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Live Aus Peepli Film Trailer - Irgendwo in Indien

FSK Film: 12 | Länge: 105 Min | Kinostart: 11.11.2010
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TRAILER-TIPPS

 

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Schauspieler:Omkar Das Manikpuri, Raghubir Yadav, Malaika Shenoy, Shalini Vatsa, Nawazuddin Siddiqui, Farrukh Jaffer, Vishal O Sharma

Die Story:Nathas Land soll zwangsversteigert werden – aber seine ganze Familie ist von der Ernte abhängig: die drei zerlumpten Kinder, die ewig zeternde Mutter, die nörgelnde Ehefrau, der Bruder, der viel mehr von der Welt versteht, und Natha selbst, der am liebsten Löcher in die Luft starrt. Es scheint keinen Ausweg zu geben außer einem Regierungsprogramm: Vom Staat gibt es eine hohe Prämie für die Hinterbliebenen, wenn ein Bauer sich umbringt. Sein Bruder drängt Natha zum Selbstmord, um seine Familie abzusichern, und als er einwilligt, wird er zum Spielball einer Lawine von Ereignissen: Lokale Wahlen stehen vor der Tür, und hochrangige Politiker und die Sensationsmedien fallen in Nathas verschlafenes kleines Dorf Peepli ein. Was ein Bauernselbstmord unter Tausenden hätte sein können, wird zu einem Skandal, von dem jeder profitieren will. In dem Chaos interessiert sich bald niemand mehr für Nathas Gefühle. Wie wird er sich entscheiden?

Hintergrund:Jenseits gängiger Bollywood-Klischees zeichnet Live Aus Peepli - Irgendwo In Indien ein lebendiges, authentisches Bild der Widersprüche des indischen Lebens: Armut und unmenschliche Arbeitsbedingungen auf dem Land, Megacities mit hochmodernen Massenmedien, machthungrige Großgrundbesitzer und korrupte Politiker. Produziert hat diese Tragikomödie Indiens aktueller Superstar Nummer eins: Aamir Khan spielte die Hauptrollen in den beiden erfolgreichsten Bollywoodfilmen, GHAJINI aus dem Jahr 2008 und THREE IDIOTS von 2009. Als Produzent schlägt sein Herz durchaus jenseits von Bollywood, wie er nicht zuletzt mit LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN beweist. LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN zeugt von den krassen Widersprüchen, die die expandierende Wirtschaft Indiens mit sich bringt. Trotz des beeindruckenden wirtschaftlichen Wachstums ist Indien weiterhin ein Entwicklungsland; die Unterschiede zwischen Land- und Stadtleben sind drastisch und scheinen unüberbrückbar.




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Weitere Infos zum Film:

Der Film setzt beim realen Thema der Bauernselbstmorde an, die als tragisches Phänomen Anfang der 90er Jahre in den Fokus der internationalen Medien rückten.

Die erhöhte Zahl an Selbstmorden unter Bauern, besonders in den Bundesstaaten Andrah Pradesh, Maharashtra, Karnataka, Kerala und Punjab, nahmen und nehmen heute noch erschreckende Ausmaße an – die Zahl wird auf etwa 17.000 pro Jahr geschätzt; dem Ministry of Home Affair’s National Crime Records Bureau zufolge nahmen sich zwischen 1997 und 2007 über 180.000 Bauern das Leben.

Gründe für die verheerende Lage der Landwirtschaft sind nicht nur die klimatisch bedingten Ernteausfälle: Nachdem die Importzölle gesenkt wurden, traf die Konkurrenzsituation auf dem Weltmarkt die indische Landwirtschaft recht unvorbereitet.

Auch der unsachgemäße Gebrauch von Pestiziden trägt zur Gefährdung der Ernten bei. Die Verwendung von genverändertem Saatgut verschlimmert die finanzielle Lage der Bauern noch: Es erweist sich als ineffektiv und ist deutlich teurer als herkömmliches Saatgut. Unterstützung finden die Bauern oft nur bei privaten Kreditgebern, die meist Wucherzinsen verlangen. Einmal in die Abhängigkeit privater Geldverleiher geraten, die gleichzeitig oft die größten Landbesitzer und Händler sind, gibt es keinen Ausweg mehr aus dem Teufelskreis der sich stetig erhöhenden Verschuldung.

Die Ausweglosigkeit der Situation angesichts der unbezahlbaren Schulden und der Ernteausfälle sowie der extreme Druck durch private Geldverleiher münden nicht selten in ernstzunehmende psychische Erkrankungen wie Depressionen. Da die medizinische Versorgung auf dem Land oft ungenügend ist und kostenlose medizinische Beratung quasi nicht existiert, bleiben diese meist unentdeckt und somit unbehandelt.

Nachdem die Regierung die dramatische Situation der Bauern zunächst heruntergespielt hatte, beschränkte sie sich größtenteils auf finanzielle Unterstützung. So gibt es tatsächlich finanzielle Hilfe für die Hinterbliebenen von Bauern, die Selbstmord begangen haben. Und die gebotene Summe an sich ist zynischerweise wirklich verlockend: Die Angehörigen erhalten eine Summe, die ungefähr 2.000 US-Dollar entspricht - das Einkommen eines normalen Bauern beträgt im Jahr um die 60 US-Dollar pro Hektar.