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New York Memories Film Trailer

FSK Film: 12 | Länge: 89 Min | Kinostart: 15.07.2010
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Schauspieler:Anna Steegmann, Roman Pitio, Claudia Steinberg, Barbara Epler, Marie Pohl, Lucie Pohl, Jeff Preiss, Isaac Preiss, Rebecca Quaytman, Eva Love

Die Story:Rosa von Praunheims Erinnerungen an vierzig Jahre New York, der für ihn aufregendsten Stadt der Welt. Er berichtet von der schrillen Warhol-Zeit der 70er, vom Kampf gegen Aids in den 80ern, den hoffnungsvollen 90ern bis zum Schock des 11. September, der Wirtschaftskrise und neuen Träumen durch Barack Obama. Er trifft Anna und Claudia, die Stars seines Kinohits Überleben in New York, ist fasziniert von den jungen, hübschen Schwestern Lucie und Marie Pohl und von Isaac, der schon mit zwölf Jahren aller Welt verkündete, dass er kein Mädchen, sondern ein Junge sei. Es kommt zu Begegnungen mit schrillen und berühmten Persönlichkeiten wie Judith Malina und Klaus Pohl.

Hintergrund:Zwanzig Jahre nach seinem erfolgreichsten Film Überleben in New York trifft Rosa von Praunheim die Protagonisten seiner alten New York Filme wieder. Wie haben sie trotz politischer Saubermänner, des 11. Septembers und der Wirtschaftskrise überlebt?




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Interview mit Regisseur Rosa von Praunheim

Wie ist die Idee zu diesem Film entstanden?
Ich hatte mich in Berlin frisch verliebt in den hübschen, jungen Oliver, für den es immer ein Traum war, nach New York zu kommen. Ich war zehn Jahre nicht mehr in New York gewesen, hatte die Nase voll von der amerikanischen Politik, von Reagan und Bush und auch vom New Yorker Bürgermeister Giuliani, der New York gesäubert hat. Er hat provozierende Kunstwerke verboten und New York zu einer Insel der Reichen gemacht.

Und was für ein New York fanden Sie 2009 vor?
Wir wohnten zuerst in einem Hotel an meinem geliebten Times Square. Bis Mitte der 90er Jahre war das eine aufregende Sexmeile. Hier ging ich gerne in Transenclubs, in schwule Sexshows, wo die geilsten Typen mit erigierten Gliedern das Publikum animierten. Das ist alles weg. Nur noch spießige Touristenläden. New York ist sehr teuer geworden. Trotz Wirtschaftskrise sind die Mieten unerschwinglich hoch. Meine alten Freunde können sich das Leben dort nur leisten, weil sie alte Mietverträge haben. Die meisten Künstler waren gezwungen, in die Vorstädte zu ziehen. In Manhattan verdrängten Modegeschäfte und Kaffeehaus-Ketten kleine Theater und Galerien.

Also, Sie waren enttäuscht von New York?
Zuerst ja, aber dann spürt man wieder diese unvergleichliche Energie. Es ist vor allem der Überlebenswille der New Yorker, die aus allen Teilen der Welt kommen. Hier wird nicht gejammert. Hier muss man positiv und konstruktiv sein Leben anpacken. Hier gibt es kaum soziale Absicherung und das macht die Leute so vital und erfinderisch.