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Wasser Und Blut Film Trailer - Rivers Wash Over Me

FSK Film: 16 | Länge: 87 Min | Kinostart: 02.09.2010
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Schauspieler:Derrick L. Middelton, Elizabeth Dennis, Aidan Schultz-Meyer, Darien Sills-Evans, Sonequa Martin, Duane McLaughlin

Die Story:Als seine Mutter stirbt, muss der 15-jährige Sequan von New York City in den ländlichen Süden der USA umziehen, um mit der Familie seiner Tante zu leben. Ein sensibler Junge wie er, der flüssig Literatur zitiert, hat es nicht so leicht in einer kleinen Stadt in Alabama. Er trifft auf einen kuriosen Zirkel schräger Figuren. Im neuen Zuhause bedroht ihn sein gewalttätiger Cousin Michael. Die Frauen der Familie verschließen vor allem die Augen. An seiner Schule ist es der lokale Basketballstar und Drogendealer Ahmed, der für Sequan zu einer Bedrohung werden könnte. Aber es gibt auch Schönes im neuen Leben: Sequan freundet sich mit Lori an, Ahmeds Freundin, dem Bad Girl des Städtchens. Sie mag Sequan um seiner Unangepasstheit willen. Er öffnet sich ihr langsam, und sie erklärt ihm, wie das Leben hier so läuft, in dieser dunklen, verschlafenen Südstaatenstadt mit so vielen Geheimnissen unter der Oberfläche. Sequan kann sich sogar endlich verlieben: Loris jüngeren Bruder Jake, der genau wie er James Baldwin liebt und auch sonst so einiges mit ihm gemein hat. Eines Tages geschieht ein Verbrechen: Aus dem Auto des Schuldirektors wird eine Waffe gestohlen, ein Schüler wird vermisst. Sheriff King, Sequans Onkel, gräbt sich tiefer und tiefer durch die Abgründe des Städtchens. Als er schließlich das tragische Mosaik entwirrt hat, erkennt er, dass Sequans Leben in Gefahr ist...

Technikinfos:engl. OF mit dt. UT




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Eure Kommentare zu "Wasser Und Blut - Rivers Wash Over Me":

kjg was ist das denn für nen b-seiten movie?

 





Der Regisseur John G. Young über seinen Film:

Ich begann das Drehbuch zu WASSER UND BLUT vor über zehn Jahren, nachdem ich einige Zeit in einer kleinen Stadt in den Südstaaten verbracht hatte. Was mir damals auffiel war, dass die Stadt sehr modern war (mit schwarzem Bürgermeister und Sheriff) und doch nach wie vor sehr segregiert. Weiterhin berührte mich, wie die Pathologien, die wir mit dem städtischen Leben verbinden (Verbrechen, Drogen, Gewalt), auch dieses Städtchen durchdrungen hatten.

Ich beginne eine Geschichte oft mit einem Ort; was geschähe hier, wenn...? In diesem Falle: Was geschähe hier, wenn ein smarter, schwuler, schwarzer Teenager aus New York bei Verwandten mit gestörten Familienverhältnissen in dieser Stadt leben müsste? An einem Ort, der für ihn grausamer ist als dort, wo er herkommt. Dann dachte ich, was geschähe, wenn die eine Person, die ihm die Hand reicht, die privilegierte, aber fertige, drogenabhängige, weiße Freundin des örtlichen Drogendealers ist? Meine Hoffnung war, dass die beiden sich durch ihre Verbindung gegenseitig heilen würden - ein Thema in all meinen Arbeiten.

Ich wollte immer, dass WASSER UND BLUT mein erster „Big Budget“-Film würde. Konkret bedeutete das für mich ein Budget von mindestens einer Million Dollar. Doch obwohl alle das Drehbuch liebten, verging die Zeit und das Projekt wurde immer weitergereicht. Nach dem Erfolg meines zweiten Langfilms, THE RECEPTION, bot der Produzent des Filmes, Dexter Davis, an, einen weiteren Film mit kleinem Budget zu finanzieren. Erst war ich nicht sicher, aber dann realisierte ich, dass ich diese Chance nutzen sollte, um WASSER UND BLUT zu drehen. Die Story berührte mich immer noch und mir wurde klar, ich würde den ganzen Film im Staat New York drehen können, wo ich ein Haus habe.

Die beiden vorherigen Filme wurden auch dort gedreht und ich fühlte mich sehr wohl mit der Umgebung. Nachdem ich meinen langjährigen Freund Darien Sill-Evans, ebenfalls Filmemacher (ich traf ihn, als er 17 Jahre alt war und ich ihn für einen Kurzfilm gecastet hatte), als Produzenten und Schauspieler für WASSER UND BLUT angeheuert hatte, fühlte ich mich sehr zuversichtlich, die komplizierte Produktion nun stemmen zu können. Filmemachen ist wie von einer Klippe zu springen, aber mit Darien und Dexter hatte ich zwei Fallschirme und konnte endlich WASSER UND BLUT verwirklichen.

Ich glaube fest daran, dass man den Film, den man machen möchte, mit dem Budget machen muss, das zur Verfügung steht. Kompromisse sind Teil des Prozesses beim Filmemachen. Der Trick dabei ist, dass man wissen muss, was wichtig ist und wofür man kämpfen muss. Man kann Schauspieler, Drehorte, sogar den Stil des Filmes ändern. Man kann auf Film drehen oder digital, man kann Figuren hinzufügen oder entfernen - aber man darf niemals das Herz des Filmes entfernen, die Eigenschaften der Geschichte, die dich einsaugen und dafür sorgen, dass du Teil des Geschehens bist oder dass du dich mit einer Figur aus dem Film befreunden möchtest oder sie beschützen willst, die dich dazu bringen, dass du eingreifen möchtest oder dich zum lachen und/oder weinen bringen. Diese Elemente können fast alle Herausforderungen überleben, die das Low Budget-Filmemachen mit sich bringt... aber nur wenn man bereit ist, den Sprung zu wagen.