Miral Film Trailer
Länge: 112 Min | Kinostart: 18.11.2010 | Release: 21.04.2011 (DVD)
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Schauspieler:Willem Dafoe, Freida Pinto, Vanessa Redgrave, Alexander Siddig, Omar Metwally, Hiam Abbass, Yasmine Elmasri, Makram Khoury, Stella Schnabel, Shredi Jabarin, Jamil Khoury
Die Story:Die junge hübsche Miral (FREIDA PINTO) wächst als Schülerin des berühmten Dar- Al-Tifl-Instituts wohlbehütet und glücklich in Ostjerusalem auf. Ihre Lehrerin Hind (HIAM ABBASS) legt - ebenso wie Mirals liebevoller Vater Jamal (ALEXANDER SIDDIG) - großen Wert auf eine gute Ausbildung für Mädchen und erzieht ihre palästinensischen Schützlinge zu Menschlichkeit und Gewaltfreiheit. Als Miral erwachsen wird und sich in den politischen Aktivisten Hani (OMAR METWALLY) verliebt, droht sie diese Ideale aus den Augen zu verlieren. Doch Hind kämpft um sie wie um ihre eigene Tochter ...
Hintergrund:MIRAL ist die ungewöhnliche, berührende Geschichte einer Frau auf der Suche nach Frieden und Glück. Ein faszinierender Mix aus Licht, Farben, Emotionen und Tönen - erzählt in zugleich rauen und poetischen, unter die Haut gehenden Bildern, die einem fast malerischen Gestus zu folgen scheinen.
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Regisseur Julian Schnabel über seinen Film:
Der Film basiert auf dem Buch „Miral - Die Straße der Blumen“ (btb Verlag) von Rula Jebreal. Als ich es las, sah ich es als Film vor mir und verspürte den starken Drang, diese Geschichte umzusetzen. Das Buch handelt von Bildung und Erziehung, von Liebe, von Menschen und Hoffnung. Es erzählt die persönlichen Geschichten von vier arabisch-israelischen Frauen vor dem Hintergrund der komplexen politischen Realität der Region von der Gründung des Staates Israel 1948 bis zu der Hoffnung, die das Friedensabkommen von Oslo 1994 schürte.
Die erste dieser Frauen ist Hind Husseini, eine Palästinenserin, die ihr Leben den Waisenkindern gewidmet hat. Als sie 1948 fünfundfünfzig Kinder verlassen in den Straßen von Jerusalem fand, gründete sie das Dar–Al-Tifl-Waisenhaus, das für mehr als dreitausend Mädchen zu einem Zuhause wurde. Anfangs finanzierte sie es aus eigener Tasche, aus dem, was ihr von dem Besitz ihrer Familie geblieben war, und schuf damit eine Oase für junge palästinensische Mädchen. Ich glaube, es besteht ein riesiger Unterschied zwischen einem Kind, das in dieser Atmosphäre aufwächst, und einem, das in einem Flüchtlingslager groß wird, in dem es durch eine Betonmauer vom Rest der Welt getrennt ist. In dieser Geschichte sehen wir beide Welten.
Miral ist ein junges Mädchen, das in Dar Al-Tifl ihre Ausbildung erhielt. Sie ist das nicht voraussagbare Resultat von Hinds Liebe und Erziehung, ebenso wie sie das schwierige Erbe ihrer Familie trägt. Im Drehbuch heißt es an einer frühen Stelle: „Miral ist eine rote Blume, die am Straßenrand wächst. Wahrscheinlich habt ihr schon Millionen davon gesehen.“ Die meisten Menschen fahren die Straße entlang, ohne ihre Schönheit zu bemerken.
Ich habe mein Leben lang die Geschichte des israelischen Staates verfolgt. Als Kind in New York City habe ich mit meinen Eltern „Exodus“ von Otto Preminger im Rivoli Theatre in Manhattan gesehen. Alle standen auf und legten ihre Hand aufs Herz, während sie die Hatikwa sangen. Meine Mutter und mein Vater waren sehr, sehr stolz. Kürzlich erfuhr ich von meiner Schwester, dass meine Mutter die Vorsitzende der zionistischen Frauenbewegung Hadassah in Brooklyn war ... 1948, im Jahr der Gründung des Staates Israel. Vor zwanzig Jahren hatte ich eine Ausstellung meiner Bilder im Israel Museum in Jerusalem. Meine Eltern hatten eigentlich vor zu kommen, taten es dann aber wegen des Beginns der Intifada doch nicht.
Bis ich Rulas Buch las, wusste ich nicht viel über die Palästinenser. Ich bin ein Künstler, kein politischer Experte. Ich versuche auch nicht, einer zu sein. Der Film deckt die Zeitspanne von 1948 bis 1994 ab, als diese Figuren historische Momente durchlebten und historische Momente schufen. Es ist ihre Geschichte.
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Weitere Infos zum Film:
Ob in seinem ersten Film „Basquiat“ (1996), in „Bevor es Nacht wird“ (2000) oder in seinem letzten, hymnisch gefeierten Werk „Schmetterling und Taucherglocke“ (2007), das ihm neben der Goldenen Palme für die Beste Regie in Cannes auch eine Oscar®-Nominierung einbrachte – immer stellt der New Yorker Maler und Regisseur JULIAN SCHNABEL außergewöhnliche menschliche Schicksale in den Mittelpunkt seiner filmischen Erkundungen. Und so nimmt es nicht wunder, dass er nach der Lektüre von „Miral - Die Straße der Blumen“, dem autobiografisch gefärbten ersten Roman seiner Lebensgefährtin RULA JEBREAL, sogleich Feuer fing für die darin beschriebenen ungewöhnlichen Frauenfiguren.
Der 2004 unter dem Titel „La strada dei fiori di Miral“ erstmals in Italien erschienene Roman spielt in den späten 1980er Jahren in Jerusalem und beschreibt den Lebensweg der jungen palästinensischen Israelin Miral. Miral verliert früh ihre Mutter, wächst aber trotz der schwierigen Familiensituation und der angespannten Lage in Jerusalem dank der klugen Führung durch ihre Lehrerin Hind Husseini zu einer selbstbewussten und vielversprechenden jungen Frau heran.
Hind Husseini entstammt einer wohlhabenden palästinensischen Familie; auf die Zwistigkeiten in ihrem zerrissenen Land reagiert sie mit einer beispiellosen humanitären Initiative: der Gründung eines Wohnheims für Mädchen mit angeschlossener Grund- und weiterführender Schule. Sie setzt alles daran, ihre Schützlinge zu wachen, lebensklugen und friedliebenden Menschen zu erziehen. Als Miral sich in den jungen palästinensischen Aktivisten Hani verliebt, droht jedoch auch sie in den Strudel der Gewalt in ihrer Heimat hineingerissen zu werden.
Der für seine Regiearbeiten mehrfach ausgezeichnete und auch als Maler international gefragte JULIAN SCHNABEL nähert sich diesem Sujet in gewohnt origineller, sehr persönlicher Weise an und macht ein atmosphärisch dichtes filmisches Kunstwerk ganz eigener Art daraus. So wie seine Gemälde häufig auf Glas- oder Porzellanscherben entstehen, dienen ihm hier historische Fetzen und dokumentarische Aufnahmen als Hintergrund, vor dem er das eindringliche Bild zeichnet, das ihm am Herzen liegt: Er interessiert sich für das, was eine schwierige Lebenssituation mit den Menschen macht, und betrachtet Mirals Leben als Spiegel der Probleme Tausender anderer junger Mädchen in ähnlicher Lage – sei es in Palästina oder anderswo auf der Welt.
Sein 2009 in Israel gedrehter Film versammelt eine internationale Riege erstklassiger Darsteller, die wesentlich zu der emotionalen Wucht seines flammenden Plädoyers für Menschlichkeit und Frieden beitragen.
FREIDA PINTO, der junge indische Star aus dem Oscar®-prämierten „Slumdog Millionär“, verleiht ihrer Darstellung der jungen Miral ebenso viel Leidenschaftlichkeit wie Wärme. HIAM ABBASS liefert ein zu Herzen gehendes Porträt von Hind Husseini, einer Ikone der israelisch-palästinensischen Friedensbewegung, und ALEXANDER SIDDIG berührt mit seiner liebevoll-zärtlichen Interpretation von Jamal, dem Vater der Hauptfigur. Die Grande Dame der britischen Schauspielkunst VANESSA REDGRAVE, außerdem OMAR METWALLY als palästinensischer Aktivist, STELLA SCHNABEL, YASMINE AL MASRI und RUBA BLAL runden dieses beeindruckende Ensemble ab.
MIRAL feierte im September 2010 im Wettbewerb der 67. Internationalen Filmfestspiele von Venedig seine Premiere. Bald wird er auch beim 35. Internationalen Filmfestival von Toronto zu sehen sein. Am 18. November 2010 kommt die französisch-italienisch-israelisch-indische Co-Produktion dann in die deutschen Kinos.

