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14 Km Film Trailer - Auf Der Suche Nach Dem Glück

Länge: 95 Min | Kinostart: 24.06.2010
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Schauspieler:Adoum Moussa, Illiassou Mahamadou Alzouma, Aminata Kanta

Die Story:Violet, ein junges Mädchen aus Mali, soll gegen ihren Willen mit einem alten Mann verheiratet werden. Wütend und verstört beschließt sie, noch vor der Hochzeit ihr Dörfchen am Fluss zu verlassen. Der Mechaniker Buba träumt von einer internationalen Karriere als Fußballspieler, doch er wartet vergeblich darauf, dass sich mal ein Talentscout nach Niger verirrt. So hoffen Buba und sein Bruder Mukelsa, das Glück in Europa zu finden, das ihnen wie eine Wunschtraumwelt erscheint. Violets und Bubas Wege kreuzen sich. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise: per Bus, Flussschiff, Lastwagen, Kamelkarawane und zu Fuß. Doch der Weg von Zentral-Niger durch die riesige Tenere-Wüste bis nach Algerien und Marokko ist weit, und äußerst gefährlich ist er auch...

Hintergrund:Eine bewegende authentische Geschichte und zugleich ein packend inszeniertes Roadmovie durch die kargen exotischen Landschaften Nordafrikas. Nur 14 Kilometer beträgt die kürzeste Distanz zwischen Nordafrika und Spanien. Doch wie unglaublich fern der Kontinent Europa tatsächlich für afrikanische Emigranten ist, kann man sich als europäischer Zeitgenosse kaum vorstellen. Ein Film über die wirklichen Dramen, die hinter den lapidaren Zeilen einer Zeitungsmeldung von illegalen Einwandern aus Afrika stecken, mit einem fantastischen Soundtrack von Santi Vega (Spanien) und Superstar Youssou N’Dour aus Senegal. 14 Km - Auf Der Suche Nach Dem Glück gewann den Hauptpreis des Filmfestivals in Vallaloid.

Technikinfos:OF mit dt. UT




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Regisseur Gerardo Olivares über seinen Film:
2003 reiste ich in den Niger, um eine Dokumentation über die Salzkarawanen zu drehen, die dort die Tenere-Wüste durchqueren. In den Bergen von Air schloss ich mich der Karawane von Ibrahim an, einem Tuareg, der diese Wüstenreise einmal jährlich zu den Salzminen von Fachi unternahm. Eines Tages begegneten wir zwei unglaublichen Lastwagen, und ich sage unglaublich, weil die Fracht, die sie transportierten, zweimal so groß war wie die LKWs selber. Diese „Fracht“ bestand aus ca. 100 Menschen, die eng gepresst auf dem Verdeck oben auf der Ladung saßen. Fast alle stammten aus Ländern südlich der Sahara. Ibrahim erzählte mir, sie seien auf dem Weg nach Libyen und wollten von dort aus weiter nach Europa.

Bei meiner Rückkehr nach Agadez, dem Tor zur Tenere-Wüste, erfuhr ich, dass diese Stadt eine der wichtigsten Stationen auf der Route der Immigranten darstellte, da von hier aus mächtige Lastwagen nach Libyen und Algerien aufbrachen. Man erzählte mir auch von LKWs, die in der Wüste verloren gingen und nie wieder auftauchten; von Passagieren, die nachts einschlafen, vom Wagen fallen und in der Wüste verdursten; von Banditenüberfällen und von Sandstürmen…. Geschichten, die ich zunächst kaum glauben konnte, sie schienen aus einer anderen Welt zu stammen.

Wir sind daran gewöhnt, im Fernsehen Bilder zu sehen von afrikanischen Immigranten, die auf kleinen schäbigen Booten unsere Küsten erreichen, erschöpft und blaugefroren. Für sie ist es das Ende der Reise…aber wie sieht diese Reise selber eigentlich aus? Diese Reise besteht eben nicht nur aus dem Überqeren des Meeres, sie beginnt viel früher, tausende von Kilometern südlich, in Ländern wie Nigeria, Kamerun, Mali oder Niger.

Hinter den Gesichtern, die gezeichnet sind von der Erschöpfung und den Strapazen der Überfahrt, liegen brutale Erlebnisse und eine Reise voller Gefahren und Unwägbarkeiten quer durch die Sahara - einem riesigen Ozean aus Feuer, Sand und Stille. Für manche dauert diese Reise Jahre; für manche ist sie auch das Ende ihres Lebenswegs.

Mein Film will Bilder von den Einwanderungsrouten zeigen, die so vorher noch nicht im Kino zu sehen waren. Zusammen mit Violeta, Bouba und Mukela durchqueren wir einen großen Teil Nordafrikas bis zur spanischen Küste, eine Reise, bei der sich Realität und Fiktion unaufhörlich vermischen. Zusammen mit ihnen überschreiten wir illegal Grenzen, stoßen auf Gangster, durchqueren die höllische Tenere und segeln schließlich in einem winzigen Boot 14 km über die Meerenge von Cadiz.