Faster Trailer und Filmkritik
FSK Film: 18 | Länge: 97 Min | Kinostart: 17.03.2011 | Release: 25.08.2011 (DVD&BD)
© Sony Pictures | Genre: Action | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:Dwayne Johnson, Billy Bob Thornton, Oliver Jackson-Cohen, Carla Gugino, Maggie Grace, Moon Bloodgood
Die Story:Zehn Jahre lang sitzt Driver im Knast. Eine lange Zeit um sich einen Racheplan auszudenken. Als er frei kommt, beginnt er auch sofort mit der Jagd auf die Mörder seines Bruders. Der starb bei dem Banküberfall bei dem auch Driver verhaftet wurde. Der schöne Mordplan lässt sich aber nicht so einfach umsetzen, denn ein Cop der fast in Rente ist macht es sich zur Aufgabe Driver zu jagen. Ausserdem will ihn ein Auftragskiller umbringen, weil er glaubt in ihm endlich einen ebenbürtigen Gegner gefunden zu haben. Driver wird also zum gejagten und hat es schwer, seine Todesliste umzusetzen. Je weiter er allerdings auf dieser Liste kommt, umso mysteriöser wird auch der Mord an seinem Bruder. Vielleicht ist seine Liste auch nicht ganz vollständig.
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Eure Meinung zu "Faster"
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Eure Kommentare zu "Faster":
Tanja jau, echt krass. Dabei mag ich dwayne gar nicht so, aber der film sieht echt super aus.
lissi der kann einfachnicht gut schauspielern!
Neo 1. Auch wieder so eine langeweilige schon zig mal dagewesene Story! 2. Der 2te Hauptdarsteller heisst "Billy Bob Thornton" und nicht "Thorton" ;P *klugscheiss*

♥: harte Action, cooler Soundtrack, stylische Optik, Figuren mit Charakter
−: viele Krimiklischees, für Actionjunkies zu viel Handlung
Mit Actionfilmen hat Ex-Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson seine Filmkarriere begonnen, zuletzt aber verdiente er seine Brötchen lieber mit dem was Hollywood für Familienkomödien hält.
Zum Glück hat jetzt zum Testosteronkino zurückgefunden und bekräftigt seinen Anspruch auf den Titel des coolsten Actionhelden.
Mit Kleinkram hält sich "Faster" gar nicht erst auf: "Driver", "Killer", "Cop". Die Hauptfiguren haben nicht mal eigene Namen. Da könnte man glauben, dass der Film auch sonst ziemlich oberflächlich ist. Das ist aber erstaunlicherweise nicht der Fall.
Zehn Jahre hat Driver (Dwayne Johnson) im Knast gesessen. Nicht ganz zu Unrecht. Und trotzdem hat er eine Stinkwut. Jetzt steht seine Entlassung bevor und der bullige Knacki rast durch seine Zelle wie ein Tiger vor der Fütterung. Die übliche Abschiedspredigt vom Gefängnisdirektor (Tom Berenger) geht beim ihm links rein und rechts raus. Draußen verliert Driver keine Zeit. Ein getunter Wagen und eine geladene Waffe stehen bereit und Minuten später fordert sein Rachefeldzug ein erstes Opfer.
"Faster" legt von Anfang an ein enormes Tempo vor und startet quasi mit durchdrehenden Reifen.
Da bleibt keine Zeit, die Bedienungsanleitung zu lesen. Und gequatscht wird erst recht nicht. In der ersten halben Stunde ist Driver so wortkarg, wie es sich bisher nur der gute Arnie als "Conan" oder "Terminator" leisten konnte. Um was es hier geht, an wem und warum sich Driver rächen will, wird erst nach und nach enthüllt. Das kommt der Spannung zu gute, denn bei den ersten Toten (der erste sieht besonders harmlos aus ) weiß man noch gar nicht, was sie getan haben sollenIn anderenen Filmen weiß man von Anfang an, warum der Held ausrastet, seine Taten werden vorab sanktioniert. In "Faster" muss die moralische Rechtfertigung warten. . Zunächst mal weiß man nur, dass er ein ganz Harter ist und Gegner allein schon vor einem seiner Tattoos Reißaus nehmen.
Einer allerdings nicht. "Killer"(Oliver Jackon-Cohen) wird von einem der potentiellen Opfer des Rachefeldzugs angeheuert um Driver auszuschalten. Der wird anfangs ähnlich obercool und knapp vorgestellt, wie Driver. Killer führt ein Luxusleben mit Edelfuhrpark und gutsortiertem Designerwaffenschrank. Aber auch an ihm ist mehr dran, als auf ersten Blick erkennbar. Ein außergewöhnlicher Werdegang erklärt seinen extremen Ehrgeiz, andererseits hat Killer branchenuntypisch eine Freundin, die er sogar heiraten will.
Als er auf Driver triift, muss er sich entscheiden, was wichtiger ist - das private Glück oder die Berufsehre.
Fehlt nur noch der dritte Mitscpieler im tödlichen Katz-und-Maus-Spiel. Der ist weit weniger cool aber nicht minder klassisch. Cop (Billy Bob Thornton) ist ein altgedienter Detektiv mit Drogenproblem und Exfrau, der (wie einst Murtaugh in "Lethal Weapon 4") eigentlich nur noch zwei Wochen bis zur Rente durchhalten muss. Ausgerechnet er soll den Amoklauf von Driver stoppen. Eine maßgeschneiderte Rolle für Billy Bob Thornton. Da haben wir also ein klassisches Crime-Drama-Trio beisammen, aber erfreulicherweise lässt das Skript die Figuren nicht so eindimensional. Jeder einzelne hat eigene Probleme im Kofferraum, die vom Genrestandard abweichen. Bleibt zu hoffen, dass Actionfans diese ausgefeilte Charakterisierung zu würdigen wissen. Frauen sind in so einem Macho-Meeting natürlich nur Beiwerk. Die weiblichen Rollen sind allerdings mit Jennifer Carpenter ("Dexter"), Carla Gugino ("Watchmen") und Monn Bloodgood ("Terminator - Die Erlösung") hochkarätig besetzt und geben den Hauptfiguren mehr Profil.
Aber trotz aller privaten Verwicklungen kommt auch die Action nicht zu kurz. Nicht ständig, aber wenn dann rasant, hart und stylisch wird geballert, geprügelt und gerast.
Auch die Ästhetik ist ein Hybrid aus modernem, schnellem Schnitt und verblichenen, körnigen Bildern wie in den Filmen der 70er. Das Ergebnis sieht richtig gut.
Dabei ist das Chassis des Films ein Klassiker in dem Klischees und unplausible Ideen nicht fehlen (Wozu könnte wohl eine Stahlplatte im Schädel nützlich sein?). Der rote Faden der Story und das Personal hat man in unzähligen Varianten zuvor schon gesehen. Aber "Faster" baut die Vorlage aus, mischt die Formel immer wieder durcheinander.
"Faster" ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Mal wirkt der Film wie ein grelle Comicverfilmung, mal wie ein raues Krimidrama alter Schule. Dass dieser Balanceakt gelingt und sich das Werk dabei selbst auch nicht immer völlig ernst nimmt, macht die besondere Klasse des Films aus.
Die war nicht unbedingt zu erwarten. Regisseur George Tillman Jr. hat Filme wie "Barbershop" produziert, aber eben auch Regie beim Kinohit "Men of Honor" mit Robert de Niro geführt.Autor Joe Gayton hat Filme für Adam Sandler, Damon Wayans und Jean-Claude van Damme geschrieben, sein Bruder Tony immerhin moderate Hits wie "Mord nach Plan" mit Sandra Bullock. Dazu der zuletzt weichgespültes Wrestler "The Rock" und der lange untergetauchte Billy Bob Thornton. Ein durchwachsenes Bild. Vielleicht war "Faster" also nur ein Glückstreffer, aber was soll´s, hier passen die Teile zusammen und ergeben ein zwar nicht immer schlüssiges, aber immer unterhaltsames Gemisch.
Den Machern schwebte eine Hommage an klassische PS-Krimis der 70er wie "Driver" mit Ryan O´Neal oder den ewigen Klassiker "Bullitt" mit Steve McQueen vor. Das spiegelt sich auch im soulig-groovenden Soundtrack wieder.
"Faster" hält das Versprechen, das Nicholas Cage mit "Drive Angry" nicht erfüllen konnte.
Wer aufgrund des Titels nun eine dreiste Kopie von "The Fast & Furious" erwartet, der könnte enttäuscht sein. Bei wem die Action nicht automatisch intellektuell tiefergelegt werden muss, darf sich dagegen freuen. Die Macher wollten ein kraftstrotzendes Action-Vehikel mit Stil und Format auf die Straße bringen. Und das ist ihnen gelungen.
10 Fakten zum Film
1. Das ist nicht der erste Actionfilm von Dwayne Johnson, da ist er schonmal richtig fix und flüssig bei den schnelleren Szenen. Manchmal mussten die Filmemacher ihn bitten, sich langsamer zu bewegen, damit sie ihn besser filmen konnten.
2. Johnson trainierte sich extra für den Film den Kampfstil „52 Blocks“ an, der typischerweise von Knastis benutzt wird.
3. Lester Spleight spielt Baphomet, eines der Opfer auf Drivers Liste. Da gehts ganz schön zur Sache. In den Drehpausen spielten beide zusammen College-Football. Johnson für die University of Miami; Spleight für die Morgan State University.
4. Der Regisseur George Tillman Jr. fährt einen Ford Galaxie 500 – das selbe Auto hatte sein Vater früher- Bei FASTER reflektieren die Wagen quasi die Figuren des Films, darum suchte er alle Autos penibel genau aus.
5. Lilys Waffe ist eine kompakte Kimber 45, eine Waffe der LAPD-S.W.A.T.-Einheit. Ihr Auto ist genauso stylisch, sie fährt nämlich einen hellgelben Lotus Elise Supercharged.
6. Dwayne Johnson ist zwar tätowiert, aber das Tattoo auf Drivers Unterarm wurde für den Film nur aufgeklebt. Das Kleben war in 10 Minuten passiert, der Entwurf dafür war nicht so leicht zu finden. Monatelang haben die Macher an dem Design des Tatoos gebastelt.
7. Drivers SS Chevelle ist eigentlich ein Hybrid aus Modellen von 1970 und 1971 und hat einen stärkeren Motor. Sogar ohne getunten Motor fahren diese Wagen bis zu 210 km/h.
8. Billy Bob Thornton fährt privat eine Chevelle.
9. Johnson trägt in allen Szenen die in der Gegenwart spielen die selben Klamotten: T-Shirt, Jeans und Lederjacke. Damit das immer nahtlos klappen konnte, hatte die Kostümabteilung immer 30 Stück seines T-Shirts zur Hand.
10. Die Idee zu FASTER stammt von den Autoren (und Brüdern) Joe und Tony Gayton, die einen Helden wollten, der von der ersten Szene an alles im Griff hat.

