The Social Network Film Trailer
FSK Film: 6 | Länge: 121 Min | Kinostart: 07.10.2010 (=neuer Termin) | Release: 10.02.2011 (DVD)
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Schauspieler:Jesse Eisenberg, Joseph Mazzello, Andrew Garfield, Rashida Jones, Rooney Mara, Justin Timberlake, Brenda Song, Malese Jow, Max Minghella, Adina Porter, Dakota Johnson, Natalina Maggio, Marcella Lentz-Pope, Trevor Wright, Cherilyn Wilson, John Getz
Die Story:An einem Herbstabend im Jahr 2003 setzt sich Harvard-Student und Computergenie Mark Zuckerberg an seinen PC und beginnt, wie in Rage an einer neuen Idee zu arbeiten. Was in seinem Studenten-Zimmer mit wildem Bloggen und Programmieren seinen Anfang nimmt, entwickelt sich bald zu einem globalen sozialen Netzwerk und löst eine Revolution der bisherigen Kommunikation aus. Nur sechs Jahre und 500 Millionen Freunde später, ist Mark Zuckerberg der jüngste Milliardär aller Zeiten. Doch dieser große Erfolg führt für den Unternehmer auch zu zahlreichen zwischenmenschlichen und juristischen Problemen...
Hintergrund:Drama von David Fincher über die Gründung von Facebook
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Unter der Regie von David Fincher ("Der seltsame Fall des Benjamin Button", "Panic Room", "The Game") und nach einem Drehbuch von Aaron Sorkin ("Der Krieg des Charlie Wilson", "Eine Frage der Ehre"), entstand ein Film, der beweist, dass man keine 500 Millionen Freunde haben kann, ohne sich dabei auch ein paar Feinde zu machen. In den Hauptrollen von THE SOCIAL NETWORK spielen Jesse Eisenberg ("Zombieland") als Mark Zuckerberg, der neue "Spider-Man" Andrew Garfield ("Von Löwen und Lämmern") als Eduardo Saverin und Justin Timberlake ("Alpha Dog – Tödliche Freundschaften") als Sean Parker.
Eure Meinung zu "The Social Network"
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Eure Kommentare zu "The Social Network":
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Jonah2009 Voll gauil so schnell so reich das will ich auch werden voll der hamam
Tine Klingt interessant... fragt sich nur wie weit das ganze auf der wahren Geschichte beruht... wenn es noch mehr "Doku"-Charakter hätte wäre es sicher noch besser.
Moll2Phil Auch zu geil das man hier einen Kommentar jetzt mit Facebook und ohne abgeben kann xD

♥: Pointierte, intelligente Dialoge, Jesse Eisenberg spielt den brillanten Egomanen mehr als überzeugend
−: Was hier Wahrheit und Fiktion ist, bleibt unklar. Stilistisch für alte Fincherfans eher unscheinbar.
Ein Film über Facebook ? Da erwarten sicher einige eine platte Abzocke, die den Gesprächswert des Phänomens ausbeuten will. Über 500 Millionen Mitglieder hat das Netzwerk. Wenn das alles potentielle Zuschauer sind, könnte "The Social Network" der erfolgreichste Film aller Zeiten werden. Die meisten wird jedoch die Entstehungsgeschichte der Plattform nicht interessieren. Andererseits ist der Film ein allgemeingültiger und hochaktueller Wirtschaftskrimi der auch weniger online-besessene Zuschauer interessieren sollte.
Wer an der Elite-Uni Harvard studiert , hat es eigentlich schon geschafft. Aber auch hier gibt es eine Hackordnung und Studenten die ganz oben oder weit unten rangieren. Dass alle Absolventen Karriere machen ist klar, aber eine stinknormal erfolgreiche Existenz gilt hier schon als versagen.Man muss es schon ganz nach oben schaffen, sei es durch Talent, Geld, Beziehungen oder eine Mischung aus allem.
Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) gehört in Harvard zu den nerdigen Computerstudenten, die zwar eigentlich gute Job-Aussichten aber kein Ansehen haben. Die einflußreichen Verbindungshäuser bleiben ihnen verschlossen. Und damit können sie auch bei Frauen nicht punkten. Im Fall von Zuckerberg liegt das aber auch an seiner Persönlichkeit. Sensibilität, Einfühlungsvermögen gehen ihm völlig ab. Im Umgang mit anderen , auch mit Frauen wirkt er als würde er unter dem Asperger-Syndrom leiden, einer leichten Form des Autismus. Was nicht heißt, dass Zurückweisung ihn nicht kränken würde. Und so publiziert er im Suff einen ätzenden Blogeintrag, in dem er mit den Frauen und dem herrschenden Statusdenken abrechnet. Fast nebenbei programmiert er außerdem eine Anwendung , mit der Kommillitonen die heißesten Studenten bewerten können. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sind ihm dabei herzlich egal. Durch die enorme Nachfrage bricht glatt das Harvard-Netzwerk zusammen und Zuckerberg muss sich vor den Uni-Bossen verantworten.
Seine Programmiertalente sprechen sich aber herum - und so werden die Winklevoss-Zwillinge auf ihn aufmerksam. Die Sportasse wirken wie aus dem Genlabor und haben dazu nicht nur von Hause aus viel Geld, sondern sind natürlich auch in einer renommierten Studentenverbindung. All das was Zuckerberg fehlt. Für sie soll er eine Anwendung programmieren, die die Harvard-Studenten vernetzt. Die Idee gefällt Zuckerberg, aber er hat selbst viel größere Pläne. Statt eine elitäre Kontaktbörse zu kreieren, will er gleich ganze Universitäten verbinden. Heimlich arbeitet er an seinem eigenen Projekt und hat "TheFacebook" längst in Betrieb genommen, als das den Zwillingen auffällt. Die versuchen ihn zunächst mit Disziplinarmaßnahmen der Uni zu stoppen. Als dass nichts bringt und selbst der Rektor sie als schlechte Verlierer abstempelt, ziehen sie vor Gericht.
Sie werden nicht die Einzigen bleiben. Denn inzwischen fühlt sich auch Zuckerbergs Partner Eduardo Saverin (Andrew Garfield) von ihm hintergangen. Denn das Programmiergenie steht inzwischen unter dem Einfluß von Sean Parker (Justin Timberlake). Der Napster-Erfinder weiß, wie hart auf dem internationalen Markt gekämpft wird, aber auch wie man an das große Geld kommt. Und er will The Facebook weltweit anbieten. Andererseits hatte er auch schon zahlreiche Klagen am Hals, hat Millionen verpulvert und leidet unter einer gepflegten Paranoia. Ist das tatsächlich der Richtige, um Facebook groß zu machen ?
Zuckerberg sitzt also oft vor Gericht - mit wechselnden Gegnern. Der gesamte Film ist letztlich eine große Rückblende, die sich aus diesen juristischen Gefechten entwickelt und in der verschiedene Phasen der Facebookentstehung aufgedröselt werden.
Grundlage des Films sind nicht Zuckerbergs Erinnerungen, sondern Gerichtsakten - und das Buch "The Accidental Billionaire" von Ben Mezrich (ebenfalls Harvard-Absolvent). Dessen Hauptinformant war Zuckerbergs Jugendfreund und Geschäftspartner Eduardo Saverin. Kein Wunder also, dass Zuckerberg hier nicht sonderlich gut weg kommt. Jesse Eisenberg (Zombieland) spielt den brillanten Egomanen mehr als überzeugend, aber dennoch nie als Karikatur, so daß man trotz seiner Charaktermängel mit ihm mitfiebert. Besonders in der letzten Einstellung zeigt Fincher, was für ein armes Würstchen man auch mit Milliarden auf dem Konto sein kann.
Dutzende Filme haben die Hackordnung an Unis vorgeführt, das Gefüge aus Nerds, Sportassen, Cheerleadern und Verbindungen ist ein überstrapaziertes Klischee. The Social Network zeigt nun aber, dass all das wahr ist und wirkt so anfangs wie eine edle Highschoolkomödie, in der ein Computergeek es den Reichen und Gutaussehenden endlich mal zeigt. Der Film erklärt auch, warum das Netzwerk so ein Erfolg wurde. Zuckerberg durchbrach veraltete Strukturen in Harvard und dachte ein paar Nummern größer (und schneller) als seine Konkurrenten , wobei ihm seine sozialen Defizite wahrscheinlich sogar geholfen haben. Die weltgrößte Kontaktbörse wurde von einem emotional gestörten Genie erfunden. Als sozial isolierter Wunderling erkannte er vielleicht besser, dass selbst an einer Eliteuni Popularität die wichtigste Währung ist.
"The Social Network" ist nicht so packend wie bisherige Fincher-Filme. "Sieben" oder "Fight-Club" sind da einfach übermächtige Kunstwerke. Diesmal setzt Fincher stilistisch mehr auf Understatement, aber auch auf messerscharfe Dialoge. Darin skizziert er eine Welt, die der flauschigen FB-Welt mit dem "Gefällt-Mir-Button" und den Freundschaftsanfragen komplett widerspricht. Denn den Protagonisten geht es nur um Geld, Macht, Einfluß und Anerkennung.
FB-Gründer Mark Zuckerberg hat erklärt, er wolle sich den Film nicht ansehen. Und gleichzeitig versucht abzuwiegeln, es sei eben nur ein Film, ein Spaß. Da liegt er völlig falsch. Und eigentlich weiß er das auch. Nicht umsonst hat er gerade 100 Millionen Dollar als Spende für US-Schulen zugesagt. Eine erbärmliche hilflose PR-Aktion, die seine Charakterisierung im Film nachträglich bestätigt.
