein, 1948 geboren, wächst als Sohn einer armen Beamtenfamilie im Wien der Nachkriegszeit auf. Er nimmt diese Welt als finster und depressiv wahr: „Die Straßen waren wie ausgestorben, nichts bewegte sich, keiner sprach, alles war düster und staubig, die Menschen unförmig, gebeugt. Eine Welt, die stillstand.“ Er wohnt in einem streng katholischen Haus mitten in einem Arbeiterviertel, das damals zur sowjetischen Besatzungszone gehörte – „eine katholische Insel umgeben von Sozialisten, Kommunisten und grauen Fabrikanlagen“.

Schon als Fünfjähriger muss er mit seiner Schwester zur Frühkommunion und Beichte und erhält Unterricht von einer Seelsorgerin. Jegliche frühkindliche Sexualität wird nach der Beichte als Sünde bestraft. Weihnachten muss er für jede schlechte Tat ein Steinchen in die Krippe legen und für jede gute eine Blume in die Dornenkrone Christi stecken. Somit war er „verantwortlich dafür, ob das Jesuskind gut oder schlecht liegt“. Der Katholizismus ist für den jungen Helnwein eine Welt voller Inszenierungen von Schuld und Sühne, Folter, Blut, Wunden, Märtyrertum. Ein gegeißelter Christus, eine geräderte Katharina oder ein mit Pfeilen durchbohrter Sebastian. Heilige Marterwerkzeuge, heilige Wundmale und Leichname. Farben existieren für ihn nur in den bluttriefenden Folter- und Leidensdarstellungen der katholischen Kirche.

Helnweins Eltern spielen keine große Bedeutung in seinem Leben. Er erinnert sich an seine Mutter lediglich als eine einfache Frau, die tagsüber meistens auf dem Bett Jerry Cotton-Hefte oder Krimis liest und ansonsten nichts mit ihm zu tun hat. Seine Großmutter hingegen beeindruckt und prägt ihn sehr. Sie ist klar, aristokratisch, beherrscht alles, fast diktatorisch. Sie lebt ihm vor, sich nicht unterzuordnen und Stolz zu zeigen, quält ihn jedoch andererseits mit Horror- und Kriegsgeschichten.

Gottfried Helnwein lebt ein einsames Kinderleben, voller Angst und Schwere, bis ihm eines Tages sein Vater ein Päckchen bunter Walt Disney-Hefte mit nach Hause bringt. Völlig berauscht saugt er die farbenfrohen Bildergeschichten in sich auf. Donald Duck und Entenhausen verändern sein Leben, beflügeln seine Phantasie und Sehnsüchte und stellen für ihn die einzige wirklich positive Gegenwelt dar.