3Faltig Trailer
FSK Film: 12 | Länge: 96 Min | Kinostart: 17.02.2011 | Release: 01.08.2011 (DVD)
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Schauspieler:Christian Tramitz, Matthias Schweighöfer, Roland Düringer, Alfred Dorfer, Julia Hartmann, Michael Schweighöfer
Die Story:Die Geschichte von Hage, dessen strahlende Tage als Heiliger Geist nur noch matt im Antlitz der christlichen Devotionalien glitzern, die er inkognito auf Weihnachtsmärkten unters Volk bringt. Doch sein irdisches Dasein soll schon bald unter einem besseren Stern stehen. Hage steht kurz vor der Ur-Aufführung seines Musicals Holy Spirit Megastar in der Tanzbar seines Freundes Friedl - mit der entzückenden Tänzerin Mona, Julia Hartmann, in der Hauptrolle. Doch über seinen Plänen schwebt der Sohn Gottes, der leibhaftig in der Gestalt von Christl, Matthias Schweighöfer, am Heiligen Abend unerwartet in sein Leben platzt. Und Christl hat keine frohe Botschaft im Gepäck: Im Auftrag Gottes, Michael Schweighöfer, soll er die Apokalypse ankündigen, die für Silvester im göttlichen Kalender steht. Hage ist entsetzt - am Silvesterabend soll sein Musical Premiere feiern! Er zeigt Christl, wie schön das Leben ist, und nimmt ihn mit zur Probe für die Aufführung. Christl ist schwer beeindruckt und verliebt sich in die schöne Tänzerin Mona. Nun ist auch er überzeugt, dass die Apokalypse aufgehalten werden muss. Aber lassen sich die Pläne Gottes so einfach durchkreuzen?
Hintergrund:Mit pointierten Dialogen und viel Gefühl für Situationskomik schuf Regisseur Harald Sicheritz eine schräge Satire und göttliche Komödie, in der Christian Tramitz (Schuh des Manitu), Matthias Schweighöfer (Friendship!) und der in Österreich beliebte Kabarettist Roland Düringer (Hinterholz 8) am Vorabend der Apokalypse unchristliches Chaos verbreiten. In weiteren Rollen spielen Alfred Dorfer (Indien) und Adele Neuhauser (Wo ist Fred?) sowie Nachwuchs schauspielerin Julia Hartmann. In kuriosen Gastrollen sind Christian Ulmen (Maria, ihm schmeckt's nicht) und Michael Schweighöfer, der Vater von Matthias, in der Rolle von Papa, dem Lieben Gott, zu sehen. Das Drehbuch schrieben Hermann Bräuer, Murmel Clausen und Christian Tramitz.
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Detailierte Inhaltsbeschreibung:
Hage (CHRISTIAN TRAMITZ) steckt in der Krise. Seine strahlenden Tage als Heiliger Geist sind gezählt. Seit mehr als 2000 Jahren schlägt er sich mehr schlecht als recht in Menschengestalt auf Erden durch und versucht, inkognito auf voralpenländischen Weihnachtsmärkten christliche Devotionalien unters Volk zu bringen. Doch die Geschäfte mit Erzengellichterketten und Bewegungsmeldern in Mariengestalt laufen schlecht. Deshalb ist jetzt Schluss damit. Hage will endlich groß rauskommen und steckt mitten in den Vorbereitungen seines Musicals „Holy Spirit Megastar“, das mit der reizenden Tänzerin Mona (JULIA HARTMANN) in der Hauptrolle im Nachtclub „Beverly Hills“ seines Freundes Friedl (ROLAND DÜRINGER) seine Ur-Aufführung feiern soll. Doch sein alter Kumpel und Gottes Sohn Christl (MATTHIAS SCHWEIGHÖFER), der am Weihnachtsabend überraschend vor der Tür steht, macht ihm einen Strich durch die Rechnung:
Gottvater (MICHAEL SCHWEIGHÖFER) hat die Nase voll vom Treiben der Menschen. Apokalypse ist angesagt – und das am 31. Dezember. Hage ist stinksauer, schließlich soll sein Musical genau am Silvesterabend Premiere feiern. Er beschließt, Christl von der Schönheit der Welt und des Lebens zu überzeugen, um so das Weltende zu verhindern. Der Plan scheint aufzugehen. Als er Christl mit zu den Proben für seine Aufführung nimmt, erliegt dieser dem Charme der entzückenden Mona. Doch die junge Liebe steht unter keinem guten Stern. Nach einer durchzechten Nacht im „Beverly Hills“ überlässt Hage sturzbetrunken Christl das Steuer. Eine fatale Entscheidung, es kommt zum tödlichen Unfall. Das Opfer ist ausgerechnet Mona. Eine Katastrophe – nicht nur für den verliebten Christl, sondern vor allem für Hage, der ohne seine Hauptdarstellerin seine Premiere in Gefahr sieht. Aber Christl wäre nicht Gottes Sohn, gelänge ihm nicht – wie schon bei Lazarus – erneut das Wunder der Wiedererweckung. Dumm nur, dass sich weder Hage noch Christl daran erinnern, wie der Trick damals funktioniert hat. Eine Bibel muss her! Weil die Geschäfte über die Weihnachtsfeiertage geschlossen sind, mieten sich die beiden samt Monas Leiche in einem Luxushotel ein. Denn wo ein Hotel, da auch ein Nachttisch inklusive Bibel.
Zur gleichen Zeit macht sich Barchef Friedl auf die Suche nach der vermissten Mona und trifft dabei auf Hages Haushälterin Irina Holacek (ADELE NEUHAUSER). Die beiden verstehen sich auf Anhieb, denn sie verbindet die gleiche absonderliche Vorliebe für seltsame Riten und Volksbräuche. Um die Show nicht zu gefährden, springt Irina kurzerhand für Mona ein und übernimmt das Training der osteuropäischen Go-Go-Girls, die für die „erotische Einstimmung zum Jahreswechsel“ sorgen sollen. Derweil scheitern Christl und Hage beim Versuch, Mona ins Leben zurückzuholen. Die Gebrauchsanweisung aus der Bibel ist zwar gefunden, doch irgendwas scheint Christl falsch zu machen. Hage ist überzeugt: Ihm fehlt die Praxis, er muss üben – und zwar im Krankenhaus. Tatsächlich vollbringt Christl das Wunder und die blinde Rollstuhlfahrerin Sandra kann wieder gehen und sehen. Was Christl nicht weiß: Hage hat bei dem vermeintlichen Wunder seine Finger im Spiel und Sandra bestochen.
Inzwischen hat Friedl herausgefunden, dass sich Hage und Christl mit Mona im Hotel einquartiert haben. Er verschafft sich Zugang zu ihrem Zimmer und entdeckt die auf dem Balkon zum Kühlen deponierte Leiche, die er durch ein Missgeschick – ausgelöst durch wütendes Rütteln an der Balkontür – in die Tiefen des Hotelgartens befördert. Nicht ahnend, dass Mona längst das Zeitliche gesegnet hat, glaubt er, ihren Tod auf dem Gewissen zu haben, und flüchtet in Panik zu Frau Holacek. Währenddessen fliegt Hages Schwindel im Krankenhaus auf. Tief enttäuscht sucht Christl das Gespräch mit Pfarrer Erdinger (ALFRED DORFER), um herauszufinden, wie er seine Wunderkräfte wiedererlangt. Erdingers Rat: Er muss sich entscheiden – Wunder oder Weltuntergang, beides ist nicht zu haben. Und tatsächlich, es klappt: Christl holt Mona ins Reich der Lebenden zurück. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Die Auferstandene stürmt davon und wird erneut zum Unfallopfer. Der Schuldige ist dieses Mal Friedl, der gerade auf dem Weg ist, sich der Polizei zu stellen.
In seiner Wut über Gottes Willkür und Zerstörungswillen stellt Christl den Vater zur Rede. Während Christl noch an eine versöhnliche Lösung durch die Macht der Liebe glaubt, hat Hage Gottes Plan längst durchschaut: Er will ein Opfer – nämlich Hage! Damit scheint die Katastrophe abgewendet – oder doch nicht?
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FIGURENBESCHREIBUNGEN
Christian Tramitz spielt Hage, den Heiligen Geist
Hage hat’s nicht leicht. Nachdem sein Kumpel Christl gen Himmel gefahren ist, schlägt er sich seit mehr als 2000 Jahren alleine mit der Menschheit herum. Als er endlich mit der Premiere seines Musicals „Holy Spirit Megastar“ groß rauskommen will, macht ihm Gottvater einen Strich durch die Rechnung und befiehlt den Weltuntergang. Doch so schnell gibt Hage nicht auf.
Matthias Schweighöfer spielt Christl, Gottes Sohn
Christl hat sich lange nicht auf Erden blicken lassen. Nach 2000-jähriger Abwesenheit schickt ihn „Papa“ jetzt zurück. Sein Auftrag: Apokalypse verkünden! Als ihm die Liebe zur schönen Tänzerin Mona die Augen für die Schönheit des Lebens öffnet, beschließt Christl: Die Welt muss gerettet werden. Leider sieht Gottvater das ganz anders. Und der hat das letzte Wort.
Michael Schweighöfer spielt Gottvater
Gott hat die Faxen dicke. Da legt er in sechs Tagen eine Pracht-Schöpfung hin und die Menschheit hat nichts Besseres zu tun, als sein Werk durch Habgier, Neid und Selbstsucht zu zerstören. Deshalb ist jetzt Schluss. Der Termin für die Apokalypse steht. Und Sohn Christl hat den Job, die Botschaft zu verkünden.
Roland Düringer spielt Friedl
Der durchtrieben-diabolische Friedl ist eine Größe im alpenländischen Nachtleben. Als Betreiber des „Beverly Hills“ heizt er der Gemeinde mit seinen scharfen Tänzerinnen ein und frönt einer exzentrischen Leidenschaft für das traditionelle Brauchtum. Doch als Friedl in Hage und Christl die Boten Gottes erkennt, schwört er Gewalt und Verbrechen ab, um fortan der Macht der Liebe zu huldigen. Ob seine Urinstinkte da mitmachen?
Julia Hartmann spielt Mona
Mona ist der Star in Friedls Nachtclub „Beverly Hills“. In Hages Musical soll die attraktive Tänzerin die Hauptrolle spielen. Leider funkt ihr das Schicksal dazwischen und lässt sie das Zeitliche segnen. Wäre alles halb so schlimm, wenn Christl endlich wieder der Trick mit der Wiedererweckung einfiele.
Adele Neuhauser spielt Frau Holacek
Hinter der bieder-harmlosen Fassade von Hages Haushälterin Frau Holacek schlummert ein Vulkan. Mit ihrer Vorliebe für seltsame Riten und Brauchtümer findet sie in Friedl einen Seelenverwandten und schwingt auch schon mal die Peitsche, um die Go-Go-Girls im „Beverly Hills“ zu Höchstleistungen anzutreiben.
Alfred Dorfer spielt Pfarrer Erdinger
Pfarrer Erdinger hat es sich in der voralpenländischen Idylle gemütlich gemacht und genießt die Annehmlichkeiten des Lebens. Einen frisch geschossenen Rehbraten weiß er ebenso zu schätzen wie die Vorteile des Internets, wenn ihm gerade mal nicht einfällt, wie das damals mit der Auferweckung war. Wunder oder Weltuntergang – dazwischen gibt es für ihn nichts.
Weitere Infos zum Film:
Der Heilige Geist und die Dreifaltigkeit
In der christlichen Lehre bildet der Heilige Geist mit Gottvater und Gottes Sohn eine Wesens-Einheit – die Dreifaltigkeit. Wenn Hage in „3faltig“ um Anerkennung kämpft, mag das auf den ersten Blick kurios erscheinen, dabei hat die Frage nach der Zugehörigkeit des Heiligen Geistes zur Trinität und seiner Position als Gottheit eine lange Geschichte und sorgte jahrhundertelang für Zündstoff. Lange Zeit herrschte Streit über die Dreieinigkeit und die Rolle, die der Heilige dabei spielt. Ein Ende fand die Auseinandersetzung erst, als Kaiser Theodosius im Jahr 381 das Erste Konzil von Konstantinopel einberief, um u.a. das katholische Christentum zur Staatsreligion zu erheben und Gesetze gegen das Heidentum zu erlassen. Unter seinem Vorsitz wurde schließlich auch die Trinitätslehre bestätigt und der Heilige Geist als „wahrer Gott“ und dritte Person der Gottheit anerkannt.
Ein göttlicher Cast
So sicher wie das „Amen“ in der Kirche war für Christian Tramitz, dass Harald Sicheritz der richtige Regisseur war, um die himmlische Komödie in Szene zu setzen. Der Österreicher gehört zu den meistbeschäftigten und erfolgreichsten Regisseuren des Landes und hatte Tramitz bei den gemeinsamen Dreharbeiten zu dem Kinofilm „MA 2412 – Die Staatsdiener“ kennen gelernt. „Ich war sofort von den Figuren begeistert – und von der Idee, die Geschichte des Heiligen Geistes, der ja nach der Himmelfahrt Christi auf der Erde zurückbleiben musste, weiterzuspielen“, so Sicheritz. Nachdem die Besetzung mit Christian Tramitz als Hage von Beginn an feststand, war auch der Rest des Casts schnell gefunden. Harald Sicheritz und Roland Düringer, der als Kabarettist, Schauspieler und Autor in Österreich Kultstatus genießt, waren bereits ein eingespieltes Team. Außer Frage stand zudem, dass Adele Neuhauser als Frau Holacek und Alfred Dorfer als Pfarrer Erdinger das irdische Personal ergänzen sollten. Die Suche nach dem perfekten Christl gestaltete sich dagegen etwas aufwändiger. Gesucht wurde ein Darsteller, der die Figur des Christl als positiven, fröhlichen Sohn aus gutem Hause glaubhaft verkörperte. Die Idealbesetzung fanden Regisseur und Produzenten schließlich in Matthias Schweighöfer, der das Ensemble komplettierte. Für familiäre Atmosphäre am Set sorgte die Besetzung der Rolle von Gott Vater, die Schweighöfers realer Vater Michael übernahm.
Bad Ischl als himmlische Kulisse
Neben der Zusammenstellung des Casts war die Suche nach einer perfekten Kulisse für die himmlische Story die nächste große Herausforderung. Gefunden wurde sie in der pittoresken Region rund um Bad Ischl, wo der Großteil der insgesamt 26 Drehtage stattfand. Mit ihrer malerischen Berglandschaft, den imposanten Gipfeln, historischen Kirchen und dem klaren Licht bot sie das ideale Panorama für einen Film über die Dreifaltigkeit. Harald Sicheritz: „Die meisten Menschen assoziieren mit Gottvater den allwissenden Herrscher, der im Himmel über dem irdischen Geschehen thront – was liegt da näher, als die Geschichte vor dem Hintergrund einer alpenländischen Bergidylle spielen zu lassen?“ Während die Innenszenen an acht Drehtagen in Babelsberg gedreht wurden, ließ sich das Team für die restliche Drehzeit in der österreichischen Alpenlandschaft nieder und hatte nur eine Sorge: Gibt es genug Schnee? Denn was wäre eine weihnachtliche Geschichte ohne weiße Winterlandschaft? Doch die Gebete wurden erhört, der Herr hatte ein Einsehen und der Schnee fiel.
