Dieser Inhalt ist von uns empfohlen ab 16 Jahre

Enter The Void Film Trailer

Dieser Trailer kann aus technischen Gründen NICHT auf Handys und Pads abgespielt werden.

FSK Film: 18 | Länge: 154 Min | Kinostart: 26.08.2010 | Release: 05.01.2011 (DVD)
© Capelight | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 

Schauspieler:Nathaniel Brown, Paz de la Huerta, Cyril Roy, Olly Alexander, Masato Tanno, Ed Spear, Emily Alyn Lind, Jesse Kuhn, Nobu Imai, Sakiko Fukuhara, Janice Béliveau-Sicotte, Sara Stockbridge, Stuart Miller

Die Story:Oscar verbindet eine besonders intensive Beziehung mit seiner Schwester Linda, seitdem sie als Kinder miterleben mussten, wie ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Gemeinsam schlagen sie sich durch die Halbwelt von Tokio. Er hält sich mit kleinen Drogendeals über Wasser, sie tritt als Stripperin auf und lässt sich mit zweifelhaften Typen ein. Bei einer Razzia gerät Oscar ins Visier der Polizei. Bei der Flucht wird er niedergeschossen. Sein Körper liegt im Sterben, doch seine Seele weigert sich, aus der Welt der Lebenden zu scheiden. Gerade erst hatte Oscar seiner Schwester hoch und heilig versprochen, sie niemals zu verlassen. Und so wandert sein Geist durch die neongleißende Stadt – rastlos, ruhelos, immer auf der Suche. Oscars Visionen werden immer grotesker und bizarrer, seine Seele drängt ins Jenseits. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen zu einem halluzinatorischen Mahlstrom...

Hintergrund:Mit seinen kontroversen Kraftakten Menschenfeind und Irréversible etablierte sich der französische Filmemacher Gaspar Noé als radikaler Visionär und genialer Stilist, der die Grenzen des filmisch Machbaren nicht nur auslotet, sondern im Handstreich niederreißt. Sein jüngstes Werk ENTER THE VOID, das Weltpremiere im Wettbewerb des 62. Festival de Cannes feierte und als nordamerikanische Premiere beim Toronto International Film Festival 2009 zu sehen war, startet am 26. August 2010 im Verleih von Wild Bunch Germany.




Eure Meinung zu "Enter The Void"



Kommentar zu "Enter The Void" ohne einloggen abgeben:

 



Bisher gibt es keine Kommentare zu "Enter The Void".

 





Regisseur Gaspar Noé über die Inspiration für ENTER THE VOID:
Ich bin atheistisch erzogen worden, aber gegen Ende meiner Jugend, wenn man anfängt Joints zu rauchen, fing ich auch an, mir Fragen über den Tod und die Existenz einer möglichen Nachwelt zu stellen. Obwohl ich mich nie zu einem religiösen Glauben hingezogen gefühlt habe, entwickelte ich ein Interesse an Büchern über Wiedergeburt, vor allem „Life After Death“ von Raymond Moody.

Und ich fing an, mir verrückte Gedanken darüber zu machen, was mit mir passieren wird, wenn ich sterbe. Diese Angst vor dem Tod nimmt ab, wenn man älter wird, aber meine ursprünglichen Ideen für einen Film, der behandelt, was nach dem Tod der Hauptfigur passiert, rühren aus dieser Zeit. Später, als ich etwa 23 Jahre alt war, sah ich Robert Montgomerys LADY IN THE LAKE („Die Dame im See“, 1947), als ich auf Pilzen war.

Der Film ist komplett aus der Sicht der Hauptfigur gedreht, und unter dem Einfluss des Psilocybin wurde ich voll und ganz in den Fernseher und in den Kopf von Phillip Marlowe transportiert – obwohl der Film in Schwarzweiß und untertitelt war. Ich fand, dass diese Technik, aus der Perspektive einer Figur zu drehen, der schönste filmische Kunstgriff war, den ich mir vorstellen konnte.

Ich beschloss in diesem Moment: Sollte ich jemals einen Film über das Jenseits drehen, dann sollte es aus der subjektiven Sicht der gestorbenen Figur sein. Jahre später fühlte ich mich bestätigt, als ich die Eröffnungssequenz von Kathryn Bigelows STRANGE DAYS („Strange Days“, 1995) sah. Die Idee trage ich also schon lange mit mir herum, sie stammt aus einer Zeit noch vor CARNE (1991) oder SEUL CONTRE TOUS („Menschenfeind“, 2000).

Ich habe etwa 15 Jahre am Drehbuch geschrieben. Ich weiß nicht einmal mehr, wie viele verschiedene Fassungen es gab. Die ersten waren jedenfalls noch linearer, mit einer klaren Erzählstruktur, später wurde mein Ansatz zunehmend abstrakter und euphorischer. IRRÉVERSIBLE („Irreversibel“, 2002) war gewissermaßen ein Testlauf für dieses Projekt, bei dem ich Ideen mit wirbelnden Kameras und langen Einstellungen ausprobierte.