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So Spielt Das Leben Film Trailer

FSK Film: 0 | Länge: 114 Min | Kinostart: 21.10.2010 | Release: 25.02.2011 (DVD)
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Schauspieler:Katherine Heigl, Josh Duhamel, Christina Hendricks, Josh Lucas, Jean Smart, Majandra Delfino, Will Sasso, Melissa McCarthy, Faizon Love, Jessica St. Clair, Hayes MacArthur, Reggie Lee, Andy Buckley, Shayne Kohout, Sarah Burns, Andrew Daly, DeRay Davis, Steve Nash, Bill Brochtrup

Die Story:In dieser romantischen Komödie profiliert sich Holly Berenson (Katherine Heigl) mit ihrem angesagten Catering-Service, während sich Eric Messer (Josh Duhamel) als Nachwuchs-Regisseur von TV-Sportsendungen einen Namen macht. Ihr erstes Date endet in einer Katastrophe - gemeinsam haben die Beiden nur ihre gegenseitige Abneigung und die Vergötterung ihrer Patentochter Sophie. Doch als sie plötzlich die alleinige Verantwortung für Sophie übernehmen müssen, sehen sich Holly und Eric gezwungen, ihre Differenzen zu überwinden. Beruflicher Ehrgeiz und kollidierende Termine in unterschiedlichen Freundeskreisen machen das durchaus nicht einfach. Allerdings wird beiden klar: Wenn man unter einem Dach lebt, muss man sich irgendwie zusammenraufen.

Hintergrund:Greg Berlanti (TV-Serien Brothers & Sisters und Everwood) inszeniert Life as We Know It nach dem Drehbuch der Erstlingsautoren Ian Deitchman & Kristin Rusk Robinson. Die Hauptrollen spielen Katherine Heigl (Die nackte Wahrheit, 27 Dresses), Josh Duhamel (die Transformers-Filme), Josh Lucas (Sweet Home Alabama), Christina Hendricks (TV-Serie Mad Men), Hayes MacArthur (Daddy ohne Plan) und Jean Smart (TV-Serien Samantha Who? und 24). Barry Josephson und Paul Brooks produzieren, Norm Waitt, Scott Niemeyer, Denise Di Novi, Katherine Heigl und Nancy Heigl betreuen den Film als Executive Producers. Zum kreativen Team zählen Kameramann Andrew Dunn (Precious - Das Leben ist kostbar), Produktionsdesigner Maher Ahmad (Zombieland), Cutter Jim Page (Eagle Eye - Außer Kontrolle), Kostümdesignerin Debra McGuire (Superbad, Beim ersten Mal) und Komponist Blake Neely (Wedding Date und TV-Serie Everwood). Life as We Know It kommt am 21. Oktober 2010 im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany, a Division of Warner Bros. Entertainment GmbH, in die deutschen Kinos.




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Eure Kommentare zu "So Spielt Das Leben":

o.G. Katherine Heigl hamma :D

 




♥: Gutes Ensemble, Humor größtenteils ohne krasse Ausrutscher
−: Voraussehbar, zum Ende hin konservatives Familienbild

Oft genug vermitteln Trailer einen falschen Eindruck vom Film. Und das ist hier mal richtig nach hinten losgegangen. Denn die Werbung versucht einen aufgedrehten Babyklamauk mit Kotze, Kacke und Windelwitzen zu verkaufen. Die sind aber im eiegntlichen Film in der absoluten Minderheit - zu Glück. Tatsächlich hat man mit dem Trailer bereits alle gesehen.


Vom ersten Moment an sind sich Holly (Katherine Heigl) und Eric (Josh Duhamel) zuwider. Sie könnten aber auch kaum unterschiedlicher sein. Sie ist eine erfolgreiche Unternehmerin (auch wenn sie als zwanghafte Köchin nur ihre Sensucht nach Häuslichkeit und eine traditionellen Rolle auszuleben scheint). Sie ist (wie eigentlich alle Figuren von Katherine Heigl) ein gehemmter Kontrollfreak. Eric Messer ist dagegen ein Frauenheld wie er im Buche steht, mit Motorrad, Dreitagebart, und auffällig schnodderigem Modegeschmack. Beim ersten arrangierten Blinddate schaffen sie es nicht mal bis ins Restaurant.

Aber sie treffen sich wieder, denn ihre besten Freunde sind verheiratet und die beiden gehören schon fast zum Haushalt. Und so werden sie auch die Paten von deren Tochter Sophie.Wer ahnt denn schon, dass Alison (Christina Hendricks) und Peter (Hayes McArthur) kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben kommen. Auf einmal sind Holly und Eric gemeinsam Erziehungsberechtigte. Und immerhin sind sie sich in einem einig: eine Pflegefamilie für Sophie kommt nicht in Frage. So gründen sie eine Art WG in Sophies Elternhaus und teilen sich die Kindererziehung - immer unter dem wachsamen Auge der Jugendbehörde, die das Experiment jederzeit beenden könnte.

Normale Eltern können sich neun Monate auf ihr Baby vorbereiten. Holly und Eric müssen sich über Nacht mit mangelndem Schlaf, Babybrei , mit Windelwechseln und Kinderkrankheiten vertraut machen. Ihr unterschiedliches Temperament macht die Sache nicht leichter. Und schließlich sind auch beide berufstätig. Lassen sich Kind und Karriere einfach wie bei der Super-Nanny per Terminplan organisieren ? Natürlich nicht ! Nach und nach raufen sich die beiden immerhin soweit zusammen, dass der Alltag funktioniert. Aber ist das eine Dauerlösung ? Oder müssen die beiden so unterschiedlichen Elternteile sich nicht zwangsläufig irgendwann zerstreiten ?  Schließlich baggert Eric weiter jede Frau an - gerne auch mit Hilfe von Sophie beim Shopping an der Gefriertruhe und Holly hat schon lange ein Auge auf Kinderarzt Sam (Josh Lucas) geworfen). Eine Köchin und Arzt - besser kann ein Kind doch gar nicht versorgt werden , oder ?

Wieder einmal festigt Katherine Heigl ihren Ruf als Wiederauferstehung von Doris Day, leicht verklemmt und prüde auf der Suche nach dem Glück. "So ist das Leben" ist aber deutlich besser als Katherine Heigl letzter Film "Killers" und auch  besser als Josh Duhamels letzter Film "When in Rome". Auch wenn die Story um ein unwahrscheinliches Paar und ein ungeplantes Baby sehr an Heigl größten Erfolg "Beim ersten Mal" erinnert, hat "So ist das Leben" doch viel mehr Herz", weniger krasse Jokes und eine nicht ganz so aufdringliche Moral. Die beiden Hauptdarsteller verkörpern ihre etwas archetypischen Figuren erfreulich glaubwürdig, nicht als Karikaturen. Nur warum die beiden am Ende doch zusammen finden, bleibt unverständlich. So wirkt der Film wie eine Rechtfertigung für arrangierte Ehen, mit dem Credo: auch wenn man quasi zwangsweise verkuppelt wird mit einem Partner, den man eigentlich verabscheut, wird sich irgendwann Liebe - oder zumindest Gewöhnung einstellen. Und irgendwann ist auch der Widerstand des härtesten Kerls gebrochen. Die zum Schluß hin reichlich biedere Moral nervt. Darüber können auch das schwule Alibi-pärchen und die verbale Anerkennung für alleinerziehende Eltern nicht hinwegtäuschen. Am Ende sind nur Mutter-Vater-Kind eine echte Familie. Um das zu erreichen wir den Hauptdarstellern ein Happy-End aufgezwungen, dass sich kein bißchen natürlich anfühlt. Messer & Holly müssen sich verlieben - weils im Drehbuch steht. Aber wer bewußt in eine Hollywood-Romantik-Komödie geht, wird kaum überrascht sein, dass ihn das Finale nicht überrascht. Das steht im ersten Moment felsenfest.

Eine Warnung an alle Männer: Wenn eine Frau euch den Film als Date-Movie vorschlägt - rennt ! Denn hinter der niedlichen , unterhaltsamen Oberfläche lauert eine weibliche Verschwörung zur Umerziehung der letzten frei lebenden Kerle. Hier sieht man wie ein erfolgreicher , unabhängiger zum Papa zurechtgestutzt wird. Das er irgendwann sein Motorrad einmottet ist klar, aber das reicht ihr nicht. Unter dem Vorwand, sie wolle sein Hobby kennenlernen, setzt Holly sich selbst auf die Maschine, die dabei völlig zerstört wird - natürlich aus Versehen. Wer´s glaubt !

Eine Warnung an alle Frauen: Wenn ihr einen Mann in diesen Film schleppt, wird er wegrennen ! Denn zweifellos wird er ein Komplott wittern, um seine Ehe- und Babytauglichkeit auf den Prüfstand zu stellen. Wer entsprechende "Was würdest du tun"-Diskussionen beim Date erzwingen möchte - nur zu.

Für gesellige Girlabende oder für gefestigte Beziehungen (eventuell mit Nachwuchsplan, oder auch nach Vollzug) durchaus empfehlenswert. Eine gut getimete Komödie mit Schmunzel- und Tränengarantie. Sämtliche Darsteller spielen sich hier die Bälle gekonnt und nuanciert zu, obwohl es oft nur darum geht, Eltern beim Scheitern im Alltag zu sehen. Wer dass selbst schon erlebt hat, wird hier vieles wiedererkennen. Die meisten Gags ergeben sich ganz natürlich und werden nicht klaumaukig auf die Spitze getrieben. Erics "Konkurrent" um Hollys Liebe, der Kinderarzt Sam (Josh Lucas) sieht nicht nur gut aus, sondern ist rundum charmant und fürsorglich, und wird nicht plump durch konstruierte Charaktermängel ins Aus geschossen (wie in "Verlobung auf Umwegen"). Eigentlich wäre er sogar die bessere Wahl, wenn die Autoren nicht die Liebe zwischen Holly und Eric erzwingen würden. Auch die spleenigen Nachbarn und Freunde haben zwar alle eine leichte Macke, werden aber nie als krasse Karikaturen vorgeführt. Nicht verschweigen darf man natürlich den Anteil von Baby Sophie (gespielt von Drillingen), die auch ohne Worte etliche Lacher kassiert. Das muß man wohl auch dem Geschick von Regisseur Greg Berlanti anrechnen muss, der hier nier zu sehr auf den "Oh wie süß"-Effekt setzt.

J.Lo´s letzter Filmflop, "Plan B" kann diesem nicht das Wasser reichen. Wer krassen Humor wie in "Beim ersten Mal" erwartet, wird enttäuscht. Gleichzeitig gehts nicht so künstlich zu wie in vielen anderen Hollywoodkomödien. Trotz der konstruierten Story und des absehbaren Endes werden die Sorgen frischgebackener Eltern hier launig aber auch ein Stück weit ernsthaft dargestellt.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht