Max Schmeling Film Trailer
Zu diesem Film folgt bald ein ausführlicherer Trailer.
FSK Film: 12 | Länge: 123 Min | Kinostart: 07.10.2010 | Release: 01.04.2011 (DVD)
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Schauspieler:Henry Maske, Susanne Wuest, Heino Ferch, Vladimir Weigl, Detlef Bothe, Christian Kahrmann, Stefan Gebelhoff, Alain Blazevic, Mark Boldin, Luka Satara, Rolf Peter Kahl
Die Story:Kreta, 1943: der deutsche Soldat Max Schmeling bekommt den Auftrag, einen englischen Kriegsgefangenen zu überführen. Auf dem Weg kommen sich die beiden Gegner langsam näher - und irgendwann beginnt Schmeling zu erzählen: von seinem ersten Weltmeisterschaftskampf 1930, von seiner Liebe zur berühmten Schauspielerin Anny Ondra, die er dann später heiratete, von seinem berühmtesten Kampf gegen Joe Lewis 1936, vom Rückkampf, den er durch K. O. verliert – und von dem immer größeren Ärger, den sich Schmeling mit dem Reichssportführer und anderen Spitzen der Nazi-Diktatur einhandelt, bis er schließlich eingezogen und in den Krieg geschickt wird. Nach Kriegsende, auf der verzweifelten Suche nach Arbeit stellt Schmeling fest, dass er außer Boxen eigentlich nichts Richtiges gelernt hat. Nach einigen Showkämpfen will der frühere Boxweltmeister die Hoffnung auf ein Comeback nicht aufgegeben...
Hintergrund:In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Max Schmeling der deutsche Superstar schlechthin: verehrt, geliebt, bewundert, aber auch benutzt. Und nun wird Schmeling für die Kinozuschauer wieder lebendig - in Gestalt von Henry Maske. Maske überzeugt nicht nur in den zahlreichen Szenen im Boxring, in denen Schmelings spektakulärste Kämpfe nachgestellt wurden, sondern auch als charmanter Liebhaber und unbeugsamer Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit. An der Seite von Henry Maske spielen unter anderem Susanne Wuest als Schmelings große Liebe Anny Ondra, Heino Ferch als dessen Trainer Max Machon, Vladimir Weigl als Manager Joe Jacobs und Arved Birnbaum als Reichssportdirektor Hans v. Tschammer u. Osten. Das Treffen der Boxweltmeister wird durch den zurzeit amtierenden Weltmeister im Mittelgewicht Arthur Abraham in der Rolle des Richard Vogt ergänzt. Der Regisseur Uwe Boll, der sich vor allem mit Videospielverfilmungen wie Alone in the Dark (2005) und Schwerter des Königs - Dungeon Siege (2007) einen Namen gemacht hat, hat sich in seiner mittlerweile 20-jährigen Karriere nicht gescheut, sich an neuen Genres zu versuchen. Nun setzt er, der selbst früher boxte, Max Schmeling und dessen beeindruckendem und bewegtem Leben ein filmisches Denkmal.
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Über die Produktion:
MAX SCHMELING ist ein Film über
die Höhen und Tiefen der Boxkarriere des einzigen deutschen
Boxweltmeisters im Schwergewicht. Der Film umspannt Schmelings Karriere
von seinem ersten Weltmeisterkampf bis zu seinem Abschied aus dem Ring –
eine durch und durch deutsche Geschichte.
Max Schmeling war
Liebling der Berliner Bohème in den 20er Jahren, Vorzeigesportler der
Nazis in den Dreißigern und wurde nach dem Krieg das mit Ehrungen
überhäufte Sportidol einer ganzen Generation. Schmeling, der so
freundliche, sanfte und bescheidene Hüne, errang seine Siege stets mit
als typisch deutsch geltenden Tugenden wie Fleiß, Willenskraft und
Selbstdisziplin. Das scharfe Auge des Boxers Schmeling hat außerhalb des
Boxrings nicht immer alles erkannt, was zu sehen war. Ob nun aus
Kalkül, Naivität oder Optimismus, muss offen bleiben - aber als Mann,
der sich immer selbst treu blieb und unerschütterlich an Ehre und
Gerechtigkeit glaubte, ist er nicht nur für die weltweite Boxgemeinde
immer ein Held geblieben.
Dies war der Ansatz zweier ungenannt
bleiben wollender Investoren, die einen Großteil des Filmbudgets
beisteuerten, sowie der Ansatz von Regisseur Uwe Boll, der mit MAX
SCHMELING sich nicht nur auf das für ihn ungewohnte Terrain der
historischen Filmbiographie begab, sondern nach zahlreichen in den USA
und Kanada produzierten Kinofilmen wieder in Deutschland drehte.
Die
Dreharbeiten zu MAX SCHMELING begannen im Mai 2009. Zunächst waren
einige Drehtage auf Malta angesetzt, wo die Szenen entstanden, die Max
Schmeling als Wehrmachtssoldaten auf Kreta zeigen. Danach zog die
Produktion weiter nach Kroatien. In der Arena Zagreb, sonst Schauplatz
von Sportveranstaltungen und Rockkonzerten, wurden ein Boxring
aufgebaut, die Zuschauerränge mit bis zu 900 Statisten gefüllt – und
sämtliche Kampfszenen direkt nacheinander gedreht. Die übrigen Szenen
entstanden in Hessen und auf Schloss Sommerberg in Wiesbaden, das
Schmelings pommersches Landgut Ponickel verkörperte.
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Eure Kommentare zu "Max Schmeling":
Sonny "Der Regisseur Uwe Boll, der sich vor allem mit Videospielverfilmungen wie Alone in the Dark (2005) und Schwerter des Königs - Dungeon Siege (2007) einen Namen gemacht hat" OMG wieder son Film von Boll...das der nicht gelernt hat das seine Filme ****** sind -.- naja dieser wird die reihe der "Bollischen" Werke fortführen und ihn wohl wieder zu ner Goldenen Himbeere verhelfen.
Pragda Coool der wohnte nur ca. 15km von mir wo ich wohne entfernt....und jetzt der film, ich kann nur sagen der wird der hammer, trailer lässt zu wünschen übrig aber das ist egal, den max wahr der deutsche boxstolz und ich denke es ist ein MUSS den film sich anzuschauen. ich bin gespannt!!! *freu freu*

♥: authentische Boxkämpfe, gediegene Ausstattung, solide Nebendarsteller
−: Henry Maske schauspielert auf Amateurniveau. Die Dramaturgie ist episodenhaft.
Noch heute gilt Max Schmeling als einer der größten Sportler des vorigen Jahrhunderts. Er ist immer noch der einzige deutsche Schwergewichtsweltmeister und als einziger Deutscher wurde er in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen. Dabei hat er sich nicht nur durch seine abwechslungsreiche Boxkarriere eine Filmbiographie mehr als verdient. Und schließlich war er auch in einer besonders spannenden Zeit sportlich aktiv. Seine Laufbahn fand größtenteils während der Herrschaft der Nazis statt, die den populären Sportler mehr als einmal ausnutzten. Dabei war er selbst nie Anhänger des Regimes, aber auch kein Widerstandskämpfer.
Gleichzeitig profitierte Schmeling als erste Sportler enorm von den aufkommenden Massenmedien. Seine Kämpfe gehörten zu den ersten,die Radio übertragen und im Kino gezeigt wurden, was seinen Status als Idol der Massen erst möglich machte.
Max Schmeling selbst hatte zu Lebzeiten vorgeschlagen, dass Henry Maske ihn spielen sollte, wenn sein Leben verfilmt wird. Tatsächlich sind die beiden sich wohl nicht nur äußerlich ähnlich, sondern auch im Verhalten haben der "Gentleman Boxer" und der immer spendable Wohltäter Schmeling viel gemeinsam. Nicht zuletzt sind aber auch beide keine Schauspieler und können daher nicht beurteilen, was für eine überzeugende Darstellung nötig ist.
Ein Stück weit ist die hölzerne Performance von Maske in
Ordnung. Der war auch im wahren Leben kein Selbstdarsteller und kein
eleoquenter Charmeur. Wenn er sich selbst gespielt hätte, wäre das Ergebnis
wohl ähnlich steif. Aber von einem Film darf und muss man einfach mehr
erwarten. Dass die lausige Performance
einem beratungsresistenten Regisseur wie Uwe Boll offenbar egal war, darf
niemand überraschen.
Selbst einfachste Sätze kommen Maske nicht natürlich über
die Lippen. Und seine undeutliche Aussprache und sein prägnanter Akzent tun ihr
Übriges. Dabei macht das Drehbuch es ihm durch seine manchmal hanebüchenen
Dialoge aber unnötig schwer. Mal wirds pathetisch und dann wieder unfreiwillig
komisch. Nach einem besonders dramatischen Dialog mit seinem Manager über die
politische Brisanz des Kampfs gegen Louis etwa fällt dem Ringhelden nur ein
Schlußwort ein: "Ich geh mal auf Toilette".
Im Ring macht Maske allerdings eine gute Figur, wobei er deutlich durchrainierter aussieht, als es Schmeling je war. Der Mann sieht auf der Leinwand einfach gut aus. Ein bißchen erinnert sein kantiges Profil sogar an einen gewissen österreichischen Kraftsportler, dessen mimische Qualitäten auch oft belächelt wurden. Die Kämpfe in "Max Schmeling" sind erfreulicherweise keine spektakulären Ringschlachten à la Rocky, bei denen es im Sekundentakt auf die Fresse gibt und kein Boxer an seine Deckung denkt. Boll war selbst Amateurboxer - und hatte als PR-Gag auch schon drei seiner Kritiker im Ring vermöbelt. Schmelings Kämpfe hat er nun weitgehend natürlich nachgestellt. Das ist auf die Dauer aber auch etwas ermüdend und nur für Boxenthusiasten interessant. Und ausgerechnet bei Schmelings wichtigstem Kampf, dem Sieg gegen Joe Louis verliert Boll die Übersicht. Da wird zuvor minutiös erklärt, wie Schmelings Team mit großem Aufwand und damals neuester Technik Louis´Schwächen auskundschaftet - und dann bekommt man nicht zu sehen, wie die Taktik im Kampf erfolgreich eingesetzt wird. Ein weiterer Minuspunkt: Egal ob Berlin oder New York - alle Kämpfe finden sichtbar in derselben Halle statt. Tatsächlich wurde sie auch in immer derselben Lokation gedreht. Aber die Deko und Beleuchtung zu ändern war wohl im Budget des Films nicht drin.
Dabei hat der Film durchaus gute Momente, etwa wenn Schmeling nach dem Krieg erkennt, dass er außer Boxen nichts gelernt hat und sich die Jobsuche abseits des Rings dadurch schwierig gestaltet.
Das Geld für den Film haben zwei Hamburger Millionäre gestiftet, die aber anonym bleiben wollen. Angesichts der zahlreichen Auftritte von einheimischen Boxgrößen von Manfred Wolke über Fritz Sdunek bis zu Arthur Abraham darf man aber annehmen dass es sich um große deutsche Boxpromoter handelt. Warum die Unbekannten das Geld ausgerechnet Uwe Boll gaben, bleibt so ihr Geheimnis. Vielleicht lags daran, dass Boll mal selbst geboxt und den Investoren eine authentische Darstellung der Kämpfe versprochen hat. Kenntnisse über die Filmbranche waren aber offenbar nicht vorhanden.
Uwe Boll hat eine streckenweise durchaus ansehnliche Filmbiographie abgeliefert, die durchaus mit TV-Eventmovies bei SAT1 und RTL mithalten könnte. Die Dramaturgie ist holprig und entwickelt keine Dynamik, aber die Ausstattung ist weitgehend aufwändig, die meisten Nebendarsteller liefern solide Performances ab. Aber Maskes Laienspiel reißt den Zuschauer immmer wieder aus dem Film. Damit verpasst er , wenn auch ungewollt, sein Idol posthum einen Tiefschlag.
Max Schmeling - ein Leben
„Weißte schon das neuste? Schmeling boxt mit Fäuste!“ So ging ein Gassenhauer der Straßengören in allen deutschen Städten in der Zeit der Weimarer Republik. Der „Hamburger Jung“ Max Schmeling war damals ein Superstar, eine lebende Legende und ein Idol der Jugend - der einzige Boxweltmeister im Schwergewicht, den Deutschland bis heute hervorgebracht hat.
Max Schmeling wurde 1905 in Klein Luckow im heutigen Mecklenburg-Vorpommern geboren. Schon im folgenden Jahr zog die Familie nach Hamburg, wo Schmeling seine Kindheit und Jugend verbrachte. 1919 begann er eine kaufmännische Lehre in einer Werbeagentur. Aber nachdem 1921 bei ihm durch einen Boxfilm im Kino das Interesse am Boxen geweckt worden war, ging er ins Rheinland, wo er 1923 dem Kölner Amateurboxverein SC Colonia 06 beitrat.
Bereits 1924 wechselte er zu den Profis; seinen ersten großen Titel gewann er 1927, als er den Belgier Fernand Delarge im Kampf um die Europameisterschaft bezwang. Bereits da wurde Schmeling vom Amerikaner Joe Jacobs als Manager vertreten, den er bei einem seiner zahlreichen USA-Aufenthalte kennen gelernt hatte.
Im Juni 1930 kämpfte Schmeling gegen Jack Sharkey aus den USA um den Weltmeistertitel im Schwergewicht. Nach einem Tiefschlag wurde Sharkey disqualifiziert und Schmeling zum Weltmeister ernannt. Schmeling verteidigte seinen Titel im folgenden Jahr, bevor er den Rückkampf gegen Sharkey im Juni 1932 nach Punkten verlor.
1930 hatte Schmeling Anny Ondra kennengelernt. Die Schauspielerin hatte durch diverse deutsche Kinoerfolge und durch ihre Rollen in frühen Hitchcockfilmen wie „Erpressung“ („Blackmail“, 1929) immense Popularität gewonnen. Im Juli 1933 heirateten sie; danach trat Ondra nur noch in wenigen weiteren Kinofilmen auf.
In den folgenden Jahren wuchs Schmelings Beliebtheit in Deutschland nur noch und steigerte sich im Vorfeld des Kampfes gegen den „braunen Bomber“ Joe Lewis im Juni 1936 noch einmal. Zu diesem Zeitpunkt war Schmeling bereits mit dem nationalsozialistischen Regime in Konflikt geraten: So war ihm nahe gelegt worden, sich von seiner Frau, die tschechischer Herkunft war, und von seinem Manager Jacobs, einem Juden, zu trennen. Dennoch setzte er sich - erfolgreich - beim Olympischen Komitee der USA dafür ein, dass ein möglicher amerikanischer Boykott der Olympischen Spiele 1936 in Berlin nicht zustande kam.
Schmelings Sieg gegen Joe Louis war eine Sensation - und wurde in Deutschland propagandistisch ausgeschlachtet; so feierte die Aufzeichnung der Kampfes, die unter dem Titel „Max Schmelings Sieg - ein deutscher Sieg“ in den Kinos gezeigt wurde, seinen sportlichen Triumph als Beweis für die rassistische Ideologie der Nazis.
1938 bekam Schmeling die Gelegenheit zum Rückkampf gegen Louis, der inzwischen Weltmeister geworden war; Louis gewann jedoch durch K.O. in der ersten Runde. Diese Niederlage sollte Schmelings letzter Kampf in den USA gewesen sein. Im Juli 1939 gewann Schmeling die Europameisterschaft im Schwergewicht - sein vorerst letzter Kampf.
Ebenfalls 1939 kaufte er das Gut Ponickel in Pommern und bereits ein Jahr später wurde Schmeling zum Kriegsdienst eingezogen und nahm 1941 am deutschen Angriff auf die britischen Truppen auf Kreta teil. Bei der Landung wurde er verletzt und 1943 aus der Wehrmacht entlassen. Bis 1945 versah er seinen Dienst in Kriegsgefangenenlagern.
Vor dem Einmarsch der sowjetischen Truppen flohen Schmeling und Anny Ondra nach Westen, ab 1946 lebten sie in Hamburg. 1947 stieg Schmeling wieder in den Ring; nach einer Niederlage im Oktober 1948 beendete er jedoch endgültig seine Profikarriere. Seine Bilanz: 56 Siege in 70 Kämpfen.
Danach ließ sich Schmeling in einem Dorf südlich von Hamburg nieder und übernahm die Coca-Cola-Generalvertretung für Norddeutschland, die er bis ins hohe Alter persönlich leitete. 2005 starb Schmeling im Alter von 99 Jahren.
